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Traurig bei der Bevölkerungsdichte

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  1. Traurig bei der Bevölkerungsdichte

    Autor: kayozz 04.02.19 - 17:51

    Abgesehen von den Stadt und Kleinstaaten kommt Deutschland mit 226 Einwohner/km2) in Europa auf Platz 4 nach Niederlande (411), Belgien (376) und Großbritannien (266).

    Dazu kommt, dass die Tarife im internationalen Vergleich deutlich zu teuer sind bzw. zu wenig Datenvolumen für gleiches Geld liefern.

    Schade, dass man bei 5G den Zug verpasst hat, um die vorgeschriebene Abdeckung nach der Fläche statt der Einwohner festzulegen und nationales Roaming vorzuschreiben.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 04.02.19 17:52 durch kayozz.

  2. Re: Traurig bei der Bevölkerungsdichte

    Autor: tg-- 04.02.19 - 18:54

    kayozz schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Abgesehen von den Stadt und Kleinstaaten kommt Deutschland mit 226
    > Einwohner/km2) in Europa auf Platz 4 nach Niederlande (411), Belgien (376)
    > und Großbritannien (266).

    Und diese haben bessere, oder schlechtere Flächenversorgung?

    > Dazu kommt, dass die Tarife im internationalen Vergleich deutlich zu teuer
    > sind bzw. zu wenig Datenvolumen für gleiches Geld liefern.

    Deutschland ist auch eines der Länder mit den höchsten Lohnkosten, den höchsten Baukosten, den höchsten Frequenzkosten und den stärksten Arbeitnehmerrechten.
    Gerade im Mobilfunksektor ist letzteres relevant, weil die Arbeitsverhältnisse in den meisten Bereichen prekär sind; in Deutschland in geringerem Maß (nur Aufbaufirmen trifft es immer härter).

    > Schade, dass man bei 5G den Zug verpasst hat, um die vorgeschriebene
    > Abdeckung nach der Fläche statt der Einwohner festzulegen und nationales
    > Roaming vorzuschreiben.

    5G ist kein Standard für Flächenversorgung. Es ist genau das Gegenteil, ein Standard explizit zur Hotspot-Versorgung auf sehr begrenzter Fläche.
    Flächenversorgung in der 5G Auktion zu fordern ist absurd und zeigt nur vollständige Ignoranz der Materie.
    Über Nationales Roaming kann man diskutieren - der praktische Nutzen in einer Marktwirtschaft mit frei agierenden Unternehmen ist allerdings fraglich. Besonders wenn es um Flächenversorgung ohne ROI geht.

  3. Re: Traurig bei der Bevölkerungsdichte

    Autor: Port80 04.02.19 - 19:34

    tg-- schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > kayozz schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Abgesehen von den Stadt und Kleinstaaten kommt Deutschland mit 226
    > > Einwohner/km2) in Europa auf Platz 4 nach Niederlande (411), Belgien
    > (376)
    > > und Großbritannien (266).
    >
    > Und diese haben bessere, oder schlechtere Flächenversorgung?
    Bessere. Viel bessere. Das deutsche Netz ist schlechter als das albanische.

