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Meiner Meinung nach: Konzept für die Zukunft

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  1. Meiner Meinung nach: Konzept für die Zukunft

    Autor: Schattenwerk 26.06.15 - 14:44

    Ich vertrete schon lange die Meinung, dass es im Endeffekt nur zwei wirklich sinnvolle Konzepte für die Zukunft gibt:

    1. Spiele mit geringem Umfang und guter API
    Beispiel wäre hier für mich Cities Skylines. Ein kleiner Studio entwickelt ein durchdachtes Spiel mit toller API für Mods. Dafür kostet das Spiel jedoch auch nur die Hälfte. Die Community kann dann selbst die Elemente entwickeln und modifizieren, welche es wirklich möchte und benötigt. Diese Modder können dann entweder umsonst oder gegen Bezahlung arbeiten - so wie die Community es halt hergibt.

    2. Seriöse Spiele-Entwicklung per crowdfunding
    Seriöse Spiele-Entwickler legen ihr Konzept vor und holen sich das Geld von der Community bzw. interessierten Spielern. Sie liefern ein fertiges Produkt ab, welches mit der Community entwickelt und abgestimmt wird. Man ist mit Herzblut dabei, weil man für die Community entwickelt und direkt Feedback erhält. Man hat keinen Publisher im Nacken welcher auf die Geschäftszahlen oder die Konkurrenz schaut. Der Fokus liegt woanders: Transparenz, Kommunikation und Dialog.

    Aufgrund des Internets ist beides inzwischen immer besser und einfacher möglich. Die Zeiten, wo ein großer Publisher, getrieben von Aktionären und Geschäftszahlen, jedes Jahr ein Vollpreisspiel nach dem anderen auswürgen musste/wollte sind meiner Meinung nach schon lange vorbei.

  2. Re: Meiner Meinung nach: Konzept für die Zukunft

    Autor: dabbes 26.06.15 - 15:02

    Natürlich wirds weiterhin Blockbuster geben, die Menschen WOLLEN solche Leutchtturmprojekte.

    Projekte wie Cities sind leider noch die Ausnahme und "seriöse Crowdfunding" Projekte ist halt ein anders Problem.

    In Zukunft wirds denke ich aber vermehr "Baukästen" geben, da die Anzahl der Assets (3D-Objekte usw.) weiter explodieren wird und man damit schließlich auch Geld verdienen kann.
    Kleine Entwickler könenn sich so schnell was zusammenbauen.

    Wirklich innovative und spannenden Spiele benötigen aber denoch viel Manpower.

  3. Re: Meiner Meinung nach: Konzept für die Zukunft

    Autor: Trockenobst 26.06.15 - 15:40

    dabbes schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Natürlich wirds weiterhin Blockbuster geben, die Menschen WOLLEN solche
    > Leutchtturmprojekte.

    Die wird es schon deswegen geben, weil eine richtige Multiplayer-Infrastruktur immer noch nicht von kleinen Indies wirklich gut zu stemmen sind. Das sind Themen wie Administration, Security und vor allem Cheat-Freiheit, die kleine Buden überfordern. Deswegen tut sich übrigens auch Unity so schwer fertige Network-Infrastruktur anzubieten. Wenn dass per Default schief läuft, tut das sehr vielen Games weh :D

    > Projekte wie Cities sind leider noch die Ausnahme und "seriöse
    > Crowdfunding" Projekte ist halt ein anders Problem.

    Die großen Producer lassen sich ja auch nicht so schnell die Butter vom Brot nehmen. Sonys "Shenmue 3" Co-Kickstarter wollte auch mal "den Markt" testen - und 3 Millionen sind für ein solches AAA-Game gar nichts. Da hätte ich 10m erwartet, wenn man bedenkt wie viele Leute vorher "take my money" behauptet haben .^p

    Am Ende ist es eben so, dass die MeeToo Projekte früher oder später fast alle scheitern werden, egal ob man jetzt den Amazon Ebook-Store mit dem 1000sten Aufguss von Fifty Shades rauskotzt - oder nun das 100ste "Bitte-lasst-mich-den-total-innovativen-Zombie-Survival-Mindcraft-Spelunky-Clon-in-Pixelgrafik-bauen-brauche-nur-$50.000-per-PreAlpha-für-drei-Jahre-Selbstausbeutung" Greenlight zumüllt.

