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Ist rechtlich nicht ok

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  1. Ist rechtlich nicht ok

    Autor: Müllhalde 26.05.13 - 15:08

    Der Europäische Gerichtshof in Luxemburg hatte im Juli 2012 ein solches Urteil gefällt.
    Der Hersteller einer Software darf nicht an einer Lizenz zweimal abkassieren.

    >> Wie der Europäische Gerichtshof anführt, erschöpft sich das "Recht zur Verbreitung einer Programmkopie in der Union mit dem Erstverkauf dieser Kopie durch den Urheberrechtsinhaber oder mit seiner Zustimmung." Die Rechtinhaber können sich am Ende dem Verkauf nicht widersetzen, wenn sie ihre Software in einem EU-Mitgliedsstaat vertreiben, zumal der Hersteller beim Erstverkauf seine "angemessene Vergütung" erhalten habe.

    / Thread

  2. Re: Ist rechtlich nicht ok

    Autor: Sebbi 26.05.13 - 15:42

    Müllhalde schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Der Europäische Gerichtshof in Luxemburg hatte im Juli 2012 ein solches
    > Urteil gefällt.
    > Der Hersteller einer Software darf nicht an einer Lizenz zweimal
    > abkassieren.
    >
    > >> Wie der Europäische Gerichtshof anführt, erschöpft sich das "Recht zur
    > Verbreitung einer Programmkopie in der Union mit dem Erstverkauf dieser
    > Kopie durch den Urheberrechtsinhaber oder mit seiner Zustimmung." Die
    > Rechtinhaber können sich am Ende dem Verkauf nicht widersetzen, wenn sie
    > ihre Software in einem EU-Mitgliedsstaat vertreiben, zumal der Hersteller
    > beim Erstverkauf seine "angemessene Vergütung" erhalten habe.
    >
    > / Thread

    Was äußerst eigenartig ist, da hier der Zweitnutzer ein Original ohne Verbrauchsspuren erhielt. Eine Lizenz kann ja auch Personen gebunden (Steam und dann auch Xbox) sein, warum sollte das übertragbar sein? Versicherungen sind auch gebunden und nur begrenzt übertragbar ... andere Produkte ebenso.

  3. Re: Ist rechtlich nicht ok

    Autor: Anonymer Nutzer 26.05.13 - 16:27

    Weil ein Spiel, anders als eine "Versicherung", keine reine "Dienstleistung" ansich ist, sondern viel eher ein "Produkt" :-)

    Genauso eben wie auch ein Tisch und so. Da darf der Hersteller auch nicht mehrfach die Hand aufhalten! x)

  4. Re: Ist rechtlich nicht ok

    Autor: KleinerWolf 26.05.13 - 16:45

    höchstens er kauft ihn vorher wieder ein. z.b wie bei Autos.

    Dieses "Verschleiß Argument" bei Spielen hält sich für mich nicht. Dadurch das die Softwareentwicklung sich weiterentwickelt, altert das Produkt, bereits in der Entwicklung und natürlich erst recht danach. Dazu kann das Medium und die Hülle natürlich Verbrauchsspuren erhalten. Videotheken Silberscheiben anyone? Da fragt man sich auch was einige damit treiben.

  5. Re: Ist rechtlich nicht ok

    Autor: Anonymer Nutzer 26.05.13 - 18:40

    Gebrauchsspuren sind scheißegal! Eine Lizenz ist eine Lizenz! Und diese hat keine Begrenzung, soweit der Kunde diese Begrenzung nicht "VOR" dem Kauf also Bezahlung erfahren hat!

    Eine Lizenz Weitergabe darf der Hersteller "nachträglich" nicht einfach unterbinden! Denn das hat Microsoft schon versucht mit der Bindung an den Rechner und hat verloren! Nach Verkauf einer Ware erlischt das Recht des Herstellers, weiter über den "nächsten" Vertriebsweg zu entscheiden!

    Dazu gibt es eine ganz klare rechtliche Regelung!

