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Wo liegt das Problem?

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  1. Wo liegt das Problem?

    Autor: Gelbsucht 14.09.10 - 00:07

    Es ist nicht ersichtlich, ob unter den 700.000 Karten nicht auch viele seit ewiger Zeit ungenutzte waren. Wovon einfach mal ausgegangen werden sollte, dennes werden Karten auch mal einfach irgendwo weggeworfen oder verschimmeln in einem Schrank etc. Und das ist nicht der Ursprungszweck einer SIM.

    Und wo liegt das Problem, ne Handvoll Gespräche im Jahr zu führen und wenigstens 1-3x im Jahr 15€ aufzuladen? Wenn das netmal klappt, braucht der Kunde entweder keine Karte oder man sollte über die Einführung von HartzIV-Prepaidkarten nachdenken (Scherz, natürlich sollte der Kunde heutzutage wissen, das eine SIMkarte auch zur Benutzung und nicht nur zum anschauen gekauft wird).

  2. Re: Wo liegt das Problem?

    Autor: maha 14.09.10 - 02:42

    Ja so eine Sauerei, dass die Kunden sich sowas zulegen und dann nicht nutzen - man sollte sie auf Schadensersatz verklagen. Mobilfunkunternehmen müssen ja auch leben - mit den schwindenden Milliardengewinnen (Gewinn ist bereits abzgl. Kosten).

    Zur Feststellung, ob eine Karte noch genutzt wird, würde die Einbuchung im Netz vollkommen ausreichen. Da braucht es gar keinen Zwangsumsatz. Eine Interessante Frage wäre, ob die nachträgliche Änderung der zugrundeliegenden Vertragsbedingungen überhaupt zulässig ist. Die Leute mit 24-Monats-Verträgen sollten ganz schnell mal versuchen, einseitig und nachträglich die Vertragsbedingungen zu ändern, weil die Grundgebühren Einschnitte in der Haushaltskasse verursachen, die einfach nicht mehr tragbar sind. Aus den Knebelverträgen kommt man nur in seltenen Einzelfällen vor Ende der Laufzeit heraus, etwa bei Zahlungsverweigerung - dann kommt aber auch ein Schadensersatz zur Forderung umgehend dazu.

    Es ist eben kein Unterschied, ob sich die wirtschaftliche Lage geändert hat. Das zieht bei keinem Kunden, warum sollte es also bitte bei dem Großkonzern als Argument akzeptiert werden. Noch dazu, wo diese Firmen ordentlich vorher kalkulieren und genau wissen sollten, was in Zukunft mit den abgeschlossenen Verträgen auf sie zukommt.

    Wenn so viele Karten ungenutzt im Schrank liegen und deshalb abgeschaltet werden sollen, wieso dann nicht der simple und für tatsächliche Kunden günstigere Weg der Einbuchung? Warum für die so geringe Menge an Kunden eine Strafgebühr in Form eines Zwangsumsatzes? Es ist ja nicht so, dass Aktiengesellschaften von hohen Kundenzahlen profitieren..

    Ach und haben die Kunden nicht sogar für diese Prepaid Karte in der Regel Geld bezahlt, sich also die vertragsgemäße Nutzung sogar rechtmäßig erkauft? Es sollte sich rächen, mit Minuskalkulation Marktmacht herstellen zu wollen. Man sollte doch dann wenigstens so freundlich sein und den Vertragspartner auf ordentlichem Wege kontaktieren und nachfragen, ob noch eine Nutzung erfolgt (Gängigerweise sind in Deutschland die meisten Prepaid Karten durchaus ordentlich registriert mit Personalausweisnummer etc.). Stattdessen steckt man dem Kunden die Zunge heraus und stampft auf dem Rechtssystem herum. Prima.

    Hoffentlich entdecken die Druckerhersteller bald mal diese Masche. Die bauen dann Mechanismen ein, die den Drucker bei Nicht-Nutzung (und damit auch mangelndem Original-Verbrauchsmaterialkonsum) einfach unbrauchbar machen. Jeder weiß doch, dass die Geräte durch die Tinte querfinanziert werden. Das wäre doch vollkommen legitim um die eigenen Gewinne zu sichern.

