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Netzbetreiber wollen nicht enteignet werden

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  1. Netzbetreiber wollen nicht enteignet werden

    Autor: Oktavian 03.05.21 - 20:20

    Der Teaser-Text ist sachlich falsch. Die Netzbetreiber wollen nicht die Versorgung mit 25 MBit/s für arme Menschen blockieren. Die Netzbetreiber versorgen gerne auch arme Menschen, das aber zu marktüblichen Preisen. Zu genauso marktüblichen Preisen wie sie auch der Bäcker nimmt, der Metzger, Walmart, jeder Kiosk, die U-Bahn, der Gebrauchtwagenfritze.

    Es ist schon eine sehr merkwürdige Idee, wenn der Staat marktwirtschaftlich agierenden Unternehmen fixe Preise vorschreiben will. Sowas kennt man eher von anderen Staatsformen.

    Wenn der Staat Internet für Menschen will, die sich das nicht leisten können, hat er verschiedene Optionen. Er kann mit den Netzbetreibern Verträge schließen und Rabatte aushandeln. Er kann durch direkte Zahlungen an diese Menschen die Zugänge subventionieren. Aber "einfach so" ein Unternehmen enteignen ist schon sehr merkwürdig. Da kann ich sehr gut nachvollziehen, dass Unternehmen sich wehren.

    Das wäre ungefähr so, als würde unsere Regierung beschließen, Bäcker haben in Zukunft an arme Menschen Brötchen für 10 Cent und das Brot für 1 EUR abzugeben. Außerdem haben Vermieter... Ach nee, damit ist Berlin ja gerade erst gescheitert, das haben sie ja wirklich versucht.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 03.05.21 20:26 durch Oktavian.

  2. Re: Netzbetreiber wollen nicht enteignet werden

    Autor: quineloe 03.05.21 - 20:27

    Dass du die Ausnutzung einer Monopolstellung gut findest überrascht jetzt eher wenig.

    Hier ist kein Freier Markt, hier kann ein Monopolist frei die Preise diktieren.

    Und das ganze Enteignung zu nennen setzt dir die Krone auf.

    Verifizierter Top 500 Poster!

  3. Re: Netzbetreiber wollen nicht enteignet werden

    Autor: EWCH 03.05.21 - 20:36

    > Dass du die Ausnutzung einer Monopolstellung gut findest überrascht jetzt
    > eher wenig.
    >
    > Hier ist kein Freier Markt, hier kann ein Monopolist frei die Preise
    > diktieren.

    also diktiert der Staat die Preise ? Ist auch nicht besser. Dann muessen entweder die Preise fuer alle Anderen angehoben werden um die subventionierten Haushalte zu finanzieren oder Netzbetreiber stellen den Dienst ein. Preisregulierung hat noch nie funktioniert - gerade gut zu beobachten in Venezuela. Wenn das Produkt nicht zu dem vom Staat gewuenschten Preis hergestellt/verkauft werden kann dann bleiben die Regale eben leer - wie ueberall im Sozialismus.
    Und ja: es ist kein ganz freier Markt weil es sehr schwierig ist ein neues Kabelnetz aufzubauen.
    Aber es gibt immerhin (wie bei uns) Telefonnetze, Kabelfernseh Netze, UMTS, LTE und 5G Netze und jetzt noch Starlink.

  4. Re: Netzbetreiber wollen nicht enteignet werden

    Autor: quineloe 03.05.21 - 20:47

    Du kannst ja dann deine Meinung ändern wenn es umgesetzt wird und trotzdem funktioniert.

    Verifizierter Top 500 Poster!