    Genannt: Erschöpfungsgrundsatz

    http://de.wikipedia.org/wiki/Ersch%C3%B6pfungsgrundsatz

    Zitat: Der Erschöpfungsgrundsatz besagt im Immaterialgüterrecht, dass sich ein Schutzrechtsinhaber (etwa eines Patents, eines Gebrauchsmusters, eines Geschmacksmusters, einer Marke oder eines Urheberrechts) bezüglich dieses konkreten Produkts nicht mehr auf sein Schutzrecht berufen kann, sobald das Produkt mit seinem Einverständnis erstmals in Verkehr gebracht worden ist.

  6. Re: Ist rechtlich nicht ok

    Autor: Anonymer Nutzer 26.05.13 - 18:45

    Und dann gibts da noch den "Erschöpfungsgrundsatz". Zitat:

    Der Erschöpfungsgrundsatz besagt im Immaterialgüterrecht, dass sich ein Schutzrechtsinhaber (etwa eines Patents, eines Gebrauchsmusters, eines Geschmacksmusters, einer Marke oder eines Urheberrechts) bezüglich dieses konkreten Produkts nicht mehr auf sein Schutzrecht berufen kann, sobald das Produkt mit seinem Einverständnis erstmals in Verkehr gebracht worden ist.

    Wurde ein Gegenstand, der auf einer patentierten Lehre basiert, vom Patentinhaber an einen Dritten willentlich verkauft, so darf der Dritte (nicht nur im privaten Bereich) den patentierten Gegenstand weiterverkaufen, ohne dass ihm dies der Patentinhaber gem. § 139 ff. des Patentgesetzes (PatG) in Verbindung mit § 9 PatG verbieten darf.

  7. Re: Ist rechtlich nicht ok

    Autor: Sebbi 26.05.13 - 22:26

    spantherix schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Gebrauchsspuren sind scheißegal! Eine Lizenz ist eine Lizenz! Und diese hat
    > keine Begrenzung, soweit der Kunde diese Begrenzung nicht "VOR" dem Kauf
    > also Bezahlung erfahren hat!

    Ok.

    >
    > Eine Lizenz Weitergabe darf der Hersteller "nachträglich" nicht einfach
    > unterbinden! Denn das hat Microsoft schon versucht mit der Bindung an den
    > Rechner und hat verloren! Nach Verkauf einer Ware erlischt das Recht des
    > Herstellers, weiter über den "nächsten" Vertriebsweg zu entscheiden!

    Man kann aber unterbinden, dass mehrere mit der gleichen Lizenz gleichzeitig ein Produkt nutzen. Sie lassen sich nun eben für die Dienstleistung bezahlen eine Lizenz zu übertragen in dem sie aus dem alten Konto gelöscht wird und damit wieder zur Verfügung steht. Damit haben sie alles nötige erfüllt ... mit dem Preis muss man nicht einverstanden sein, aber so lange das nicht höher als der dann übliche Ladenpreis ist ... who cares? Der nächste Kunde erhält ein vollwertiges, ungebrauchtes Produkt.

    >
    > Dazu gibt es eine ganz klare rechtliche Regelung!
    >
    > Genannt: Erschöpfungsgrundsatz
    >
    > de.wikipedia.org
    >
    > Zitat: Der Erschöpfungsgrundsatz besagt im Immaterialgüterrecht, dass sich
    > ein Schutzrechtsinhaber (etwa eines Patents, eines Gebrauchsmusters, eines
    > Geschmacksmusters, einer Marke oder eines Urheberrechts) bezüglich dieses
    > konkreten Produkts nicht mehr auf sein Schutzrecht berufen kann, sobald das
    > Produkt mit seinem Einverständnis erstmals in Verkehr gebracht worden ist.

    Klar kannst du weiter Kontrolle ausüben. Gerade deshalb gibt es ja Lizenzen ...

  8. Re: Ist rechtlich nicht ok

    Autor: Sebbi 26.05.13 - 22:27

    spantherix schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Weil ein Spiel, anders als eine "Versicherung", keine reine
    > "Dienstleistung" ansich ist, sondern viel eher ein "Produkt" :-)
    >
    > Genauso eben wie auch ein Tisch und so. Da darf der Hersteller auch nicht
    > mehrfach die Hand aufhalten! x)

    Mit dem Argument dürfte ein Spiel oder eine Musik-CD auch nur exakt EINMAL in den Handel verkauft werden, da sonst mehrfach die Hand aufgehalten wird. Komische Vorstellung der Welt ...

