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Schwachsinnige Regulierung und Netzneutralität
Autor: avgOpinion 22.01.23 - 17:03
Als ob irgendwo außerhalb des Netzes jemanden etwas wie Gleichbehandlung interessieren würde. Gegen Aufpreis und Macht ist da alles möglich. Aber im Netz kann nicht sein was nicht sein darf, unbegrenzt streamen ist eine Sünde.
1 mal bearbeitet, zuletzt am 22.01.23 17:05 durch avgOpinion. -
Re: Schwachsinnige Regulierung und Netzneutralität
Autor: ShaDdoW_EyE 22.01.23 - 17:19
Jupp, es ist schrecklich!
Jetzt kann ich nicht mehr bei einer netten vorausgewählten Collage an Plattformen unbegrenzt konsumieren und deren Marktmacht durch dritte festigen!! -
Re: Schwachsinnige Regulierung und Netzneutralität
Autor: Sharra 22.01.23 - 17:23
Und weil es woanders scheiße läuft, muss es überall scheiße laufen?
Ausserhalb des Netzes, muss man Waren und Dienstleistungen aber immer noch an den Ort des Geschehens bringen. Der Bäcker in China wird seine Brötchen hier nicht verkaufen, weil sie steinhart sind, bis sie hier auf dem Tisch wären. Gleichfalls wird der Münchener Bäcker seinen Kram nicht nach Japan schicken.
Im Netz etabliert sich aber meist einer, und das wars für alle anderen erst einmal. Wie viele Social Networks wie Facebook oder Twitter gibt es denn noch? Und werden die großartig genutzt?
Und würdest du einen anderen Streamingdienst nutzen, als der, der in Stream-On inkludiert ist? Dafür dann Traffic abgezogen bekommen? Oder nutzt du eher das, was inklusive ist? Also den Platzhirsch, der den Vertrag mit der Telekom hat.
Selbst wenn der Neuling besser wäre, würde dir ja Traffic angerechnet. Das Inklusivangebot ist vielleicht nicht so gut, frisst aber kein Volumen.
Und du kannst nicht zur Telekom gehen und sagen "Hey Pinkies, nehmt bei mir bitte Spotify raus, die sind Mist. Ich möchte lieber XYZ inklusive". Die Telekom, sofern sie überhaupt drauf reagiert, zeigt dir nen Vogel.
Und genau das verstößt gegen die Netzneutralität. Es werden bestimmte Dienste bevorzugt und nicht angerechnet, während alle anderen sich den Pool aus deinem verfügbaren Datenvolumen teilen müssten. Was aber sowieso nicht stattfindet, weil du ja das Inklusivangebot nutzt.
Wenn du da keinen Missbrauch siehst, tuts mir wirklich leid für dich. -
Re: Schwachsinnige Regulierung und Netzneutralität
Autor: Bendix 22.01.23 - 19:08
Mangenties, bitte... Nicht Pinkies...
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Re: Schwachsinnige Regulierung und Netzneutralität
Autor: jojo40 23.01.23 - 00:26
Soweit ich weiß, konnte sich jeder bei der Telekom mit seinem Dienst registrieren. Die brauchten eine IP-Range und fertig.
Teilweise waren da auch irgendwelche Radiosender „aus Buxtehude“ drin.
Ich fand stream on immer gut, weil es die einzige Möglichkeit für halbwegs ausreichend Volumen war. Als es auf den Markt kam, hatte man im Neuland so im Schnitt 3-5GB.
Besser wäre gewesen: „unbegrenzt Datenvolumen für alle verpflichtend“. In anderen Ländern geht es doch auch. Da gibt es das für 15¤.
Naja ich habe jetzt Magenta L mit eins auf unbegrenzt.
Theoretisch ist dieser Tarif sogar der beste, weil eine Multi SIM mit ebenfalls unbegrenzt Volumen statt wuchernden 30¤ nur 5¤ kostet. -
Re: Schwachsinnige Regulierung und Netzneutralität
Autor: altuser 23.01.23 - 00:56
"Besser wäre gewesen: „unbegrenzt Datenvolumen für alle verpflichtend“. In anderen Ländern geht es doch auch. Da gibt es das für 15¤."
Und hier geht das sogar für 5¤, wie Du selbst feststellst, was Deine 'Kritik' irgendwie obsolet macht:
"Naja ich habe jetzt Magenta L mit eins auf unbegrenzt.
Theoretisch ist dieser Tarif sogar der beste, weil eine Multi SIM mit ebenfalls unbegrenzt Volumen statt wuchernden 30¤ nur 5¤ kostet."
Ja wirklich, voll der Wucher. -
Re: Schwachsinnige Regulierung und Netzneutralität
Autor: spyro2000 23.01.23 - 08:50
avgOpinion schrieb:
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> Als ob irgendwo außerhalb des Netzes jemanden etwas wie Gleichbehandlung
> interessieren würde.
Das interessiert alle, die nicht in eine Welt wie T-Online oder AOL zurückfallen möchten. Das eigentliche Problem sind die künstlichen Datenbeschränkungen in den Tarifen. Wenn nach Telekom & Co. ginge, gäb's das auch im Festnetz wieder inkl. netten "Angeboten" für Netflix, Amazon & Co. -
Re: Schwachsinnige Regulierung und Netzneutralität
Autor: Sharra 23.01.23 - 12:47
Bendix schrieb:
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> Mangenties, bitte... Nicht Pinkies...
Ich bitte vielmals um Verschuldigung. Natürlich Magenties(R). Ist ja sogar eingetragen, und kein Pink. -
Alternative?
Autor: yumiko 23.01.23 - 16:22
avgOpinion schrieb:
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> Als ob irgendwo außerhalb des Netzes jemanden etwas wie Gleichbehandlung
> interessieren würde. Gegen Aufpreis und Macht ist da alles möglich. Aber im
> Netz kann nicht sein was nicht sein darf, unbegrenzt streamen ist eine
> Sünde.
Die Alternative wäre im Endstadium das jede Webseite und Service an jeden Provoder zahlen muss um überhaupt durchgeleitet zu werden - im Ernstfall darfst du das dann als Kunde pro URL oder so zahlen wie ein Ingameshop im P2W Spiel.
Das Internet würde also entweder nur noch aus ein paar dutzend Firmen bestehen oder du könntest nur auf ein paar URLs pro Provider zugreifen und müsstest wie beim Streaming/Spieleshops die Provider wechseln um auf andere zuzugreifen.
DESHALB Netzneutralität.
Bei allen anderen (genannte Beispiele) wurde es schon wegen Leute mit obiger Einstellungen verkackt.
Es verbietet keiner den deutschen Anbietern grundsätzlich ein unbegrenztes Datenvolumen anzubieten (wie in fast allen anderen Ländern üblich - sogar von gen gleichen Firmen). Dann ist alles "zero rating".



