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  5. › Ein Netz: Grüne wollen 5G-Versteigerung…

Radikaler Wechsel

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  1. Radikaler Wechsel

    Autor: Sharra 25.09.18 - 18:42

    Eine gemeinsame Infrastruktur, und dann diskriminierungsfrei für alle Zugang.
    Das macht es nicht nur deutlich günstiger, sondern fördert auch den Wettbewerb, weil es nicht mehr darum geht, ob überhaupt Netz eines Providers vorhanden ist, sondern darum, was dieser Anbieter leistet.

  2. Re: Radikaler Wechsel

    Autor: 946ben 25.09.18 - 18:52

    Wenn es keinen Wettbewerb zwischen den Netzen gibt, dann gibt es auch keinen marktgesteuerten Fortschritt. Wenn alle die gleiche Technik nutzen hat ja niemand die Motivation, was besser zu machen. Und wie gut das mit dem staatliche regulieren Fortschritt in Deutschland funktioniert, mag man sich gar nicht ausmalen.

  3. Re: Radikaler Wechsel

    Autor: Sharra 25.09.18 - 18:54

    Natürlich gibt es weiter den Fortschritt. Der Bandbreitenhunger steigt ja weiterhin an. Es wird neue Dienste geben, die neue Übertragungstechniken voraussetzen. Also muss das Netz weiter aufgerüstet werden.

  4. Re: Radikaler Wechsel

    Autor: 946ben 25.09.18 - 18:57

    Es fehlt aber die Motivation den Bandbreitenhunger zu erfüllen, weil alle Betreiber dann im selben Boot sitzen. Ich meine, was sollen die Kunden machen? Zu einem anderen Anbieter gehen?

    Jeder der irgendwo in Deutschland wohnt, wo es Abdeckung nur durch einen Anbieter gibt, wird dir erzählen können, wie cool das ist. Meine Eltern wohnen in einen Dorf, das über einen Masten nur von der Telekom versorgt wird. Mit allem anderen hat man kein Netz. Der Mast wurde vor zwei Jahren auf LTE geupgradet. Dank großer Zuschüsse der Gemeinde übrigens.

  5. Re: Radikaler Wechsel

    Autor: RipClaw 25.09.18 - 19:02

    946ben schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Es fehlt aber die Motivation den Bandbreitenhunger zu erfüllen, weil alle
    > Betreiber dann im selben Boot sitzen. Ich meine, was sollen die Kunden
    > machen? Zu einem anderen Anbieter gehen?

    Es sitzen auch alle Betreiber im gleichen Boot wenn es um VDSL Angebote geht. Immerhin gehört fast die ganze TAL der Telekom und die Anbieter mieten sich da nur ein und die Entgelte sind reguliert.

    Trotzdem findet du Reseller die sich einen Konkurrenzkampf liefern.

    > Jeder der irgendwo in Deutschland wohnt, wo es Abdeckung nur durch einen
    > Anbieter gibt, wird dir erzählen können, wie cool das ist. Meine Eltern
    > wohnen in einen Dorf, das über einen Masten nur von der Telekom versorgt
    > wird. Mit allem anderen hat man kein Netz. Der Mast wurde vor zwei Jahren
    > auf LTE geupgradet. Dank großer Zuschüsse der Gemeinde übrigens.

    Komisch und das obwohl wir hier doch aktuell einen marktgetriebenen Fortschritt haben.
    Also irgendwas stimmt mit deiner Theorie nicht.

  6. Re: Radikaler Wechsel

    Autor: 946ben 25.09.18 - 19:07

    An dem lokalen Punkt gibt es eben keinen marktgetriebenen Fortschritt, da kein Wettbewerb. Andere Anbieter wollen da nicht hin, weil es sich finanziell nicht lohnt und die Telekom baut nur verzögert aus, weil keine Konkurrenz da ist. Das wäre mit einem gemeinsamen Netz zwischen allen Anbietern nicht anders, weil die Anbieter netztechnisch dann als Einheit agieren.
    Und der Konkurrenzkampf bei vdsl findet halt auch nur über den Preis und nicht über die Technik statt, da für die auch da nur ein Anbieter zuständig ist und es keine Konkurrenz gibt. Ist also das selbe Problem. Dieses Problem gäbe es dann auch im Mobilfunk.

