Abo
  1. Foren
  2. Kommentare
  3. Handy
  4. Alle Kommentare zum Artikel
  5. › Apple: "Wir nennen es iPhone"

großkotzig schreibt der Neidhammel

  1. Thema
  1. 1
  2. 2

Neues Thema Ansicht wechseln


  1. großkotzig schreibt der Neidhammel

    Autor: Yian 10.01.17 - 09:18

    tja, es hat dann ja tatsächlich die Welt verändert. Die einen haben Ideen, die anderen lästern und kopieren dann doch. Schade, dass dem Schreiber nur „großkotzig“ in Erinnerung geblieben ist – ich persönlich finde diese Formulierung ein ganz klein bisschen subjektiv.

  2. Re: großkotzig schreibt der Neidhammel

    Autor: Enter the Nexus 10.01.17 - 09:20

    Yian schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > tja, es hat dann ja tatsächlich die Welt verändert. Die einen haben Ideen,
    > die anderen lästern und kopieren dann doch. Schade, dass dem Schreiber nur
    > „großkotzig“ in Erinnerung geblieben ist – ich persönlich
    > finde diese Formulierung ein ganz klein bisschen subjektiv.

    War ne Apple Keynote irgendwann mal nicht großkotzig? Bei dieser gab es halt wirklich mal eine tolle Innovation, bei vielen anderen nicht.

  3. Re: großkotzig schreibt der Neidhammel

    Autor: RaZZE 10.01.17 - 09:24

    Yian schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > tja, es hat dann ja tatsächlich die Welt verändert. Die einen haben Ideen,
    > die anderen lästern und kopieren dann doch. Schade, dass dem Schreiber nur
    > „großkotzig“ in Erinnerung geblieben ist – ich persönlich
    > finde diese Formulierung ein ganz klein bisschen subjektiv.


    Das muss in diesem Zusammenhang nicht einmal schlecht sein.
    Es gibt Momente im Leben, das fährst du besser wenn du dich großkotzig gibst. Dieser war so einer. Er wusste genau, was dieses Produkt leisten wird.

  4. Re: großkotzig schreibt der Neidhammel

    Autor: TarikVaineTree 10.01.17 - 16:56

    Yian schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > tja, es hat dann ja tatsächlich die Welt verändert. Die einen haben Ideen,
    > die anderen lästern und kopieren dann doch. Schade, dass dem Schreiber nur
    > „großkotzig“ in Erinnerung geblieben ist – ich persönlich
    > finde diese Formulierung ein ganz klein bisschen subjektiv.


    Süß, fühlt sich ein Apple-Jünger mal wieder auf seinen goldenen Schlips getreten?
    1. Sie war zweifelsohne großkotzig. Selbst wenn das meiste eintraf, wie er es prophezeite, war die Vorstellung mit den von Steve gewählten Adjektiven definitiv großkotzig.
    2. Dem Schreiber blieben auch allerlei Fakten und positive Aspekte "in Erinnerung", wie du so schön schreibst. Also kein Grund ihn auf irgendwas festzunageln. ;)

  5. Re: großkotzig schreibt der Neidhammel

    Autor: unbuntu 10.01.17 - 20:34

    Yian schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > tja, es hat dann ja tatsächlich die Welt verändert. Die einen haben Ideen,
    > die anderen lästern und kopieren dann doch.

    Hat halt nicht jeder so ein Marketing und Image wie Apple. Wenn Sony oder MS damals das iPhone gebaut hätte (also gleiche Features/Leistung/Design), dann hätts keine Sau interessiert. Bei MS hätten alle bestimmt sogar automatisch abgelehnt, "weils von MS ist".

    "Linux ist das beste Betriebssystem, das ich jemals gesehen habe." - Albert Einstein

  6. Re: großkotzig schreibt der Neidhammel

    Autor: DeathMD 11.01.17 - 11:14

    Eben, das konnte und kann nur Apple in dem Umfang. Sie schafften es tatsächlich einen Bedarf bei den Kunden zu erzeugen, der vorher nicht vorhanden war und das nach einem Gerät, dass zu dem Zeitpunkt mehr Nachteile hatte als die zu der Zeit gebräuchlichen Handys.

    - kürzere Akkulaufzeit
    - kein Store (der oft genannte Vorteil gegenüber WinMobile war defacto nicht vorhanden)
    - keine Videoaufnahmen
    - man konnte noch nicht einmal Fotos per MMS verschicken
    - 2G Netz

    Jedes 0815 Nokia Handy konnte damals mehr, aber anscheinend war wischen viel cooler.

  7. Re: großkotzig schreibt der Neidhammel

    Autor: Trollversteher 11.01.17 - 11:21

    >Hat halt nicht jeder so ein Marketing und Image wie Apple. Wenn Sony oder MS damals das iPhone gebaut hätte (also gleiche Features/Leistung/Design), dann hätts keine Sau interessiert.

    Unsinn. Ein solches Gerät hatte die Welt zuvor noch nicht gesehen, und es wäre auch zB von Sony garantiert ein Erfolg geworden (MS, damals noch unter Balmer, hätte ich durchaus zugetraut selbst das zu versemmeln). Natürlich hat Apple mit seinem Image, dem Faible für Design und dem wirklich guten Marketing alles damit rausgeholt, was rauszuholen war und ein anderes Unternehmen wäre damit vielleicht nicht ganz so erfolgreich gewesen wie Apple, aber die Aussage "dann hätts keine Sau interessiert" halte ich für völlig daneben in diesem Zusammenhang.

    >Bei MS hätten alle bestimmt sogar automatisch abgelehnt, "weils von MS ist".

    Bei MS hätte Balmer das Projekt vermutlich schon in der frühen Prototyp Phase gestoppt, weil ihm die Vision für so etwas komplett fehlt. So wie andere gute Projekte des Microsoft Research Centers durch ihn den vorzeitigen Tod erfahren haben.

