Abo
  1. Foren
  2. Kommentare
  3. Handy
  4. Alle Kommentare zum Artikel
  5. › Ericsson-Chef: Wichtigste 5G-Anwendung…

Konvergenz von Mobilfunk und Festnetz

  1. Thema

Neues Thema Ansicht wechseln


  1. Konvergenz von Mobilfunk und Festnetz

    Autor: Anonymer Nutzer 26.02.18 - 13:00

    Die Architektur und Frequenzstruktur erlaubt bzw bedingt es, wie herum man es auch betrachten möchte, dass 5G derartig viele Zellen mit derartig vielen Glasfaser-Zuleitungen benötigen wird, dass man eher davon sprechen kann, dass es sich um WWAN (wireless wide area network), in Anlehnung an WLAN, handelt, als um einen Nachfolger hergebrachten Mobilfunks ("5. Generation").

    Weiterhin ist die Masse der Nutzer von Ethernet abgekommen und kennt die Trennung zwischen Festnetz und Mobilfunk eigentlich nur noch dahingehend, dass Mobildaten begrenzt und teuer sind und WLAN das Mobildatenvolumen schont. Drahtlose Datennutzung dominiert aber so oder so. Das optimale Szenario für Normalverbraucher wäre, wenn es keine Trennung von Mobilfunk und Festnetz mehr gibt.

    Wenn einer der großen Anbieter das realisiert, entsprechend ausbaut und einen konvergenten Tarif auflegt, der die Logik der Flatrate ohne Volumengrenze, die lediglich nach Maximalgeschwindigkeit abgestuft berechnet wird, dann könnte der den Markt im kommenden Jahrzehnt aufrollen und dominieren. Auch weil nur wenige Leute dann noch einen Festnetzanschluss haben wollen werden und Anschaffung und Einrichtung von LAN Routern entfallen, der heute ohnehin dominante reine WLAN Router wandert halt aus den Wohnungen raus in die nächstgelegene 5G Femtozelle und umgekehrt die Provider die LTE Hardware dann angeschrieben haben und auch bei nomadischer Datennutzung die Zügel loslassen können.

    Es steht und fällt aber wohl damit, ob unser Staat diesmal seine Gier unterdrücken kann und stattdessen die Vergabe von 5G Lizenzen an just solche Geschäftsmodelle knüpft, statt einfach Kasse zu machen. Jeder Mobilfunkkunde in Deutschland stottert mit den hierzulande hohen Entgelten die vielen Milliarden Lizenzkosten ab, die Vater Staat abgezogen hat, im Gegensatz zu Ländern wie den Niederlanden oder Skandinavien, oder auch Österreich, wo die selben Mobilfunkkonzerne oft unlimited LTE für den selben Preis anbieten, für den man hierzulande nur 2 GB in einem guten Netz bekommt. Telekom oder Vodafone geben sich in anderen Ländern nicht mit weniger Rendite zufrieden als in Deutschland. Aber der Staat kassiert dort schlicht viel weniger ab. Daher muss hierzulande so mit Volumen gegeizt werden, um die Leute zu möglichst teuren Tarifen zu motivieren und das Geld wieder reinzuholen. Das hat uns bei LTE im internationalen Vergleich fast digital kastriert, das darf uns mit 5G nicht wieder passieren. Darauf wird es ankommen.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 26.02.18 13:01 durch Hackfleisch.

  2. Re: Konvergenz von Mobilfunk und Festnetz

    Autor: attitudinized 26.02.18 - 13:31

    Gibt es ansich mit wifree einen Ansatz - der aber technisch so derbe schlecht ausgeführt ist das es mehr stört als nützt...

