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  5. › Gerichtsentscheidung: Telekom verstößt…

Bescheuert echt.

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  1. Bescheuert echt.

    Autor: Pecker 20.11.18 - 16:20

    Bevor sich jetzt alle Telekomhater freuen. Das betrifft auch Vodafone und O2. Auch die haben ähnliche Angebote im Programm, die nur in Deutschland gelten. Auch andere alte Optionen schlagen in die selbe Kerbe. Es gibt bei der Telekom eine Dayflat für 5¤. Auch die gilt nur in Deutschland.

    Auch das Thema Netzneutralität. Ja! Die Drossel bei Videostreaming verstößt ganz klar gegen die Netzneutralität. Ohne Diskussion. Aber vielleicht will ich das als Kunde sogar? Ja auch hier steht geschrieben, das sei unerheblich. Warum ist das aber unerheblich? Dann muss man das Gesetz halt anpassen zum Wohle der Kunden.

    Es ist ja so, dass die Tarife der Telekom grundsätzlich erst mal gesetzeskonform sind und der Kunde aktiv werden muss, um diese Optionen zu aktivieren. Wenn ich darin keinen Mehrwert sehe, lasse ich alles beim alten. Ich sehe darin einen Mehrwert der mir jetzt aufgrund eines nicht optimalen Gesetzes genommen wird. Ich schade damit ja auch niemanden.

    Die naive Hoffnung ist ja, dass die Telekom die Drossel bei Videostreaming beendet und das angebot EU weit anbietet. Tun sie das wäre laut dem Artikel alles in Ordnung! Wer glaubt, dass das passiert, ist schon sehr optimistisch.

    nimmt die Telekom also die Option zurück, sind viele Kunden, die das nutzen unzufrieden.
    Niemand ist danach zufriedener, außer natürlich die Telekomhater, aber das ist ein trauriger Grund.

  2. Re: Bescheuert echt.

    Autor: Seismoid 20.11.18 - 16:30

    Pecker schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Auch das Thema Netzneutralität. Ja! Die Drossel bei Videostreaming verstößt
    > ganz klar gegen die Netzneutralität. Ohne Diskussion. Aber vielleicht will
    > ich das als Kunde sogar? Ja auch hier steht geschrieben, das sei
    > unerheblich. Warum ist das aber unerheblich? Dann muss man das Gesetz halt
    > anpassen zum Wohle der Kunden.
    "Zum Wohle der Kunden"?

    Die Netzneutralität ist kein Recht, das man als Kunde aufgeben kann, sondern eine Pflicht des ISP.

  3. Re: Bescheuert echt.

    Autor: bifi 20.11.18 - 16:35

    Pecker schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die naive Hoffnung ist ja, dass die Telekom die Drossel bei Videostreaming
    > beendet und das angebot EU weit anbietet. Tun sie das wäre laut dem Artikel
    > alles in Ordnung! Wer glaubt, dass das passiert, ist schon sehr
    > optimistisch.

    Falsch. Die naive Hoffnung ist, dass die Telekom StreamOn abschafft und die inkludierten Datenvolumina auf nicht peinliche Werte anhebt. Diese kann dann jeder Kunde nutzen wie er will und nicht nur Dienste deren Funktionsprinzip zufällig mit StreamOn kompatibel sind.

    Die naive Hoffnung ist, dass die Telekom bzgl. dem Produkt „Mobilfunkvertrag“ wieder zum reinen neutralen Anbieter einer Datenleitung wird und keinen Einfluss darauf nimmt wie ich mein Datenvolumen einsetze.

    Und nein, ich bin kein Telekomhater sondern Telekomkunde.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 20.11.18 16:37 durch bifi.

  4. Re: Bescheuert echt.

    Autor: Moritur 20.11.18 - 16:36

    @Pecker Du vergisst hier einen ganz wichtigen Grund. Und zwar warum die Netzneutralität überhaupt so ein wichtiges Thema ist.
    Sobald die Netzneutralität nicht mehr gegeben ist, wird es neuen Anbietern (also Konkurrenten zu Spotify, Netflix, etc.) wesentlich schwerer gemacht sich auf dem Markt zu etablieren. Denn wenn meine potentiellen Kunden für den Traffic über meinen Dienst zahlen müssen, für den Traffic zu Spotify aber nicht... Naja ist ja klar welcher Dienst dann genutzt wird.
    Du kannst dir vorstellen was das dann für Auswirkungen auf den Markt, Innovation, etc. hat. Ist jetzt hier nur ein kurzer Hinweis, gibt im Internet schon ausreichend Abhandlungen zu dem Thema die das gut erklären.
    Fazit: Es geht dabei nicht primär darum was du als Nutzer gut findest oder nicht, sondern darum einen fairen Wettbewerb zu ermöglichen.