  8. Re: großkotzig schreibt der Neidhammel

    Autor: Trollversteher 11.01.17 - 11:33

    >Eben, das konnte und kann nur Apple in dem Umfang. Sie schafften es tatsächlich einen Bedarf bei den Kunden zu erzeugen, der vorher nicht vorhanden war und das nach einem Gerät, dass zu dem Zeitpunkt mehr Nachteile hatte als die zu der Zeit gebräuchlichen Handys.

    Wie bitte?!? Darf ich fragen, wie alt Du damals warst? Es gab einen gigantischen, riesigen, extremen Bedarf nach genau dem was das iPhone gebracht hat. Nicht nur beim Kunden, auch bei sämtlichen Entwicklern und Content-Providern. Und auch das mit den "mehr Nachteilen" ist kompletter Schwachsinn. Sicher war das erste iPhone noch nicht "komplett" - erst die nächste Generation, mit App-Store Integration und UMTS hat das Gerät zu einem wirklich rundem Produkt gemacht - aber es war immer noch sämtlichen bis dahin erhältlichen Geräten weit überlegen.

    >- kürzere Akkulaufzeit

    Quatsch. Das stimmt nur, wenn Du das iPhone mit einem kleinen Nokia Series 40 vergleichst. Andere Smartphones mit großem Bildschirm und genug Leistung um mehr als nur telefonieren zu können haben auch keine längere Akkulaufzeit gehabt als das iPhone damals.

    >- kein Store (der oft genannte Vorteil gegenüber WinMobile war defacto nicht vorhanden)

    Den haben sie ja ziemlich schnell nachgeliefert. Es gab er schon vor der Einführung des Appstores Web-Apps. Und wie war das damals bei WinMobile mit Appstores?

    >- keine Videoaufnahmen

    Wurde sogar per Software-Update nachgereicht.

    >- man konnte noch nicht einmal Fotos per MMS verschicken

    Auch das wurde schnell geändert.

    > - 2G Netz

    s.O.. Dafür war das iPhone mit Edge deutlich schneller als so manches UMTS-Gerät. Ich spreche da aus eigener Erfahrung, da ich damals, noch ein "Apple-Hasser" den "Hype" nicht mitmachen wollte und mir ein sog. "iPhone-Killer" Gerät hab aufschwatzen lassen. Damit konnte man schon deutlich besser im Web surfen als mit den "Smartphones" die ich bis dahin kannte, aber als ich das erste mal den direkten Vergleich mit einem iPhone hatte, danach bin ich dann ganz, ganz still geworden, vor allem nachdem das 2G-iPhone im Browservergleich mit seinem schlappen Edge die Webseiten deutlich schneller aufbaute als mein UMTS Gerät...

  9. Re: großkotzig schreibt der Neidhammel

    Autor: DeathMD 11.01.17 - 12:17

    18...

    Also ich konnte absolut keinen Bedarf nach Smartphones beobachten, noch nicht einmal bei den Nerds unter den Nerds. Für die die schon eines hatten, war es eine nette Technikspielerei, aber eben nicht mehr und der Rest setzte sie aus beruflichen Gründen ein. Kein Mensch aus dem Consumerbereich, sagte zu mir damals wie toll doch diese Smartphones sind und welche Möglichkeiten sie dadurch haben. Es war eher das Gegenteil der Fall. Ich weiß nicht, wie oft ich mir anhören musste, dass sie froh sind, wenn sie nicht dauerhaft online sind und E-Mails etc. empfangen.

    Genau solche Leute kauften dann seltsamerweise das erste iPhone. Woher sollte denn quasi aus dem Nichts dieses komplette Umdenken kommen? Marketing ist ein mächtiges Mittel, das man nicht unterschätzen sollte. Ich behaupte nicht, dass dies bei allen so war, jedoch nach meinen Beobachtungen wusste bis zum Hype der Großteil nicht, dass sie ein Smartphone wollen/brauchen.

    Das erste iPhone war für den Großteil der Kunden ein Rückschritt, denn es zählt der Zustand wie es auf den Markt kam. Auf dieser Grundlage wurde die Kaufentscheidung getroffen und nicht auf Grund irgendwelcher später nachgeschobenen Features. Und ja der Großteil war auf normalen Handys unterwegs und deren Akkus hielten nunmal eine Woche und mehr.

    Stimmt bei Win Mobile gab es auch keinen Store, hab ich auch nie behauptet. Jedoch wird diese Vereinfachung der Softwareverwaltung oft als Vorteil gegenüber den damaligen Win Mobile Phones angegeben. Dieser Vorteil war eben nicht von Anfang an vorhanden.

    Das iPhone 3G war dann durchaus ein rundes Gerät und ich will auch nicht bestreiten, dass das erste iPhone nicht richtungweisend war in Bezug auf Benutzung und deren Einfachheit. Win Mobile war da einfach Meilen hinterher. Ich sage nur, für den Großteil der damaligen Käufer war es eigentlich ein Rückschritt und viele davon sahen 2 Monate davor keinen Bedarf nach so einem Gerät und äußerten sogar eine komplett konträre Haltung gegenüber solchen Geräten.

    Das beruht nur auf meinen Beobachtungen im größeren Bekanntenkreis (Leute die man 2 - 3 Mal im Jahr sieht), da stehen keine Studien dahinter und ich mag mich auch täuschen, aber das waren eben meine Beobachtungen zur damaligen Zeit.

  10. Re: großkotzig schreibt der Neidhammel

    Autor: Trollversteher 11.01.17 - 12:40

    >Also ich konnte absolut keinen Bedarf nach Smartphones beobachten, noch nicht einmal bei den Nerds unter den Nerds. Für die die schon eines hatten, war es eine nette Technikspielerei, aber eben nicht mehr und der Rest setzte sie aus beruflichen Gründen ein. Kein Mensch aus dem Consumerbereich, sagte zu mir damals wie toll doch diese Smartphones sind und welche Möglichkeiten sie dadurch haben. Es war eher das Gegenteil der Fall. Ich weiß nicht, wie oft ich mir anhören musste, dass sie froh sind, wenn sie nicht dauerhaft online sind und E-Mails etc. empfangen.

