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Traurig
Autor: Anonymer Nutzer 19.12.18 - 11:11
Traurig an der Sache ist, dass die Familie den Tod des eigenen Kindes für so einen Mist instrumentalisieren lässt. Ich vermute mal, dass die nicht selbst drauf gekommen sind, sondern sich das irgendein Anwalt ausgedacht hat.
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Re: Traurig
Autor: tomate.salat.inc 19.12.18 - 11:29
luarix schrieb:
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> Traurig an der Sache ist, dass die Familie den Tod des eigenen Kindes für
> so einen Mist instrumentalisieren lässt. Ich vermute mal, dass die nicht
> selbst drauf gekommen sind, sondern sich das irgendein Anwalt ausgedacht
> hat.
Sehr gut möglich. Unser Englischlehrer (Amerikaner) hatte uns das mal grob erklärt: Die Anwälte musst du da wohl nur im Erfolgsfalle bezahlen, weswegen die Amis bei solch einer Klage kein Risiko eingehen. Darum stehen die wohl auch ganz gerne mal vor Krankenhäuser rum und versuchen die Leute zum Klagen zu bewegen. (Ka ob noch immer so - bin ja mittlerweile auch eine Zeitlang aus der Schule raus. Aber da sich an der Qualität der Klagen gefühlt nichts geändert hat, glaube ich, gilt das auch heute noch) -
Re: Traurig
Autor: quineloe 19.12.18 - 12:48
Traurig ist, dass du hier so ahnungslos gegen die Familie stänkerst, ohne Ahnung vom US Recht zu haben. Bei dem Unfall sind alle Insassen des Fahrzeugs schwer verletzt worden. Die Versicherung des Unfallfahrers windet sich wegen seiner Facetime Nutzung aus der Zahlung heraus, denn das ist ja grob fahrlässig, und gegen so etwas versichern sie nicht.
Damit bleiben die Regressansprüche an den Fahrer - der wiederum hat kein Geld. Jetzt kommen also die exorbitanten Behandlungskosten der Familienmitglieder auf die Familie zu, und das in Summen die Privatpersonen nicht zahlen können - eine in Deutschland mit max 80¤ kostende Röntgenuntersuchung kostet in den USA gerne mal $500. Bei mehreren Schwerverletzten kommt hier also schnell eine Millionenrechnung zustande. Da Krankenkassen in den USA privat sind, gibt es hier auch von der eigenen Versicherung den Mittelfinger in Form von Ablehnung der Übernahme oder horrende prozentuale Selbstbeteiligungen.
Will die Familie also eine vernünftige medizinische Versorgung für ihre unverschuldeten Verletzungen haben, dann muss sie entweder selber reich sein, oder jemand reiches verklagen. Deswegen werden gerne Unternehmen als Mitschuldige an solchen Geschichten verklagt, weil die eben das Geld haben.
Aber ich bin mir sicher, du würdest stolz in den Bankrott gehen, hauptsache keine alberne Klage machen, ja? -
Re: Traurig
Autor: Doomdrake 19.12.18 - 13:14
quineloe schrieb:
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> [...] Die Versicherung des Unfallfahrers windet
> sich wegen seiner Facetime Nutzung aus der Zahlung heraus, denn das ist ja
> grob fahrlässig, und gegen so etwas versichern sie nicht. [...]
Vermutlich ja, aber: Quelle? -
Re: Traurig
Autor: Eheran 19.12.18 - 14:06
>Die Versicherung des Unfallfahrers windet sich wegen seiner Facetime Nutzung aus der Zahlung heraus, denn das ist ja grob fahrlässig, und gegen so etwas versichern sie nicht.
Quelle bitte. -
Re: Traurig
Autor: quineloe 19.12.18 - 14:16
https://www.dallasnews.com/news/crime/2017/01/02/parents-child-killed-2014-crash-denton-suing-apple-claim-man-hit-facetime
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Re: Traurig
Autor: Anonymer Nutzer 19.12.18 - 14:21
quineloe schrieb:
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> Traurig ist, dass du hier so ahnungslos gegen die Familie stänkerst, ohne
> Ahnung vom US Recht zu haben. Bei dem Unfall sind alle Insassen des
> Fahrzeugs schwer verletzt worden. Die Versicherung des Unfallfahrers windet
> sich wegen seiner Facetime Nutzung aus der Zahlung heraus, denn das ist ja
> grob fahrlässig, und gegen so etwas versichern sie nicht.
Mag sein. Ist aber nicht das problem der unfallopfer.
Zumindest in Deutschland hat die Versicherung in fast jedem fall erstmal zu zahlen. Die können sich ggf. dann das geld bei ihrem kunden wieder holen.
