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Denkfehler

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  1. Denkfehler

    Autor: Hypfer 09.06.15 - 16:17

    Die Vorstellung, man sollte trotzdem sein Geld bekommen obwohl der Spieler mit dem Spiel unzufrieden ist und keinen Spaß hat halte ich für falsch.

    Und wenn auch zufriedene Spieler das Spiel durchspielen und zurückgeben ist es wohl zu kurz oder hat sich die falsche Zielgruppe ausgesucht.
    Normale Menschen machen so etwas nicht wenn sie das Spiel mögen.
    Wer das Spiel nicht mag sollte dafür auch kein Geld bezahlen. Mit welcher Rechtfertigung?

  2. Re: Denkfehler

    Autor: diclonyuus 09.06.15 - 16:23

    Hypfer schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die Vorstellung, man sollte trotzdem sein Geld bekommen obwohl der Spieler
    > mit dem Spiel unzufrieden ist und keinen Spaß hat halte ich für falsch.
    >
    > Und wenn auch zufriedene Spieler das Spiel durchspielen und zurückgeben ist
    > es wohl zu kurz oder hat sich die falsche Zielgruppe ausgesucht.
    > Normale Menschen machen so etwas nicht wenn sie das Spiel mögen.
    > Wer das Spiel nicht mag sollte dafür auch kein Geld bezahlen. Mit welcher
    > Rechtfertigung?

    Diese Argumentation funktioniert nur beispielsweise bei meinem örtlichen Kino sehr schlecht. Wenn ich mir ein paar Minuten von einem Film ansehe und feststelle, dass er mir nicht gefällt, dann kriege ich in den allermeisten Kinos mein Geld auch nicht zurück. Die Rechtfertigung wäre hier wohl, dass das digitale Gut schon konsumiert wurde und man kann zwar die Lizenz zum Weiterbetreiben des Spiels zurückgeben, aber das, was ich schon davon gespielt habe, kann ich nicht aus meinem Kopf entfernen und dem Spielemacher zurückgeben.

    Andererseits denke ich mir auch, dass Spieleentwickler, vor allem Indies, dann wohl auch kulant genug sind um auf diese Rückgaben einzugehen. Vor allem, weil das Gegenteil ja dann mit stark negativer PR verbunden wäre.

  3. Re: Denkfehler

    Autor: Hypfer 09.06.15 - 16:32

    diclonyuus schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Hypfer schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Die Vorstellung, man sollte trotzdem sein Geld bekommen obwohl der
    > Spieler
    > > mit dem Spiel unzufrieden ist und keinen Spaß hat halte ich für falsch.
    > >
    > > Und wenn auch zufriedene Spieler das Spiel durchspielen und zurückgeben
    > ist
    > > es wohl zu kurz oder hat sich die falsche Zielgruppe ausgesucht.
    > > Normale Menschen machen so etwas nicht wenn sie das Spiel mögen.
    > > Wer das Spiel nicht mag sollte dafür auch kein Geld bezahlen. Mit
    > welcher
    > > Rechtfertigung?
    >
    > Diese Argumentation funktioniert nur beispielsweise bei meinem örtlichen
    > Kino sehr schlecht.


    Also wenn du mich fragst sollte das auch im Kino so sein. Wird es zwar niemals, aber eigentlich..

  4. Re: Denkfehler

    Autor: M.Kessel 09.06.15 - 16:51

    Genau so sehe ich das auch. Diese Neuregelung, bzw. Einführung des europäischen Rückgabereches bei Steam wird zu einer Verbesserung der Qualität bei Spielen führen.

  5. Re: Denkfehler

    Autor: wasabi 09.06.15 - 17:09

    > Also wenn du mich fragst sollte das auch im Kino so sein. Wird es zwar
    > niemals, aber eigentlich..

