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  5. › 5G: Telekom ist nicht zum Jubeln zumute

Leere Drohung?

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  1. Leere Drohung?

    Autor: bifi 03.09.18 - 14:52

    Ja einfach reden lassen. Ist doch nur ein Kanal um Druck auf die BNetzA aufzubauen. Aber um möglichst viele Funklöcher wirtschaftlich schließen zu können, führt doch eigentlich kein Weg an nationalem Roaming vorbei...

    Dass die Telekom nicht in 5G investieren wird, das glauben die ja selber nicht. Zumindest wüsste ich dann nicht warum Kunden bei der Telekom bleiben sollten wenn die die zukünftigen Netz-Technologien nicht anbieten könnten...

  2. Re: Leere Drohung?

    Autor: deadjoe 03.09.18 - 17:52

    so leer wird die Drohung nicht sein, ein Teil der Auflagen sieht vor alle Bundesstraßen mit 100er Speed zu versorgen und entlang von Bahntrassen min 50ger Speed. Das allein wird zig Milliarden kosten, daher geht man ja jetzt schon davon aus das statt 50 Milliarden nur etwas 12 diesmal reinkommen. Jetzt der Punkt den Ich nachvollziehen kann: wenn ich deutschlandweit für Milliarden gezwungen werde Infrastruktur zu schaffen, kann es nicht sein diese jedem Nutznießer zur Verfügung zu stellen. Freiheit hin oder her was wenn die Telekom den nur als solcher auftreten würde, welcher andere Anbieter kann die Auflage stemmen? United Internet wird direkt sagen das gefälligst alle zahlen sollen, aktuell sagen Sie deshalb nur das Sie Zugang wollen als "Nutznießer" damit die teueren Auflagen entfallen. Wie gesagt kann die TCom da sehr gut verstehen.

  3. Re: Leere Drohung?

    Autor: Dragos 03.09.18 - 19:21

    deadjoe schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > so leer wird die Drohung nicht sein, ein Teil der Auflagen sieht vor alle
    > Bundesstraßen mit 100er Speed zu versorgen und entlang von Bahntrassen min
    > 50ger Speed. Das allein wird zig Milliarden kosten, daher geht man ja jetzt
    > schon davon aus das statt 50 Milliarden nur etwas 12 diesmal reinkommen.
    > Jetzt der Punkt den Ich nachvollziehen kann: wenn ich deutschlandweit für
    > Milliarden gezwungen werde Infrastruktur zu schaffen, kann es nicht sein
    > diese jedem Nutznießer zur Verfügung zu stellen. Freiheit hin oder her was
    > wenn die Telekom den nur als solcher auftreten würde, welcher andere
    > Anbieter kann die Auflage stemmen? United Internet wird direkt sagen das
    > gefälligst alle zahlen sollen, aktuell sagen Sie deshalb nur das Sie Zugang
    > wollen als "Nutznießer" damit die teueren Auflagen entfallen. Wie gesagt
    > kann die TCom da sehr gut verstehen.

    Es steht denen niht kosten los zu verfügung. und die preise werden auch teurer sein als bei Klingeldraht. Die wollen nur neuen wettbewerb verhindern.

  4. Re: Leere Drohung?

    Autor: bombinho 03.09.18 - 22:44

    Mach dir mal keine Sorgen, die Telekom kann es sich gar nicht leisten, auch noch im Mobilfunksektor nach hinten zu fallen.

