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Hardcore Gamer sind der Nabel der Welt ... denken sie.

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  1. Hardcore Gamer sind der Nabel der Welt ... denken sie.

    Autor: Backbone 21.03.21 - 10:54

    Blizzard wird sich, wie jede andere Firma auch, sehr wohl im Klaren über ihre Kunden sein. Ja, da gibt es die Hardcore Gamer denen man es versucht recht zu machen, die man aber nie wirklich zufrieden gestellt bekommt. Und dann gibt es die anderen 95% der Kunden die ganz andere Ansprüche haben und dabei noch die große Masse des Geldes herein bringen.

    Das Problem ist nicht das der Hersteller die Hardcore Gamer und die tausendprozentigen Fans nicht versteht. Das Problem ist, das diese vergleichsweise sehr kleine Gruppe sich für den Nabel der Welt hält, dabei aber rein finanziell nahezu irrelevant ist.

  2. Re: Hardcore Gamer sind der Nabel der Welt ... denken sie.

    Autor: robinx999 21.03.21 - 11:01

    Aber es ist halt eine sehr Laute Gruppe, aber diesen Effekt gibt es überall. Ob es jetzt die Ultras im Fußball sind, Leute die im Forum gegen oder für etwas argumentieren. Der breiten Masse der Leute ist vieles Egal die wollen unterhalten werden die wollen ihre Produkte günstig kaufen und gut ist es. Gelegentlich wird dann am "Stammtisch" (kann natürlich auch die private Unterhaltung sein) rumgeschimpft was jetzt alles verboten / geändert wird, aber irgendwann wird es akzeptiert genau wie das Glühbirnen Verbot oder das Staubsauger nicht mehr nur mit hohen Wattzahlen werben

  3. Re: Hardcore Gamer sind der Nabel der Welt ... denken sie.

    Autor: LH 21.03.21 - 11:04

    Backbone schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das Problem ist, das diese
    > vergleichsweise sehr kleine Gruppe sich für den Nabel der Welt hält, dabei
    > aber rein finanziell nahezu irrelevant ist.

    Du ignorierst einige wichtige Faktoren im dem Gesamtgefüge. Zum einen ist die Hardcore Gruppe weit größer, als du hier uns glauben machen willst. Das sieht man an dem Erfolg vieler wirklich harter Spiele, aber auch daran, dass auch z.B. in WoW viele der schwierigeren Herausforderungen von einem beachtlichen Teil der Community erledigt werden (wenn man den Statistiken glauben darf).

    Zum anderen ist der Einfluss der Hardcore Spieler auf die gesamte Community oftmals sehr groß, ähnlich wie der Einfluss z.B. von Ultras beim Fußball. Wenn diese kleinere, aber bedeutsame Community eine Entscheidung ablehnt, ist es oftmals durchaus der Fall, dass sich die weniger engagierte größere Gruppe diesen anschließt, und sei es nur, weil sie selbst zumindest Teile der Meinung vertritt, und dies der einzige Weg ist, überhaupt für Veränderungen zu sorgen.

    Generell halte ich diese Diskussion gegen die Kritik auch für Unsinnig. Wir haben vielfach gesehen, dass es funktioniert, und auch, dass es nötig ist. Ohne die laute Kritik hätten wir sicher heute kein Diablo 4 in dieser Art in der Entwicklung, und auch WoW wäre sicher nicht bei Shadowlands gelandet. Auch bei anderen Firmen hat die harte Fankritik oftmals zu deutlichen Verbesserungen geführt.
    Am Ende ist dies eben der einzige Weg, der Spielern bleibt. Wenn Firmen könnten, würden sie für 60 ¤ sonst einfach heiße Luft verkaufen. Nur der Druck der Fans zwingt Firmen dazu, mehr als nur das Mindestmaß zu liefern.

