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  5. › Defekte SIM-Karten: Congstar und Telekom…

OnePlus soll Schuld sein?

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  1. OnePlus soll Schuld sein?

    Autor: KnutRider 08.03.16 - 10:08

    Also ohne jetzt noch groß recherchiert zu haben, aber wenn ich dem Text entnehmen
    "Congstar und die Deutsche Telekom hatten viele Monate Probleme mit kaputten SIM-Karten."

    Ich lese ich das lediglich 2 Unternehmen Probleme hatten. Nämlich die DT und das 100% Tochterunternehmen Congstar.

    Dann folgender Satz
    "Besonders häufig traten diese Probleme in Smartphones von Oneplus..."
    Dies impliziert das nicht nur Oneplus Geräte betroffen waren, sondern auch andere.

    Für mich liest es sich eher das hier die DT/Congstar den schwarzen Peter von sich schieben will.

    Es sei denn - und das kann man dem Artikel nicht entnehmen - das auch andere Provider davon betroffen sind.

  2. Re: OnePlus soll Schuld sein?

    Autor: thorben 08.03.16 - 10:12

    oder aber die telekom nutzt als einzige irgendwelceh SIM Features, die die anderen nicht benutzen..

  3. Re: OnePlus soll Schuld sein?

    Autor: 946ben 08.03.16 - 10:13

    Vielleicht unterstützen andere Provider bzw. deren SIM Karten ja auch die entsprechende fehlerhafte Funktion einfach nicht. Der Fehler liegt hier auf jeden Fall bei OnePlus, da sie die SIM Karten Funktionen falsch implementiert haben. Die SIM Karten waren vorher da.

  4. Re: OnePlus soll Schuld sein?

    Autor: Genie 08.03.16 - 10:14

    KnutRider schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Für mich liest es sich eher das hier die DT/Congstar den schwarzen Peter
    > von sich schieben will.

    Steht doch eindeutig im Artikel. Sowohl OnePlus als auch die Telekom tragen eine Teilschuld. OnePlus behauptet eine Funktion zu haben, das es nicht hat und die SIM hat ebenfalls falsch auf die Fehlermeldung reagiert.

  5. Re: OnePlus soll Schuld sein?

    Autor: KnutRider 08.03.16 - 10:24

    thorben schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > oder aber die telekom nutzt als einzige irgendwelceh SIM Features, die die
    > anderen nicht benutzen..
    Weltweit? Zumindestens habe ich noch nirgendwo anders über generelle Probleme gelesen.
    Und welche Features sollen das sein, welche zB Vodafone nicht nutzt?

  6. Re: OnePlus soll Schuld sein?

    Autor: chefin 08.03.16 - 10:31

    Genie schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > KnutRider schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Für mich liest es sich eher das hier die DT/Congstar den schwarzen Peter
    > > von sich schieben will.
    >
    > Steht doch eindeutig im Artikel. Sowohl OnePlus als auch die Telekom tragen
    > eine Teilschuld. OnePlus behauptet eine Funktion zu haben, das es nicht hat
    > und die SIM hat ebenfalls falsch auf die Fehlermeldung reagiert.


    Wie soll man den auf Fehlermeldungen sonst reagieren? Wenn du sagst du kannst Autos reparieren und wenn ich dir das Auto gebe mit einer Fehlermeldung: keine Zeit gehabt...zurück gibts, dann komme ich eben morgen wieder. Den Umstand das du lügst gibt es nur im Zusammenspiel zwischen Menschen. Bei Computerprotokollen darf das nicht sein. Und aus einer Fehlermeldung dann schliessen, das gibt es nicht und nie wieder nachfragen ist auch keine Lösung. Es könnte ein Telefonwechsel stattfinden. Um den zu erkennen, müsste man Dinge auf der Simkarte speichern die dort nicht hingehören. zB eindeutige IDS von Telefonen.

    Hier gibts keine Lösung die brauchbar ist seitens des SIM-herstellers. Ausser eine One Plus Spezialkarte die nicht mehr nachfragt weil sie weis das die Antwort gelogen ist. Das Lügen muss man also explizit als Ausnahme regeln.