    PS: Wozu etwas gekauft wird, sollte doch wohl der Kunde entscheiden dürfen und nicht nachträglich vom Verkäufer bestimmt werden. Es wird wirklich Zeit, dass in den Köpfen wieder der eigene Verstand zu Kräften kommt und sich gegen die Massenmanipulation durch die Verkaufsmaschinerie auflehnt.

  3. Re: Wo liegt das Problem?

    Autor: m0rn 14.09.10 - 05:56

    Was mich besonders aufregt ist die Tatsache das viele dieser abgeschalteten Handy´s für Notfälle gedacht waren. Klar funktioniert der "richtige" Notruf auch damit noch nur meist sind persönliche Notfälle nicht so gravierend das man gleich die Polizei oder einen Krankenwagen braucht es reicht oft einen Bekannten oder einen Familienangehörigen anrufen zu können. Besonders treist finde ich die "Kündigung" per SMS zu verschicken. Ein Handy das sehr selten benutzt wird dessen SMS-Eingang fragt man natürlich auch sehr selten ab. Im meinem Fall war die Simkarte noch nichtmal in einem Handy drin da ich erstmal das neue Handy mit einer alten Simkarte benutzt habe (altes Handy kaputt).
    Kundenfreundlichkeit sieht anders aus. Der durchaus positive Eindruck den ich über die Jahre von der Tkom gewonnen hatte ist zerstört!

  4. Re: Wo liegt das Problem?

    Autor: Nix_ohne_sim 14.09.10 - 06:27

    Und genau das funktionier nicht mehr:
    http://www.heise.de/newsticker/meldung/Kein-Notruf-ohne-SIM-Karte-195838.html

  5. Re: Wo liegt das Problem?

    Autor: Youssarian 14.09.10 - 07:15

    maha schrieb:

    > Ja so eine Sauerei, [...]

    Ein unbefristeter Vertrag unterscheidet sich von einem befristeten nur dadurch, dass er nicht automatisch endet, sondern explizit einer Kündigung bedarf. Erfolgt die Kündigung gemäß den vertraglichen Vereinbarungen unter Beachtung einer etwaiger Mindestvertragslaufzeit und Einhaltung der Kündigungsfrist, handelt es sich um eine ordentliche Kündigung. Diese bedarf im Gegensatz zu einer außerordentlichen Kündigung keiner Begründung. Das Recht zu einer nicht begründeten, ordentlichen Kündigung steht beiden Vertragspartnern zu.

    Es bedarf also keinerlei Sauereien - von welcher Seite auch immer - es ist vielmehr alles in bester Ordnung. Die Telekom steigert zudem die "gefühlte Ordnung", indem Sie die Kriterien nennt, die dazu führen, dass ihrerseits keine ordentliche Kündigung erfolgt. Wer mag, kann sich zwar subjektiv dennoch "verarscht" fühlen und entsprechende, verbrauchertypische Konsequenzen ziehen, nur ändert das nichts daran, dass dieses Vorgehen keinen Anlass für emotionsgeladene Diskussion bietet. "Es ist nichts passiert, bitte gehen Sie weiter, es gibt nichts zu sehen."

  6. Re: Wo liegt das Problem?

    Autor: GelbLöscher 14.09.10 - 09:21

    Gelbsucht schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Und wo liegt das Problem, ne Handvoll Gespräche im Jahr zu führen und
    > wenigstens 1-3x im Jahr 15€ aufzuladen?

    Frag mal die ältere Generation die ein Handy von ihren Kindern geschenkt bekommen haben und gerade mal so in der Lage sind Anrufe anzunehmen. Wenn der eigene Tellerrand zu hoch ist sieht man nie wo der Löffel liegt...

  7. Re: Wo liegt das Problem?

    Autor: MartinP 14.09.10 - 10:07

    Hmm,
    ich war immer der Meinung, daß es reicht, auch eine "abgelaufene" SIM-Karte im Gerät zu haben.
    Nach Lesen des Artikels: Daß es eine aktive Karte sein muss, halte ich für gesetzgeberischen Unsinn!

  8. das ist doch das hauptproblem

    Autor: flasherle 14.09.10 - 10:12

    das ist doch das hauptproblem, das die leute nicht ihre verträge lesen...

