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Wildwuchs fördern...

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  1. Wildwuchs fördern...

    Autor: DjNDB 18.09.13 - 14:05

    Anstatt endlich eine einheitliche Lösung zu entwickeln, sollen weiterhin unzählige Anbieter ihre eigenen Lösungen in das selbe Netz integrieren.

    Man könnte TK Infrastruktur auch einheitlich realisieren, und den Anbietern Bitstromzugang erlauben.
    Dafür würde einmalig Glasfaser in jedes Haus gelegt, und man hätte für die nächsten Jahrzehnte genug Bandbreite.
    Mit Wasser, Strom und Straßen funktioniert das doch auch.

    Es mag zwar unter den gegebenen kapitalistischen Bedingungen Träumerei sein, aber es wäre technisch vernünftiger. Möglicherweise sogar ökonomisch und ökologisch, da man sich dann sparen könnte alle paar Jahre eine neue Technik zu entwickeln die versucht aus Kupfer noch etwas mehr herauszukitzeln, verbunden mit der zugehörigen neuen Hardware auf Betreiber und Kundenseite.

    Das Argument mit der Differenzierung wäre dann auch Unfug. Die Qualität der Internetverbindung würde durch die Infrastruktur sichergestellt, und sie könnten dem Kunden noch immer Telefonie-, Video-, Audio- oder andere Dienste dazu verkaufen und sich darüber differenzieren.

  2. Re: Wildwuchs fördern...

    Autor: mushid0 18.09.13 - 14:34

    infrastruktur verstaatlichen, bitstromzugang für die unternehmen, also auch für die telekom.
    alle unternehmen haben die gleichen chancen da telekom monopol wegfällt. infrastruktur wird nicht nach finanziellen aspekten in städten doppelt und dreifach ausgebaut und die ländlichen regionen schauen in die röhre weil sie nicht lukrativ genug sind. wenn sich der staat nicht ganz dumm anstellt ließe sich selbst bei eingeitlichem ausbau noch gewinn machen

  3. Re: Wildwuchs fördern...

    Autor: wire-less 18.09.13 - 14:39

    DjNDB schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Anstatt endlich eine einheitliche Lösung zu entwickeln, sollen weiterhin
    > unzählige Anbieter ihre eigenen Lösungen in das selbe Netz integrieren.
    >
    > Man könnte TK Infrastruktur auch einheitlich realisieren, und den Anbietern
    > Bitstromzugang erlauben.
    > Dafür würde einmalig Glasfaser in jedes Haus gelegt, und man hätte für die
    > nächsten Jahrzehnte genug Bandbreite.
    > Mit Wasser, Strom und Straßen funktioniert das doch auch.

    Ja? Das Funktioniert. Aber:
    - Ein Stromanschluss kostet >2500Euro + xy/m Kabel
    - Die Strompreise explodieren (nicht nur wegen der EEG)
    - Wasser wird 2x kassiert. Wenn's reinläuft und wenn's rausläuft.

    Niemand würde das im Internetbereich akzeptieren.

    > Es mag zwar unter den gegebenen kapitalistischen Bedingungen Träumerei
    > sein, aber es wäre technisch vernünftiger. Möglicherweise sogar ökonomisch
    > und ökologisch, da man sich dann sparen könnte alle paar Jahre eine neue
    > Technik zu entwickeln die versucht aus Kupfer noch etwas mehr
    > herauszukitzeln, verbunden mit der zugehörigen neuen Hardware auf Betreiber
    > und Kundenseite.

    Du beschreibst den Weg zurück zur Deutschen Bundespost. Da war man Bittsteller und nicht Kunde, Fremdmodems wurden verboten. Telefonieren war A...teuer.

    > Das Argument mit der Differenzierung wäre dann auch Unfug. Die Qualität der
    > Internetverbindung würde durch die Infrastruktur sichergestellt, und sie
    > könnten dem Kunden noch immer Telefonie-, Video-, Audio- oder andere
    > Dienste dazu verkaufen und sich darüber differenzieren.

    Der Markt für Video wird sich auf wenige große Anbieter konzentrieren die die Rechte an den Medien haben. Da wird keine Luft zwischen Leitungs und Contentanbieter bleiben in der sich weitere Wettbewerber halten können.
    Telefonie wird meiner Meinung nach zur Pfennigware. Der voip-Traffic fällt Bandbreitenmässig überhaupt nicht ins Gewicht. Damit wird sich in Zukunft nichts mehr verdienen lassen.

  4. Re: Wildwuchs fördern...

    Autor: Kasabian 18.09.13 - 14:43

    der mit dem Wasser war gut...

    was ist eigentlich aus der Privatisierung unseres Wasser geworden?

    Dank unserer jetzigen und wohl auch weiteren Regierung wird ja auch hierüber die EU-Lobby entscheiden dürfen.

    Aber der deutsche Wähler weisst schon was das Beste für ihn ist...

  5. Re: Wildwuchs fördern...

    Autor: RedRanger 18.09.13 - 15:13

    Kasabian schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > der mit dem Wasser war gut...
    >
    > was ist eigentlich aus der Privatisierung unseres Wasser geworden?

