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Die Telekom wollte Glasfaser ja ausbauen...

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  1. Die Telekom wollte Glasfaser ja ausbauen...

    Autor: Pecker 28.03.19 - 08:39

    ...der Bürger wollte es nur nicht haben.
    Ich schreibe das immer wieder, damit das Problem mal erkannt wird. In meiner Stadt wurde Glasfaser ausgebaut und das hätte fast nicht geklappt, weil es zu wenige Interessenten gab. Das muss man sich mal vorstellen, da wird Glasfaser wirklich ausgebaut, der Anschluss wird einem bei Abschluss eines 24 monatigen Vertrags "kostenlos" gelegt (damals ab 35¤ monatlich für 50/10) oder aber für 400¤ so in den Keller gelegt. Nicht mal 50% haben mitgemacht. Die Ergebnisse sehen heute nicht viel besser aus, teilweise sogar schlechter,weil die Leute sagen, ich hab doch 400 Mbit/s über Kabel, was brauch ich Glasfaser. Nur in schlecht versorgten Gebieten kommt man überhaupt noch auf eine vernünftige Anzahl an Interessenten, um einen Ausbau zu machen.

    Es ist nicht die Telekom, die nicht ausbauen will, es sind schon wir, die das nicht wollen. In vielen Regionen ist das sogar die Mehrheit!

  2. Re: Die Telekom wollte Glasfaser ja ausbauen...

    Autor: bombinho 28.03.19 - 09:00

    Pecker schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > ...der Bürger wollte es nur nicht haben.

    Herrliche Begruendung. Volkswagen hat keine neue Produktionsstrasse eingerichtet, weil die Kunden nur Autos kaufen wollen.
    Aber deine frequente Belustigung hilft wenigstens, lachend in den Tag zu starten. Danke.

    BTW, kennst du einen Kunden, dem die Telekom die Glasfaser uebereignet hat, nach der Verlegung?



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 28.03.19 09:03 durch bombinho.

  3. Re: Die Telekom wollte Glasfaser ja ausbauen...

    Autor: Pecker 28.03.19 - 12:55

    bombinho schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Pecker schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > ...der Bürger wollte es nur nicht haben.
    >
    > Herrliche Begruendung. Volkswagen hat keine neue Produktionsstrasse
    > eingerichtet, weil die Kunden nur Autos kaufen wollen.
    aha. Du verstehst vermutlich nicht mal selber, was du da vergleichen willst.
    > Aber deine frequente Belustigung hilft wenigstens, lachend in den Tag zu
    > starten. Danke.
    Erzähl mir mehr, du lachst vermutlich auch bei den Tagesthemen?

    > BTW, kennst du einen Kunden, dem die Telekom die Glasfaser uebereignet hat,
    > nach der Verlegung?
    Hat jetzt genau was damit zu tun? Wie machst du das mit Strom, Wasser, Gas, Kabelanschluss etc?



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 28.03.19 12:59 durch Pecker.

  4. Re: Die Telekom wollte Glasfaser ja ausbauen...

    Autor: Mimimimimi 28.03.19 - 13:43

    Pecker schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > ...der Bürger wollte es nur nicht haben.
    Wenn man seinen Kunden ständig erzählt, dass Glasfaser unnütz ist, sollte man sich nicht über entsprechende Resonanz wundern.

    Komisch, dass es immer nur die Telekom ist, bei denen die Kunden entweder nur den günstigsten Tarif buchen oder keine Glasfaser wollen. Andere Anbieter haben solche Probleme nicht. Warum nur?

    > Es ist nicht die Telekom, die nicht ausbauen will, es sind schon wir, die
    > das nicht wollen. In vielen Regionen ist das sogar die Mehrheit!
    Wenn die Telekom ausbauen will, dann soll sie das doch tun. Niemand hindert sie daran.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 28.03.19 13:44 durch Mimimimimi.

