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Redundanz

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  1. Re: Redundanz

    Autor: Anonymer Nutzer 19.02.18 - 16:53

    Hackfleisch schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Zumindest in städtischen Räumen
    > sind Wasser und Strom so ausgeführt, dass ein punktueller Schaden durch
    > Umleitung schnell kompensiert werden kann.

    Gerade beim Strom mag zwar die Vernetzung im Stadtnetz vorhanden sein aber die Hochspannungszuleitung ist oft nicht Redundant. Wenn da ein Trecker die Landleitung beschädigt oder zuviel Schnee fällt, sind ganze Städte und Regionen vom Strom abgeschnitten.

  2. Re: Redundanz

    Autor: Anonymer Nutzer 19.02.18 - 17:09

    bombinho schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ansonsten habe ich es auch schon gesehen, dass ein Flugzeug eines anderen
    > Flugunternehmens herangerollt wurde.
    Das war dann vermutlich sogenanntes "Wetlease" (oder ggf auch "Drylease").
    > Teils kann man ja auch den selben Flug
    > bei unterschiedlichen Fluggesellschaften buchen. Schau mal auf die
    > Abfluege, manchmal findest du verschiedene Flugnummern, die alle die
    > gleiche Abflugzeit, Ankunftszeit und Zielorte haben. Ich nehme mal an, dass
    > z.B. bei solchen Kooperationen alle beteiligten Unternehmen schauen, ob
    > sich die nun entstehenden Kosten irgendwie minimieren lassen.
    Das ist sogenanntes "Code-Sharing". Im Luftfahrtrecht kannst du nicht einfach als z.B. deutsche Fluggesellschaft nationale Strecken in anderen Ländern bedienen. Wenn du aber beispielsweise von Frankfurt nach Boston fliegst und gerne auch aus den umliegenden Regionen Fluggäste anziehen willst, suchst du dir eine Airline in den USA die dann Flüge von umliegenden Flughäfen nach Boston anbieten und gehst ein Codeshareabkommen ein. Dann kannst du in deinem Buchungssystem durchgehende Flüge von Frankfurt bis Atlanta anbieten und der Passagier muss sich nicht um das Gepäck kümmern, sollte der erste Flug verspätet sein wartet der Anschlussflug ggf. oder wenn nicht muss die Airline sich auf ihre Kosten ans Ziel bringen.
    Der Flug von Boston nach Atlanta wird aber von beispielsweise Delta durchgeführt.

    Du könntest aber nicht Delta mit einem Flugzeug aushelfen da du in Boston nur Langstreckenjets mit entsprechender Größe hättest und die selbst brauchst.

    Nationales Codesharing ist zwar vorhanden aber extrem selten. Das wird eher gesellschaftsintern genutzt. Beispielsweise buchst du einen Flug bei der Lufthansa der dann aber von Eurowings durchgeführt wird. Man verpasst also dem "Billigflieger" Eurowings damit das Label "Lufthansa".

  3. Re: Redundanz

    Autor: bombinho 19.02.18 - 17:13

    ScaniaMF schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich denke es ist nicht aufgabe des Anbieters für Redundanz zu sorgen,
    > sondern die des Kunden.

    Naja, wie soll der Kunde beim Anbieter einen hochverfuegbaren Anschluss ordern fuer eben einen saftigen Mehrpreis, wenn der Anbieter seine Netze nicht redundant ausgelegt hat? Wie kann der Anbieter eine gewisse Verfuegbarkeit dem Kunden garantieren, wenn seine Netze das per Architektur gar nicht hergeben?
    Wie kann der Anbieter dem Kunden Leistungen verkaufen, wenn er oft nicht liefern kann?
    Wenn Du deinen Kunden nicht liefern kannst, glaubst du, die fragen hoeflich, wie du deinen Ausfall ueberbruecken willst? "Nicht geliefert" heisst dann "Nicht bezahlt worden". Wie du schon bemerkt hast, ist das bei kleineren Ausfaellen finanziell vertretbar. Aber rechne mal aus, ab wieviel Ausfall + Kaffee deine Firma von Gewinn zu Verlust faehrt. Du wirst sicher merken, dass da nicht viel Spielraum ist.
    Dann wirst Du ganz sicher sehr schnell Ueberbrueckungsstrategien erstellen.

    Von deinen Kunden zu verlangen, dass sie nicht nur Dich als Auftragnehmer nutzen sondern auch andere Firmen, der Redundanz wegen, ist eine gewagte Geschaeftsstrategie ;) .