  9. Re: Ist rechtlich nicht ok

    Autor: Sebbi 26.05.13 - 22:32

    Es ist richtig, dass Software in gewissem Maße altert. Ein Spiel, dessen Mehrspielermodus nicht mehr funktioniert weil die Server längst abgeschaltet wurden oder das nur noch auf veralteter oder schwer zu beschaffender Hardware läuft, hat damit einen gewissen Verschleiß (allerdings gibt es auch Sammlerstücke).

    In einem gewissen Zeitraum ist eine weiterverkaufte Software(-Lizenz) aber absolut vollwertig und es gibt keinen Unterschied zum Produkt zu dem Zeitpunkt als es auf den Markt kam.

  10. Re: Ist rechtlich nicht ok

    Autor: Anonymer Nutzer 26.05.13 - 22:48

    Du hast nicht begriffen, welche Tragweite der Fakt hat, den ich dir vorgetragen habe, was? Wenn du das Produkt kaufst, dann können die als "Lizenzbedingung" im NACHHINEIN da hinkritzeln was sie lustig sind, es hat keinen rechtlichen Bestand mehr! Wenn dem Kunden keine Lizenzvereinbarung "vor" dem Kauf zugängig gemacht wird, hat der Nutzer uneingeschränktes Nutzungsrecht! Dieses kann er auch jederzeit weiterverkaufen an einen Dritten. Das Vertriebsrecht des Herstellers selbst jedoch erschöpft sich nach dem Verkauf an den Großhändler und damit den ersten Abnehmer! Daß der Hersteller hier also abermals die Hand aufhalten will, dürfte so rechtlich "nicht" legal in Deutschland sein! Denn diese Beschränkung was eine Minderung der Lizenz darstellt, hätte der Käufer vor dem Kauf mitgeteilt werden müssen! Ein Vertrag kann nicht erst nach Unterschrift untergeschoben werden. Ebenso wenig kann Microsoft Geld kassieren und dann zuhause "nachträglich" Bedingungen diktieren. Das haben sie schon mit Windows versucht, welches an ein Gerät gebunden sein soll. Und dann mussten sie eine "kostenlos" erreichbare Hotline einrichten, damit die Kunden aus Deutschland es jederzeit wieder aktivieren können auf einem anderen Gerät! Heißt, Microsoft durfte eben "nicht" einfach die Nutzung einschränken. Geld zu verlangen für eine erneute Freischaltung ist aber eben genau das, eine Einschränkung! Der Käufer darf davon ausgehen, daß mit Kauf ein uneingeschränktes Nutzungsrecht erworben wurde, sofern nicht "vor" Kauf anders vereinbart (Information auf der Packung). Dieses darf er auch jederzeit weitergeben, sofern nicht "vor Kauf" (wie bei Steam über die EULA zB.) vereinbart. Das ist per Gesetz auch so geregelt. Der Hersteller hat also nicht das Recht, "für eine" veräußerte Nutzungslizenz "mehrfach" die Hand aufzuhalten. Soll diese Nutzungslizenz eingeschränkt sein, muss er den Käufer "vor" Kauf darüber informieren. Ansonsten ist diese Einschränkung rechtlich anfechtbar und so nicht erlaubt! :-)

  11. Re: Ist rechtlich nicht ok

    Autor: Anonymer Nutzer 27.05.13 - 00:15

    Sebbi schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > spantherix schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Weil ein Spiel, anders als eine "Versicherung", keine reine
    > > "Dienstleistung" ansich ist, sondern viel eher ein "Produkt" :-)
    > >
    > > Genauso eben wie auch ein Tisch und so. Da darf der Hersteller auch
    > nicht
    > > mehrfach die Hand aufhalten! x)
    >
    > Mit dem Argument dürfte ein Spiel oder eine Musik-CD auch nur exakt EINMAL
    > in den Handel verkauft werden, da sonst mehrfach die Hand aufgehalten wird.
    > Komische Vorstellung der Welt ...

