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Tja, damals wäre es kaum passiert
Autor: IrgendeinNutzer 02.07.13 - 16:10
Da "nicht" zu sagen wäre jetzt bestimmt gelogen :) Ich weiß, dass es eigentlich fast jeder weiß, aber hier kann auch nur wieder den Kopf schütteln... Da sieht man total wie "viel" noch getestet wird, und die Kunden selber testen und melden dürfen. Gibt es für sowas denn keine Tester oder ähnliches, oder spart man sich das Geld? Anders kann ich mir das auch nicht erklären. Das erinnert mich auch an die guten alten Nintendo 64 Zeiten, wo eine Konsole noch wirklich eine Konsole war. Bugs hatte ich extrem selten gesehen. Ich verstehe aber auch natürlich, dass es hier um ein Update geht, was es nachträglich "versaut" hat. Aber selbst da könnte man sich doch da mehr Mühe geben um es zu testen, oder nicht? Das erinnert mich auch an die PC Version von Turok 2, auch schon extrem alt. Es gab nicht viele Updates (4 insgesamt nehme ich mal an, wegen 1.0.0 bis 1.0.4), soweit ich weiß hatten sie aber nichts kaputt gemacht. In manchen Onlinespielen gibt es einen Beta-Server, wo größere Updates getestet werden. Hier testen zwar auch die Kunden / normalen Leute, aber das Hauptspiel betrifft es dann nicht, wenn sie dort Bugs entdecken.
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Re: Tja, damals wäre es kaum passiert
Autor: Neko-chan 02.07.13 - 16:14
Nunja... also kurzfristiger, finanzieller Sicht ist natürlich ein schnellstmöglicher Releas anzustreben. Und wo spart man die Zeiten ein? Am besten beim Testen, das ist der augenscheinlich am wenigsten kritische Bereich.
Ausgiebigeres Testen und ein späterer Release hätten das Update eventuell sogar unnötig gemacht. In dem Fall aber haben sie eher irgendein Problem bei dem Zusammenspiel der Konsole mit dem Spiel.
Der Fehler scheint ja auch nicht bei jedem Aufzutreten sondern nur bei einem Teil der Spieler, was natürlich die Frage aufwirft, warum bei dem und bei dem nicht?
An sich ein wirkliches fieses und zugleich interessantes Problem.
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Kopf -> Tisch -> Bumms -
Re: Tja, damals wäre es kaum passiert
Autor: developer 02.07.13 - 16:17
IrgendeinNutzer schrieb:
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> Da "nicht" zu sagen wäre jetzt bestimmt gelogen :) Ich weiß, dass es
> eigentlich fast jeder weiß, aber hier kann auch nur wieder den Kopf
> schütteln... Da sieht man total wie "viel" noch getestet wird, und die
> Kunden selber testen und melden dürfen. Gibt es für sowas denn keine Tester
> oder ähnliches, oder spart man sich das Geld? Anders kann ich mir das auch
> nicht erklären. Das erinnert mich auch an die guten alten Nintendo 64
> Zeiten, wo eine Konsole noch wirklich eine Konsole war. Bugs hatte ich
> extrem selten gesehen. Ich verstehe aber auch natürlich, dass es hier um
> ein Update geht, was es nachträglich "versaut" hat. Aber selbst da könnte
> man sich doch da mehr Mühe geben um es zu testen, oder nicht? Das erinnert
> mich auch an die PC Version von Turok 2, auch schon extrem alt. Es gab
> nicht viele Updates (4 insgesamt nehme ich mal an, wegen 1.0.0 bis 1.0.4),
> soweit ich weiß hatten sie aber nichts kaputt gemacht. In manchen
> Onlinespielen gibt es einen Beta-Server, wo größere Updates getestet
> werden. Hier testen zwar auch die Kunden / normalen Leute, aber das
> Hauptspiel betrifft es dann nicht, wenn sie dort Bugs entdecken.
Dem würde ein japanischer Spieler eher nicht zustimmen.
Bis die Spiele in Deutschland auf dem Markt waren die zwar relativ stabil, aber die Märkte in denen das zuerst ausgerollt wurden hatten auch spaß mit diversen bugs.
Abgesehen davon sind heutige Spiele vom Umfang um einiges komplexer.
Whatever you do, do it with: 5 + (sqrt(1-x^2(y-abs(x))^2))cos(30((1-x^2-(y-abs(x))^2))), x is from -1 to 1, y is from -1 to 1.5, z is from -100 to 4.5 -
Re: Tja, damals wäre es kaum passiert
Autor: Phreeze 02.07.13 - 16:58
fürs SNES wurde ein Jump and run released wo ein bug drin war, dass man ohne 5mio Punkte gesammelt zu haben (oder so) nicht ins Level2 kam, nur war das schlicht unmöglich ;)
keine Ahnung wer da Betatester war..oder Programmierer -
Re: Tja, damals wäre es kaum passiert
Autor: muhkuhmuhkuh 02.07.13 - 17:27
Bananaware - Reift beim Kunden
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Re: Tja, damals wäre es kaum passiert
Autor: IrgendeinNutzer 02.07.13 - 20:26
developer schrieb:
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> Abgesehen davon sind heutige Spiele vom Umfang um einiges komplexer.
Joa, das auf jeden Fall, kann ich mir auch sehr gut vorstellen, wie derartig komplex so manches Spiel ist. Ich denke mir aber auch, dass mit der Zeit doch auch bessere / moderne Entwicklungsprogramme erstellt wurden, damit ungewollte Fehler nicht so schnell passieren. Ist aber auch nur mein Gedanke und kann totaler Unsinn sein... kenne mich da nicht so aus, bin ich ehrlich. Scheint aber auch so zu sein, dass durch den Umfang heutiger Spiele, die Bugwahrscheinlichkeit trotz modernerer Werkzeuge immer größer wird. Auch weil ich von aus gehe, dass es mehr oder weniger auf den Programmierer ankommt.
