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  5. › Apple iOS 11 im Test: Alte Apps weg…

Ein Beitrag voller Grenzfälle

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  1. Ein Beitrag voller Grenzfälle

    Autor: tkaufmann 20.09.17 - 22:06

    Liegt das jetzt an mir oder an Golem? Jedes Jahr mache ich wieder den Fehler und lese den wieder mal überkritischen Bericht von Golem über das neue iOS und ärgere mich.

    Da werden Probleme in epischer Breite besprochen, die nur ein Bruchteil der Nutzer hat:

    - Feldstärke in Prozent. Es tut mir wirklich leid, dass das nicht mehr geht, aber für wie viele Nutzer ist das relevant? Gerade wenn man dann mal überlegt, wie schnell ihr Multitasking abhakt und dass ihr auf ARKit glaube ich gar nicht eingegangen seid?
    - Apple hat Entwickler seit Jahren darauf hingewiesen, dass sie ihre Apps auf 64 Bit umstellen müssen. Bei sauber entwickelten Apps ist das ein Aufwand von irgendwo zwischen einer Stunde und vielleicht einem Tag, wenn es ganz dumm läuft. Jetzt schneidet Apple den alten Zopf ab, was sich exakt so auswirkt: 300 Apps auf meinem Handy, zwei veraltet. Bei meiner Frau hat's ein paar uralte Games erwischt, auf die sie schulterzuckend verzichtet hat. Berichte von anderen Nutzern hier und anderenorts lesen sich ähnlich. Aber ihr verallgemeinert eure 20%, die dann irgendwann sogar noch zu 25% werden. Dass Apple gleichzeitig 1 GByte Speicher frei gemacht hat erahnt ihr nur, wirklich zu Ende führt ihr diesen entscheidenden Vorteil nicht. Und das wo ihr seit Jahren bei jedem iPhone zurecht kritisiert, dass die Basis-Variante mit zu wenig Speicher daherkommt!
    - Ebenfalls seit Jahren wird überall geklagt, dass iTunes zu fett und träge sei und dass der AppStore da doch beim besten Willen nicht hingehört. Wo ist dieser Aspekt in eurer Kritik geblieben? Das gehört doch zu einem ausgewogenen Test.
    - Was passiert denn bei anderen Plattformen mit Apps, die nicht mehr im Store sind? Die Probleme, die damit einhergehen, sind doch eher ein Problem des Vertriebsmodells als eines von iOS. Apple entwickelt die Plattform seit Jahren dahingehend, dass sie auch ohne Mac beziehungsweise PC funktioniert. So ein Kerngedanke sollte schon mal erwähnt werden, nicht nur der negative Teil.

    Sorry, das ist ein Ärger, den man nur einem Medium entgegen bringt, in das man seit fast 20 Jahren täglich reinguckt.

  2. Re: Ein Beitrag voller Grenzfälle

    Autor: as (Golem.de) 21.09.17 - 00:50

    Hallo,

    tkaufmann schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > - Feldstärke in Prozent. Es tut mir wirklich leid, dass das nicht mehr
    > geht, aber für wie viele Nutzer ist das relevant?

    Die Zielgruppe hier entspricht nicht der Allgemeinheit. Artikel mit Hinweis auf die Feldstärkenanzeige gab es hier immer wieder.

    > Gerade wenn man dann mal
    > überlegt, wie schnell ihr Multitasking abhakt und dass ihr auf ARKit glaube
    > ich gar nicht eingegangen seid?

    Grundsätzlich kostet eine Darlegung eines Kritikpunktes erheblich viel mehr Platz als eine Verifizierung eines positiven Merkmals. Wenn das Thema dann auch noch komplexer ist, kann es viel Platz brauchen. Nicht immer natürlich (siehe viel weiter unten).

    Nehmen wir Multitasking. Nummer 1: Es ist toll. Nummer 2: Es ist toll weil. Das reicht für die Beweisführung eines positiven Punktes.

    Ein negativer Punkt, insbesondere wenn es ein Bug ist, braucht auch immer noch eine genaue Darlegung, wie es dazu kommt. Wenn ich zum Beispiel (das ist jetzt fiktiv) beim Handover vom 2G- auf einen 5G-Turm zu einem Absturz komme, dann wird das schon aufgrund des Bereiches sehr komplex. Die Erklärung dazu entsprechend lang.