    Ja, genau. Ich finde auch bei Restaurants. Nach ein paar bissen merke ich, dass das nicht mein Fall ist -> Geld zurück. Ich bestelle einen Cocktail für 6¤, nach einem Schluck merke ich,.dass er mir doch nicht gefällt -> Geld zurück. Ich gehe auf ein Konzert, nach dem ersten Lied denke ich "die sind ja live doch nicht so sehenswert" -> Geld zurück. Geisterbahn auf der Kirmes, ich steig aus und es war überhaupt nicht gruselig -> Geld zurück.

  6. Re: Denkfehler

    Autor: theonlyone 09.06.15 - 17:19

    wasabi schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > Also wenn du mich fragst sollte das auch im Kino so sein. Wird es zwar
    > > niemals, aber eigentlich..
    >
    > Ja, genau. Ich finde auch bei Restaurants. Nach ein paar bissen merke ich,
    > dass das nicht mein Fall ist -> Geld zurück. Ich bestelle einen Cocktail
    > für 6¤, nach einem Schluck merke ich,.dass er mir doch nicht gefällt ->
    > Geld zurück. Ich gehe auf ein Konzert, nach dem ersten Lied denke ich "die
    > sind ja live doch nicht so sehenswert" -> Geld zurück. Geisterbahn auf der
    > Kirmes, ich steig aus und es war überhaupt nicht gruselig -> Geld zurück.

    Kannst du tun, nur funktioniert das offensichtlich nicht bei Lebensmitteln.

    Gibst du ein Spiel zurück geht praktisch garnichts verloren und Lizenzschlüssel sind eben auch nur generiert, defakto keine kosten die entstehen, nur entgangener Umsatz.


    Im Restaurant und co. kannst du natürlich auch aus Unzufriedenheit dein Geld zurück verlangen, gerade wenn es halbwegs begründet ist dürfte das völlig legitim sein.

    *Sprich du bestellst etwas und das Essen ist versalzen. Dann beschwerst du dich und wirst wohl dein Geld auch wiederbekommen, wenn du darauf bestehst.
    Schmeckt es dir einfach nur nicht kannst du auch das beanstanden, aber wirst wohl schräg angeschaut.

    Hingegen, wenn dir versprochen wird "Das wird dir schmecken" und dir die Option gegeben wird "Wenn es nicht schmeckt, geld zurück" , dann kannst du das natürlich absolut in Anspruch nehmen.


    So oder so, Spiele sind aktuell so ein massenprodukt, da ist es durchaus angebracht, das ein Hersteller auch einen gewissen eigenen Qualitätsanspruch hat, ergo, man verspricht seinem Kunden das Spiel wird Spaß machen, wenn nicht, gibts das Geld zurück.

    Kann funktionieren, kann aber auch knallhart ausgenutzt werden.

  7. Re: Denkfehler

    Autor: Milber 09.06.15 - 17:29

    wasabi schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > Also wenn du mich fragst sollte das auch im Kino so sein. Wird es zwar
    > > niemals, aber eigentlich..
    >
    > Ja, genau. Ich finde auch bei Restaurants. Nach ein paar bissen merke ich,
    > dass das nicht mein Fall ist -> Geld zurück. Ich bestelle einen Cocktail
    > für 6¤, nach einem Schluck merke ich,.dass er mir doch nicht gefällt ->
    > Geld zurück. Ich gehe auf ein Konzert, nach dem ersten Lied denke ich "die
    > sind ja live doch nicht so sehenswert" -> Geld zurück. Geisterbahn auf der
    > Kirmes, ich steig aus und es war überhaupt nicht gruselig -> Geld zurück.

    Die Linux-Benutzer werden Dir Echt geben. Linux hat eine ganze Generation korrumpiert.

  8. Re: Denkfehler

    Autor: Argh 09.06.15 - 17:30

    Hypfer schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > diclonyuus schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Hypfer schrieb:
    > >
    > >
    > > Diese Argumentation funktioniert nur beispielsweise bei meinem örtlichen
    > > Kino sehr schlecht.
    >
    > Also wenn du mich fragst sollte das auch im Kino so sein. Wird es zwar
    > niemals, aber eigentlich..