  4. Re: Hardcore Gamer sind der Nabel der Welt ... denken sie.

    Autor: Thunderbird1400 21.03.21 - 11:29

    Backbone schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das Problem ist, das diese
    > vergleichsweise sehr kleine Gruppe sich für den Nabel der Welt hält, dabei
    > aber rein finanziell nahezu irrelevant ist.

    Finanziell nahezu irrelevant? Wow. Erzähl das mal Fromsoftware.

    Ansonsten kann ich mich LHs Aussagen nur uneingeschränkt anschließen.

    Es mag zwar stimmen, dass man mit Casual Games kurz-/ mittelfristig mehr Geld verdienen kann, aber keine ernstzunehmende Firma wird abstreiten, wie wichtig treue Fans für den langfristigen Erfolg sind. Casual Gamer sind nicht treu, die springen wie ein Heuschreckenschwarm von einem Trend zum nächsten.
    Wer aber echten Qualitäts-Content für Core-Gamer produziert, der hat langfristig eine zahlungswillige Fanbase. Man sieht es doch an dem extrem langjährigen Erfolg von WoW. Das sind keine Casual-Spieler, die dieses Spiel so erfolgreich gemacht haben. Das waren (sehr viele) Core-Gamer. Die gleichen Core-Gamer, die auch ein düsteres und anspruchsvolles Diablo 4 wollen und keinen Casual Mobile-Rotz. Eben die Zielgruppe, durch die Blizzard groß geworden ist.



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 21.03.21 11:34 durch Thunderbird1400.

  5. Re: Hardcore Gamer sind der Nabel der Welt ... denken sie.

    Autor: casual_keks 21.03.21 - 11:34

    Ich bin froh über die Hardcore Gamer Community. Denn sie sind mMn der Hauptgrund, warum sich der Konsolen und besonders der PC Spielemarkt, nur langsam dem Zustand des Mobil Gaming annähern. Gibt natürlich auch Ausnahmen wie zb EA Sport.

    Mfg

  6. Re: Hardcore Gamer sind der Nabel der Welt ... denken sie.

    Autor: kjtten 21.03.21 - 11:41

    Das ist richtig, aber in meinen Augen ein kleines bisschen zu kurz gedacht.

    Es sind halt zu einem großen Teil diese "Hardcore Gamer", die Blizzard und ihre Marken überhaupt erst so groß gemacht und ihnen den Kultstatus eingebracht haben, von dem sie heute immer noch zehren.

    Natürlich sollte man nicht dass komplette Business an den Hardcore-Fans ausrichten. Wenn man diese Gruppe aber völlig ignoriert, oder mit halbgaren Produkten gegen sich aufbringt, darf man sich nicht wundern wenn der Status langsam bröckelt und der Name alleine irgendwas nicht mehr reicht um Hype und Käufer quasi aus dem Nichts zu generieren.

  7. Re: Hardcore Gamer sind der Nabel der Welt ... denken sie.

    Autor: GajusTempus 21.03.21 - 12:05

    ich denke mal das größte Problem ist, zu definieren, was "Hardcore-Gamer" wirklich ist.

    Sind es die e-Sports-Größen, die fünf- und sechsstellige Preisgelder (in Korea größtenteils sogar NOCH mehr) einstreichen und zu den 0,01% der Spielern zählen, die mit so ziemlich JEDEM anderen problemlos den Boden aufwischen, sind es die Elite-Gilden und -Gruppen, die ihre Urlaube nach den Releasedaten von neuen Patches, AddOns, DLCs etc. verplanen, sind es die Kellerkinder, die außer am PC sitzen und zocken nichts anderes im Leben zustande bringen oder sind es gar jene Fans, die man wirklich als "Fans" bezeichnen kann, weil sie nämlich einem Entwickler, einem Produkt, einer Marke, die Treue halten?