  7. Re: OnePlus soll Schuld sein?

    Autor: M.P. 08.03.16 - 10:38

    Also bist Du auch einer von denen, die auf eine "Datei nicht gefunden" Fehlermeldung eine Wiederholung, des "open" - Aufrufes programmierst.

    Meine größten Freunde sind die, die das dann in ihrem Code ohne Wartezeit tun....

  8. Re: OnePlus soll Schuld sein?

    Autor: M.P. 08.03.16 - 10:42

    http://www.teltarif.de/oneplus-2-probleme/news/62478.html

    Wenn das das selbe Problem ist....

  9. Re: OnePlus soll Schuld sein?

    Autor: Slartie 08.03.16 - 10:43

    Die Schuld ist hier zu 100% bei OnePlus zu suchen. Deren Smartphone bzw. der darin verbaute Baseband-Chip hält sich nicht an das SIM-Karten-Protokoll. Die Karten von Congstar/Telekom gehen legitimerweise davon aus, dass sich das Telefon an das Protokoll hält - wäre dem so, wäre die begrenzte Zahl Schreibzyklen auch kein Problem, wie man an allen anderen Smartphones sieht, die sich ans Protokoll halten.

    Der SIM-Karten-Hersteller (bzw. -Ausgeber) steht hier ganz eindeutig nicht in der Pflicht, miese Protokollimplementierungen irgendwelcher Baseband-Hersteller auszugleichen und diesen Herstellern damit das Schludern zu ermöglichen. Wenn ein hinreichend genau definiertes, praxistaugliches Protokoll existiert, haben sich gefälligst alle Beteiligten daran zu halten, und ein Nichteinhalten platziert die Schuld für daraus mittelbar und unmittelbar entstehende Probleme IMMER und AUTOMATISCH bei demjenigen, der sich nicht dran hält.

  10. Re: OnePlus soll Schuld sein?

    Autor: Tranquil 08.03.16 - 10:45

    > Und welche Features sollen das sein, welche zB Vodafone nicht nutzt?

    Bei meiner dienstlichen TwinBill SIM der Telekom wird z.B. auf meinem Galaxy S4 und auch Galaxy S6 Edge eine App "Special" bereitgestellt, die schon auf der SIM Karte enthalten ist und nicht auf dem Gerät installiert werden muss. Sie ist bei Gerätestart sofort verfügbar und bietet ein paar rudimentäre Funktionen. Nicht hübsch aber funktional.

  11. Re: OnePlus soll Schuld sein?

    Autor: KnutRider 08.03.16 - 10:52

    Slartie schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die Schuld ist hier zu 100% bei OnePlus zu suchen. Deren Smartphone bzw.
    > der darin verbaute Baseband-Chip hält sich nicht an das
    > SIM-Karten-Protokoll. Die Karten von Congstar/Telekom gehen legitimerweise
    > davon aus, dass sich das Telefon an das Protokoll hält

    Aha, und warum äußern sich nur die Telekom/Congstar dazu? Es gibt weltweit mehrere tausend Provider/Anbieter von keinem anderen habe ich bisher was gehört. Beschränken wir uns auf Deutschland.
    Was ist mit Vodafone? 1&1? Eplus/O2? Zusätzlich Aldi Talk, Edeka mobil, die ganzen Drillich Klitschen, Bild mobil usw.

    Es gibt bestimmt 50 Anbieter, die zwar die 3(4) Netze nutzen, aber ihre eigenen SIM Karten ausgeben. Bei keinem anderen gehen im 2-3 Monatstakt die SIMs kaputt? Und wenn doch schweigen sie sich aus? Und wenn ja, warum?

    Es scheint mir eben nicht so ganz klar zu sein. Insbesondere wenn man das Thema liest
    http://m.heise.de/newsticker/meldung/SIM-Probleme-Congstar-gibt-Smartphone-Herstellern-die-Schuld-2551268.html
    Dort steht "nur Androids" im nächsten Satz wird ein Lumia 630 erwähnt.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 08.03.16 10:55 durch KnutRider.