    Also ich muss sagen ich hatte bisher Glück im Kino, das eine Mal, als ich einen Film vorzeitig verlassen habe (nach ca. 7 Minuten bei Kill the Boss 2) war der Kinobetreiber so kulant und hat mir das Geld als Gutschein zurückgegeben. Das ist für mich vollkommen legitim, da das Kino so sicher ist, dass ich wieder komme und ich kann dieses Geld für einen anderen Titel ausgeben.

  9. Re: Denkfehler

    Autor: divStar 09.06.15 - 22:38

    Also ich habe in einem Kino hier (recht groß) mal Tickets (3 Stück) für den falschen Film gekauft - was wir erst nach etwa 10 Minuten bemerkt haben. Man hat uns dann kulanterweise Tickets für den Film, den wir sehen wollten, kostenfrei zur Verfügung gestellt (haben aber Überlänge draufgezahlt) und in ca. 1,5 Stunden gings los.

    Ergo: bei Ernstfällen waren sogar ein Kino kulant - da sollte man es auch von Steam erwarten. Rückgabe sollte aber nicht der Regelfall sein und ganz ehrlich: wenn ich mir meine Sammlung an Spielen in der Steam-Library ansehe, wüsste ich kaum ein Spiel, dass ich zurückgeben wollen würde, denn die meisten Spiele, die ich kaufe, sind das Geld wert (zumindest in meinen Augen) und ich habe mich auch vorab informiert.

    Trotzdem bin ich durchaus dafür, dass man nicht einfach so ein Spiel zurückgeben kann bzw. zumindest das System an sich nicht missbrauchen kann. Dennoch: das ist der richtige Weg.

  10. Re: Denkfehler

    Autor: chefin 10.06.15 - 07:08

    theonlyone schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > wasabi schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > > Also wenn du mich fragst sollte das auch im Kino so sein. Wird es zwar
    > > > niemals, aber eigentlich..
    > >
    > > Ja, genau. Ich finde auch bei Restaurants. Nach ein paar bissen merke
    > ich,
    > > dass das nicht mein Fall ist -> Geld zurück. Ich bestelle einen Cocktail
    > > für 6¤, nach einem Schluck merke ich,.dass er mir doch nicht gefällt ->
    > > Geld zurück. Ich gehe auf ein Konzert, nach dem ersten Lied denke ich
    > "die
    > > sind ja live doch nicht so sehenswert" -> Geld zurück. Geisterbahn auf
    > der
    > > Kirmes, ich steig aus und es war überhaupt nicht gruselig -> Geld
    > zurück.
    >
    > Kannst du tun, nur funktioniert das offensichtlich nicht bei
    > Lebensmitteln.
    >
    > Gibst du ein Spiel zurück geht praktisch garnichts verloren und
    > Lizenzschlüssel sind eben auch nur generiert, defakto keine kosten die
    > entstehen, nur entgangener Umsatz.
    >
    > Im Restaurant und co. kannst du natürlich auch aus Unzufriedenheit dein
    > Geld zurück verlangen, gerade wenn es halbwegs begründet ist dürfte das
    > völlig legitim sein.
    >
    > *Sprich du bestellst etwas und das Essen ist versalzen. Dann beschwerst du
    > dich und wirst wohl dein Geld auch wiederbekommen, wenn du darauf
    > bestehst.
    > Schmeckt es dir einfach nur nicht kannst du auch das beanstanden, aber
    > wirst wohl schräg angeschaut.
    >
    > Hingegen, wenn dir versprochen wird "Das wird dir schmecken" und dir die
    > Option gegeben wird "Wenn es nicht schmeckt, geld zurück" , dann kannst du
    > das natürlich absolut in Anspruch nehmen.
    >
    > So oder so, Spiele sind aktuell so ein massenprodukt, da ist es durchaus
    > angebracht, das ein Hersteller auch einen gewissen eigenen
    > Qualitätsanspruch hat, ergo, man verspricht seinem Kunden das Spiel wird
    > Spaß machen, wenn nicht, gibts das Geld zurück.
    >
    > Kann funktionieren, kann aber auch knallhart ausgenutzt werden.