  5. Re: Bescheuert echt.

    Autor: bifi 20.11.18 - 16:39

    Leider sehen die StreamOn Fans nur die kurzfristigen Effekte aber nicht die langfristigen.

    Kurzfristig tut eine Abschaffung von StreamOn natürlich schmerzhaft weh.
    Langfristig jedoch bringt es den Markt - und somit auch die Vorteile für den Kunden - voran.

  6. Re: Bescheuert echt.

    Autor: 946ben 20.11.18 - 16:42

    Moritur schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > @Pecker Du vergisst hier einen ganz wichtigen Grund. Und zwar warum die
    > Netzneutralität überhaupt so ein wichtiges Thema ist.
    > Sobald die Netzneutralität nicht mehr gegeben ist, wird es neuen Anbietern
    > (also Konkurrenten zu Spotify, Netflix, etc.) wesentlich schwerer gemacht
    > sich auf dem Markt zu etablieren. Denn wenn meine potentiellen Kunden für
    > den Traffic über meinen Dienst zahlen müssen, für den Traffic zu Spotify
    > aber nicht... Naja ist ja klar welcher Dienst dann genutzt wird.
    > Du kannst dir vorstellen was das dann für Auswirkungen auf den Markt,
    > Innovation, etc. hat. Ist jetzt hier nur ein kurzer Hinweis, gibt im
    > Internet schon ausreichend Abhandlungen zu dem Thema die das gut erklären.
    > Fazit: Es geht dabei nicht primär darum was du als Nutzer gut findest oder
    > nicht, sondern darum einen fairen Wettbewerb zu ermöglichen.

    Der Einstieg kann ja nicht sonderlich schwer oder teuer sein, wenn man bedenkt, dass die Streaming App von zig Provinz-Radiosendern da mitmacht. Generell hast du natürlich recht, aber grade die Telekom hat da ja sehr deutlich von Anfang an gesagt, dass es die Anbieter nichts kostet und die Aufnahme in das Programm einzig von technischen (sehr einfach realisierbaren) Faktoren abhängt. Tatsächlich hat die Telekom sogar verhindert, dass Spotify das Programm ausnutzt, indem das Zero-Rating nur Premium Kunden zur Verfügung gestellt wird. Da hat dir Telekom dann gesagt, entweder ganz oder gar nicht.

  7. Re: Bescheuert echt.

    Autor: Pecker 20.11.18 - 16:43

    Seismoid schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Pecker schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Auch das Thema Netzneutralität. Ja! Die Drossel bei Videostreaming
    > verstößt
    > > ganz klar gegen die Netzneutralität. Ohne Diskussion. Aber vielleicht
    > will
    > > ich das als Kunde sogar? Ja auch hier steht geschrieben, das sei
    > > unerheblich. Warum ist das aber unerheblich? Dann muss man das Gesetz
    > halt
    > > anpassen zum Wohle der Kunden.
    > "Zum Wohle der Kunden"?
    >
    > Die Netzneutralität ist kein Recht, das man als Kunde aufgeben kann,
    > sondern eine Pflicht des ISP.
    Solange es Volumentarife gibt und die gibt es nicht nur in Deutschland ist das durchaus zum Wohle des Kunden. Streame ich ein Video, wird das meist mit voller Bandbreite gezogen und verbrät Datenvolumen. Für Audiostreaming reicht die Drossel übrigens bei weitem.

    Und bitte, erkläre mir nicht, was mein Wohl ist. Solange die Wahl besteht, ist alles bestens! Und dass die Netzneutralität Pflicht ist, selbst wenn alle beteiligten Parteien es anders ausdrücklich wollen, dann ist das Gesetz mist!

