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Typo und Kommentar
Autor: phil.42 14.07.15 - 22:29
[...] wie Polarisation, Faser und Amplitude [...] Hier ist wohl eher die "Phase" und nicht "Faser" gemeint.
Das komplett dynamische Anpassen der Bandbreite ist nicht sonderlich sinnvoll, da damit ein ganzer Rattenschwanz mit verändert werden muss. PLLs, Clocks, Framer, um nur ein paar aus zu nennen.
Gleichzeitig kann man nicht beliebig schmall werden in der Optik. Kleiner als 50GHz bringt Effekte wie nicht-rechteckige Fenster mit sich, dazu nehmen die Verluste der wavelength selective switches massiv zu und die Kosten sowieso. Dazu braucht man immernoch den Puffer zwischen den Kanälen.
Worauf Alcatel-Lucent wohl eher anspielt ist ihre "mehrdimensionale" Modulation, welche verschiedene Modulationsformate zeitlich verschachtelt. Dabei wird aber immer der gleiche Spektralbereich verbraucht.
Eine gewisse Granularität ist selbstverständlich in den Systemen vorhanden, die primär ab nächstem Jahr vom Markt adaptiert werden werden. Aber die ist nicht beliebig sondern in ganz bestimmten und wohl definierten Häppchen, die unter anderem auch von der Client-Seite dominiert wird (also die niederratige Aufteilung am Anfang/Ende). Die Granularität wird vermutlich ein Minimum von 12.5GHz haben (max 10GBd Signale) bis hoch zu 100GHz (80GBd Signale).
Großes Problem bei der Technik: Kosten! Du kaufst hardware, die 400G kann, nutzt aber nur 25G davon. Und so unglaublich flexibel müssen Netze nicht sein, das lässt sich alles auf der 3. Ebene viel bequemer und effizienter Regeln. -
Re: Typo und Kommentar
Autor: marcel. 15.07.15 - 00:30
phil.42 schrieb:
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> Das komplett dynamische Anpassen der Bandbreite ist nicht sonderlich
> sinnvoll, da damit ein ganzer Rattenschwanz mit verändert werden muss.
> PLLs, Clocks, Framer, um nur ein paar aus zu nennen.
Das hat mich auch gewundert...
> Worauf Alcatel-Lucent wohl eher anspielt ist ihre "mehrdimensionale"
> Modulation, welche verschiedene Modulationsformate zeitlich verschachtelt.
> Dabei wird aber immer der gleiche Spektralbereich verbraucht.
... und deswegen bin ich auch hierzu gekommen ;)
> Großes Problem bei der Technik: Kosten! Du kaufst hardware, die 400G kann,
> nutzt aber nur 25G davon. Und so unglaublich flexibel müssen Netze nicht
> sein, das lässt sich alles auf der 3. Ebene viel bequemer und effizienter
> Regeln.
Generell gibt es aktuell die Tendenz dazu, das Netz in immer höheren Schichten zu verwalten und anpassungsfähig zu machen. Solange die Leistung und die Qualität im Ansatz stimmt, sollte man einfach nur einen gleichmäßigen Datenfluss gewährleisten. Alles andere macht mit aktueller Technik (die sich auch nicht so einfach austauschen lässt, da alle Teilnehmer mitmachen müssen), nur Probleme.
Guter Kommentar!



