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Dieses "Armband" löst das Problem der Eltern auf Seiten der Kinder

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  1. Dieses "Armband" löst das Problem der Eltern auf Seiten der Kinder

    Autor: LX 14.10.13 - 17:47

    Viele Eltern sind heutzutage damit überfordert, sich um ihren Nachwuchs zu kümmern. Dieses Problem liegt aber bei den Eltern und nicht bei den Kindern. Der Mangel an Aufmerksamkeit gegenüber den Kindern wird von einem solchen Armband ungefähr so sehr behoben wie der Mangel an gut sichtbarem Sicherheitspersonal in gefährdeten Gegenden durch Überwachungskameras ausgeglichen wird.

    Gehen wir aber noch einen Schritt weiter: das Problem der mangelnden Aufmerksamkeit der Eltern hängt häufig damit zusammen, dass beide Eltern berufstätig sind, weitere Angehörige weiter entfernt wohnen und eine ganztägige Betreuung nicht gewährleistet werden kann.

    Die Lösung für dieses Problem ist keine elektrische Handfessel für Kinder, sondern vielmehr eine politische: man könnte beispielsweise einen Mindestlohn einführen, der ausreichen würde, eine kleine Familie von einem einzelnen Einkommen zu versorgen; die landesweite Schaffung von Möglichkeiten zur ganztägigen Betreuung der Kinder wäre ebenfalls ein denkbarer Ansatz.

    Realistisch betrachtet sind im Moment jedoch weiterhin nur "Lösungen" verfügbar, die entweder unerschwinglich oder keine wirklichen Lösungen sind.

  2. Re: Dieses "Armband" löst das Problem der Eltern auf Seiten der Kinder

    Autor: torfnase 14.10.13 - 21:14

    Ich vermute, daß Sie keine Kinder haben? Andernfalls sollten Sie doch nachvollziehen können, daß man sich als Eltern ab und an einfach nur unendlich Sorgen macht - und zu wissen, wo der Sprössling denn gerade ist, kann zwar hier nicht die Lösung für alle Probleme, aber doch manchmal bestimmt beruhigend sein.

    Ich selbst habe die Zeit, mich um meinen Nachwuchs zu kümmern. So habe ich bspw. die Zeit, mein Kind jeden morgen zur Schule zu bringen und tue dies auch, um sicher zu gehen, daß es gut ankommt. Doch ich würde mich tatsächlich lieber weniger kümmern. Nicht um meinet Willen, oder der gesparten Zeit wegen. Sondern vielmehr, weil ich mein Kind dadurch stark kontrolliere und ihm eine Möglichkeit raube, Selbständigkeit zu entwickeln. Das Kind alleine gehen zu lassen, aber nicht erst Stunden später durch den Anruf der Schule zu erfahren, daß es nie dort angekommen ist, halte ich für eine durchaus interessante Möglichkeit.

    Natürlich kann man ein solches Armband als elektronische Fußfessel für Kinder und blose Entschuldigung für die Unfähigkeit der Eltern verteufeln und es wäre katastrophal, wenn es so eingesetzt würde. Aber mir fallen viele "Anwendungsbeispiele" ein, wo man dem Kind dadurch mehr Freiheit bieten könnte und den Eltern trotzdem gleichzeitig die Möglichkeit gäbe, im Notfall reagieren zu können.

    Das wir in einem Land leben, wo die Politik den demographischen Wandel anmahnt, in ihrem Handeln aber eine Geselschaft fortführt und fördert, in der man trotz Vollzeitbeshäftigung (und darüber hinaus) kaum in der Lage ist, eine Familie zu ernähren, will ich an dieser Stelle gar nicht bestreiten: Kinderkriegen bedeutet hier ein finanzielles Risiko, daß man komplett selbst trägt und welches einen an den Rand der Existenz drängt, wenn man nicht genau kalkuliert - was für ein Armutszeugnis!

    Bzgl. der Ganztagsbetreuung - davon wird ja immer wieder und aller Ortens geredet - habe ich eine andere, aber rein persönlich Meinung: es geht immer darum, daß man den Eltern die Möglichkeit geben muß, arbeiten gehen zu können. Für mich wirkt das befremdlich. Mir sind meine Kinder wichtiger als mein Arbeitgeber; mir wäre es wichtiger, für meine Kinder da zu sein, als das ich meinen würde mich über irgendeinen Job selbst verwirklichen zu können. Ich setzte doch keine Kinder in die Welt, um sie kurz nach der Geburt in die Kita abzugeben und von fremden erziehen zu lassen. Aber wenn man das äußert, dann gilt man ja direkt als jemand, der ein veraltetes und frauenfeindliches Familienmodell vertritt. Nein, die Frauen als Gebährmaschinen nutzen und sie dann möglichst schnell wieder in die Produktion für unsere Wirtschaft integrieren, so muß die schöne neue Welt aussehen ... ich vermute, daß 90% dieser Frauen nicht die Akademikerinen sind, die für das Kind ihre Managerkarriere opfern müssen ... den Damen hinter der Fleischtheke und an der Supermarktkasse soll man doch mal erzählen, daß sie diese arbeit nicht machen müssen, um die Familie mit zu ernähren, sondern daß sie sie machen dürfen, um sich selbst zu verwirklichen!