    Also zumindest Berlin hat aus Fehlern gelernt und ihre Wasserwerke wieder aus der Privatisierung zurückgekauft.

  6. Re: Wildwuchs fördern...

    Autor: DjNDB 18.09.13 - 15:15

    wire-less schrieb:
    > Ja? Das Funktioniert. Aber:
    > - Ein Stromanschluss kostet >2500Euro + xy/m Kabel
    > - Die Strompreise explodieren (nicht nur wegen der EEG)
    > - Wasser wird 2x kassiert. Wenn's reinläuft und wenn's rausläuft.
    >
    > Niemand würde das im Internetbereich akzeptieren.

    Die Strom und Wasserpreise kommen aber nicht dadurch, dass jeder einen mehr als ausreichend Dimensionierten Anschluss hat, und würden sich wohl kaum verringern, wenn mehrere Anbieter parallel eigene Strom- oder Wasserleitungen legen würden.

    > Der Markt für Video wird sich auf wenige große Anbieter konzentrieren die
    > die Rechte an den Medien haben. Da wird keine Luft zwischen Leitungs und
    > Contentanbieter bleiben in der sich weitere Wettbewerber halten können.

    Es ist doch heute schon so. Wer den Content anbieten darf, kann damit verdienen.

    > Telefonie wird meiner Meinung nach zur Pfennigware. Der voip-Traffic fällt
    > Bandbreitenmässig überhaupt nicht ins Gewicht. Damit wird sich in Zukunft
    > nichts mehr verdienen lassen.

    VOIP könnte sogar kostenlos sein, wenn wir endlich feste IPv6 Adressen bekommen könnten. Dann bräuchten wir auch keine Telefonnummern mehr, die man beim Providerwechsel verlieren kann und allen Gesprächspartnern neu mitteilen muss. Man könnte seine Telefonieadresse sogar bequem über DNS aktualisieren.

    Wer ein Produkt anbietet, das nicht mehr erforderlich ist, muss sich neu orientieren. Das war schon immer so. Man muss nicht künstlich am Leben erhalten was nicht mehr gebraucht wird.
    Was bieten Internetprovider heutzutage eigentlich neben Bandbreite, Performance und Netzneutralität um sich zu differenzieren, was mit Bitstreamzugang nicht mehr möglich wäre?
    Mit fällt da lediglich IPTV ein, aber selbst dafür ließe sich eine einheitliche Lösung entwickeln.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 18.09.13 15:15 durch DjNDB.

  7. Re: Wildwuchs fördern...

    Autor: DerGoldeneReiter 18.09.13 - 17:38

    Jetzt hast du mich aber neugierig gemacht, was war denn in Berlin mit den Wasserwerken?

  8. Re: Wildwuchs fördern...

    Autor: RedRanger 18.09.13 - 18:13

    Kann man hier nachlesen

    http://www.berliner-zeitung.de/berlin/berliner-wasserbetriebe-bwb-berlin-kauft-wasser-zurueck,10809148,24268444.html

    Gab auch mal eine Reportage über Veolia, schlimmer Verein.

    Gerade in Frankreich sind die scheinbar berüchtigt. Die Leute brauchen halt Wasser, und da kann man auch den Anbieter nicht einfach wechseln. Dann müssen sie halt mit massiven Preissteigerungen leben, während Veolia das Rohrnetz vernachlässigt und Unmengen Wasser im Boden versickert. (So hab ich zumindest diese ARTE-Doku in Erinnerung. Gibt's auch bei Youtube http://www.youtube.com/watch?v=xlgBSd1YHos Water Makes Money)



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 18.09.13 18:18 durch RedRanger.

  9. Re: Wildwuchs fördern...

    Autor: Mixermachine 18.09.13 - 18:38

    DjNDB schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > VOIP könnte sogar kostenlos sein, wenn wir endlich feste IPv6 Adressen
    > bekommen könnten. Dann bräuchten wir auch keine Telefonnummern mehr, die
    > man beim Providerwechsel verlieren kann und allen Gesprächspartnern neu
    > mitteilen muss. Man könnte seine Telefonieadresse sogar bequem über DNS
    > aktualisieren.

    Und du willst dir wirklich IPv6 Adressen merken oO
    Andere Frage ist dann, ob diese dann noch per "alter" Telefonie erreichbar wäre

  10. Re: Wildwuchs fördern...

    Autor: DjNDB 18.09.13 - 19:08

    Mixermachine schrieb:
    > Und du willst dir wirklich IPv6 Adressen merken oO
    > Andere Frage ist dann, ob diese dann noch per "alter" Telefonie erreichbar
    > wäre

    Wieviele Telefonnummern merkst du dir heutzutage noch anstatt sie abzuspeichern?
    Wie gesagt, DNS oder ein vergleichbares System wäre eine mögliche Lösung. Namen sind für die meisten leichter zu merken als Nummern, insofern wäre das sogar ein Vorteil.

    Legacy Kompatibilität ließe sich technisch über Gateways realisieren.