  8. Re: Bescheuert echt.

    Autor: Pecker 20.11.18 - 16:46

    bifi schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Pecker schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Die naive Hoffnung ist ja, dass die Telekom die Drossel bei
    > Videostreaming
    > > beendet und das angebot EU weit anbietet. Tun sie das wäre laut dem
    > Artikel
    > > alles in Ordnung! Wer glaubt, dass das passiert, ist schon sehr
    > > optimistisch.
    >
    > Falsch. Die naive Hoffnung ist, dass die Telekom StreamOn abschafft und die
    > inkludierten Datenvolumina auf nicht peinliche Werte anhebt. Diese kann
    > dann jeder Kunde nutzen wie er will und nicht nur Dienste deren
    > Funktionsprinzip zufällig mit StreamOn kompatibel sind.

    Gibt ja noch 2 andere Netze und Reseller. Da sollte was dabei sein. Dass die Datenvolumina im Vergleich zum Ausland niedrig sind, hat mit Stream On nichts zu tun.
    Dass StreamOn im übrigen nur für ausgewählte Dienste gilt widerspricht NICHT! der Netzneutralität. Da zeigst du mir die Quelle, wo das steht!

    > Die naive Hoffnung ist, dass die Telekom bzgl. dem Produkt
    > „Mobilfunkvertrag“ wieder zum reinen neutralen Anbieter einer
    > Datenleitung wird und keinen Einfluss darauf nimmt wie ich mein
    > Datenvolumen einsetze.
    Komisch. Trotz StreamOn habe ich mein Verhalten nicht geändert.
    > Und nein, ich bin kein Telekomhater sondern Telekomkunde.
    Nutzt du dann StreamOn und warum?

  9. Re: Bescheuert echt.

    Autor: Moritur 20.11.18 - 16:46

    > Der Einstieg kann ja nicht sonderlich schwer oder teuer sein, wenn man
    > bedenkt, dass die Streaming App von zig Provinz-Radiosendern da mitmacht.
    > Generell hast du natürlich recht, aber grade die Telekom hat da ja sehr
    > deutlich von Anfang an gesagt, dass es die Anbieter nichts kostet und die
    > Aufnahme in das Programm einzig von technischen (sehr einfach
    > realisierbaren) Faktoren abhängt. Tatsächlich hat die Telekom sogar
    > verhindert, dass Spotify das Programm ausnutzt, indem das Zero-Rating nur
    > Premium Kunden zur Verfügung gestellt wird. Da hat dir Telekom dann gesagt,
    > entweder ganz oder gar nicht.

    Überzeugt mich nicht, stell dir vor du machst eine "Katzenbaby Streaming Seite" und möchtest die Weltweit anbieten. Ohne Stream On und ähnliche Angebote kein Problem. Sobald es keine Netzneutralität mehr gibt musst du dich mit drölf trillionen Telekommunikationsanbietern aus hunderten Ländern auseinandersetzen um dein Angebot in jedem Land vernünftig anbieten zu können.
    Wenn es tatsächlich nichts kosten soll und jeder aufgenommen wird, warum macht die Telekom dann nicht generell eine Internetflat draus? Wozu es dann überhaupt einschränken?

  10. Re: Bescheuert echt.

    Autor: Pecker 20.11.18 - 16:54

    Moritur schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > @Pecker Du vergisst hier einen ganz wichtigen Grund. Und zwar warum die
    > Netzneutralität überhaupt so ein wichtiges Thema ist.

    Ich habe gar nichts vergessen. Ich habe das Thema für mich sehr genau durchdacht.

    > Sobald die Netzneutralität nicht mehr gegeben ist, wird es neuen Anbietern
    > (also Konkurrenten zu Spotify, Netflix, etc.) wesentlich schwerer gemacht
    > sich auf dem Markt zu etablieren.
    Aha, Weil die Telekom Netflix, Spotify und Amazon drosselt, haben es die anderen Anbieter schwerer? Das erklärst du mir mal.
    Was du meinst, ist, dass man als Telekomkunde eher Netflix, Spotify und Amazon nutzt, als Dienste, die NICHT, bei StreamOn mitmachen. Das ist wohl auch so. Das Problem ist nur, Gerichte haben entschieden, dass genau dieser Punkt völlig in Ordnung ist. ZeroRating an sich verstößt nicht gegen die Netzneutralität. Die Drossel dann schon wieder. Aber es gibt auch StreamOn Max da wird nix gedrosselt. Funktioniert aber nur in Deutschland.


    > den Traffic über meinen Dienst zahlen müssen, für den Traffic zu Spotify
    > aber nicht... Naja ist ja klar welcher Dienst dann genutzt wird.

