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  5. › Digitale Assistenten: Apple stoppt…

Nutzer Leichtgläubig

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  1. Nutzer Leichtgläubig

    Autor: Cherubim 02.08.19 - 09:11

    "Viele Nutzer waren schockiert, als sie erfuhren, dass Aufnahmen von Sprachassistenten zum Teil von Menschen abgetippt würden, um die Spracherkennung zu verbessern.
    ...
    Nutzern war die Praxis allerdings weitestgehend nicht bewusst, bis vor einigen Monaten erste Medienberichte dazu auftauchten."

    Sind die wirklich alle so naiv und glauben nur an das gute im Menschen? Sie kaufen ein Produkt einer Firma die Geld verdienen will. Das Produkt was sie kaufen ist meist außerordentlich günstig, da muss man doch eigentlich nur kurz darüber nachdenken um zu merken das hier eventuell wie so oft Schindluder mit den Daten betrieben wird,

  2. Re: Nutzer Leichtgläubig

    Autor: Netspy 02.08.19 - 09:31

    Was für ein „Schindluder“ wurden denn betrieben? Hier wurden echte Sprachdaten mit der Erkennung von Siri verglichen, um die Spracherkennung zu verbessern. Man kann gerne darüber diskutieren, dass das transparenter geschehen muss und ggf. auch nur mit vorheriger Einwilligung aber das Prozedere an sich ist jetzt erst mal kein Schindluder.

  3. Re: Nutzer Leichtgläubig

    Autor: gbpa005 02.08.19 - 09:38

    Ohne explizitem Opt-In ist das natürlich grundsätzlich "Schindluder", da den Nutzern vorher immer explizit weiß gemacht wurde, dass die Aufnahmen nur von Maschinen ausgewertet werden. Dazu gab es etliche Pressemeldungen von Amazon, Google und Apple.

    Davon abgesehen halte ich es ebenfalls extrem naiv von den Nutzern, solche Geräte zu verwenden.

  4. Re: Nutzer Leichtgläubig

    Autor: Netspy 02.08.19 - 09:40

    Was du naiv findest, halten andere für paranoid…

  5. Re: Nutzer Leichtgläubig

    Autor: gbpa005 02.08.19 - 09:46

    Um meinen Punkt noch einmal zu unterstützen. Sogar aktuell noch in der FAQ von Google ( https://support.google.com/googlenest/answer/7072285?hl=en letzter Punkt):

    " Does the third-party service provider get an audio recording of what I said?

    Generally no. Google transcribes what you say and sends the text, but not the audio, to the third-party service provider."

    Aber genau das ist passiert: https://www.theguardian.com/technology/2019/jul/11/google-home-assistant-listen-recordings-users-privacy : "The recordings were obtained by the Belgian public broadcaster VRT, which reviewed more than 1,000 audio clips and found 153 had been captured accidentally" . Es wurden Aufnahmen gemacht und weiterverkauft.

  6. Re: Nutzer Leichtgläubig

    Autor: Netspy 02.08.19 - 09:56

    Ich schrieb ja schon, dass das natürlich nur transparent und auch nur mit Einwilligung geschehen darf. Aber das Prozedere an sich, dass auch mal reale Daten ausgewertet werden müssen um die Spracherkennung zu verbessern, halte ich für durchaus legitim und sehe auch keinen anderen Weg. So lange das ganze anonym und nicht permanent erfolgt, hätte ich auch kein Problem damit, meine Einwilligung dafür zu geben.

  7. Re: Nutzer Leichtgläubig

    Autor: ChMu 02.08.19 - 10:13

    gbpa005 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ohne explizitem Opt-In ist das natürlich grundsätzlich "Schindluder",

    Bei Apple hast Du einen doppelten opt in.

  8. Re: Nutzer Leichtgläubig

    Autor: ChMu 02.08.19 - 10:16

    gbpa005 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Um meinen Punkt noch einmal zu unterstützen. Sogar aktuell noch in der FAQ
    > von Google ( support.google.com letzter Punkt):
    >
    > " Does the third-party service provider get an audio recording of what I
    > said?
    >
    > Generally no. Google transcribes what you say and sends the text, but not
    > the audio, to the third-party service provider."
    >
    > Aber genau das ist passiert: www.theguardian.com : "The recordings were
    > obtained by the Belgian public broadcaster VRT, which reviewed more than
    > 1,000 audio clips and found 153 had been captured accidentally" . Es wurden
    > Aufnahmen gemacht und weiterverkauft.

