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Vermutlich brisante Zahlen
Autor: twothe 30.04.19 - 12:00
Das Anno 1800 erfolgreich ist glaube ich ungesehen, ich vermisse seit Release-Tag einige meiner Kollegen... Andererseits dürfte es sehr interessant sein zu erfahren, wie viel Umsatz der Epic-Store mit dem Titel gemacht hat, und das wird vermutlich auch der Grund sein, warum Zahlen noch nicht veröffentlicht wurden.
Zur Erinnerung: Anno 1800 war erst auf Steam verfügbar, wurde dann aber noch vor Release exklusiv von Epic aufgekauft, so dass Vorbesteller zwar den Titel noch auf Steam bekommen haben, aber ab Release konnte man ihn nur noch im Epic Store kaufen. Wie erfolgreich der Epic Store aber ist, da gibt es große Zweifel. Bei den Kunden ist er definitiv nicht beliebt, und Epic hat sich auch alle Mühe geben die Kunden zu vergraulen.
Als ob die Exklusiv-Titel nicht schon nervig genug wären, gab es auch zahlreiche Hinweise über das Ausspähen der PCs. Andere Firmen die Exklusiv zu Epic gewechselt sind melden katastrophale Zahlen, so schreibt beispielsweise der Hersteller von Satisfactorio - einem von Factorio-Fans heiß erwarteter 3D Klon - das es gerade mal 9 Verkäufe am Release-Tag im Epic Store gab.
Sollte jetzt auch Anno 1800 schlechte Verkaufszahlen im Epic Store melden, dürften sich andere Publisher noch mal gründlich überlegen wie sinnvoll es ist sich exklusiv an Epic zu verkaufen. -
Re: Vermutlich brisante Zahlen
Autor: Fenster 30.04.19 - 12:17
twothe schrieb:
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> Zur Erinnerung: Anno 1800 war erst auf Steam verfügbar, wurde dann aber
> noch vor Release exklusiv von Epic aufgekauft, so dass Vorbesteller zwar
> den Titel noch auf Steam bekommen haben, aber ab Release konnte man ihn nur
> noch im Epic Store kaufen.
Falsch. Es handelt sich - im Gegensatz zu Borderlands oder Satisfactory nicht um einen Exklusivdeal im Epic Store. Das Spiel kann ganz normal im Ubisoft-Store gekauft werden, wo der Publisher dann alles vom Erlös behalten darf.
Ich mag diese vielen Stores auch nicht und habe gern alles bei Steam, aber in dem Fall war es naheliegend, es direkt bei Uplay zu kaufen, anstatt den Umweg über den Epic Store zu gehen.
> Andere Firmen die Exklusiv
> zu Epic gewechselt sind melden katastrophale Zahlen, so schreibt
> beispielsweise der Hersteller von Satisfactorio - einem von Factorio-Fans
> heiß erwarteter 3D Klon - das es gerade mal 9 Verkäufe am Release-Tag im
> Epic Store gab.
Das macht nichts. Denn Epic garantiert den Spieleentwicklern Mindestabnahmen.
D.h. sie sagen zum Indie-Entwickler: "Wir garantieren dir, dass du im Epic Store mindestens 300.000 Einheiten verkaufst. Sollte das nicht der Fall sein, dann geben wir dir trotzdem das Geld für 300.000 Einheiten."
Das ist für viele Spieleschmieden ein guter Deal: Sie dürfen von den Verkaufserlösen nicht nur mehr behalten, sondern wenn ihr Spiel ein Flop wird oder es wegen des Epic Stores keiner kaufen will, machen sie dennoch einen garantierten und kalkulierbaren Umsatz.
Siehe dazu auch: https://www.youtube.com/watch?v=ZCgM4n0FxaI
1 mal bearbeitet, zuletzt am 30.04.19 12:19 durch Fenster. -
Re: Vermutlich brisante Zahlen
Autor: rldml 30.04.19 - 12:29
twothe schrieb:
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> [Geschwurbel]
> Andere Firmen die Exklusiv
> zu Epic gewechselt sind melden katastrophale Zahlen, so schreibt
> beispielsweise der Hersteller von Satisfactorio - einem von Factorio-Fans
> heiß erwarteter 3D Klon - das es gerade mal 9 Verkäufe am Release-Tag im
> Epic Store gab.
