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die Polizei hätte auch sagen sollen sie brauchen die Frequenzen für den Klimaschutz

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  1. die Polizei hätte auch sagen sollen sie brauchen die Frequenzen für den Klimaschutz

    Autor: EWCH 05.11.20 - 12:55

    das scheint das Totschlagargument zu sein um alles durchzukriegen.
    Warum brauchen eigentlich Netzbetreiber Frequenzen, können die nicht über ihre bestehenden Netze kommunizieren ?

  2. Re: die Polizei hätte auch sagen sollen sie brauchen die Frequenzen für den Klimaschutz

    Autor: frhun 05.11.20 - 13:11

    In einem Netzt mit zunehmend dezentraler und unvorhersehbarer Erzeugung (wegen Klimaschutz) ist, vor allem nach einem Totalausfall (vollkommener Netz Zusammenbruch), eine von anderen, in diesem Fall eventuell ebenfalls kompromittierten, Kommunikationsnetzen unabänig zu betreibende Netzinfrastruktur für mich durchaus ein gutes Argument für eigene Frequenzzuweisungen.

    Man braucht die Frequenzen also nicht für, sondern wegen, dem Klimaschutz.

  3. Re: die Polizei hätte auch sagen sollen sie brauchen die Frequenzen für den Klimaschutz

    Autor: quineloe 05.11.20 - 13:45

    EWCH schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > das scheint das Totschlagargument zu sein um alles durchzukriegen.

    Ja klar. Nur nicht eben das notwendige, was gemacht werden müsste um das 1,5°C Ziel zu halten.

    Ein echter Gammon.

    Verifizierter Top 500 Poster!

  4. Re: die Polizei hätte auch sagen sollen sie brauchen die Frequenzen für den Klimaschutz

    Autor: /mecki78 05.11.20 - 13:53

    frhun schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > In einem Netzt mit zunehmend dezentraler und unvorhersehbarer Erzeugung

    - Sollten Anbieter den Stromfluss an den Verteilerstationen messen, statt jedem Haushalt ein SmartMeter aufzuzwingen, denn welcher Haushalt in einem Wohnblock den Strom braucht, ist komplett irrelevant. Es geht nur darum, wo in welcher Zone aktuell wie viel Strom gebraucht wird.

    - Möglichst Kabelverbindungen nutzen, weil die viel schwerer zu hacken sind als Funkverbindungen, da man erst mal physischen Zugriff zum Kabel braucht und nicht einfach mal im Vorbeifahren Schaden anrichten kann. Selbst wenn man es nämlich nicht hacken kann, kann man durch Störfunk jedes Funksystem problemlos in die Knie zwingen und damit Kommunikation unmöglich machen (Denial of Service Angriff).

    - Auf bewährte Infrastruktur setzen, statt irgendwas selber basteln zu wollen, was am Ende meistens schlechter, unsicherer und fehleranfälliger ist. Nicht mehr lange und alles bricht zusammen, wenn 5G Netze zusammen brechen, angesichts der ganzen Dinge, die man jetzt dank 5G realisieren möchte. D.h. diese Netze werden besser überwacht und gewartet als jemals zu vor und wo nötig auch redundant ausgelegt. Das Netz, das Energieversorger hier bauen, wird niemals auch nur im Ansatz bei Sicherheit, Ausfallsicherheit, Geschwindigkeit und Störungsbehebung mithalten können.

    /Mecki

  5. Re: die Polizei hätte auch sagen sollen sie brauchen die Frequenzen für den Klimaschutz

    Autor: frhun 05.11.20 - 14:20

    Antwort an Mecki:
    Ich muss natürlich größtenteils Zustimmen, da die Hoffnung auf ein sinnvoll und sicher ausgelegtes System, wenn nicht unbegründet dann aber doch alles andere als selbstverständlich ist.

    Sinnvoll ist so ein Sytem natürlich nur wenn es aus der rein messenden, hin zur steuernen Rolle erweitert wird. (fürs Stromverbrauch ablesen tun es bestehende Systeme)
    So wäre es schon schön wenn der Netzbetreiber Einfluss auf die Solarinverter, und Großlasten wie Ladeinfrastruktur o.Ä. hätte.
    Damit wäre es langfristig möglich dass Produktionsschwankungen nicht durch erhöhte Bereitstellung aus Speicheranlagen, sondern durch Anpassung des kurzfristigen Verbrauchs, abgefangen werden können. Das würde das Netz ausfallsicherer, und kontrollierbarer machen.
    Nur mit solchen steuerungs Möglichkeiten lässt sich ein Netz mit großteils dezentraler Erzeugung (wovon wir noch weit entfernt sind, und es vermutlich auch nie vollumfänglich haben werden) überhaupt hochfahren.

    Was das Argument mit Kabel > Funk angeht:
    Wenn das so einfach wäre hätten wir schon überall FTTH, oder?

  6. Re: die Polizei hätte auch sagen sollen sie brauchen die Frequenzen für den Klimaschutz

    Autor: Spekulant 05.11.20 - 14:29

    Man könnte auch anders herum argumentieren, dass ein Funknetz, dass auschließlich für die Netzversorger bereit steht, besonders leicht bzw. ziel-orientiert angegriffen werden kann. Ein dezentrales Netz wie das Internet hingegen, wird man nur schwer, komplett lahmlegen können und es dürfte auch schwieriger sein in das Netz der Betreiber einzudringen, wenn dieses ordentlich über virtuelle Netze kommuniziert.