  5. Re: Netzbetreiber wollen nicht enteignet werden

    Autor: superdachs 03.05.21 - 22:16

    Oktavian schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Der Teaser-Text ist sachlich falsch. Die Netzbetreiber wollen nicht die
    > Versorgung mit 25 MBit/s für arme Menschen blockieren. Die Netzbetreiber
    > versorgen gerne auch arme Menschen, das aber zu marktüblichen Preisen. Zu
    > genauso marktüblichen Preisen wie sie auch der Bäcker nimmt, der Metzger,
    > Walmart, jeder Kiosk, die U-Bahn, der Gebrauchtwagenfritze.
    >
    > Es ist schon eine sehr merkwürdige Idee, wenn der Staat marktwirtschaftlich
    > agierenden Unternehmen fixe Preise vorschreiben will. Sowas kennt man eher
    > von anderen Staatsformen.
    >
    > Wenn der Staat Internet für Menschen will, die sich das nicht leisten
    > können, hat er verschiedene Optionen. Er kann mit den Netzbetreibern
    > Verträge schließen und Rabatte aushandeln. Er kann durch direkte Zahlungen
    > an diese Menschen die Zugänge subventionieren. Aber "einfach so" ein
    > Unternehmen enteignen ist schon sehr merkwürdig. Da kann ich sehr gut
    > nachvollziehen, dass Unternehmen sich wehren.
    >
    > Das wäre ungefähr so, als würde unsere Regierung beschließen, Bäcker haben
    > in Zukunft an arme Menschen Brötchen für 10 Cent und das Brot für 1 EUR
    > abzugeben. Außerdem haben Vermieter... Ach nee, damit ist Berlin ja gerade
    > erst gescheitert, das haben sie ja wirklich versucht.

    Tja, willkommen im 21. Jahrhundert. Der Kapitalismus hat sich als der falsche Weg herausgestellt und wir werden nicht drumherum kommen ein anderes Modell zu finden. Und ja, das muss und wird dem Sozialismus nicht unähnlich sein. Deswegen muss es ja noch lange keinen Bonzenstaat wie die DDR, Nordkorea oder UdSSR sein.

  6. Re: Netzbetreiber wollen nicht enteignet werden

    Autor: Oktavian 03.05.21 - 22:48

    > Tja, willkommen im 21. Jahrhundert. Der Kapitalismus hat sich als der
    > falsche Weg herausgestellt und wir werden nicht drumherum kommen ein
    > anderes Modell zu finden.

    Ich bitte nur um eins: Bitte bitte bitte lasst es dieses mal andere zuerst ausprobieren. Wenn es woanders erfolgreich ist, können wir es gerne ausprobieren. Wir haben im letzten Jahrhundert gleich mehrfach solche Experimente gemacht, immer führten sie zu Krieg und Tod. Können wir dieses mal einfach den anderen den Vortritt lassen?

    Mir ist bewusst, dass wir deshalb vielleicht zwei Jahrzehnte länger den Zustand wie jetzt ertragen müssen, aber bitte nicht wieder wir zuerst.

    > Und ja, das muss und wird dem Sozialismus nicht
    > unähnlich sein. Deswegen muss es ja noch lange keinen Bonzenstaat wie die
    > DDR, Nordkorea oder UdSSR sein.

    Äh doch, das ist eine dem Sozialismus innewohnende Eigenschaft. Sozialismus ohne Diktatur geht nicht.

  7. Dann muss man sie halt tatsächlich enteignen

    Autor: demon driver 03.05.21 - 23:12

    ... und unter staatliche Kontrolle stellen. Wäre doch ganz einfach. Ist sowieso am Ende regelmäßig der bessere und billigere Ansatz für Dienstleistungen, die zur Grundversorgung gehören.

  8. Re: Netzbetreiber wollen nicht enteignet werden

    Autor: demon driver 03.05.21 - 23:15

    EWCH schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > also diktiert der Staat die Preise ? Ist auch nicht besser. Dann muessen
    > entweder die Preise fuer alle Anderen angehoben werden um die
    > subventionierten Haushalte zu finanzieren

    Entsetzliche Vorstellung.

    > oder Netzbetreiber stellen den Dienst ein

    Das werden sie bestimmt tun.

  9. Re: Netzbetreiber wollen nicht enteignet werden

    Autor: dx1 03.05.21 - 23:36

    superdachs schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Tja, willkommen im 21. Jahrhundert. Der Kapitalismus hat sich als der
    > falsche Weg herausgestellt und wir werden nicht drumherum kommen ein
    > anderes Modell zu finden. Und ja, das muss und wird dem Sozialismus nicht
    > unähnlich sein. Deswegen muss es ja noch lange keinen Bonzenstaat wie die
    > DDR, Nordkorea oder UdSSR sein.