  5. Re: Die Telekom wollte Glasfaser ja ausbauen...

    Autor: Faksimile 28.03.19 - 13:53

    Nicht nur das. Sie hätte, als Eigentümer der bisherigen Cu-DA, sogar die Möglichkeit gehabt durch Argumentation "Techniktausch" Glasfaser anzuschliessen und Kupfer zu entfernen. Es besteht nämlich nur die Pflicht den Dienst zu stellen, aber nicht dieses ausschliesslich über elektrischen Leiter zu realisieren.

  6. Re: Die Telekom wollte Glasfaser ja ausbauen...

    Autor: Mimimimimi 28.03.19 - 14:53

    Korrekt.

  7. Re: Die Telekom wollte Glasfaser ja ausbauen...

    Autor: bombinho 28.03.19 - 20:11

    Ich hatte schon vermutet, dass du den Unterschied zwischen Vermoegensgegenstaenden und Dienstleistungen nicht erfassen kannst.

    Aber vielleicht kann ich dir ja weiterhelfen:
    Der Glasfaseranschluss und dessen Kosten sind keine Ausgaben sondern Betriebskapital, mit dem die Telekom Umsatz erwirtschaftet, woraus sie die Betriebskosten deckt und den Ueberschuss als Gewinn verbucht. Der Kunde wird von der Telekom nie einen Glasfaseranschluss bekommen, den wird die Telekom selbst behalten und bewirtschaften.

    Was der Kunde bekommt, ist eine Dienstleistung. Das Produkt umfasst eine Bandbreite, die der Kunde nutzen kann. Dort ist auf der Glasfaser kein vorlaeufig relevantes Limit. Also kann die Telekom auf der Glasfaser beliebige Produkte anbieten.
    Auf der DA bleibt das ein Wunschtraum.

    Volkswagen verkauft Autos, aber die Produktionsstrasse ist das produktiv genutzte Betriebsvermoegen (Kapital). Wenn Volkswagen nicht in seine Produktionsstrassen investieren wuerde, koennte Volkswagen keine aktuellen Produkte anbieten, die Kunden koennen das entsprechende Produkt ebenfalls nicht bekommen. Da die Analogie. Sich nun hinzustellen und zu erzaehlen, dass man nicht in die Produktionsstrasse oder eben das Glasfasernetz investieren will, weil die Kunden das nicht wollen sondern lieber die Produkte/Services erwerben, ist doch wirklich etwas sehr derb kurz gedacht, oder?

    Nachtrag: Der Kunde hat nur Einfluss darauf, ob und wie der Anbieter in sein Betriebsvermoegen investiert, wenn dadurch Eigentumsrechte des Kunden beruehrt werden. Diese Eigentumsrechte spielen aber keine Rolle, wenn der Anbieter der primaere Anbieter in dem Gebiet ist und/oder bereits eine Leitung zum Kunden besteht. Ebenfalls ausser Kraft gesetzt wird das Eigentumsrecht, wenn dadurch anderen Personen wie z.B. Mietern entsprechende Rechte verweigert wuerden.



    4 mal bearbeitet, zuletzt am 28.03.19 20:24 durch bombinho.

  8. Re: Die Telekom wollte Glasfaser ja ausbauen...

    Autor: Faksimile 28.03.19 - 21:15

    Nicht ganz richtig. Das Eigentumsrecht wird nicht ausser Kraft gesetzt sondern durch den gesetzlich vorgeschriebenen (§ 45a TKG) Nutzungsvertrag in gewissen Dingen eingeschränkt. Dieser kann selbstverständlich auch vom Eigentümer gekündigt werden. Als Folge der Kündigung wird aber die Telekommunikationsleistung, die über die gekündigte technische Einrichtung erbracht wird, eingestellt.

