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Nur Pseudowissenschaftlicher Unfug hier

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  1. Nur Pseudowissenschaftlicher Unfug hier

    Autor: /mecki78 27.01.20 - 14:59

    Strahlung unterhalb von Gammastrahlung kann nur genau zwei Dinge tun, die einen Menschen (oder Tier oder Pflanze) schaden können:

    Teilchen Ionisieren und Materie erwärmen.

    Aber es ist unumstritten bewiesen, dass nur Strahlung mit sehr hohen Frequenzen Ionisieren kann und diese Strahlung wird nicht für Funk verwendet. Dieser Strahlung setzt man sich nur dann im größeren Umfang aus, wenn man mit dem Flugzeug fliegt oder wenn man beim Arzt geröntgt wird. Ansonsten ist man dieser Strahlung sowie immer schwach ausgesetzt, aber das war schon so, bevor es das erste Radio auf dieser Welt gegeben hat, weil die Umgebungsstrahlung immer existiert.

    Und was Erwärmung angeht, so kann Strahlung natürlich nicht mehr Wärme produzieren, als sie selber Energie besitzt, denn mehr als 100% der Strahlenenergie in Wärme umzusetzen, ist nicht möglich und bei den Energiemengen, die im Funkverkehr üblich sind, ist es lächerlich auch nur anzunehmen, dass davon eine Gefahr ausgehen könnte. Wer nur einmal kurz in die Sonne geht, kriegt mehr als die 100-fache Energiemenge ab, der müsste Quasi auf der Stelle tot umfallen, wenn das bisschen Energie des Mobilfunks schon zu einem Hitzeproblem im Körper führen könnte.

    Man kann also weiterhin wissenschaftlich nicht haltbaren Unsinn glauben, und die Seiten und Videos, zu denen hier schon wieder Links gepostet wurden, sind halt Rand voll damit oder man hält sich an wissenschaftliche Fakten.

    Und nein, Kresse auf dem Router wächst nicht schlechter als Kresse in einer funkfreien Umgebung. Ein Router ist nur warm und trocknet die Wurzeln der Kresse aus, aber die Wärme kommt nicht von der Strahlung, sondern von der CPU im Gerät und ist Abwärme. Stell die Kresse so hin, dass sie nicht direkt die Wärme abbekommt und du wirst sehen, da ist überhaupt kein Unterschied feststellbar. Dieses Schülerexperiment, das immer wieder gerne zitiert wird, wurde halt schon zwe dutzend male von Wissenschaftlern widerlegt, aber Widerlegungen werden halt nicht verbreitet. Willkommen in der postfaktischen Welt der urbanen Mythen. Früher hat man sich Geschichten von Werwölfen und Drachen erzählt, heute sind es halt Mobilfunkwellen.

    /Mecki

  2. Re: Nur Pseudowissenschaftlicher Unfug hier

    Autor: Anrao 27.01.20 - 15:11

    Ja du sagst es. Schade wie die einfache Physik dahinter die meisten Menschen nicht verstehen, weil sie das in der Schule für uninteressant hielten.
    Nicht nur, dass bisher in Studien keine Kausalität von Handystrahlung und irgendwelchen Krankheiten feststellen konnten. Nein es gibt auch in der Wissenschaft keine Theorie die sich vorstellen kann, wie das passieren soll (weder Phyisk, noch Biologie, Chemie, Biochemie, etc.)
    Gutes Video zu diesem Thema hier:
    youtube / watch?v=1AJBcyI_u0U
    Vor allem gut aufgearbeitet, dass es auch Laien verstehen.
    P.S. ein kurzer Blick auf das elektromagnetische Spektrum ergibt schon, Handyfrequenzen liegen unterhalb der Frequenz von sichtbarem Licht. Und sind somit ungefährlicher als eine Lampe.

