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Finanzkrise
Autor: Keridalspidialose 21.09.11 - 15:21
Was passiert denn wenn plötzlich alle ihr Geld haben wollten. Das Finanzsystem ist auch ein Pyramidenspiel. Aber statt es als illegal zu behandeln wird es sogar künstlich durch Steuergelder subventioniert und am Leben erhalten.
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Re: Finanzkrise
Autor: .02 Cents 21.09.11 - 15:28
Überleg mal, was Geld überhaupt ist. Abstraktes Tauschmittel greift sicher zu kurz als Definition. Aus konsumenten Sicht vielleicht am ehesten eine Art Anteilsschein am Bruttosozialprodukt.
Letztlich ist Geld selber aber schon nichts anderes, als das Vertrauen darauf, das man es problemlos gegen "konsumieren" eintauschen kann.
Was passiert, wenn plötzlich niemand mehr glaubt, dass das der Fall ist?
Aber aus irgendeinem Grund hält Otto-Normalverbraucher Geld für eine gute, konkrete und greifbare Sache, das Finanzsystem aber für etwas böses und unheimliches ... was einem zeigen könnte, das Wahrheit und Wahrnehmung eben doch komplett unterschiedliche Dinge sein können. -
Re: Finanzkrise
Autor: Anonymer Nutzer 21.09.11 - 16:39
Der gesamte Kapitalismus besteht als solches :)
Es haben bisher nur keine oder wenige erkannt. Die USA sind längst Pleite. So Pleite dass die Griechen und dere Nationen harmlos ausschauen und die Aussagen der Rating-Agenturen nur als Selbstschutz zum Verwischen der eigentlichen Tatsachen herhalten.
Die erhoffen sich mit solchen Ratings doch auch nur dass die Menschen noch "billiger" werden. -
Re: Finanzkrise
Autor: Anonymer Nutzer 21.09.11 - 16:45
Geld ist Macht oder ein solches Symbol dafür. So haben es seit Jahrhunderten einige Hohlköppe immer betrachtet. Macht haben ist alles.
Und genau da liegt der Fehler am Spiel.
Ansonsten wäre Geld etwas sehr vernünftiges. Aber da gibt es Banken, dann deren unterschiedliche Bewertung des Wertes, was folglich auch zur Zwangsarbeit, Sklavenhaltung, Unterdrückung ganzer Kulturen und Kinderarbeit führte.
Gegen Banken und Bürokraten sind sämtliche Diktutoren, Führer und wie diese Schwachköppe sich sonst noch bezeichnen haben, harmlos. Zudem es ohne jene diese niemals gegeben hätte. -
Re: Finanzkrise
Autor: admin666 21.09.11 - 17:44
firehorse schrieb:
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> Gegen Banken und Bürokraten sind sämtliche Diktutoren, Führer und wie diese
> Schwachköppe sich sonst noch bezeichnen haben, harmlos. Zudem es ohne jene
> diese niemals gegeben hätte.
Diktatoren gab es lange vor Banken. z.Bsp. Attila oder alle Pharaonen oder ....
und keine Bank ist so schlimm wie der "Führer".
Achte deiner Worte, sonst könnte dir der Gesetzgeber Verharmlosung vorwerfen, was du sicher nicht möchtest.
1 mal bearbeitet, zuletzt am 21.09.11 17:44 durch admin666. -
Re: Finanzkrise
Autor: /mecki78 21.09.11 - 18:06
Keridalspidialose schrieb:
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> Was passiert denn wenn plötzlich alle ihr Geld haben wollten.
Wo ist denn ihr Geld im Moment? Ich meine, sie wollen es haben, bedeutet ja, dass sie es im Moment nicht haben, oder? Wer hat es denn?
/Mecki -
Re: Finanzkrise
Autor: scinaty 21.09.11 - 18:26
/mecki78 schrieb:
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> Keridalspidialose schrieb:
> ---------------------------------------------------------------------------
> -----
> > Was passiert denn wenn plötzlich alle ihr Geld haben wollten.
>
> Wo ist denn ihr Geld im Moment? Ich meine, sie wollen es haben, bedeutet
> ja, dass sie es im Moment nicht haben, oder? Wer hat es denn?