    18. Also noch ein Teenie. Ich habe damals in der Branche gearbeitet (mobile games und J2ME Anwednungen - also das, was man heute App-Entwicklung nennt) und kannte mich mit dem Markt ganz gut aus.
    Und Du bestätigst gerade meine Aussage besser als ich es mit weiteren Argumenten könnte, auch wenn statistische Pseudoerhebungen im eigenen Freundeskreis keinerlei Aussagekraft haben: Die Smartphones vor dem iPhone waren reine Rechnik-Nerd-Gadgets, für den "Mainstrem"-Consumer völlig ungeeignet, und Apple hat genau das geändert und damit einen Bedarf gedeckt.

    >Genau solche Leute kauften dann seltsamerweise das erste iPhone. Woher sollte denn quasi aus dem Nichts dieses komplette Umdenken kommen?

    Äh, Du hast es doch eben selbst erklärt: Die bis dahin erhältlichen Smartphones waren für Casual-Benutzer nicht zu bedienen, das iPhone hingegen hat dann endlich das Potential dieser Geräte durch eine einfache, intuitive und vor allem flüssige Bedienung der breiten Masse zugänglich gemacht.

    >Marketing ist ein mächtiges Mittel, das man nicht unterschätzen sollte. Ich behaupte nicht, dass dies bei allen so war, jedoch nach meinen Beobachtungen wusste bis zum Hype der Großteil nicht, dass sie ein Smartphone wollen/brauchen.

    Nein, Marketing ist vor allem ein Mittel, dass man nicht *über*schätzen sollte, aber das lernt man nur, wenn man selbst mal in der Produktentwicklung und -vermarktung Erfahrung gesammelt hat. Marketing erzeugt Aufmerksamkeit für ein Produkt, erweckt Interesse, sich mal näher damit zu beschäftigen, ist also ein Türöffner. Klar kann Marketing auch kurzfristig Modehypes auslösen, aber das funktioniert nur mit etwas, was die Leute wirklich haben wollen, bzw. das sie für sich persönlich nützlich/spannend/schön empfinden, kurz, wenn das Produkt die Erwartungen die das Marketing erzeugt nicht erfüllen kann, ist der Hype in kürzerster Zeit vorbei und das Produkt bleibt wie Blei in den Regalen liegen.

    *niemand* kann den Leuten dauerhaft mit Marketing Schrott verkaufen, den keiner braucht und den keiner will. Marketing ist *immer* Bedürfnisse und Wünsche erkennen, und diese zu bedienen, nicht Bedürfnisses zu "erzeugen" - das hat noch nie geklappt. Und auch in Deinem Beispiel wurden Bedürfnisse erfüllt -

    >Das erste iPhone war für den Großteil der Kunden ein Rückschritt, denn es zählt der Zustand wie es auf den Markt kam. Auf dieser Grundlage wurde die Kaufentscheidung getroffen und nicht auf Grund irgendwelcher später nachgeschobenen Features. Und ja der Großteil war auf normalen Handys unterwegs und deren Akkus hielten nunmal eine Woche und mehr.

    Wo war es ein Rückschritt? Trotz 2G war das Internet-Browsen auf dem iPhone verglichen mit der gesamten Konkurrenz eine Offenbarung. Die vorinstallierten Apps waren besser, intuitiver und flüssiger als alles, was es bis dahin auf Smartphones gab. Videos hat damals sowieso noch kaum jemand mit dem Handy gedreht, die damaligen Kameras waren nämlich grottig, und die Speicherausstattung viel zu dürftig.

    >Stimmt bei Win Mobile gab es auch keinen Store, hab ich auch nie behauptet. Jedoch wird diese Vereinfachung der Softwareverwaltung oft als Vorteil gegenüber den damaligen Win Mobile Phones angegeben. Dieser Vorteil war eben nicht von Anfang an vorhanden.

    Der kam aber sehr schnell. Und viele vergessen, dass es vorher schon Web-Apps gab, die dank spezieller Extensions auch schon recht mächtig waren.

    >Das iPhone 3G war dann durchaus ein rundes Gerät und ich will auch nicht bestreiten, dass das erste iPhone nicht richtungweisend war in Bezug auf Benutzung und deren Einfachheit. Win Mobile war da einfach Meilen hinterher. Ich sage nur, für den Großteil der damaligen Käufer war es eigentlich ein Rückschritt und viele davon sahen 2 Monate davor keinen Bedarf nach so einem Gerät und äußerten sogar eine komplett konträre Haltung gegenüber solchen Geräten.

    Wenn dem wirklich so wäre, wäre das Smartphone dann nicht gefloppt? Statt dessen ging es doch dann erst so richtig los, Nokia ging Pleite und Google stieg groß in den Markt ein. Und heute ist man ein "komischer Kauz" wenn man kein Smartphone besitzt...

    >Das beruht nur auf meinen Beobachtungen im größeren Bekanntenkreis (Leute die man 2 - 3 Mal im Jahr sieht), da stehen keine Studien dahinter und ich mag mich auch täuschen, aber das waren eben meine Beobachtungen zur damaligen Zeit.

    Eben. Subjektive Eindrücke.

  11. Re: großkotzig schreibt der Neidhammel

    Autor: DeathMD 11.01.17 - 14:05

    Trollversteher, ich geb dir gerne in allem recht, weil es tatsächlich auf eine subjektive Beobachtung beruht und ich bin auch dankbar für deinen Insidereinblick.