    Egal, hat meiner Meinung nach beides Null mit diesem Armband zu tun. Zu dem Armband selbst: seit einem halben Jahr steht regelmässig ein Fahrzeug vor unserer Grundschule. Aus diesem heraus spricht ein Mann Kinder an und fordert sie auf, in den Wagen zu steigen. Bisher ist nichts passiert, aber genau deswegen kann man auch nichts dagegen tun: es ist ja nicht verboten Kinder anzusprechen. So sieht's halt aus und ein Rechtsstaat hat ja auch etwas für sich und trotzdem fühlt man sich da hilflos.

    Ein Geofence, der mein Handy klingeln lässt, wenn mein Kind sich nicht auf dem Schulhof befindet, sondern sich von diesem mit PKW-Geschwindigkeit Richtug Wald entfernt ... ganz ehrlich: ich fänd's gut an diesem Punkt reagieren zu können und man nicht erst handeln kann, wenn es in diesem Wald gefunden worden ist.

  3. Re: Dieses "Armband" löst das Problem der Eltern auf Seiten der Kinder

    Autor: non_sense 14.10.13 - 21:38

    torfnase schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich vermute, daß Sie keine Kinder haben?
    Schon wieder so einer ...
    Darf man keine Meinung haben, wenn man keine Kinder hat?

    torfnase schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Andernfalls sollten Sie doch
    > nachvollziehen können, daß man sich als Eltern ab und an einfach nur
    > unendlich Sorgen macht - und zu wissen, wo der Sprössling denn gerade ist,
    > kann zwar hier nicht die Lösung für alle Probleme, aber doch manchmal
    > bestimmt beruhigend sein.
    Beruhigend? Ja ist schon sehr beruhigend, wenn der GPS-Empfänger meint, man würde in einem Fluss schwimmen ... Schon mal ein GPS-Empfänger in einem Gebäude gar nicht richtig funktioniert.

    torfnase schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das Kind alleine gehen zu lassen, aber nicht erst Stunden später durch den
    > Anruf der Schule zu erfahren, daß es nie dort angekommen ist, halte ich für
    > eine durchaus interessante Möglichkeit.
    Das kann die Uhr auch nicht verhindern ... -.-

    torfnase schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Bzgl. der Ganztagsbetreuung - davon wird ja immer wieder und aller Ortens
    > geredet - habe ich eine andere, aber rein persönlich Meinung: es geht immer
    > darum, daß man den Eltern die Möglichkeit geben muß, arbeiten gehen zu
    > können. Für mich wirkt das befremdlich. Mir sind meine Kinder wichtiger als
    > mein Arbeitgeber; mir wäre es wichtiger, für meine Kinder da zu sein, als
    > das ich meinen würde mich über irgendeinen Job selbst verwirklichen zu
    > können. Ich setzte doch keine Kinder in die Welt, um sie kurz nach der
    > Geburt in die Kita abzugeben und von fremden erziehen zu lassen. Aber wenn
    > man das äußert, dann gilt man ja direkt als jemand, der ein veraltetes und
    > frauenfeindliches Familienmodell vertritt.
    Dann bedanke dich beim Osten, da die DDR schon wusste, wie man Kinder erzieht.

    torfnase schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Egal, hat meiner Meinung nach beides Null mit diesem Armband zu tun. Zu dem
    > Armband selbst: seit einem halben Jahr steht regelmässig ein Fahrzeug vor
    > unserer Grundschule. Aus diesem heraus spricht ein Mann Kinder an und
    > fordert sie auf, in den Wagen zu steigen. Bisher ist nichts passiert, aber
    > genau deswegen kann man auch nichts dagegen tun: es ist ja nicht verboten
    > Kinder anzusprechen. So sieht's halt aus und ein Rechtsstaat hat ja auch
    > etwas für sich und trotzdem fühlt man sich da hilflos.
    Dafür gibt es so was, dass sich "Polizei" nennt ...
    Aber ja, geben wir den Kindern eine Uhr, damit wir beruhigt weiterarbeiten können, denn die Uhr "hütet" ja die Kinder ... Ich würde meinen Kindern einen Stein mitgeben. Den können sie wenigstens den Fremden an die Birne knallen, oder sein Auto demolieren. Schließlich sind die Kinder ja nicht haftbar.

    Komischerweise höre ich die Geschichte mit dem Fremden, der kleine Kinder auffordert, in sein Auto zu steigen, sehr oft. Auch die abgewandelte Form, dass angeblich ein Fremder vor einer Schule steht und den kleinen Kindern bittet, seinen entlaufenden Hund zu suchen ist sehr beliebt.

    Obwohl scheinbar vor jeder Schule so einer steht, werden aber erstaunlich wenig Kinder entführt.