  3. Klasse Kommentar

    Autor: Pecker 26.02.18 - 13:40

    Hackfleisch schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die Architektur und Frequenzstruktur erlaubt bzw bedingt es, wie herum man
    > es auch betrachten möchte, dass 5G derartig viele Zellen mit derartig
    > vielen Glasfaser-Zuleitungen benötigen wird, dass man eher davon sprechen
    > kann, dass es sich um WWAN (wireless wide area network), in Anlehnung an
    > WLAN, handelt, als um einen Nachfolger hergebrachten Mobilfunks ("5.
    > Generation").
    >
    > Weiterhin ist die Masse der Nutzer von Ethernet abgekommen und kennt die
    > Trennung zwischen Festnetz und Mobilfunk eigentlich nur noch dahingehend,
    > dass Mobildaten begrenzt und teuer sind und WLAN das Mobildatenvolumen
    > schont. Drahtlose Datennutzung dominiert aber so oder so. Das optimale
    > Szenario für Normalverbraucher wäre, wenn es keine Trennung von Mobilfunk
    > und Festnetz mehr gibt.
    >
    > Wenn einer der großen Anbieter das realisiert, entsprechend ausbaut und
    > einen konvergenten Tarif auflegt, der die Logik der Flatrate ohne
    > Volumengrenze, die lediglich nach Maximalgeschwindigkeit abgestuft
    > berechnet wird, dann könnte der den Markt im kommenden Jahrzehnt aufrollen
    > und dominieren. Auch weil nur wenige Leute dann noch einen
    > Festnetzanschluss haben wollen werden und Anschaffung und Einrichtung von
    > LAN Routern entfallen, der heute ohnehin dominante reine WLAN Router
    > wandert halt aus den Wohnungen raus in die nächstgelegene 5G Femtozelle und
    > umgekehrt die Provider die LTE Hardware dann angeschrieben haben und auch
    > bei nomadischer Datennutzung die Zügel loslassen können.
    >
    > Es steht und fällt aber wohl damit, ob unser Staat diesmal seine Gier
    > unterdrücken kann und stattdessen die Vergabe von 5G Lizenzen an just
    > solche Geschäftsmodelle knüpft, statt einfach Kasse zu machen. Jeder
    > Mobilfunkkunde in Deutschland stottert mit den hierzulande hohen Entgelten
    > die vielen Milliarden Lizenzkosten ab, die Vater Staat abgezogen hat, im
    > Gegensatz zu Ländern wie den Niederlanden oder Skandinavien, oder auch
    > Österreich, wo die selben Mobilfunkkonzerne oft unlimited LTE für den
    > selben Preis anbieten, für den man hierzulande nur 2 GB in einem guten Netz
    > bekommt. Telekom oder Vodafone geben sich in anderen Ländern nicht mit
    > weniger Rendite zufrieden als in Deutschland. Aber der Staat kassiert dort
    > schlicht viel weniger ab. Daher muss hierzulande so mit Volumen gegeizt
    > werden, um die Leute zu möglichst teuren Tarifen zu motivieren und das Geld
    > wieder reinzuholen. Das hat uns bei LTE im internationalen Vergleich fast
    > digital kastriert, das darf uns mit 5G nicht wieder passieren. Darauf wird
    > es ankommen.

    +++

    Trifft in allen Punkten den Nagel auf den Kopf!

    Ich stelle mir das in Zukunft auch so vor, dass Geräte gar kein WLAN im klassischen Sinne mehr haben, sondern das Mobilfunkmodem das übernehmen wird. Eine Sim brauchts dann nicht mehr, sondern man loggt sich mit seinen Daten vom Mobilfunkprovider direkt ins Netz ein.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 26.02.18 13:43 durch Pecker.

Neues Thema Ansicht wechseln


Um zu kommentieren, loggen Sie sich bitte ein oder registrieren Sie sich. Zum Login

Stellenmarkt
  1. Universität Passau, Passau
  2. Stadt Waldkirch, Waldkirch
  3. Bosch Gruppe, Salzgitter
  4. BOS GmbH & Co. KG, Ostfildern bei Stuttgart

Golem pur
  • Golem.de ohne Werbung nutzen

Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. ab je 2,49€ kaufen
  2. (Prime Video)
  3. (2 Monate Sky Ticket für nur 4,99€)


Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


32-Kern-CPU: Threadripper 2990WX läuft mit Radeons besser
32-Kern-CPU
Threadripper 2990WX läuft mit Radeons besser