  3. Re: Nur Pseudowissenschaftlicher Unfug hier

    Autor: noUsername 27.01.20 - 15:21

    Ja korrekt. Wir wissen ja auch bereits alles über unseren Körper, unser Gerhirn, unsere DNA, Zellen...
    Macht einfach Volltextsuche, wenn ihr zum Original wollt (Spamschutz=darf noch keine links posten)
    “Numerous recent scientific publications have shown that EMF affects living organisms at levels well below most international and national guidelines. Effects include increased cancer risk, cellular stress, increase in harmful free radicals, genetic damages, structural and functional changes of the reproductive system, learning and memory deficits, neurological disorders, and negative impacts on general well-being in humans. Damage goes well beyond the human race, as there is growing evidence of harmful effects to both plant and animal life.”

    Dazu:
    "Never before have so many new patients been diagnosed with a brain tumor in Denmark as in year 2015. The number of people diagnosed with tumors of the central nervous system (CNS, including brain tumors) in Denmark has more than doubled since 1990 according to new statistics and the largest increase has been in the last 10 years until 2015. Among young people aged 0-39 years, tumors in the CNS are the type of cancer that has increased the most."

    "Ever since 2010 all studies investigating risks for brain tumors from mobile phone use over 30 minutes to one hour a day over several years have found increased risks for CNS tumors (glioma, acoustic neuroma and also meningioma).[1] Today 75% of Swedish 16 year old girls use their “smart phone” over 3 hours a day and they have been wrongly informed that there are no health risks observed, often with reference to incorrect claims about brain tumor incidence trends."

  4. Re: Nur Pseudowissenschaftlicher Unfug hier

    Autor: Peace Ð 27.01.20 - 15:28

    Ohne dass ich das alles anzweifeln möchte, aber woher kommt dann das warme/heiße Ohr, nachm Telefonieren? Soll das auch Abwärme des Handys sein?

    Und was ist mit dem angeblichen Forschungsergebnis, dass das Handy in der Hosentasche zu Hodenkrebs oder Unfruchtbarkeit führen kann? Ich meine, mal was in der Richtung gehört zu haben.

  5. @noUsername

    Autor: grutzt 27.01.20 - 15:29

    Ich kann dir auch "Beweise" dafür googeln, dass die Erde eine Scheibe ist... :D

  6. Re: Nur Pseudowissenschaftlicher Unfug hier

    Autor: muraga 27.01.20 - 15:30

    Die wissenschaftlichen "Fakten" werden nur leider regelmäßig widerlegt/geändert.

    Wie kommt es, dass Länder unterschiedliche Grenzwerte haben, wenn alles wissenschaftlich unumstößlich bewiesen ist?

  7. Re: Nur Pseudowissenschaftlicher Unfug hier

    Autor: Cavaron 27.01.20 - 15:38

    noUsername schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > The number of people diagnosed with tumors of
    > the central nervous system (CNS, including brain tumors) in Denmark has
    > more than doubled since 1990 according to new statistics and the largest
    > increase has been in the last 10 years until 2015.
    Ähem...

    ...the incidence of glioblastoma (one kind of brain tumor) has more than doubled – from 1.5 per 100,000 to roughly 3.4 per 100,000.

    But before we jump to interpret this change as evidence of a real increase in incidence of glioblastoma over this time period, we need to consider changes in the classification of these entities. The authors point out that in 2000 the World Health Organization, which publishes the handbook for the classification of diseases, revised its definition of glioblastoma by including the category of anaplastic astrocytoma, which formerly had been a separate category. Another change was made in 2007, further expanding the definition of glioblastoma to include anaplastic oligoastrocytoma.

    Thus, rather than providing evidence of an increase in the incidence of this most fatal type of brain cancer, it appears that the observed increase in glioblastoma may be due to changes in the classification scheme. And this change could clearly affect the rates reported in other countries as well.

    https://www.forbes.com/sites/geoffreykabat/2017/12/23/are-brain-cancer-rates-increasing-and-do-changes-relate-to-cell-phone-use/#e6c2fbe25b41

  8. Re: Nur Pseudowissenschaftlicher Unfug hier

    Autor: unbuntu 27.01.20 - 15:41

    muraga schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wie kommt es, dass Länder unterschiedliche Grenzwerte haben, wenn alles
    > wissenschaftlich unumstößlich bewiesen ist?