    Je nachdem, WIE du den Begriff definierst, wird die Antwort anders lauten. Und zur weitaus größeren Gruppe der sogenannten "Casuals" steht jede dieser Gruppen jeweils entweder leicht oder KRASS anders in den Anforderungen und Forderungen dar. ALLEN diesen Gruppen kann man es NIE gleichzeitig recht machen.

  8. Re: Hardcore Gamer sind der Nabel der Welt ... denken sie.

    Autor: Puschie 21.03.21 - 13:06

    Blizzard firmen Philosophie ist doch seid jeher Nischen Themen zum Main Stream zu machen ( Siehe RPG, RTS, MMO - selbst mods für Wacraft 3 oder WoW Addons sind sehr viel einfacher als vergleichbares ). Von der Perspektive aus kann ich den Schritt zum Mobile durchaus verstehen - trotzdem hätte die Leute erwarten müssen, dass auf einer BlizzCon eigentlich nur die Hardcore Spieler anzutreffen sind und man da keine Werbung für Casual Projekte machen sollte.

    Blizzard konnte schon immer sehr gut neue Standards setzten und hatte einen nachvollziehbaren Umgang mit Design Entscheidung. Warum das Ganze nun anders abläuft bzw. nicht richtig kommuniziert wird ist allerdings sehr schade

  9. Re: Hardcore Gamer sind der Nabel der Welt ... denken sie.

    Autor: quineloe 21.03.21 - 13:55

    Was hat hardcore gaming bitte damit zu tun?

    Sorry, mal das aktuelle WoW tutorial gespielt? Das ist darauf ausgelegt, dass ein Betrunkener Amish Bauer das spielen könnte. Jeder Skill wird dir drei Mal erklärt, wenn du ein item upgrade bekommst wirst du von anfang bis ende per tutorial durchgeführt. rucksack aufmachen, charakterbogen aufmachen, item rechtsklicken. JEDES MAL. Bis level 10!

    Und jede dritte Mission gibst du das Spiel aus der Hand und machst eine Quest auf autopilot, wo du in einem god mode Vehikel mobs umbringst, die nie designed wurden normal bekämpft zu werden (wobei diese Krätze schon in TBC angefangen hat) weil das halt so lustig cool theme park ist.

    Der erste "Dungeon" wo man Spiel in der Gruppe lernen soll? Da bekommst du vier perfekt spielende bot-NPCs an die Hand, die den Dungeon für dich clearen, du darfst ein bisschen mitlaufen und deepz machen.

    Aber nein, das nicht zu mögen bedeutet schon, hardcore zu sein. Ich bin absolut kein hardcore gamer, aber auch in Classic konnte ich wieder sehr viel Spaß haben. Weil ich wenigstens selber spielen durfte

    Verifizierter Top 500 Poster!

  10. Re: Hardcore Gamer sind der Nabel der Welt ... denken sie.

    Autor: Niaxa 21.03.21 - 13:58

    Quark. In WoW sind es die massiven Zahlen an Spieler gewesen und das waren vielleicht 5% max, die progress gespielt haben.

  11. Re: Hardcore Gamer sind der Nabel der Welt ... denken sie.

    Autor: violator 21.03.21 - 14:25

    Backbone schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Blizzard wird sich, wie jede andere Firma auch, sehr wohl im Klaren über
    > ihre Kunden sein. Ja, da gibt es die Hardcore Gamer denen man es versucht
    > recht zu machen, die man aber nie wirklich zufrieden gestellt bekommt.

    Nie zufrieden? Macht doch einfach sowas wie Diablo 1 + 2 oder Warcraft 1-3, da waren die sehr zufrieden.

  12. Re: Hardcore Gamer sind der Nabel der Welt ... denken sie.

    Autor: androidfanboy1882 21.03.21 - 14:56

    Die Hardcore Gamer sind doch jene welche die Deluxe / Collector's / Special Editions kaufen.
    Dann das ganze Blizz Merchandise.
    Und die Tickets für die Blizzcons.
    Die stellen doch ein großteil des Social Marketings dar.

