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  5. › 4G: LTE-Ausbau ist für den Post-Chef…

Er hat recht!

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  1. Er hat recht!

    Autor: tg-- 04.02.19 - 19:08

    Ein flächendeckender Ausbau ist nur auf niedrigen Frequenzen möglich, nicht auf den Frequenzen die die eigentliche Neuerung von 5G sind (3,4+ GHz, 28+ GHz).

    Vor kurzer Zeit hatte die Bundesregierung ein hervorragend geeignetes Werkzeug um dies zu erreichen: die Digitale Dividende II, also die Frequenzauktion die das 700 MHz Band versteigert hat.

    Das Ziel der Bundesregierung: möglichst viel Geld einnehmen. Erfolg.

    Man hätte die Frequenzen problemlos mit einer Ausbauverpflichtung kostenlos vergeben können.
    100% LTE Abdeckung in der Fläche bis 2025, kein Problem.

    Stattdessen hat man nun wieder viel Geld eingenommen, und die Anbieter müssen das reinholen.
    Wie wird es passieren?
    Alle schreien nach 5G in der Fläche, daher kommt 5G in der Fläche.
    Auf 700 MHz.

    Nur ist 5G auf 700 MHz technisch praktisch identisch zu LTE auf 700 MHz und bringt keinen echten Mehrwert.
    Man kann die 5G Tarife aber teurer verkaufen, weil es neu ist (und wird das tun, weil man die Frequenzkosten amortisieren will).
    Und die Kunden brauchen neue Endgeräte, denn während 5G und LTE sich bei gleichen Bändern und Bandbreite fast nicht unterscheiden, so sind die Endgeräte inkompatibel.

    Und während Qualcomm, Intel, Huawei, Mediatek und Samsung den Support für 5G auf 700 MHz mit Leichtigkeit in ihren LTE-Chipsets nachrüsten könnten wird das nicht passieren, denn auch deren 5G Entwicklung muss finanziert werden und hier passiert das über neue Chips.

  2. Re: Er hat recht!

    Autor: maverick1977 04.02.19 - 19:22

    Schön zusammen gefasst und nachvollziehbar. Bin ganz deiner Meinung.

  3. Re: Er hat recht!

    Autor: S-i.m.o-n 04.02.19 - 21:01

    tg-- schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ein flächendeckender Ausbau ist nur auf niedrigen Frequenzen möglich, nicht
    > auf den Frequenzen die die eigentliche Neuerung von 5G sind (3,4+ GHz, 28+
    > GHz).
    >
    > Vor kurzer Zeit hatte die Bundesregierung ein hervorragend geeignetes
    > Werkzeug um dies zu erreichen: die Digitale Dividende II, also die
    > Frequenzauktion die das 700 MHz Band versteigert hat.
    >
    > Das Ziel der Bundesregierung: möglichst viel Geld einnehmen. Erfolg.
    >
    > Man hätte die Frequenzen problemlos mit einer Ausbauverpflichtung kostenlos
    > vergeben können.
    > 100% LTE Abdeckung in der Fläche bis 2025, kein Problem.
    >
    > Stattdessen hat man nun wieder viel Geld eingenommen, und die Anbieter
    > müssen das reinholen.
    > Wie wird es passieren?
    > Alle schreien nach 5G in der Fläche, daher kommt 5G in der Fläche.
    > Auf 700 MHz.
    >
    > Nur ist 5G auf 700 MHz technisch praktisch identisch zu LTE auf 700 MHz und
    > bringt keinen echten Mehrwert.
    > Man kann die 5G Tarife aber teurer verkaufen, weil es neu ist (und wird das
    > tun, weil man die Frequenzkosten amortisieren will).
    > Und die Kunden brauchen neue Endgeräte, denn während 5G und LTE sich bei
    > gleichen Bändern und Bandbreite fast nicht unterscheiden, so sind die
    > Endgeräte inkompatibel.
    >
    > Und während Qualcomm, Intel, Huawei, Mediatek und Samsung den Support für
    > 5G auf 700 MHz mit Leichtigkeit in ihren LTE-Chipsets nachrüsten könnten
    > wird das nicht passieren, denn auch deren 5G Entwicklung muss finanziert
    > werden und hier passiert das über neue Chips.


