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Die alten Mario Spiele waren reizvoller... oder etwa nicht?

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  1. Die alten Mario Spiele waren reizvoller... oder etwa nicht?

    Autor: Topf 27.10.17 - 14:08

    Hallo :-)

    sowohl zu diesem Spiel als auch zu vielen weiteren Nachfolgern bekannter Spielereihen liest oder hört man immer wieder die selbe These: die früheren Teile waren einfach besser! Ganz explizit fällt das auch immer wieder um Diskussionen bzgl. GTA auf (Vice City und San Andreas stellen hier für die meisten die unangefochtenen Spitzenteile der Serie dar).

    Ich denke das ist ein Trugschluss, über den sich viele nicht so intensiv Gedanken machen (warum auch, ist ja kein lebenswichtiges Thema). Ich stelle jedoch das selbe Phänomen auch bei mir immer wieder fest. Ein Mario Kart von heute fesselt mich längst nicht mehr vor den TV wie bspw. Mario Kart 8 (die Wii Version kann man tatsächlich in die Tonne kloppen... scheiss single player beta). Das gilt für die meisten Spiele, die ich kenne.

    Aber liegt das wirklich an der Qualität des Spiels oder liegt es nicht gar an einem selbst? Mit jedem Spiel, was wir spielen, erweitert sich unser Horizont an Erfahrungen. Alles wird in irgendeiner Art und Weise irgendwo wiederholt und kann folglich nicht mehr den selben Reiz auslösen.
    Aber nicht nur das: viele Klassiker haben neben mir Millionen Menschen in ihrer Kindheit gespielt, z.B. Mario 64. Dass Spiele einen als Kind mehr packen, liegt nicht nur an der sehr begrenzten Erfahrungswelt, sondern allen voran auch am kindlichen Spieltrieb, den so viele Lebewesen auf unserer Erde haben, das ist ein Teil unseres Wesens. Das Wesen eines Lebewesens und insbesondere eines Menschen mit Geist und Verstand ändert sich im Verlauf des Lebens allerdings drastisch. Wir sind nun mal nicht mehr so verspielt und alles kommt einem ein bisschen eintöniger vor. Die Fantasie, die man als Kind minütlich auslebt, ist nur noch zu einem ganz kleinen Teil vorhanden - man nüchtert von der süßen kindlichen Droge langsam aus.

    Es ist nicht nur die Qualität der Spiele, sondern auch, was man daraus macht.
    Mich würde sehr interessieren, wie ihr darüber denkt, da ich mir da relativ häufig Gedanken zu mache.


    PS: Es gibt allerdings auch Nachfolger, die tatsächlich einen qualitativen Bruch der Reihe auslösen (z.B. die Entwicklung seit Lylat Wars).



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 27.10.17 14:11 durch Topf.

  2. Re: Die alten Mario Spiele waren reizvoller... oder etwa nicht?

    Autor: theonlyone 27.10.17 - 15:33

    Objektiv werden Spiele natürlich besser, da auch viel mehr Geld reingesteckt wird.

    ----

    Die Sache ist eben das Spiele damit auch zunehmend Massentauglicher werden müssen, das beißt sich dann mit den gehobenen Ansprüchen an Komplexität und Schwierigkeitsgrad.

    Für einen kompletten Anfänger ist ein Tutorial das gut gemacht ist schön zu spielen, man kommt leichter rein.

    Für erfahrene Spieler ist das störend.

    Natürlich könnte man es einfach an/abschalten , aber dann ist es nicht mehr so toll ins Spiel integriert und das Tutorial wirkt dann eben aufgesetzt (weil es das ja dann auch wäre).

    ----

    Der Vergleich mit alten Titeln ist auch immer eine Frage des Release-Zeitpunkt.

    Zu Zeiten von Zelda auf dem N64 gab es praktisch keine Vergleichbaren 3D Adventures die einen so flüssigen Spielablauf hatten.

    Baldurs Gate und co. auf dem PC hatten schon komplett andere Schwerpunkte und die Ego-shooter lastigen Rollenspiele der Zeit waren eben auch ganz anders aufgebaut.


    Manche Titel altern auch besser.

    Heute kann man eigentlich immer noch ein Mario auf dem SNES spielen und es sieht nicht "schlecht" aus, spielt sich auch gut, Musik klingt passend ; es passt einfach.

    Ein Mario 64 sieht grausig aus, aber spielt sich letztlich immer noch sehr gut.
    Gerade die Kamera ist etwas da war man noch gewöhnt die selbst zu justieren (gerade weil man sie immer genau hinter den Character schieben konnte).
    Heutige Spiele haben oft fixe Punkte für die Kamerawinkel einprogrammiert, damit die Kamera möglichst automatisch alles justiert , wer daran gewöhnt ist, für den ist es dann natürlich sehr störend wenn ein Spiel das nicht automatisch macht.