Würde mich stark wundern wenn das in den usa so krass anders laufen würde. Wobei, nee würde mich eigentlich nicht wundern.
>
> Damit bleiben die Regressansprüche an den Fahrer - der wiederum hat kein
> Geld. Jetzt kommen also die exorbitanten Behandlungskosten der
> Familienmitglieder auf die Familie zu, und das in Summen die Privatpersonen
> nicht zahlen können - eine in Deutschland mit max 80¤ kostende
> Röntgenuntersuchung kostet in den USA gerne mal $500. Bei mehreren
> Schwerverletzten kommt hier also schnell eine Millionenrechnung zustande.
Paaaahhh...Milliarden!
> Da Krankenkassen in den USA privat sind, gibt es hier auch von der eigenen
> Versicherung den Mittelfinger in Form von Ablehnung der Übernahme oder
> horrende prozentuale Selbstbeteiligungen.
Das dürfte ganz auf den vertrag mit der Krankenkasse ankommen. Grundsätzlich sind Krankenkassen erstmal genau dafür da die kosten zu tragen. Können sich natürlich ggf. das geld dann von dem einen oder anderen wieder holen.
>
> Will die Familie also eine vernünftige medizinische Versorgung für ihre
> unverschuldeten Verletzungen haben, dann muss sie entweder selber reich
> sein, oder jemand reiches verklagen.
Aha. Also keine Versorgung bis man rechtlich geklärt hat wer zahlt? Also die usa sind ja schon bekloppt aber sicher nicht sooo bekloppt.
> Deswegen werden gerne Unternehmen als
> Mitschuldige an solchen Geschichten verklagt, weil die eben das Geld
> haben.
Ja und McDonalds verklagen weil ich während der fahrt n kaffee getrunken habe...is klar.
>
> Aber ich bin mir sicher, du würdest stolz in den Bankrott gehen, hauptsache
> keine alberne Klage machen, ja?
Ich würde im leben nicht auf die idee kommen Apple verklagen zu wollen weil ein vollhorst während der fahrt das Gerät von Apple genutzt hat.
1 mal bearbeitet, zuletzt am 19.12.18 15:00 durch sfe (Golem.de). -
Re: Traurig
Autor: Eheran 19.12.18 - 14:22
>our site is unavailable to European Union visitors
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Re: Traurig
Autor: Otto d.O. 19.12.18 - 14:31
Nehmen wir mal an, es war genau so wie du es beschreibst: Die Kosten für die medizinische Behandlung der Unfallopfer wird weder von der gegnerischen Haftpflichtversicherung noch von der eigenen Krankenversicherung abgedeckt.
Ist es in dieser Situation moralisch und/oder juristisch vertretbar, irgendjemanden zu verklagen, der zufällig Geld hat und zu dem sich ein Zusammenhang mit dem Unfall an den Haaren herbeizerren lässt? Ich denke nicht. -
Re: Traurig
Autor: quineloe 19.12.18 - 14:36
"IT News für Profis" und lässt sich von nem EU-Geoblocking aussperren.
Sagt alles. -
Re: Traurig
Autor: quineloe 19.12.18 - 14:49
Prinzeumel schrieb:
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> quineloe schrieb:
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> > Traurig ist, dass du hier so ahnungslos gegen die Familie stänkerst,
> ohne
> > Ahnung vom US Recht zu haben. Bei dem Unfall sind alle Insassen des
> > Fahrzeugs schwer verletzt worden. Die Versicherung des Unfallfahrers
> windet
> > sich wegen seiner Facetime Nutzung aus der Zahlung heraus, denn das ist
> ja
> > grob fahrlässig, und gegen so etwas versichern sie nicht.
> Mag sein. Ist aber nicht das problem der unfallopfer.
Aha, wenn sich also die Krankenhausrechnungen stapeln, die es nicht bezahlen kann, dann ist das nicht das Problem des Opfers?
> Zumindest in Deutschland hat die Versicherung in fast jedem fall erstmal zu
> zahlen.
Der Verweis auf die Rechtslage in Deutschland wird bei einer US Versicherung in einem US Streitfall sicher super zünden.
> Würde mich stark wundern wenn das in den usa so krass anders laufen würde.
Wie du mehrmals bewiesen hast, geht dein Wissen über US Recht nicht über "die 10 lustigsten Klagen aus den USA" auf web.de hinaus.
Genau diesen Zwang kennt das US Recht eben *nicht*.
> Paaaahhh...Milliarden!
Was soll dieses infantile Diskussiongebahren?