    Sorry, aber das ist ein Trugschluss. Wie bei Lebensmittel sind bei Software alle Kosten bereits bezahlt bevor du es bekommst. Die Lizens ist kein Kostenfaktor mehr, allerhöchstens noch ein Handelsaufschlag drin. Und auch der Handel hat dann schon seine Arbeit gemacht. Und wie man Lebensmittel nicht zurück geben kann, obwohl ja 2 halbe Schnitzel auch wieder ein Ganzes geben und bei Pommes oder Salat man das jederzeit neu portionieren könnte...so funktioniert das nicht.

    Du magst recht haben, es entsteht der Firma kein Schaden wenn du zurück gibst. Aber sie haben alles schon ausgegeben, lange bevor du kaufst. Man kann nunmal nicht alles testen. Auch im Kino sind 98% der Kosten entstanden wenn du dich auf deinen Platz setzt. Der Rest ist praktisch nur noch der Stromverbrauch während du da bist. Und der ist auch gleich, ob nun einer oder 100 im Saal sitzen.

    Auch wenns manche nicht so sehen wollen, wenn wir nicht den Versuch für gutes Entertainment mitbezahlen, wird man irgendwann keines mehr haben. Da man gutes oder schlechtes Entertainment nicht vorhersagen kann. Es gab zu meiner zeit einige Spielklassiker, damit lockt man heute keinen Hund mehr hinter dem Ofen vor. Boulderdash war ein solcher. 1000 Klones gab es. Heute schiebt keiner mehr Steine durch ein Labyrinth. Das macht das Spiel nicht besser und nicht schlechter. Der Geschmack hat sich geändert. Und weil Entwicklung etwas ist das Jahre dauert, müssen wir die Misserfolge mitbezahlen um irgendwann wieder mal den Strassenfeger zu bekommen. Bezahlen wir keine Misserfolge, bleibt nichts über um Erfolge zu produzieren.

  11. Re: Denkfehler

    Autor: alabiana 10.06.15 - 07:56

    Vielleicht sollte Valve etwas einbauen wie: Spielzeit > 1 Std. Dann Spiel nicht umtauschbar.
    Dann kann zumindest jemand der das Spiel gespielt hat es wieder zurückgeben. Und bei wem das Spiel nicht funktioniert der sollte das ja innerhalb der ersten Minuten merken und nicht erst nach 5 Stunden.

  12. Re: Denkfehler

    Autor: Mr.Alarma 10.06.15 - 08:58

    Hypfer schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > diclonyuus schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Hypfer schrieb:
    > >
    > ---------------------------------------------------------------------------
    >
    > > -----
    > > > Die Vorstellung, man sollte trotzdem sein Geld bekommen obwohl der
    > > Spieler
    > > > mit dem Spiel unzufrieden ist und keinen Spaß hat halte ich für
    > falsch.
    > > >
    > > > Und wenn auch zufriedene Spieler das Spiel durchspielen und
    > zurückgeben
    > > ist
    > > > es wohl zu kurz oder hat sich die falsche Zielgruppe ausgesucht.
    > > > Normale Menschen machen so etwas nicht wenn sie das Spiel mögen.
    > > > Wer das Spiel nicht mag sollte dafür auch kein Geld bezahlen. Mit
    > > welcher
    > > > Rechtfertigung?
    > >
    > > Diese Argumentation funktioniert nur beispielsweise bei meinem örtlichen
    > > Kino sehr schlecht.
    >
    > Also wenn du mich fragst sollte das auch im Kino so sein. Wird es zwar
    > niemals, aber eigentlich..