  4. Re: Traurig bei der Bevölkerungsdichte

    Autor: Marvin911 04.02.19 - 19:40

    tg-- schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > kayozz schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Abgesehen von den Stadt und Kleinstaaten kommt Deutschland mit 226
    > > Einwohner/km2) in Europa auf Platz 4 nach Niederlande (411), Belgien
    > (376)
    > > und Großbritannien (266).
    >
    > Und diese haben bessere, oder schlechtere Flächenversorgung?
    >
    > > Dazu kommt, dass die Tarife im internationalen Vergleich deutlich zu
    > teuer
    > > sind bzw. zu wenig Datenvolumen für gleiches Geld liefern.
    >
    > Deutschland ist auch eines der Länder mit den höchsten Lohnkosten, den
    > höchsten Baukosten, den höchsten Frequenzkosten und den stärksten
    > Arbeitnehmerrechten.
    > Gerade im Mobilfunksektor ist letzteres relevant, weil die
    > Arbeitsverhältnisse in den meisten Bereichen prekär sind; in Deutschland in
    > geringerem Maß (nur Aufbaufirmen trifft es immer härter).
    >
    > > Schade, dass man bei 5G den Zug verpasst hat, um die vorgeschriebene
    > > Abdeckung nach der Fläche statt der Einwohner festzulegen und nationales
    > > Roaming vorzuschreiben.
    >
    > 5G ist kein Standard für Flächenversorgung. Es ist genau das Gegenteil, ein
    > Standard explizit zur Hotspot-Versorgung auf sehr begrenzter Fläche.
    > Flächenversorgung in der 5G Auktion zu fordern ist absurd und zeigt nur
    > vollständige Ignoranz der Materie.
    > Über Nationales Roaming kann man diskutieren - der praktische Nutzen in
    > einer Marktwirtschaft mit frei agierenden Unternehmen ist allerdings
    > fraglich. Besonders wenn es um Flächenversorgung ohne ROI geht.
    Das ist nicht ganz richtig. Nur die hohen Frequenzen sind nicht für riesige Flächen geeignet.
    Wenn 5G irgendwann dann in ein paar Jahren auch über niedrige Frequenzen gesendet wird, werden auch riesige Flächen versorgt. Zuerst soll 5G aber erst über sehr hohe Frequenzen gesendet werden und da hast du recht mit der kurzen Reichweite.



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 04.02.19 19:41 durch Marvin911.

  5. Re: Traurig bei der Bevölkerungsdichte

    Autor: spezi 04.02.19 - 20:27

    Port80 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Bessere. Viel bessere. Das deutsche Netz ist schlechter als das albanische.

    Es gibt nicht "das deutsche Netz". Und auch nicht "das albanische Netz".

    Der (wie auch immer) gemittelten Wert der deutschen Netze liegt in der P3-Studie bei 59,5%, der für die albanischen Netze bei 61,5%. Selbst wenn man jetzt mal die Frage außen vor lässt, wie repräsentativ die jeweiligen Zahlen sind, sagen die Zahlen noch nicht allzuviel über den Vergleich der individuellen Netze aus.

    Von OpenSignal gibt es z.B. ebenfalls Statistiken über die LTE-Versorgung in den verschiedenen Ländern, die per Crowdsourcing über Apps gewonnen wurden (wie die obigen P3-Zahlen). Die letzte Länderübersicht ist von Februar 2018 (mit Daten von Q4 2017):
    https://opensignal.com/reports/2018/02/state-of-lte

    Die Ergebnisse für Deutschland und Albanien:
    Albanien 67,94%
    Deutschland 65,67%

    Die Werte sind also generell etwas höher, aber auch hier ist der Unterschied etwa 2%. Von OpenSignal gibt es zumindest für Deutschland auch Werte für die einzelnen Netzbetreiber, die zeitlich nächsten zu obiger Statistik beinhaltet Daten von Q1 2018:
    https://opensignal.com/reports/2018/05/germany/state-of-the-mobile-network

    Die LTE-Verfügbarkeit dort nach Netzbetreiber:
    O2: 59,24%
    Telekom: 81,31%
    Vodafone: 69,4%

    Für Albanien habe ich keine Einzelwerte gefunden. Da gibt es jetzt mehrere Möglichkeiten: sind alle Netzbetreiber sehr ähnlich, dann entsprächen deren LTE-Verfügbarkeit etwa der von Vodafone. Oder es gibt vielleicht auch einen sehr guten Anbieter, der kann könnte dann natürlich besser sein als alle deutschen Anbieter, dementsprechend schlechter müssten dann natürlich die anderen Netze sein.

    (Auch hier ist natürlich die Frage, wie repräsentativ die Werte sind, völlig ausser acht gelassen).