es existiert nicht:
http://www.youtube.com/watch?v=ziSbDgz_TGU -
Re: Finanzkrise
Autor: /mecki78 21.09.11 - 19:11
scinaty schrieb:
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> es existiert nicht:
Das spielt doch aber auch gar keine Rolle. Warum sollte irgendwer Bargeld haben wollen? Um sich damit sein Kopfkissen auszustopfen? Der Betrag auf meinem PayPal Konto sind nur ein paar Bits und Bytes, sie existieren real nicht, aber wenn ich mir damit einen Computer bei eBay kaufe, dann ist der real. Wozu sollte irgend jemand Geld haben wollen, wenn nicht deswegen, um es in Waren einzutauschen? Solange ich mein "nicht existentes" Geld in Waren eintauschen kann, gibt es kein Problem. Und die Waren behalten auch dann einen Wert, wenn alles andere Geld ihn verliert, nur ist er dann schwerer zu taxieren. Bargeld anhäufen war noch nie eine gute Idee. Wenn du unendlich reich bis, kauf dir Immobilien, Edelmetalle und Anteile an Firmen; aber Vorsicht bei letzteren: Nur Firmen, die egal wie schlecht es der Wirtschaft geht, etwas produzieren können, das, egal wie schlecht es den Menschen geht, dennoch von ihnen gebraucht wird. Also keine Firmen die reine Luxusartikel herstellen, die eigentlich kein Schwein braucht und deren Rohstoffe so aufwendig zu fertigen sind, dass es weltweit nur sehr wenige Zulieferer gibt.
/Mecki
1 mal bearbeitet, zuletzt am 21.09.11 19:12 durch /mecki78. -
Re: Finanzkrise
Autor: /mecki78 21.09.11 - 19:38
scinaty schrieb:
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> es existiert nicht:
> www.youtube.com
Ach ja, und noch was: Das Video was du verlinkt hast, erklärt zwar tatsächlich reale Fakten, aber mit einem sehr bösartigen Unterton. Es erinnert teilweise an eine Rede, die ein gewisser Adolf mal gehalten hat zum Thema Gold und das ist eine Tendenz, die ich gar nicht mag. Schon damals hat sich jemand durch Angst schüren bei der Bevölkerung an die Macht geputscht und was dabei heraus kam, das wissen wir alle, war alles andere als schön.
Wenn du ein Video brauchst, das das ganze System deutlich neutraler und vor allem deutlich kompakter erklärt, versuch's mal hiermit:
http://www.youtube.com/watch?v=7Rd-Gbg7EbA
Ab ca. 4:00 bis 9:18.
Wichtig ist dabei vor allem eine Kernaussage, die deinem Video fehlt: Solange sich alle vertrauen, solange jeder das Geld benutzt um einen Mehrwert zu schaffen und die im Umlauf befindliche Geldmenge durch Waren gedeckt ist, und solange dann auch die Kredite an die Banken zurück gezahlt werden (oder die Banken bei Zahlungsunfähigkeit etwas mit vergleichbaren Wert bekommen), solange funktioniert das System tadellos. Das System hat immer nur dann ein Problem, wenn die Rahmenbedingungen nicht mehr stimmen. Und der Hauptverantwortliche dafür ist nicht die Wirtschaft, sondern die Regierung, denn die Staatsschulden sind die größten Schulden überhaupt und es sind vor allem Schulden, die sich nicht an die Regeln des obigen Systems halten und damit das System in seinem Kern angreifen.
/Mecki -
Re: Finanzkrise
Autor: Anonymer Nutzer 21.09.11 - 20:01
admin666 schrieb:
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> firehorse schrieb:
> ---------------------------------------------------------------------------
> -----
> > Gegen Banken und Bürokraten sind sämtliche Diktutoren, Führer und wie
> diese
> > Schwachköppe sich sonst noch bezeichnen haben, harmlos. Zudem es ohne
> jene
> > diese niemals gegeben hätte.
>
> Diktatoren gab es lange vor Banken. z.Bsp. Attila oder alle Pharaonen oder
> ....
> und keine Bank ist so schlimm wie der "Führer".
>
> Achte deiner Worte, sonst könnte dir der Gesetzgeber Verharmlosung
> vorwerfen, was du sicher nicht möchtest.
Er schrieb allgemein von Diktaturen, da kannst Du die Nazikeule stecken lassen.
Ihm geht es wohl darum, dass hinter allen Regierungen immer eben einflussreiche Personen/Unternehmen stehen, welche diesen Einfluss aufgrund ihres finanziellen Status haben.
Das zieht sich durch die Antike, über das Mittelalter bis in die Neuzeit. In Rom waren die Equites und Bankiers äusserst einflussreich, weil sie Politikern das Geld geliehen haben (wenn es sich nicht gerade um wohlhabende Familien handelte), um überhaupt aufsteigen zu können.
Im Mittelalter reicht es wohl Fugger zu erwähnen.
In der Neuzeit können wir beispielhaft von den "systemrelevanten" Banken sprechen.
Das Problem sehe ich übrigens nicht im Kapitalismus oder der Finanzwirtschaft, das Problem sehe ich eher darin, dass die Konsequenzen ausbleiben. Normalerweise würde Misswirtschaft in einem Unternehmen zur Insolvenz führen, womit man bereits im Voraus ein fähiges Riskmanagement benötigt.
Staatsgarantien verwässern diesen Effekt, falsche Entscheidungen bleiben folgenlos, womit es keinerlei Anreiz mehr gibt Risiken kaufmännisch vernünftig zu berücksichtigen.