Ich glaube, du hast in deinem ganzen Leben noch nie eine echte Kostenrechnung für einen Krankenhausaufenthalt gesehen. Frag mal jemanden, der Privat versichert ist, die dürfen die nämlich immerhin mal anschauen bevor sie sie weiterreichen.
Jetzt haben wir bei dem Fall hier mehrere Schwerverletzte die auf die Intensiv mussten, alles wird dort 10x so teuer abgerechnet, also ja, da bist du schnell bei einer Million bei so einem Unfall.
> Das dürfte ganz auf den vertrag mit der Krankenkasse ankommen.
> Grundsätzlich sind Krankenkassen erstmal genau dafür da die kosten zu
> tragen. Können sich natürlich ggf. das geld dann von dem einen oder anderen
> wieder holen.
Also hier noch mehr Grundlagenwissen über das Krankenversicherungssystem in den USA: Die meisten, die eine richtige Versicherung haben, beziehen diese über den Arbeitgeber. Damit haben sie gar keine Möglichkeit, Leistungen zu vergleichen oder den besten Anbieter zu nehmen, sie nehmen das, was der Arbeitgeber eingekauft hat. Und der kauft eben keine teuren Premiumverträge, die fixe Selbstkostenanteile kennen, sondern Prozentanteile für die Selbstkostenbeteiligungen.
Für weitere Info:
https://www.upi.com/Health_News/2017/06/07/Nearly-40-percent-of-job-based-health-plans-are-high-deductible-study-says/7661496844636/
(darf auch Eheran lesen)
> Ja und McDonalds verklagen weil ich während der fahrt n kaffee getrunken
> habe...is klar.
Das.. ist so einfach nicht passiert, dieses Falschwissen passt aber sehr gut zu deiner restlichen fehlenden Allgemeinbildung zu diesem Thema.
1 mal bearbeitet, zuletzt am 19.12.18 14:59 durch sfe (Golem.de). -
Re: Traurig
Autor: quineloe 19.12.18 - 14:51
Otto d.O. schrieb:
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> Nehmen wir mal an, es war genau so wie du es beschreibst: Die Kosten für
> die medizinische Behandlung der Unfallopfer wird weder von der gegnerischen
> Haftpflichtversicherung noch von der eigenen Krankenversicherung
> abgedeckt.
>
> Ist es in dieser Situation moralisch und/oder juristisch vertretbar,
> irgendjemanden zu verklagen, der zufällig Geld hat und zu dem sich ein
> Zusammenhang mit dem Unfall an den Haaren herbeizerren lässt? Ich denke
> nicht.
Apple hatte zu diesem Zeitpunkt sich bereits länger Patente gesichert, die genau diese Verwendung von Facetime während der Fahrt verhindert hätten, aber Apple hat es bis dahin unterlassen, diese Patente einzusetzen - also scheinbar mal wieder nur patentiert, damit die Konkurrenz es nicht machen darf.
Hältst du das für moralisch/juristisch vertretbar? -
Re: Traurig
Autor: Trollversteher 19.12.18 - 15:02
>Was soll dieses infantile Diskussiongebahren?
>Ich glaube, du hast in deinem ganzen Leben noch nie eine echte Kostenrechnung für einen >Krankenhausaufenthalt gesehen. Frag mal jemanden, der Privat versichert ist, die dürfen die >nämlich immerhin mal anschauen bevor sie sie weiterreichen.
>Jetzt haben wir bei dem Fall hier mehrere Schwerverletzte die auf die Intensiv mussten, alles wird >dort 10x so teuer abgerechnet, also ja, da bist du schnell bei einer Million bei so einem Unfall.
Naja, hier in Deutschland sind es eher zehntausende als Millionen, selbst mit Einzelzimmer und Chefarztbetreuung. (Bei mir kürzlich: Hirn-OP, einen Tag und eine Nacht Intensiv, zehn Tage Aufenthalt im Einzelzimmer mit Chefarztbetreuung alles zusammen so um die 15.000-16.000¤) In den USA wird bei Krankenhausrechnungen und Arztkosten aber gerne mal sehr viel kräftiger zugelangt als hierzulande, das stimmt schon... -
Re: Traurig
Autor: serra.avatar 19.12.18 - 15:02
tja das ist Pech wenn man beim Verursacher nix holen kann! Aber Apple hat da keine Schuld und das haben die Richter auch ganz richtig entschieden!
_________________________________________________________________
Gott vergibt, ich nicht! -
Re: Traurig
Autor: Trollversteher 19.12.18 - 15:07
>Apple hatte zu diesem Zeitpunkt sich bereits länger Patente gesichert, die genau diese Verwendung von Facetime während der Fahrt verhindert hätten, aber Apple hat es bis dahin unterlassen, diese Patente einzusetzen - also scheinbar mal wieder nur patentiert, damit die Konkurrenz es nicht machen darf.