  7. Re: Radikaler Wechsel

    Autor: Sharra 25.09.18 - 19:09

    Und hier irrst du.

    Mal angenommen, demnächst wäre 16k mobiles TV der letzte Schrei.
    Einer der Diensteanbieter springt direkt auf. Bis dahin ist noch alles okay. Die Bandbreite reicht grade so.
    Der Rest zieht dann nach. Die Bandbreite reicht nicht mehr aus. Die Kunden fragen aber weiter nach. Und das heisst zwangsläufig, dass Kapazitäten ausgebaut werden müssen. Es bleibt ihnen gar nichts anderes übrig, weil sonst alle gleich unter der Knappheit leiden, da sie sich das Spektrum teilen müssen.
    Und es wird sich immer ein Provider finden, der mit einem neuen Dienst vorprescht, und andere, die nachziehen, weil sie auch ein Stück vom Kuchen haben wollen.

  8. Re: Radikaler Wechsel

    Autor: RipClaw 25.09.18 - 19:13

    946ben schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wenn es keinen Wettbewerb zwischen den Netzen gibt, dann gibt es auch
    > keinen marktgesteuerten Fortschritt. Wenn alle die gleiche Technik nutzen
    > hat ja niemand die Motivation, was besser zu machen. Und wie gut das mit
    > dem staatliche regulieren Fortschritt in Deutschland funktioniert, mag man
    > sich gar nicht ausmalen.

    Die Anbieter nutzen sowieso alle die gleiche Technik.

    Es gibt eine handvoll Netzwerkausrüster auf der Welt und viel unterscheiden sie sich auch nicht. Immerhin muss alles zu einem Standard passen da du jetzt auch dein Telefon nutzen willst.

    Alles was sich außerhalb der LTE Spezifikationen bewegt wird als LTE Advanced bezeichnet und zeichnet sich vor allem dadurch aus das es meistens nur eine Hand voll Endgeräte beherrschen. Aber hier sind auch nicht die Mobilfunkanbieter die treibende Kraft sondern die Hersteller der Mobilfunktechnik.

  9. Re: Radikaler Wechsel

    Autor: 946ben 25.09.18 - 19:16

    Das funktioniert aber halt nur, wenn es um einen Dienst der Provider geht. Wenn es schlicht darum geht, dass Netflix jetzt 16k anbietet, dann läuft das ganze schon nicht mehr, weil die Provider kein unmittelbares Interesse daran haben, den ersten Schritt zu machen. Sondern da muss dann erst ein Anbieter kommen und sagen "Wir bieten jetzt Netflix als Dienst in Kombination mit einem Vertrag günstiger an als einzeln", sodass da ein Innovationsdrang entsteht. Das ist ein langer Prozess.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 25.09.18 19:18 durch 946ben.

  10. Re: Radikaler Wechsel

    Autor: 946ben 25.09.18 - 19:17

    RipClaw schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > 946ben schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Wenn es keinen Wettbewerb zwischen den Netzen gibt, dann gibt es auch
    > > keinen marktgesteuerten Fortschritt. Wenn alle die gleiche Technik
    > nutzen
    > > hat ja niemand die Motivation, was besser zu machen. Und wie gut das mit
    > > dem staatliche regulieren Fortschritt in Deutschland funktioniert, mag
    > man
    > > sich gar nicht ausmalen.
    >
    > Die Anbieter nutzen sowieso alle die gleiche Technik.
    >
    > Es gibt eine handvoll Netzwerkausrüster auf der Welt und viel unterscheiden
    > sie sich auch nicht. Immerhin muss alles zu einem Standard passen da du
    > jetzt auch dein Telefon nutzen willst.
    >
    > Alles was sich außerhalb der LTE Spezifikationen bewegt wird als LTE
    > Advanced bezeichnet und zeichnet sich vor allem dadurch aus das es meistens
    > nur eine Hand voll Endgeräte beherrschen. Aber hier sind auch nicht die
    > Mobilfunkanbieter die treibende Kraft sondern die Hersteller der
    > Mobilfunktechnik.