    Jo, hat aber mit Netzneutralität nichts zu tun! Das versteht nur irgendwie niemand.

    > Du kannst dir vorstellen was das dann für Auswirkungen auf den Markt,
    > Innovation, etc. hat. Ist jetzt hier nur ein kurzer Hinweis, gibt im
    > Internet schon ausreichend Abhandlungen zu dem Thema die das gut erklären.
    Es hat nur kaum einer Verstanden.
    Es gibt viele andere Beispiele in der Wirtschaft, wo man besondere Rabatte bekommt, wenn man hier und da Mitglied ist. Auch das führt dazu, dass man eher die Rrabattierten Angebote nutzt. Das kannst gleich mit abschaffen

    > Fazit: Es geht dabei nicht primär darum was du als Nutzer gut findest oder
    > nicht, sondern darum einen fairen Wettbewerb zu ermöglichen.
    Jaaa, das mag sein. Die Telekom bietet aber StreamOn jedem an. Es darf jeder mitmachen.

  11. Re: Bescheuert echt.

    Autor: Anonymer Nutzer 20.11.18 - 17:03

    Die Telekom müsste doch lediglich eine Fair-Use Policy für die EU-Nutzung machen, so wie es sogar die Telekom selbst bzw. deren Töchter im EU Ausland praktizieren: Vergleichbare Zero-Rating Angebote gehen dort auch im EU-Ausland, jedoch nur bis zur gesetzlich geregelten Fair-Use Grenze. Und was die Drosselung im Inland angeht: Vodafone kann es bei seinem Video-Pass auch ohne. Warum kann es dann die Telekom nicht?

    Es ist doch mehr also peinlich, dass der GB-Preis gemäß Fair-Use Gesetz im EU-Ausland günstiger ist als der GB-Preis, den wir im Inland zahlen. Wenn dann jetzt die Kostendeckelung für Auslandsgespäche kommt, werden wir wieder in die Situation geraten, dass Inlandsgespräche bzw. SMS teurer sind als Gespräche und SMS ins Ausland (falls man keinen Flat-Tarif hat).

    Meine Meinung ist: Die machen es nicht, weil sie es wirtschaftlich rechtfertigen können und es nicht anders geht, sondern weil der gemeine Deutsche dumm genug ist, sich von den Providern ausnehmen zu lassen. Unsere Preise in Deutschland sind lächerlich teuer. Ebenso das ewige Gejammere mit dem Netzausbau: Warum habe ich in Österreich bei wesentlich schwierigeren geografischen Gegebenheiten flächendeckend LTE zu einem erheblich geringeren Preis, wenn es in Deutschland angeblich überhaupt nicht wirtschaftlich darstellbar ist?



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 20.11.18 17:03 durch G-Tech.

  12. Ein kleines Gegenbeispiel

    Autor: HierIstMarco 20.11.18 - 17:26

    Die Netzneutralität sorgt auch dafür, dass nicht nur Firmen, sondern auch Privatleute etwas anbieten können. Ich hab mal versucht, meine eigene Seite als StreamOn-Partner zu registrieren. Der ganze Prozess ist nur auf Firmen ausgerichtet, und ohne Anwalt kommst du da nicht weit. Unter anderem hätte ich eine NDA akzeptieren müssen und hohe Vertragsstrafen, wenn ich den Musiktraffic nicht vertragskonform gekennzeichnet hätte. Das war dann auch der Punkt, an dem ich ausgestiegen bin, weil als 1-Mann-Hobby-Seite ist das nicht mehr möglich und das Risiko eines kleinen Fehlers mit hohen Kosten gewaltig.

  13. Re: Ein kleines Gegenbeispiel

    Autor: Anonymer Nutzer 20.11.18 - 17:36

    HierIstMarco schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die Netzneutralität sorgt auch dafür, dass nicht nur Firmen, sondern auch
    > Privatleute etwas anbieten können. Ich hab mal versucht, meine eigene Seite
    > als StreamOn-Partner zu registrieren. Der ganze Prozess ist nur auf Firmen
    > ausgerichtet, und ohne Anwalt kommst du da nicht weit. Unter anderem hätte
    > ich eine NDA akzeptieren müssen und hohe Vertragsstrafen, wenn ich den
    > Musiktraffic nicht vertragskonform gekennzeichnet hätte. Das war dann auch
    > der Punkt, an dem ich ausgestiegen bin, weil als 1-Mann-Hobby-Seite ist das
    > nicht mehr möglich und das Risiko eines kleinen Fehlers mit hohen Kosten
    > gewaltig.

