1. Foren
  2. Kommentare
  3. Games
  4. Alle Kommentare zum Artikel
  5. › Studie: Junge Männer zieht es nach…

40h Wochen sind auch out

  1. Thema
  1. 1
  2. 2

Neues Thema Ansicht wechseln


  1. 40h Wochen sind auch out

    Autor: Geistesgegenwart 04.07.17 - 15:35

    Die 38-40h Woche stammt aus einer Zeit als der der Mann als alleiniger Verdiener gearbeitet hat, und die Frau und Familie sich um Haushalt und Co. gekümmert hat. Wenn beide Partner nun Arbeiten gehen, sollte doch klar sein, dass je 20h/Woche auch reichen würden (in der Praxis hakt es hier z.B. wegen generell wenigen Teilzeitjobs und schlechterer Bezahlung für Frauen).

    Dazu kommt dass wir in der BRD ja nicht unbedingt ständig am Anwachsen sind (im Sinne von Bevölkerungswachstum), aber dennoch permanent unsere Produktivität erhöhen (durch ausgeklügeltere Abläufe und Einsatz von Maschinen und Automatisierung). Ist doch klar, das bei steigender Produktivität und gleichbleibender (bis schrumpfender) Bevölkerungszahl irgendwann die Arbeitszeit sinken muss. Schweden experimentiert ja schon mit der 30h Woche, und einige EU Nachbarländer fahren ja auch nur 35h/Woche.

    Konsum ist eben nicht unendlich ausbaufähig, irgendwann hat man halt doch "genug" Konsumgüter und möchte eben mehr Zeit, um diese zu Konsumieren.

  2. Re: 40h Wochen sind auch out

    Autor: 7hyrael 04.07.17 - 15:41

    ich Arbeite seit einiger Zeit in einer 42h Woche und will nicht wieder zurück.
    35h-Woche und weniger heißt bei den meisten Unternehmen nicht, dass du in gleichem Maße weniger zu erreichen hast, sondern lediglich, dass du für das gleiche Ziel, weniger Zeit zur Verfügung hast - außer du machst Überstunden (die in modernen Betrieben natürlich mit dem festen Gehalt Arbeitsvertraglich abgegolten sind).

    Es ist utopisch zu glauben, dass irgend ein Unternehmer, erhöhte Effizienz in bessere Stundenlöhne umverteilt, ergo mehr pro Stunde bezahlt sodass die Mitarbeiter auch mit weniger Stunden genug zum leben haben.

  3. Re: 40h Wochen sind auch out

    Autor: aLpenbog 04.07.17 - 15:48

    Nur nimmt die Anzahl der Singles auch stetig zu, da teilt man halt viele Wohnraum Kosten nicht durch zwei. Kann bei Lebensmittel und co. nicht zu größeren Gebinden greifen und zahlt für den Quadratmeter meist auch mehr.

    Ich würde mich finanziell nicht groß verschlechtern wollen und unter 40 Stunden gehen, wobei das von der Arbeit her auch gar nicht möglich ist und es durchschnittlich wohl eher ein paar Stunden mehr sind.

  4. Re: 40h Wochen sind auch out

    Autor: TC 04.07.17 - 16:31

    20h Woche und trotzdem mindestens 1k netto (als Single) war schon immer mein Traum.

    Leider bekommt man das nirgends und wenn doch, werden einem riesige Hürden in den Weg gestellt, aus der Teilzeitstelle wieder in Vollzeit zu gehen weil es sich ändernde Lebensumstände plötzlich erfordern...

  5. Re: 40h Wochen sind auch out

    Autor: tezmanian 04.07.17 - 17:07

    7hyrael schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > ich Arbeite seit einiger Zeit in einer 42h Woche und will nicht wieder
    > zurück.

    Ich kenne das Schweizer Modell, wo es einige gibt die nur noch 80% oder 70% arbeiten gehen, damit Sie mehr für sich haben und eigene Dinge realisieren können. Das wäre für mich das passende Modell.