  4. Re: Dieses "Armband" löst das Problem der Eltern auf Seiten der Kinder

    Autor: torfnase 15.10.13 - 00:08

    non_sense schrieb:

    > Schon wieder so einer ...
    > Darf man keine Meinung haben, wenn man keine Kinder hat?

    Doch, darf man nicht nur, sondern soll man sogar, da unterschiedliche Perspektiven das Gesamtbild nur bereichern können. Aber darf man nicht nach dem Betrachtungswinkel fragen? Zugegeben, meine Formulierung war äußerst ungeschickt, denn ich wollte damit nicht versuchen den ursprünglichen Poster zu disqualifizieren. Trotzdem aber würde ich seine Argumentation anders deuten, je nach dem, ob er Kinder hat, oder nicht.


    > Beruhigend? Ja ist schon sehr beruhigend, wenn der GPS-Empfänger meint, man
    > würde in einem Fluss schwimmen ... Schon mal ein GPS-Empfänger in einem
    > Gebäude gar nicht richtig funktioniert.

    Ein Airbag löst auch manchmal nicht aus - sollte man also Airbags grundsätzlich abschaffen? Und was eigentlich bringen einem die Schwimmwesten im Flugzeug, wenn dieses in den Alpen abstürzt - völlig überflüssig die Teile!?!

    Es ist bestimmt keine 100%ige Lösung, aber die gibt es auch nicht und erwartet doch keiner. Und auf der anderen Seite hat mich das Geo-Fencing in meinem Smart-Phone schon manches mal mit seiner Treffsicherheit beeindruckt ... für den Schulweg sollte es das tun und mir würde es reichen, wenn das GPS beim Eintritt ins Schulgebäude abreisst. Aber auch das bleiben immer nur Indizien, aber bei solchen wird man sicherer, je mehr man von diesen hat.

    > Das kann die Uhr auch nicht verhindern ... -.-

    Nein, kann sie nicht - behaupte ich ja auch nicht. Aber sie kann ein Hilfsmittel darstellen. Schwimmflügel können auch nicht vehindern, daß das Kind ertrinkt. Insbesonder bedeuten Schwimmflügel nicht, daß man das Kind im Schwimmbad nicht beaufsichtigen müsste. Trotzdem habe ich noch nie erlebt, daß man Eltern verurteilt, wenn sie ihrem Kind Schwimmflügel anziehen. Windeln entbinden einen auch nicht davon, sich um die Hygiene des Kindes zu kümmern. Aber so eine Uhr ist dann blöd, weil sie nicht die Probleme dieser Welt löst? Ich sehe sie kritisch (Überwachung des Kindes; scheinbare/trügerische Sicherheit;etc) und trotzdem könnte sie eine Entlastung für Eltern darstellen und sollte gegen die verschiedenen Aspekte abgewägt werden können.

    Ein Baby-Phon war irgendwann auch mal neumodischer, elektronischer Schnickschnack, den man früher auch nie gebraucht hat und also niemals hätte erfinden müssen. Aber: ich selbst war scheiß froh, so ein Ding zu haben - hat einfach manches einfacher gemacht.

    > Dann bedanke dich beim Osten, da die DDR schon wusste, wie man Kinder
    > erzieht.

    Das ist aber ein Ansatz, der heute stark von West-Politikern propagiert wird, weil man einfach denkt: die Männer arbeiten eh schon, die Frauen gehen dann auch arbeiten und da die Frauen dann die Kinder nicht erziehen können, brauchen wir dann Erzieherinnen, was wiederum neue (und zudem auch noch billige) Arbeitsplätze schafft und die Kinder können dann die Renten von den kinderlosen Karrieretypen zahlen, weil die ja aufgrund ihres Verdienstes eine höhere Rente kriegen. Geil für die Wirschaft, aber scheiße für Familien - vorallem aber für die Kinder.

    > Dafür gibt es so was, dass sich "Polizei" nennt ...

    Sorry, ich will nicht die "selber Kinder?"-Schiene noch mal fahren, aber: schon mal selbst versucht?
    Natürlich wendet man sich an die Polizei. Und die ist auch sehr hilfsbereit und tut was sie kann. Es gab Elternabende, Flugblätter, Informationsveranstaltungen. Aber mehr kann und darf sie nicht tun, solange kein Verbrechen begangen wurde. Und ich finde es auch gut, daß dies in unserem Land so ist, denn das ist richtig so und hat seine Gründe. Trotzdem ist es alles andere als lustig, sein Kind aus dem Haus zu schicken und darauf zu warten, ob ein solches Verbrechen mal begangen wird, oder eben nicht.

    Nein, auch hier ist die doofe Uhr nicht die Lösung, aber sie könnte auch hier ein Hilfsmittel sein. Genauso, wie Leuchtstreifen am Schulranzen nicht verhindern, daß Kinder im Straßenverkehr ums leben kommen, ich aber trotzdem nicht auf sie verzichten würde.

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