  9. Du hast das Problem?

    Autor: HaHaHoHo 14.09.10 - 10:16

    Gerade die ältere Generation die gerade so weiß was ein Handy machen soll und von den Kinder eins aufs Auge gedrückt bekommt werden sich wohl eher weniger aufregen. Warum? Weil die entweder das Handy schlicht vergessen mit zunehmen, der Akku gerade leer ist, nicht wissen wie das Handy angeht, vergessen haben wie man anruft oder im Wald gerade dort keinen Empfang haben wenn ein gefühlter Notfall eintritt. Aber über Löffel reden ohne je einen gesehen zu haben können wir doch alle ;).
    Was mich eher anstinkt ist eben die Verkaufswerbung ohne darauf hinzuweisen (Kleingedrucktes zählt hier nicht!) Und wie schnell die Zeit vergeht wissen doch auch alle ü30

  10. Re: Wo liegt das Problem?

    Autor: Schlaumi 14.09.10 - 10:16

    Gelbsucht schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Und wo liegt das Problem, ne Handvoll Gespräche im Jahr zu führen und wenigstens 1-3x im Jahr 15€ aufzuladen?
    Bei den Handies von Senioren, die im Notfall ortbar, erreichbar und sein wollen und sowie keine Telefonzellen mehr finden, aber eigentlich Gespräche zu Haus am Festnetz führen. Die verquassaeln keine 30 oder 45 Euro im Jahr. Warum sollen sie dazu gezwungen werden?

    Die erkennen vielleicht nicht einmal, dass Ihre Karte tot ist, weil sie von SMS soviel Ahnung haben wie Nachbars Kuh vom Schlittschuhlaufen?

    Recht der Telekom zu kündigen: Ja! Aber nicht wie es von Golem beschrieben wurde. Oder meinst Du, die Telekom akzeptiert Deine Kündigung per SMS mit dem Hinweis, wenn bis xx nichts passiert, dann stelle ich die Zahlung ein. Was meinst Du, wie schnell die Mahnung kommt und daraus ein mahnverfahren wird, wegen rechtsunwirksamer Kündigung mit Schadensersatzforderufngen etc.

  11. Re: Wo liegt das Problem?

    Autor: Youssarian 14.09.10 - 10:31

    Schlaumi schrieb:

    >> Und wo liegt das Problem, ne Handvoll Gespräche im Jahr zu
    >> führen und wenigstens 1-3x im Jahr 15€ aufzuladen?

    > Bei den Handies von Senioren, die im Notfall ortbar, erreichbar und sein
    > wollen und sowie keine Telefonzellen mehr finden, aber eigentlich Gespräche
    > zu Haus am Festnetz führen. Die verquassaeln keine 30 oder 45 Euro im Jahr.
    > Warum sollen sie dazu gezwungen werden?

    Werden sie nicht. Es ist schon ziemlich übelwollend, hier den Eindruck zu erwecken, dass "hilflose alte Leute" über den Tisch gezogen würden.

    Das Handy ist also ortbar? Dann ist es für Anrufe und SMS erreichbar. Die "hilflosen alte Leute" wollen erreichbar sein? Prima, dann nehmen Sie Anrufe und SMS ja auch noch wahr! Die "hilflosen alte Leute" finden keine Telefonzellen mehr? Das hieß ja, sie benutzen das Handy gelegentlich für ausgehende Gespräche!

    Und was steht im Golem-Artikel? "Lediglich um zwei Monate verlängert sich der Vertrag, wenn mit einem Anruf, einer SMS oder einer MMS Umsatz erzeugt wurde."

    Die "Kosten" bestehen also minimal darin, nach Ablauf der ersten beiden Jahre alle zwei Monate eine netzinterne SMS für 0,05 € zu versenden.

    > Recht der Telekom zu kündigen: Ja! Aber nicht wie es von Golem beschrieben
    > wurde. Oder meinst Du, die Telekom akzeptiert Deine Kündigung per SMS mit
    > dem Hinweis, wenn bis xx nichts passiert, dann stelle ich die Zahlung ein.

    LIES DIE AGB! Es geht hier nicht um die "hilflosen alten Leute", die Du vorschiebst, denn dies sind weder dumm noch hilflos. Es geht allein um Deine Machenschaften, um Deine Geschäftsfähigkeit.

  12. Re: Wo liegt das Problem?

    Autor: Schlaumi 14.09.10 - 10:45

    Ich schiebe keine hilflose, alte Leute vor, sondern ich habe ein ein Beispiel auf Deine Frage "Wo liegt das Problem beschrieben?" beschrieben.