    Und ARKit: Das ist zu früh es zu beurteilen. Man kann nur ein Potenzial erahnen. Das ist genauso gelagert wie bei Homekit von iOS 11. Natürlich lässt sich kritisieren, dass Homekit 11 noch nicht getestet wurde. Aber das ist geschätzt vor Ende Oktober noch nicht möglich. Die Zertifizierungen gehen wohl erst jetzt los, obwohl das System fertig ist.

    > Aber ihr verallgemeinert eure 20%, die dann irgendwann sogar
    > noch zu 25% werden.

    Nein, im Text steht, dass Altnutzer stärker betroffen sind und sich Neunutzer wenig Gedanken machen müssen. Verallgemeinerung würde bedeuten, dass im Text defacto steht, dass selbst Erstnutzer der iPhone-7-Generation in vollem Maße betroffen sind.

    > Dass Apple gleichzeitig 1 GByte Speicher frei gemacht
    > hat erahnt ihr nur, wirklich zu Ende führt ihr diesen entscheidenden
    > Vorteil nicht.

    Auch hier kommt zum Tragen, dass es nicht möglich ist über diesen Punkt zwei Absätze Text zu schreiben. Wobei man hier eh vorsichtig mit dem Lob sein muss. Es könnten auch geleerte Caches sein.

    > Und das wo ihr seit Jahren bei jedem iPhone zurecht
    > kritisiert, dass die Basis-Variante mit zu wenig Speicher daherkommt!

    Und hier kommt dazu, dass unter den iOS-11-tauglichen Geräten kaum noch 16-GByte-Geräte vorhanden sind.

    > - Ebenfalls seit Jahren wird überall geklagt, dass iTunes zu fett und träge
    > sei und dass der AppStore da doch beim besten Willen nicht hingehört. Wo
    > ist dieser Aspekt in eurer Kritik geblieben? Das gehört doch zu einem
    > ausgewogenen Test.

    iTunes mit App Store ist bei mir 288 MByte groß. Ohne den App Store 263 MByte. Der RAM-Bedarf steigt von 73 auf 77 MByte initial. Schneller bei Backups ist es nicht geworden und auch in anderen Bereichen erkenne ich keine Geschwindigkeitssteigerung. Das ist aber normal, das ist ja kein Rewrite. Sowas hätte Auswirkungen. Allgemein läuft iTunes wie sonst auch immer. iTunes 12.7 hat ein paar Probleme im Zusammenspiel mit dem Apple Configurator und es kommt zu Abstürzen. Das war für den Test aber nicht relevant.

    Ich persönlich hab mit der Kombination zweier Designprinzipien in einer App so meine Schwierigkeiten. Die ist auch nicht verschwunden - oder wird sogar schlimmer, da der neue App Store und dessen Designvorgabe nicht für die anderen Shops im Desktop-iTunes integriert wurde. Das erinnert mich etwas an die Windows-8/10-Problematik. Ich denke aber das ist erst einmal ein Test beim Nutzer, der bei Erfolg an anderen Stellen fortgesetzt wird.

    > - Was passiert denn bei anderen Plattformen mit Apps, die nicht mehr im
    > Store sind? Die Probleme, die damit einhergehen, sind doch eher ein Problem
    > des Vertriebsmodells als eines von iOS. Apple entwickelt die Plattform seit
    > Jahren dahingehend, dass sie auch ohne Mac beziehungsweise PC funktioniert.
    > So ein Kerngedanke sollte schon mal erwähnt werden, nicht nur der negative
    > Teil.

    Die Gesamtplattform, dazu gehört iOS und die darumliegende Infrastruktur (App Store, iCloud) funktionierte anfangs tatsächlich nur über einen Rechner, wenn es um die Übertragung von Dateien ging. Der Restore war dabei immer etwas buggy. Ich hab' oft erlebt, dass ich ihn in Anfangszeiten zwei Mal machen musste, weil der Prozess nicht robust war oder App-Designer den Cachebereich nutzten. Dann kamen irgendwann die Cloud-Funktionen dazu, die immer reifer wurden. Dann wurde die Möglichkeit der Rücksicherung von Apps genommen, obwohl das neue Backup-Design keine Sicherung von Apps vorsah. Es ist im Prinzip nur ein Pointer. Alte App-Versionen ließen sich aber noch sichern, bevor der Entwickler plötzlich sein Geschäftsmodell wechselt oder die App verkauft wurde. Ich hab' oft erlebt, dass eine App verkauft wurde und man dann plötzlich eine ähnliche App untergeschoben als Update bekommen hatte, die dann einem anderen Finanzierungsmodell entsprach. Damit muss man bei Einkäufen rechnen.

