1. Foren
  2. Kommentare
  3. Games
  4. Alle Kommentare zum Artikel
  5. › Twitter & Reddit: Viele Berichte über…

Der Autor sollte seine Fromulierungen hinterfragen!

Am 17. Juli erscheint Ghost of Tsushima; Assassin's Creed Valhalla und Watch Dogs Legions konnten wir auch gerade länger anspielen - Anlass genug, um über Actionspiele, neue Games und die Next-Gen-Konsolen zu sprechen! Unser Chef-Abenteurer Peter Steinlechner stellt sich einer neuen Challenge: euren Fragen.
Er wird sie am 16. Juli von 14 Uhr bis 16 Uhr beantworten.
  1. Thema

Neues Thema Ansicht wechseln


  1. Der Autor sollte seine Fromulierungen hinterfragen!

    Autor: TM19 29.06.20 - 19:12

    Die Überschrift ist eine bildniveaulose Frechheit. "Viel Mini-Metoo" erinnert mich an die "Dönermorde" der Bild: Wird sexuelle Belästigung oder versuchte Vergewaltung weniger schlimm, sobald es sich um Frauen handelt, die nicht prominent genug sind?

    Hier ein Kommentar, den der Autor sich durchlesen sollte, um seine Formulierungen zu hinterfragen:
    >Sprache beeinflusst das Denken und umgekehrt, das ist nicht erst seit George Orwell bekannt. Ich fände es schön, wenn man sich das von Zeit zu Zeit mal bewusst macht und auch einzelne Formulierungen prüft. Es lohnt sich sensibel für sowas zu sein und manchmal sind es die kleinen Gesten, die helfen. Mich macht es wirklich sehr betreten, weiterhin Berichte wie „Und es hört einfach nicht auf“ lesen zu müssen
    Quelle: dasnuf.de

  2. Re: Der Autor sollte seine Fromulierungen hinterfragen!

    Autor: Kawim 29.06.20 - 19:15

    TM19 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die Überschrift ist eine bildniveaulose Frechheit. "Viel Mini-Metoo"
    > erinnert mich an die "Dönermorde" der Bild: Wird sexuelle Belästigung oder
    > versuchte Vergewaltung weniger schlimm, sobald es sich um Frauen handelt,
    > die nicht prominent genug sind?
    >
    > Hier ein Kommentar, den der Autor sich durchlesen sollte, um seine
    > Formulierungen zu hinterfragen:
    > >Sprache beeinflusst das Denken und umgekehrt, das ist nicht erst seit
    > George Orwell bekannt. Ich fände es schön, wenn man sich das von Zeit zu
    > Zeit mal bewusst macht und auch einzelne Formulierungen prüft. Es lohnt
    > sich sensibel für sowas zu sein und manchmal sind es die kleinen Gesten,
    > die helfen. Mich macht es wirklich sehr betreten, weiterhin Berichte wie
    > „Und es hört einfach nicht auf“ lesen zu müssen
    > Quelle: dasnuf.de

    Deine sexistischen Formulierungen solltest du vielleicht erst mal selbst hinterfragen. Offenbar willst du gerne den Eindruck vermitteln, dass so etwas nur Frauen trifft und Männer immer die Täter sind, obwohl Männer in der Gesellschaft ohnehin die ungünstigere Position haben und immer automatisch als Täter gesehen werden, selbst wenn sie in Wahrheit Opfer der Umstände sind.

  3. Re: Der Autor sollte seine Fromulierungen hinterfragen!

    Autor: Pantsu 29.06.20 - 20:12

    Solange es nicht vor Gericht geht, braucht man dieses neue Meetoochen auch nicht ernstnehmen, genauso wie alle anderen Haschtage und Aufschreie.
    Man könnte es ja anzeigen und dann würde sich das klären, aber erstmal öffentlich breittreten ist ja einfacher, diese Beschuldigungen können erstmal ungeprüft die Runde machen und jeder kann seinen Senf dazugeben. Und dann, wenn es doch zur Anzeige kommt, wird es natürlich unbefangen geklärt ... Wir kommen Black Mirror immer näher, da reichen die alten Schinken des frühen 20sten Jahrhunderts auch nicht mehr aus. Jeder kann sich über jeden öffentlichkeitswirksam beschweren, das Private existiert nicht mehr, Rechte sowieso nicht, dafür ist es meistens zu spät.
    Meinungsäußerung kann ja sein, aber wer sich irgendwie kriminell angegangen fühlt, der sollte das auch auf dem Rechtsweg verfolgen. Danach kann man ja immer noch rumjammern (was auch passiert).



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 29.06.20 20:14 durch Pantsu.