    Ohmann...
    Denken ist nicht so deine Stärke, was? xD
    Es geht um "pro Produkt"! EINE Spiele CD, EIN Tisch, EINE Lizenz! NATÜRLICH kann der Hersteller MEHR als EIN Spielabzug oder Tisch herstellen! -.-

  12. Re: Ist rechtlich nicht ok

    Autor: Sebbi 27.05.13 - 01:34

    spantherix schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Sebbi schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > spantherix schrieb:
    > >
    > ---------------------------------------------------------------------------
    >
    > > -----
    > > > Weil ein Spiel, anders als eine "Versicherung", keine reine
    > > > "Dienstleistung" ansich ist, sondern viel eher ein "Produkt" :-)
    > > >
    > > > Genauso eben wie auch ein Tisch und so. Da darf der Hersteller auch
    > > nicht
    > > > mehrfach die Hand aufhalten! x)
    > >
    > > Mit dem Argument dürfte ein Spiel oder eine Musik-CD auch nur exakt
    > EINMAL
    > > in den Handel verkauft werden, da sonst mehrfach die Hand aufgehalten
    > wird.
    > > Komische Vorstellung der Welt ...
    >
    > Ohmann...
    > Denken ist nicht so deine Stärke, was? xD
    > Es geht um "pro Produkt"! EINE Spiele CD, EIN Tisch, EINE Lizenz! NATÜRLICH
    > kann der Hersteller MEHR als EIN Spielabzug oder Tisch herstellen! -.-

    Doch eigentlich schon. Das Produkt ist aber nicht das Medium auf dem es ausgeliefert wird (im Fall eines Spiels mit Schlüssel), sondern tatsächlich das Spiel selbst, etwas rein digitales. Durch den Gebrauch geht es nicht kaputt und für das Umschreiben des Schlüssels auf eine andere Person kann man durchaus eine Aufwandsentschädigung verlangen ... wenn das zu "Gebrauchtpreisen" führt, die nicht niedriger als der Verkaufspreis sind, dann ist das so.

  13. Re: Ist rechtlich nicht ok

    Autor: Sebbi 27.05.13 - 01:42

    Und hier wird nicht verstanden, dass es durchaus ok ist eine Gebühr dafür zu verlangen, dass die Verknüpfung mit einem Account gelöst und ein Spiel mit einem anderen Account wieder verwendet werden kann. Darüber kann man sich ärgern, aber rechtlich ist das vollkommen ok.

    Grüße

  14. Re: Ist rechtlich nicht ok

    Autor: Anonymer Nutzer 27.05.13 - 03:08

    Sebbi schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Doch eigentlich schon. Das Produkt ist aber nicht das Medium auf dem es
    > ausgeliefert wird (im Fall eines Spiels mit Schlüssel), sondern tatsächlich
    > das Spiel selbst, etwas rein digitales. Durch den Gebrauch geht es nicht
    > kaputt und für das Umschreiben des Schlüssels auf eine andere Person kann
    > man durchaus eine Aufwandsentschädigung verlangen ... wenn das zu
    > "Gebrauchtpreisen" führt, die nicht niedriger als der Verkaufspreis sind,
    > dann ist das so.

    Das siehst du mit dieser ziemlich marktfremden verdrehten Publisher Sichtweise vielleicht so, aber in Realität ist das Produkt "die Lizenz" in dem Falle! Und sofern nicht anders vereinbart vor dem Kauf, gilt diese Lizenz uneingeschränkt! Das bedeutet, sie darf nicht einfach auf einer anderen Konsole deaktiviert werden und der Macher neu die Hand aufhalten dürfen! Denn damit verletzt er den Erschöpfungsgrundsatz, indem er sich "nach" erstmaliger Herausgabe weiterhin regulierend in den Markt einmischt! Wenn der Hersteller so einen Mangel einbaut und der Kunde davon VOR dem Kauf nichts erfährt, hat der Kunde sogar ANSPRUCH auf Schadensersatz/Rücktritt vom Kauf! Da das Produkt unwissentlich mit einem Mangel behaftet war, welcher bei Kauf nicht ersichtlich war. Ebenso hat im Grunde der Hersteller selber für die Freischaltung zu sorgen, genauso wie Microsoft AUCH die Kosten für den Aktivierungsservice ALLEINE tragen muss, OHNE eine weitere Servicepauschale dafür berechnen zu dürfen!

