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Es fehlt der Casual-Mainstream

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  1. Es fehlt der Casual-Mainstream

    Autor: Dwalinn 28.11.19 - 11:04

    Ich bin mir ziemlich sicher das VR eine Massenerscheinung werden wird aber dafür muss der Einstieg in VR sehr simpel sein.

    Das bedeutet das leistungsstarke Geräte (minimales Fliegengitter, gutes FoV, flüssige 90Hz... also aktuelle High End Modelle) günstig Verkauft werden, simpel zu bedienen sind und dabei nicht zu klobig wirken.
    Viel wichtiger ist aber die Einsatzmöglichkeiten neben dem Zocken. Wenn man sich Konzerte oder Sportveranstaltungen in VR angucken könnte würde es die Nützlichkeit enorm steigern. Nur mit ein paar Partygames und hin oder wieder ein AAA Titel lohnt sich VR einfach nicht, da investiert man das Geld eher in einen größeren TV oder besseren Monitor.

  2. Re: Es fehlt der Casual-Mainstream

    Autor: Herr Unterfahren 28.11.19 - 11:07

    Landwirtschafts- Simulator VR

    Damit wird die xbox2 DEEEER Renner!

    *duckundweg*

  3. Re: Es fehlt der Casual-Mainstream

    Autor: MickeyKay 28.11.19 - 13:00

    Ich behaupte mal, es fehlt an der richtigen Immersion.
    Die technischen "Probleme" finde ich jetzt nicht sooo schlimm und ich gehe davon aus, dass die meisten mit der nächsten Generation der Brillen deutlich verbessert werden.
    Zur Immersion: Ein Autorennen wie Dirt Rallye beispielsweise ist in VR sicherlich schon eine ziemlich geniale Angelegenheit, aber ich bin halt fest an das Auto gebunden. Ich habe zu keinem Zeitpunkt das Gefühl, dass ich WIRKLICH in dem Auto sitze. Es ist mehr so, als wenn ich einem 3D-Monitor vor den Auge habe - was ja halt der Wahrheit entspricht.
    Erst wenn ich das Auto selber verlassen kann, um z.B. selber zur Sieger-Ehrung zu gehen, würde es die Immersion extrem steigern.
    Die wenigsten existierenden VR-Spiele nutzen die VR richtig aus. Spielereien mit Touch-Controllern und Manipulation von herumliegenden Objekten reicht da mMn. nicht aus. Beispiel "Blood & Truth": Ich sitze zu einem Verhör in einer Lagerhalle an einem Tisch. Alles was auf dem Tisch liegt kann ich greifen und bewegen. Ich kann sogar ein dort liegendes Foto nehmen und dieses Foto in der Hand unter ein anderes Foto schieben und dieses damit hochheben, wegkippen, wegschieben, usw. Schon toll! Aber zu keinem Zeitpunkt kann ich vom Stuhl aufstehen. Mein Gegenüber reagiert nicht auf mich und spult seine vorprogrammierte Handlung ab.

    Etwas besser macht es z.B. "No Man's Sky VR", aber selbst da wird zwischen Raumschiff und Außenwelt übergeblendet, anstatt dass ich wirklich selber ein- bzw. aussteigen kann. Das ist sicherlich auf Dauer komfortabler, aber auch verliert das Spiel dadurch am "Mittendrin-Gefühl".

    Rollenspiele würden sich ideal eignen für eine perfekte Immersion. Sie sind die Chance auf etwas, dass wie das Star-Trek-Holodeck wirken könnte. Irgendwann einmal. Aber auch hier sehe ich ein großes technologisches Problem: Die NPCs können nicht auf mich reagieren. Sie reagieren nicht auf meine Bewegungen, ich kann nur vorgegebene Dialogzeilen auswählen. So lange ich nicht WIRKLICH mit der KI sprechen und interagieren kann, fehlt mir das Gefühl, mich wirklich in einer fremden Welt zu befinden.
    Und viel fehlt dazu gar nicht mal. Spracherkennungs-KIs werden immer besser und auch die Sprachsynthese klingt bei manchen System schon fast menschlich. Ich könnte mir vorstellen, dass wir in 10 Jahren den ersten Titel sehen (vielleicht sogar schon früher), der wirklich mit mir als Spieler interagieren kann. Dann könnte die VR-Brille auch eine Kamera haben, die mein Gesicht scannt und meine Gesichtszüge auswerten kann. Schaue ich eine Figur böse an, reagiert sie entsprechend, usw.