    > 35h-Woche und weniger heißt bei den meisten Unternehmen nicht, dass du in
    > gleichem Maße weniger zu erreichen hast, sondern lediglich, dass du für das
    > gleiche Ziel, weniger Zeit zur Verfügung hast - außer du machst Überstunden
    > (die in modernen Betrieben natürlich mit dem festen Gehalt
    > Arbeitsvertraglich abgegolten sind).

    Ehrlich, schaue ich mir an wie es in der IT Welt zugeht und eigentlich sind bei mir im Freundeskreis die meisten Entwickler, dann ist das mehr als genug Zeit vorhanden ist. Zumal man eh nicht 8h am Stück sinnvoll am PC arbeiten kann. Ich zumindest nicht.

    > Es ist utopisch zu glauben, dass irgend ein Unternehmer, erhöhte Effizienz
    > in bessere Stundenlöhne umverteilt, ergo mehr pro Stunde bezahlt sodass die
    > Mitarbeiter auch mit weniger Stunden genug zum leben haben.

    Doch, ist ganz normal. Guter Mitarbeiter verdient mehr als derjenige der immer länger braucht, vorausgesetzt beide leisten die selbe arbeit.

  6. Re: 40h Wochen sind auch out

    Autor: Geistesgegenwart 04.07.17 - 17:43

    TC schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > 20h Woche und trotzdem mindestens 1k netto (als Single) war schon immer
    > mein Traum.
    >

    Sollte doch kein Problem sein 1k netto zu verdienen. Das hast ja schon als Hartz IV Aufstocker mit nem 450¤ Job. (409¤ Regelsatz bei Harz IV, + ca. 400¤ Mietkosten die das Amt übernimmt + 100¤ abschlagsfreier Zuverdienst macht schon 900¤ - danach darfst 20¤ pro 100¤ verdienten behalten - bei nem 450¤ Job bist also ziemlich gut bei 970¤ netto). Und wer als ITler arbeitet, dürfte für nen 450¤ Job nicht viele Stunden reißen, 20-30h/Monat sollten da doch ausreichen?

    Alternativ gehst 3-4 Monate arbeiten und kündigst dann. Steuern sind ja recht niedrig für Geringverdiener, Freibetrag von 8000¤ irgendwas plus Werbungskosten und schon sind die ersten 10.000¤/Jahr Steuerfrei - das solltest in 3 Monaten doch haben wenn Brutto fast gleich Netto ist (Minus Rente + GKV + Alosenversich.). Ansonsten wirste mit 6 Monaten ziemlich sicher die 12.000¤ Netto verdient haben - was im Schnitt ja auch wieder 20h/Woche macht. Also halbes Jahr arbeiten, halbes Jahr frei.

    Durch die Steuerprogression wirst du in den ersten 6 Monaten eines Kalenderjahres sowieso mehr verdienen wie in den zweiten 6 Monaten ;)

  7. Re: 40h Wochen sind auch out

    Autor: opodeldox 04.07.17 - 18:39

    Geistesgegenwart schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die 38-40h Woche stammt aus einer Zeit als der der Mann als alleiniger
    > Verdiener gearbeitet hat, und die Frau und Familie sich um Haushalt und Co.
    > gekümmert hat. Wenn beide Partner nun Arbeiten gehen, sollte doch klar
    > sein, dass je 20h/Woche auch reichen würden (in der Praxis hakt es hier
    > z.B. wegen generell wenigen Teilzeitjobs und schlechterer Bezahlung für
    > Frauen).

    Es ist genau anders herum. Durch den Eintritt von Frauen in die Arbeitswelt hat sich die zur Verfuegungstehende Arbeitskraft massiv erhoeht, was in einer Marktwirtschaft die Folge hat, dass die Loehne sinken. Dass das so ist haben wir ja auch erlebt.