    Das war fragwuerdig, trotzdem wurde da nichts “verkauft”. Es geht darum, unfreiwillige Aktivierungen zu verhindern, dazu MUSS individuell ausgewertet werden. Geraeusche kann man nicht aufschreiben. Man muss hoeren warum das Ding angegangen ist. Eine Maschine kann das nicht, logisch, es wird ja gemacht um die Maschine zu verbessern, da sie eben versagt hat.

  9. Re: Nutzer Leichtgläubig

    Autor: traxanos 02.08.19 - 10:39

    gbpa005 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ohne explizitem Opt-In ist das natürlich grundsätzlich "Schindluder", da
    > den Nutzern vorher immer explizit weiß gemacht wurde, dass die Aufnahmen
    > nur von Maschinen ausgewertet werden. Dazu gab es etliche Pressemeldungen
    > von Amazon, Google und Apple.
    >
    Man muss doch per Opt-In Siri aktivieren!

    Könntest du mir die Pressemittleitung von Apple zeigen, worin steht das nur Maschinen die Daten auswerten?



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 02.08.19 10:39 durch traxanos.

  10. Re: Nutzer Leichtgläubig

    Autor: seven83 02.08.19 - 11:20

    traxanos schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > gbpa005 schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Ohne explizitem Opt-In ist das natürlich grundsätzlich "Schindluder", da
    > > den Nutzern vorher immer explizit weiß gemacht wurde, dass die Aufnahmen
    > > nur von Maschinen ausgewertet werden. Dazu gab es etliche
    > Pressemeldungen
    > > von Amazon, Google und Apple.
    > >
    > Man muss doch per Opt-In Siri aktivieren!
    >
    > Könntest du mir die Pressemittleitung von Apple zeigen, worin steht das nur
    > Maschinen die Daten auswerten?

    Eine Aufzeichnung der gesprochenen Wörter wird an den Spracherkennungsserver von Apple gesendet.
    [...]
    Die Sprachaufzeichnungen werden bis zu sechs Monate gespeichert, damit das Spracherkennungssystem sie verwenden kann, um den Benutzer besser zu verstehen. Nach sechs Monaten wird eine Kopie (ohne Kennung) gespeichert, die Apple bis zu 2 Jahre für die Verbesserung und Entwicklung von Siri nutzen kann. Ein kleiner Teil von Aufzeichnungen, Abschriften und zugehörigen Daten ohne Kennungen kann von Apple über diese 2 Jahre hinaus zur kontinuierlichen Verbesserung und Qualitätssicherung von Siri weiter verwendet werden. Außerdem können manche Aufnahmen, die sich auf Musik, Mannschaften oder Spieler, Unternehmen oder Sehenswürdigkeiten beziehen, ebenfalls zur Verbesserung von Siri gespeichert werden.

    Quelle



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 02.08.19 11:21 durch seven83.

  11. Re: Nutzer Leichtgläubig

    Autor: Netspy 02.08.19 - 11:26

    Und da steht halt nicht, dass es nur von Maschinen ausgewertet wird auch auch nicht, dass es nicht an Dritte weiterverarbeitet werden kann.

  12. Re: Nutzer Leichtgläubig

    Autor: seven83 02.08.19 - 11:29

    Netspy schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Und da steht halt nicht, dass es nur von Maschinen ausgewertet wird auch
    > auch nicht, dass es nicht an Dritte weiterverarbeitet werden kann.

    Der Satz "damit das Spracherkennungssystem sie verwenden kann" ist doch eine maschinelle Auswertung oder nicht?

  13. Dann sind die Anderen schlichtweg dumm.

    Autor: Herricht 02.08.19 - 11:31

    Wer sich eine Wanze ins Haus stellt, sollte damit rechnen abgehört zu werden.
    Wahrscheinlich gibt es auch Leute, die man mit abhörbaren Telefonen oder Funkzellentriangulation überraschen kann...