    Im Gesetz der großen Zahl werden die 80:20 - 20:80 auch hier wieder erreicht: 80% des Umsatzes werden von 20% der Player erzielt, 20% des Umsatzes müssen sich 80% des Bodensatzes teilen.

    Am Ende muss der Indy andere Merkmale nutzen als Marketing; sich etwa einen Namen für Qualität machen. Man kann ja etwa an den ersten großen Indies auf Konsolen sehen - nach den ersten Games kam häufig nichts mehr. Der große Wurf ist eben schwierig.

  4. Re: Meiner Meinung nach: Konzept für die Zukunft

    Autor: dadampa 26.06.15 - 15:45

    Bethesda machts doch richtig vor. Die werden sicher die Nr. 1 wenn alle vorgestellten Konzepte richtig umgesetzt werden.

    Doom erhällt einen Baukasten zum Modden

    Fallout 4 erhält einen Baukasten mit dem man die Welt für sich gestalten kann. Da ist es nur ein Katzensprung hin zum 100% Mod Support.

    So verkauft man ein Spiel über Jahre ohne DLC Kacke -> die kommt wahrscheinlich auch noch aber vielleicht auch nicht. Wenn man in den 80ern zum Zocken begonnen hat und damit den Aufstieg in den 90ern und damit die "Flaute" in den 00ern mitgekomen hat (Da gabs ganz ganz grob gesagt nur CS und WOW), dann läufts einem eiskalt den Rücken herunter wenn man die Ankündigungen für die nächsten Jahre mitgekommt. Es wird nicht nur die Grafik aufgebohrt sondern ein Umfang generiert, den man so nicht gewohnt war. Dagegen wirkt San Andreas sogar "einfach".

  5. Re: Meiner Meinung nach: Konzept für die Zukunft

    Autor: exxo 26.06.15 - 15:54

    Von welcher Flaute in den 00er Jahren sprichst du?

  6. Re: Meiner Meinung nach: Konzept für die Zukunft

    Autor: lemmer 26.06.15 - 16:44

    Schattenwerk schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > 2. Seriöse Spiele-Entwicklung per crowdfunding

    Schön zu lesen, dass das Konzept pay-to-win in der Seriösität angekommen ist und von den Käufern breitflächig akzeptiert wird.

  7. Re: Meiner Meinung nach: Konzept für die Zukunft

    Autor: Muhaha 26.06.15 - 16:47

    lemmer schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > > 2. Seriöse Spiele-Entwicklung per crowdfunding
    >
    > Schön zu lesen, dass das Konzept pay-to-win in der Seriösität angekommen
    > ist und von den Käufern breitflächig akzeptiert wird.

    So wirklich viel Ahnung von Crowdfunding scheinst Du nicht zu haben ...

  8. Re: Meiner Meinung nach: Konzept für die Zukunft

    Autor: Psy2063 26.06.15 - 19:06

    lemmer schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Schattenwerk schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    >
    > > 2. Seriöse Spiele-Entwicklung per crowdfunding
    >
    > Schön zu lesen, dass das Konzept pay-to-win in der Seriösität angekommen
    > ist und von den Käufern breitflächig akzeptiert wird.


    pay2win: man erkauft sich einen Vorteil, der anders im Spiel nicht erreichbar ist.

    star citizen ist jedoch allenfalls "pay 2 save time" es gibt nichts, was nicht auch so erspielbar wäre. Abgesehen davon, dass einem der zich tausend dollar invest in ein Großkampfschiff nichts nutzt, weil man es alleine garnicht fliegen kann.

  9. Re: Meiner Meinung nach: Konzept für die Zukunft

    Autor: Muxxon 26.06.15 - 19:42

    Crowdfunding ist nicht das Konzept der Zukunft, so gerne man das auch haben wollte. Bislang gab es kein Spiel abseits von irgendwelchen Retro-Dingern, die allein durch Kickstarter finanziert werden konnten. Star Citizen ist die große Ausnahme, weil da der Name "Chris Roberts" dahintersteht und es die Möglichkeit gibt, irgendwelchen Idioten virtuelle Raumschiffe für tausende Dollars anzudrehen (so sehr ich das Spiel auch mag, aber das ist halt Fakt), die anderen Big Names wie Elite Dangerous, Pillars of Eternity, FTL, Broken Age und was sonst so herumschwirrt, waren meist schon teils fertig, oder mussten aus anderen Quellen fertig finanziert werden.
    Und an die Budgets von modernen AAA-Spielen kommen die eh nicht ran.