  5. Re: Leere Drohung?

    Autor: AltStrunk 04.09.18 - 02:32

    Sie wollen nicht NUR neuen Wettbewerb verhindern. Klar das wollen sie auch aber der springende Punkt ist ein anderer. Sie haben ganz genau gesehen was mit Telefonica passiert ist. Diese müssen laut einem älteren Vertrag 30% ihrer Netzkapazität Drillisch bereitstellen zu einem bestimmten Preis. Da aber bei Drillisch viele Kosten nicht anfallen da sie nur virtueller Netzbetreiber sind kann Drillisch die Preise für den Traffic über das Telefonica Netz stehts drücken. Das ist etwas das bei einem voll ausgebauten Netz super ist für alle Beteiligten, da weniger Kosten durch mehr Kunden zu höherem Profit führt. Aber für den Ausbau ist das Gift. Die Telekom möchte letztendlich sicherstellen das niemand bessere Preise als sie selbst innerhalb ihres eigenen Netzes bieten kann. Das bedeutet das sie mehr als einen kostengerechten Preis für den Traffic verlangen müssen, der United Internet Gauner möchte kein Netz ausbauen, das wollte er nie, dafür sollen doch bitte Kommunen, Bürgerinitiativen und Mitbewerber sorgen, er will nur das Endstück zum Knoten kontrollieren oder schlimmstenfalls selbst verlegen, das geht aber nur wenn die Bundesnetzagentur ihm den Weg frei macht, nur irgendwer muss den Ausbau stemmen. Und wir reden hier von 5G, davon wird 4G noch lange nicht schlecht, da können Reseller wie er sich gerne bedienen. Mit Essensmarken im 4 Sternelokal bezahlen wollen, klar wird die Telekom da zum rosaroten Panther.

  6. Re: Leere Drohung?

    Autor: bombinho 04.09.18 - 14:40

    AltStrunk schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Mit Essensmarken im 4 Sternelokal bezahlen wollen, klar
    > wird die Telekom da zum rosaroten Panther.

    Nur so ganz ohne Zaehne ist das ein wirklich merkwuerdiges Drohgebaren.
    Was genau passiert, wenn die Telekom wirklich nicht ausbaut?
    Ahja, Frequenzen verschwinden aus dem Portfolio, Konkurrenz bedient die Kunden.
    (Und nimmt deren Geld).
    Will die Telekom dann die Konkurrenz in Grund und Boden lutschen?
    Was, wenn denen das gefaellt und die Telekom das dann immer so tun muss?

    Wenn wirklich ein Mangel entsteht, dann ist sehr gut vorstellbar, dass eben der physische Aufbau dann tatsaechlich in kommunale Hand gelegt wird, was gar kein neues Modell ist und in anderen Laendern durchaus zumindestens teilweise so gehandhabt wird. Und dort koennen die Menschen die Netze ebenfalls problemlos nutzen und da Deutschland die Spitze bei den Preisen innehat bei gleichzeitig schlechtester Leistung im Vergleich, sollte man da gleich mal schauen, ob damit dann eine der Ursachen angegangen werden kann.

  7. Re: Leere Drohung?

    Autor: AltStrunk 04.09.18 - 16:12

    bombinho schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > AltStrunk schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Mit Essensmarken im 4 Sternelokal bezahlen wollen, klar
    > > wird die Telekom da zum rosaroten Panther.
    >
    > Nur so ganz ohne Zaehne ist das ein wirklich merkwuerdiges Drohgebaren.
    > Was genau passiert, wenn die Telekom wirklich nicht ausbaut?
    > Ahja, Frequenzen verschwinden aus dem Portfolio, Konkurrenz bedient die
    > Kunden.
    > (Und nimmt deren Geld).
    > Will die Telekom dann die Konkurrenz in Grund und Boden lutschen?
    > Was, wenn denen das gefaellt und die Telekom das dann immer so tun muss?
    >
    > Wenn wirklich ein Mangel entsteht, dann ist sehr gut vorstellbar, dass eben
    > der physische Aufbau dann tatsaechlich in kommunale Hand gelegt wird, was
    > gar kein neues Modell ist und in anderen Laendern durchaus zumindestens
    > teilweise so gehandhabt wird. Und dort koennen die Menschen die Netze
    > ebenfalls problemlos nutzen und da Deutschland die Spitze bei den Preisen
    > innehat bei gleichzeitig schlechtester Leistung im Vergleich, sollte man da
    > gleich mal schauen, ob damit dann eine der Ursachen angegangen werden kann.