  13. Re: Hardcore Gamer sind der Nabel der Welt ... denken sie.

    Autor: Hotohori 21.03.21 - 19:20

    Backbone schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Blizzard wird sich, wie jede andere Firma auch, sehr wohl im Klaren über
    > ihre Kunden sein. Ja, da gibt es die Hardcore Gamer denen man es versucht
    > recht zu machen, die man aber nie wirklich zufrieden gestellt bekommt. Und
    > dann gibt es die anderen 95% der Kunden die ganz andere Ansprüche haben und
    > dabei noch die große Masse des Geldes herein bringen.
    >
    > Das Problem ist nicht das der Hersteller die Hardcore Gamer und die
    > tausendprozentigen Fans nicht versteht. Das Problem ist, das diese
    > vergleichsweise sehr kleine Gruppe sich für den Nabel der Welt hält, dabei
    > aber rein finanziell nahezu irrelevant ist.

    So klein ist die Gruppe nicht wirklich, sie ist nur klein genug damit für Unternehmen meist nur der durchschnittliche Casual Zocker interessant ist.

    Und wenn du schon meist gegen Hardcore Zocker zu ziehen, dann nehme ich mir die Freiheit auch mal raus und ziehe etwas über die Casuals her. ;)

    Was mich ankotzt, und zwar so richtig, ist, dass sich die Casuals, weil sie in der Überzahl sind, einbilden jedes verdammte Spiel auf diesem Planeten müsste für SIE gemacht sein.

    Und das kotzt mich seit über 15 Jahren an, denn im MMORPG Genre durfte man das besonders früh zu spüren kriegen.

    "Wäh, wo muss ich hin? Ich bin zu doof Quest Texte zu lesen!"
    "Wäh, das ist mir zu schwer, macht es leichter!"
    "Wäh, das ist mir zu viel Aufwand, macht es leichter!"
    "Wäh, das ist zu viel Grind!"
    "Wäh, ich hab keine Zeit für ein MMO, aber ich will auch spielen!"
    "Wäh, ich will nur Endcontent spielen, entfernt das leveln/macht es kürzer!"
    "Wäh, ich hab kein Bock auf andere Spieler, macht es Singleplayer freundlicher!"
    "Wäh, ich will kein Abo zahlen!"
    "Wäh, ich bin zu doof für Videospiele, gebt mir einen Story Modus als Schwierigkeitsgrad!"

    Ich hab das mal in einem meiner Blog Artikel "der große MMORPG Spieler Kindergarten" (link) betitelt, dort es aber ein wenig von einem anderen Sichtweise geschrieben, welche hier aber genauso gut gepasst hätte. Inzwischen könnte ich das "MMORPG" auch streichen, da es nun überall so ist.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 21.03.21 19:21 durch Hotohori.

  14. Neulinge bei Videospielen

    Autor: Hotohori 21.03.21 - 19:27

    Ich poste das hier mal extra, weil ich mal eine ernst gemeinte Frage in die Runde werfen will:

    Wie soll ein Neueinsteiger lernen Herausforderungen zu meisten, wenn ihm in Videospielen keine echten Herausforderungen mehr entgegen gestellt werden und er nur noch mit Samthandschuhen angefasst wird, um ihn ja nicht zu frustrieren und so womöglich zu verlieren?

    So kann doch ein Neuling nie richtig lernen was es heißt richtig zu zocken, vielleicht sogar zu lernen was es bedeutet wirklich leidenschaftlich zu spielen, sprich die Herausforderung gar zu suchen, weil er vielleicht mehr Spaß daran hat zu scheitern und es immer wieder zu versuchen bis er es schafft, das aber nie erfahren wird, weil es nur noch wenige Spiele gibt, die das auch anbieten. Bei denen hört man dann aber wieder verstärkt das Gejammer des Casual Spielers, dass es ja so unsagbar schwer wäre und das überhaupt keinen Spaß macht.