    Die automatischen Dinge fallen bei PC Spielen auch ganz krass durch Auto-Saves auf.
    Früher hat man praktisch alle X-Minuten einfach selbst F5 für ein QuickSave gedrückt und am besten zu beginn jedes Levels selbst ein Save-File angelegt.
    Das war man irgendwann einfach gewohnt.
    Ein paar Spiele haben dann selbst auto-saves angelegt, schöne Sache und daran gewöhnt man sich eben auch schnell ; dann stört einen das bei älteren Spielen natürlich deutlich stärker, wenn man es kein Auto-Save hat und man es einfach immer vergisst selbst zu speichern.

    ----

    2D im Vergleich zu 3D kann man heute nicht sagen das eine wäre besser oder schlechter, es ist schlichtweg eine andere Variante.

    Schaut man sich z.B. Mario auf dem NES an sieht das einfach objektiv schlechter aus als die Allstars Variante auf dem SNES , die hat mehr Farben, mehr Details.
    Schönere Texturen machen eigentlich jedes Spiel sofort besser (retten aber keine schlechten Spiele).

    Musik hat heute eigentlich einen Standard der kaum als schlecht empfunden wird in einem Spiel. Nette Details wie Musik die sich auf die Stimmung automatisch anpasst sind immer toll.

    Super Mario World auf dem SNES hatte z.B. das Gimmick das die Musik sich ändert wenn man auf einem Yoshi sitzt, das war für damals sogar eine tolle technische Leistung, heute ist das trivial.


    Hat ein Spiel zu viel das man schon kennt ist es nicht wirklich interessant.
    Gerade wenn Kleinigkeiten gelöst werden die einen bewusst oder unbewusst an anderen Spielen gestört haben ist das ein großer Pluspunkt in der Summe über das Spiel hinweg.
    Mich stört z.B. heute bei vielen Spielen das man diverse Animationen nicht abbrechen kann, oder Cutszenes nicht überspringen darf. Früher gab es einfach weniger und kürzere davon, hat also nicht so gestört.

    Viele Spiele werden heute auch zugemüllt mit Microtransactions und anderen störenden Dingen, das vermisst mir doch gehörig den Spielspaß und selbst sehr gute Titel haben da schnell einen richtig ekligen Beigeschmack.


    Gerade weil es so viele Spiele gibt die alle immer mal gute Ideen mitbringen , fehlen einem dann diese guten Ideen in anderen Spielen, die das eben anders lösen, oder die Features nicht integrieren, weil der Schwerpunkt wo anders liegt.
    Beim Thema Schwierigkeitsgrad gibt es heute auch krasse Unterschiede.
    Die einen Spiele setzen ganz bewusst auf eine hohe Schwierigkeit, andere machen es viel zu einfach.
    Beides zu bieten ist nahezu unmöglich, da man dann 2 verschiedene Spiele entwickeln würde (und die Zielgruppe für "leicht" eben komplett anders ist als die "hardcore, very hard" Fraktion).

    Früher gabs Schwierigkeitsgrade, aber das Spiel war trotzdem schwer, egal wie.

    Andere Titel waren an sich nicht schwer, aber die Steuerung so hackelig oder diverse Stellen so unfair und Checkpoints gar nicht existent oder man hatte einfach sehr wenig Leben und oft Game Over , das gibt es heute ja praktisch gar nicht mehr, es sei den das Spiel bietet von sich aus einen "hardcore" Modus (nur 1 Save File und das wird gelöscht wenn man stirbt).


    Heute ist man übersättigt mit Spielen und die großen Titel trauen sich kaum etwas wirklich neues zu machen, die fahren lieber die Schiene immer mehr von dem auf dem Markt zu werfen das vorher schon funktioniert hat.
    Diverse Indie-Spiele sind schon viel eher das was man früher als große Spiele bekommen hat, aber die Perlen erlangen nur selten wirklich genug Aufmerksamkeit als das sie gegen die großen Titel anstinken könnten (Cuphead ist z.B. ein sehr nett gemachtes Spiel, allein vom Artstyle fühlt es sich sehr nach einem Spiel an das man so auch auf dem SNES spielen könnte , wirklich "lang" ist das Spiel ja wirklich nicht) ; andere Beispiele wären Shovel Knight, Axiom Verge, alles Titel die könnten direkt SNES Spiele sein).

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