  6. Re: Traurig bei der Bevölkerungsdichte

    Autor: crustenscharbap 04.02.19 - 22:22

    Das liegt einfach daran, dass die Frequenzen viel zu teuer versteigert werden. Wären die Kosten geringer, wäre das Netz hier top.

    So auc bei den ÖNPV. Alles aus den 80er Jahren, verrottet, verspätet und seltener Takt. In nahezu jeder ausländischen Stadt ist der ÖNPV besser.

    Aber der Regierung fehlt ja so viel Geld. Wir haben es ja zum Fenster raus geschmissen.

  7. Re: Traurig bei der Bevölkerungsdichte

    Autor: SanderK 04.02.19 - 22:42

    Weiß nicht. Ich muss immer Glück haben. Kreuz und quer durch Bayern nach Österreich. In den Schluchten zwischen Deutschland und Österreich, ja da ging mal nix. Für fünf Minuten ;-)
    Waldmünchen, kein Problem beim Kaffee im Wohnzimmer.
    Ich bin bei O2 ;-)

  8. Zu viele Mobilfunkanbieter.

    Autor: HabeHandy 04.02.19 - 23:06

    crustenscharbap schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das liegt einfach daran, dass die Frequenzen viel zu teuer versteigert
    > werden. Wären die Kosten geringer, wäre das Netz hier top.
    Die Frequenzen wurden so teuer weil es mehr Anbieter als Frequenzen gab. Bei der Absurd teuren Versteigerung in 2000 gab es sieben Teilnehmer und Frequenzen für maximal sechs Anbieter. Hätten Debitel, Quam & Mobilcom auf eine Teilnahme verzichtet wäre der Erlös erheblich niedriger. Vodafone, Telekom, E-Plus & viag intercom hätten jeweils 15MHz für wenige Groschen bekommen.

    Bei der B20 (800MHz) Aktion gab es vier Teilnehmer und Frequenzen für Drei.

    Bei der anstehenden B1(2100MHz) Versteigerung wird es vier Teilnehmer geben und die Telekom wird versuchen mehr als 15 von den 60MHz zu bekommen. Vodafone&Telefonica werden viel Geld hinblättern um mehr als 10MHz zu behalten.

  9. Re: Nationales Roaming

    Autor: mark.wolf 05.02.19 - 07:29

    Die netzabdeckung hat jedenfalls in der vergangenheit ohne Regulierung bei freiem Spiel des Marktes nicht funktioniert. Nationales-Zwangs-Roaming wäre zumindest ein Versuch. Selbst das Schienenetz in D wird von mehreren Unternehmen befahren.

  10. Re: Nationales Roaming

    Autor: HabeHandy 05.02.19 - 08:11

    mark.wolf schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die netzabdeckung hat jedenfalls in der vergangenheit ohne Regulierung bei
    > freiem Spiel des Marktes nicht funktioniert. Nationales-Zwangs-Roaming wäre
    > zumindest ein Versuch. Selbst das Schienenetz in D wird von mehreren
    > Unternehmen befahren.
    Wenn Zwangsroaming zu regulierten Preisen kommt wird noch weniger ausgebaut da man dann das teuer ausgebaute Netz billig für Wettbewerber freigegeben muss.

  11. Re: Nationales Roaming

    Autor: Vinnie 05.02.19 - 11:45

    Deutschland ist auch eines der Länder mit den höchsten Lohnkosten, den höchsten Baukosten, den höchsten Frequenzkosten und den stärksten Arbeitnehmerrechten.

    ROFLMAO, da muss ich mal lachen. Baukosten sind in D nicht hoeher, die Effizienz ist sehr gering durch schlechte Arbeitsmoral. Sieht man an den Autobahnbaustellen ganz gut. Was auf der A44 etwa 6 Monate dauert machen die in NL innerhalb von 6 Stunden uebernacht. In Deutschland verdienen die Mitarbeiter dort zwischen 10 und 12 EUR die Stunde tagsueber, in NL mit Nachaufschlag 18EUR die Stunde. In Duetschland gibt es die Lehre und sonstige gratis Arbeiter die immer noch 20-30% der Arbeitsleistung aufbringen, in NL von Tag 1 bekommt jeder mindestens das Mindestlohn waehrend hier viele Azubis und Zeitarbeiter und Co nichts oder wenig bekommen.