Zwischen Patentierung und Umsetzung vergehen häufig Jahre, das ist nichts unübliches, und mittlerweile ist diese Funktion ja auch längst implementiert. Aber die macht auch nichts anderes, als optional automatisch in den "Nicht stören" Modus zu schalten, wenn das Gerät erkennt, dass es sich in einem Fahrzeug befindet. Aber die Möglichkeit vor der Fahrt manuell in den "nicht stören Modus" zu schalten, hat es schon immer gegeben, und soviel "Eigenverantwortung" sollte einem erwachsenen Menschen doch noch zugemutet werden können, vor allem wenn er *weiß*, dass ein nicht stummgeschaltetes Telefon jederzeit auf sich aufmerksam machen kann.
>Hältst du das für moralisch/juristisch vertretbar?
Ja was denn sonst - Du nicht? -
Re: Traurig
Autor: horotab 19.12.18 - 15:09
quineloe schrieb:
>
> Apple hatte zu diesem Zeitpunkt sich bereits länger Patente gesichert, die
> genau diese Verwendung von Facetime während der Fahrt verhindert hätten,
> aber Apple hat es bis dahin unterlassen, diese Patente einzusetzen - also
> scheinbar mal wieder nur patentiert, damit die Konkurrenz es nicht machen
> darf.
>
> Hältst du das für moralisch/juristisch vertretbar?
Nein ich finde Patente unnötig und problematisch, aber so etwas sollte ich hier wohl nicht laut sagen, weil sonst wieder irgendwelche Idioten aus den Löchern gekrochen kommen und mir erzählen, dass der eine Erfinder der seinen Lebensunterhalt sonst nicht mehr bestreiten könnte dieses System rechtfertigt. -
Re: Traurig
Autor: Trollversteher 19.12.18 - 15:13
>Nein ich finde Patente unnötig und problematisch, aber so etwas sollte ich hier wohl nicht laut sagen, weil sonst wieder irgendwelche Idioten aus den Löchern gekrochen kommen und mir erzählen, dass der eine Erfinder der seinen Lebensunterhalt sonst nicht mehr bestreiten könnte dieses System rechtfertigt.
Naja, es ist wohl weniger der eine, kleine Entwickler - eher Unternehmen, die ganze Abteilungen an die Erforschung von Features setzen und sehr viel Zeit und Geld darein investieren - da ist irgendeine Form der rechtlichen Absicherung gegen Plagiateure, die sich kostengünstig "ins gemachte Nest setzen", um diese alte Redewendung nochmal wieder zu beleben, schon notwendig. Ob das allerdings in der Form passieren muss, wie es derzeit, vor allem in den USA praktiziert wird, ist natürlich eine völlig andere Frage.
1 mal bearbeitet, zuletzt am 19.12.18 15:16 durch Trollversteher. -
Re: Traurig
Autor: quineloe 19.12.18 - 15:16
Ich schließe mich dieser Antwort an.
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Re: Traurig
Autor: Eheran 19.12.18 - 16:47
Was sagt uns diese Aussage über dich? :)
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Re: Traurig
Autor: Anonymouse 19.12.18 - 16:50
quineloe schrieb:
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> Otto d.O. schrieb:
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> > Nehmen wir mal an, es war genau so wie du es beschreibst: Die Kosten für
> > die medizinische Behandlung der Unfallopfer wird weder von der
> gegnerischen
> > Haftpflichtversicherung noch von der eigenen Krankenversicherung
> > abgedeckt.
> >
> > Ist es in dieser Situation moralisch und/oder juristisch vertretbar,
> > irgendjemanden zu verklagen, der zufällig Geld hat und zu dem sich ein
> > Zusammenhang mit dem Unfall an den Haaren herbeizerren lässt? Ich denke
> > nicht.
>
> Apple hatte zu diesem Zeitpunkt sich bereits länger Patente gesichert, die
> genau diese Verwendung von Facetime während der Fahrt verhindert hätten,
> aber Apple hat es bis dahin unterlassen, diese Patente einzusetzen - also
> scheinbar mal wieder nur patentiert, damit die Konkurrenz es nicht machen
> darf.
>
> Hältst du das für moralisch/juristisch vertretbar?
Das ist ja wohl lächerlich.
Es ist immer schön, wenn ein Unternhmen so viel gegen Dummheit tut, wie es geht.
Daraus resultiert aber nicht, dass die Firma nun für jede Dummheit verantwortlich ist, die sie nicht verhindert hat.
Mal ganz davon abgesehen, dass Handy am Steuer auch in Kalifornien verboten ist.