    Weil nicht die physikalischen Grenzwerte genommen werden, sondern die politischen Grenzwerte. Sieht man ja immer wieder wenn von Politikern Grenzwerte geändert werden, damit sie schöner aussehen und besser zur eigenen Absicht passen.

    "Linux ist das beste Betriebssystem, das ich jemals gesehen habe." - Albert Einstein

  9. Re: @noUsername

    Autor: noUsername 27.01.20 - 15:42

    Danke, scheinst dich ja richtig mit meinen Quellen auseinandergesetzt zu haben :).
    Also bist du der naiven Meinung alles über unser Gehirn zu wissen, dass du zu 100% davon überzeugt bist, dass elektromagnetische Wellen kein Einfluss auf unsere Gesundheit haben?

    Da es anscheinenend zu viel verlangt war, die Quellen selber zu suchen hier (____ müssen aus den Links entfernt werden)
    Erstere:
    Joel M. Moskowitz, PhD, is director of the Center for Family and Community Health in the School of Public Health at the University of California, Berkeley.
    http____s://blogs.sc____ientificamerican.c____om/observations/we-have-no-reason-to-believe-5g-is-safe/
    http____s://em____fscientist.o____rg/

    Die beiden unteren Zitate:
    Mona Nilsson
    Swedish Radiation Protection Foundation
    http____s://www.emf____acts.co____m/2017/01/brain-tumors-are-increasing-in-denmark/



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 27.01.20 15:42 durch noUsername.

  10. Re: Nur Pseudowissenschaftlicher Unfug hier

    Autor: unbuntu 27.01.20 - 15:44

    Am besten fand ich mal die Frau im TV, die über Kopfschmerzen und Schlaflosigkeit geklagt hat, weil da ein Mobilfunkmast in der Nähe steht. Dann hat sie sich eine orangene Industrie-Schutzbrille gekauft und die Schmerzen waren weg. :D

    "Linux ist das beste Betriebssystem, das ich jemals gesehen habe." - Albert Einstein

  11. Re: Nur Pseudowissenschaftlicher Unfug hier

    Autor: noUsername 27.01.20 - 15:49

    Danke

  12. Re: Nur Pseudowissenschaftlicher Unfug hier

    Autor: lenox 27.01.20 - 15:49

    Ausreichende wissenschaftliche Belege liegen zZ weder für noch gegen negative Auswirkungen hochfrequenter magnetischer Felder auf den Menschlichen Körper vor.

    Eine Ionisierung findet nicht statt schon klar aber ob diese Strahlung zu irgend einer Art von Reaktion in Wechselwirkung mit unseren Atomen führen kann, kann derzeit nicht wirklich geklärt werden, da zum einen der menschliche Körper sehr individuell ist und zum anderen kommen noch viele andere individuelle Faktoren dazu. D.h. die Störungen die am menschl. Körper ausgelöst werden können sind unspezifisch.

    drum gibts ja so viel Diskussionsstoff zu dem Thema :P



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 27.01.20 15:51 durch lenox.

  13. Re: Nur Pseudowissenschaftlicher Unfug hier

    Autor: m9898 27.01.20 - 15:57

    Peace Ð schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ohne dass ich das alles anzweifeln möchte, aber woher kommt dann das
    > warme/heiße Ohr, nachm Telefonieren? Soll das auch Abwärme des Handys
    > sein?
    >
    > Und was ist mit dem angeblichen Forschungsergebnis, dass das Handy in der
    > Hosentasche zu Hodenkrebs oder Unfruchtbarkeit führen kann? Ich meine, mal
    > was in der Richtung gehört zu haben.