  9. Re: Die Telekom wollte Glasfaser ja ausbauen...

    Autor: LinuxMcBook 28.03.19 - 21:20

    Faksimile schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Nicht nur das. Sie hätte, als Eigentümer der bisherigen Cu-DA, sogar die
    > Möglichkeit gehabt durch Argumentation "Techniktausch" Glasfaser
    > anzuschliessen und Kupfer zu entfernen. Es besteht nämlich nur die Pflicht
    > den Dienst zu stellen, aber nicht dieses ausschliesslich über elektrischen
    > Leiter zu realisieren.

    Hat das so schon mal ein Telekommunikationsunternehmen durchgezogen? Wendet die Polizei im Zweifel entsprechend Gewalt bei Hauseigentümer an, die sich dagegen weigern?

    Oder müsste die Telekom tatsächlich einzeln gegen jeden Hauseigentümer, der seinen Garten nicht aufgegraben haben möchte prozessieren?
    Dann ist doch wohl die Lage klar:
    Würdest du als Gewinn-orientiertes Unternehmen auch noch Geld ausgeben, um dem Kunden einen Gefallen zu tun, den er gar nicht möchte? :D :D

  10. Re: Die Telekom wollte Glasfaser ja ausbauen...

    Autor: LinuxMcBook 28.03.19 - 21:24

    Mimimimimi schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Komisch, dass es immer nur die Telekom ist, bei denen die Kunden entweder
    > nur den günstigsten Tarif buchen oder keine Glasfaser wollen. Andere
    > Anbieter haben solche Probleme nicht. Warum nur?

    Warum nur? Ernsthaft?

    Die Telekom ist das einzige Telekommunikationsunternehmen in Deutschland, das in jedem Haushalt einen Anschluss hat.

    Andere Unternehmen wie die Deutsche Glasfaser bauen nur dort, wo sich von vornherein genügend Kunden finden lassen, also gibt es die Situation einfach nicht, dass ein Ausbau stattfindet und es keine Abnehmer gibt.
    Es gab übrigens auch zahlreiche Gemeinden, die die Vorvertragsquote der DG nicht erfüllt haben.

    Im Fall Vodafone ist es z.B. so, dass der schnellste Anschluss zunächst genau so teuer ist, wie der langsamste. Klar, dass man dann auch nicht das Problem hat, dass die Kunden gar keine langsamen Anschlüsse wollen.

  11. Re: Die Telekom wollte Glasfaser ja ausbauen...

    Autor: bombinho 28.03.19 - 21:25

    Ja, danke.

    Aber Nein, wenn der Anschluss z.B. von einem Mieter genutzt wird, dann kann der Nutzungsvertrag nicht vom Vermieter (Eigentuemer) gekuendigt werden sondern muss geduldet werden.

  12. Re: Die Telekom wollte Glasfaser ja ausbauen...

    Autor: Faksimile 28.03.19 - 21:32

    Die Polizei müsste gar keine Gewalt anwenden. Die Telekom würde den Dienst kündigen und die Leitung entfernen. Dazu hat sie nämlich das Recht. Dann kann der Eigentümer des Gebäudes/Grundstückes beim nächsten Anbieter bestellen und sich durch diesen einen entsprechenden Anschluss legen lassen. Dumm nur, dass das dann auch einen entsprechenden Aufwand und "Dreck" mit sich bringt.

  13. Re: Die Telekom wollte Glasfaser ja ausbauen...

    Autor: Faksimile 28.03.19 - 21:37

    Wird auch nicht behauptet. Aber wie und mit welcher Technik die Dienstleistung, und nur das ist Gegenstand des Dienstleistungsvertrages - nicht der Nutzungsvertrag, erbracht wird, ist Sache des Dienstleiters in Verbindung mit dem Eigentümer der TAL.
    Also kann der Eigentümer der TAL die Art der Technik jederzeit ändern und/oder ergänzen (Bsp. Umstellung auf Bitstream-Anschluss).
    Ergo könnte die Telekom auch ohne weiteres GF in die Häuser bringen wenn eine Wohnpartei diese wünscht bzw. wenn die Telekom auf diese Technik umstellen würde.