    Dein Marketingwissen solltest du allerdings auffrischen, denn die Zeiten sind schon lange vorbei in denen ein Produkt beworben wurde und es eines vorher vorhandenen Bedürfnisses bedurfte um ein Produkt erfolgreich zu machen. Kaufentscheidungen sollen und werden zum Großteil nicht mehr rational getroffen, weil Kunden auf emotionaler Ebene viel beeinflussbarer sind. Nicht umsonst haben wirklich gute Leute im Marketing meist ein Zweitstudium in Psychologie abgeschlossen. Heute werden Gefühle beworben und dadurch Bedürfnisse erzeugt, die vorher nicht vorhanden waren bzw. einer rationalen Beurteilung zur Nutzenmaximierung nie standgehalten hätten.

    Ein einfaches Bsp. ist etwa Becks. Sieh dir eine Becks Werbung an und sag mir bitte was dir dabei verkauft wird. Ist es das Bier oder die Emotionen nach Abenteuer und Freiheit? Diese Beobachtung kannst du quer durch alle Branchen machen und Apple ist dafür noch immer eines der Beispiele am Anfang jedes Marketingkurses, weil sie zu den ersten gehörten die im Marketing auf Emotionen setzten, auch RedBull ist so ein Bsp.. Es gibt Studien zu den Anfangszeiten in diesem Feld, in denen du durch fMRT Aufnahmen sehen kannst, dass Apple gezielt die emotionalen Hirnregionen bei einer Kaufentscheidung aktivierte und andere Hersteller es noch auf rationaler Ebene versuchten.

    Ich weiß aus eigener Erfahrung, dass es die meisten Menschen nicht hören wollen, wie sehr sie durch Marketing mittlerweile manipuliert werden, aber es ist eben Tatsache. Auch unser Marketinginstitut verfügt über ein MRT, EEG und EOG (Messen der Augenbewegung) und das ist kein großes Institut, es steckt also mittlerweile schon ein enormer wissenschaftlicher Aufwand dahinter. In dem Bereich hat sich sehr viel, in relativ kurzer Zeit getan, dass dieses Wissen noch nicht unbedingt in den kleinen Marketingklitschen angekommen ist mag durchaus sein. Du kannst aber davon ausgehen, dass die größeren Unternehmen sehr genau wissen was sie da machen und welche Möglichkeiten es bietet.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 11.01.17 14:06 durch DeathMD.

  12. Re: großkotzig schreibt der Neidhammel

    Autor: opodeldox 11.01.17 - 14:32

    Mit diesen Methoden verkaufst du genau ein Becks pro Person, wenn das Bier schlecht ist. Eine andere Emotion ist nämlich die, enttäuscht zu sein.

  13. Re: großkotzig schreibt der Neidhammel

    Autor: Trollversteher 11.01.17 - 14:43

    >Dein Marketingwissen solltest du allerdings auffrischen, denn die Zeiten sind schon lange vorbei in denen ein Produkt beworben wurde und es eines vorher vorhandenen Bedürfnisses bedurfte um ein Produkt erfolgreich zu machen. Kaufentscheidungen sollen und werden zum Großteil nicht mehr rational getroffen, weil Kunden auf emotionaler Ebene viel beeinflussbarer sind. Nicht umsonst haben wirklich gute Leute im Marketing meist ein Zweitstudium in Psychologie abgeschlossen. Heute werden Gefühle beworben und dadurch Bedürfnisse erzeugt, die vorher nicht vorhanden waren bzw. einer rationalen Beurteilung zur Nutzenmaximierung nie standgehalten hätten.

    Klar, das weiß ich ja - trotzdem funktioniert das langfristig (und 10 Jahre sind in diesem schnellebigen Markt verdammt langfristig) nur, wenn der Kunde auch tatsächlich in dem Produkt einen Mehrwert für sich findet, der über das kurzzeitige Freudegefühl über ein neues, schickes Gadget hinausgeht.

    Siehe Nintendo Wii: Das war ein riesen Hype, plötzlich wollte wirklich jeder so ein Teil haben, in beinahe jedem Wohnzimmer war plötzlich eine Wii zu finden, weil jeder dachte er müsste eine haben. Bei der überwiegenden Mehrzahl der Leute endete das so, dass nach der ersten Begeisterung für Wii Sports die Wii unter dem Fernseher verstaubte, und der Nachfolger erst gar nicht mehr gekauft wurde. Das ist ein typischer Mode-Hype, der auch maßgeblich durch das gelungene Marketing erzeugt wurde. Aber es war eben nicht nachhaltig, die Leute haben schnell erkannt, dass sie diese Konsole nicht wirklich brauchten, sie auf Dauer nicht die Erwartungen erfüllen konnte, die sie hineingesteckt haben.

    >Ein einfaches Bsp. ist etwa Becks. Sieh dir eine Becks Werbung an und sag mir bitte was dir dabei verkauft wird. Ist es das Bier oder die Emotionen nach Abenteuer und Freiheit?

    Auch wenn ich hin und wieder wirklich gerne Becks trinke, und es auch den süßen südlicheren Bieren vorziehe, konnte diese Kampagne trotzdem nicht bewirken dass ich Beck's nach wie vor für ein ziemlich dünnes und wässriges Bier halte, und andere Sorten vorziehe. Da hat die Marketing-Masche also nicht gewirkt.

    >Diese Beobachtung kannst du quer durch alle Branchen machen und Apple ist dafür noch immer eines der Beispiele am Anfang jedes Marketingkurses, weil sie zu den ersten gehörten die im Marketing auf Emotionen setzten, auch RedBull ist so ein Bsp.. Es gibt Studien zu den Anfangszeiten in diesem Feld, in denen du durch fMRT Aufnahmen sehen kannst, dass Apple gezielt die emotionalen Hirnregionen bei einer Kaufentscheidung aktivierte und andere Hersteller es noch auf rationaler Ebene versuchten.

    Klar tun sie das - und noch viel mehr: Apple hat, im Gegensatz zur Konkurrenz, immer erklärt, aus welcher Motivation Sie ein Produkt entwickelt haben, und aus welchem Grund man es kaufen sollte. "Wir lieben Musik. Und daher haben wir einen neuen iPod für Dich entwickelt." "Wir lieben Kreativität, deshalb sind unsere Computer auf intuitive Bedienung ausgelegt." Das ist etwas völlig anderes, als das übliche herunterrasseln von technischen Daten und Features - "Kaufen Sie unser neustes Smartphone mit schnellem Quadcore-Prozessor". Ja, das bringt Emotionen ins Spiel und Leidenschaft. Aber wenn diese Emotionen enttäuscht werden, ist der negative Effekt mindestens so groß wie die positive Euphorie beim Kauf.