    Ich war im Kino und habe meine Familie eingeladen nur um 10 Minuten von nem Film zu sehen der dann "kaputt" gegangen ist.
    Alle wollten ihr Geld zurück (was sie auch gekriegt haben).
    Ich hab einfach gefragt ob ich meine Adresse und/oder E-Mail da lassen kann und das wir das im laufe der Zeit klären. Eine Woche später habe ich dann doppelt so viele Freikarten in der Post gehabt wie ich Karten gekauft hab (8 Stück).
    Sehr Kulant.

    Nicht mit dieser Frequenz mein lieber.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 10.06.15 09:10 durch Mr.Alarma.

  13. Re: Denkfehler

    Autor: wasabi 10.06.15 - 09:36

    > Ich war im Kino und habe meine Familie eingeladen nur um 10 Minuten von nem
    > Film zu sehen der dann "kaputt" gegangen ist.
    > Alle wollten ihr Geld zurück (was sie auch gekriegt haben).
    > Ich hab einfach gefragt ob ich meine Adresse und/oder E-Mail da lassen kann
    > und das wir das im laufe der Zeit klären. Eine Woche später habe ich dann
    > doppelt so viele Freikarten in der Post gehabt wie ich Karten gekauft hab
    > (8 Stück).
    > Sehr Kulant.

    Sowas ist ja auch ein völlig anderer Fall. Ich hab es mal erlebt, dass man es aus technischen Problemen nicht hinbekommen hat, dass der Film startet. Letztlich haben wir ihn dann mit einer Vepätung von 30 Minuten doch noch komplett gesehen, und trotzdem haben alle einen Gutschein für eine beliebige weitere Kinovorstellung bekommen.

    Aber hier geht es doch um die Situation, dass man nach 10 Minuten sagt "Der Film gefällt mir nicht, ich hätte gern mein Geld zurück".

  14. Re: Denkfehler

    Autor: Bouncy 10.06.15 - 09:57

    wasabi schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ja, genau. Ich finde auch bei Restaurants. Nach ein paar bissen merke ich,
    > dass das nicht mein Fall ist -> Geld zurück. Ich bestelle einen Cocktail
    > für 6¤, nach einem Schluck merke ich,.dass er mir doch nicht gefällt ->
    > Geld zurück. Ich gehe auf ein Konzert, nach dem ersten Lied denke ich "die
    > sind ja live doch nicht so sehenswert" -> Geld zurück. Geisterbahn auf der
    > Kirmes, ich steig aus und es war überhaupt nicht gruselig -> Geld zurück.
    Wieso so durch den Kakao ziehen, was soll das? Zu all dem hat man das Recht und imho sollte man auf dieses Recht auch absolut bestehen. Werbeversprechen haben eingehalten zu werden, Punkt aus.
    Wenn du dir Geld aus der Tasche ziehen läßt, dann läßt du dich schlicht verarschen, jemand der dir einen schlechten Cocktail für 6¤ auftischt der ist ein gieriges *****loch und lacht sich hinterm Tresen einen ins Fäustchen. Und du fühlst dich toll so großzügig zu sein, darüber hinwegzusehen? Irgendwas stimmt da nicht, der Kunde ist König, nachwievor...

  15. Re: Denkfehler

    Autor: DerGoldeneReiter 10.06.15 - 10:01

    wasabi schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Aber hier geht es doch um die Situation, dass man nach 10 Minuten sagt "Der
    > Film gefällt mir nicht, ich hätte gern mein Geld zurück".

    Ja, stimmt. Was ist daran falsch oder absonderlich? Nach 10 Minuten hast du nicht den ganzen Film gesehen, und danach gibt man dir dein Geld nicht zurück. Genauso gibt es bei Steam nach 2 Stunden Spielzeit keine Rückerstattung.
    Dabei beziehe ich NICHT günstige und kurze Spiele mit ein, die unter 2 Stunden durchspielbar sind. Das ist schon wieder eine andere Geschichte und da ist das Problem anders gelagert.