    Wenn man aber unbedingt Telefonnummern in dem neuen System nutzen wollte, dann hätte man auch den Vorteil, dass man Blockwahl obligatorisch machen könnte.
    Dann müssten die Nummern nicht mehr Präfix-frei sein. Dadurch könnte man alle Nummern lückenlos vergeben, und hätte somit kürzere Telefonnummern.

    Allerdings erwarte ich selbst nicht dass es in absehbarer Zeit so kommen wird. Alleine IPv6 wird ja schon durch die Provider seit Jahren hinausgezögert, und die Bereitschaft sich von etablierten Systemen zu trennen, selbst wenn es bessere gibt, ist oftmals gering.

  11. Re: Wildwuchs fördern...

    Autor: RolfNai 18.09.13 - 20:12

    mushid0 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > infrastruktur verstaatlichen, bitstromzugang für die unternehmen, also auch
    > für die telekom.
    Da stimme ich voll zu! Städte sind teilweise durch einen lokalen Versorger, die Telekom und ihre Mitbewerber + den Kabelanbieter gleichzeitig erschlossen. Was hat das für einen Sinn, wenn währenddessen in ländlichen Gebieten mehr oder weniger gar kein Ausbau stattfindet?

    Das Gleiche gilt auch für Mobilfunk. Wieso muss jeder Anbieter separat Antennen aufstellen und diese per Glasfaser erschließen? Würde es nicht reichen, wenn es nur eine Antenne für alle Bandbreiten von einem zentralen "Netzbetreiber" gibt und die Provider darauf per Bitstromzugang ihre Dienste realisieren? Das Netz würde dann einfach mit der vollen verfügbaren Bandbreite operieren, es gäbe keine Unterteilung der Frequenzbänder nach Netzanbieter mehr.
    Man könnte seeeehhhr viele Antennen einsparen, da die gut versorgten Gebiete immer von allen Anbietern mehrfach redundant erschlossen sind. Auf dem Land, wo die Netze teilweise sehr deutliche Qualitätsunterschiede aufweisen, könnte man die Antennen einfach stehen/hängen lassen und damit die Qualität stark verbessern, wenn die plötzlich nicht nur für den einen Anbieter senden, sondern auch für die, deren Netz in dem Gebiet vorher nicht oder nur schlecht verfügbar war.
    Vor Jahren hab ich mal gelesen, dass ein Provider als Gegenargument dazu vorgebracht hat, man könnte mit so einem Modell die Nutzer nicht mehr individuell abrechnen, da man die Verbrauchsdaten nicht mehr ermitteln könne.
    Wenn man bei millionen von Nutzern den Verbrauch eines einzelnen Nutzers im eigenen Netz berechnen kann, dann kann man das auch in einem großen Netz für alle Provider.

    Im wesentlichen würde bei so einem System sowohl die Qualität verbessert, als auch der Betrieb günstiger, da die ganzen Redundanzen wegfallen. Das gilt natürlich auch für die Kabelnetze, nicht nur für Mobilfunk.

  12. Re: Wildwuchs fördern...

    Autor: wire-less 18.09.13 - 20:21

    Wenn du deine Überlegungen weiterdenkst:
    Sollte es nur noch einen Spediteur geben. Dann braucht man viel weniger LKWs
    Nur noch einen Grossbäcker/Stadt
    ...

    Monopole sind nicht gesund sondern eine Entartung der Marktwirtschaft

  13. Re: Wildwuchs fördern...

    Autor: quadronom 18.09.13 - 20:52

    wire-less schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wenn du deine Überlegungen weiterdenkst:
    > Sollte es nur noch einen Spediteur geben. Dann braucht man viel weniger
    > LKWs
    > Nur noch einen Grossbäcker/Stadt
    > ...
    >
    > Monopole sind nicht gesund sondern eine Entartung der Marktwirtschaft

    Wunderschön, wie du hier Äpfel mit Birnen vergleichst...

    %0|%0

  14. Re: Wildwuchs fördern...

    Autor: mag 19.09.13 - 01:15

    wire-less schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wenn du deine Überlegungen weiterdenkst:
    > Sollte es nur noch einen Spediteur geben. Dann braucht man viel weniger
    > LKWs

    Naja, so weit sollten wir vielleicht nicht gehen. Aber mal ganz ehrlich: Wäre es nicht auch deiner Meinung nach deutlich besser, wenn nicht mehr jede Spedition ihr eigenes Straßennetz bauen würde? Ich bin stark für eine Verstaatlichung des Straßennetzbaus, dafür bekommt dann jeder Spediteur zu denselben Konditionen diskriminierungsfrei einen Verkehrsstromzugang zu diesem Straßennetz.

    Für dich wird so ein Straßennetzmonopol wahrscheinlich nach ökonomischem Irrsinn klingen, aber ich bin mir sicher, dass das die Konkurrenz zwischen den Speditionen beleben und die uneingeschränkte Vormachtstellung von Schenker mit ihrem aus Monopolzeiten geerbten Straßennetz brechen würde...

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