    Hast natürlich recht. Ich meinte Infrastruktur, nicht Technik.

  11. Re: Radikaler Wechsel

    Autor: Sharra 25.09.18 - 19:18

    Nein, das ist dann sogar ein extrem schneller Prozess. Denn wenn man über den Betrieb des Netzes an sich nicht mehr Mondpreise verlangen kann, muss man sich über Services hervortun. Also muss man irgendwas bieten, was der Kunde gerne hätte, und bereit ist, dafür zu zahlen, und ausgerechnet dich als Provider zu wählen.

  12. Re: Radikaler Wechsel

    Autor: tg-- 25.09.18 - 22:28

    RipClaw schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > 946ben schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Wenn es keinen Wettbewerb zwischen den Netzen gibt, dann gibt es auch
    > > keinen marktgesteuerten Fortschritt. Wenn alle die gleiche Technik
    > nutzen
    > > hat ja niemand die Motivation, was besser zu machen. Und wie gut das mit
    > > dem staatliche regulieren Fortschritt in Deutschland funktioniert, mag
    > man
    > > sich gar nicht ausmalen.
    >
    > Die Anbieter nutzen sowieso alle die gleiche Technik.
    >
    > Es gibt eine handvoll Netzwerkausrüster auf der Welt und viel unterscheiden
    > sie sich auch nicht. Immerhin muss alles zu einem Standard passen da du
    > jetzt auch dein Telefon nutzen willst.
    >
    > Alles was sich außerhalb der LTE Spezifikationen bewegt wird als LTE
    > Advanced bezeichnet und zeichnet sich vor allem dadurch aus das es meistens
    > nur eine Hand voll Endgeräte beherrschen. Aber hier sind auch nicht die
    > Mobilfunkanbieter die treibende Kraft sondern die Hersteller der
    > Mobilfunktechnik.

    LTE Advanced ist nur der Marketingbegriff für alle technischen Weiterentwicklungen des ursprünglichen LTE Standards.
    Sämtliche Entwicklungen sind hier auch weiterhin durch die ITU/3gpp standardisiert, nichts davon befindet sich außerhalb eines Standards.
    Tatsächlich gibt es bei LTE kein einziges technisches Merkmal das nicht standardisiert ist (bzw. sich im Standardisierungsprozess befindet), und kein einziges Herstellerspezifisches (also proprietäres) Feature.

    Nahezu alle aktuellen Oberklasse-Mobiltelefone, unabhängig vom Hersteller, unterstützen einen signifikanten Teil der Spezifikationen die unter "LTE Advanced" laufen.
    Dazu gehören 256-QAM, 4x4 MIMO und 3x Carrier-Aggregation - alles von aktuellen Mobiltelefonen unterstützt, ebenso wie von den Basisstationsherstellern Huawei, Ericsson, Nokia, Samsung und ZTE.

    Treibende Kräfte sind nicht alleine die Hersteller, hier sind auch sehr viele Telcos beteiligt die aktiv an Technologieentwicklung arbeiten.
    In Deutschland arbeiten z. B. alle 3 Betreiber, Telekom, Vodafone und Telefonica aktiv im 3gpp mit.

    Ganz signifikant beeinflusst haben die Entwicklung auch sehr aktiv forschende Netzbetreiber wie NTT Docomo die LTE stark geprägt haben, aber auch China Telecom und die Deutsche Telekom.

  13. Re: Radikaler Wechsel

    Autor: Richard Wahner 25.09.18 - 22:58

    Sharra schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Eine gemeinsame Infrastruktur, und dann diskriminierungsfrei für alle
    > Zugang.
    > Das macht es nicht nur deutlich günstiger, sondern fördert auch den
    > Wettbewerb, weil es nicht mehr darum geht, ob überhaupt Netz eines
    > Providers vorhanden ist, sondern darum, was dieser Anbieter leistet.