    Das hat eben alles nur solange funktioniert, solange hinter diesen künstlich erzeugten Emotionen auch etwas konkretes, handfestes war, der Kunde auch nach dem ersten Rausch noch der Meinung war, etwas wirklich außergewöhnliches gekauft zu haben. Dieses Gefühl hat in den letzten Jahren, nach Jobs Tod, stark nachgelassen - in meinem Freundeskreis haben sich selbst eingeschworen Apple-Jünger abgewendet, nachdem sie von der neuen Macbook Pro Reihe enttäuscht waren.

    >Ich weiß aus eigener Erfahrung, dass es die meisten Menschen nicht hören wollen, wie sehr sie durch Marketing mittlerweile manipuliert werden, aber es ist eben Tatsache. Auch unser Marketinginstitut verfügt über ein MRT, EEG und EOG (Messen der Augenbewegung) und das ist kein großes Institut, es steckt also mittlerweile schon ein enormer wissenschaftlicher Aufwand dahinter. In dem Bereich hat sich sehr viel, in relativ kurzer Zeit getan, dass dieses Wissen noch nicht unbedingt in den kleinen Marketingklitschen angekommen ist mag durchaus sein. Du kannst aber davon ausgehen, dass die größeren Unternehmen sehr genau wissen was sie da machen und welche Möglichkeiten es bietet.

    Ich arbeite mittlerweile für ein großes Unternehmen, daher ist mir das durchaus bewusst. Mir ist aber ebenfalls bewusst, dass im Marketingbereich eine Menge Snake-oil verkauft wird, und dem Marketing trotz tatsächlich nachweislicher Wirkung gerne schon mal mehr Macht zugesprochen wird, als es tatsächlich hat - besonders wenn es um Apple geht, wo einige Applegegner gerne leichtfertig unterstellen, alle Apple-Kunden seien ferngesteuerte Marketing-Schafe, die durch eine Art hypnotischen Mechanismus gegen ihren Willen zum Kauf von Apple Produkten gezwungen werden. Und ich sage eben: Marketing ist (zumindest längerfristig) nur so stark, wie das Produkt dahinter. Ein gutes Produkt, das den Nerv der Zeit trifft, kann man mit Marketing zum Welterfolg machen. Aber sämtliche Versuche, einen "Nerv der Zeit", bzw einen Trend komplett gezielt künstlich zu erzeugen, sind bisher in die Hose gegangen. Das Marketing springt immer nur auf keimende Trends auf und verstärkt sie, es kreiert aber keine.

  14. Re: großkotzig schreibt der Neidhammel

    Autor: Trollversteher 11.01.17 - 14:44

    >Mit diesen Methoden verkaufst du genau ein Becks pro Person, wenn das Bier schlecht ist. Eine andere Emotion ist nämlich die, enttäuscht zu sein.

    Richtig. Sehr schön. Meine ellenlange Abhandlung, die ich eben als Antwort zu dem Thema verfasst habe, in einfachen zwei Sätzen ausgedrückt :-)

  15. Re: großkotzig schreibt der Neidhammel

    Autor: DeathMD 11.01.17 - 15:12

    Dann erklär mir, warum sich eine überteuerte Brause wie RedBull so toll verkauft? Weil es allen so toll schmeckt, oder weil sie es mit sportlichem Erfolg in Verbindung bringen?
    RedBull verkaufte sich anfangs überhaupt nicht gut, erst als sie ihr Marketing anpassten (RedBull verleiht Flügel) und massiv in Sponsoring investierten wurden sie so erfolgreich.

    Nespresso kam das erste Mal in den 80er Jahren auf den Markt und kein Hahn krähte danach, weil man den Leuten auf rationaler Ebene einfach nicht erklären konnte, warum sie sich überteuerten Kaffee (ca. 60¤/kg und höher) und zusätzlichen Kapselmüll nach Hause holen sollten... dann kam George Clooney und das Marketing setzte gezielt auf Emotionen.

    Natürlich muss das Produkt trotzdem gewissen Qualitätsstandards entsprechen, denn wenn Becks wie Pisse schmecken würde, kannst du noch so viele Emotionen dazu verkaufen. So weit sind wir noch nicht, um sprichwörtlich "Scheiße als Gold" zu verkaufen, du kannst aber Produkte verkaufen, die die Kunden nach rationalen Überlegungen sonst nie gekauft hätten und das war auch meine Aussage im Text oben.

    Ich merke aber schon, eine Diskussion hier scheint recht sinnlos. Natürlich werdet ihr nie und nimmer von Marketing beeinflusst und natürlich beschäftigt sich diese Branche nur aus Jux und Tollerei auf wissenschaftlich/psychologischer Ebene mit diesem Thema. Gerätschaften wie ein MRT um 800.000,- und aufwärts werden auch nur aus Jux und Tollerei angeschafft um ein paar schöne Bildchen zu machen...

    Schönen Tag noch.

  16. Re: großkotzig schreibt der Neidhammel

    Autor: DeathMD 11.01.17 - 15:38

    Natürlich ist die Gefahr dann umso größer, wenn man versucht über Emotionen etwas zu verkaufen und diese dann nicht mehr halten kann. Ich hab dir jetzt aber schon Produkte geliefert, die sich eigentlich nicht verkauften und erst durch die Änderung im Marketing verkauft werden konnten. Da steht bis heute kein rationaler Grund dahinter, lediglich die Produktqualität muss bis zu einem gewissen Grad stimmen und dann reichen die Emotionen durchaus. Das ist das von dir angesprochene Problem von Apple. Die Qualität ist einfach nicht mehr die, die die Kunden von früher noch gewohnt waren, weshalb ihnen diese "emotionale Kampagne" vl. mal auf den Kopf fällt, wir werden sehen.