    Klingt wie "überholen ohne aufzuholen" – gut gemeint, nicht umsetzbar. Die Industriellen und der Geldadel haben in den letzten hundert, zweihundert, dreihundert Jahren etliche Krisen überstanden. Hier und da gab es ein paar kleine Rückschläge, aber insgesamt sind Vermögen, Status, Einfluss und die Zukunftssicherheit stetig gewachsen.

    Selbst wenn morgen eine globale Räterepublik ausgerufen würde, hätten die "Bonzen" schnell die Mehrheit bei den für alle Menschen wichtigen Entscheidungen – und würden wie jetzt auch für asoziale Beschlüsse bejubelt werden. Die Weichen sind gestellt und festgeschweißt: Bildung und die Durchlässigkeit sozialer Netze liegen nicht in der Hand des Individuums, die "Unterschicht" ist mangels individueller Bildung und weil an der Basis nicht nur nicht jede/r mit jede[r]/m sprechen kann, sondern auch die gewählten Räte, die man persönlich kennt, viel zu viele sind, als dass diese direkt miteinander kommunizieren könnten, damit jede/r die Aussagen und Ansichten aller anderen klar verstehen und einordnen könnte.

    Das gesellschaftliche Problem ist die Wippe oder Waage im Kopf: Damit es anderen besser geht als jetzt, muss es mir und meinen Leuten schlechter gehen. Also nein. Was meins ist, ist meins.

    Arbeit, Boden und Kapital sind in der gängigen Wirtschaftslehre jeglicher Färbung die Produktionsfaktoren.

    Der Kapitalgeber gibt Kapital. Und zwar für den Erwerb oder die Nutzungsrechte an Boden. Aus diesem Boden werden Rohstoffe gewonnen oder auf diesem Boden werden Produktionsanlagen errichtet. Der Milliarden Jahre alte Boden gibt und jemand bezahlt dafür an jemand anderes, der … dafür eben bezahlt wird. Irgendwem, bzw. irgend einem Staat und dessen Bürgern gehört der Boden. Da sind sich alle einig. Und wenn nicht, wird der Staat demokratisiert und dessen Bürger werden enteignet. Der Staat und die Bürger werden aber nie als Bodengeber bezeichnet. Boden ist einfach da und wird dem Kapitalgeber zur Nutzung überlassen. (Boden ist alles zwischen Mond und Erdkern, was nicht zu Kapital oder Arbeit gezählt wird.)

    Der Kapitalgeber gibt auch Kapital für Arbeitskraft. Löhne, Gehälter, Sold. Menschen, die weder Boden noch Kapital haben, geben Arbeitskraft her. Sie sind also Arbeitgeber. Aber werden sie so genannt? Nennen sie sich so, obwohl sie einen der drei Produktionsfaktoren bereit stellen? Nein. Sie sind Arbeitnehmer und völlig zufrieden damit, so lange sie mehr Arbeit nehmen können als der Nachbar.

    Marx sagte verkürzt, dass die Arbeiter bei zunehmender Produktivität die Wahl hätten zwischen weniger Arbeit/mehr Freizeit und mehr Geld. Die Arbeiter haben sich für mehr Geld entschieden und damit ihre Lebenszeit entwertet. Und außerdem das Leben, die Teilhabe derjenigen, die im Krabbenkorb grad weiter unten sind. Denn wenn es denen besser geht, geht es mir sicher schlechter.

    TL;DR (hab eh nicht fertig geschrieben, weil Fass ohne Boden)
    Wer ist "wir" in Deiner Frage?

  10. Re: Netzbetreiber wollen nicht enteignet werden

    Autor: Hansi 04.05.21 - 03:36

    quineloe schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Dass du die Ausnutzung einer Monopolstellung gut findest überrascht jetzt
    > eher wenig.
    >
    > Hier ist kein Freier Markt, hier kann ein Monopolist frei die Preise
    > diktieren.
    >
    > Und das ganze Enteignung zu nennen setzt dir die Krone auf.
    Mehrere Betreiber sind also ein Monopol? Das macht betroffen.