    Diese Thema kommt meistens nur dann auf, wenn ein neuer Anbieter mit eigener Leitung dort einen Vertrag abschließen will. Z. B in einem Haus mit mehreren Parteien, die alle eine Telekom CuDA haben (unabängig davon, ob alle diese Parteien die CuDA nutzen) jemand einen GF-Anschluss von der deutschen Glasfaser haben möchte. Dann muss ein Nutzungsvertrag zwischen Hauseigentümer (oder rechtlichem Vertreter bzw. Eigentümerversammlung) und der DG abgeschlossen werden. Wenn dieser dann besteht, kann die DG entsprechend handeln.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 28.03.19 21:48 durch Faksimile.

  14. Re: Die Telekom wollte Glasfaser ja ausbauen...

    Autor: LinuxMcBook 28.03.19 - 21:51

    Faksimile schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die Polizei müsste gar keine Gewalt anwenden. Die Telekom würde den Dienst
    > kündigen und die Leitung entfernen. Dazu hat sie nämlich das Recht.

    Ach komm schon, ist das echt dein Argument gegen FTTC und für FTTH?

    Hast du dir mal überlegt, was so ein Vorgehen der Telekom für praktische und rechtliche Probleme mit sich führen würde?
    In Häusern mit vermieteten Wohnungen hast du dann z.B. den Eigentümer, der gegen einen Umbau ist. Dann hast du die Mieter, die gleichzeitig einen rechtlichen Anspruch darauf haben von der Telekom mit Telefon! versorgt zu werden.

    Also entweder muss die Telekom dann doch gegen den Eigentümer klagen, wenn sie die Technik ersetzen will oder die Mieter würden gegen die Telekom klagen, wenn das Telefon irgendwann abgeschaltet wird.

    Dann gibt es ohnehin Verträge an die sich die Telekom halten muss, also müssen mindestens zwei Jahre! vor dem FTTH-Ausbau die alten TAL-basierenden-Verträge gekündigt werden.

    Und letztendlich ist die TAL (die aus Kupfer) auch noch reguliert bis zum geht nicht mehr. Die Mitbewerber der Telekom verkaufen darüber immerhin immer noch ADSL, meinst du echt, dass die Telekom da deren Geschäftsgrundlage zerstören darf indem sie die TAL zurück baut?

    Vergiss nicht, die BNetzA hat der Telekom sogar den Vectoring-Ausbau im Nahbereich verboten, und das hat für die dort Wohnenden bedeutet, dass sie bis Anfang 2020 teils nur 12 MBit haben, obwohl die Telekom schon vor 5 Jahren 100 MBit verbauen wollte...

  15. Re: Die Telekom wollte Glasfaser ja ausbauen...

    Autor: bombinho 28.03.19 - 22:03

    Ja, wenn kein Zugang gewaehrt wird/ werden kann, kostet das in der Regel 100¤, diese werden auch notfalls gerichtlich eingetrieben. Weitere Besuche werfen weitere Zahlungen auf. Wie weit das schlussendlich geht kann ich aber nicht sagen.

    Die Polizei und Gerichte sind z.B. dann involviert, wenn ein Vermieter versucht, einem Mieter einen Telekommunikationsanschluss zu verweigern. Dann werden kostenpflichtige Oeffnungen oder kostenpflichtige Alternativrouten durchgesetzt. Dort muss der Mieter zwar sein Interesse durchsetzen. Wenn das allerdings einmal bestaetigt wurde, dann gibt es kein unueberwindbares Problem.

    Grundsaetzlich gibt es kein Recht, einem Kommunikationsanbieter den Zugang zu dessen Eigentum zu verweigern. Da steht Eigentum gegen Eigentum und es wird nach berechtigtem Interesse entschieden.

    Im Stoerfall kann Zugang auch sehr schnell erreicht werden und es kann richtig weh tun im Portemonaie.