    Diese " An der Leine halten Praxis" in D gibt es aber auch in NL, nur weniger.

    Was Arbeitsschutz, Arbeitslosengeld, usw. gilt in NL nicht weniger, nur weniger naiv! Da bekam frueher jeder alles wer nur ein Splitter im Finger hatte, das ist nicht mehr. Man hat von den Betruegern gelernt! Wer das System nicht missbraucht hat in NL eigentlich mehr rechten, wer es missbraucht wird in D kaum zur Rechenschaft gezogen, in NL fertig gemacht.

    Die Baukosten sind ein Resultat der oberen Gruenden. Obwohl eigentlich die Kosten in NL hoeher, weil Betrug angepackt wird, Standgeld von Baustellen angepackt wird, trotz hoehere Gehaelter einfach effizienter gearbeitet wird, usw. sind die Baukosten am Ende deutlich geringer.

    Also nicht nur die Folgen vergleichen was Sie tun. Das tun alle Sozialisten ebenfalls und fuehrt immer zu falsche Behauptungen und Annahmen. Man muss immer die Ursachen vergleichen da sieht man was Tacheles ist.

  12. Re: Nationales Roaming

    Autor: SanderK 05.02.19 - 12:00

    Da haben Sie Recht! Aber was ändert es? Es müsste weniger auf den Bürger und mehr an die Allgemeinheit gedacht werden. Gefällt halt nicht jeden.
    Habe in Holland so wenig Probleme mit Mobilfunk wie hier in meinen Lebensraum. Ist nicht Allgemeinen zu sehen. Auch in Holland hatte ich Weiße Flecken gehabt. Wie über all im Europäischen Raum.
    Der Rasen ist immer Grüner beim Nachbarn.
    Trotz alles Unzulänglichkeiten, bleibe ich hier. Nur halt nicht typisch Deutsch, Beschwerd.

  13. Re: Traurig bei der Bevölkerungsdichte

    Autor: Spaghetticode 05.02.19 - 14:28

    crustenscharbap schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > So auc bei den ÖNPV. Alles aus den 80er Jahren, verrottet, verspätet und
    > seltener Takt. In nahezu jeder ausländischen Stadt ist der ÖNPV besser.

    Kann ich als Dresdner so pauschal nicht bestätigen. Fast alle der heute verkehrenden ÖPNV-Fahrzeuge wurde nach 1990 gebaut und sind, wie fast alle Haltestellen, in gutem Zustand. Die meisten Linien fahren im 10- bis 30-Minuten-Takt und sind einigermaßen pünktlich. Lediglich die großen Stadtbuslinien haben Pünktlichkeitsprobleme und neigen zu Pulkbildung (Busspuren sind hier kein Standard, und so hält ein Autostau den Bus auf).

    Es gibt aber im ÖPNV, wie beim Mobilfunk, ein Stadt-Land-Gefälle. Ein flächendeckender, häufig verkehrender, ÖPNV ist eben, wie ein flächendeckendes Mobilfunknetz, sehr teuer. Da aber beides wünschenswert ist und zu einem modernen Deutschland gehört, muss sich die Politik etwas einfallen lassen, wie man das finanziert, und gegebenfalls ein paar Steuermittel springen lassen. Die Zusatzkosten sind schließlich kaum dem ÖPNV- und Mobilfunknutzer aufbürdbar, der zahlt schon mehr als genug.

  14. Re: Traurig bei der Bevölkerungsdichte

    Autor: SanderK 05.02.19 - 14:32

    Wir haben hier Linien Taxen im Ländlichen Raum und Nightliner für Party Gänger. Ist wohl wie über all, lokal besser oder lokal Schlechter.

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