  15. Re: Ist rechtlich nicht ok

    Autor: Anonymer Nutzer 27.05.13 - 03:14

    Sebbi schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Und hier wird nicht verstanden, dass es durchaus ok ist eine Gebühr dafür
    > zu verlangen, dass die Verknüpfung mit einem Account gelöst und ein Spiel
    > mit einem anderen Account wieder verwendet werden kann. Darüber kann man
    > sich ärgern, aber rechtlich ist das vollkommen ok.

    Rechtlich ist dieses Vorgehen MITNICHTEN okay, wenn der Kunde über diesen "Mangel am Produkt" nicht VOR Kauf in Kenntnis gesetzt wurde! Denn sowas kann man in dem Falle daß es dem Käufer vorab nicht mitgeteilt wurde und ihm somit eine Ente untergeschoben wurde dann sogar als Betrug ansehen! Microsoft wollte auch Lizenzen an Geräte binden (Windows an Geräte ID's) und SCHEITERTE vor Gericht damit! Sie mussten einen unentgeltlichen Service anbieten, womit die Kunden ihr Produkt OHNE Servicepauschale bezahlen zu müssen, jederzeit neu aktivieren und somit weiter benutzen durften! Ein Betriebssystem Software mit seiner Lizenz ist genauso wie eine Spielsoftware mit seiner Lizenz ein und das gleiche im rechtlichen Sinne!

    Also entweder wird der Kunde "deutlich" auf diesen Mangel VOR Kauf informiert, erhält ansonsten sein Geld zurück und kann vom Kauf zurücktreten, oder aber Microsoft muss auch hier wieder einen kostenlosen Unlock Service anbieten.

    Eines dieser drei Dinge muss gegeben sein, damit die Sache rechtlich Bestand haben kann!

    Dazu auch ein Urteil vom Bundesgerichtshof, das EINDEUTIG sogar komplett die Einschränkung untersagt!

    Zitat: "Der Bundesgerichtshof entschied nämlich in einem richtungsweisenden Urteil im Jahr 2000, dass der Weiterverkauf von datenträgerbasierter Software grundsätzlich nicht über Lizenzbedingungen von den Herstellern eingeschränkt werden kann."

    Und diese Spiele SIND datenträgerbasierte Software! Eine Bezahlschranke jedoch IST eine Einschränkung, in welcher Weise auch immer und damit so nicht okay!

    Der EUROPÄISCHE Gerichtshof hat die Sache NOCH deutlicher klar für den Verbraucher formuliert:

    http://de.wikipedia.org/wiki/Gebraucht-Software#Urteil_des_Gerichtshofs_der_Europ.C3.A4ischen_Union_vom_3._Juli_2012

    Zitat: "Der EuGH stellt fest, dass gebrauchte Software weiterverkauft werden darf, unabhängig davon, wie sie erworben worden war, dies gilt auch für durch Download gekaufte Software. Muss eine durch Download erworbene Software über das Internet aktualisiert werden, steht dieses Recht auf Aktualisierung auch dem Käufer der gebrauchten Software zu. Der verkaufende Erstkäufer, so der EuGH, darf keine Kopie der Software behalten.[1] Das ausschließliche Verbreitungsrecht des Softwareurheberrechtsinhabers ist, bezogen auf die verkaufte Kopie, erschöpft. Eine Lizenzvereinbarung, welche eine solche spätere Veräußerung untersagt, ist unwirksam.[2][3]"



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 27.05.13 03:23 durch spantherix.

  16. Re: Ist rechtlich nicht ok

    Autor: John2k 27.05.13 - 06:58

    Sebbi schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Was äußerst eigenartig ist, da hier der Zweitnutzer ein Original ohne
    > Verbrauchsspuren erhielt. Eine Lizenz kann ja auch Personen gebunden (Steam
    > und dann auch Xbox) sein, warum sollte das übertragbar sein? Versicherungen
    > sind auch gebunden und nur begrenzt übertragbar ... andere Produkte ebenso.