    Zuletzt wurde dann die App-Backup-Funktion offiziell ersatzlos rausgenommen - zumindest wenn man den Begriff Backup als Vollständig einstuft. Es gibt vermehrt Stimmen, die besagen, ein Backup ist auch unvollständig in Ordnung. Doch dieser Weg zur Unvollständigkeit ist etwas, was man kritisieren sollte. Ich seh's ja an den Diskussionen im iTunes-Artikel. Viele dachten: Apps sind immer gesichert, ist schließlich ein Backup.

    Und dann sind wir wieder bei der Beweisführung. Ich kann natürlich behaupten: Apps werden nicht gesichert. Fertig. Doch das reicht nicht. Der Aufwand, der hinter dem Backup stand ist tatsächlich der größte Brocken gewesen, was auch angedeutet im Text ist. Das zu beschreiben ist aufgrund der Komplexität nicht so einfach und braucht schlicht Platz.

    Dazu im Gegenzug: Dass Slide Over gut funktioniert war bei dem Basis-Bereich eine Sache von Minuten. Die Praxis bewies es dann folgenden. Es gab keine Auffälligkeiten, die zu beschreiben oder untersuchen wären. Also ist der Textteil schlicht kurz. Hätte es Bugs gegeben, würden diese textlich aufgearbeitet werden müssen, was wieder viel Platz kostet. Und die Bugs könnten verifiziert werden, was dann viel Zeit kostet. Meist erkennt man aber das Potenzial eines Bugs.

    Die Anzahl der genannten positiven Punkte ist im Text ziemlich hoch, weswegen die Headline auch sagt "aber sonst alles gut" und auch der Teaser "auch viel Positives" und "viel bessere iPad-Steuerung" behandelt das so. Das sollte nicht vergessen werden.

    Komplett verallgemeinern lässt sich Positiv zu Negativ im Verhältnis Textlänge natürlich nicht. Es gibt Ausnahmen: Das Kontrollzentrum hat viel Text abbekommen, weil in diesem viel interessantes steckt. Und der Telefonie-Bug war nur ein Satz. Aber hier besteht auch ein Verifizierungsproblem. Ich schätze das lässt sich erst in ein paar Wochen genauer sagen, wie kritisch das ist.

    gruß

    -Andy (Golem.de)

    --
    Andreas Sebayang (Hardware-Redakteur/Golem.de)

    Dominar Rygel XVI im Golem-Discord (https://discord.gg/AAMGkrA)

    Nicht mehr unterwegs! ;)
    https://www.instagram.com/aroundthebluemarble/
    https://twitter.com/AndreasSebayang

    https://www.golem.de/specials/autor-andreas-sebayang/

  3. Re: Ein Beitrag voller Grenzfälle

    Autor: tkaufmann 21.09.17 - 01:58

    Erst mal Danke für die Mühe, das so ausführlich zu kommentieren!

    > Nehmen wir Multitasking. Nummer 1: Es ist toll. Nummer 2: Es ist toll weil.
    > Das reicht für die Beweisführung eines positiven Punktes.

    Die neue Multitasking-Umsetzung erweitert die Möglichkeiten, mit dem iPad zu arbeiten, enorm. Apple hat mehrere Jahre lang gesehen, wie die iPad-Verkaufszahlen in den Keller gingen und reagiert da nun massiv drauf, mit deutlich günstigeren Einstiegs-iPads und neuen Features für die Plattform. Ich finde das könnte die Phantasie ruhig etwas anregen. Es gibt Details, die dürften vielen entgehen. Drag and Drop aus Spotlight heraus zum Beispiel beschleunigt die Anordnung von Apps nebeneinander enorm. Das Dock hingegen ist noch nicht der Weisheit letzter Schluss, was den eigentlich erforderlichen, wahlfreien Zugriff auf Apps anbetrifft. Zumindest könnte man die Apps am rechten Rand nicht nach dem mysteriösen „Siri denkt, das brauchst du jetzt“-Modus befüllen sondern einfach die zuletzt verwendeten. Wenn du schreibst, dass sich Apps nicht mehr in iTunes anordnen lassen, könntest du auch schreiben, dass man dafür selbst auf dem iPhone mit Multitouch-Drag-And-Drop mehrere Apps gleichzeitig von einem Screen auf den anderen ziehen kann usw.

    > Und ARKit: Das ist zu früh es zu beurteilen. Man kann nur ein Potenzial
    > erahnen. Das ist genauso gelagert wie bei Homekit von iOS 11.