  4. Re: Es fehlt der Casual-Mainstream

    Autor: Hotohori 28.11.19 - 19:25

    Ja, sehr gute Beispiele, die zeigen wo noch überall Baustellen sind bzw. wie komplex VR Software werden muss um wirklich Präsenz zu bieten.

    Gerade das mit den Rollenspielen und den NPCs zeigt deutlich, was sich da noch alles tun muss und das VR eben nicht normale Spiele + VR ala Skyrim VR sind. Darum ist Skyrim VR auch kein wirklich guter VR Titel.

    Ich könnte mir gut vorstellen, dass ein Rollenspiel bei dem man richtig mit den NPCs interagieren kann, am Ende die KillerApp ist, die VR an die Massen verkaufen kann. Dazu braucht es nicht mal alles was du aufgezählt hast, es reicht schon wenn sich das interagieren natürlich anfühlt, also per Sprache und der NPC reagiert nicht Roboterhaft mit immer dem gleichen Dialog.

    Darum denke ich auch, dass Deep Learning für VR eine extrem wichtige Technologie sein wird. Vielleicht auch in der Form, dass der NPC vom Spieler lernen kann. Zum Beispiel er spielt an deiner Seite und passt sich deinen Kampf Taktiken und deiner Persönlichkeit von ganz allein an. Das könnte man gar so weit treiben, dass der NPC versucht dich zu manipulieren, damit du etwas machst was er will und sei es nur dich dazu zu bringen eine bestimmte Mission zu machen, weil als Belohnung etwas winkt was er gerne hätte bzw. z.B. seiner Aufgabe hilft dich bei deinen Taktiken zu unterstützen.

    Das sind alles Dinge, von denen normale Bildschirm Spieler kaum zu wagen träumen, die für VR aber schon fast Pflicht sind.

    Eines der Probleme von VR ist definitiv, dass zu viele VR Spiele Entwickler mit ihrem Kopf noch zu sehr an 2D Spiel Mechaniken hängen und diese in VR umsetzen.

  5. Re: Es fehlt der Casual-Mainstream

    Autor: MickeyKay 29.11.19 - 12:24

    Selbst ein NPC, der nur so tut, als ob er interagieren würde, wäre schon ein Fortschritt.
    Ich glaube nicht, dass da technisch noch viel fehlt, um solche Spiele möglich zu machen.
    Wie du sagst: Die Entwickler hängen gedanklich noch zu sehr in der 2D-Welt fest...
    Deshalb habe ich 10 Jahre geschätzt. Rein technisch halte ich ein derartiges NPC-Verhalten (wenn auch nur vorgetäuscht) schon jetzt für machbar.

  6. Re: Es fehlt der Casual-Mainstream

    Autor: Hotohori 29.11.19 - 17:26

    Das Problem beim vortäuschen ist, dass wenn ein Spieler nicht so reagiert wie die Entwickler es erwarten dieses vortäuschen sehr schnell vom Spieler erkannt wird und dann ist die Immersion wieder gebrochen. Spätestens wenn man das Spiel ein zweites mal durchspielt und man gewisse Wiederholungen merkt.

  7. Re: Es fehlt der Casual-Mainstream

    Autor: MickeyKay 02.12.19 - 11:50

    Ja, das stimmt natürlich. Aber als schrittweiser Fortschritt würde ich ein solches Verhalten schon begrüßen. Besser auf jeden Fall als so wie es jetzt ist. Und das soll ja auch nicht der letzte Schritt sein. Die Entwicklung würde dann ja weiter gehen. Ist ja auch eine Kostenfrage, wie intelligent und flexibal man die Figuren programmiert. Ich behaupte mal: Sobald die Sprachsynthese flexibel nutzbar ist, lässt sich schon viel machen, da keine Dialogzeilen mehr eingesprochen werden müssen. Dialogoptionen und -variationen, die nur noch als Text gespeichert müssen (plus Metadaten für Aussprache und Betonung) können ja bis ins Unendliche gespeichert werden. Das belegt dann ja überhaupt keinen nennenswerten Speicherplatz mehr!

    Ich kann mich noch damals an meinen persönlichen "Wow"-Moment bei Zak McKracken auf dem C64 erinnern, als mich im Spiel ein Taxi-Fahrer wiedererkannte. Hat vermutlich niemand sonst bemerkt, aber ich war echt weggefegt. Das hatte es vorher noch nicht gegeben. ICH und meine Spielweise haben das Spiel beeinflusst! Wow!

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