Dies ist nur möglich, da die Verzahnung zwischen Privatwirtschaft und Politik so stark ist wie eh und je.
Genau hierauf wird dein Vorposter angesprochen haben, jedenfalls wäre es meine Interpretation.
Man muss von seinen Mitpostern nicht immer gleich das Schlimmste annehmen, sondern kann sich bemühen, die möglichen Hintergründe des Posts zu ergründen.
Natürlich könnte ich seinen Post auch fehlinterpretieren aber wenigstens habe ich mir die Mühe gemacht eine Interpretation zu wagen. -
Re: Finanzkrise
Autor: Granini 21.09.11 - 20:57
Wieso sollte man sich sein Geld nicht auszahlen lassen können?
Wenn alle sich heute ihr Geld auszahlen lassen wollen, dann druckt die Bundesbank eben wie blöd Geldscheine. Da ist kein Betrug.
1 mal bearbeitet, zuletzt am 21.09.11 20:58 durch Granini. -
Re: Finanzkrise
Autor: Anonymer Nutzer 21.09.11 - 21:26
Granini schrieb:
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> Wieso sollte man sich sein Geld nicht auszahlen lassen können?
> Wenn alle sich heute ihr Geld auszahlen lassen wollen, dann druckt die
> Bundesbank eben wie blöd Geldscheine. Da ist kein Betrug.
Ich vermute, dass Du auf einen anderen Beitrag antworten wolltest? -
Re: Finanzkrise
Autor: kevla 22.09.11 - 09:58
/mecki78 schrieb:
--------------------------------------------------------------------------------
> scinaty schrieb:
> ---------------------------------------------------------------------------
> -----
> > es existiert nicht:
> > www.youtube.com
>
> Ach ja, und noch was: Das Video was du verlinkt hast, erklärt zwar
> tatsächlich reale Fakten, aber mit einem sehr bösartigen Unterton. Es
> erinnert teilweise an eine Rede, die ein gewisser Adolf mal gehalten hat
> zum Thema Gold und das ist eine Tendenz, die ich gar nicht mag. Schon
> damals hat sich jemand durch Angst schüren bei der Bevölkerung an die Macht
> geputscht und was dabei heraus kam, das wissen wir alle, war alles andere
> als schön.
>
> Wenn du ein Video brauchst, das das ganze System deutlich neutraler und vor
> allem deutlich kompakter erklärt, versuch's mal hiermit:
>
> www.youtube.com
> Ab ca. 4:00 bis 9:18.
>
> Wichtig ist dabei vor allem eine Kernaussage, die deinem Video fehlt:
> Solange sich alle vertrauen, solange jeder das Geld benutzt um einen
> Mehrwert zu schaffen und die im Umlauf befindliche Geldmenge durch Waren
> gedeckt ist, und solange dann auch die Kredite an die Banken zurück gezahlt
> werden (oder die Banken bei Zahlungsunfähigkeit etwas mit vergleichbaren
> Wert bekommen), solange funktioniert das System tadellos. Das System hat
> immer nur dann ein Problem, wenn die Rahmenbedingungen nicht mehr stimmen.
> Und der Hauptverantwortliche dafür ist nicht die Wirtschaft, sondern die
> Regierung, denn die Staatsschulden sind die größten Schulden überhaupt und
> es sind vor allem Schulden, die sich nicht an die Regeln des obigen Systems
> halten und damit das System in seinem Kern angreifen.
sorry, aber deine beiden posts sind ganzschön..gelinde gesagt..naiv und schlichtweg falsch.
unser system funktioniert nicht!!!
klar, wenn man die menschen, die für unseren reichtum auf der strecke bleiben MÜSSEN, ausblendet, dann funktioniert das system. vertrauen ist nicht der hauptpunkt, wie sie uns immer wieder gerne vorgaukeln. viel wichtiger sind schwache menschen(-gruppen) ohne lobby, die man kleinhalten kann. ohne diese geht es nicht. wie man diesen aspekt ausser acht lassen kann, wenn man das system erklärt, ist mir schleierhaft.
und dass immer mal wieder riesige unternehmen, auch banken, pleite gehen, nur weil mal jemand sein geld abzieht, zeigt wohl auch mehr als deutlich, dass das system nicht "tadellos" funktioniert.
es funktioniert, ja, aber weder tadellos, noch sehr sozial, global gesehen. ich finde, da gibt es jede menge platz für kritik. -
Re: Finanzkrise
Autor: Anonymer Nutzer 22.09.11 - 18:39
Volltreffer.
Es wurde nur der Name geändert nicht aber die eigentlichen Inhalte korrigiert.
Insofern hat sich nichts wesentliches geändert. -
Re: Finanzkrise
Autor: mcilly 23.09.11 - 12:34
IMHO ein ausgezeichneter Vergleich!