    Man muss wohl inzwischen froh sein, daß die heilige Inquisition keine Hexen mehr verbrennt...

  14. Re: Nutzer Leichtgläubig

    Autor: Netspy 02.08.19 - 11:37

    Einfach mal weiterlesen:

    > Nach sechs Monaten wird eine Kopie (ohne Kennung) gespeichert, die Apple
    > bis zu 2 Jahre für die Verbesserung und Entwicklung von Siri nutzen kann.

  15. Re: Nutzer Leichtgläubig

    Autor: gbpa005 02.08.19 - 11:38

    Ja, ich denke, das ist genau das Problem: Die Formulierungen waren bewusst nicht so konkret gestaltet, dass es im Endeffekt missverständlich wurde. Hier noch einmal ein Zitat aus dem Artikel bei TC, den der Golem-Artikel nennt:

    "When this story broke, I dipped into Apple’s terms of service myself and, though there are mentions of quality control for Siri and data being shared, I found that it did fall short of explicitly and plainly making it clear that live recordings, even short ones, are used in the process and may be transmitted and listened to. "

    Der Punkt ist, dass das Opt-In für Siri ein Bündel von Zustimmungen beinhaltet hat und die Nutzung des Systems per se zur Zustimmung der Weiterverarbeitung der Daten beinhaltete, die vom User möglicherweise nicht geünscht ist oder zu der er mangels Wissen nicht bewusst zustimmen kann. Dass Apple nun explizit dafür eine eigene Zustimmung erfragen wird ist sinnvoll und das sollte auch für Google, Amazon und Microsoft Pflicht sein.

  16. Re: Nutzer Leichtgläubig

    Autor: konsolent 02.08.19 - 12:14

    Gleichwie: Apple lässt verlauten, dass die „Auswerterei“ gestoppt sei.

    Sollte das wider Erwarten nicht der Fall sein - nunja...

  17. Re: Nutzer Leichtgläubig

    Autor: heikom36 02.08.19 - 16:05

    Es gab keine Einwilligung.
    Man hat Gespräche aufgezeichnet, gespeichert, ausgewertet und an 3. weitergeleitet.
    Da der Nutzer das nie mitgeteilt bekommen hat und auch gar nicht widersprechen konnte (es gibt ja keinen Schalter für die Übermittlung dieser Daten zu unterbinden - nur mit Tricks), hat Apple eine Straftat begangen.

  18. Re: Nutzer Leichtgläubig

    Autor: Netspy 02.08.19 - 18:14

    Unsinn! Die Einwilligung wurde beim Aktivieren von Siri eingeholt und man hat dies aktiv bestätigt. Die relevanten Punkte wurden hier in diesem Thread auch schon gepostet.

    Dass das insgesamt trotzdem fraglich war und besser hätte kommuniziert und gehandhabt werden müssen, steht trotzdem außer Frage.

  19. Re: Nutzer Leichtgläubig

    Autor: Anonymer Nutzer 02.08.19 - 21:47

    Natürlich wurde kein Schindluder betrieben, in der Größenordnung heißt das Marketing.

  20. Re: Nutzer Leichtgläubig

    Autor: Anonymer Nutzer 03.08.19 - 00:21

    das bedeutet auch siri wird damit nicht dgsvo-konform angeboten, nach der eine gleiche nutzung auch ohne zustimmung zur datenerhebung für weitere zwecke (hier die angebliche verbesserung) gegeben sein muss (kopplungsverbot), oder?

    bzw. ist die nicht vollständig durch neinsagen deaktivierbare telemetriedatenerhebung von z.b. windows nicht auch eine kopplung an das angebot?

    und das beschränkt sich ja nicht nur auf solche angebote, die koppelung der preisgabe von nicht unmittelbar zur dienststellung benötigten daten zieht sich wie ein roter faden durch die gesellschaft bis hin zu unnötig zur zur eigentlichen leistung immer wieder erhobenen daten auf harz4 anträgen.



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 03.08.19 00:36 durch ML82.

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