Zugegeben, die Macher von Satisfactory haben einen eigensinnigen Humor. Allerdings sollte auch einem Epic-Store-Hasser wie dir klar sein, dass diese Zahl nur ein Scherz gewesen sein kann:
https://twitter.com/SatisfactoryAF/status/1122143989061308422
Und nein, es waren auch nicht nur 15 Verkäufe... ;)
Und auch Metro:Exodus hat sich zum gegenwärtigen Zeitpunkt glänzend verkauft, verglichen mit seinen Vorgängern.
Von daher hätte ich tatsächlich mal irgendwelchen ernsthaften Belege, wie schlecht denn die Verkaufszahlen tatsächlich so sind, bei den Epic-Exclusives.
> Sollte jetzt auch Anno 1800 schlechte Verkaufszahlen im Epic Store melden,
> dürften sich andere Publisher noch mal gründlich überlegen wie sinnvoll es
> ist sich exklusiv an Epic zu verkaufen.
Für Publisher isses ne einfache Rechnung: Solange Epic einen Mindestumsatz garantiert, kann es ihnen egal sein, wie viele tatsächlich über Epic kaufen.
Komm' mal aus deiner Steam-Bubble raus, da ist kaum noch Sauerstoff drin und muffig riecht es auch schon!
1 mal bearbeitet, zuletzt am 30.04.19 12:48 durch rldml. -
Re: Vermutlich brisante Zahlen
Autor: IceMuffins 30.04.19 - 13:38
Ich habe den Tweet gesehen und habe mich direkt gefragt, ob ich im Internet jemanden finden werde, der das für eine echte Zahl hält. Ging dann irgendwie doch wieder viel schneller als gedacht, sehr erschreckend.
Ich verstehe den Hass auf diese "Epic-Deals" nicht, was ist an "Steam-Exklusivität" besser? Es ist immer schlecht wenn ein Spiel nur über einen Store digital kaufbar ist, egal ob Origin, Uplay, Epic oder Steam.
Dazu kommt: Steam hat lange geschlafen. Die UI sieht überspitzt gesagt aus wie aus den späten 90ern, dazu eine "überarbeitete" Freundesliste die optisch gar nicht mehr dazu passt. Und die Rezensionen sind für mich auch kein Argument, da steht fast nur Müll drin. Da informiert man sich besser anderweitig oder schaut sich Streams/Videos an.
Fakt ist: Es wird schon lange zeit das Steam richtige Konkurrenten bekommt und unter Druck gerät. -
Re: Vermutlich brisante Zahlen
Autor: Herr Unterfahren 30.04.19 - 13:41
Fenster schrieb:
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> Falsch. Es handelt sich - im Gegensatz zu Borderlands oder Satisfactory
> nicht um einen Exklusivdeal im Epic Store. Das Spiel kann ganz normal im
> Ubisoft-Store gekauft werden, wo der Publisher dann alles vom Erlös
> behalten darf.
Ubi wäre ja auch schön blöd, wenn sie sich von Epic verbieten lassen würden, ihren Kram über den eigenen Store zu verkaufen. Ob da nicht trotzdem ein Deal dafür gelaufen ist, daß sie es eben nicht mehr bei Steam anbieten, bzw. daß abseits des eigenen Shops halöt doch Epic- exklusiv ist?
Oder spekuliert Ubi einfach darauf, daß ihr eigener Crapladen zumindest beliebter ist als Epic, und sie damit die Leute direkt zu sich locken können. Was ihnen ja noch mehr Einahmen bringt als wenn sie die Sweeney- Company beteiligen müssen.
Wobei Ubi ja eh ein ganz spezieller Fall ist. Schließlich kriegt man zu jedem Spiel, ob man es will oder nicht, die Bloatware Uplay mit dazu, incl. Account- Zwang.
> Ich mag diese vielen Stores auch nicht und habe gern alles bei Steam, aber
> in dem Fall war es naheliegend, es direkt bei Uplay zu kaufen, anstatt den
> Umweg über den Epic Store zu gehen.
Jupp. Spart zumindest die Bloatware Epicpstore. -
Re: Vermutlich brisante Zahlen
Autor: countzero 30.04.19 - 14:01
Herr Unterfahren schrieb:
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> Oder spekuliert Ubi einfach darauf, daß ihr eigener Crapladen zumindest
> beliebter ist als Epic, und sie damit die Leute direkt zu sich locken
> können. Was ihnen ja noch mehr Einahmen bringt als wenn sie die Sweeney-
> Company beteiligen müssen.