  8. Re: 40h Wochen sind auch out

    Autor: kellemann 04.07.17 - 18:51

    7hyrael schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > ich Arbeite seit einiger Zeit in einer 42h Woche und will nicht wieder
    > zurück.
    > 35h-Woche und weniger heißt bei den meisten Unternehmen nicht, dass du in
    > gleichem Maße weniger zu erreichen hast, sondern lediglich, dass du für das
    > gleiche Ziel, weniger Zeit zur Verfügung hast - außer du machst Überstunden
    > (die in modernen Betrieben natürlich mit dem festen Gehalt
    > Arbeitsvertraglich abgegolten sind).
    >
    > Es ist utopisch zu glauben, dass irgend ein Unternehmer, erhöhte Effizienz
    > in bessere Stundenlöhne umverteilt, ergo mehr pro Stunde bezahlt sodass die
    > Mitarbeiter auch mit weniger Stunden genug zum leben haben.

    Schlechter Arbeitgeber würde ich sagen. Wie soll das realistisch möglich sein in 20 Stunden die gleich Arbeit wie in 40 zu schaffen? Man muss halt auch einfach gehen wenn Feierabend ist, wenn der Chef dann nicht selbst nach einigen Wochen merkt, dass du zuviel Arbeit hast hat er wohl selbst schuld.

    Ich finde allerdings 20 Std auch schon sehr extrem. Mich würde ja eher das 30 Std Modell reizen. 6 Std am Tag ohne Pause.
    Wenn man mal ganz ehrlich ist und sich seinen 8 Stunden Tag anschaut, dann gehen vor der Mittagspause 15 Minuten drauf für "wer kommt mit zu Kantine?", auf Toilette gehen usw. Dann nach der Mittagspause ist man eh so gesättigt, dass die ersten 30 Minuten für neuer Kaffee, Mails und anrufe checken und erstmal wieder reinkommen drauf.
    Alles in allem bin ich der Meinung, dass man es mit guter Planung locker schafft, in 6 Stunden auf die gleiche Produktivität zu kommen wie bei 8 Stunden.

  9. Re: 40h Wochen sind auch out

    Autor: plutoniumsulfat 04.07.17 - 19:24

    Natürlich geht das, aber mach das mal einem Arbeitgeber schmackhaft. Hier gibt es noch viel zu sehr das Denken: Wer anwesend ist, ist auch produktiv. Es kommt ja auch nicht darauf an, die Arbeit zu schaffen, sondern die Zeit abzusitzen. Mach mal das Experiment und erledige deine Arbeit für den Tag in 6h und geh dann nach Hause ;)

  10. Re: 40h Wochen sind auch out

    Autor: Geistesgegenwart 04.07.17 - 19:26

    opodeldox schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Geistesgegenwart schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Die 38-40h Woche stammt aus einer Zeit als der der Mann als alleiniger
    > > Verdiener gearbeitet hat, und die Frau und Familie sich um Haushalt und
    > Co.
    > > gekümmert hat. Wenn beide Partner nun Arbeiten gehen, sollte doch klar
    > > sein, dass je 20h/Woche auch reichen würden (in der Praxis hakt es hier
    > > z.B. wegen generell wenigen Teilzeitjobs und schlechterer Bezahlung für
    > > Frauen).
    >
    > Es ist genau anders herum. Durch den Eintritt von Frauen in die Arbeitswelt
    > hat sich die zur Verfuegungstehende Arbeitskraft massiv erhoeht, was in
    > einer Marktwirtschaft die Folge hat, dass die Loehne sinken. Dass das so
    > ist haben wir ja auch erlebt.

    Deine Aussage ist teilweise richtig. Ich habe aber nievon Löhnen oder Geld gesprochen sondern von Produktivität. Die hat sich seit den 70ern versiebenfacht. D.h. ein Arbeiter produziert heute pro Stunde 7x soviel (z.B Anzahl hergestellte Werkstücke, aber auch eine Dienstleistung wie Acker pflügen) als vor 50 Jahren. Da das pro Arbeiter erhoben wird, ist es egal wieviele Arbeiter es gibt oder ob das Mann/Frau ist.