  10. Re: Meiner Meinung nach: Konzept für die Zukunft

    Autor: Yash 26.06.15 - 20:00

    Trockenobst schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > und vor allem Cheat-Freiheit, die kleine Buden überfordern.
    Von welcher Cheatfreiheit redest du?

  11. Re: Meiner Meinung nach: Konzept für die Zukunft

    Autor: Niaxa 26.06.15 - 20:08

    Redet sich den Mist doch nicht schön. Es ist Pay 2 Win. Andere brauchen 1 Jahr für das, was sich ne Menge Leute einfach erkaufen. Wenn man dann noch bestimmte PVP Aufgaben erfüllen muss, aber von Anfang an vor übermächtigen P(l)ayern steht die dies verhindern, ändert sich ganz schnell die Ansicht.

    Schlechtes Beispiel, aber schaut euch DarkOrbit an. Ohne Geld hat man auf den späteren Karten NULL Chance, auch wenn man die Dinge auch so erreichen könnte. Könnte auch nur, wenn man nicht dauerhaft von gekaufter Übermacht daran gehindert würde. Und sich jedes mal einen Bodyguard besorgen zu dürfen, um mal was zu erreichen ist weder möglich, noch macht es Spaß.

    Ich werd SC sicher auch spielen und hoffe, dass Pay2Win nicht alles andere überschattet, aber so blauäugig bin ich dann doch nicht, zu erwarten dass es hier nicht um ein Pay2Win Spiel geht.

    Zudem Pay2Win ganz sicher nicht bedeutet, etwas zu erspielen, was es sonst im Spiel nicht gibt. Pay2Win ist was es ist. Ich erkaufen mir gravierende Vorteile um den meisten Spielern, die das nicht tun, überlegen zu sein.

  12. Re: Meiner Meinung nach: Konzept für die Zukunft

    Autor: Drizzt 26.06.15 - 20:33

    Weiß auch nicht was er meint, wenn man Addons mitzählt, kam direkt zu Anfang der 00er mit LoD für Diablo2 einer meiner all time favorites raus.

  13. Re: Meiner Meinung nach: Konzept für die Zukunft

    Autor: Ovaron 27.06.15 - 07:25

    Niaxa schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Redet sich den Mist doch nicht schön. Es ist Pay 2 Win.

    Pay 2 Cheat ;-)

    > Andere brauchen 1 Jahr für das, was sich ne Menge Leute einfach erkaufen.

    Damit habe ich kein Problem. Die Leute die sich alles erkauft haben brauchen nach einem halben Jahr schon wieder den nächsten Kick und ziehen gröhlend weiter.

    > Wenn man dann noch bestimmte PVP Aufgaben erfüllen muss, aber von Anfang an
    > vor übermächtigen P(l)ayern steht die dies verhindern, ändert sich ganz schnell die
    > Ansicht.

    Worin liegt der Unterschied wenn man als Einsteiger von übermächtigen Playern platt gemacht wird die einen Monat lang gecheatet haben vs. von übermächtigen Playern platt gemacht zu werden die ein Jahr lang hart dafür gearbeitet haben übermächtig zu werden?

    ImA: Da gibt es keinen Unterschied. Wenn übermächtige Player regelmäßig die Anfänger platt machen können wäre das Spiel broken bei Design. Es würden nach kurzer Zeit keine Anfänger in nennenswerter Zahl mehr dazu kommen, das Universum bliebe leer.

    Ich gehe dabei stillschweigend davon aus, das sich das Universum nicht mit ein paar dummen Cheatern füllen läßt, bin halt ein Sonnenschein.

    > Zudem Pay2Win ganz sicher nicht bedeutet, etwas zu erspielen, was es sonst
    > im Spiel nicht gibt.

    In meinen Augen stand P2W mal genau dafür.