    Homekit braucht Hardware. Die Apps für ARKit schlagen gerade im Stundentakt im AppStore ein. Völlig außen vorzulassen, dass iOS mit Version 11 zur weltgrößten AR-Plattform aufsteigt, sich aber auf besagte Feldstärke zu fokussieren, finde ich eben unausgewogen.

    > > Dass Apple gleichzeitig 1 GByte Speicher frei gemacht
    > > hat erahnt ihr nur, wirklich zu Ende führt ihr diesen entscheidenden
    > > Vorteil nicht.
    >
    > Auch hier kommt zum Tragen, dass es nicht möglich ist über diesen Punkt
    > zwei Absätze Text zu schreiben. Wobei man hier eh vorsichtig mit dem Lob
    > sein muss. Es könnten auch geleerte Caches sein.

    Oder das neue Bildformat HEIC, das ebenfalls unerwähnt bleibt, inklusive der noch etwas problematischen Unterstützung bei Windows.

    > > Und das wo ihr seit Jahren bei jedem iPhone zurecht
    > > kritisiert, dass die Basis-Variante mit zu wenig Speicher daherkommt!
    >
    > Und hier kommt dazu, dass unter den iOS-11-tauglichen Geräten kaum noch
    > 16-GByte-Geräte vorhanden sind.

    Hab ich bewusst nicht konkret erwähnt. Betriebssystem, Apps und Videos (mittlerweile in 4K) benötigen ja auch immer mehr Speicherplatz. Da sind die 64 GByte jetzt auch nicht mehr so prall für ein Top-of-the-line-Gerät. Umgekehrt könnte man natürlich argumentieren, dass das eine GByte dann auch nicht so viel bringt … ;-)

    > > - Was passiert denn bei anderen Plattformen mit Apps, die nicht mehr im
    > > Store sind? Die Probleme, die damit einhergehen, sind doch eher ein
    > Problem
    > > des Vertriebsmodells als eines von iOS. Apple entwickelt die Plattform
    > seit
    > > Jahren dahingehend, dass sie auch ohne Mac beziehungsweise PC
    > funktioniert.
    > > So ein Kerngedanke sollte schon mal erwähnt werden, nicht nur der
    > negative
    > > Teil.
    >
    > Die Gesamtplattform, dazu gehört iOS und die darumliegende Infrastruktur
    > (App Store, iCloud) funktionierte anfangs tatsächlich nur über einen
    > Rechner, wenn es um die Übertragung von Dateien ging. Der Restore war dabei
    > immer etwas buggy. Ich hab' oft erlebt, dass ich ihn in Anfangszeiten zwei
    > Mal machen musste, weil der Prozess nicht robust war oder App-Designer den
    > Cachebereich nutzten. Dann kamen irgendwann die Cloud-Funktionen dazu, die
    > immer reifer wurden. Dann wurde die Möglichkeit der Rücksicherung von Apps
    > genommen, obwohl das neue Backup-Design keine Sicherung von Apps vorsah. Es
    > ist im Prinzip nur ein Pointer. Alte App-Versionen ließen sich aber noch
    > sichern, bevor der Entwickler plötzlich sein Geschäftsmodell wechselt oder
    > die App verkauft wurde. Ich hab' oft erlebt, dass eine App verkauft wurde
    > und man dann plötzlich eine ähnliche App untergeschoben als Update bekommen
    > hatte, die dann einem anderen Finanzierungsmodell entsprach. Damit muss man
    > bei Einkäufen rechnen.

    Ja, aber ich kann irgendwie den Zusammenhang mit meiner Frage nicht so recht erkennen. :-)

    Letztlich scheint‘s mir um die Frage zu gehen, inwiefern Apple eine Verantwortung dafür hat, dass eine einmal gekaufte App sich über Jahre und Geräte hinweg nutzen lässt. Der AppStore suggeriert das ein Stück weit, der Begriff „iCloud-Backup“ auch. Und vermutlich würden die Android-Jungs sagen, dass Apple das auch schon deshalb verantwortet, weil das System (angeblich) so „geschlossen“ ist. Ich denke, man kann dem aber auch entgegen halten, dass für Software im AppStore genau das selbe gilt wie für den klassischen Software-Markt auch. Billig-Angebote, die von irgendwelchen Entwicklern zusammengeschraubt werden, sind da genauso vertreten wie Software von etablierten Anbietern. Die einen sind morgen verschwunden, weil das Geschäftsmodell nicht funktionierte, die anderen gibt es über Jahre hinweg. Man kann das Hirn halt nicht einfach ausschalten beim Einkauf, nur weil es ein AppStore ist. Beziehungsweise kann man für 2 oder 3 Euro auch nicht ewig währende Glückseligkeit erwarten. Und das App-Angebot ist ja nun auch nicht so gering als dass man nicht für die meisten Ausfälle auch locker Ersatz findet.