    Wenn die Produktivität also immer weiter steigt dann muss bei gleichbleibender Bevölkerungszahl also (a) immer mehr exportiert werden oder (b) immer weniger gearbeitet werden. (a) beherrscht Deutschland so gut das es kaum Steigerungsfähig ist und (b) ist daher die logische Konsequenz.

    Geld, Lohn oder Höhe der Miete spielt keine Rolle. Dein Luxus oder Lebensstandard wird durch die Menge der Güter und Dienstleistungen definiert die die Gesellschafft erwirtschaftet. Wenn davon immer mehr erzeugt wird steht die auch immer mehr zur Verfügung. Der ¤ ist nur eine Recheneinheit für diese Waren. Und wenn das nicht der Fall ist, du also (in großen Zeitabschnitten betrachtet) nicht mehr bekommst, dann nur weil die Güter nicht gerecht verteilt werden :)

  11. Re: 40h Wochen sind auch out

    Autor: kikimi 04.07.17 - 19:47

    7hyrael schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > ich Arbeite seit einiger Zeit in einer 42h Woche und will nicht wieder
    > zurück.
    > 35h-Woche und weniger heißt bei den meisten Unternehmen nicht, dass du in
    > gleichem Maße weniger zu erreichen hast, sondern lediglich, dass du für das
    > gleiche Ziel, weniger Zeit zur Verfügung hast - außer du machst Überstunden
    > (die in modernen Betrieben natürlich mit dem festen Gehalt
    > Arbeitsvertraglich abgegolten sind).

    Können sie gern versuchen.

    Ich hatte bereits einmal ein 32h Woche, also 4 Tage die Woche gearbeitet. Wenn Überstunden angefallen sind, hab ich sie in der Folgewoche abgebummelt. Als mein Chef meinte, ich solle mich auf meine Schätzungen comitten und im Zweifelfall Überstunden machen, meinte ich auch nur: Schätzungen sind genau das, Schätzungen und Wünschbarkeiten keine Machbarkeiten. Darüber hinaus mache ich Überstunden nur auf Anweisung und nur bei Bezahlung / Möglichkeit sie abzubummeln.

    Und als das komisch kam, habe ich den Arbeitgeber gewechselt. Und mache immer noch keine Überstunden. (Ich bleib mal länger im Büro, geh dann auch mal an anderen Tagen früher.)

    Das ist auch mit eine meiner Standardfragen im Bewerbungsgespräch an den Arbeitgeber: "Wie handhabt ihr das hier mit Überstunden? Wie oft fallen sie an? Gibt's da eine Vergütungsklausel?" Und wenn es eine gibt, dann fließt das in meine Gehaltsforderung ein, oder ich sag: "Danke, aber nein danke."

    > Es ist utopisch zu glauben, dass irgend ein Unternehmer, erhöhte Effizienz
    > in bessere Stundenlöhne umverteilt, ergo mehr pro Stunde bezahlt sodass die
    > Mitarbeiter auch mit weniger Stunden genug zum leben haben.

    Man muss als Fachkraft auch mal Kante zeigen. Dann geht da schon was. Nur nicht im vorauseilendem Gehorsam bei einer 35h Stunden Wochen 60h im Büro bleiben ist halt zu einem gewissen Grad selber schuld. Solche Opfer würde ich nur gegen Gewinnbeteiligung mitmachen.

  12. Re: 40h Wochen sind auch out

    Autor: TC 04.07.17 - 19:52

    Geistesgegenwart schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > (Minus Rente + GKV + Alosenversich.).

    Nah... eben. 1k netto jeden Monat heißt ja schon, daß die Sozialabgaben schon abgegolten sind. Macht man das nur phasenweise muss man die restlichen Monate selber zahlen (freiwillig versichert?) und zumindest die KV-Beiträge sind ohne Einkommen sogar höher als mit (ab 451¤ wirds billiger als darunter).