    In meinen Ohren klingt das eher wie, "Zurück zur Deutschen Bundespost!". Der staatliche Betreiber des Netzes würde Innovationen nicht nur bremsen, sondern schlicht verhindern. "Mehr als 2400 Baud sind nicht möglich, die Entwicklung ist ausgereizt!". Dass dann mehr als 3000 Baud und 33600 Bit/s möglich waren, durch Nutzung "illegaler" (sic!) Frequenzen sogar bis zu 56000 Bit/s (nur im Download): Geschenkt!

    So etwas wie ADSL war auch für den Nachfolger der "Grauen Post" schlicht nicht denkbar. Dann haben die Amis gezeigt, "Das geht", und jetzt sind wir 250000000/40000000 Bit/s über den alten Klingeldraht. (Natürlich mit arg verkürzter "letzter Meile", aber dennoch imposant, finde ich.)

    Nur: Das hat nicht die Post gemacht. Das war die unter Wettbewerbsdruck stehende Telekom. Die damaligen Kollegen der FTZ würden doch heute noch User Equipment verbieten wollen, das man nicht gegen die Wand schmeißen kann, ohne dass es kaputt geht. Fazit: Der Staat als Unternehmer ist einfach sch31b3!

    Okay, man sagt, Geschichte wiederhole sich nicht, aber meine Lebenserfahrung sagt etwas anderes. Böser Vergleich: Kaum sind die letzten Nazi-Opfer tot, feiern Adolf Höcke und "Vogelschiss" Gauland fröhliche Urständ.

    Zurück zum Thema: Ich behaupte nicht, dass ich Recht hätte, dass eine staatliche Netzbetreibergesellschaft sich binnen weniger Jahre zu einem Moloch entwickeln würde. Aber die Gefahr halte ich für sehr groß. Ich will einfach nicht mehr mit Leuten diskutieren müssen, die beim Wort "Drehhubwähler" geistig ejakulieren und für der Weisheit letzten Schluss halten. Es sei denn, es seien nostalgische Rentner, die dürfen das. ;-)

  14. Re: Radikaler Wechsel

    Autor: tingelchen 25.09.18 - 23:15

    Was haben immer alle mit der alten Post? Das ist doch Bullshit.

    Was haben wir denn jetzt? Technologiewettbewerb? An welcher Stelle bitte? Das geht überhaupt nicht, weil alle Netze zusammen geschlossen werden müssen, damit Kunde A mit Provider X Kunden B mit Provider Y anrufen kann. Dann müssen die Zellen alle die gleiche Technik und den gleichen Standard aufweisen, damit die Geräte überhaupt auf allen Netzen laufen können.

    Dann durchlaufen immer alle Provider exakt den gleichen Upgrade Zyklus von Generation A nach Generation B. Ist schon bedingt durch die Frequenzvergabe. Da herrscht keine Konkurrenz auf technischer Ebene. Wir haben nur schlicht den Umstand das jeder Provider über 20 Mrd. Euro investieren muss, damit wir an den gleichen stellen 4x Überlagerungen haben, aufm Land alle blöd dastehen und müssen dann noch einmal Mrd. im zweistelligen Bereich ausgeben um überhaupt die Frequenzen zu bekommen.

    Sich dann aber beschweren wenn wir in DE Mondpreise haben und überall Funklöcher.

    Es gibt keinen Wettbewerb auf technischer Ebene! Der Wettbewerb findet auf Tarifebene statt.

  15. Re: Radikaler Wechsel

    Autor: Sharra 26.09.18 - 00:09

    Wo habe ich was geschrieben von staatlich? Ich sagte eine Betreibergesellschaft. Ob die jetzt unabhängig ist, staatlich direkt betrieben, unter staatlicher Aufsicht, oder von allen Providern gemeinsam betrieben, spielt dabei erst einmal keine Rolle.
    Es geht erst einmal darum, dass das physikalische Netz von den einzelnen Providern entkoppelt wird.

  16. Re: Radikaler Wechsel

    Autor: subjord 26.09.18 - 10:03

    Was leistet denn ein Mobilfunkanbieter (außer Netz)?
    Manche haben einen tollen Kundenservice, kosten dann aber auch deutlich mehr. Andere haben so gut wie nicht und kosten deshalb auch nur sehr wenig.