    Beides ein Effekt der Abwärme des Handys. Bis auf die effektive Sendeleistung und das Licht des Displays geht der gesamte Energieverbrauch in Abwärme, beim telefonieren kommt noch die Abwärme des (prinzipiell recht ineffizienten) HF-Verstärkers im Dauerbetrieb dazu.

  14. Re: Nur Pseudowissenschaftlicher Unfug hier

    Autor: Anrao 27.01.20 - 15:59

    Peace Ð schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ohne dass ich das alles anzweifeln möchte, aber woher kommt dann das
    > warme/heiße Ohr, nachm Telefonieren? Soll das auch Abwärme des Handys
    > sein?
    Das kann viele Gründe haben, zum einen können Handys dazu neigen warm zu werden beim Telefnoieren. Drückst du was warmes ans Ohr, wird dein Ohr warm. Handys am Ohr verhindern auch die Luftzirkulation. Durch das drücken des Handys ans Ohr auf dauer erhöhrst du eventuell die Durchblutung und damit auch die Temperatur. Im Winter wenn es draußen kalt ist und du das warme Handy aus der Hosentasche ans Ohr drückst, ist das Ohr wärmer als vorher.
    Das auf die Strahlung zurückzuführen ist nicht haltbar.
    Vor allem da Handystrahlung wie gesagt mindestens ein Faktor 1000 weniger Energie transportieren als sichtbares Licht. Hälst du dir eine LED Taschenlampe ans Ohr wird das Ohr von der Strahlung wärmer als durch Handystrahlung.

    > Und was ist mit dem angeblichen Forschungsergebnis, dass das Handy in der
    > Hosentasche zu Hodenkrebs oder Unfruchtbarkeit führen kann? Ich meine, mal
    > was in der Richtung gehört zu haben.
    Du sagst es selber, "angebliche" Forschungsergebnisse. Auf die schnelle konnte ich keine Studie dazu finden. Weiter wurde ja bei einer Studie auch schon festgestellt, dass die Autoren in der Bewertung festgestellt haben, dass die WHO zwischendurch ihre Kriterien geändert hat.

    Im Allgemeinen sollte man immer gut nachdenken bevor man neue wissenschaftliche Neuerungen ausprobiert. Nach Entdeckung der Radioaktivität wurde auch ne Zeit lang Wasser mit radioaktiven Zusätzen verkauft, weil es neu und hipp war. Aber da gab es dann die vermehrten Krebsfälle, die Wissenschaft wurde tätig und man hat den Zusammenhang zwischen Krebs und Radioaktivität festegellt.
    Hier war was ähnliches: Strahlung neu, mehr Krebs, gibt es da einen Zusammenhang? Aber bisher gibt es dafür keine wissenschaftlichen Bestägitungen oder Theorien, wie das funktionieren soll. Und das wird jetzt schon länger untersucht als Radioaktivität: "Elektromagnetische Felder werden seit dem Jahr 1764 in der Medizin verwendet"

  15. Re: @noUsername

    Autor: sevenacids 27.01.20 - 16:07

    Weil die Frage aufkam: Das Ohr erwärmt sich beim Telefonieren hauptsächlich dadurch, dass die Wärmeabstrahlung des Körpers vom Telefon behindert wird. Allein die schwitzigen Ohren sind für mich schon ein Grund, warum ich nur noch mit Headset telefoniere.

    Allerdings würde ich die Studie zu den Glioblastomen nicht ohne weiteres ignorieren. Natürlich sind wir ständig auch natürlicher Strahlung ausgesetzt, aber diese ist eben natürlicherweise da und kommt nicht noch zusätzlich künstlich oben drauf. LTE ist da beispielsweise aber schon mal besser als GSM, weil hier nicht beim Verbindungsaufbau immer erst mit voller Leistung gesendet wird. Bei LTE sind wir bei maximal 200 mW - das ist weniger als ein DECT-Telefon und 1/10 von GSM 900. Die Sendeleistung fällt mit dem Abstand natürlich ab, aber wenn man das Ding am Ohr hält bekommt man eben immer nahezu die volle Leistung ab.