Ich stelle mir das auch immer so vor wie bei einem riesigen Buch mit so 1000 - 2000 Seiten, und das erzählt eine komplexe Geschichte. Wenn man nun an irgendeiner Stelle etwas ändert, kann das etwas kaputt machen (Widerspruch) und man muss sich auch um andere Stellen kümmern, die aber wiederum auch wieder Widersprüche erzeugen könnten. Kann man das gut vergleichen? Danke im Voraus für Antworten :)
1 mal bearbeitet, zuletzt am 02.07.13 20:26 durch IrgendeinNutzer. -
Re: Tja, damals wäre es kaum passiert
Autor: Dreami 02.07.13 - 23:03
Es ist schon richtig, dass die Werkzeuge besser geworden sind und einen bei vielen Aufgaben unterstützen. Dennoch muss man hier zwischen syntaktischer und semantischer Kontrolle unterscheiden.
- Syntaktische Kontrolle ("Entspricht dieser Ausdruck den Regeln unserer Sprache?") ist vergleichsweise einfach.
- Dagegen ist die semantische Kontrolle ("Ergibt dieser Ausdruck einen Sinn/Entspricht er dem Gewünschten?") umso schwieriger. Ein Werkzeug kann nicht in den Kopf eines Programmierers sehen, zudem kann der Programmierer auch einen erstmal "unlogischen Weg" einschlagen, dessen Sinn sich später ergibt.
Typischerweise sind Bugs heutzutage Logikfehler, also dass z.B. ein Endgegner nur beim Betreten des Gebietes neu gespawnt wird, aber nicht beim "Wiederbeleben" nach dem Game Over, so dass man nicht weiterspielen kann.
Der Vergleich mit einem riesigen Buch trifft es recht gut, denn bei Spielen heutiger Grösse ist es fast unmöglich, das ganze Spiel in allen (Implementierungs-)Details zu kennen. Ein Programmierer könnte also denken "Ich habe diese Variable in das Programm gebracht, nun brauche ich sie nicht mehr" und löscht sie. Dabei weiss er aber nicht, dass diese Variable vielleicht in einem anderen Programmteil doch verwendet wird. Dieser muss nicht mal von ihm programmiert werden, vielleicht fand sie jemand anderes aus dem Team nützlich.
Mir ist klar, dass das jetzt ein typischer Syntaxfehler ist und mit gutem Softwaredesign nicht vorkommen kann, aber es soll ein Beispiel sein, dass man ein ganzes Spiel "im Kopf" nicht mehr überblicken kann,
Wenn du gerne einen Auto-Vergleich möchtest: du musst in heutigen Automatikautos viel weniger machen oder beachten als früher, aber trotzdem musst du noch eigenhändig lenken und (neben vielem anderen) auf die Sicherheit achten :) -
Re: Tja, damals wäre es kaum passiert
Autor: Sander Cohen 03.07.13 - 03:47
Der Kunde hat es doch selbst in der Hand!
Ich kaufe mir die Spiele z.b. grundsätzlich frühestens 6 Monate nach dem Release! Bis dahin sind die gröbsten Schnitzer in der Regel schon gefixt & spare sogar noch ein paar Euro's dabei...
Sollen die Kiddies es doch alle direkt zum Release kaufen & quasi dafür noch extra bezahlen Beta-Tester spielen zu dürfen! Wenn es denen spaß macht :D -
Re: Tja, damals wäre es kaum passiert
Autor: Clown 03.07.13 - 08:57
Sander Cohen schrieb:
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> Der Kunde hat es doch selbst in der Hand!
>
> Ich kaufe mir die Spiele z.b. grundsätzlich frühestens 6 Monate nach dem
> Release! Bis dahin sind die gröbsten Schnitzer in der Regel schon gefixt &
> spare sogar noch ein paar Euro's dabei...
>
> Sollen die Kiddies es doch alle direkt zum Release kaufen & quasi dafür
> noch extra bezahlen Beta-Tester spielen zu dürfen! Wenn es denen spaß macht
> :D
Das mag ja für Dich funktionieren, Abstempeln Andersdenkender lässt Dich aber nicht besonders reif erscheinen.
Als Sammler kann ich Dir nämlich versichern, dass mir vielfach bei besonderen Editionen eines Spiels keine andere Möglichkeit bleibt, Selbige vor zu bestellen. Dabei kann man Glück haben und danach steigt der Wert der Edition (z.B. Borderlands 2 Lootchest), oder auch Pech (Schlimmster Preisverfall war wohl bei Alone in the Dark 5 Limited). -
Re: Tja, damals wäre es kaum passiert
Autor: Konfuzius Peng 09.07.13 - 17:44
Phreeze schrieb:
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> fürs SNES wurde ein Jump and run released wo ein bug drin war, dass man
> ohne 5mio Punkte gesammelt zu haben (oder so) nicht ins Level2 kam, nur war
> das schlicht unmöglich ;)
>
> keine Ahnung wer da Betatester war..oder Programmierer
Zumindest haben die es gut gemeint und die Levels erstmal entworfen ;-)
Ich hatte mir damals für den Gameboy "A Boy and his Blob" gekauft.
Lustigerweise war man nach ca. 10 Minuten mit dem Spiel fertig...
Habe ich mein halbes Leben für einen Bug gehalten, ist aber keiner. Gab tatsächlich keine weiteren Levels. Es fehlte nichts in meiner Version; das Dingen ist so kurz.
Der Rekord liegt bei 1 Minute und 41 Sekunden....
http://www.youtube.com/watch?v=Ao3OTF3_kMI