    Es geht den Betreibern in erster Linie darum, dass diese ab 2021 die Solaranlagen der Verbraucher steuern bzw. nach gutdünken abschalten möchten. (EEG Novelle)

    Dass die EU-Richtline ab Juli 2021 sowas eigentlich ausschließt, interessiert die Mafia nicht. Die rechnen nur noch aus, wieviel Schmiermittel an den richtigen Stellen aufgetragen werden muss, damit auch das wieder läuft.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 05.11.20 14:31 durch Spekulant.

  7. Re: die Polizei hätte auch sagen sollen sie brauchen die Frequenzen für den Klimaschutz

    Autor: ibsi 05.11.20 - 14:42

    Spekulant schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Es geht den Betreibern in erster Linie darum, dass diese ab 2021 die
    > Solaranlagen der Verbraucher steuern bzw. nach gutdünken abschalten
    > möchten. (EEG Novelle)
    Bin in dem Thema nicht so drin. Gilt das nur wenn man selbst ins Netz einspeisen möchte oder auch wenn man das nur für sich selber nutzt?

  8. Re: die Polizei hätte auch sagen sollen sie brauchen die Frequenzen für den Klimaschutz

    Autor: frhun 05.11.20 - 14:43

    Die Idee ist wohl hauptsächlich dass im Fall der fälle, auf die Netzzugänge DSL und 3G/4G/5G/... kein absoluter Verlass ist. Die Batterien an Funktürmen halten definitiv keinen Tag, und ohne Stromnetz, wird es bei DSL o.Ä. ganz sicher auch schnell knapp.

    Ausserdem gilt natürlich noch dass diese Frequenzen mit einer geringen Datenrate eine viel bessere Chance haben Anschlusskästen in Kellern zu erreichen.

    Ich habe keinen Zweifel dass so ein Netz im Hintergrund dann auch das Internet nutzen wird, alles andere wäre illosorisch.

    Angreifbar ist so ein System immer, aber ein flächendeckender Störangriff auf die Frequenzen ist logistisch nicht machbar.

  9. Re: die Polizei hätte auch sagen sollen sie brauchen die Frequenzen für den Klimaschutz

    Autor: frhun 05.11.20 - 14:46

    ibsi schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Bin in dem Thema nicht so drin. Gilt das nur wenn man selbst ins Netz
    > einspeisen möchte oder auch wenn man das nur für sich selber nutzt?

    Prinzipiell kann dir in deine vom Netz getrennte Inselanlage keiner reinlangen.
    Bist du aber mit dem Netz verbunden, musst du dich dessen Regeln unterwerfen.

  10. Re: die Polizei hätte auch sagen sollen sie brauchen die Frequenzen für den Klimaschutz

    Autor: ibsi 05.11.20 - 14:47

    frhun schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > ibsi schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Bin in dem Thema nicht so drin. Gilt das nur wenn man selbst ins Netz
    > > einspeisen möchte oder auch wenn man das nur für sich selber nutzt?
    >
    > Prinzipiell kann dir in deine vom Netz getrennte Inselanlage keiner
    > reinlangen.
    > Bist du aber mit dem Netz verbunden, musst du dich dessen Regeln
    > unterwerfen.

    Also in Kurz: Nur wenn man selber einspeisen möchte. Danke :)

  11. Re: die Polizei hätte auch sagen sollen sie brauchen die Frequenzen für den Klimaschutz

    Autor: /mecki78 05.11.20 - 14:54

    frhun schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Sinnvoll ist so ein Sytem natürlich nur wenn es aus der rein messenden, hin
    > zur steuernen Rolle erweitert wird.

    Auch dann ist man besser damit bedient, die vorhandenen Mobilfunknetze zu verwenden, statt selber ein Netz dafür aufbauen zu wollen. Denn wenn schon drei große Mobilfunkanbieter, deren Existenzzweck ja das Errichten und Betreiben solcher Netze ist, es nicht schaffen, ein wirklich lückenloses Netz deutschlandweit zu errichten, wie soll das bitte die Energiewirtschaft schaffen, die das Netz nur nebenher betreiben will, weil das ja nicht deren Existenzzweck ist.

    > Was das Argument mit Kabel > Funk angeht:
    > Wenn das so einfach wäre hätten wir schon überall FTTH, oder?

    Anders als bei Internetanbindungen, wo es um Bandbreiten von 100 Mbit/s aufwärts geht und man unter 1 GBit/s heute gar nicht mehr plant, reichen bei den Energieversorgung zur Steuerung deutlich geringere Bandbreiten aus, da auch über 450 MHz keine gigantischen Bandbreiten zu Verfügung haben wirst, oder? Und du hast es vielleicht noch nicht bemerkt, aber wir reden hier von Strom und da wo Strom ist, da sind immer Kabel. Orte, die du nicht verkabeln kannst, sind nicht an das Stromnetz angeschlossen (beziehen ihren Strom über Solarplatten oder aus Generatoren bzw. Blockheizkraftwerken, können diesen aber auch nur selber verbrauchen) und brauchen dann aber auch keine Steuerung über 450 MHz.

    /Mecki

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