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Das Problem liegt beim Projekt, nicht beim Genre

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  1. Das Problem liegt beim Projekt, nicht beim Genre

    Autor: Die Kiste 04.05.12 - 20:38

    Der Kickstarter von Starlight Inception ist einfach schlecht aufgezogen und macht einen unseriösen Eindruck.

    Es entsteht bei mir der Eindruck, dass es sich hierbei um einen 3rd-Person Action Space Shooter handelt, der ursprünglich für die PS-Vita gedacht war, aber keinen Publishing-Interessenten gefunden hat, und nun unter zynischer Ausnutzung von X-Wing-Nostalgie als Kickstarter-Projekt weitergeführt werden soll.

    Anders ist diese komplett dämliche Plattformkonstellation (PS-Vita und PC) nämlich nicht zu erklären. Die beiden Plattformen haben quasi nichts gemein (Grafikfähigkeiten, Eingabemedium, mobile vs stationär, Bildschirmgröße usw.) und eine "Space-Simutlation" nach altem Muster ist irgendwie auf der PS Vita nicht wirklich vorstellbar. Nach entsprechenden Nachfragen wurde erst was von einen Hardcore-Modus gefaselt und subsequent dann die anfangs verdammt konfuse Projektbeschreibung massiv Richtung Space-Sim modifiziert.... ob das glaubwürdig ist, soll jeder für sich selbst entscheiden.

    Das bisher gezeigte Material sieht übrigens auch einfach nur Scheisse aus. Weder die Schiff-Designs noch die Grafik ist auch nur im Mindesten ansprechend. Das könnte auch als Mobile Game a la Galaxy on Fire durchgehen. Das verstärkt meinen Eindruck, dass es sich hierbei in erster Linie um ein PS-Vita Game handelt.

    Dazu kommt das Chaos mit den Rewards. Zuerst haben die sich doch wirklich herausgenommen, Release-Day-DLC in die Reward Tiers einzuarbeiten. Man stelle sich das mal vor: da wird ein Projekt fan-fananziert und mit diesen Geldern werden dann Release-Day-DLCs entwickelt, die den Fans, die das Spiel finanziert haben, dann verkauft werden, oder als Karrotte für die höheren Reward-Tiers vor die Nase gehalten werden. Bei Kickstarter treten Gamer und Entwickler in ein neues Verhältnis zueinander und das haben die Typen offenbar einfach nicht kapiert.

    Entsprechend katastrophal war die Reaktion darauf, worauf hin der Entwickler dann zurückgerudert ist. Weil man jedoch die Reward Tiers in Nachhinein nicht ändern kann und versucht wurde, den DLC-FAIL durch neuformulierte Tiers zu beheben, gibt es nun einige Reward Tiers doppelt und dreifach. Einfach nur Chaos und Inkompetenz.

    Starlight Inception ist ein Musterbeispiel dafür, wie man einen Kickerstarter NICHT aufzieht. Das Scheitern aufs Genre zu schieben, ist nichts als eine Ausrede. Ich bin Fan des Genres und würde gerne ein Spiel nach der Machart einen X-Wings oder Wing Commaner mitfinanzieren, gerne auch mit $50, aber mein Problem mit Starlight Inception ist, dass ich dem Typen einfach nicht vertraue.



    6 mal bearbeitet, zuletzt am 04.05.12 20:49 durch Die Kiste.

  2. Re: Das Problem liegt beim Projekt, nicht beim Genre

    Autor: Zagen 04.05.12 - 20:58

    word

  3. Re: Das Problem liegt beim Projekt, nicht beim Genre

    Autor: Anonymer Nutzer 04.05.12 - 21:00

    sieht schrottig aus :D

  4. Re: Das Problem liegt beim Projekt, nicht beim Genre

    Autor: Kugelfisch_dergln 04.05.12 - 21:17

    Die permanent um 5 cm hochgezogenen Augenbrauen und der übelst unsicherer Blick sagen einfach aus, dass da was faul ist.

    Egal ob deshalb, weil er nur abgriffeln will, oder weil eben das Spiel nix taugt.
    Wobei ich bei dem Material (was einen ja anfixen soll, olol) eher Letzteres denke.

    .............................................................................................................................................
    Burps. Ülps.

  5. Re: Das Problem liegt beim Projekt, nicht beim Genre

    Autor: john.cord 05.05.12 - 00:13

    Genau so ist es. Und es wirden genug "Veteranen" genauso einfahren und irgendwann wird der Kickstarterhype wieder vorbei sein...

  6. Re: Das Problem liegt beim Projekt, nicht beim Genre

    Autor: henkrid 05.05.12 - 02:51

    Für mich sieht das so aus als ob die typen durchaus in der lage sind eine gute engine zu programmieren.

    Irgendwie habe ich aber den Eindruck, dass sie mit den 150k einen guten Designer ins Boot holen wollen. Nicht nur das Artwork wirkt total billig, auch das Logo kommt total armselig daher.

    Insgesamt wirkte die Vorstellung wie ein billig in Indien produziertes Bigpoint-Game, das nach Mitternacht auf Spartenkanälen beworben wird.