  12. Re: OnePlus soll Schuld sein?

    Autor: Slartie 08.03.16 - 10:55

    Wir reden hier aber über 100.000 Versuche innerhalb von >8 Wochen, das ergibt runtergerechnet grob 1 Versuch pro Minute. Da ich nicht davon ausgehe, dass die gesamte Kommunikation aus Anfrage plus negativer Antwort eine Minute dauert, hat hier offensichtlich jemand schon einen bewussten Delay eingebaut. Derjenige ging halt nicht davon aus, dass es dem Telefon vollkommen unmöglich sein wird, die Anfrage jemals positiv zu beantworten - dafür hätte es laut Protokoll von vorneherein die Auskunft geben sollen, die fragliche Funktion nicht zu unterstützen. Da das Protokoll eine solche Feature-Abfrage vorsieht, nehme ich schwer an, dass Fehlermeldungen als Antwort auf die Anforderung eines als vorhanden angenommenen Features im Protokoll nur als Mechanismus zur Kommunikation von temporären Fehlern vorgesehen sind. Auf temporäre Fehler mit einem erneuten Versuch nach einem gewissen Delay zu reagieren ist durchaus akzeptables Verhalten. Auch wenn man das defensive Verhalten noch beliebig weiter ausbauen kann (z.b. Back-Off mit immer längeren Intervallen, je länger der Fehlerzustand besteht), kann ich hier kein wirkliches Versäumnis seitens des SIM-Karten-Entwicklers erkennen - der muss nämlich neben möglichst hoher Fehlertoleranz auch noch einige andere, harte Constraints bedienen, z.B. muss Software auf SIM-Karten sehr kompakt, speicher- und energieeffizient geschrieben werden, und defensive Programmierung ist immer mit Kosten in diesen Bereichen verbunden.

  13. Re: OnePlus soll Schuld sein?

    Autor: KnutRider 08.03.16 - 10:59

    Tranquil schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > Und welche Features sollen das sein, welche zB Vodafone nicht nutzt?
    >
    > Bei meiner dienstlichen TwinBill SIM der Telekom wird z.B. auf meinem
    > Galaxy S4 und auch Galaxy S6 Edge eine App "Special" bereitgestellt, die
    > schon auf der SIM Karte enthalten ist und nicht auf dem Gerät installiert
    > werden muss. Sie ist bei Gerätestart sofort verfügbar und bietet ein paar
    > rudimentäre Funktionen. Nicht hübsch aber funktional.

    Ich hatte bis vor 4 Wochen zB noch einen Congstar Tarif und das war augenscheinlich eine schnöde 0815 SIM ohne Spielereien o.ä.
    Hab aber auch kein OnePlus Gerät.

  14. Re: OnePlus soll Schuld sein?

    Autor: Slartie 08.03.16 - 11:04

    Es gibt immer "irgenjemand anderen, bei dem es trotzdem funktioniert". Das ist allemal als Indiz zu gebrauchen, in welche Richtung die technische Fehlersuche erfolgen könnte, aber keinerlei Argument für irgendwas.

    Wenn technisch geklärt ist, wie der Fehler zustande kommt, und - wie in diesem Fall - klar ist, wer sich nicht an das gemeinsame Protokoll hält, dann ist die Frage, bei wie vielen anderen es trotzdem funktioniert oder nicht funktioniert, ungefähr so egal wie die Frage, welche Mondphase gerade herrscht. Fehler wirken sich nun mal nicht immer bei allen Beteiligten gleich aus.