    Nun, aber gerade das hat ja weder die BNetzA noch ein Gericht kritisiert. Im Gegenteil, es wurde sogar bestätigt, dass die Zero-Rating Angebot eben nicht gegen die Netzneutralität verstoßen. Problematisch sind nur die Drosselung des Video-Traffics und die Tatsache, dass die Optionen im EU-Ausland völlig wirkungslos sind.

  14. Re: Bescheuert echt.

    Autor: My1 20.11.18 - 17:46

    Pecker schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Jaaa, das mag sein. Die Telekom bietet aber StreamOn jedem an. Es darf
    > jeder mitmachen.

    -> such mal nach Autor: HierIstMarco 20.11.18 - 17:26

    Asperger inside(tm)

  15. Re: Bescheuert echt.

    Autor: HoffiKnoffu 20.11.18 - 20:41

    946ben schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Moritur schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > @Pecker Du vergisst hier einen ganz wichtigen Grund. Und zwar warum die
    > > Netzneutralität überhaupt so ein wichtiges Thema ist.
    > > Sobald die Netzneutralität nicht mehr gegeben ist, wird es neuen
    > Anbietern
    > > (also Konkurrenten zu Spotify, Netflix, etc.) wesentlich schwerer
    > gemacht
    > > sich auf dem Markt zu etablieren. Denn wenn meine potentiellen Kunden
    > für
    > > den Traffic über meinen Dienst zahlen müssen, für den Traffic zu Spotify
    > > aber nicht... Naja ist ja klar welcher Dienst dann genutzt wird.
    > > Du kannst dir vorstellen was das dann für Auswirkungen auf den Markt,
    > > Innovation, etc. hat. Ist jetzt hier nur ein kurzer Hinweis, gibt im
    > > Internet schon ausreichend Abhandlungen zu dem Thema die das gut
    > erklären.
    > > Fazit: Es geht dabei nicht primär darum was du als Nutzer gut findest
    > oder
    > > nicht, sondern darum einen fairen Wettbewerb zu ermöglichen.
    >
    > Der Einstieg kann ja nicht sonderlich schwer oder teuer sein, wenn man
    > bedenkt, dass die Streaming App von zig Provinz-Radiosendern da mitmacht.
    > Generell hast du natürlich recht, aber grade die Telekom hat da ja sehr
    > deutlich von Anfang an gesagt, dass es die Anbieter nichts kostet und die
    > Aufnahme in das Programm einzig von technischen (sehr einfach
    > realisierbaren) Faktoren abhängt. Tatsächlich hat die Telekom sogar
    > verhindert, dass Spotify das Programm ausnutzt, indem das Zero-Rating nur
    > Premium Kunden zur Verfügung gestellt wird. Da hat dir Telekom dann gesagt,
    > entweder ganz oder gar nicht.

    Hallo,
    was verstehst du unter Provinz Radiosender? Im Bergischrn gibt es Radio Neandertaler, Wuppertal, Remscheid, Solingen, Essen, Oberhausen usw.

    Meinst Du, das sind alles eigenständige Sendeanstalten? Das alles ist eine GmbH mit Sitz in Oberhausen. Insofern gibt es dort genug Gelder, mit denen Streaming bezahlt werden kann. Ein Ein-Mann-Sender der hat keine Chance.

    Gruß
    HK

  16. Re: Ein kleines Gegenbeispiel

    Autor: HoffiKnoffu 20.11.18 - 20:50

    G-Tech schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > HierIstMarco schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Die Netzneutralität sorgt auch dafür, dass nicht nur Firmen, sondern
    > auch
    > > Privatleute etwas anbieten können. Ich hab mal versucht, meine eigene
    > Seite
    > > als StreamOn-Partner zu registrieren. Der ganze Prozess ist nur auf
    > Firmen
    > > ausgerichtet, und ohne Anwalt kommst du da nicht weit. Unter anderem
    > hätte
    > > ich eine NDA akzeptieren müssen und hohe Vertragsstrafen, wenn ich den
    > > Musiktraffic nicht vertragskonform gekennzeichnet hätte. Das war dann
    > auch
    > > der Punkt, an dem ich ausgestiegen bin, weil als 1-Mann-Hobby-Seite ist
    > das
    > > nicht mehr möglich und das Risiko eines kleinen Fehlers mit hohen Kosten
    > > gewaltig.
    >
    > Nun, aber gerade das hat ja weder die BNetzA noch ein Gericht kritisiert.
    > Im Gegenteil, es wurde sogar bestätigt, dass die Zero-Rating Angebot eben
    > nicht gegen die Netzneutralität verstoßen. Problematisch sind nur die
    > Drosselung des Video-Traffics und die Tatsache, dass die Optionen im
    > EU-Ausland völlig wirkungslos sind.


