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  5. › Studie: Viel Spielen wird nicht…

meist wie bei anderen "Suchtkrankheiten"

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  1. meist wie bei anderen "Suchtkrankheiten"

    Autor: Lanski 13.08.19 - 16:02

    Von viel Alkohol wird man nicht zwingend abhängig, von viel Gras auch nicht, genau so wenig von Kaffee oder Computerspielen.

    Natürlich ist das immer ein kompliziertes Thema, was zu einer Sucht führt und meist auch ziemlich individuell. Aber das ist doch erst mal psychologisch oder nicht? Natürlich gibt es mehr Vorfälle in sozial schwachen Umgebungen, aber der Kern der Sache ist doch nach wie vor der individuelle Mensch ... oder liege ich da falsch?

    Sicherlich gibt es Leute die sich in den Rausch flüchten aufgrund einer Depression oder ähnlichem. Sei es Alkohol um einfach nicht an irgendwas zu denken, Drogen aus dem gleichen Grund oder Videospiele, weil andere Welten auch andere Gedanken hervorbringen. Es steckt doch bei jeder Sucht irgendwas dahinter. Und wenn es nur ist, weil die Personen nichts besseres zu tun haben. Leistungsdruck, Vernachlässigung, Ärger, das hat schon immer Menschen jeden Alters in irgendeine erreichbare Fluchtmöglichkeit gedrängt.

    Ich verstehe nicht warum da so ein Chaos draus gemacht wird. Die Suchtgefahr existiert natürlich genau wie bei allen anderen Rauschmitteln oder berauschenden Tätigkeiten.
    Es gibt Radfahrer denen könnte man eine Sucht vorwerfen, aber Radfahren ist ja nicht ungesund

    ... Wo wird hier also der Unterschied gemacht und wer legt was wie fest, damit die Bild am Ende schreiben kann "Videospiele machen Kinder süchtig!"? Ich glaube auch kaum, dass ernstzunehmende Wissenschaftler irgendwie sowas behaupten, aber irgendwie kommt das hier so rüber, auch wenn der Titel des Artikels schon eigentlich einen Unterschied macht.

    Ganz komisch.
    Wie man eventuell an meinem Kommentar feststellen kann hat mich der Artikel auf vielen Ebenen verwirrt.

  2. Re: meist wie bei anderen "Suchtkrankheiten"

    Autor: klischeepunk 13.08.19 - 16:11

    Lanski schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > und meist auch ziemlich individuell. Aber das ist doch erst mal
    > psychologisch oder nicht?
    Man geht auch zur genetischen Veranlagung aus, gerade was die körperlichen Suchterscheinungen angeht. Ich weiß nicht was da der Stand ist, aber ja es spielen natürlich beide Faktoren rein.

    >
    > Ich verstehe nicht warum da so ein Chaos draus gemacht wird. Die
    > Suchtgefahr existiert natürlich genau wie bei allen anderen Rauschmitteln
    > oder berauschenden Tätigkeiten.
    Ich glaube der interessante Aspekt hier ist die Frage ob wir einem Spiel/Freizeitbeschäftigung/bla zuschreiben Suchtgefährdend sein zu können, oder ob wir andere Aspekte als Suchtverursachend suchen müssen/sollten. -> Die von dir o.g. psychischen Aspekte.

    Ich denke du hast durchaus recht, deine Sucht kann so ziemlich alles sein, mit unterschiedlichen Ausprägungen, ob man dabei jeweils von Krankheit ausgehen sollte, möchte ich dabei mal noch nicht beantworten und das eher anderen überlassen. Vielleicht sollten wir das allerdings auch sehr viel häufiger um ein generelles Hilfsangebot zu etablieren, egal ob es eine "sozial akzeptierte" Sucht (Radfahren) oder eine "schlechte Sucht" (Heroin, beitrag oben) ist. - Hilfestellung: Ich habe das Gefühl etwas ändern zu müssen, also erhalte ich Hilfe. (so ungefähr.)

    >
    > ... Wo wird hier also der Unterschied gemacht und wer legt was wie fest,
    > damit die Bild am Ende schreiben kann "Videospiele machen Kinder süchtig!"?
    > Ich glaube auch kaum, dass ernstzunehmende Wissenschaftler irgendwie sowas
    > behaupten, aber irgendwie kommt das hier so rüber, auch wenn der Titel des
    > Artikels schon eigentlich einen Unterschied macht.
    Auch im Artikel wird genau dem Widersprochen (siehe Fazit).