  16. Re: Denkfehler

    Autor: Menplant 10.06.15 - 11:04

    Das ist mal wieder, wie bei den bezahlbaren Mods nicht richtig durchgedacht. Es werden wahrscheinlich genug Menschen sich Spiele kaufen, mit der Absicht diese wieder zurückzugeben. Es geht denen nicht mal unbedingt ums Geld sparen sondern mehr ums Demo spielen.
    Das System ist sehr krude für jedes Spiel einfach mal pauschal 2h Spielzeit zur Verfügung zu stellen. Bei einem RPG hat man dabei naehzu 0 vom Spiel gesehen und einfachere Genres z.B.: Jump&Run's schon beinahe durchgespielt.
    Es würde mich außerdem nicht wundern, wenn man mit mehreren Accounts die Spiele komplett durchspielen kann, indem man seinen Speicherstand weiterreicht.

    Rückgaberecht ist eine tolle Sache, leider lässt es sich viel zu leicht- und wird viel zu oft ausgenutzt. Gerade bei Videospielen hat man doch heute mehr als genug Möglichkeiten sich vorher zu informieren (Let's plays/Gameplay Videos/Walkthrough, Reviews, Nutzerwertungen etc.)

    Hypfer schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Also wenn du mich fragst sollte das auch im Kino so sein. Wird es zwar
    > niemals, aber eigentlich..

    Ich war zwar schon eine Weile nicht mehr im Kino, aber ich bin mir ziemlich sicher das mein nächstgelegenes Kino Geld zurückerstattet, wenn einem der Film in den ersten 15min nicht zusagt (Habe es selbst jedoch noch nie genutzt). Es ist halt dann mit minimalen Aufwand verbunden sein Geld zurückzuverlangen und es würde auf Dauer bestimmt auffallen wenn man das ausnutzt.

    M.Kessel schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Genau so sehe ich das auch. Diese Neuregelung, bzw. Einführung des
    > europäischen Rückgabereches bei Steam wird zu einer Verbesserung der
    > Qualität bei Spielen führen.
    Ich hoffe das war ironisch gemeint.

  17. Re: Denkfehler

    Autor: eiapopeia 10.06.15 - 22:17

    Gibt es schon. Es sind 2 Stunden Spielzeit. Steht auch im Text.

  18. Re: Denkfehler

    Autor: Vanger 11.06.15 - 00:00

    > Sorry, aber das ist ein Trugschluss. Wie bei Lebensmittel sind bei Software
    > alle Kosten bereits bezahlt bevor du es bekommst.
    Nein. Der Zeitpunkt zu denen die Kosten anfallen spielt überhaupt keine Rolle, auch nicht ob die Kosten eine direkte Entsprechung auf der Einnahmeseite hat.

    Entscheidend ist vielmehr die Unterscheidung in Fixkosten und variable Kosten. Fixkosten sind solche, die unabhängig von der abgesetzten Menge anfallen - also egal ob du 100 oder 100.000 Stück verkaufst, die Kosten sind immer gleich. Variable Kosten sind diejenigen, die dann anfallen, und nur dann, wenn du eine Einheit verkaufst - bei 100 Stück also 100x die Kosten, bei 100.000 Stück entsprechend 100.000x die Kosten.

    Software ist ein perfektes Beispiel. Wenn du ein Spiel entwickelst und es über Steam vertreibst hast du ausschließlich Fixkosten. Nehmen wir an die Entwicklung hat 10.000 ¤ gekostet. Ob du dein Spiel nun 100x für 10 ¤ oder 100.000x für 10 ¤ verkaufst ändert an deinen Kosten überhaupt nichts: Es sind immer die 10.000 ¤ Kosten. Das ist Software, die lässt sich unbegrenzt häufig und ohne zusätzliche Kosten vervielfältigen.