    Und wenn ein Neuling nie lernt mit Herausforderungen umzugehen, hat man am Ende nur ein Haufen Nichtskönner als Spieler, die man für immer mit Samthandschuhen anfassen muss. Eine Meisterspieler fällt nun mal nicht vom Himmel sondern muss viel lernen.



    4 mal bearbeitet, zuletzt am 21.03.21 19:29 durch Hotohori.

  15. Re: Hardcore Gamer sind der Nabel der Welt ... denken sie.

    Autor: robinx999 21.03.21 - 19:35

    Tutorials sind eigentlich immer leicht. Zumindest kenne ich es so. Das WoW eigentlich nur im Progress schwer ist, bzw. noch im PvP und ansonsten eher leicht und nur Zeitaufwendig sollte eigentlich mittlerweile bekannt sein. Klar es gibt recht aufwendige Herausforderungen oder die Mythischen Dungeons die in Bestimmten Zeiten abgeschlossen werden müssen, aber letztendlich ist es natürlich die Frage in wie weit man so etwas als schwer bezeichnen soll oder nicht, vieles hängt letztendlich von der Ausrüstung ab und diese zu Farmen ist dann oft Zeitaufwendig

  16. Re: Hardcore Gamer sind der Nabel der Welt ... denken sie.

    Autor: motzerator 21.03.21 - 19:39

    Backbone schrieb:
    -----------------------------
    > Das Problem ist, das diese vergleichsweise sehr kleine Gruppe sich
    > für den Nabel der Welt hält, dabei aber rein finanziell nahezu
    > irrelevant ist.

    Sicher mag es eine kleine Gruppe sein, aber diese ist eben auch sehr
    laut und ihre Ansichten stehen keineswegs immer im Gegensatz zur
    Meinung der schweigenden Mehrheit der Gamer.

    Wer eine Konsole oder einen PC hat und damit gerne zockt, wird sich
    wohl nur im Ausnahmefall über eines der derzeit üblichen Mobilgames
    freuen. Da muss man kein Hardcore Gamer sein, um das zu erkennen.

  17. Re: Hardcore Gamer sind der Nabel der Welt ... denken sie.

    Autor: error126 21.03.21 - 19:39

    ...zumindest bei den großen Publishern.

    Ich bin Kind der 80er und habe somit mehr oder weniger die komplette PC Game Evolution mitbekommen und habe bis 2007 (nahezu) Alles an AAA Titeln gespielt, was es so gab... WoW allerdings aus Selbschutzgründen ausgelassen. Und danach quasi wenig bis nichts mehr, was allerdings in erster Linie der Geburt meines ersten Kindes geschuldet war.
    Mittlerweile würde ich gern mit meinem Sohn das eine oder andere zusammen zocken wollen, aber außer Borderlands fällt mir kein gescheiter AAA Franchise ein im Moment.
    Alles, was bei uns derzeit gut geht, sind Indie Spiele (Factorio, Unrailed...) und es ist für mich ein Trauerspiel, dass von den guten Studios meiner Jugend nur noch Rotz produziert wird. EA boykottiere ich komplett, das ist alles so seelenlos... Von Valve kam seit L4D2 und Portal 2 nichts mehr und Blizzard hat mich bei D3 dermaßen enttäuscht, dass ich mir geschworen habe, dort keine Vollpreistitel mehr zu kaufen. D2 habe ich mit zwei Kumpels ca drei Jahre jedes Wochenende und teilweise unter der Woche im LAN gezockt und buchstäblich tausende Stunden verbracht, aber D3 war einfach nur mies.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 21.03.21 19:52 durch error126.

