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Bedeutung von Videospielemessen für den Umsatz

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  1. Bedeutung von Videospielemessen für den Umsatz

    Autor: Vollstrecker 31.03.23 - 09:59

    Ich denke die Zeiten, an denen man sich als Gamer überwiegend durch Messe und Printmedien Informationen über kommende Spiele einholte sind vorbei. Youtube, TikTok, Insta, Twitch, etc. sind nicht nur weitreichenstärker sie sind auch für die Firmen erheblich günstiger und bieten eine Dauerpräsens beim Gamer.

  2. Re: Bedeutung von Videospielemessen für den Umsatz

    Autor: Muhaha 31.03.23 - 10:13

    Vollstrecker schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich denke die Zeiten, an denen man sich als Gamer überwiegend durch Messe
    > und Printmedien Informationen über kommende Spiele einholte sind vorbei.
    > Youtube, TikTok, Insta, Twitch, etc. sind nicht nur weitreichenstärker sie
    > sind auch für die Firmen erheblich günstiger und bieten eine Dauerpräsens
    > beim Gamer.

    Die E3 hat auch früher noch entsprechend Aussteller gehabt, trotz oder gerade wegen Internet. Covid hat diesem Konzept aber den Todesstoß versetzt. Die Messe- und Veranstaltungsbranche wird sich von diesem Schock nicht mehr erholen. Zu viele Firmen haben gemerkt, dass es auch ohne geht.

    Die Gamescom als rein regionale Publikumsbespaßung ohne Branchenrelevanz wird vielleicht noch Besucher finden, aber Fachmessen wird es Post-Covid nicht mehr in dem Umfang geben wie Prä-Covid. Die Firmen veranstalten entweder eigene Hausmessen oder verlegen gleich alles in reine Online-Veranstaltungen, die billiger sind, eine größere Reichweite haben UND wo man die Reaktion der Besucher sehr viel besser im Griff hat als bei einer physischen Präsenz. So Vorfälle wie bei der BlizzCon 2018 wird es nicht mehr geben. Die Unzufriedenheit von Besuchern wird sich dann nicht mehr live in unhübschen Bildern zeigen, sondern maximal in externen Discord-Channels, die deutlich weniger schlechte PR erzeugen.

    Hat für die Firmen nur Vorteile künftig komplett auf Messen zu verzichten.

  3. Re: Bedeutung von Videospielemessen für den Umsatz

    Autor: lestard 31.03.23 - 10:51

    Mal schauen, wie es sich entwickelt. Der Vorteil von gemeinsamen Messen (also Veranstaltungen, wo viele Hersteller hingehen) ist ja, dass die Aufmerksamkeit dann wirklich dort ist. Wenn E3 war, dann haben weltweit alle Games-Journalisten und ein guter Teil von Gaming-Social-Media darüber gesprochen. Das passiert logischerweise nur, wenn auch wirklich relevante Hersteller dort sind. Wenn alle wichtigen absagen, dann interessiert sich logischerweise kaum einer mehr für die E3.
    D.h. es könnte tatsächlich so kommen, wie du schreibst, dann einfach niemand mehr dahin geht.
    Aber das ist halt kein Automatismus. Wenn einzelne Firmen anfangen, sich wieder auf gemeinsamen Messen (sei es E3 oder was anderes) zu treffen, dann ziehen sie auch die Aufmerksamkeit auf sich. Und das kann auch wieder andere Firmen anziehen. Und daraus kann auch wieder eine Situation entstehen, in der eine Firma da hin "muss".

    Das Problem bei Online ist ja, dass es tausend Dinge online gibt und es eben auch schwieriger ist, die Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen - außer natürlich die richtigen Fans. Wer Hardcore-Fallout-Fan ist, der trägt sich die Bethesta-Online-Präsi Monate vorher in den Terminkalender ein. Aber auf die durchschnittlich interessierten Gamer hat so eine Single-Hersteller-Online-Präsentation halt weniger Anziehungskraft als "die große E3".

    Mal schauen, wie es sich entwickelt. Ich halte beide Varianten für plausibel und möglich.

  4. Re: Bedeutung von Videospielemessen für den Umsatz

    Autor: christian_k 31.03.23 - 11:25

    > Youtube, TikTok, Insta, Twitch, etc. sind nicht nur weitreichenstärker sie
    > sind auch für die Firmen erheblich günstiger und bieten eine Dauerpräsens
    > beim Gamer.

    All das ist rein passiv und hat einen Erlebniswert von Null.
    Man kann nichts ausprobieren, mit niemandem sprechen, dafür macht man nebenbei den Abwasch.

    Auf die Messe freut sich mancher das ganze Jahr, YouTube ist dagegen alltägliches Gedudel im Hintergrund.

    Ich habe noch keine online Veranstaltung irgendeiner Art gesehen, die ich überzeugend fand.