    Weil du gerade die "intuitive Bedienung" von Applegeräten ansprichst. Hast du dir schon einmal ganz genau Werbevideos angesehen? Sie zeigen dir dort bereits wie das Gerät funktioniert. Dein Unterbewusstsein übernimmt das und du glaubst dann, dass es so intuitiv zu bedienen sei, Betonung liegt auf glauben. ;)
    Das von dir angesprochen "hypnotische Verhalten" ist natürlich Quatsch und einfach nur, wie du es schon sagst, ein Trollmittel der Applegegner, doch darauf wollte ich nicht hinaus.

    Natürlich führt das auch oft nur zur Bildung eines Hypes, der nicht von langfristiger Dauer ist. Diese Hypes können in der heutigen Zeit allerdings in kurzer Zeit Milliarden einbringen, natürlich auch dementsprechend nach hinten los gehen.

    Kurzum wollte ich euch nur darauf aufmerksam machen, dass ihr vermutlich viel mehr Kaufentscheidung auf emotionaler Ebene trefft und dadurch auch öfter Mal Produkte kauft, die ihr sonst nicht gekauft hättet, als euch lieb ist. Mag sein, dass du dafür nicht so anfällig bist, die Leute gibt es schon. Bei der Masse reicht es aber wenn du einen gewissen Hype auslösen kannst und du es zu einer gewissen Gruppendynamik bringst und es wird zu einem Selbstläufer, wenn die Qualität stimmt.

    Ich wollte, wie bereits oben geschrieben, nicht damit ausdrücken, dass man deshalb "Scheiße als Gold" verkaufen kann. Kann sein, dass das missverständlich rüber kam.

  17. Re: großkotzig schreibt der Neidhammel

    Autor: Trollversteher 11.01.17 - 15:40

    >Dann erklär mir, warum sich eine überteuerte Brause wie RedBull so toll verkauft? Weil es allen so toll schmeckt, oder weil sie es mit sportlichem Erfolg in Verbindung bringen?
    >RedBull verkaufte sich anfangs überhaupt nicht gut, erst als sie ihr Marketing anpassten (RedBull verleiht Flügel) und massiv in Sponsoring investierten wurden sie so erfolgreich.

    Natürlich muss man eine bis dahin noch unbekannte Produktkategorie (also "energy drink", nicht das konkrete Red Bull Produkt), erst mal bekannt machen und dem Kunden erklären, damit es sich verkauft. Und genau da ist Marketing am wirksamsten. Hat ja auch niemand behauptet, dass Marketing wirkungslos wäre - und wenn Red Bull weder einer ausreichenden Menge an Kunden schmecken noch die gewünschte Wirkung erzielen würde, könnte auch kein Marketing etwas daran ändern.

    Aber gerade der Energy Drink Markt zeigt, dass eben Marketing nicht alles ist - die Marke "Monster" hat mittlerweile beinahe so viel Marktanteil wie Red Bull, und das, obwohl sie verglichen mit dem immensen Aufwand von Red Bull kaum Marketing betreiben.

    >Natürlich muss das Produkt trotzdem gewissen Qualitätsstandards entsprechen, denn wenn Becks wie Pisse schmecken würde, kannst du noch so viele Emotionen dazu verkaufen. So weit sind wir noch nicht, um sprichwörtlich "Scheiße als Gold" zu verkaufen, du kannst aber Produkte verkaufen, die die Kunden nach rationalen Überlegungen sonst nie gekauft hätten und das war auch meine Aussage im Text oben.

    Mehr habe ich doch nie gesagt. Natürlich muss man den Kunden erst mal auf ein neues Produkt hinweisen, und ihm in irgendeiner Weise klar machen, was dieses Produkt ihm persönlich bringt. Da ist aber ein Unterschied zu der Aussage, Marketing könne Bedürfnisse erzeugen, die vorher noch nicht da waren. In dem Falle "Smartphone" traf das eben gar nicht zu, eine Nachfrage und das Bedürfnis nach einem internetfähigen Taschencomputer war durchaus da, nur konnten die bis dahin erhältlichen Geräte dieses Bedürfnis nicht ansatzweise befriedigend stillen. Apple hat damals sehr genau hingeschaut, wo die Bedürfnisse des "Mainstreams" sind, wo die Defizite der bisherigen Geräte und des Marktes liegen und dann danach gehandelt. Genau das hat sie ja von der Konkurrenz unterschieden, die einfach nur immer neue Features in die Geräte gekloppt haben ohne zu fragen, was der Kunde denn eigentlich in welcher Form möchte.

    >Ich merke aber schon, eine Diskussion hier scheint recht sinnlos. Natürlich werdet ihr nie und nimmer von Marketing beeinflusst und natürlich beschäftigt sich diese Branche nur aus Jux und Tollerei auf wissenschaftlich/psychologischer Ebene mit diesem Thema.

    Och bitte. Niemand hier hat das auch nur mit einem Wort angedeutet. Ist es wirklich so schwierig, heutzutage dieses eindimensionale binäre Denken, das offenbar nur zwei Extreme und nichts dazwischen kennt abzulegen?

    >Gerätschaften wie ein MRT um 800.000,- und aufwärts werden auch nur aus Jux und Tollerei angeschafft um ein paar schöne Bildchen zu machen...

    Aus welchen Beweggründen ein MRT angeschafft wurde, und ob diese Ausgabe in dem konkreten Fall gerechtfertigt war können wir hier in diesem Forum wohl kaum nachvollziehen...

