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Loser tendieren also dazu...

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  1. Loser tendieren also dazu...

    Autor: SoWhy 22.07.15 - 08:48

    ...zu versuchen, durch billige - vermeintlich von der Gemeinschaft gebilligte - Angriffe von ihrem Loser-Status abzulenken? Was für eine weltbewegende neue Erkenntnis!</irony>

    Und ja, ich habe die Studie (zumindest zum Teil) gelesen und weiß, dass dort auch steht, dass Loser dies gegenüber männlichen Mitspielern, die besser sind, nicht (oder nicht in diesem Maße) tun. Nur gilt in Spielen - wie auch im wirklichen Leben - Sexismus als probates Angriffsmittel für Leute mit geringen Status, die nicht glauben können, dass eine Frau sie in einer vermeintlichen Männerdomäne besiegt. Das habe ich schon vor Jahren feststellen müssen und war immer ein Grund für akutes fremdschämen.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 22.07.15 08:58 durch SoWhy.

  2. Re: Loser tendieren also dazu...

    Autor: Trollversteher 22.07.15 - 14:38

    >Und ja, ich habe die Studie (zumindest zum Teil) gelesen und weiß, dass dort auch steht, dass Loser dies gegenüber männlichen Mitspielern, die besser sind, nicht (oder nicht in diesem Maße) tun. Nur gilt in Spielen - wie auch im wirklichen Leben - Sexismus als probates Angriffsmittel für Leute mit geringen Status, die nicht glauben können, dass eine Frau sie in einer vermeintlichen Männerdomäne besiegt. Das habe ich schon vor Jahren feststellen müssen und war immer ein Grund für akutes fremdschämen.

    Ja, aber statistische Aussagen aufgrund Beobachtungen oder "hörensagen" im eigenen Umfeld haben nun mal leider überhaupt keinen allgemeingültigen Wert. Von daher muss man Studien unter kontrollierten Bedingungen (und mit entsprechender wissenschaftlicher Sorgfältigkeit) durchführen, damit man das, was einem die Intuition sagt auch mit Zahlen und Fakten belegen kann.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 22.07.15 14:38 durch Trollversteher.

  3. Re: Loser tendieren also dazu...

    Autor: Der Held vom Erdbeerfeld 23.07.15 - 18:43

    Trollversteher schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ja, aber statistische Aussagen aufgrund Beobachtungen
    > oder "hörensagen" im eigenen Umfeld haben nun mal
    > leider überhaupt keinen allgemeingültigen Wert.

    Wobei mir diese Studie zumindest unvollständig erscheint, was die Auswertung der Ergebnisse angeht. Daran, dass schlechtere Spieler sich durch Spielerinnen eher in ihrer Position bedroht fühlen, ist nicht zu rütteln, aber ist aufgrund der Daten auch auszuschließen, dass ...

    1.) ... die besseren Spieler deshalb bessere Spieler sind, weil sie intelligenter und konzentrierter sind und mit diesen Eigenschaften generell, also außerhalb der Spielumgebung, einen Grad an Sozialisierung erreichen, der entweder Sexismus per se auf ein Minimum verringert (Ein wenig sexistisch ist jede/r ...) oder doch zumindest dafür sorgt, dass diese Personen ihn niemals offenkundig nach außen tragen würden?

    2.) Viel schlechte Spieler deshalb so schlecht sind, weil sie weniger spielen und daher grundsätzlich mehr trollen, während erfolgreiche Spieler eben mehr spielen und die Kommunikation auf spielrelevante Themen oder für den Zusammenhalt erforderliche private Maß beschränken?

    Die Auswertung unterstellt implizit, dass die besseren Spieler sich ebenfalls sexistisch äußern würden, wenn ihr Status durch Spielerinnen bedroht wäre, ohne dies jedoch durch die erhobenen Daten belegen zu können. Diese widersprechen zwar der Annahme nicht, aber wissenschaftlich ganz sauberes Arbeiten geht meines Erachtens anders. Um diese Annahme zu prüfen müsste man ausgezeichnete Spielerinnen (oder notfalls als Spielerinnen auftretende Spieler) in Konkurrenz zur männlichen Elite bringen und die Reaktionen dokumentieren, was aber - trotz einer für diese Studie bereits ähnlich aufgebauten Konstellation - so nicht gemacht wurde.

    Zudem vermisse ich eine Auswertung, ob bessere Spielerinnen häufiger das Opfer sexistischer Bemerkungen werden als weniger erfolgreiche Spielerinnen, was aber eigentlich unerlässlich ist, um die zentrale Aussage zu untermauern. Wenn nämlich die reine Erfolgsdifferenz der Auslöser für sexistisches Verhalten von Spielern sein sollte, müssten besonders erfolglose Spielerinnen logischerweise messbar weniger häufig angegriffen werden, da sie ja weniger in Konkurrenz zu erfolgsarmen, aber immer noch erfolgreicheren Spielern stehen.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 23.07.15 18:45 durch Der Held vom Erdbeerfeld.

  4. Re: Loser tendieren also dazu...

    Autor: Lord Gamma 23.07.15 - 21:20

    Trollversteher schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ja, aber statistische Aussagen aufgrund Beobachtungen oder "hörensagen" im
    > eigenen Umfeld haben nun mal leider überhaupt keinen allgemeingültigen
    > Wert. Von daher muss man Studien unter kontrollierten Bedingungen (und mit
    > entsprechender wissenschaftlicher Sorgfältigkeit) durchführen, damit man
    > das, was einem die Intuition sagt auch mit Zahlen und Fakten belegen kann.

    Es geht bei den meisten Kommentatoren nicht um "Hörensagen" oder "Beobachtungen", sondern um Logik und gesunden Menschenverstand. Aber diese Fakten (logisch/formal) zu verifizieren, ist natürlich kein so einfaches Unterfangen, wie empirische Studien durchzuführen, die die Logik (auch die von Hinz und Kunz) bestätigen.

    Die Studie ist außerdem selbst auch genauso sexistisch wie die Aussage, dass Frauen unter Druck geraten, wenn in einem Spiel z. B. ständig "Penetrationsaktionen" wie Pings durchgeführt werden: [www.youtube.com]



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 23.07.15 21:22 durch Lord Gamma.

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