    > Komplett verallgemeinern lässt sich Positiv zu Negativ im Verhältnis
    > Textlänge natürlich nicht. Es gibt Ausnahmen: Das Kontrollzentrum hat viel
    > Text abbekommen, weil in diesem viel interessantes steckt.

    Interessanterweise schalten die Toggles hier Bluetooth und WiFi nicht wirklich ab. Hast du ne Watch verbunden, dann tut das iPhone nur so, als wäre Bluetooth aus. Eben drüben bei theverge gelesen. Find ich auch wieder wichtiger als die Feldstärke - SCNR.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 21.09.17 01:59 durch tkaufmann.

  4. Re: Ein Beitrag voller Grenzfälle

    Autor: as (Golem.de) 21.09.17 - 11:01

    Hallo,

    tkaufmann schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Erst mal Danke für die Mühe, das so ausführlich zu kommentieren!

    ich hab' leider jetzt nur etwas weniger Zeit: kurze Antwort:

    > > Und ARKit: Das ist zu früh es zu beurteilen. Man kann nur ein Potenzial
    > > erahnen. Das ist genauso gelagert wie bei Homekit von iOS 11.
    >
    > Homekit braucht Hardware.

    Ja, jein, die haben wir. Vermutlich wird sich schon was verbessern.

    > Die Apps für ARKit schlagen gerade im Stundentakt
    > im AppStore ein. Völlig außen vorzulassen, dass iOS mit Version 11 zur
    > weltgrößten AR-Plattform aufsteigt, sich aber auf besagte Feldstärke zu
    > fokussieren, finde ich eben unausgewogen.

    Alles zu testen geht ohnehin nicht. Das Leserinteresse ist ja, den Test zu haben, wenn er beurteilen muss, ob es installiert wird oder nicht. ARKit ist vom Konzept her eine Ergänzung und optional. Nehmen wir an, alle ARKit-Apps sind schlecht: das wird keine Auswirkungen auf die Bewertung haben, ob man das System installieren sollte oder nicht.

    Die Feldstärke war zeitlich kein Fokussieren. Das war in vielleicht einer halben Stunde durchgetestet. Es ist nur textlich etwas mehr, weil die Thematik nicht so simpel ist.

    > Oder das neue Bildformat HEIC, das ebenfalls unerwähnt bleibt, inklusive
    > der noch etwas problematischen Unterstützung bei Windows.

    Ja, allerdings bewusst. Es betrifft ohnehin eher die neuen Geräte. Man kann leider nicht alles testen und muss auch schauen, dass es nicht zu viel wird. Der Test ist schon verdammt groß.

    > Interessanterweise schalten die Toggles hier Bluetooth und WiFi nicht
    > wirklich ab. Hast du ne Watch verbunden, dann tut das iPhone nur so, als
    > wäre Bluetooth aus. Eben drüben bei theverge gelesen. Find ich auch wieder
    > wichtiger als die Feldstärke - SCNR.

    Das habe ich im Test nicht bemerkt und deswegen auch nur die kurze Antwort. Die entsprechende News müsste gleich online gehen. Mit so etwas habe ich tatsächlich nicht gerechnet. Zum Glück sind keine Flugrechtlichen Probleme zu erwarten.

    gruß

    -Andy (Golem.de)

    --
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  5. Re: Ein Beitrag voller Grenzfälle

    Autor: Whitey 21.09.17 - 13:46

    tkaufmann schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Liegt das jetzt an mir oder an Golem? Jedes Jahr mache ich wieder den
    > Fehler und lese den wieder mal überkritischen Bericht von Golem über das
    > neue iOS und ärgere mich.
    >
    > Da werden Probleme in epischer Breite besprochen, die nur ein Bruchteil der
    > Nutzer hat:
    >
    > - Feldstärke in Prozent. Es tut mir wirklich leid, dass das nicht mehr
    > geht, aber für wie viele Nutzer ist das relevant? Gerade wenn man dann mal
    > überlegt, wie schnell ihr Multitasking abhakt und dass ihr auf ARKit glaube
    > ich gar nicht eingegangen seid?