    > Ansonsten wirste mit 6 Monaten ziemlich
    > sicher die 12.000¤ Netto verdient haben - was im Schnitt ja auch wieder
    > 20h/Woche macht. Also halbes Jahr arbeiten, halbes Jahr frei.
    /
    > Und wer als ITler arbeitet, dürfte für nen 450¤ Job nicht viele Stunden reißen, 20-30h/Monat sollten da doch ausreichen?

    Ich bin aber leider nicht in der IT ;) Das ist nur ein Hobby
    In der Branche die ich studiert habe (Medien) kann man über 2k -brutto- schon happy sein, da bräuchte ich tatsächlich ein halbes Jahr Vollzeit für die rechnerischen 1k/M...

  13. Re: 40h Wochen sind auch out

    Autor: Geistesgegenwart 04.07.17 - 22:18

    TC schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Geistesgegenwart schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    >
    > > (Minus Rente + GKV + Alosenversich.).
    >
    > Nah... eben. 1k netto jeden Monat heißt ja schon, daß die Sozialabgaben
    > schon abgegolten sind. Macht man das nur phasenweise muss man die
    > restlichen Monate selber zahlen (freiwillig versichert?) und zumindest die
    > KV-Beiträge sind ohne Einkommen sogar höher als mit (ab 451¤ wirds billiger
    > als darunter).

    Wenn du Arbeitslos bist, hast auch keine Sozialabgaben. Dein Netto von den Vormonaten wird natürlich nicht angetastet. Du meldest dich natürlich Arbeitslos beim H4 Amt - damit die deine Krankenversicherung bezahlen. Ansonsten machst du klar dass se dir keine Arbeit vermitteln brauchen. Klar sperren die dir dann Harz IV (die 409¤ die du sowieso nicht bekommst wenn du freiwillig kündigst), aber das willst du ja gar nicht anders. Die Krankenversicherung wird nie ausgesetzt, die Zahlt das Amt egal was du tust (solange es nicht arbeiten ist).

    Also: Du Arbeitest 3-4 Monate, du zahlst während dieser 3-4 Monate natürlich abgaben - die werden dir gleich vom Lohn schon abgezogen. Dann kündigst du, und lebst von dem verdienten dieser 3-4 Monate - also aus Vermögen. Darauf wird KEINERLEI sozialabgaben fällig, auch keine Steuern (die Steuern wurden ja schon abgezogen). Und da - wenn du das im Kalenderjahr (!) machst - ca. 10.000¤ Steuerfreibetrag hast, wird nur Steuern erhoben von dem Brutto das über die 10k¤ hinaus geht - und das dürften nur so 20% sein bis du die 12¤ netto (die du haben willst für 1k¤/Monat).


    > Ich bin aber leider nicht in der IT ;) Das ist nur ein Hobby
    > In der Branche die ich studiert habe (Medien) kann man über 2k -brutto-
    > schon happy sein, da bräuchte ich tatsächlich ein halbes Jahr Vollzeit für
    > die rechnerischen 1k/M...

    Ja und das passt doch? 6 Monate arbeiten, 6 Monate frei macht ne 20h/Woche. Und das Netto pro Monat ist wahrscheinlich sogar mehr, weil du weniger Steuern bezahlen musst (weil kleineres Jahresgehalt).

    Disclaimer: Steuer*rückzahlungen* kommen erst 6-12 Monate später, du gehst also in Vorlage und musst jemand finden der dir das Geld pumpt oder selbst von Ersparnissen dies ausgleichen.

    Und wenn die 1k¤/Monat nicht da sind, gibts ja die Möglichkeit noch ein *bisschen* zu Arbeiten. Solange du nur nen 450¤ Job machst sind deine Abgaben minimal. 650¤ erspartes + 450¤ MiniJob = 1100¤ brutto das macht auch netto ca 900-1k¤ - da wird nix mehr abgezogen.