    Abgesehen davon gibt es ein viel gewichtigeres Argument gegen 5G: Den immensen Energie- und Ressourcenbedarf für all die zusätzliches Basisstationen. Beim Klima-/Umweltschutz sollte es auch darum gehen, so gut es geht einzusparen. 5G wird den Verbrauch aber nochmal anheizen, bei kaum Mehrwert für die Bevölkerung. Genau wie dieser ganze Streaming-Irrsinn. Ein Lied oder ein Video zu wiederholt zu streamen bedeutet eine wesentlich längere Verbraucherkette als wenn man eine lokal gespeicherte Datei abspielt.

  16. Re: Nur Pseudowissenschaftlicher Unfug hier

    Autor: Trockenobst 27.01.20 - 17:11

    noUsername schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ja korrekt. Wir wissen ja auch bereits alles über unseren Körper, unser
    > Gerhirn, unsere DNA, Zellen...

    Wir wissen so viel, dass in 20 Jahren die Physik immer noch so funktionieren wird wie heute.
    Und wir wissen so viel, dass in 20 Jahren Wasser nicht durch pures drauf starren heiß wird.

    Die Umwelt, das Leben ist komplexer geworden. Wenn man etwa Krebsfälle über 30 Jahre in einer Region in der Nähe eines Atomkraftwerkes prüft und angeblich eine Steigerung findet, müsste man alle anderen möglichen Ursachen ausklammern. Was praktisch nicht geht.

    Vor 30 Jahren konnte man noch nicht für 20¤ fliegen, wenn jemand zehn mal im Jahr fliegt anstelle von nie, kann das in 10 Jahren eine Ursache sein. Heute sind viele Menschen übergewichtiger und bewegen sich weniger als vor 30 Jahren. Vielleicht sind mehr Leute in die Region gezogen, die genetisch anfälliger für bestimmte Krebsarten sind. Und so weiter.

    Ich habe mich immer gefragt, wie man die Passivraucher oder Feinstaubtoten messen kann.
    Wer dann einen "Deep Dive" in die Fakten macht, sieht das dies auch nur hohe Wahrscheinlichkeiten beinhaltet, weil man verzweifelt versucht die ganzen anderen Faktoren irgendwie auszuklammern.

    Wenn jemanden behauptet, man könnte wegen den Stromleitungen nicht schlafen oder ähnliches, dann könnte man dies ja testen. Strom an/aus, Handy an/aus, im Labor. Aber das passiert nie, weil die angeblichen "Betroffenen" dann nie Lust darauf haben.

    Oder der Tower war schon sechs Wochen lang abgeschaltet, während die leichtgläubigen Bewohner in einer Massenhysterie immer noch von schweren Beschwerden reden
    https://mybroadband.co.za/news/wireless/11099-massive-revelation-in-iburst-tower-battle.html

  17. Re: @noUsername

    Autor: /mecki78 27.01.20 - 18:20

    sevenacids schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das Ohr erwärmt sich beim Telefonieren hauptsächlich
    > dadurch, dass die Wärmeabstrahlung des Körpers vom Telefon behindert wird.

    Und jeder der das nicht glaubt, kann ja mal sein Handy ausschalten und sich das 30 Minuten ans Ohr halten. Ich kenne das mit den heißen Ohren noch von den guten alten schnurgebundenen Analogtelefonen, da wurden die Ohren auch warm, obwohl da weit und breit kein Funk existierte.