  18. Re: großkotzig schreibt der Neidhammel

    Autor: Trollversteher 11.01.17 - 15:48

    >Natürlich ist die Gefahr dann umso größer, wenn man versucht über Emotionen etwas zu verkaufen und diese dann nicht mehr halten kann. Ich hab dir jetzt aber schon Produkte geliefert, die sich eigentlich nicht verkauften und erst durch die Änderung im Marketing verkauft werden konnten. Da steht bis heute kein rationaler Grund dahinter, lediglich die Produktqualität muss bis zu einem gewissen Grad stimmen und dann reichen die Emotionen durchaus. Das ist das von dir angesprochene Problem von Apple. Die Qualität ist einfach nicht mehr die, die die Kunden von früher noch gewohnt waren, weshalb ihnen diese "emotionale Kampagne" vl. mal auf den Kopf fällt, wir werden sehen.

    Natürlich steht da ein rationaler Grund hinter. Und natürlich muss man (wie ich an anderer Stelle bereits geschrieben habe) dem Kunden eine völlig neue Produktkategorie erst mal erklären. Red Bull wurde zB. im Zusammenhang mit der Techno-Bewegung erst richtig groß und bekannt - als legale, schwächere Alternative zu den verbotenen Partydrogen der Zeit. Hat also durchaus einen Bedarf gedeckt, der bereits da war.

    >Weil du gerade die "intuitive Bedienung" von Applegeräten ansprichst. Hast du dir schon einmal ganz genau Werbevideos angesehen? Sie zeigen dir dort bereits wie das Gerät funktioniert. Dein Unterbewusstsein übernimmt das und du glaubst dann, dass es so intuitiv zu bedienen sei, Betonung liegt auf glauben. ;)

    Sehr gutes Beispiel. Damit man so etwas *überhaupt* erst in einem kurzen Werbespot transportieren kann, *muss* es bereits einfach und intuitiv sein. Stell Dir doch mal vor, Du müsstest auf diese Weise die Vorzüge einer Linux-Kommandozeile so kommunizieren, dass ein "Mainstream"-Anwender in der Lage ist, daraufhin die Bash ohne weitere Hilfe mit einem zufriedenen Benutzererlebnis zu bedienen... Ich befürchte, der Spot würde ziemlich lang und ziemlich dröge...

    >Das von dir angesprochen "hypnotische Verhalten" ist natürlich Quatsch und einfach nur, wie du es schon sagst, ein Trollmittel der Applegegner, doch darauf wollte ich nicht hinaus.

    OK, dann bewegen wir uns ja langsam aufeinander zu. Ich habe ja auch nie behauptet, Marketing habe keine Wirkung, oder ich könnte mich dieser Wirkung bewusst entziehen.

    >Natürlich führt das auch oft nur zur Bildung eines Hypes, der nicht von langfristiger Dauer ist. Diese Hypes können in der heutigen Zeit allerdings in kurzer Zeit Milliarden einbringen, natürlich auch dementsprechend nach hinten los gehen.

    Ja, aber passt eben nicht zu dem konkreten Thema hier, weil das iPhone nun schon seit 10 Jahren erfolgreich ist - wenn natürlich nicht mehr so "gehyped" wie in den ersten Jahren.

    >Kurzum wollte ich euch nur darauf aufmerksam machen, dass ihr vermutlich viel mehr Kaufentscheidung auf emotionaler Ebene trefft und dadurch auch öfter Mal Produkte kauft, die ihr sonst nicht gekauft hättet, als euch lieb ist. Mag sein, dass du dafür nicht so anfällig bist, die Leute gibt es schon. Bei der Masse reicht es aber wenn du einen gewissen Hype auslösen kannst und du es zu einer gewissen Gruppendynamik bringst und es wird zu einem Selbstläufer, wenn die Qualität stimmt.

    Dem widerspreche ich auch gar nicht.

    >Ich wollte, wie bereits oben geschrieben, nicht damit ausdrücken, dass man deshalb "Scheiße als Gold" verkaufen kann. Kann sein, dass das missverständlich rüber kam.

    OK, dann sind wir uns ja einig ;-)

  19. Re: großkotzig schreibt der Neidhammel

    Autor: opodeldox 11.01.17 - 16:03

    DeathMD schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Dann erklär mir, warum sich eine überteuerte Brause wie RedBull so toll
    > verkauft? Weil es allen so toll schmeckt, oder weil sie es mit sportlichem
    > Erfolg in Verbindung bringen?
    >
    > RedBull verkaufte sich anfangs überhaupt nicht gut, erst als sie ihr
    > Marketing anpassten (RedBull verleiht Flügel) und massiv in Sponsoring
    > investierten wurden sie so erfolgreich.

    Weil der Bauer nicht kauft, was er nicht kennt.

    > Nespresso kam das erste Mal in den 80er Jahren auf den Markt und kein Hahn
    > krähte danach, weil man den Leuten auf rationaler Ebene einfach nicht
    > erklären konnte, warum sie sich überteuerten Kaffee (ca. 60¤/kg und höher)
    > und zusätzlichen Kapselmüll nach Hause holen sollten... dann kam George
    > Clooney und das Marketing setzte gezielt auf Emotionen.

    Der Bauer kauft nichts, was er nicht kenn, ausser eine vertrauenswürdige Person empfiehlt es ihm.

    > Natürlich muss das Produkt trotzdem gewissen Qualitätsstandards
    > entsprechen, denn wenn Becks wie Pisse schmecken würde, kannst du noch so
    > viele Emotionen dazu verkaufen. So weit sind wir noch nicht, um
    > sprichwörtlich "Scheiße als Gold" zu verkaufen, du kannst aber Produkte
    > verkaufen, die die Kunden nach rationalen Überlegungen sonst nie gekauft
    > hätten und das war auch meine Aussage im Text oben.

    Ich glaube dass das nachhaltig geht. Kapselmaschinen haben Vorteile. Jeder hat ausserdem einen Plumbus, weil er sehr nützlich ist, ohne gross Werbung dafür machen zu müssen.

    Nenn mir doch mal ein Produkt das schlecht ist, keine Vorteile hat und sich trotzdem, nur danke Marketing erfolgreich am Markt hält?