    Zweiter Disclaimer: Rente kennst du natürlich vergessen, du zahlst ja nicht ein. Also Grundesicherung (Hartz IV Niveau) muss dir mit 67 dann reichen (vielleicht hast du ja das Pech sowieso früher zu sterben?).

  14. Re: 40h Wochen sind auch out

    Autor: HorkheimerAnders 04.07.17 - 22:32

    Das ist gelogen! Wenn irgend wer sich mit 40h pro Woche alles leisten kann, was er will, dann läuft mit der PR der Unternehmen was falsch. Die Menschen müssen zu immer mehr Konsum getrieben werden, wer sich 3 Golf leisten kann und sich denkt alles gut muss egal mit welchen Mitteln, sei es durch manipulation von sozialem oder symbolischem Kapital dazu gebracht werden in BMWs investieren zu wollen.

    Das hat immer funktioniert und wird es auch weiterhin, das stahlharte Gehäuse der Hörigkeit ist unüberwindbar. Oder wollt ihr so tief in Verschwörung und Ketzertum versinken und euch den nihilistischen Gedanken Nietzsches anschließen und ein Ende von Wachstum, Fortschritt und Evolution fordern? Nein. Ihr werdet arbeiten. Und das System wird weiter laufen.

  15. Re: 40h Wochen sind auch out

    Autor: TC 04.07.17 - 23:59

    Geistesgegenwart schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Disclaimer: Steuer*rückzahlungen* kommen erst 6-12 Monate später, du gehst
    > also in Vorlage und musst jemand finden der dir das Geld pumpt oder selbst
    > von Ersparnissen dies ausgleichen.

    Ach, wofür gibts zinsfreie Kreditkarten.

    > Zweiter Disclaimer: Rente kennst du natürlich vergessen, du zahlst ja nicht
    > ein. Also Grundesicherung (Hartz IV Niveau) muss dir mit 67 dann reichen
    > (vielleicht hast du ja das Pech sowieso früher zu sterben?).

    Rente gibts heutzutage doch so oder so nicht mehr für Normalsterbliche.



    Ich speicher mir jedenfalls mal diesen sehr nützlichen Post ;)

  16. Re: 40h Wochen sind auch out

    Autor: John2k 05.07.17 - 07:25

    Geistesgegenwart schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wenn du Arbeitslos bist, hast auch keine Sozialabgaben. Dein Netto von den
    > Vormonaten wird natürlich nicht angetastet. Du meldest dich natürlich
    > Arbeitslos beim H4 Amt - damit die deine Krankenversicherung bezahlen.
    > Ansonsten machst du klar dass se dir keine Arbeit vermitteln brauchen. Klar
    > sperren die dir dann Harz IV (die 409¤ die du sowieso nicht bekommst wenn
    > du freiwillig kündigst), aber das willst du ja gar nicht anders. Die
    > Krankenversicherung wird nie ausgesetzt, die Zahlt das Amt egal was du tust
    > (solange es nicht arbeiten ist).

    Das funktioniert aber nur einmalig, falls man vorher 12 Monate durchgehend gearbeitet hat. Also kann man nur alle 2 jahre eine einjährige Pause einschieben

  17. Re: 40h Wochen sind auch out

    Autor: Geistesgegenwart 05.07.17 - 07:33

    John2k schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das funktioniert aber nur einmalig, falls man vorher 12 Monate durchgehend
    > gearbeitet hat. Also kann man nur alle 2 jahre eine einjährige Pause
    > einschieben

    Wie kommst du dadrauf? Es ist egal wieviel du im Vormonat/Vorjahr gearbeitet hast - Steuern werden immer pro Kalenderjahr erhoben. D.h. egal wieviel zu 2017 arbeitest (oder nicht arbeitest), du kannst im Januar bis Mai 2018 arbeiten gehen und Juni-Dezember daheim bleiben. (wobei ich das eher splitten würde - September bis April arbeiten und du hast Frühling/Sommer frei statt im doofen Winter).