  18. Re: Hardcore Gamer sind der Nabel der Welt ... denken sie.

    Autor: Hotohori 21.03.21 - 19:54

    robinx999 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Tutorials sind eigentlich immer leicht. Zumindest kenne ich es so. Das WoW
    > eigentlich nur im Progress schwer ist, bzw. noch im PvP und ansonsten eher
    > leicht und nur Zeitaufwendig sollte eigentlich mittlerweile bekannt sein.
    > Klar es gibt recht aufwendige Herausforderungen oder die Mythischen
    > Dungeons die in Bestimmten Zeiten abgeschlossen werden müssen, aber
    > letztendlich ist es natürlich die Frage in wie weit man so etwas als schwer
    > bezeichnen soll oder nicht, vieles hängt letztendlich von der Ausrüstung ab
    > und diese zu Farmen ist dann oft Zeitaufwendig

    Tja, da könnte man jetzt die Diskussion aufmachen was "leicht" selbst eigentlich bedeutet. Bedeutet leicht, dass die Herausforderung leicht genug sind, damit bei einem Spieler keinerlei Panik aufkommt oder bedeutet leicht das es so leicht ist, dass die einzige Herausforderung ist zu lernen wie man das Spiel bedient und das einem so erklärt wird als hätte man einen Intelligenzquotient eines Steins.

    Früher waren Tutorials für mich ganz nützlich um die grundlegenden Mechaniken zu lernen. Bei einem solchen beschrieben Tutorial sorgt es eher dafür, dass ich schnell kein Bock mehr auf das Spiel habe, weil ich mir ständig für absolut dumm verkauft vorkomme und mir dann sehr schnell die Frage stelle: wird sich das überhaupt jemals ändern?

    Nun, die Frage kann ich heute klar mit "nein" beantworten. Als ich vor über 6 Jahren die letzten MMORPGs gespielt habe, kam es oft vor, dass ich so um Level 30 rum mal gefragt habe ob das Spiel eigentlich später mal noch herausfordernder wird, die Antwort war das so gut wie immer die gleiche: ja, aber Level 40 (z.B.) zieht der Schwierigkeitsgrad an... IMMER war ich dann 5+ Level über diesem level und hab nichts davon gemerkt, es war noch immer stink öde.

    Wenn du in einem MMORPG nur noch stirbst, weil das Spiel so langweilig ist, dass du unachtsam wirst und deswegen drauf gehst, dann hast du einfach irgendwann gar kein Bock mehr auf solche Spiele. Später hat es mal die Echtzeit Kampf Mechanik ohne Point and Click etwas rausgerissen, aber das hielt auch nicht lange nach dem immer mehr Entwickler meinten man müsse sich als Held durch ganze Gegnermassen schnetzeln können, weil das scheinbar manchen Spaß bringt... weil ja normales kämpfen wegen dem laschen Schwierigkeitsgrad kein Spaß mehr brachte.

    Das Genre hat sich einfach kaum vorwärts entwickelt, es ist nur immer breiter geworden. Noch immer darf ich mir in MMORPGs anhören, dass ich DER auserwählte Held wäre, auf den die Welt gewartet hat... Ja, so wie alle anderen Helden um mich herum in der Spielwelt der/die "Auserwählte" ist. Wollt ihr mich verarschen? Sehr offensichtlich ja. In dem man Singleplayer Stories in ein MMORPG einbaut.

    Und das schlimme ist auch die Wandlung des Multiplayers... Zu Beginn des Genres hieß es oft ab Level 10: Endstation! Ohne Gruppe geht es hier nicht weiter! Heute? Fast immer dank Quests: Endstation! Mit Gruppe geht es hier nicht weiter! Das Genre ist so Multiplayer feindlich geworden... glaubt man nicht wenn man die Entwicklung des Genres nicht miterlebt hat. Der Großteil ist inzwischen für Singleplayer entworfen, die Multiplayer Spieler kriegen dann einen Teil des Endcontents ab, wo sie die gleichen Instanzen bis zum abkotzen wiederholen dürfen, um Ausrüstung zu kriegen um dann das Gleiche noch mal zu tun. Und Manche nennen das Spielspaß... *würg*



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 21.03.21 19:58 durch Hotohori.