  4. Re: Redundanz

    Autor: bombinho 19.02.18 - 17:17

    Dankeschoen, ich hatte mich schon immer gewundert, warum da gelegentlich zwei oder drei Flugzeuge auf verschiedenen Nummern laufen und wie das organisiert ist.

  5. Re: Redundanz

    Autor: Anonymer Nutzer 19.02.18 - 17:26

    bombinho schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Dankeschoen, ich hatte mich schon immer gewundert, warum da gelegentlich
    > zwei oder drei Flugzeuge auf verschiedenen Nummern laufen und wie das
    > organisiert ist.

    Wenn du einen solchen Flug buchst, steht das eigentlich auch immer unter der Flugnummer, "operated by ..." o.ä., ist manchmal gut zu wissen mit welcher Airline man wirklich fliegt. Man wird zwar bei der Lufthansa, Emirates, Ethihad und co. nicht plötzlich mit einer Airline fliegen, die auf der "schwarzen Liste" steht aber jeder wird schon bei der ein oder anderen Airline schlechte Erfahrungen gemacht haben und will lieber nichtmehr damit fliegen oder man mag das Essen bestimmter Airlines nicht (mir ist das Essen bei Qantas beispielsweise immer zu scharf gewürzt, wenn möglich meide ich die daher). Oder man will wenn man Lufthansa bucht auch Lufthansa fliegen und nicht doch in der Lohndumpingeurowings sitzen (weniger aus Angst, eher aus Protest).

  6. Re: Redundanz

    Autor: bombinho 19.02.18 - 17:31

    Spawn182 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Sicherlich könnten wir auch von irgendwen einen "Superausfallsicheren"
    > Businessanschluss bekommen, aber so fahren wir sehr erschwinglich und
    > hatten noch nie einen Totalausfall. Unsere Lösung kostet im Monat deutlich
    > weniger als dein genannter Stundensatz.

    Hatte ich schon, da dieser aber nicht aus technischen sondern aus buchungstechnischen Gruenden ausgefallen war, hatte ich einen "Businessanschluss mit 24h - Garantie" welcher aber aus unnachvollziehbaren Gruenden einseitig gekuendigt war und da keine gleichwertigen Anschluesse zur Verfuegung standen und meiner bereits weiterverkauft war und umgeschaltet (deswegen war Meiner ja ploetzlich tot), hatte ich eben Pech und sollte noch mehrere Hundert fuer die ausserordentliche Kuendigung zahlen. Der "bedauerliche Irrtum" kam zustande, da ich im Umzug begriffen war und eigentlich mein Anschluss umgeschaltet werden sollte.

    Und habe 2 Monate lang mit einem UMTS-Stick die Notversorgung realisieren muessen. Seitdem sehe ich nicht mehr ein, Geld fuer angebliche Verfuegbarkeit zu zahlen, wenn diese ohnehin nicht gewaehrleistet werden kann. Mehr als ein gutes Gefuehl, so lange bis ich die Garantie brauchte, habe ich fuer mein Geld nie bekommen.
    Und man hat nicht einmal die Technikertermine eingehalten, die vereinbart waren.
    Trotz schriftlicher Bestaetigung waren diese angeblich nie eingebucht gewesen.
    Allerdings war das nicht die Telekom, falls Jemand da Parallelen sehen moechte.

  7. Re: Redundanz

    Autor: bombinho 19.02.18 - 17:38

    Naja, fuer mich sind 2-Stundenfluege schon fast Langstrecke, da reicht die Zeit allenthalben fuer ein Sueppchen und einen Snack oder einen Kaffee. Und ich nutze mittlerweile selbst Fluggesellschaften, die ich urspruenglich nicht mehr nutzen wollte, einfach weil ich ansonsten auf Direktfluege verzichten muesste.