  3. Re: meist wie bei anderen "Suchtkrankheiten"

    Autor: Lanski 14.08.19 - 10:55

    klischeepunk schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Lanski schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > und meist auch ziemlich individuell. Aber das ist doch erst mal
    > > psychologisch oder nicht?
    > Man geht auch zur genetischen Veranlagung aus, gerade was die körperlichen
    > Suchterscheinungen angeht. Ich weiß nicht was da der Stand ist, aber ja es
    > spielen natürlich beide Faktoren rein.
    >
    Stimmt, das mit der genetischen Veranlagung habe ich vollkommen aus dem Geist verdrängt in dem Moment.

    > >
    > > Ich verstehe nicht warum da so ein Chaos draus gemacht wird. Die
    > > Suchtgefahr existiert natürlich genau wie bei allen anderen
    > Rauschmitteln
    > > oder berauschenden Tätigkeiten.
    > Ich glaube der interessante Aspekt hier ist die Frage ob wir einem
    > Spiel/Freizeitbeschäftigung/bla zuschreiben Suchtgefährdend sein zu können,
    > oder ob wir andere Aspekte als Suchtverursachend suchen müssen/sollten. ->
    > Die von dir o.g. psychischen Aspekte.
    >
    > Ich denke du hast durchaus recht, deine Sucht kann so ziemlich alles sein,
    > mit unterschiedlichen Ausprägungen, ob man dabei jeweils von Krankheit
    > ausgehen sollte, möchte ich dabei mal noch nicht beantworten und das eher
    > anderen überlassen. Vielleicht sollten wir das allerdings auch sehr viel
    > häufiger um ein generelles Hilfsangebot zu etablieren, egal ob es eine
    > "sozial akzeptierte" Sucht (Radfahren) oder eine "schlechte Sucht" (Heroin,
    > beitrag oben) ist. - Hilfestellung: Ich habe das Gefühl etwas ändern zu
    > müssen, also erhalte ich Hilfe. (so ungefähr.)
    >
    Genau. "Krankhaftes zocken" ist ja durchaus möglich, das wollte ich auch nicht in Frage stellen.
    Ab wann es krankhaft wird ... das muss jemand entscheiden der qualifiziert dazu ist.

    Glücksspielsucht ist ja auch so ein Fall und selbst wenn man bei (den meisten) Videospielen nichts gewinnt, ist eventuell gerade der Kompetetive (ESL) Bereich dann einer wo Suchtgefahr stärker herrscht als beim gemütlichen daddeln, auch mit Freunden. Auch gerne mal Tagelang.

    Andererseits tragen sicherlich auch diverse Dinge dazu bei wie Skins bei Counterstrike, die durchaus mal 500¤ wert sein können. Allerdings denke ich wäre das dann eher der Glücksspielaspekt der hier greift. Leute spielen solche Spiele teilweise dafür um die Möglichkeit zu haben in einem glücksradähnlichen Minigame nach der Runde dann so etwas zu gewinnen.

    Ich kann mir halt einfach auch nicht ausmachen wo dort eine Sucht speziell "videospielsucht" sein soll und nicht eher schon bekanntes Schema, was eigentlich auf etwas zurückzuführen ist.
    Videospiel-Missbrauch, genau wie Alkoholmissbrauch und Drogenmissbrauch - DAS ja.

    ... Vielleicht mache ich mir auch nur sorgen darum, dass schon wieder irgendwer diese Sache aus dem Kontext reißen wird.

    > >
    > > ... Wo wird hier also der Unterschied gemacht und wer legt was wie fest,
    > > damit die Bild am Ende schreiben kann "Videospiele machen Kinder
    > süchtig!"?
    > > Ich glaube auch kaum, dass ernstzunehmende Wissenschaftler irgendwie
    > sowas
    > > behaupten, aber irgendwie kommt das hier so rüber, auch wenn der Titel
    > des
    > > Artikels schon eigentlich einen Unterschied macht.
    > Auch im Artikel wird genau dem Widersprochen (siehe Fazit).

    Danke, dass du dir die Mühe gemacht hast das Chaos meines Kommentars zu durchblicken :)
    Du glaubst gar nicht wie froh mich das macht, dass irgendwer das überhaupt auffassen konnte. :D

    Ja beim erneuten Lesen ist mir der Widerspruch auch dann aufgefallen ... oder klar geworden.

  4. Re: meist wie bei anderen "Suchtkrankheiten"

    Autor: klischeepunk 14.08.19 - 11:23

    Lanski schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich kann mir halt einfach auch nicht ausmachen wo dort eine Sucht speziell
    > "videospielsucht" sein soll und nicht eher schon bekanntes Schema, was
    > eigentlich auf etwas zurückzuführen ist.
    > Videospiel-Missbrauch, genau wie Alkoholmissbrauch und Drogenmissbrauch -
    > DAS ja.
    Naja nein. Im Falle "Alkohol"/"Drogen" wird von Substanzgebunder Abhängigkeit gesprochen. Im Falle von Glücksspiel, Videospiel - oder um bei deinem Beispiel zu bleiben Rad fahren - sprechen wir von Substanzunabhängiger Abhängigkeit.