    Auch wenn das schwer zu glauben ist, aber ja, der ITler mit Studium der mit 50k¤ Bruttojahresgehalt heimgeht kann einfach nur 6 Monate im Jahr arbeiten und hat dann logischerweise 25k¤ Brutto (Weihnachts- bzw. Urlaubsgeld gibts ja kaum noch sondern 12-Monatsgehälter Modelle - ansonsten gucken dass man mindestens eines mitnimmt). Und 25k¤ Brutto können durchaus zum Leben reichen - es gibt nicht wenige Menschen die Vollzeit arbeiten und gar nicht mehr verdienen als dass (Arzthelferinen, Paketfahrer, usw). Und wenn man bedenkt, dass wer 25k¤ Brutto verdient eine höhere Nettoeffizienz hat (man verdient netto pro Stunde mehr also bei 50k¤ wegen der Steuerprogression), kann das Sinn machen sofern man bescheiden ist und mit wenig zufrieden ist.

  18. Re: 40h Wochen sind auch out

    Autor: Geistesgegenwart 05.07.17 - 07:34

    Ganz wichtiger Link: www.nettolohn.de - Damit kann man seine Steuern und Sozialabgaben berechnen.

  19. Re: 40h Wochen sind auch out

    Autor: mambokurt 05.07.17 - 08:18

    Geistesgegenwart schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > opodeldox schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Geistesgegenwart schrieb:
    > >
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > Deine Aussage ist teilweise richtig. Ich habe aber nievon Löhnen oder Geld
    > gesprochen sondern von Produktivität. Die hat sich seit den 70ern
    > versiebenfacht. D.h. ein Arbeiter produziert heute pro Stunde 7x soviel
    > (z.B Anzahl hergestellte Werkstücke, aber auch eine Dienstleistung wie
    > Acker pflügen) als vor 50 Jahren. Da das pro Arbeiter erhoben wird, ist es
    > egal wieviele Arbeiter es gibt oder ob das Mann/Frau ist.
    >

    Mit der Nummer wäre ich etwas vorsichtig, kann klar sein dass sich die Produktivität je Arbeiter verschoben hat, das heisst aber nicht zwingend dass Arbeiter jetzt produktiver sind. Beispiel: früher haben 8 Arbeiter in 8h ein Auto geschraubt, heute brauchst du noch 2 Arbeiter und einen Roboter. Produktivität vervierfacht? Nicht wirklich. Gewinn maximiert? Auch nicht, Autos sind billiger geworden weil alle Roboter haben.

    So in der Art gibts das in allen Bereichen. Früher hattest du 5 Fräuleins und Kohlepapier, heute Kopierer. Das haben aber alle, also ist das für den Umsatz nicht wichtig.

    Ich zweifele nicht an dass die Produktivität steigt, aber die steigt halt durch bessere Produktionsmittel, und die stehen allen zur Verfügung und helfen ergo im Wettbewerb nicht....

  20. Re: 40h Wochen sind auch out

    Autor: Geistesgegenwart 05.07.17 - 08:44

    mambokurt schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich zweifele nicht an dass die Produktivität steigt, aber die steigt halt
    > durch bessere Produktionsmittel, und die stehen allen zur Verfügung und
    > helfen ergo im Wettbewerb nicht....

    Genau das ist die definition von Produktivität ;) Die Automatisierung ist hier insgesamt mit eingerechnet. Wenn eine Daimler Fabrik mit heute 1000 Mitarbeitern komplett automatisiert ist mit Robotern und Co. und nur noch 10 Mitarbeiter für Wartung und Koordination zuständig sind, dann hat sich die Produktivität dieser 10 Mitarbeiter verhundertfacht.