  11. Re: Netzbetreiber wollen nicht enteignet werden

    Autor: Hansi 04.05.21 - 03:42

    superdachs schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Tja, willkommen im 21. Jahrhundert. Der Kapitalismus hat sich als der
    > falsche Weg herausgestellt und wir werden nicht drumherum kommen ein
    > anderes Modell zu finden. Und ja, das muss und wird dem Sozialismus nicht
    > unähnlich sein. Deswegen muss es ja noch lange keinen Bonzenstaat wie die
    > DDR, Nordkorea oder UdSSR sein.
    Doch genau das muss es am Ende werden. Die Diktaturen haben sich ja nicht umsonst zum größten Übel der Neuzeit entwickelt, Marx Lehren scheitern am Menschen und die logische und einzige Konsequenz sind üble Diktaturen, die dieses System zusammen halten.

    Der Kapitalismus hat sich erstmal als der tauglichste Weg herausgestellt, es braucht im Zweifel eben Kontrollmechanismen, die ja vereinbar mit dem Kapitalismus sind und ganz gut funktionieren.

  12. Re: Netzbetreiber wollen nicht enteignet werden

    Autor: motzerator 04.05.21 - 06:19

    Oktavian schrieb:
    -----------------------------
    > Wenn der Staat Internet für Menschen will, die sich das nicht leisten
    > können, hat er verschiedene Optionen.

    Der Staat kann die Gesetze machen und wenn die Firma im Gebiet des
    Staates Geschäfte machen will, muss sie sich schon daran halten.

    Selbst wenn die 15.- Dollar mit gewissen Verlusten verbunden wären,
    haben die Firmen die Möglichkeit, dies durch eine Mischkalkulation
    wieder herein zu holen.

    > Das wäre ungefähr so, als würde unsere Regierung beschließen,
    > Bäcker haben in Zukunft an arme Menschen Brötchen für 10 Cent
    > und das Brot für 1 EUR abzugeben.

    Was spricht dagegen? Der Bäcker hat ebenfalls die Möglichkeit,
    eine Mischkalkulation zu erstellen. Er verkauft ja nicht nur an
    Arme.

    > Außerdem haben Vermieter... Ach nee, damit ist Berlin ja gerade
    > erst gescheitert, das haben sie ja wirklich versucht.

    Hoffentlich wird der Berliner Senat kreativ und versucht es, den
    Mietwucher auf andere Art und Weise einzudämmen.

    Ich sehe da beispielsweise die Chance über eine Steuer, mit der
    man die Mieten wunderbar justieren kann.

    Steuern müssen nicht linear steigen und sie dürfen auch durchaus
    Freibeträge haben.

    Wenn man es gesetzlich hin bekommt, das diese Vermietungssteuer
    nicht auf den Mieter umgelegt werden darf, ohne das dies unterminiert
    werden kann, lassen sich die Mieten wunderbar steuern.

    Bis zur gewünschten Miete gilt der Freibetrag, danach setzt die Steuer
    mit sagen wir mal 200% der Mieteinahmen ein. Die Preisgestaltung
    der Vermieter wird nicht beeinflusst, wenn sie mehr Miete kassieren,
    dann ist das ihr Luxus und ihr Zuschussgeschäft.

    Ich denke so ein Vorgehen wäre machbar.

  13. Re: Netzbetreiber wollen nicht enteignet werden

    Autor: brainslayer 04.05.21 - 06:31

    Hansi schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > quineloe schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Dass du die Ausnutzung einer Monopolstellung gut findest überrascht
    > jetzt
    > > eher wenig.
    > >
    > > Hier ist kein Freier Markt, hier kann ein Monopolist frei die Preise
    > > diktieren.
    > >
    > > Und das ganze Enteignung zu nennen setzt dir die Krone auf.
    > Mehrere Betreiber sind also ein Monopol? Das macht betroffen.

    es gibt genauso wie hier keine meheren betreiber. ganze stadteile sind dort nur von einem netzbetreiber versorgt. man hat am wohnort nicht die freie wahl. jeder hat seine absteckten claims