Auch wenn AMDs neuer Threadripper 2990WX mit 32 CPU-Kernen sich definitiv nicht primär an Spieler richtet, taugt er für Games. Kombiniert mit einer Geforce-Grafikkarte bricht die Bildrate allerdings teils massiv ein, mit einem Radeon-Modell hingegen nur sehr selten.
Ein Bericht von Marc Sauter

  1. Threadripper 2990WX AMDs 32-Kerner kostet weniger als Intels 18-Kerner
  2. Zhongshan Subor Z+ AMD baut SoC mit PS4-Pro-Leistung für chinesische Konsole
  3. Hygon Dhyana China baut CPUs mit AMDs Zen-Technik

Disenchantment angeschaut: Fantasy-Kurzweil vom Simpsons-Schöpfer
Disenchantment angeschaut
Fantasy-Kurzweil vom Simpsons-Schöpfer

Mit den Simpsons ist er selbst Kult geworden, und Nachfolger Futurama hat nicht nur Sci-Fi-Nerds mit einem Auge für verschlüsselte Gags im Bildhintergrund begeistert. Bei Netflix folgt nun Matt Groenings Cartoonserie Disenchantment, die uns trotz liebenswerter Hauptfiguren in Märchenkulissen allerdings nicht ganz zu verzaubern weiß.
Eine Rezension von Daniel Pook

  1. Promotion Netflix testet Werbung zwischen Serienepisoden
  2. Streaming Wachstum beim Pay-TV dank Netflix und Amazon
  3. Videostreaming Netflix soll am Fernseher übersichtlicher werden

IMHO: Heilloses Durcheinander bei Netflix und Amazon Prime
IMHO
Heilloses Durcheinander bei Netflix und Amazon Prime

Es könnte alles so schön sein abseits vom klassischen Fernsehen. Netflix und Amazon Prime bieten modernes Encoding, 4K-Auflösung, HDR-Farben und -Lichter, flüssige Kamerafahrten wie im Kino - leider nur in der Theorie, denn sie bringen es nicht zum Kunden.
Ein IMHO von Michael Wieczorek

  1. IMHO Ein Lob für Twitter und Github
  2. Linux Mit Ignoranz gegen die GPL
  3. Sicherheit Tag der unsinnigen Passwort-Ratschläge

  1. Turing-Grafikkarte: Nvidia stellt drei Geforce RTX mit Raytracing-Cores vor
    Turing-Grafikkarte
    Nvidia stellt drei Geforce RTX mit Raytracing-Cores vor

    Gamescom 2018 Ab September 2018 verkauft Nvidia die Geforce RTX 2080 Ti, die Geforce RTX 2080 und später die Geforce RTX 2070. Die Grafikkarten mit Turing-Architektur schlagen ihre Vorgänger, die Preise und die Leistungsaufnahme steigen. Dafür sieht Raytracing in Battlefield 5 schick aus.

  2. Wemacom Breitband: Glasfaserausbaupläne für Mecklenburg-Vorpommern beschlossen
    Wemacom Breitband
    Glasfaserausbaupläne für Mecklenburg-Vorpommern beschlossen

    Mecklenburg-Vorpommern bekommt in einem Landkreis echte Glasfaser. Doch nicht die Telekom, sondern ein kommunales Unternehmen kann sich die Aufträge sichern.

  3. Anno 1800 angespielt: Von Kartoffelbauern, Großkapitalisten und rosa Delfinen
    Anno 1800 angespielt
    Von Kartoffelbauern, Großkapitalisten und rosa Delfinen

    Gamescom 2018 Wir bauen eine Klassengesellschaft: In Anno 1800 müssen wir auf die Zusammensetzung der Gesellschaft achten - was gar nicht so einfach ist, wie Golem.de beim Anspielen des Aufbauspiels festgestellt hat. Als Ausgleich gibt es eine neue, ebenso gelungene wie simple Komfortfunktion.


  1. 21:20

  2. 19:03

  3. 18:10

  4. 17:47

  5. 17:10

  6. 16:55

  7. 15:55

  8. 13:45