    Allerdings stimmt es tatsächlich, dass bei einigen Geräten das Ohr wärme wird als bei anderen. Das liegt aber nur daran, dass ein Handy im Betrieb Abwärme produziert (CPU, Modem, etc), die zwecks Kühlung einfach nach außen abgeleitet wird und je nachdem wie viel das ist (variiert ja je nachdem was da für Komponenten verbaut wurden) und wo sie entsteht, d.h. wie die Komponenten im inneren angeordnet sind (ist auch bei jedem Gerät anders), führt das Gerät halt der Eigenwärme des Ohrs mal mehr und mal weniger weitere Wärme hinzu. Der Witz ist hier: Die Wärmeleistung, die diese Geräte als Verlustwärme abgeben, übersteigt in der Regel die Sendeleistung, mit denen diese Geräte überhaupt funken, d.h. wen von Wärme ein Gefahr ausgehen würde, dann wäre das hier die viel gefährlichere Wärme.

    > Allerdings würde ich die Studie zu den Glioblastomen nicht ohne weiteres
    > ignorieren.

    Keine dieser Studien ist bei genauer Betrachtung haltbar, weil sie alle darauf abzielen ein bestimmte Ergebnis zu liefern. Ich kann dir das kurz an einer anderen Studie demonstrieren:

    Vor ein paar Jahren gab es eine Studie, dass Menschen, die nicht Frühstücken, ein erhöhtes Herzinfarkt- und Schlaganfallrisiko haben. Die Studie an sich wurde völlig korrekt durchgeführt, es gab zwei Gruppen, eine frühstückte fast jeden Tag, die andere nicht und verglich man das Auftreten dieser beiden Krankheitsbilder, dann traten diese signifikant öfters in der Gruppe auf, die nicht frühstückte. Also ist die korrekte Schlussfolgerung: Nicht Frühstücken löst Herzinfarkte und Schlaganfälle aus, richtig?

    Nein, tut es nicht. Aber wo bitte war jetzt der Fehler? Der Fehler war, das man nicht geschaut hat, warum denn so viele Menschen in der einen Gruppe nicht gefrühstückt haben. Der Grund hierfür war meistens Zeitmangel, diese Menschen hatten einfach zu wenig Zeit, also zu hohen Zeitdruck, als dass sie Zeit für ein gemütliches Frühstück gehabt hätten. Zeitdruck erzeugt aber Stress. Stress stößt Adrenalin aus. Und das ein ständig erhöhter Adrenalinpegel Herzinfarkte und Schlaganfälle begünstig, das ist keine neue Erkenntnis, das wissen wir seit 50 Jahren!

    Das hat nichts mit dem Frühstücken zu tun und das lässt sich auch belegen: Denn teilt man die zweite Gruppe nochmal auf in Leute, die aus Zeitmangel nicht frühstückten und solche, die die Zeit gehabt hätten und einfach nur keine Lust auf Frühstück haben, dann ergibt sich nämlich ein ganz anderes Bild. Das erhöhte Risiko existiert jetzt nämlich nur bei denen, die aus Zeitmangel nicht frühstücken, die anderen hingegen, die ja genauso nicht frühstücken, haben das gleiche Risiko wie die aus der Kontrollgruppe. Es hat also rein gar nichts mit Frühstücken zu tun.

    Menschen, die viel mit dem Handy telefonieren, bekommen öfters einen Hirntumor? Warum telefonieren die denn so oft mit dem Handy? Müssen die immer erreichbar für die Firma sein? Führen die ständig Businessgespräche? Haben die dauernd Stress? Schlafen die vielleicht auch zu wenig? Trinken zu viel Kaffee und ernähren sih ungesund? Hmmm...

    Korrelation ist keine Kausalität! Nur weil immer dort wo man A findet auch B zu finden ist, heißt das nicht, dass A und B in irgend einer kausalen Beziehung zueinander stehen.

    >Die Sendeleistung
    > fällt mit dem Abstand natürlich ab, aber wenn man das Ding am Ohr hält
    > bekommt man eben immer nahezu die volle Leistung ab.

    Nein, bekommt man nicht, weil das Telefon in alle Richtungen abstrahlt und nicht nur in Richtung Kopf. Man bekommt also zuerst mal nur einen Bruchteil der Leistung ab, nämlich der Teil, der in Richtung Kopf abgestrahlt wird (und das sind nicht mal 10%). Das ist also schon mal der erste Denkfehler.