>
Ich meine irgendwo gelesen zu haben, dass das tatsächlich die Hauptmotivation von Ubisoft ist. -
Re: Vermutlich brisante Zahlen
Autor: Balion 30.04.19 - 14:15
Epic und auch Ubisoft haben einen gemeinsamen chinesischen Nenner. ;)
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Re: Vermutlich brisante Zahlen
Autor: twothe 30.04.19 - 16:51
Fenster schrieb:
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> Das macht nichts. Denn Epic garantiert den Spieleentwicklern
> Mindestabnahmen.
Interessantes Video, danke. Heißt aber auch, dass Epic aktuell Geld verbrennt wie nix um diese Exklusiv-Titel zu bekommen. Denn nur weil sie einem 100k Abnahmen garantieren heißt das ja noch lange nicht, dass auch so viel verkauft wird, sprich: im schlimmsten Fall zahlt Epic drauf.
> Es wird schon lange zeit das Steam richtige Konkurrenten bekommt und unter Druck gerät.
Absolut. Ich spende persönlich lieber an GoG als an Steam, und hoffe auch, dass Steam hier bald mal Konkurrenz bekommt. Exklusiv-Deals sind aber das exakte Gegenteil von Konkurrenz, das ist künstliche Monopolbildung, damit bekommen die Kunden nicht mehr sondern nur die Verkäufer. Und hier kommuniziert Epic ja auch ganz deutlich, dass sie sich für die Käufer der Spiele nicht im geringsten interessiert. Man darf beispielsweise keine günstigeren Keys von anderswo aktivieren, was insbesondere Gamer mit kleinem Geldbeutel ausschließt.
Wenn sich Epic aber jetzt mit dem durchsetzen kann, dann wird es in Zukunft 200 verschiedene Stores mit unterschiedlichen Ausbeutungs-AGBs geben, denn offensichtlich lässts der Kunde ja mit sich machen. Es ist daher aus Sicht eines marktwirtschaftlich denkenden Kunden sehr wichtig, dass Epic hier ordentlich auf die Schnauze fällt, damit der Fokus auf uns - den Käufern - landet. -
Re: Vermutlich brisante Zahlen
Autor: Anonymer Nutzer 01.05.19 - 16:15
IceMuffins schrieb:
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> Ich habe den Tweet gesehen und habe mich direkt gefragt, ob ich im Internet
> jemanden finden werde, der das für eine echte Zahl hält. Ging dann
> irgendwie doch wieder viel schneller als gedacht, sehr erschreckend.
>
> Ich verstehe den Hass auf diese "Epic-Deals" nicht, was ist an
> "Steam-Exklusivität" besser? Es ist immer schlecht wenn ein Spiel nur über
> einen Store digital kaufbar ist, egal ob Origin, Uplay, Epic oder Steam.
> Dazu kommt: Steam hat lange geschlafen. Die UI sieht überspitzt gesagt aus
> wie aus den späten 90ern, dazu eine "überarbeitete" Freundesliste die
> optisch gar nicht mehr dazu passt. Und die Rezensionen sind für mich auch
> kein Argument, da steht fast nur Müll drin. Da informiert man sich besser
> anderweitig oder schaut sich Streams/Videos an.
>
> Fakt ist: Es wird schon lange zeit das Steam richtige Konkurrenten bekommt
> und unter Druck gerät.
Also mich persönlich stört weniger die Konkurrenz, als die Gedanken die dahinter stehen.
Es wird hier nicht um Kundschaft geworben, sondern nur um Hersteller.
Wir Kunden haben keinerlei Profit vom Epic Store.
Die Einsparungen an der Abgabe an den Store, behalten sich die Firmen ein, zusätzlichen Service wie Speicherstände die auf dem Server gespeichert und über Geräte hinweg synchronisiert werden, sowas wie die Steam Workshops oder Apps um vom PC auf ein anderes Gerät zu streamen gibt es nicht.
Ich kaufe wenn es geht auch lieber auf Gog, aber Steam wird extrem schlecht geredet, obwohl es dem Nutzer weitaus mehr bietet als der Rest.