    > Ich merke aber schon, eine Diskussion hier scheint recht sinnlos. Natürlich
    > werdet ihr nie und nimmer von Marketing beeinflusst und natürlich
    > beschäftigt sich diese Branche nur aus Jux und Tollerei auf
    > wissenschaftlich/psychologischer Ebene mit diesem Thema. Gerätschaften wie
    > ein MRT um 800.000,- und aufwärts werden auch nur aus Jux und Tollerei
    > angeschafft um ein paar schöne Bildchen zu machen...

    Klar funktioniert Marketing, ich kenne die Branche, aber vieles ist einfach Homöopathie, oder steht in keinem Verhältnis zum Nutzen.

  20. Re: großkotzig schreibt der Neidhammel

    Autor: opodeldox 11.01.17 - 16:10

    DeathMD schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das ist das von dir angesprochene Problem von Apple. Die Qualität ist
    > einfach nicht mehr die, die die Kunden von früher noch gewohnt waren,
    > weshalb ihnen diese "emotionale Kampagne" vl. mal auf den Kopf fällt, wir
    > werden sehen.

    Die Qualität ist noch die Selbe, früher lief auch nicht alles Rund und in Butter. Das Problem ist das Leute abstumpfen und normalisieren, dann dreht sich die Stimmung erstmal. Es lohnt sich schlecht über Apple zu schreiben und es ist cooler gegen Apple zu sein. Das bestätigt deren Kernkundschaft, noch mehr an sie zu glauben, macht aber das Marketing schwerer.

    Das Problem ist, das Marketing keine Wissenschaft ist und das die selbe Methode nicht dauerhaft die selben, vorhersehbaren Ergebnisse liefert.

  1. 1
  2. 2

Neues Thema Ansicht wechseln


Um zu kommentieren, loggen Sie sich bitte ein oder registrieren Sie sich. Zum Login

Stellenmarkt
  1. baramundi software AG High-Tech-Park, Augsburg
  2. ima-tec GmbH, Kürnach
  3. EnBW Energie Baden-Württemberg AG Holding, Karlsruhe
  4. SBS seebauer business solutions GmbH, Weyarn

Golem pur
  • Golem.de ohne Werbung nutzen

Anzeige
Hardware-Angebote
  1. 299,00€
  2. (reduzierte Überstände, Restposten & Co.)


Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Kontist, N26, Holvi: Neue Banking-Apps machen gute Angebote für Freelancer
Kontist, N26, Holvi
Neue Banking-Apps machen gute Angebote für Freelancer

Ein mobiles und dazu noch kostenloses Geschäftskonto für Freiberufler versprechen Startups wie Kontist, N26 oder Holvi. Doch sind die Newcomer eine Alternative zu den Freelancer-Konten der großen Filialbanken? Ja, sind sie - mit einer kleinen Einschränkung.
Von Björn König


    Katamaran Energy Observer: Kaffee zu kochen heißt, zwei Minuten später anzukommen
    Katamaran Energy Observer
    Kaffee zu kochen heißt, zwei Minuten später anzukommen

    Schiffe müssen keine Dreckschleudern sein: Victorien Erussard und Jérôme Delafosse haben ein Boot konstruiert, das ohne fossilen Treibstoff auskommt. Es kann sogar auf hoher See selbst Treibstoff aus Meerwasser gewinnen. Auf ihrer Tour um die Welt wirbt die Energy Observer für erneuerbare Energien.
    Ein Bericht von Werner Pluta

    1. Umweltschutz Kanäle in NRW bekommen Ladesäulen für Binnenschiffe
    2. Transport DLR plant Testfeld für autonome Schiffe in Brandenburg
    3. C-Enduro Britische Marine testet autonomes Wasserfahrzeug

    Zulassung autonomer Autos: Der Mensch fährt besser als gedacht
    Zulassung autonomer Autos
    Der Mensch fährt besser als gedacht

    Mehrere Jahre haben Wissenschaftler und Autokonzerne an Testverfahren für einen Autobahnpiloten geforscht. Die Ergebnisse sprechen für den umfangreichen Einsatz von Simulation. Und gegen den schnellen Einsatz der Technik.
    Von Friedhelm Greis

    1. Einride T-Pod Autonomer Lkw fährt in Schweden Waren aus
    2. Ingolstadt Audi vernetzt Autos mit Ampeln
    3. Wasserkühlung erforderlich Leistungshunger von Auto-Rechnern soll stark steigen

    1. Giax: Vodafone Deutschland kauft 30-GBit/s-Technik ein
      Giax
      Vodafone Deutschland kauft 30-GBit/s-Technik ein

      Vodafone machte lange aus den Versuchen mit dem HelEOS-System von Giax ein großes Geheimnis. Jetzt endlich ist klar: Das Ethernet-Overlay-System wird im Kabelnetz für Endkunden eingesetzt.

    2. Süwex: WLAN im Regionalzug wird gut angenommen
      Süwex
      WLAN im Regionalzug wird gut angenommen

      Westlich von Mannheim und Frankfurt am Main setzt die Deutsche Bahn seit fast einem Jahr WLAN-Züge ein. Die erste Bilanz ist gut, nutzen doch recht viele Fahrgäste das Angebot jeden Tag. Die Kosten für den Betrieb liegen bei rund 30 Euro pro Tag und Zug.

    3. Arduino SIM: Mobilfunkttarif für IoT-Platinen kostet 1,50 US-Dollar
      Arduino SIM
      Mobilfunkttarif für IoT-Platinen kostet 1,50 US-Dollar

      Arduino SIM verbindet externe Sensoren per 3G oder sogar 2G mit der eigenen Cloud-Infrastruktur - ab 1,50 US-Dollar im Monat. Eine zukunftskompatiblere LTE-Variante soll folgen, genau wie die Kooperation mit größeren Mobilfunkanbietern.


    1. 15:25

    2. 14:55

    3. 14:39

    4. 14:25

    5. 14:12

    6. 13:43

    7. 13:30

    8. 13:15