  14. Re: Netzbetreiber wollen nicht enteignet werden

    Autor: JohaGol 04.05.21 - 06:59

    dx1 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Bildung und
    > die Durchlässigkeit sozialer Netze liegen nicht in der Hand des
    > Individuums, die "Unterschicht" ist mangels individueller Bildung und weil
    > an der Basis nicht nur nicht jede/r mit jede/m sprechen kann

    Ja. Und größtenteils finden sich unzählige Bildungsangebote kostenlos im Internet. Möchte ich möglichst schnell etwas verbessern an der Situation einer bildungsfernen Unterschicht, biete ich vereinfachte Hilfe zur Selbsthilfe an. Die jahrzehnte/ jahrhunderte alten System-Strukturen breche ich dann in 1000 kleinen Folgeschritten auf.

    Kenne selbst Leute, die raus wollen aus ihrer Situation und das Internet ist ihr einziges Fenster dazu.

  15. Re: Netzbetreiber wollen nicht enteignet werden

    Autor: Prof.Dau 04.05.21 - 07:02

    Das Bild das hier von Arm und Reich gezeichnet wird, geht so sehr von falschen Prämissen aus, das mir die Worte fehlen. Es grenzt ja schon an Wahnvorstellung von einem Geldadel und Bonzen zu sprechen, die alles machen können usw. Diese Verallgemeinerungen sind per se falsch!
    Dann wird auch noch ausgeblendet, dass jeder zu Geld kommen kann. Gerade die Möglichkeit Geld bzw Reichtum anzuhäufen ist der Antrieb für viele Menschen Innovationen zu erzeugen, die von den übrigen Menschen erworben und genutzt werden.

    Dann noch dieses absurde Mietendeckelthema:Die Bürger, die in Berlin eine Wohnung vermieten, werden sich dreimal überlegen diese Wohnung zu sanieren, wenn die Kosten für die Sanierung über die Miete nicht eingespielt werden können. Die Folge ist die Verwarlosung von Immobilien. Es ist irre anzunehmen, dass jeder Immobilienbesitzer ein böser Mensch ist. Hinzu kommt auch noch die Tatsache, dass die Preise in unserer Hauptstadt deutlich niedriger sind, als in anderen deutschen Städten, die Berliner ab so tun, als sei ihre Situation besonders schlimm!
    Wohnrum muss bezahlbar sein! Und unbezahlbarer Wohnraum wird keinen Mieter finden! Wenn in dieser Gesellschaft seit Dekaden darauf gesetzt wird staatlichen Wohnungsbau runterzufahren, Unterstütztung für den Erwerb von Eigentum erschwert wird, indem man z.b. nicht mehr so leicht einen Kredit bei der Bank aufnehmen kann, wie es noch vor 20 Jahren der Fall war, dann braucht man sich nicht wundern, wenn hier eine Mietergesellschaft erzogen wird.
    In Italien z.b. - einem Land das doch gegenüber Deutschland rückständig sein sollte - ist privates Eigentum in Form von einem Haus oder Wohnung der Standard, der angestrebt wird. Da legen Familien Geld zusammen, damit jeder sein Dach über dem Kopf hat. Dieses Dach über dem Kopf ist die Altersvorsorge. Das scheint hier in Dt noch nicht angekommen zu sein. Hier schreien die Idioten lieber: Vermieter sind asoziale Bonzen. So dumm können eigentlich nur Punks aus den achtzigern sein.

  16. Re: Netzbetreiber wollen nicht enteignet werden

    Autor: Sterling-Archer 04.05.21 - 07:30

    EWCH schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > Dass du die Ausnutzung einer Monopolstellung gut findest überrascht
    > jetzt
    > > eher wenig.
    > >
    > > Hier ist kein Freier Markt, hier kann ein Monopolist frei die Preise
    > > diktieren.
    >
    > also diktiert der Staat die Preise ? Ist auch nicht besser. Dann muessen
    > entweder die Preise fuer alle Anderen angehoben werden um die
    > subventionierten Haushalte zu finanzieren oder Netzbetreiber stellen den
    > Dienst ein. Preisregulierung hat noch nie funktioniert - gerade gut zu
    > beobachten in Venezuela. Wenn das Produkt nicht zu dem vom Staat
    > gewuenschten Preis hergestellt/verkauft werden kann dann bleiben die Regale
    > eben leer - wie ueberall im Sozialismus.
    > Und ja: es ist kein ganz freier Markt weil es sehr schwierig ist ein neues
    > Kabelnetz aufzubauen.
    > Aber es gibt immerhin (wie bei uns) Telefonnetze, Kabelfernseh Netze,
    > UMTS, LTE und 5G Netze und jetzt noch Starlink.