    Was wird wohl passieren. Die Frequenzen wird ein anderer Konzern ersteigern, der ebenso bis 2022 98% aller Haushalte abdecken muss. Die Telekom wird großzügig Glasfasereinspeisepunkte mit der Auflage der Netzmitnutzung vermieten und 5G wird großflächig an den rentablen Stellen ausgebaut, Von 2020 bis 2022 wird dann versucht mit Bundesnetzagentur nachzuverhandeln weil es nach den ersten 5-10 Milliarden zu einem Investitionsstau kommt. Und das nur wenn man die überaus optimistische Annahme hat das das Geld da ist. Andere Konzerne haben gar nicht die Infrastruktur um einen solchen Ausbau zu stemmen (als privater Nutzer macht man sich meist keine Vorstellung was da alles dran hängt, Glasfaser zur Basisstation, Miete bzw Kauf bzw Recht für den Aufstellungsort zur Nutzung als Basisstation (mit WLAN verbrennt mein Resthirnbürgern), Installation der Basisstation samt Servicetechniker und und und, und das mal Millionen von Basisstationen, in der Koordination macht das das ganze über Faktor Millionen komplizierter (bekomme ich überhaupt rechtzeitig die richtigen Mobilfunkzellen in der richtigen Menge usw usf). Dann hat die Telekom viele Freunde in den richtigen Gremien und bietet sich als Retter in der Not an und bekommt den Anfang des Ausbaus gratis oder mit großem Rabatt. Alle die krakelen sie wollen ausbauen, meinen damit sie wollen nutzen und sind dafür bereit in ein paar Großstädten in Telefonzellendichte Basisstationen aufzubauen. Selbst große Firmen Konglomerate haben dafür nicht die notwendigen Ressourcen so etwas finanziell gewinnbringend auf die Beine zu stellen. Blieben noch politisch motivierte wie chinesische Staatsbetriebe, aber will man das wirklich. Die Telekom weiß genau es gibt nur Vodafone und die Telekom, um dem Anschein freier Marktwirtschaft zu erhalten kann man sich nicht erlauben die Wünsche zu missachten. So zahnlos ist die Drohung gar nicht.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 04.09.18 16:13 durch AltStrunk.

  8. Re: Leere Drohung?

    Autor: bombinho 04.09.18 - 16:46

    Das sehe ich nicht so, du hast da ein perfektes Szenario beschrieben, warum der Betrieb und die Aufstellung ohnehin von den Kommunen betrieben werden sollten, da dann die meisten deiner Schwierigkeiten glatt verschwinden und so ganz nebenbei auch noch bedarfsorientierter vorgegangen werden kann. Damit fiel auch noch der letzte Wackelzahn heraus.

    Auch in Anbetracht, dass Kommunen teils seit Jahren Leerrohre verlegen, nebst den Kommunen, denen man in die FTTH-Verlegung gegraetscht ist und die dort eventuelle Investitionen jetzt sehr sinnvoll einsetzen koennten. In Anbetracht der dann lediglich notwendigen Zuleitungen, welche ohnehin Sache des Providers sind, kein vorteilhaftes Szenario fuer die Telekom, die dann zukuenftig nicht mehr vermietet, wie von dir angenommen sondern hauptsaechlich mietet und die Zuleitungen nur sich selbst in Rechnung stellen kann.

    Das Drohszenario der politisch motivierten chinesischen Betriebe ist doch in Anbetracht der Zuliefersituation ganz speziell im Mobilfunk eher ein Schenkelkracher, wird aber immer wieder gerne gehoert von geneigten Zuhoerern.

    Inwiefern die Telekom dann noch als Retter auftreten will, wen sie wovor retten soll, das bliebe abzuwarten. Ich denke, dass in einer solchen Erpressungssituation auch ganz schnell ein Ritter auf weissem Ross aus der anderen Richtung geritten kommen koennte.
    Was die Finanzen angeht, da hat der Staat schlussendlich den laengeren Hebel.

    Und noch ist Europa ein grosses Thema, zudem man da ganz aehnlich der chinesischen Strategie durchaus bei einer Ausgruendung zu diesem Zweck sowohl finanziell als auch anteilsmaessig durchaus festlegen kann, dass das Unternehmen quasi mehrheitlich und steuerlich als deutsches Unternehmen zu betrachten ist.

    Dann hat man eben nicht mehr Alles aus einer Hand sondern aus Zweien, das sollte sich durchaus noch organisieren lassen.
    Nachtrag:
    Je mehr ich darueber nachdenke, desto erstrebenswerter erscheint mir dieses Szenario, da man dann Dienste annehmen kann in der gleichen Weise wie man sie Anderen anbietet.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 04.09.18 16:52 durch bombinho.

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