    Das habe ich mir auch gedacht. Klar, das Argument ist prinzipiell nicht verkehrt, überlege ich mir, wer das praktisch tatsächlich genutzt hat, bleiben mEn. nur ein paar Nerds über. Die anderen wissen es nicht und den meisten ist es glaube ich auch nicht wichtig, denn für die meisten User zählt nicht ob sie sehen können das sie kein Netz haben (das merken sie eh) sondern das die Verbindung läuft.

    > - Apple hat Entwickler seit Jahren darauf hingewiesen, dass sie ihre Apps
    > auf 64 Bit umstellen müssen. Bei sauber entwickelten Apps ist das ein
    > Aufwand von irgendwo zwischen einer Stunde und vielleicht einem Tag, wenn
    > es ganz dumm läuft. Jetzt schneidet Apple den alten Zopf ab, was sich exakt
    > so auswirkt: 300 Apps auf meinem Handy, zwei veraltet. Bei meiner Frau
    > hat's ein paar uralte Games erwischt, auf die sie schulterzuckend
    > verzichtet hat. Berichte von anderen Nutzern hier und anderenorts lesen
    > sich ähnlich. Aber ihr verallgemeinert eure 20%, die dann irgendwann sogar
    > noch zu 25% werden. Dass Apple gleichzeitig 1 GByte Speicher frei gemacht
    > hat erahnt ihr nur, wirklich zu Ende führt ihr diesen entscheidenden
    > Vorteil nicht. Und das wo ihr seit Jahren bei jedem iPhone zurecht
    > kritisiert, dass die Basis-Variante mit zu wenig Speicher daherkommt!

    Auch das habe ich mir gedacht. Drei bis vier Seiten des Artikels werden diesem schwachsinnigen App Thema gewidmet, was mEn. völlig unverhältnismäßig in Relation zu anderen Neuerung ist. Ich hatte mir nur verkniffen einen eigenen Thread dafür zu eröffnen. Dann auch das Argument bzgl. irgendwelcher obskurer App-Sammler z.B. who the fuck cares?? Mir ist ehrlich gesagt völlig wumple, ob irgendwelche Einzelpersonen jetzt ihre SAMMLUNG von Apps nicht mehr richtig nutzen können, weil Apple hier alte Zöpfe abschneidet. Was soll das überhaupt für eine Argumentation sein? Dass früher gekaufte Apps betroffen sind usw. - leuchtet mir alles ein, aber streckenweise war das Thema wirklich arg gezwungen. Zumal man sich auch fragen muss, ob man sich hinsichtlich der technischen Entwicklungen jetzt wirklich nach irgendwelchen Entwickler*innen richten soll, die es über Jahre nicht fertig bringen ihre App auf den neuesten Stand zu bringen...


    > - Was passiert denn bei anderen Plattformen mit Apps, die nicht mehr im
    > Store sind? Die Probleme, die damit einhergehen, sind doch eher ein Problem
    > des Vertriebsmodells als eines von iOS. Apple entwickelt die Plattform seit
    > Jahren dahingehend, dass sie auch ohne Mac beziehungsweise PC funktioniert.
    > So ein Kerngedanke sollte schon mal erwähnt werden, nicht nur der negative
    > Teil.

    Zumal an diesen Punkt auch spannend ist, dass die Geräte und das OS einerseits sehr viel stärker aufeinander bezogen wird (MacOS, iOS, WatchOS), die Geräte sich jedoch auch weiterhin (und in Bezug auf die Watch) unabhängig voneinander nutzen lassen. Auch die Verschränkung bestimmter Elemente wie dem Dock in iOS und anderen Annäherungen zwischen MacOS und iOS hätte man diesbezüglich stärker thematisieren und darstellen können.

  6. Re: Ein Beitrag voller Grenzfälle

    Autor: theonlyone 22.09.17 - 11:53

    Apple MUSS einfach in der Lage sein einen Kompatibilitätsmodus für seine 32-bit Apps zu machen und dem Nutzer es eben doch zu erlauben diese dort auszuführen.

    Das ist kein Hexenwerk und würde das Thema der unbenutzbaren Apps lösen.

    ----

    Aber da nutzt Apple lieber seine Marktstellung und sagt Entwickler, du MUSST es Updaten, sonst wird es unbenutzbar, deal with it.

    Kundenfreundlich ist das überhaupt nicht, sondern schlichtweg ein Ausnutzen der Marktstellung.

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