    völliger schwachsinn.
    natürlich sind diktierte preise besser als monopol, obwohl natürlich der korrekte weg wäre, den monopolisten zu zerschlagen, oder wenigstens mal mit echten strafen belegen.

    und hier wird kein geld verloren, da sind arme die momentan einfach gar kein internet haben, die infrastruktur ist locker da, versorgung kostet den anbieter, praktisch nichts, ein paar cent verwaltung wenns hoch kommt, selbst wenn die jedem nur 5$ pro monat berechnen würden, würden die noch gewinne machen.

    hier gehts nur darum, dass amerikanische unternehmen sich allgemein nichts vorschreiben lassen wollen, weil die angst haben, dass dann irgendwann auch mal arbeits- und arbeiterrechte kommen, oder verpflichtende netzausbauten und was es da noch alles gibt.

  17. Re: Netzbetreiber wollen nicht enteignet werden

    Autor: Eheran 04.05.21 - 07:39

    >die infrastruktur ist locker da, versorgung kostet den anbieter, praktisch nichts
    Kannst du das belegen? Die Aussage aus dem Artikel könnte man auch so deuten, dass die Wohnungen nicht mal einen Anschluss haben:
    >Die Bronx habe mit fast 38 Prozent den höchsten Anteil an Bewohnern ohne Breitbandanschluss in der Wohnung, hieß es in einem Bericht der Stadtverwaltung vom Januar 2020.

  18. Re: Netzbetreiber wollen nicht enteignet werden

    Autor: chrisku 04.05.21 - 07:47

    demon driver schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > EWCH schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    >
    > > also diktiert der Staat die Preise ? Ist auch nicht besser. Dann muessen
    > > entweder die Preise fuer alle Anderen angehoben werden um die
    > > subventionierten Haushalte zu finanzieren
    >
    > Entsetzliche Vorstellung.

    Was kommt dann als nächstes? Du zahlst für die Haribos 'nen Euro und ich einen Fünfer? Mein ehemaliger Mitbewohner hatte keine Freundin. Muss ich dann demnächst auch meine Freundin abgeben?

    Entsetzlich ist, dass überall umverteilt werden muss. Irgendwann ist auch Schluss.

  19. Re: Dann muss man sie halt tatsächlich enteignen

    Autor: Oktavian 04.05.21 - 07:47

    > ... und unter staatliche Kontrolle stellen. Wäre doch ganz einfach.

    Hmm, eine Enteignung ist zumindest bei uns (und auch in den USA) an Entschädigungen in Höhe des Marktwertes gekoppelt. Was kostet so ein Netzbetreiber?

  20. Re: Netzbetreiber wollen nicht enteignet werden

    Autor: Eheran 04.05.21 - 07:49

    Bildungsfernen Menschen sind dafür bekannt sich selbst weiterzubilden... ne. So funktioniert das nicht. Es geht doch schon bei den Kindern los. Erst sind sie Jahre zuhause 24/7 bei den Eltern angekettet, dann nur ein paar Stunden in der Woche mal nicht im Einflussbereich der Eltern. Wenn die den Kleinen dann weiter Müll eintrichtern, dann kommt eben in den meisten Fällen auch nur wieder ein bildungsferner Menschen hinten raus.
    Kinder stellen vor dem Einschulen 10'000x Fragen. Wenn ich da nur sage "Tschakeline halt jetzt die Klappe" (so schon am Bahnhof erlebt als Antwort auf eine sinnvolle Frage) dann war es das mit dem Kind nunmal. Das ist nicht mehr wirklich zu retten. Das Hirn verändert sich, Dinge werden mit Negativem assoziiert usw.

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