    Du würdest dich wundern, wie grandios verbuggt die allermeiste täglich genutzte Technik so ist - die meisten Bugs kriegt man glücklicherweise nur nie zu Gesicht, weil diverse Bedingungen zutreffen müssen, bevor sie sich auswirken. Aber wehe, du hast einen solchen Fall dann mal vorliegen und bist einem Kunden gegenüber verpflichtet, eine Lösung zu finden für ein Problem, das gar nicht du verursachst, sondern ein Fehler in irgendwelcher Technik ein paar Schichten tiefer, auf deren korrekte Funktion du dich verlässt...da gibt es dann auch immer irgendwelche Typen, die ohne jegliches technisches Verständnis ein "aber bei XYZ geht es doch auch" in den Raum werfen, und du lernst diese Typen ganz schnell hassen, weil sie einer tatsächlichen Lösung des Problems an der Wurzel in der Regel massiv im Weg stehen.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 08.03.16 11:05 durch Slartie.

  15. Re: OnePlus soll Schuld sein?

    Autor: Youssarian 08.03.16 - 11:15

    KnutRider schrieb:

    > Aha, und warum äußern sich nur die Telekom/Congstar dazu?

    Im Dezember haben sie es getan und abschließend Mitte Februar in deren Suppprt-Foren.

    > Es gibt bestimmt 50 Anbieter, die zwar die 3(4) Netze nutzen, aber ihre
    > eigenen SIM Karten ausgeben. Bei keinem anderen gehen im 2-3 Monatstakt die
    > SIMs kaputt? Und wenn doch schweigen sie sich aus? Und wenn ja, warum?

    Die Telekom-SIM-Karten nutzen ein Protokoll namens MEC ("Mobile Equipment Change"). Die OP-Geräte haben dieses Protokoll implementiert, antworten aber falsch.

    > Dort steht "nur Androids" im nächsten Satz wird ein Lumia 630 erwähnt.

    Es kann ja durchaus sein, dass auch andere Smartphones denselben Fehler aufweisen. Tatsache ist, dass von Seiten OP der mittlerweile als bekannt anzusehende Fehler nicht gefixt wurde, während die Telekom nun spezielle SIM-Karten an die betroffenen Kunden ausgibt. (Ob diese MEC nicht unterstützen oder das Problem anders gelöst wurde, ist mir nicht bekannt.)

  16. Re: OnePlus soll Schuld sein?

    Autor: Apfelbrot 08.03.16 - 11:16

    KnutRider schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Slartie schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Die Schuld ist hier zu 100% bei OnePlus zu suchen. Deren Smartphone bzw.
    > > der darin verbaute Baseband-Chip hält sich nicht an das
    > > SIM-Karten-Protokoll. Die Karten von Congstar/Telekom gehen
    > legitimerweise
    > > davon aus, dass sich das Telefon an das Protokoll hält
    >
    > Aha, und warum äußern sich nur die Telekom/Congstar dazu? Es gibt weltweit
    > mehrere tausend Provider/Anbieter von keinem anderen habe ich bisher was
    > gehört. Beschränken wir uns auf Deutschland.
    > Was ist mit Vodafone? 1&1? Eplus/O2? Zusätzlich Aldi Talk, Edeka mobil, die
    > ganzen Drillich Klitschen, Bild mobil usw.

    ...
    Es gibt garantiert Funktionen über Apps welche nur von der Telekom angeboten werden, von sonst niemandem.
    Ja, es ist eine Weltweit einzigartige Funktion die abgefragt wird, und hier antwortet das Telefon falsch.

    Das kannst du dir nicht vorstellen? Doch solche Dinge sind gar nicht so abwegig. Es kann schon alleine sein dass eine bestimmte Funktions ID abgefragt wird, welche sonst von keinem Anbieter benutzt wird. Auch wenn die Funktion am Ende für dich als Nutzer gleich aussieht.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 08.03.16 11:28 durch gs (Golem.de).

  17. Re: OnePlus soll Schuld sein?

    Autor: KnutRider 08.03.16 - 11:18

    Dann muss ja die Telekom/Congstar weltweit als einziges Unternehmen MEC nutzen.