  17. Re: Radikaler Wechsel

    Autor: Gormenghast 26.09.18 - 10:06

    946ben schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Es fehlt aber die Motivation den Bandbreitenhunger zu erfüllen, weil alle
    > Betreiber dann im selben Boot sitzen. Ich meine, was sollen die Kunden
    > machen? Zu einem anderen Anbieter gehen?
    >
    > Jeder der irgendwo in Deutschland wohnt, wo es Abdeckung nur durch einen
    > Anbieter gibt, wird dir erzählen können, wie cool das ist. Meine Eltern
    > wohnen in einen Dorf, das über einen Masten nur von der Telekom versorgt
    > wird. Mit allem anderen hat man kein Netz. Der Mast wurde vor zwei Jahren
    > auf LTE geupgradet. Dank großer Zuschüsse der Gemeinde übrigens.


    Derzeit sitzen die Betreiber in getrennten Booten und wie gut das funktioniert, zeigt ja wunderbar das Beispiel Deiner Eltern: Die Telekom setzt den Mast, den anderen Anbietern ist der Bandbreitenhunger absolut egal, weil der Ausbau zu teuer ist. Und wenn jetzt nur ein Mast von einer "Masthinsetzgesellschaft" dort aufgebaut würde, würde sich genau was verschlechtern? Es würde sich etwas verbessern, weil auch Telefonica und Vodafone den existierenden Mast benutzen und ihre Technik dort installieren dürften. Das dürfen die beiden derzeit nämlich nicht!

    Glaube nicht immer liberaler Ideologie.
    Kosten können grundsätzlich nur auf 2 Arten gesenkt werden: Personal- und/oder Sachkosten.
    Da Angestellte im öffentlichen Dienst am unteren Ende der Einkommenskette rumdümpeln, kann ein Privatunternehmen darüber also keine Kostenvorteile generieren. Bleiben die Sachkosten. Und dort kann ich nur günstiger sein, wenn ich Billigware oder weniger einsetze - beides kontraproduktiv für die Qualität.
    Es gibt natürlich noch eine dritte Möglichkeit, Kostenvorteile eines Privatunternehmens herauszuarbeiten: die Angestellten im öffentlichen Dienst sind alles faule Schweine! Diese Taktik beherrschten bereits die Römer und viele Menschen fallen bis heute auf solche Scheinargumente herein.

  18. Re: Radikaler Wechsel

    Autor: Trockenobst 26.09.18 - 18:17

    946ben schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Es fehlt aber die Motivation den Bandbreitenhunger zu erfüllen, weil alle
    > Betreiber dann im selben Boot sitzen. Ich meine, was sollen die Kunden
    > machen? Zu einem anderen Anbieter gehen?

    Der richtige Weg ist über die Ports oder Dienstleistungen.
    Nehmen wir an, du willst über 5G irgendeinen Dienst, z.B. den Herzmonitors deines Vaters anschließen. Es gibt Verbindungszwang.
    Jetzt gibt es Anbieter, die verarbeiten die Daten. Es gibt Anbieter der Krankenkassen oder Krankenhäuser die sagen dann, für den Bereich B:387 haben wir einen Bedarf an 1000 Verbindungen?

    Und dann kannst du dich darum bewerben. 5G ist viel mehr als nur etwas Funk. Da gibt es viele Anwendungsschichten und um die herum kann man Geld verdienen.

    Deswegen war der Zwang mit dem Zweitkabel bei Baggerarbeiten eine Lex Telekom. Die haben immer ein paar Kabel übrig. Der richtige Weg wäre gewesen: wenn Du einen Ausbauplan verabschiedest hast, darf die Telekom 5 Jahre keine Angebote machen.

    Das hätte die privaten Gesellschaften und den freien Markt gestählt und die Telekom ins Hintertreffen gebracht. Genau das muss man hier machen. Für ein bestimmtes Gebiet mit bestimmten 5G Bedarf gibt es eine Ausschreibung und dann bleibt das für 5 Jahre fest.