  5. Re: Bedeutung von Videospielemessen für den Umsatz

    Autor: luke93 31.03.23 - 12:30

    Auf Fachmessen werden in der Regel Geschäfte abgeschlossen oder zumindestens Leads generiert, es ist also sehr unterschiedlich welche Branche auf Messen verzichten kann und welche nicht. B2B-Messen wird es weiterhin geben und der Bedarf ist ungebrochen, bei B2C siehts natürlich anders aus.



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 31.03.23 12:31 durch luke93.

  6. Re: Bedeutung von Videospielemessen für den Umsatz

    Autor: Bootsmann 01.04.23 - 14:34

    christian_k schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > Youtube, TikTok, Insta, Twitch, etc. sind nicht nur weitreichenstärker
    > sie
    > > sind auch für die Firmen erheblich günstiger und bieten eine
    > Dauerpräsens
    > > beim Gamer.
    >
    > All das ist rein passiv und hat einen Erlebniswert von Null.

    Diesen "Erlebniswert" muss man sich aber auch leisten können/wollen und die meisten Firmen wollen das offensichtlich nicht mehr.

    Und auch als Besucher muss man sich sowas erstmal leisten können, je nach Entfernung kann Anfahrt so lange und teuer sein, dass es unverhältnismäßig viel Zeit und Geld frisst.

    Dass die Games selbst immer mutloser und mittelmäßiger wurden, hat der Begeisterung aus Besuchersicht auch einen starken Dämpfer verpasst. Gleichzeitig hat der Gaming-Journalismus massiv an Bedeutung verloren (oft genug selbst verschuldet mit all den gekauften Bewertungen und unnötigen Politisierung), weshalb es für die Spielehersteller auch unattraktiver wurde. Auf Twitch & co kann man direkt an seine Zielgruppe senden.

    Die Zeiten der großen Gaming-Messen sind durch und werden auch nie mehr zurückkommen.
    Und als jemand, der immer schon recht weit weg von solchen Messen gewohnt hat, finde ich das auch nicht schlimm. Im Gegenteil, ich fand sowas immer schon unfair, weil E3 und Gamescom für mich immer "am Arsch der Welt" stattgefunden haben. Online ist diesbezüglich niemand unverhältnismäßig benachteiligt - oder bevorteilt.

  7. Re: Bedeutung von Videospielemessen für den Umsatz

    Autor: Michael H. 02.04.23 - 04:44

    Muhaha schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die E3 hat auch früher noch entsprechend Aussteller gehabt, trotz oder
    > gerade wegen Internet. Covid hat diesem Konzept aber den Todesstoß
    > versetzt. Die Messe- und Veranstaltungsbranche wird sich von diesem Schock
    > nicht mehr erholen. Zu viele Firmen haben gemerkt, dass es auch ohne geht.

    Messen, gerade im digitalen Bereich sind doch eigentlich schon mit dem Internetzeitalter zu nem toten Gaul geworden, auf dem nur noch Leute aus Gewohnheit rumgeritten sind.

    Ich würd behaupten, Covid hat da maximal nur endlich mal die rose Brille abgenommen, was man eigentlich schon laaaaange vorher hätte realisieren müssen.

    Der einzige Grund, warum Leute noch auf Messen, gerade im Gamingbereich gegangen sind, waren doch eh rein sozialer Natur. Quasi die ganzen Leute die Ihre Cosplays präsentieren wollten, Leute die Cosplays sehen wollten und Leute die ihre Lieblingsstreamer sehen wollten. Aber doch nicht wegen den Produkten. Vielleicht hat man mal ne Ankündigung mitgenommen, wenn man eh schon vor Ort war. Aber selbst von den Messen wurde sowas immer Live gestreamed und die Hälfte da im Saal hatte nen Presseausweis. Objektiv gesehen sind Messen in der Regel eh nur was zum Geld verbrennen gewesen.

    Der einzige Grund warum IT Messen für Softwareprodukte oder Messen wie die Didacta überhaupt noch stattfinden ist doch, weil die meisten Unternehmen zu doof für Social Media sind und die Leute auf deren Webpräsenzen kaum Informationen bekommen, die sie eigentlich suchen. Würden die allermeisten Unternehmen nicht irgendwo im letzten Jahrhundert hängen, könnte man sich die meisten Messen eigentlich sparen. Ich verstehs ja, wenn man sich auf der Landwirtschaftsmesse die neuen Mähdrescher anschauen will, weil man da was zum anfassen hat und man da auch haptisches Feedback für schweineteure Maschinen bekommt :D

    Aber Elektronik, Gaming und Softwaremessen?
    Mach n Live Announcement über Youtube Live oder Twitch.
    Biete da einfach ne Open Beta an oder stell n paar Demo-Copys größeren Streamern und Onlineredaktionen zur Verfügung und du erreichst eh mehr als über irgendeine Messe.
    Klar kannste auf ner Messe noch irgendwie die Voice Actors oder Schauspieler einladen die als Vorlage dienten. Meet´n Greets veranstalten... schauen wie Leute in Cosplays rumeiern.. aber das ist doch auch mehr als nur ne Scheinveranstaltung die einfach nur Geld kostet um rumzuprahlen wie viel Kohle man macht um sich so ne Promo Veranstaltung leisten zu können.

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