  4. Re: Der Autor sollte seine Fromulierungen hinterfragen!

    Autor: Peter V. 29.06.20 - 20:39

    TM19 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die Überschrift ist eine bildniveaulose Frechheit. "Viel Mini-Metoo"
    > erinnert mich an die "Dönermorde" der Bild: Wird sexuelle Belästigung oder
    > versuchte Vergewaltung weniger schlimm, sobald es sich um Frauen handelt,
    > die nicht prominent genug sind?
    >
    > Hier ein Kommentar, den der Autor sich durchlesen sollte, um seine
    > Formulierungen zu hinterfragen:
    Vielleicht sollten die Menschen mal ihre eigene Einstellung hinterfragen, warum muss man eigentlich immer Dauerempört sein? Warum muss man Texte immer soweit uminterpretieren, bis man irgendwas zum daran aussetzen findet? Wir werden sehen, ob sich überhaupt einer der Vorwürfe bestätigt, denn sehr oft tun sie es nicht.

  5. Re: Der Autor sollte seine Fromulierungen hinterfragen!

    Autor: Moridin 29.06.20 - 20:46

    Der TE sollte eher seinen Beitrag hinterfragen.

    Die Begriffe Mord und Metoo gleichzusetzen, ist vollkommen unpassend - sie haben so ganz und gar nichts gemeinsam.
    Ein Mord ist eine Straftat.
    Metoo ist eine gesellschaftliche Bewegung, die eine Reaktion auf Handlungen darstellt, die nach Meinung ihrer Anhänger nicht ausreichend bestraft werden.

    Der Autor hat mit seiner Formulierung ausdrücken wollen, dass die gesellschaftliche Reaktion auf diese Vorgänge eher zurückhaltend ist.
    Der Beitrag des TE ist ein schönes Beispiel der immer mehr um sich greifenden Empörungskultur - ein wertvolles Mitglied der Gesellschaft kann nur sein, wer sich aufregt. Da kann die Argumentation schonmal auf der Strecke bleiben. Das ist viel mehr BILD als der eigentliche Artikel.

  6. Re: Der Autor sollte seine Fromulierungen hinterfragen!

    Autor: Hotohori 29.06.20 - 21:06

    Moridin schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Der TE sollte eher seinen Beitrag hinterfragen.
    >
    > Die Begriffe Mord und Metoo gleichzusetzen, ist vollkommen unpassend - sie
    > haben so ganz und gar nichts gemeinsam.
    > Ein Mord ist eine Straftat.
    > Metoo ist eine gesellschaftliche Bewegung, die eine Reaktion auf Handlungen
    > darstellt, die nach Meinung ihrer Anhänger nicht ausreichend bestraft
    > werden.
    >
    > Der Autor hat mit seiner Formulierung ausdrücken wollen, dass die
    > gesellschaftliche Reaktion auf diese Vorgänge eher zurückhaltend ist.
    > Der Beitrag des TE ist ein schönes Beispiel der immer mehr um sich
    > greifenden Empörungskultur - ein wertvolles Mitglied der Gesellschaft kann
    > nur sein, wer sich aufregt. Da kann die Argumentation schonmal auf der
    > Strecke bleiben. Das ist viel mehr BILD als der eigentliche Artikel.

    +1

    Bemerke ich leider auch immer öfters und es nervt mich extrem, weil es eben meist der Sache absolut null dienlich ist, im Gegenteil, meist schadet es dem Ziel noch.

    Man erreicht nichts, wenn man Leute mit so etwas nervt, weil dann stellen sie irgendwann automatisch auf Durchzug. Ich war bei einem anderen Thema auch schon kurz davor, bis ich erkannt habe wo das Problem eigentlich lag, nicht am Thema sondern an manchen Leuten, die eigentlich für das Thema kämpfen sollten...

  7. Re: Der Autor sollte seine Fromulierungen hinterfragen!

    Autor: zilti 29.06.20 - 21:45

    TM19 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > >Sprache beeinflusst das Denken und umgekehrt, das ist nicht erst seit
    > George Orwell bekannt. Ich fände es schön, wenn man sich das von Zeit zu
    > Zeit mal bewusst macht und auch einzelne Formulierungen prüft. Es lohnt
    > sich sensibel für sowas zu sein und manchmal sind es die kleinen Gesten,
    > die helfen. Mich macht es wirklich sehr betreten, weiterhin Berichte wie
    > „Und es hört einfach nicht auf“ lesen zu müssen
    > Quelle: dasnuf.de

    Dieser Blödsinn (Sapir-Whorf-Hypothese) ist längst widerlegt.

  8. Re: Der Autor sollte seine Fromulierungen hinterfragen!

    Autor: divStar 30.06.20 - 00:06

    Lol... erst einmal sollten diese Menschen Klage einreichen - damit man wenigstens glauben kann, dass da überhaupt etwas anderes als Rufmord dabei ist...

  9. Re: Der Autor sollte seine Fromulierungen hinterfragen!

    Autor: burzum 30.06.20 - 00:40

    zilti schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Dieser Blödsinn (Sapir-Whorf-Hypothese) ist längst widerlegt.