    Womit, meiner Meinung nach, Zero-Rating-Produkte sinnlos werden....so, wie die Telekom bisher argumentiert hat, ist das Zero-Rating im Ausland für die Telekom zu teuer. Jetzt müssen/sollen sie es im Ausland bieten.... ? Da wird das Produkt abgeschafft, umgelabelt und wieder angeboten.

  17. Re: Ein kleines Gegenbeispiel

    Autor: Avarion 20.11.18 - 20:55

    G-Tech schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > HierIstMarco schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Die Netzneutralität sorgt auch dafür, dass nicht nur Firmen, sondern
    > auch
    > > Privatleute etwas anbieten können. Ich hab mal versucht, meine eigene
    > Seite
    > > als StreamOn-Partner zu registrieren. Der ganze Prozess ist nur auf
    > Firmen
    > > ausgerichtet, und ohne Anwalt kommst du da nicht weit. Unter anderem
    > hätte
    > > ich eine NDA akzeptieren müssen und hohe Vertragsstrafen, wenn ich den
    > > Musiktraffic nicht vertragskonform gekennzeichnet hätte. Das war dann
    > auch
    > > der Punkt, an dem ich ausgestiegen bin, weil als 1-Mann-Hobby-Seite ist
    > das
    > > nicht mehr möglich und das Risiko eines kleinen Fehlers mit hohen Kosten
    > > gewaltig.
    >
    > Nun, aber gerade das hat ja weder die BNetzA noch ein Gericht kritisiert.
    > Im Gegenteil, es wurde sogar bestätigt, dass die Zero-Rating Angebot eben
    > nicht gegen die Netzneutralität verstoßen. Problematisch sind nur die
    > Drosselung des Video-Traffics und die Tatsache, dass die Optionen im
    > EU-Ausland völlig wirkungslos sind.

    Öh? Hast du was anderes Gelesen als ich? Es wird SOWOHL der Verstoß gegen die Netzneutralität als auch der Verstoß gegen die Roamingvorgaben verurteilt:

    "Das Gericht begründete seine Ablehnung damit, dass der Grundsatz der Netzneutralität die Telekom verpflichte, "den gesamten Verkehr bei der Erbringung von Internetzugangsdiensten gleichzubehandeln""

  18. Re: Bescheuert echt.

    Autor: /mecki78 20.11.18 - 20:58

    Pecker schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Aber vielleicht will
    > ich das als Kunde sogar?

    > Die Zustimmung der Kunden sei irrelevant.

    und

    > Diese Drosselung stehe dabei nicht zur Disposition des Kunden,
    > so dass es unerheblich sei, ob dieser durch Vertragsabschluss
    > "freiwillig" die Drosselung akzeptiere.

    Der Kunde kann wollen was er will, aber hier geht es darum, was der Gesetzgeber will.

    Die EU Verordnung erlaubt Zero Rating Dienste explizit, also Dienste, deren Nutzung den Kunden nicht angerechnet werden, aber nur unter bestimmten Auflagen. Es geht hier nicht darum ob die Telekom das machen darf oder nicht, es geht hier darum, dass die Telekom es absichtlich falsch macht, um sich so Kosten zu sparen. Der Letzte Satz der Telekom ist damit Unfug, denn es geht dabei kein Stück um den Kunden oder deren Partner, dabei geht es einzig um den Geldbeutel der Telekom und wenn hier irgendwer ein Schaden davon tragen wird, dann aller höchstens die Telekom.

    Wenn die dann am Ende sagt "Bevor uns das zu teuer kommt, stellen wir das lieber wieder ein", dann entsteht vielleicht irgendwem ein Schaden dadurch, aber dieser ist nicht durch die Gerichtsentscheidung entstanden, sondern durch die Entscheidung der Telekom lieber gar nichts anzubieten, als ein bisschen mehr Geld dafür zahlen zu müssen.