    Auf bestimmten Seiten im Web prügeln sich ganze milliardenschwere Firmenkonglomerate um den einen Werbebannerspot. Das kannst du hervorragend vom Betrieb an sich trennen und nur auf Applikationsebene fahren. Der Gewinner der Dienste wird dann ein Teil des Geldes an den Betreiber abgeben dürfen, der dann wieder nach Bedarf ausbaut.

  19. Re: Radikaler Wechsel

    Autor: Trockenobst 26.09.18 - 18:29

    Richard Wahner schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Der staatliche Betreiber des Netzes würde Innovationen nicht nur bremsen,
    > sondern schlicht verhindern.

    Weil es keinen Rechtsanspruch gab. Den kann man in den Betrieb einbauen.
    Wenn Du so und so viele Kanäle bis Ende des Jahres in Stuttgart Nord Sektion 22
    nicht liefern kannst, schreiben wir dieses Ding aus. Der Gewinner behält das
    recht für die Sektion für 5 Jahre.

    Warum klappt das mit Werbebannern auf Topseiten so gut, die Versteigerung nach
    Bedarf? Warum prügeln sich so viele darum, dass sie zum Preis X das da hinbringen?
    Wie macht Google 5 Milliarden Gewinn im Quartal "wenn das nicht geht"?

    Nochmal: die Post hat keinerlei Ausbaupflicht gehabt. Das kann man in diese Verträge
    reinschreiben.

    > Zurück zum Thema: Ich behaupte nicht, dass ich Recht hätte, dass eine
    > staatliche Netzbetreibergesellschaft sich binnen weniger Jahre zu einem

    Warum muss die Gesellschaft staatlich sein? Sie kann 1/5 aus allen Netzwerkbetreibern bestehen und 1/5 ist der Staat, damit er seine Kontrollpflicht hat.

    Ich will das an einem Beispiel sagen. Große Industriefirma. Wollte WLAN Funk, aus bestimmten Gründen. Hat mehrere große Angebote eingeholt, aber keiner wollte es machen. Dann durch die Blume erfahren, dass der Auftrag letztendlich erfordern würde dass man Glasfaser buddelt, aber das wäre "da draußen" zu teuer.

    Also plant der Firmenbesitzer die Buddelei selbst, holt sich die ganzen Papiere vom Staat.
    Leerrohre gelegt, Kilometerweise. Alles gut. Jetzt geht es also?
    Nein, sie haben keine Techniker für mindestens 9 Monate.

    Er war so angepinkelt, dass er das Projekt Europaweit ausgeschrieben hat. Innerhalb von zwei Wochen 20 Firmen. Mittlerer sechsstelliger Umsatzbetrag. Woche später grätscht die lokale Providerfirma rein, sie hätten jetzt doch Techniker. Er sagt, kein Problem, erstmöglicher Termin, dann vertrag. Firma sagt, erst vertrag, dann erstmöglicher Termin.

    Die Engländer waren in zwei Wochen fertig mit Installation und Aufstellung von vielen WLAN Stationen und Funkstrecken. Der lokale Betreiber behauptet "ehrverletztend", er hätte Verträge gebrochen (die er nicht unterschrieben hat und der andere auch nicht)

    tl;dr: Hören wir auf mit dem getue, dass es für diese Art von Dienstleistungen keinen Markt gibt.
    Das Problem ist auf der anderen Seite die Nachfrage und auf der anderen Seite wie man den Markt baut. Vor 5 Jahren hieß es noch, Strom aus Propellern ist Unsinn.

    Heute jammert man uns die Ohren voll, man muss vom Staat Geld für das Vorhalten von nicht mehr marktfähigen Kraftwerken bezahlen, Propellerstrom ist zu günstig. Die andere Seite LÜGT das sich die Balken biegen.

    Ausbaupflicht in die Verträge schreiben, 5G Verträge legen einen Teil ihres Umsatzes in den Pool der Firma, so dass immer Geld für Masten ist. Und wer dann einen Mast in ganz EU Bauen kann, kriegt den Job. In fünf Jahren haben wir 100% Abdeckung, wenn komische taktische Spielchen nicht mehr da sind.

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