    Das Beispiel ist übliche Praxis in meinem Verwandten- und Bekanntenkreis bei Leuten über 75 Jahren. Das Handy wird regelmässig mit Strom aufgeladen. 15 Euro halten mehr als zwei Jahre. Mindestens ein Handy kenne ich, das wurde schon zwei Jahre nicht benutzt - es gab aber auch noch keine SMS von der Telekom!

    Ich spreche der Telekom nicht das Recht zu kündigen ab. Allein die Methode ist fraglich. Und durch Erzeugung von Umsatz - und sei er noch so gering - der Deaktivierung entgegenzuwirken, grenzt schon an Wegelagerei! Insbesondere, weil die Telekom die PrePaid-Karten genau für solche Einsatzzwecke beworben hat und bewirbt.

  13. Re: Wo liegt das Problem?

    Autor: flasherle 14.09.10 - 10:47

    wieso du kannst sie doch aufladen, das erzeugst du keinen umsatz, sondern hast nur das guthaben auf der karte...

  14. Re: Wo liegt das Problem?

    Autor: Schlaumi 14.09.10 - 10:51

    Und warum soll ich der Telekom zusätzliches Geld zur Verfügung stellen, wenn ich das alte Guthaben noch nicht einmal aufgebraucht habe?

  15. Re: Wo liegt das Problem?

    Autor: Kostenträger 14.09.10 - 11:58

    Wer bezahlt die Bereitstellung der Notruffunktion für Handies ohne aktive SIM-Karte? Dann kann ich ab sofort ja abgelaufene nutzlose Handies + SIM-Karten als "kostenlose Notrufgeräte" verkaufen. Notruf per Handy ist ein Service, dessen Kosten irgendjemand tragen muss. Bisher vermutlich zu Lasten der Telekommunikationsunternehmen.

    Wenn man einen Notruf trotz ungültiger SIM-Karte ermöglichen möchte, muss das vom Staat finanziert werden. Keine Ahnung, wie die Kosten derzeit verteilt werden.

  16. Re: Wo liegt das Problem?

    Autor: Youssarian 14.09.10 - 12:01

    Schlaumi schrieb:

    > Ich schiebe keine hilflose, alte Leute vor, sondern ich habe ein ein
    > Beispiel auf Deine Frage "Wo liegt das Problem beschrieben?" beschrieben.

    Ich habe diese Frage nicht gestellt.

    > Das Beispiel ist übliche Praxis in meinem Verwandten- und Bekanntenkreis
    > bei Leuten über 75 Jahren. Das Handy wird regelmässig mit Strom aufgeladen.
    > 15 Euro halten mehr als zwei Jahre.

    Dass das kein Problem ist, habe ich in dem Beitrag beschrieben, auf den Du zu antworten vorgibst. Unter optimalen Bedingungen haben sie 27 Jahre (!) Zeit, ihre 15 Euro zu verbrauchen. (Dann wären sie "über 102 Jahre" alt.)

    > Mindestens ein Handy kenne ich, das wurde schon zwei Jahre nicht benutzt - es gab
    > aber auch noch keine SMS von der Telekom!

    Dann gibt es ebenfalls noch kein Problem.
    >
    > Ich spreche der Telekom nicht das Recht zu kündigen ab. Allein die Methode
    > ist fraglich. Und durch Erzeugung von Umsatz - und sei er noch so gering -
    > der Deaktivierung entgegenzuwirken, grenzt schon an Wegelagerei!
    > Insbesondere, weil die Telekom die PrePaid-Karten genau für solche
    > Einsatzzwecke beworben hat und bewirbt.

  17. Re: Wo liegt das Problem?

    Autor: MartinP 14.09.10 - 13:30

    Das ist gut:

    Wenn ich wegen neuer Gesetzgebung (Umweltplakette) mit nicht mehr zur Arbeit fahren kann, soll sich der Staat auch darum kümmern, daß ich ein neues Auto bekomme...

    Der Anruf beim Notruf kostet auch mit aktiverter SIM nichts.

    Wir alle müssen uns an die Spielregeln halten, auch wenn es etwas kostet, und diese Spielregeln legen unsere gewählten Volksvertreter fest.

  18. [++]

    Autor: elgooG 14.09.10 - 16:22

    [++]

    Full Ack!

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