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Her mit den Kleinen, weg mit den Grossen

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  1. Her mit den Kleinen, weg mit den Grossen

    Autor: SoniX 16.02.12 - 15:33

    Also da geht es um ein Kickstarterprojekt, um ein Adventuregame und es kam am Ende mehr als das vierfache des benötigten Kapitals zusammen. Soviel dass man nun über eine Linuxversion nachdenkt. Echt beachtlich.

    Blos warum nur wurmt mich das gerade so?

    Vielleicht weil ich seit Jahren von den bösen Raubkopierern hören muss?
    Vielleicht weil mir seit Jahren von Publishern eingetrichtert wird, dass DRM das einzig Wahre sei?
    Vielleicht weil ich mich seit vielen Jahren mit dämlichen Kopierschutzmassnahmen herumschlagen muss?
    Vielleicht weil ich mir seit Jahren das Geseiere anhören muss, von wegen die Publisher brauchen auch Geld und sind ja so arm dran?

    Ja warum blos.....

    Nun, ich kenne TIm Schafer nicht, wahrscheinlich werde ich mir das Spiel auch nicht kaufen. Aber trotzdem wünsche ich ihm und dem Team alles Gute. Er hat scheinbar bewiesen, was wir eh schon alle lange wissen. Wir werden sonst beschissen und verkauft.

  2. Re: Her mit den Kleinen, weg mit den Grossen

    Autor: benji83 16.02.12 - 16:31

    +1

    Der Mainstream richtet sich immer mehr an leicht ausbeutbare Menschen (ob durch niedrige Ansprüche was Innovation betrifft, Vertrauen ins Meinungsdiktat, Grafiktunnelblick bis hin zum guten alten Gruppenzwang (muss man gespielt haben)).

    Generell müssen die einzementierten Machtkonzentrationen durchbrochen werden - sonst führt die Zentralisierung und damit einhergehende unnötigkeit/-tragbarkeit der Redundanz dazu das:
    -Weniger Menschen für Tätigkeiten bezahlt werden müssen (egal ob Buchhalter oder Engine-Entwickler). Machtkonzentration/-zementierung zerstört Arbeitsplätze(!!)!
    -Kreativität stirbt weil sie Risiken birgt. Wenn Gewinn und Lohn die einzigen Motivationen sind um zB Spiele zu entwickeln dann gibt es viele Gründe nur Einheitsbrei zu liefern - der Markt diktiert das.
    -Der Aktionär der neue Kunde und damit König ist, der Konsument ist dann die Ware, das Produkt/Spiel ist die Weide und die Künstler und Kreativen nur noch human Ressource. Warum wollen genug Menschen in einer solchen Welt leben das sie möglich ist?

    Unabhängige Entwickler bieten nicht nur die interessanten und oft besseren Produkte sondern müssen gefördert werden damit mehr von ihnen hören und den Teufelskreis durchbrechen können. Was Alternativlos ist entscheidet die Realität und nicht die Merkel. Neue Geschäftsmodelle sind der bessere Weg als das Morgen mit den falschen Göttern von vorgestern zu leben.

    So genug "getrollt". SCNR



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 16.02.12 16:32 durch benji83.

  3. Re: Her mit den Kleinen, weg mit den Grossen

    Autor: Trollversteher 16.02.12 - 16:56

    Vielleicht ist dieser Fall nicht gerade Repräsentativ, weil es um den Schöpfer eines der beliebtesten Adventures der Welt geht, auf dessen Nachfolger Millionen von Menschen weltweit seit beinahe 20 Jahren warten? Vielleicht ist das nicht gerade ein Geschäftsmodell, welches sichzu einem allgemeinen Prinzip erheben läßt? Wie soll ein unbekannter Entwickler mit einem neuen Titel ohne bekanntes Franchise auf diese Weise seine Entwicklung finanzieren? Ohne massive Publicity und Werbung kommt bei einer solchen Aktion kein Cent zusammen, und die will erst mal finanziert werden, wenn kein großer, bekannter Name dahinter steht...