    +1

  4. Re: Er hat recht!

    Autor: hans-peterr 04.02.19 - 22:54

    Naja, 5G wird in den nächsten fünf Jahren eh keiner brauchen. Bis dahin sind die alten Handys eh hinüber. Oder hat sich ernsthaft schon Mal einer ein neues Handy gekauft weil das Modem zu alt war?

  5. Re: Er hat recht!

    Autor: TrollNo1 05.02.19 - 07:28

    Zudem bieten doch z.B. Vodafone schon 400 MBit/s per LTE an. Was muss ich denn unterwegs machen, dass das nicht mehr ausreicht? Das sind theoretisch 5 MB die Sekunde. Ich mach doch keine Backups in der Bahn.

    Menschen, die mich im Internet siezen, sind mir suspekt.

  6. Re: Er hat recht!

    Autor: M.P. 05.02.19 - 08:19

    hans-peterr schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Naja, 5G wird in den nächsten fünf Jahren eh keiner brauchen. Bis dahin
    > sind die alten Handys eh hinüber. Oder hat sich ernsthaft schon Mal einer
    > ein neues Handy gekauft weil das Modem zu alt war?

    Da habe ich so meine Zweifel an der Redlichkeit der Motive des Post-Chefs.
    Bei den Mobil-Geräten, die Zusteller mit sich führen gelten wahrscheinlich andere Zeiträume.
    Von da her will er natürlich, dass die LTE-Technik, für die er vielleicht gerade Ersatz für GSM-basierte Endgeräte angeschafft hat möglichst lange und hochwertig zur Verfügung steht ...

    Da die meisten Provider aber inzwischen auf Single RAN Technik setzen, sollte das Spektrum ja jederzeit nach Bedarf zwischen LTE und 5G portioniert werden können ....

  7. Re: Er hat recht!

    Autor: Vinnie 05.02.19 - 11:36

    tg-- schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ein flächendeckender Ausbau ist nur auf niedrigen Frequenzen möglich, nicht
    > auf den Frequenzen die die eigentliche Neuerung von 5G sind (3,4+ GHz, 28+
    > GHz).
    >
    > Vor kurzer Zeit hatte die Bundesregierung ein hervorragend geeignetes
    > Werkzeug um dies zu erreichen: die Digitale Dividende II, also die
    > Frequenzauktion die das 700 MHz Band versteigert hat.
    >
    > Das Ziel der Bundesregierung: möglichst viel Geld einnehmen. Erfolg.
    >
    > Man hätte die Frequenzen problemlos mit einer Ausbauverpflichtung kostenlos
    > vergeben können.
    > 100% LTE Abdeckung in der Fläche bis 2025, kein Problem.
    >
    > Stattdessen hat man nun wieder viel Geld eingenommen, und die Anbieter
    > müssen das reinholen.
    > Wie wird es passieren?
    > Alle schreien nach 5G in der Fläche, daher kommt 5G in der Fläche.
    > Auf 700 MHz.
    >
    > Nur ist 5G auf 700 MHz technisch praktisch identisch zu LTE auf 700 MHz und
    > bringt keinen echten Mehrwert.
    > Man kann die 5G Tarife aber teurer verkaufen, weil es neu ist (und wird das
    > tun, weil man die Frequenzkosten amortisieren will).
    > Und die Kunden brauchen neue Endgeräte, denn während 5G und LTE sich bei
    > gleichen Bändern und Bandbreite fast nicht unterscheiden, so sind die
    > Endgeräte inkompatibel.
    >
    > Und während Qualcomm, Intel, Huawei, Mediatek und Samsung den Support für
    > 5G auf 700 MHz mit Leichtigkeit in ihren LTE-Chipsets nachrüsten könnten
    > wird das nicht passieren, denn auch deren 5G Entwicklung muss finanziert
    > werden und hier passiert das über neue Chips.


    Darf ich Ihr Beitrag eins auf eins Kopieren im privaten Freundeskreis?

  8. Re: Er hat recht!

    Autor: M.P. 05.02.19 - 12:47

    Und die etwa 100 MHz Spektrum der digitalen Dividende II also etwas 500 MBit/s Kapazität pro Funkzelle sollen dann nach flächendeckendem Ausbau mit den bei diesen Frequenzen möglichen Riesen-Funkzellen die Provider von weiteren Ausbauverpflichtungen freistellen?

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