    Beim Schnitzel ist das etwas vollkommen anderes. Wenn du 100 Schnitzel für 10 ¤ verkaufst hat das Fleisch dafür (Zahl ist aus der Luft gegriffen) 200 ¤ gekostet. Wenn du 100.000 Schnitzel für 10 ¤ verkaufst, brauchst du aber auch Fleisch im Wert von 200.000 ¤. Das nennt sich variable Kosten.

    Wenn du also dein Schnitzel zurückgeben möchtest (Billig-Fleisch für 2 ¤ ist halt nicht so toll) hat der Schnitzelmann für dein Schnitzel 2 ¤ ausgegeben. Aus seinem Geldbeutel verschwinden also ganz real 2 ¤. Hättest du nie ein Schnitzel bestellt, hätte der Schnitzelmann das Fleisch auch nicht kaufen müssen und hätte diese 2 ¤ nicht verloren.

    Im Kontrast dazu: Wenn du das Spiel zurückgeben möchtest verliert der Entwickler gar nichts. Ihm sind keinerlei Kosten dafür entstanden, dass er dir, dir als einzelnen Kunden, das Spiel verkauft hat. Gibst du das Spiel zurück ist es so als hättest du es schlicht nie gekauft.


    Zum Thema:
    Es wäre wohl sinnvoll ab einem gewissen Preis das Rückgaberecht einzuschränken. Ein Spiel für 2 ¤ erhebt wohl gar nicht den Anspruch, dass es mehr als 2 ¤ Spielspaß liefert - es ist eben mal für zwischendurch. An die konkrete Grenze müsste man sich wohl mit Trial & Error herankämpfen. Spiele die für mehr als 10 ¤ über den Tisch gehen haben aber gefälligst für mehr als 2 Stunden Spielspaß zu liefern - wenn nicht, sind sie ihr Geld schlichtweg nicht wert und das Spiel geht zurück. Das ist auch vollkommen legitim.

  19. Re: Denkfehler

    Autor: Clown 11.06.15 - 11:14

    Hypfer schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die Vorstellung, man sollte trotzdem sein Geld bekommen obwohl der Spieler
    > mit dem Spiel unzufrieden ist und keinen Spaß hat halte ich für falsch.

    Das Problem daran ist wohl der Beweis: Niemand kann mir glaubhaft garantieren, dass er mit einem Spiel unzufrieden ist. Und in Zeiten eines Offline-Modus kann auch niemand garantieren, dass nicht bereits große Teile des Inhalts konsumiert wurden (was dann unabhängig von der Zufriedenheit eben auch Geld kosten muss). Darüber hinaus ist gar nicht geklärt, ab wann denn "Zufrieden" oder "Nicht zufrieden" gilt.

    > Und wenn auch zufriedene Spieler das Spiel durchspielen und zurückgeben ist
    > es wohl zu kurz oder hat sich die falsche Zielgruppe ausgesucht.

    Nö, das zeigt nur, dass die Konsumenten über keinerlei Zahlungsmoral verfügen. "Geiz ist Geil"-Mentalität funktioniert lächerlicherweise auch mit 2-3 Euro Artikeln. Säßen sie selbst am anderen Ende, dann wäre das Geschrei groß.
    Aber grundsätzlich: Wer einen (Indie-)Entwickler um ein paar Euro prellt, ist meines Erachtens einfach nur erbärmlich..

    > Normale Menschen machen so etwas nicht wenn sie das Spiel mögen.
    > Wer das Spiel nicht mag sollte dafür auch kein Geld bezahlen. Mit welcher
    > Rechtfertigung?

    Damit, dass ich für mein Handeln auch verantwortlich bin. Das Internet bietet vielfältige Möglichkeiten mich über ein Spiel vor dem Kauf umfangreich zu informieren. Wenn ich das auslasse, dann muss ich auch mit den Konsequenzen leben.
    Bei Pre-Order Games könnte ich die Argumentation noch nachvollziehen, aber gerade bei längst erhältlichen Indiegames im einstelligen Eurobereich, ist die Rückgabe einfach nur lächerlich.

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