  16. Re: Die Telekom wollte Glasfaser ja ausbauen...

    Autor: LinuxMcBook 28.03.19 - 22:11

    Aber auch bei allem was du geschrieben hast geht es doch wieder nur um die ohnehin liegende TAL. Klar, dass der Vermieter darauf Zugriff gewähren muss, wenn z.B. ein Mieter eine Störung hat.

    Wenn jemand im Eigentum wohnt und die Telekom nicht im Haus haben will, dann wird eben gar nicht erst eine Störung gemeldet oder der Anschluss genutzt. Dann kommen auch keine Strafzahlungen zustande.

    Bleibt noch mal meine Frage, ob die Telekom vor Gericht Baumaßnahmen für eine zusätzliche Glasfaserleitung durchsetzen kann?

  17. Re: Die Telekom wollte Glasfaser ja ausbauen...

    Autor: bombinho 28.03.19 - 22:25

    LinuxMcBook schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > In Häusern mit vermieteten Wohnungen hast du dann z.B. den Eigentümer, der
    > gegen einen Umbau ist. Dann hast du die Mieter, die gleichzeitig einen
    > rechtlichen Anspruch darauf haben von der Telekom mit Telefon! versorgt zu
    > werden.

    Wenn die Telekom dort Leitungen liegen hat und diese ersetzen will, dann spielt es keine Rolle, ob der Vermieter das moechte. Es handelt sich um Eigentum der Telekom. Diese kann sich in dem Fall auf eine Stoerung berufen, da durch die Weigerung unter Umstaenden die Anschluesse der anderen Teilnehmer nicht betrieben werden koennen. Sowas macht ein Vermieter vermutlich nur einmal.

    > Also entweder muss die Telekom dann doch gegen den Eigentümer klagen, wenn
    > sie die Technik ersetzen will oder die Mieter würden gegen die Telekom
    > klagen, wenn das Telefon irgendwann abgeschaltet wird.

    Ja, es ist Sache des Mieters, gerichtlich seinen Anspruch bestaetigen zu lassen.
    Und nein, die Klage richtet sich gegen den Vermieter. Sollte dieser sich danach weigern, ist die Palette gross, ihn von Zweifeln zu befreien.

    > Dann gibt es ohnehin Verträge an die sich die Telekom halten muss, also
    > müssen mindestens zwei Jahre! vor dem FTTH-Ausbau die alten
    > TAL-basierenden-Verträge gekündigt werden.

    Ein FTTH-Anschluss hat trotzdem eine TeilnehmerAnschlussLeitung.
    Die zwei Jahre bezogen sich auf die maximale Vertragslaufzeit. Bei geringerer Restlaufzeit konnte das auch sehr viel weniger sein.

    > Die Mitbewerber der Telekom verkaufen darüber immerhin
    > immer noch ADSL, meinst du echt, dass die Telekom da deren
    > Geschäftsgrundlage zerstören darf indem sie die TAL zurück baut?

    Bei VDSL war das doch nun auch kein Problem, oder?

    > Vergiss nicht, die BNetzA hat der Telekom sogar den Vectoring-Ausbau im
    > Nahbereich verboten, und das hat für die dort Wohnenden bedeutet, dass sie
    > bis Anfang 2020 teils nur 12 MBit haben, obwohl die Telekom schon vor 5
    > Jahren 100 MBit verbauen wollte...
    Oder vor 10 Jahren FTTH, was fuer ein Rueckschritt.
    Und nein, das stimmt nicht, die BNetzA hat der Telekom nicht den Ausbau verboten, die Telekom haette problemlos VDSL50 (hat sie ja auch teilweise) ausbauen koennen. Oder sogar mehr, es gehen auch 80Mbps auf einer VDSL-Leitung ohne Vectoring aber mit G.INP.
    Sie hat lediglich die Nutzung von Vectoring nicht gestattet, wo andere Unternehmen ausgebaut hatten, da das gestoert haette.