    /Mecki

  19. Re: Ein kleines Gegenbeispiel

    Autor: /mecki78 20.11.18 - 21:14

    Avarion schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > "Das Gericht begründete seine Ablehnung damit, dass der Grundsatz der
    > Netzneutralität die Telekom verpflichte, "den gesamten Verkehr bei der
    > Erbringung von Internetzugangsdiensten gleichzubehandeln""

    Ich glaube das missverstehst du. Die EU Verordnung erlaubt explizit Zero Rating, d.h. die Telekom darf sehr wohl einzelne Dienste Kunden nicht in Rechnung stellen, sprich, nicht auf deren Datenvolumen anrechnen, das ist legal und daran hat sich das Gericht nicht gestört. Netzneutralität heißt nicht, dass man jeglichen Traffic gleich abrechnen muss. "Behandeln" bezieht sich nur auf die Art, wie man ihn durch seine Netze leitet, nicht wie man ihn abrechnet, sonst würden ja kostenpflichtige Peerings schon die Neutralität verletzen und die gab es aber schon seit den aller ersten Tagen des Internets.

    Gestört hat das Gericht sich an

    Die Drosselung der Übertragungsgeschwindigkeit für Streaming-Dienste verstoße gegen diesen Grundsatz.

    Sie dürfen gerne Video- oder Musikstreaming nicht in Rechnung stellen, aber was sie nicht dürfen, ist es in irgend einer Form drosseln.

    Drosseln darf laut EU Verordnung ein ISP nur dann, wenn das notwendig ist, um einen Netzzusammenbruch zu verhindern oder ein bereits zusammengebrochenes Netz wieder in einen brauchbaren Zustand zu versetzen, wobei jede Aktion dieser Form dokumentiert werden muss, damit die mit der Überwachung beauftragte Behörde (bei uns ist das die Bundesnetzagentur) genau sehen kann, wann das passiert ist, wo das passiert ist, wie das passiert, wie lange und in welchen Umfang und vor allem zu welchen Zweck. Explizit ausgeschlossen ist jegliche Form der Drosselung aus "kommerziellen Interesse" und damit man überwachen kann, dass ein ISP in Wahrheit eben nicht solche Interessen damit verfolgt, muss er das alles genau dokumentieren, was er da so treibt.

    Auch wenn die Telekom Videostreaming von bestimmten Anbietern nicht in Rechnung stellt, muss sie diese Streams genauso behandeln bei der Auslieferung wie alle anderen Streams von anderen Anbietern und wie alle anderen Streams, die sie in Rechnung stellen, und weil sie das nicht tun, verstoßen sie gegen die Neutralität. Denn der einzige Grund, warum sie das nicht tun, ist Kostenersparnis. Kostenersparnis ist aber ein kommerzielles Interesse und aus kommerzielles Interesse darf nie gedrosselt werden.

    /Mecki

  20. Re: Ein kleines Gegenbeispiel

    Autor: spezi 20.11.18 - 21:48

    Avarion schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Öh? Hast du was anderes Gelesen als ich? Es wird SOWOHL der Verstoß gegen
    > die Netzneutralität als auch der Verstoß gegen die Roamingvorgaben
    > verurteilt:

    Ergänzend zu dem was /mecki78 schon geschrieben hat:

    Das erste Zero-Rating-Angebot der Telekom war vor ein paar Jahren die Kooperation mit Spotify. Da wurde der Spotify-Traffic nicht auf das Volumen angerechnet. Und Spotify wurde auch nicht gedrosselt, sobald man anderweitig sein Inklusivvolumen ausgereizt hatte und die Daten gedrosselt wurden.

    Als dann die EU ihre Netzneutralitätsregeln aufgestellt hat, verstieß auch dieses Angebot dagegen. Das Problem damals war aber nicht das ZeroRating von Spotify, oder die Exklusivität des damaligen Deals, sondern die Ausnahme von Spotify aus der Drosselung. Also wurde Spotify nach erreichen des Inklusivvolumens gedrosselt wie alles andere auch:

    https://www.golem.de/news/netzneutralitaet-telekom-fuehrt-drosselung-fuer-spotify-ein-1603-119994.html

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      Nach offenbar weitgehenden Zugeständnissen beim Netzausbau auf dem Land und bei 5G hat der Regulierer in den USA dem Kauf von Sprint zugestimmt. Für die Telekom steigen damit die Kosten.


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