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 16.02.12 16:59 durch Trollversteher.

  4. Re: Her mit den Kleinen, weg mit den Grossen

    Autor: Tantalus 16.02.12 - 17:05

    Trollversteher schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Vielleicht ist dieser Fall nicht gerade Repräsentativ, weil es um den
    > Schöpfer eines der beliebtesten Adventures der Welt geht, auf dessen
    > Nachfolger Millionen von Menschen weltweit seit beinahe 20 Jahren warten?
    > Vielleicht ist das nicht gerade ein Geschäftsmodell, welches sichzu einem
    > allgemeinen Prinzip erheben läßt? Wie soll ein unbekannter Entwickler mit
    > einem neuen Titel ohne bekanntes Franchise auf diese Weise seine
    > Entwicklung finanzieren? Ohne massive Publicity und Werbung kommt bei einer
    > solchen Aktion kein Cent zusammen, und die will erst mal finanziert werden,
    > wenn kein großer, bekannter Name dahinter steht...

    Zumindest ist es, vorausgesetzt das Spiel wird ein Erfolg, recht gute Werbung für Crowdfunding an sich, und könnte den einen oder anderen doch dazu bewegen, einfach mal die Liste der aktiven Projekte durchzuschauen ob etwas für ihn interessantes dabei ist. Es muss ja nicht unbedingt von einem Spiele-Guru wie Schafer geführt werden, aber halbwegs bekannte Namen gibts zur genüge, die über Artikel in Onlinezeitschriften u.Ä. eine entsprechende Masse erreichen können. Und im Zweifelsfall sind die 10-15 Eur, die man als kleiner Unterstützer da reinsteckt auch zu verkraften, wenn aus dem Projekt doch nix wird. Den einzigen großen Knackpunkt sehe ich darin, dass die "ordnungsgemäße" Verwendung der Gelder nicht kontrolliert werden kann (ausser ich hab was übersehen).
    Unterm Strich sehe ich das als geniale, wenn auch nicht perfekte Lösung an.

    Gruß
    Tantalus

    ___________________________

    Man sollte sich die Ruhe und Nervenstärke eines Stuhles zulegen. Der muss auch mit jedem Arsch klarkommen.

  5. Re: Her mit den Kleinen, weg mit den Grossen

    Autor: benji83 16.02.12 - 17:39

    Wenn deine verständlichen Bedenken richtig wären gäbe es keine Opensourcespiele und keinen der sie Spielt (bzw dafür PKG-Builds erstellt damit sie gefunden werden können). Hoffe ich habe dich richtig Verstanden.

    Auch der Erfolg von Indytiteln wie World of Goo oder Projekten wie die Humble Bundles (die sicherlich zusammenhängen) sprechen dagegen.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 16.02.12 17:45 durch benji83.

  6. Re: Her mit den Kleinen, weg mit den Grossen

    Autor: derKlaus 17.02.12 - 20:47

    SoniX schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Also da geht es um ein Kickstarterprojekt, um ein Adventuregame und es kam
    > am Ende mehr als das vierfache des benötigten Kapitals zusammen. Soviel
    > dass man nun über eine Linuxversion nachdenkt. Echt beachtlich.
    Das ist es in der Tat.