    Der Missbrauch ist entsprechend natürlich auch ein anderer, obwohl sich viele Folgen ähneln, was zur Aufnahme des konkreten Krankheitsbildes wohl geführt hat. Das Videospiel ist hier einfach nur das "Suchtobjekt".

    Prinzipiell ist das aber nicht wirklich was neues. Siehe auch ICD-10 F63.8 und F63.9
    https://www.icd-code.de/icd/code/F63.0.html

    >
    > ... Vielleicht mache ich mir auch nur sorgen darum, dass schon wieder
    > irgendwer diese Sache aus dem Kontext reißen wird.
    Klar, da wird dann wieder "Videospiele machen dich süchtig und du läufst Amok" draus, eine Debatte die ich mal Anfang der 2000er für abgeschlossen gehalten hab. In der Fachwelt findet sie mWn auch nicht wirklich Beachtung, sondern es wird halt als "ein Teilaspekt" betrachtet.

    Deine Übrigen ausführungen scheinen einigermaßen zutreffend zu sein, aber das ist auch aktuell noch gegenstand der Forschung und man setzt sich breit damit auseinander. Nicht nur bei Videospielen, sondern generell in der Frage nach Abhängigkeiten & (Zwangs)störungen. Ich hab auch wenig Hoffnung, dass wir da vorankommen ohne unser Hirn wesentlich besser zu verstehen, aber für ein echtes Urteil bin ich da nicht qualifiziert ;)

  5. Re: meist wie bei anderen "Suchtkrankheiten"

    Autor: Lanski 14.08.19 - 16:29

    klischeepunk schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Lanski schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Ich kann mir halt einfach auch nicht ausmachen wo dort eine Sucht
    > speziell
    > > "videospielsucht" sein soll und nicht eher schon bekanntes Schema, was
    > > eigentlich auf etwas zurückzuführen ist.
    > > Videospiel-Missbrauch, genau wie Alkoholmissbrauch und Drogenmissbrauch
    > -
    > > DAS ja.
    > Naja nein. Im Falle "Alkohol"/"Drogen" wird von Substanzgebunder
    > Abhängigkeit gesprochen. Im Falle von Glücksspiel, Videospiel - oder um bei
    > deinem Beispiel zu bleiben Rad fahren - sprechen wir von
    > Substanzunabhängiger Abhängigkeit.
    >
    > Der Missbrauch ist entsprechend natürlich auch ein anderer, obwohl sich
    > viele Folgen ähneln, was zur Aufnahme des konkreten Krankheitsbildes wohl
    > geführt hat. Das Videospiel ist hier einfach nur das "Suchtobjekt".
    >
    > Prinzipiell ist das aber nicht wirklich was neues. Siehe auch ICD-10 F63.8
    > und F63.9
    > www.icd-code.de
    >
    > >
    > > ... Vielleicht mache ich mir auch nur sorgen darum, dass schon wieder
    > > irgendwer diese Sache aus dem Kontext reißen wird.
    > Klar, da wird dann wieder "Videospiele machen dich süchtig und du läufst
    > Amok" draus, eine Debatte die ich mal Anfang der 2000er für abgeschlossen
    > gehalten hab. In der Fachwelt findet sie mWn auch nicht wirklich Beachtung,
    > sondern es wird halt als "ein Teilaspekt" betrachtet.
    >
    > Deine Übrigen ausführungen scheinen einigermaßen zutreffend zu sein, aber
    > das ist auch aktuell noch gegenstand der Forschung und man setzt sich breit
    > damit auseinander. Nicht nur bei Videospielen, sondern generell in der
    > Frage nach Abhängigkeiten & (Zwangs)störungen. Ich hab auch wenig Hoffnung,
    > dass wir da vorankommen ohne unser Hirn wesentlich besser zu verstehen,
    > aber für ein echtes Urteil bin ich da nicht qualifiziert ;)

    Ja das mit substanzgebunden und ungebunden habe ich erst in deiner Antwort über den Link im anderen Thread gesehen, wusste ich nicht, macht aber Sinn. :)

    Ich muss auch zugeben dass mein gesamter Kommentar mehr auf eigene Erfahrungen und Überlegungen zurückzuführen ist. Wirklich damit auseinander gesetzt habe ich mich nicht - aber ich halte auch oftmals so ... "ungebundene" Blickwinkel für wichtig - daher teile ich das dann auch gern mal mit anderen.

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