  19. Re: Hardcore Gamer sind der Nabel der Welt ... denken sie.

    Autor: quineloe 21.03.21 - 19:55

    robinx999 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Tutorials sind eigentlich immer leicht. Zumindest kenne ich es so.
    Nur gehen Tutorials eher selten davon aus, dass der Spieler so dumm ist dass man ihm alles 10x sagen muss. Und häufig dauern Tutorials auch nicht 2 stunden.

    > Das WoW
    > eigentlich nur im Progress schwer ist, bzw. noch im PvP und ansonsten eher
    > leicht und nur Zeitaufwendig sollte eigentlich mittlerweile bekannt sein.
    > Klar es gibt recht aufwendige Herausforderungen oder die Mythischen
    > Dungeons die in Bestimmten Zeiten abgeschlossen werden müssen, aber
    > letztendlich ist es natürlich die Frage in wie weit man so etwas als schwer
    > bezeichnen soll oder nicht, vieles hängt letztendlich von der Ausrüstung ab
    > und diese zu Farmen ist dann oft Zeitaufwendig

    Ja, erst mal hinkommen. Mir ist bei level 30 die Lust vergangen ein derart anspruchsloses Spiel zu spielen weil es vielleicht irgendwann anspruchsvoll wird. Gibt ja auch keine Pluspunkte wie Atmosphäre mehr - jede Stadt ist ein Zoo mit den exotischsten und absurdesten Reittieren.

    Verifizierter Top 500 Poster!

  20. Re: Neulinge bei Videospielen

    Autor: Der schwarze Ritter 21.03.21 - 19:57

    Ich gehe noch einen Schritt weiter und frage: Wie soll jemand lernen, Erfolge zu feiern und Niederlagen zum Lernen nutzen, wenn einem alles hinterhergeworfen wird? Das Leben ist kein Ponyhof und je früher man lernt, dass man auch mal scheitern kann und wird(!) desto besser. Ich habe in meinen frühen Konsolentagen Spiele wie Probotector und Ghouls n Ghosts gespielt... die waren halt sauschwer, aber haben einen angespornt, es immer wieder zu versuchen, bis es doch mal klappt. Eine Lektion, die gerade im Arbeitsleben sehr wichtig sein kann.

    Wir hatten mal einen Azubi, der diese Lektion offenbar nie gelernt hat. Dessen Eltern saßen gefühlt jeden Monat mindestens ein mal bei uns und haben sich beschwert, dass das, was wir von ihm verlangen, viel zu schwer sei und er sich deshalb jeden Tag in den Schlaf weinen muss. Unser Ausbilder ist so ziemlich der netteste und freundlichste Mensch, den ich überhaupt kenne. Der schreit nie, der kritisiert ausschließlich konstruktiv und einen besseren Ausbilder kann ich mir kaum vorstellen. Aber der Stoff sei viel zu schwer. Auf den Hinweis, dass das nunmal der bundeseinheitliche Ausbildungsplan sei, wollten sie nicht eingehen und haben darauf bestanden, dass wir das anders machen, sonst beschweren sie sich mit Anwalt bei der IHK. Wir haben dann mit dem Azubi mal ein Gespräch geführt, was genau denn das Problem sei. Stellte sich heraus, er hat keine Ahnung und kein Interesse an IT allgemein und wollte lieber was mit Kunst und Medien machen. Seine Eltern haben ihn aber zu der Ausbildung genötigt... und alle anderen sollen dann mit Samthandschuhen dafür sorgen, dass das sich von allein erledigt. Ganz großes Kino! Besser, man lernt schon bei Spielen seine Frusttoleranz massiv nach oben zu steigern, als es erst im echten Leben auf die harte Tour lernen zu müssen...

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