    > Blos warum nur wurmt mich das gerade so?
    > Vielleicht weil ich seit Jahren von den bösen Raubkopierern hören muss?
    Nein. Am Beispiel von Iron LOre und Titan Quest hat man deutlich sehen können, wie ein Entwickler aufgrund einer 'Raubkopie' trotzt eines guten, wenn auch verbuggtem Spiel Pleite gehen kann.
    > Vielleicht weil mir seit Jahren von Publishern eingetrichtert wird, dass
    > DRM das einzig Wahre sei?
    Auch nicht. DRM ist an sich nix schlechtes, nur die Umsetzung ist bislang unzureichend und ausschliesslich als Kundengängelung wahrnehmbar. Ausnahme ist für mich Steam, da merke ich quasi nichts von DRM.
    > Vielleicht weil ich mich seit vielen Jahren mit dämlichen
    > Kopierschutzmassnahmen herumschlagen muss?
    Ich bin da ein wenig raus, wenn ich erhlich bin. StarForce gibts noch, Safedisc sagt mir noch was. Ich hatte mit den Dingern jedoch weniger Probleme, hab aber im Freundeskreis mit diversen optischen Laufwerken interessante Erfahrungen sammeln dürfen, was Kopierschutz und Hardware betrifft.

    > Vielleicht weil ich mir seit Jahren das Geseiere anhören muss, von wegen
    > die Publisher brauchen auch Geld und sind ja so arm dran?
    Achtung, bei Tim Schafers Projekt geht es um ein kleines Team. An welchem titel der Großen Publisher, was gehyped wird arbeitet ein Team von maximal 20 Leuten? An keinem. Ein großes Team kostet auch mehr Geld, ist ja irgendwie logisch.

    > Ja warum blos.....
    Ganz einfach: Weil hier jemand, der ein heller Kopf ist und ein beeindruckendes Portfolio an bisherigen Projekten hat, hier den ganzen Großen zeigt, daß man auch ohne klassisches Business-Paranoia-Denken an Invetitionsbudget kommt, ohne einen Hochglanz Powerpoint Business-und Development-Plan zu erstellen, anhand dem dann Leute, die die Materie nicht kennen entscheiden, ob da ein Kredit zugeteilt wird.
    Negativ könnte man sagen: Tim Schafer hat hier ein Produkt verkauft, was er noch nicht liefern kann.
    Positiv formuliert wäre es: Tim Schafer holt sich Investoren, die das Produkt was er entwickeln will auch kaufen würden.

    > Nun, ich kenne TIm Schafer nicht, wahrscheinlich werde ich mir das Spiel
    > auch nicht kaufen. Aber trotzdem wünsche ich ihm und dem Team alles Gute.
    > Er hat scheinbar bewiesen, was wir eh schon alle lange wissen. Wir werden
    > sonst beschissen und verkauft.
    Ich kenne Schafer auch nicht, aber so ziemlich jedes der Spiele an denen er mitgearbeitet hat. Jedes einzelne ist bzw. war seinerzeit sein Geld wert.
    Schade finde ich jedoch, daß Du eine Idee, die Du offensichtlich gut findest, nicht unterstützst. Angesichts der Tatsache, daß es für 15 USD Spende einen Steam Downloadcode für das fertige Produkt gibt, solltest Du über Deinen Schatten springen und das Spiel inklusive Vorkasse schon mal bestellen.
    Ansonsten solltest Du Dir vielleicht überlegen, so Äußerungen wie Deinen letzten Satz zu sparen, da Du anscheinend nicht bereit bist zu einer Änderung der Situation beizutragen. Worten sollte man normalerweise Taten folgen lassen.

  7. Re: Her mit den Kleinen, weg mit den Grossen

    Autor: derKlaus 17.02.12 - 20:56

    Tantalus schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Den einzigen großen Knackpunkt sehe ich darin, dass die
    > "ordnungsgemäße" Verwendung der Gelder nicht kontrolliert werden kann
    > (ausser ich hab was übersehen).
    Du bekommst ja was für Deine Spende. Insofern könnte man das auch so sehen, daß man halt eine Vorbestellung mit Vorkasse macht. Gerade bei Software sollte da zumindest 'irgendwas' dabei rauskommen. Und angesichts der Tatsache, daß eine Stuss-Software wie Tune-Up Utillities etwa 30 Euro kostet, könnte das von mir aus ein Ascii Nachbau des Windows Taschenrechners sein und ich wär zufrieden.

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