  18. Re: OnePlus soll Schuld sein?

    Autor: sh4itan 08.03.16 - 11:27

    946ben schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Vielleicht unterstützen andere Provider bzw. deren SIM Karten ja auch die
    > entsprechende fehlerhafte Funktion einfach nicht. Der Fehler liegt hier auf
    > jeden Fall bei OnePlus, da sie die SIM Karten Funktionen falsch
    > implementiert haben. Die SIM Karten waren vorher da.


    Der Rechner existierte schon vor Windows 10... Ist Microsoft jetzt Schuld, das die alten Mühlen das neue Windows nicht schaffen?

    Wenn nur ein SIM-Hersteller Probleme mit den Smartphones hat, die ja wohl nachweislich nicht nur von OnePlus kommen, dann würde ich den Fehler schon beim SIM-Hersteller suchen.

  19. Re: OnePlus soll Schuld sein?

    Autor: Genie 08.03.16 - 11:30

    Slartie schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > platziert die Schuld
    > für daraus mittelbar und unmittelbar entstehende Probleme IMMER und
    > AUTOMATISCH bei demjenigen, der sich nicht dran hält.

    Wohl kaum. Es zeugt einfach nur von schlechter Programmierung auf beiden Seiten. Man kann sich bei seiner eigenen Programmierung nicht auf die Zuverlässigkeit des anderen verlassen, sondern hat jede Eventualität zu berücksichtigen. Ob Standard oder nicht.

    Der Fehler von OnePlus hat nur einen Fehler in der Telekom-SIM aufgedeckt. Hätte die Telekom-SIM ein vernünftiges Failback-Verhalten, würde diese auch nicht kaputt gehen. Die Prüfung hätte einmalig beim Anschalten des Geräts bzw. beim Netzbeitritt gereicht und nicht permanent wieder.

  20. Re: OnePlus soll Schuld sein?

    Autor: Slartie 08.03.16 - 11:46

    Das ist eine nette Idee, in der Praxis aber nicht praktikabel. Auf gewisse Dinge MUSST du dich einfach verlassen. Und der Sinn von Protokollen ist eben genau das: dir eine Basis zu geben, auf die du dich verlassen kannst. Da bleiben dann immer noch genug Fehlersituationen übrig, die abgedeckt werden möchten - nur dass diese bei guten Protokollen eben definiert sind, inklusive der darauf möglichen Reaktionen. Fehlersituationen abzudecken, die über die sich aus dem Protokoll ergebenden hinausgehen, ist ein "nice to have", aber keine Pflicht - und insbesondere ist jedes solche Bestreben kritisch auf das Verhältnis von Kosten zu Nutzen zu hinterfragen. Damit meine ich sowohl monetäre Kosten (Entwickler-Zeit, Test-Zeit) als auch "technische" Kosten (mehr Code der potenzielle Fehler enthalten kann und gepflegt werden will, höhere Komplexität des Codes, Risiko für Beeinflussung der "normalen" Funktion durch die Fehlerbehandlungsroutinen - richtig geil wird es, wenn du berücksichtigen musst, dass Fehler in deinen ultra-komplizierten Fehlerbehandlungsroutinen unbeabsichtigterweise die normale Funktion auf nicht vorhersehbare Weise beeinträchtigen können ;-) ).

    Um ein einfaches und bewusst krasses Beispiel zu nennen: der SIM-Karten-Standard definiert unter anderem einen erlaubten Versorgungsspannungsbereich der Karte. Sagen wir, ich haue auf die Karte jetzt mal 10.000 Volt, weil ich mich nicht an den Standard halte...muss das der Kartenhersteller jetzt deiner Meinung nach trotzdem bedenken und abfedern? Immerhin ist das enthalten in "jede Eventualität".

    Oder ein näher an der Programmierung liegendes Beispiel: die CPU, auf der deine Software läuft, ist plötzlich der Meinung, dass 1+1=3 ist. Auch das ist enthalten in "jede Eventualität". Muss ich jetzt jede Rechnung meiner Software nochmal nachrechnen? Wie sollte ich das tun - etwa auf der CPU, von der ich ausgehe, dass sie nicht korrekt rechnet?



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 08.03.16 11:48 durch Slartie.

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