    Das ist für viele erstmal ein Horrorszenario ("Oh gott, wir werden alle Entlassen und Arbeitslos, der Weltuntergang!") aber eigentlich total unsinnig. Wenn wir z.B. alle jetzt produzierten Güter und Dienstleistungen in Deutschland mit 1000 Arbeitern und sonst nur Robotern betreiben können, heisst dass das bis auf diese 1000 Menschen der Rest zuhause bleiben kann und arbeitslos ist. ABER es werden ja immernoch die selbe Menge and Güter und Dienstleistungen produziert, d.h. die sind ja DA und können KONSUMIERT werden (Exporte werden ja mit einer Gegenleistung abgegolten, sodass die Gegenleistung auch konsumiert werden kann). Das heisst der gleiche Lebensstandard wie heute wäre für ALLE gewährleistbar.

    Es ist daher eine Frage wie verteilen wir diesen Wohlstand, den lediglich diese 1000 Arbeiter erzeugen. Und in den Köpfen der meisten hier ist eben verankert, dass nur diese 1000 Arbeit haben und damit superreich werden (weil Ihnen quasi alles was produziert wird Gehört) und der rest bettelarm und das ist gerecht und ok so. Anstatt umzudenken und als Gemeinschaft zu denken, in der von den 1000 verlangt wird Ihren Reichtum mit dem Rest zu teilen. Das nennt sich erfolgreiche Indoktrinierung durch den Kapitalismus. Wenn 82 Mio Bürger nix haben und 1000 haben alles, wie lange dauert es wohl bis ein Gesetz kommt dass einfach jeden verpflichtet zu teilen? Aber das wäre ja Kommunismus, und das ist böse...

  1. Thema
  1. 1
  2. 2

Neues Thema Ansicht wechseln


Um zu kommentieren, loggen Sie sich bitte ein oder registrieren Sie sich. Zum Login

Stellenmarkt
  1. Fraunhofer-Institut für Fabrikbetrieb und -automatisierung IFF, Magdeburg
  2. Heinrich-Heine-Universität, Düsseldorf
  3. ERGO Group AG', Düsseldorf
  4. Software AG, Darmstadt

Golem pur
  • Golem.de ohne Werbung nutzen

Anzeige
Hardware-Angebote
  1. täglich neue Deals bei Alternate.de


Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Streaming: Zehn besondere Serien für die Zeit der Isolation
Streaming
Zehn besondere Serien für die Zeit der Isolation

Kein Kino, kein Fitnessstudio, kein Theater, keine Bars, kein gar nix. Das Coronavirus hat das Land (und die Welt) lahmgelegt, so dass viele nun zu Hause sitzen: Zeit für Serien-Streaming.
Eine Rezension von Peter Osteried

  1. Videostreaming Fox kauft Tubi für 440 Millionen US-Dollar
  2. Musikindustrie in Deutschland Mehr Umsatz dank Audiostreaming
  3. Besuch bei Justwatch Größte Streaming-Suchmaschine ohne echte Konkurrenz

Star Trek - Der Film: Immer Ärger mit Roddenberry
Star Trek - Der Film
Immer Ärger mit Roddenberry

Verworfene Drehbücher, unzufriedene Paramount-Chefs und ein zögerlicher Spock: Dass der erste Star-Trek-Film vor 40 Jahren schließlich doch in die Kinos kam, grenzt an ein Wunder. Dass er schön aussieht, noch mehr.
Von Peter Osteried

  1. Machine Learning Fan überarbeitet Star Trek Voyager in 4K
  2. Star Trek - Picard Hasenpizza mit Jean-Luc
  3. Star Trek Voyager Starke Frauen und schwache Gegner

Schenker Via 14 im Test: Leipziger Langläufer-Laptop
Schenker Via 14 im Test
Leipziger Langläufer-Laptop

Dank 73-Wattstunden-Akku hält das 14-Zoll-Ultrabook von Schenker trotz fast komplett aufrüstbarer Hardware lange durch.
Ein Test von Marc Sauter

  1. XMG Neo 15 (E20) Schenker erhöht Akkukapazität um 50 Prozent
  2. XMG Apex 15 Schenker packt 16C-Ryzen in Notebook
  3. XMG Fusion 15 Schenkers Gaming-Laptop soll 10 Stunden durchhalten