  18. Re: Die Telekom wollte Glasfaser ja ausbauen...

    Autor: bombinho 28.03.19 - 22:32

    LinuxMcBook schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Bleibt noch mal meine Frage, ob die Telekom vor Gericht Baumaßnahmen für
    > eine zusätzliche Glasfaserleitung durchsetzen kann?

    Nein, nur fuer den Ersatz der DA mit Glasfaser kann sie das. Nicht fuer zusaetzliche Leitungen, ausser ein Gericht hat die Notwendigkeit der Leitung bereits bestaetigt.

  19. Re: Die Telekom wollte Glasfaser ja ausbauen...

    Autor: bombinho 28.03.19 - 22:37

    LinuxMcBook schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Im Fall Vodafone ist es z.B. so, dass der schnellste Anschluss zunächst
    > genau so teuer ist, wie der langsamste. Klar, dass man dann auch nicht das
    > Problem hat, dass die Kunden gar keine langsamen Anschlüsse wollen.

    Wer hindert denn die Telekom, ein aehnliches Vermarktungskonzept zu nutzen um den Umbau auf Glasfaser/VVDSL zu propagieren? Noch mal die Frage, warum ist es nur bei der Telekom anders?

  20. Re: Die Telekom wollte Glasfaser ja ausbauen...

    Autor: LinuxMcBook 28.03.19 - 22:41

    bombinho schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Eigentum der Telekom. Diese kann sich in dem Fall auf eine Stoerung
    > berufen, da durch die Weigerung unter Umstaenden die Anschluesse der
    > anderen Teilnehmer nicht betrieben werden koennen. Sowas macht ein
    > Vermieter vermutlich nur einmal.
    Nochmal, gibt es schon solche Urteile, dass einem Telefonanbieter wegen einer Modernisierung und eben nicht wegen einer Störung der Zugriff auf das Eigentum der Vermieter ermöglicht wurde? Und wie gesagt, selbst wenn, wieso sollte sich die Telekom diese Arbeit machen, wenn man anscheinend auch mit der Kupferleitung Geld verdienen kann?

    > Ja, es ist Sache des Mieters, gerichtlich seinen Anspruch bestaetigen zu
    > lassen.
    > Und nein, die Klage richtet sich gegen den Vermieter.
    Super, da warten bestimmt ALLE Mieter drauf in der heutigen Zeit mit dem knappen Wohnraum ihren Vermieter zu verklagen, nur damit man dann teures Glasfaser statt günstiges DSL mit 250 MBit hat.

    > Die zwei Jahre bezogen sich auf die maximale Vertragslaufzeit. Bei
    > geringerer Restlaufzeit konnte das auch sehr viel weniger sein.
    Die Telekom hat in irgendeinem Video neulich erklärt, dass dadurch, dass immer komplette Straßen, Gemeinden oder gar Vorwahlbereiche gleichzeitig umgestellt werden dieses erst gemacht werden kann, wenn auch der letzte Sonderfall abgearbeitet wurde.

    > Bei VDSL war das doch nun auch kein Problem, oder?
    Doch, siehe unten.

    > Und nein, das stimmt nicht, die BNetzA hat der Telekom nicht den Ausbau
    > verboten, die Telekom haette problemlos VDSL50 (hat sie ja auch teilweise)
    > ausbauen koennen. Oder sogar mehr, es gehen auch 80Mbps auf einer
    > VDSL-Leitung ohne Vectoring aber mit G.INP.
    > Sie hat lediglich die Nutzung von Vectoring nicht gestattet, wo andere
    > Unternehmen ausgebaut hatten, da das gestoert haette.
    Auch nur halb richtig. Erlaubt war natürlich VDSL aus der Vermittlungsstelle, tatsächlich verboten war aber JEDER (Outdoor-)Ausbau im Nahbereich. Also auch normales VDSL hätte die Telekom nicht in Multifunktionsgehäuse bauen dürfen.

    Und da die Leitungen im Nahbereich schon mal 900 Meter lang sind (mein Fall :|) bleibt da auch von VDSL nicht mehr viel übrig.

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