  7. Re: Das Problem liegt beim Projekt, nicht beim Genre

    Autor: fool 05.05.12 - 10:10

    War auch mein Gedanke... ich unterstütz ja gern Videospielprojekte auf Kickstarter, weil ich wirklich hoffe, dass mehr fanfinanzierte Spiele erscheinen. Aber dieses hier ist in meinen Augen einfach nicht vertrauenswürdig.

  8. Re: Das Problem liegt beim Projekt, nicht beim Genre

    Autor: LH 05.05.12 - 10:19

    john.cord schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Genau so ist es. Und es wirden genug "Veteranen" genauso einfahren und
    > irgendwann wird der Kickstarterhype wieder vorbei sein...

    Die Leute müssen einfach auch die nötige Bekanntheit haben.
    Bei Double Fine war es anders, dort waren Tim Schafer und Ron Gilbert, zwei der Götter ihres Genres, die Spiele gemacht haben, die bis heute nicht nur als Meilensteine gelten, sondern immer noch extrem beliebt sind. MI ist praktisch das Citizen Kane der Adventrues, und DotT ist eine der besten Fortsetzungen aller Zeiten.

    Da können nur ganz wenige mit halben. Sollte Shigeru Miyamoto mal eine Kickstarter Page haben, auch er würde viel Geld sammeln. Aber es ist eben nicht jeder wirklich bekannt, und/oder geschätzt.

  9. Re: Das Problem liegt beim Projekt, nicht beim Genre

    Autor: Die Kiste 05.05.12 - 10:43

    LH schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Die Leute müssen einfach auch die nötige Bekanntheit haben.
    > Bei Double Fine war es anders, dort waren Tim Schafer und Ron Gilbert, zwei
    > der Götter ihres Genres

    Bekanntheit ist sicher ein erheblicher Erfolgsfaktor, ist aber nicht zwingend. Faster Than Light und The Banner Saga haben das Mehrfache ihres Funding Target erreicht, obwohl da keine wirklich großen Namen dahinter standen. Nekro und Takedown haben es immerhin knapp geschafft.

  10. Re: Das Problem liegt beim Projekt, nicht beim Genre

    Autor: LH 05.05.12 - 14:29

    Die Kiste schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Bekanntheit ist sicher ein erheblicher Erfolgsfaktor, ist aber nicht
    > zwingend. Faster Than Light und The Banner Saga haben das Mehrfache ihres
    > Funding Target erreicht, obwohl da keine wirklich großen Namen dahinter
    > standen. Nekro und Takedown haben es immerhin knapp geschafft.

    Das stimmt, allerdings bezog ich mich in diesem Fall darauf, da im Video der Typ doch sehr stark versuchte seine bisherige Arbeit als Grundlage zu nehmen, warum man ihm Geld geben sollte. DAS klappt aber nur, wenn man denjenigen eben auch kennt, schätzt und vertraut.
    Eine gute Idee an sich kann sich natürlich auch so immer "verkaufen".

    Bei Double Fine aber war es definitiv der Name der beiden Adventuregötter. Das Spiel selbst blieb in der Darstellung blass, in einem späteren Video hieß es sogar, mit den 350'000 wäre kaum mehr als ein kleines Flash-Adventure möglich gewesen. Da wären viele enttäuscht gewesen, die wohl eher mit einem MI oder DotT (auf den Umfang bezogen) gerechnet hätten.
    Nun wird wohl entwickelt, was erwartet wurde, aber es waren klar die Namen die gezogen haben, nicht die Spielidee. Die existierte auch kaum am Anfang.

    Wenn die Idee gut genug ist, geht es natürlich auch ohne Namen. Aber das war hier eher nicht der Fall.

  11. Re: Das Problem liegt beim Projekt, nicht beim Genre

    Autor: NeoTiger 05.05.12 - 15:53

    Dinge die mich persönlich beim Review des Projekts abschrecken:

    - Designer ist mir unbekannt und hat keine Referenzen vorzuweisen
    - Pitch-Video versucht mit pompöser Grafik zu imponieren. Versuchen EVE und die X-Reihe auch immer, und liefern dann zu 99% langweiliges Gameplay
    - Pitch-Video klaut schamlos Ideen bei anderen Kickstarter-Projekten.
    - Aber last but not least: $150k sind viel zu wenig für ein Spiel von dieser Größenordnung. Wenn man mal die Beispielrechnung von Double Fine zu Grunde legt, blieben abzüglich Gebühren und Kosten für die Rewards am Ende weniger als 100k davon übrig, und dafür gibt's heute vielleicht gerade mal eine nett gemachte iPhone-App.

  12. Re: Das Problem liegt beim Projekt, nicht beim Genre

    Autor: User2 05.05.12 - 21:07

    ich hoffe sehr das "Kickstarter" nicht zu "Grunde geht" oder aufhört zu exestieren.

    Crowdfounding und Kickstarter sind eigentlich das, was JEDEM die Möglichkeit gibt, Ideen, die vieleicht vor 10 Jahren auf Eis gelegt wurden, jetz nun doch noch zu veröffentlichen. Ich bin absolut dafür.

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