    Korrekt, ich würde die Thematik auch, zumindest seitens der Medien wie Golem, auch eher als Framing bezeichnen.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Framing_(Sozialwissenschaften)

    Es ist übrigens interessant, das hier einige kritische Beiträge anderer und auch einer meiner "verschwunden" sind...

    Ash nazg durbatulûk, ash nazg gimbatul, ash nazg thrakatulûk agh burzum-ishi krimpatul.

  10. Re: Der Autor sollte seine Fromulierungen hinterfragen!

    Autor: Dampfplauderer 30.06.20 - 08:39

    Viel interessanter das solche Themen immer dann auftauchen wenn gerade eine BlackLivesMatter Bewegung in den Medien zu präsent ist....

  11. Re: Der Autor sollte seine Fromulierungen hinterfragen!

    Autor: jg (Golem.de) 30.06.20 - 09:11

    Danke für den Hinweis, die Headline ist geändert.

    Juliane Gunardono
    Golem.de

  12. Re: Der Autor sollte seine Fromulierungen hinterfragen!

    Autor: mnementh 30.06.20 - 11:48

    TM19 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > >Sprache beeinflusst das Denken und umgekehrt, das ist nicht erst seit
    > George Orwell bekannt.
    George Orwell hat einen *Roman* geschrieben, in dem die herrschende Klasse diese These *annimmt* und darauf ihr *autoritäres* System baut. Das ist keine Handlungsanleitung.

    IMHO wird diese These viel benutzt um rein symbolische Aktionen zu rechtfertigen. Als: 'Schau, ich habe mein Twitterhandle auf Black Live Matters geändert, damit rette ich jetzt Leben.' Das funktioniert nur mit der These die Sprache hätte so massiven Einfluss auf unser Denken und Leben. Aber in der Realität nutzen es Firmen und zu demonstrieren wie sehr sie sich kümmern, aber nutzen beispielsweise immer noch Konfliktrohstoffe, ein Problem an dem ganz, ganz real Menschen sterben, und diese überwiegend schwarzer Hautfarbe. Daher halte ich alle oberflächlichen Solidaritätsbekundungen zu BLM von Firmen die Konfliktrohstoffe einsetzen (also eigentlich alle die mit Elektronik handeln) für blanken Hohn.

    Vielleicht sollten wir uns also erst einmal dafür einsetzen wirklich etwas in der gesellschaft zu ändern, bevor wir uns der Sprache zuwenden.

  1. Thema

Neues Thema Ansicht wechseln


Um zu kommentieren, loggen Sie sich bitte ein oder registrieren Sie sich. Sie müssen ausserdem in Ihrem Account-Profil unter Forum einen Nutzernamen vergeben haben. Zum Login

Stellenmarkt
  1. über duerenhoff GmbH, Raum Wuppertal
  2. Viega Holding GmbH & Co. KG, Attendorn
  3. über duerenhoff GmbH, Raum Düsseldorf
  4. über duerenhoff GmbH, Raum Berlin

Golem pur
  • Golem.de ohne Werbung nutzen

Anzeige
Top-Angebote
  1. 1.656,19€ (Bestpreis!)
  2. (aktuell u. a. WD Blue SN550 NVMe 1 TB für 112,10€, Crucial MX500 1TB SSD für 98,45€, Seagate...
  3. (u. a. Deal des Tages: Honor MagicBook 15 15,6 Zoll Full-HD-IPS Ryzen 5 für 548,53€, Asus ROG...
  4. (u. a. be quiet! Dark Rock Pro TR4 CPU-Kühler für 62,90€, be quiet! Dark Base Pro 900 rev.2 Big...


Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Apple Silicon: Eigene Mac-GPU statt AMD- oder Nvidia-Grafik
Apple Silicon
Eigene Mac-GPU statt AMD- oder Nvidia-Grafik

Geforce und Radeon fliegen raus - zumindest in Macs mit Apple Silicon statt Intel x86.

  1. Developer Transition Kit Apples A12Z trotz Emulation flotter als Snapdragon 8cx

Notebooks unter 400 Euro im Test: Duell der drei Discounter-Laptops
Notebooks unter 400 Euro im Test
Duell der drei Discounter-Laptops

Sind preiswerte Notebooks wirklich so schrecklich? Golem.de hat drei Geräte für unter 400 Euro getestet. Dabei: Acer, Medion und Trekstor.
Ein Test von Oliver Nickel

  1. Linux-Laptop System 76 bringt mobile Ryzen-Workstation
  2. Pinebook Pro im Test Der 200-US-Dollar-Linux-Laptop für Bastler
  3. Gigabyte Aero 15 Studio im Test OLED-Notebook mit cleverem Nutzer-Support

PC-Hardware: Das kann DDR5-Arbeitsspeicher
PC-Hardware
Das kann DDR5-Arbeitsspeicher

Vierfache Kapazität, doppelte Geschwindigkeit: Ein Überblick zum DDR5-Speicher für Server und Desktop-PCs.
Ein Bericht von Marc Sauter