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  1. Re: Schlechtreden vs. Preis/Leistung

    Autor: PG-Urgestein 16.02.10 - 01:24

    Besser Spät als Nie schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    >
    > Wer die Gothic-Reihe mit RPG gleichsetzt, disqualifiziert sich im Vorfeld
    > schon als Nicht-RPG'ler. :)
    >
    und wer gothic mit monkey island (mi) vergleicht, outet sich als jemand, der entweder von gothic oder von mi oder (vermutlich) von beiden ka hat.

    ich hab selten so einen stuss gelesen:
    - die beiden games haben ungefähr soviel miteinander gemein, wie die anno-serie mit half life.
    - eine char-entwicklung ist also erst dann eine solche, wenn ich mind. 10 specs zum dran drehn hab, lol. da is dao ja viel besser: da gibts die spezialisierungen - z.b. als blutmagier hab ich dann +4 magie. das wars dann aber auch schon mit spezial.

    du lobst hier ein game (dao) über den klee, von dem du ka hast und machst ein anderes nieder, von dem du auch ka hast - merkst du was? nur zur info: ich hab sie alle mind. einmal durchgespielt.

    btt:
    dao ist sicher kein schlechtes game, aber auch kein überragendes. die ganzen 90+ wertungen sind maßlos überzogen. wieso ist die story "ich muss das land von der dunklen brut befreien" denn soviel besser als die gothic-story (egal, ob 1, 2 oder 3). die sog. backgrounds zu den party-mitglieder sind auch fürn a.. - die party-quests mehr als schwach.

    die taktikeinstellungen werden hier zurecht kritisiert. die sind schon beim ersten ernsthaften gefecht die bezeichnung "taktik" nicht wert. natürlich kann man sich die so hinbasteln (nach viel trial and error), dass die party-members das machen, was sie sollen. aber wie hier schon gepostet, erwarte ich das als fertige leistung von einem game-entwickler. wenn ich EINSATZFÄHIGE taktik-skripts dann noch in meinem sinne modifizieren kann (z.b. mehr in defense, weil ich keinen healer mit hab), dann ist der zweck von selbst hand anlegen erfüllt. alles andere ist entwicklungsarbeit sparen auf meine kosten.

    was die lobhudelei in den einschlägigen medien zu dao angeht, treibt die schon seltsame blüten: da wird in risen z.b. die hölzerne gestik und mimik als deutlicher nachteil kritisiert und in dao die facettenreichen character bewundert - hää! hat denn von diesen testern keiner die immer wieder auftretenden unmotivierten zuckungen in den dialogen bemerkt? mal ganz davon abgesehen, dass die mimik (abgesehen von den künstlich wirkenden stirnfalten) kaum mehr bewegung zeigt als in risen.

    einen hab ich noch, weil er so lustig ist:
    das die nordamerikaner es ja nicht so mit der genauigkeit in fantasy-sachen haben, war mir schon länger bekannt. aber dass man sich (in dao) bei den waldelfen (=elben) an tolkien und bei den stadtelfen (=hauselfen) an einem weltbekannten zauber bubi (ich mag harry potter übrigens) orientiert, fand ich schon zum grölen. hätte gut zu einem jux-rate-adventure gepasst, weniger zu einem ernsthaften rpg.

    noch ein wort zur technik:
    die bugfreiheit von dao wird ja sooo gelobt. wenn man sich bei dem begriff "bug" auf absturz, logik-, grafik- oder soundfehler beschränkt, mag das stimmen (obwohl es schon einige logikungereimtheiten gibt). aber wenn ich nach 2-3 stunden spielen bei jedem 2. ladevorgang 60 sek. und länger warten muss, ist das für mich eindeutig auch ein bug - und zwar ein gravierender, der den spielspaß erheblich stört. das gilt umso mehr als dao ja (unnötigerweise) in zig winzige loadzones (1 raum mit 2 kisten, ansonsten leer = eine loadzone) unterteilt ist.

    bioware unterscheidet sich imho nicht mehr so sehr vom wettbewerb, der fast nur noch auf grafik-bombast setzt. mehr als 80% bis 85% ist das game auf keinen fall wert.

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