  8. Re: Redundanz

    Autor: Anonymer Nutzer 19.02.18 - 17:41

    bombinho schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > ScaniaMF schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Ich denke es ist nicht aufgabe des Anbieters für Redundanz zu sorgen,
    > > sondern die des Kunden.
    >
    > Naja, wie soll der Kunde beim Anbieter einen hochverfuegbaren Anschluss
    > ordern fuer eben einen saftigen Mehrpreis, wenn der Anbieter seine Netze
    > nicht redundant ausgelegt hat? Wie kann der Anbieter eine gewisse
    > Verfuegbarkeit dem Kunden garantieren, wenn seine Netze das per Architektur
    > gar nicht hergeben?
    Er verkauft dir einen Anschluss, der eben eine gerantierte Verfügbarkeit bzw. Reaktionszeit hat. Ob er die Verfügbarkeit durch Redundanz umsetzt oder durch Techniker, die den Anschluss innerhalb von X Stunden wieder herstellen ist ja dann egal. Bei 99% Verfügbarkeit im Jahresmittel hat der Anbieter ja immernoch fast 4 Tage pro Jahr die das Internet unterbrochen sein darf.
    Gegen entsprechendes Kleingeld bekommst du bei nahezu jedem Anbieter auch wirklich Redundante Anschlüsse. Eine Leitung geht Richtung Norden, die andere gegen Süden aus dem Haus und nutzen niemals die gleiche Strecke und hängen an verschiedenen Peeringpunkten.

  9. Re: Redundanz

    Autor: Anonymer Nutzer 19.02.18 - 17:45

    bombinho schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Naja, fuer mich sind 2-Stundenfluege schon fast Langstrecke, da reicht die
    > Zeit allenthalben fuer ein Sueppchen und einen Snack oder einen Kaffee. Und
    > ich nutze mittlerweile selbst Fluggesellschaften, die ich urspruenglich
    > nicht mehr nutzen wollte, einfach weil ich ansonsten auf Direktfluege
    > verzichten muesste.
    Bei 2 Stundenflügen wäre mir das Essen tatsächlich auch egal aber das bezeichne ich ja sogar noch als Kurzstrecke :P

    Wenn man mal knapp 30 Stunden beispielsweise nach Neuseeland fliegt und da mehrere Mahlzeiten hat und an den Flughäfen kaum Zeit ist, um sich dort was zu holen außer dem Brötchen o.ä. macht es schon einen Unterschied ob man das Essen dort genießen kann oder ob man nach 2 Bissen schon genug hat.

  10. Re: Redundanz

    Autor: bombinho 19.02.18 - 17:55

    DAUVersteher schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Er verkauft dir einen Anschluss, der eben eine gerantierte Verfügbarkeit
    > bzw. Reaktionszeit hat. Ob er die Verfügbarkeit durch Redundanz umsetzt
    > oder durch Techniker, die den Anschluss innerhalb von X Stunden wieder
    > herstellen ist ja dann egal. Bei 99% Verfügbarkeit im Jahresmittel hat der
    > Anbieter ja immernoch fast 4 Tage pro Jahr die das Internet unterbrochen
    > sein darf.
    Wie ich schon in einem anderen Beitrag geschrieben habe, habe ich mir an solchen angeblichen Verfuegbarkeiten schon die Finger verbrannt. Wenn der Anbieter seinen vertraglichen Pflichten nicht nachkommen kann, dann unterstellt er eben, dass der Vertrag ja zu dem Zeitpunkt gar nicht gueltig war und auf den Kosten bleibst Du sitzen. Und zum Hohn kriegst du dann noch eine Rechnung von dem Provider, der es vergurkt hat. Dann lieber eine preisguenstigere Leitung und im Bedarfsfall wird dann tatsaechlich agiert, dann habe ich wenigstens das Geld nicht zum Fenster hinaus geworfen und muss ohnehin trotzdem eine Loesung einrichten.
    Das passt den Providern zwar nicht immer, aber das ist dann eben auch Pech.
    Beim Bezahlen soll ich ja auch hochverfuegbar sein.

    > Gegen entsprechendes Kleingeld bekommst du bei nahezu jedem Anbieter auch
    > wirklich Redundante Anschlüsse. Eine Leitung geht Richtung Norden, die
    > andere gegen Süden aus dem Haus und nutzen niemals die gleiche Strecke und
    > hängen an verschiedenen Peeringpunkten.
    Das liegt dann aber leider oft genug ausserhalb der finanziellen Machbarkeit bzw. Sinnhaftigkeit fuer die Vielzahl von Betrieben. dann wird der weiter oben zitierte Kaffee tatsaechlich schnell zur guenstigeren Alternative.
    Aber wo es unvermeidbar ist und in die Finanzen passt, da macht eine solche Loesung Sinn.

  11. Re: 2-Fache Redundanz = 2-Facher Preis --- Zahlst Du das?

    Autor: Faksimile 20.02.18 - 19:32

    Redundanz war, wenn ich mich Recht erinnere, eine der Eigenschaften für den Vorläufer des Internet. Bekannt als ARPANET.

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