  14. Re: Meiner Meinung nach: Konzept für die Zukunft

    Autor: cry88 27.06.15 - 08:41

    lemmer schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Schön zu lesen, dass das Konzept pay-to-win in der Seriösität angekommen
    > ist und von den Käufern breitflächig akzeptiert wird.
    Das was Star Citizien da macht gefällt mir auch nicht. Das man sich massive Zeitvorteile erkaufen kann, aber Crowdfounding bedeutet im Regelfall nur pay-(more)-to-play. Man zahlt im Vorraus um sein Lieblingsspiel (hoffentlich) zu erhalten.

  15. Re: Meiner Meinung nach: Konzept für die Zukunft

    Autor: Phayt 28.06.15 - 09:54

    So oder so ist doch die Vorstellung einer homogenen "Stärke" oder "Macht" der gesamten Spielerbasis in einem solchen Spiel unmöglich realisierbar. Auch ohne die Möglichkeit sich mit Echt-Geld Schiffe, Waffen und Co. zu kaufen würde nach kurz oder lang ein Gefälle entstehen. Ausschlaggebend dafür ist dann die von jedem Spieler investierte Zeit. Und Überraschung: Da wird es realtiv große Sprünge zwischen den Gelegenheits- und Vielspielern geben. Das war bislang immer so und wird auch immer so bleiben.

    Ich finde es prinzipiell nicht verkehrt, dass man mit den Leuten mithalten kann, die es sich leisten können oder wollen, den Großteil ihres Tages mit spielen zu verbringen. Pay2Win bedeutet für mich, dass mir in einem Spiel eine Situation aufgezwungen wird, in der ich unterlegen bin und diese Unterlegenheit nur durch Echt-Geld ausgeglichen werden kann. Und soweit ich das richtig verstehe, ist das in SC nicht der Fall.

    Zum eigentlichen Thema: Crowdfunding kann sehr wohl gut funktionieren. Das muss es aber auch nicht. Ich glaube auch, dass es einen wesentlichen Unterschied macht, ob ich als Entwickler Geld "geschenkt" bekomme, um dann ein Spiel zu entwickeln oder ob mir bewusst ist, dass ich erstmal ein gutes Ergebnis abliefern muss um im Nachhienein meine Kosten zu decken. Schaut man sich allerdings an, was in letzter Zeit so veröffentlicht wird, scheinen einige dieses Bewusstsein wohl nicht zu haben.

    Auf jeden Fall steckt hinter SC eine Menge Leidenschaft, das Spiel ist Roberts Traumprojekt. Und davon abgesehen, dass der Mann sein Fach beherrscht ist das alleine Gold wert.

    Schönen Sonntag zusammen!

  16. Re: Meiner Meinung nach: Konzept für die Zukunft

    Autor: Ohho 29.06.15 - 09:53

    Was ist denn eurer Meinung nach das Ziel in dem Spiel?

    Damit Pay2Win funktioniert muss es ja ein passendes Ziel geben, ohne wüste man ja nicht was man kaufen soll.

  17. Re: Meiner Meinung nach: Konzept für die Zukunft

    Autor: k41 29.06.15 - 11:23

    Schön zu sehen das der Begriff pay-to-win einigen immernoch nicht klar ist.

    Ob ein Noob von jemand gekillt wird der sich ein Schiff fair erspielt hat, oder durch seine Zahlung im Crowdfunding, macht jetzt welchen Unterschied? Die Entwickler werden sicher Maßnahmen ergreifen, die Leute am Anfang vor Powergamern/1000-Euro investierenden Fans zu schützen.

    Mal davon abgesehen das die kleinen Schiffe alle sehr schnell freigespielt sein werden.

  18. Re: Meiner Meinung nach: Konzept für die Zukunft

    Autor: der_Analyst 30.06.15 - 12:52

    Bei den ganzen Chris Roberts Gläubigen hier, finde ich es schade dass der gute Chris noch nicht an die Börse gegangen ist. Da läge das Geld dann praktisch auf der Strasse, Kapital hebeln, Aktie shorten und 2 Jahre warten. Mal sehen, vielleicht überlegt es sich der gute Chris ja noch, wenn die Raumschiffmodelle nicht mehr reichen um den Gutgläubigen ,frei nach dem Motto "wenn das Geld im Kasten klingt, das Raumschiff auf die Platte springt", das Geld aus der Tasche zu ziehen. :-D

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