    Dann dürfte man es vor allem nicht mehr einen Kauf nennen. Es ist dann eher eine Vermietung, Überlassung oder Leasing. Bei einem Kauf wechselt immer irgendwas den Besitzer und gibt ihm die Rechte daran, auch die für den Hersteller ungern gesehenen.

  17. Re: Ist rechtlich nicht ok

    Autor: John2k 27.05.13 - 07:02

    Sebbi schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > In einem gewissen Zeitraum ist eine weiterverkaufte Software(-Lizenz) aber
    > absolut vollwertig und es gibt keinen Unterschied zum Produkt zu dem
    > Zeitpunkt als es auf den Markt kam.

    Doch die Zeit. Nach zwei Wochen ist ein Spiel schon veraltet, da es vom Großteil der Interessierten schon gespielt wurde.

  18. Re: Ist rechtlich nicht ok

    Autor: Anonymer Nutzer 27.05.13 - 07:15

    John2k schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Sebbi schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Was äußerst eigenartig ist, da hier der Zweitnutzer ein Original ohne
    > > Verbrauchsspuren erhielt. Eine Lizenz kann ja auch Personen gebunden
    > (Steam
    > > und dann auch Xbox) sein, warum sollte das übertragbar sein?
    > Versicherungen
    > > sind auch gebunden und nur begrenzt übertragbar ... andere Produkte
    > ebenso.

    > Dann dürfte man es vor allem nicht mehr einen Kauf nennen. Es ist dann eher
    > eine Vermietung, Überlassung oder Leasing. Bei einem Kauf wechselt immer
    > irgendwas den Besitzer und gibt ihm die Rechte daran, auch die für den
    > Hersteller ungern gesehenen.

    Eben! Kauf ist Kauf und wenn man die Nutzungslizenz dann nur gegen Aufpreis weitergeben kann ist das eiskalter Betrug! :-)

    Denn ein Kauf hat eben "keine" Bedingungen, so lange nicht vor der Bezahlung der Kunde auf abweichende Konditionen aufmerksam gemacht wurde. So wie es bei Steam über die EULA zB. passiert, noch bevor man sich Spiele runterladen oder einen Account erstellen kann.

  19. Re: Ist rechtlich nicht ok

    Autor: Anonymer Nutzer 27.05.13 - 07:17

    John2k schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Sebbi schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > In einem gewissen Zeitraum ist eine weiterverkaufte Software(-Lizenz)
    > aber
    > > absolut vollwertig und es gibt keinen Unterschied zum Produkt zu dem
    > > Zeitpunkt als es auf den Markt kam.

    > Doch die Zeit. Nach zwei Wochen ist ein Spiel schon veraltet, da es vom
    > Großteil der Interessierten schon gespielt wurde.

    Eben! Ein Spiel bleibt nicht jung, nur weil es sich nicht abnutzt. Das wäre ja auch eine total absurde Annahme. Auch ein Tisch den man super pflegt und an den kein Krümelchen kommt, ist irgendwann alt. Der Zustand hat überhaupt NICHTS mit dem Alter eines Produktes zu tun und JEDES Produkt altert, auch ein imaterielles! :-)

  20. Re: Ist rechtlich nicht ok

    Autor: ichbinsmalwieder 27.05.13 - 09:51

    Sebbi schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Doch eigentlich schon. Das Produkt ist aber nicht das Medium auf dem es
    > ausgeliefert wird (im Fall eines Spiels mit Schlüssel), sondern tatsächlich
    > das Spiel selbst, etwas rein digitales.

    Oh, da hast du aber mal überhaupt keine Ahnung von der rechtlichen Realität in Deustchland.
    Das Trägermedium IST das Produkt, das verkauft wird!
    Und durch den Kauf des Mediums (!) erhält der Käufer sogar ein rechtlicht zugesichertes Nutzungsrecht an der enthaltenen Software!
    Und gleichzeitig darf der Käufer mit diesem Datenträger machen, wozu er lustig ist (innerhalb der gesetzlichen Schranken), auch weiterverkaufen, letzteres ist ebenfalls rechtlich garantiert.

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