    Dann strahlt ein Handy immer nur so stark ab, wie es muss um den Mast gerade noch gut zu erreichen. Das macht es, um Batterie zu sparen. Mit maximaler Leistung sendet es also nur dann, wenn du dich gerade maximal weint entfernt von einem Mobilfunkmast befindest, was aber in der Realität sehr selten der Fall ist. Das ist auch der Grund, warum die Strahlenbelastung fällt, je mehr Masten wir aufstellen, denn auch die Masten drosseln ihre Sendeleistung entsprechend. Je dichter das Netz ist, mit desto weniger Leistung funken dort alle und Leistungen addieren sich nicht einfach auf. Das ist der zweite Denkfehler.

    Und dann weißt du wie dick und massiv ein Schädelknochen ist? Weißt du wie viel Funkwellen der schluckt? Nein? Ich gebe dir einen Denkanstoß: Warum glaubst du, kann man auf einen Röntgenbild die Knochen als einziges erkennen? Röntgenstrahlen sind auch elektromagnetische Strahlen, wie Funkwellen und ein Röntgenbild ist ein Negativ, d.h. eigentlich wäre das Bild komplett weiß und überall dort, wo Röntgenstrahlen auftreffen, verfärbt es sich schwarz. Also warum treffen wohl keine Röntgenstrahlen dort auf, wo die Knochen sind? Und Glioblastom entstehen im Gehirn, also hinter dem Knochen. Würden Funkwellen Krebs auslösen, dann müsste die häufigste Krebsart Knochenkrebs im Schädelknochen sein. Tatsächlich ist das aber eine der seltensden Krebsarten überhaupt.

    /Mecki

  18. Re: Nur Pseudowissenschaftlicher Unfug hier

    Autor: /mecki78 27.01.20 - 18:31

    muraga schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wie kommt es, dass Länder unterschiedliche Grenzwerte haben, wenn alles
    > wissenschaftlich unumstößlich bewiesen ist?

    Weil Grenzwerte nicht auf wissenschaftlichen Fakten basieren müssen und selbst wenn diese eine Rolle gespielt haben, basieren sie nicht ausschließlich darauf. So muss eine Technik z.B. auch nachweislich noch funktionieren, sonst kann man sie sich auch ganz sparen. Es nützt z.B. nichts den Grenzwert so niedrig zu wählien, dass man damit 90% der Zeit gar keinen Empfang mehr hat. Und ging es rein nach Wissenschaft, dann wären die meisten Grenzwerte eher höher als niedriger, denn es gibt auch keinen Nachweis, dass die 10-fache Strahlendosis vom dem, was heute erlaubt ist, in irgend eine Form schädlich wäre, aber eine derart hohe Sendeleistung könnte elektrische Geräte in ihrer Funktion und Übertragungen in Kabeln stören, denn dieser Effekt ist sehr leicht nachweisbar.

    /Mecki

  19. Re: Nur Pseudowissenschaftlicher Unfug hier

    Autor: /mecki78 27.01.20 - 18:33

    lenox schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ausreichende wissenschaftliche Belege liegen zZ weder für noch gegen
    > negative Auswirkungen hochfrequenter magnetischer Felder auf den
    > Menschlichen Körper vor.

    "gegen negative Auswirkungen" wird es auch nie geben. Du kannst nicht belegen, dass etwas keine negativen Auswirkungen hat. Du kannst nur belegen, dass etwas negative Auswirkungen hat und wenn du aber keinen solchen Beleg findest, egal wie intensiv du danach suchst, davon ausgehen, dass es eben keine hat.

    /Mecki

  20. Re: Nur Pseudowissenschaftlicher Unfug hier

    Autor: jnsmy 27.01.20 - 21:20

    Heart math institute! Wer zu blöd zum googlen ist tut mir leid

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