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Überwachung 2.0?

Neue Foren im Freiraum! Raumfahrt und freie Software haben jetzt einen Platz, die Games tummeln sich jetzt alle in einem Forum.
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  1. Re: Überwachung 2.0?

    Autor: Trollversteher 06.01.10 - 15:09

    http://www.spiegel.de/netzwelt/gadgets/0,1518,662159-3,00.html

    >Alle anderen Navi-Anbieter haben also jahrelang geschlafen und Google kann das einfach mal so nebenbei aufmischen?

    TomTom bezahlt brav Lizenzgebühren von 2,7 Mrd Dollar an seinen Datenlieferanten - Google nutzt seine Größe und Marktmacht - und eine "Nebenwirkung" von Google Streetview und macht sich mal eben selbst zum eigenen Datenlieferanten - und hat schwupps ein weiteres kostenloses Zuckerhäuschen für Benutzer Hänsel und Gretel im Programm, die ansonsten 50-70€ dafür hätten bezahlen müssen...

  2. Re: Überwachung 2.0?

    Autor: Sebmaster 06.01.10 - 15:14

    Trollversteher schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > >Du hast bewiesen, dass du 0 Ahnung davon hast.Es gibt keine CD mehr weil
    > man die Daten kostenlos im Internet bekommt und diese auch aktueller sind.
    > Es gibt aber viele Unternehmen weltweit, die nichts anderes machen, als
    > aktuelle Karten bereitszustellen.
    >
    > Äh, und was beweist Du da gerade? Du unterstellst ihm 0 Ahnung, und
    > untermauerst im gleichen Atemzug noch Deine Aussage? Gerade DURCH die
    > kostenlose Bereitstellung des Materials von Google gibt es keine Konkurrenz
    > auf CD mehr - und ebenso bereiten sich die ganzen Navisoftware-Hersteller
    > gerade auf die Pleite vor, weil Google mit kostenlosem Streetview und
    > Google Maps die Konkurrenz platt macht und ausserdem einen Großteil der
    > Daten mittlerweile selbst erzeugt, während andere (wie z.B. TomTom oder
    > Nokia) Abermillionen an Lizenzgebühren zahlen müssen und es sich gar nicht
    > leisten können, das Material umsonst rauszugeben.
    >
    > >Übrigens sind die Satellitenbilder von Microsoft schärfer, genauer, größer
    > und aktueller als GoogleMaps.
    >
    > Was bleibt Microsoft anderes übrig wenn sie mithalten wollen, die würden
    > ihr Material sicher auch lieber als Bezahldienst anbieten, können es sich
    > dank fettem finanziellen Polster aber leisten da Verluste reinzupumpen -
    > das können andere nicht.

    ich habe nur die These widerlegt, dass es keine kostenlosen alternativen zu Google Maps gibt.

    Übrigens hat glaube ich TOM TOM vor einiger Zeit seinen Kartenlieferanten aufgekauft. Ich glaube daher nicht, dass Google die Navianbieter platt macht. Zu aller letzter Not können die Hersteller ihr Kartenmaterial von OpenStreetMap beziehen.

  3. Re: Überwachung 2.0?

    Autor: LOLHEHE 06.01.10 - 15:16

    Trollversteher schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Google Maps? Sämtlich Nachrichtenseiten haben vor gar nicht langer Zeit
    > darüber berichtet, dass Google damit den Navimarkt platt macht - alle von
    > der böhsen Konkurrenzlobby gekauft?

    Davor gabs schon freie Maps wie map24.de. Gibts übrigens auch heute noch. Also nix mit Monopolstellung. Vorher haben halt die Navihersteller die Kunden geschröpft und sich das Kartenmaterial vergolden lassen. Nun steht wieder die Qualität im Vordergrund. Sehe da nix schlimmes dran. Die Wahl hat man immer noch. Es wird aber transparenter und für den Kunden günstiger.



    > Und auch die Ankündigung, ein eigenes Handy auf den Markt zu bringen und
    > nicht mehr nur BS-Lieferant zu spielen hat viele Handyhersteller und
    > Mobilfunkanbieter in Angst und Schrecken versetzt, weil Google ursprünglich
    > anderes versprochen hatte...

    Android ist kein reines Google Produkt sondern wird von der Open Handset Alliance entwickelt, also von einem Zusammenschluss von sehr vielen Herstellern. Die Hardware des Google Phones kommt hingegen von HTC.

    Und warum sollte das nun irgendeinen Mobilfunkanbieter in Angst und Schrecken versetzen?

  4. Re: Überwachung 2.0?

    Autor: Trollversteher 06.01.10 - 15:24

    >Davor gabs schon freie Maps wie map24.de. Gibts übrigens auch heute noch. Also nix mit Monopolstellung. Vorher haben halt die Navihersteller die Kunden geschröpft und sich das Kartenmaterial vergolden lassen. Nun steht wieder die Qualität im Vordergrund. Sehe da nix schlimmes dran. Die Wahl hat man immer noch. Es wird aber transparenter und für den Kunden günstiger.

    OK, ich sags ja - bei Dir hat das Zuckehäuschen schon gewirkt, du bist jenseits jeglicher Kritikfähigkeit angekommen - da kann ich genau so gut mit einem Zeugen Jehovas über die Evolutionstheorie diskutieren...
    Nur eins noch: Es macht Dich nicht ein ganz klein bisschen skeptisch, dass da ein hochprofitäres Unternehmen kostenlos Qualität verschenkt? Ohne Hintergedanke? Weil er Dich User so gerne mag? *kopfschüttel*

    >Android ist kein reines Google Produkt sondern wird von der Open Handset Alliance entwickelt, also von einem Zusammenschluss von sehr vielen Herstellern. Die Hardware des Google Phones kommt hingegen von HTC.

    Android hat lange Zeit NUR in Kombination mit einem Google Account funktioniert. Unter dem Druck der wachsenden Kritik hat man das bei der neuen Version (ich glaube 2.0?) gelockert. Trotzdem ist und bleibt ein Android Handy ohne Google Account ein kastriertes Handy. Und Google wird schon mit genug Zucker-Goodies (mit denen man Leute wie Dich ja prima locken kann, wie man oben sieht) dafür sorgen, dass die große Mehrheit Android in Verbindung mit einem Google Account nutzen wird, darauf kannst Du einen lassen.

  5. Re: Überwachung 2.0?

    Autor: Anonymer Nutzer 06.01.10 - 15:31

    Trollversteher schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Trotzdem ist und bleibt ein
    > Android Handy ohne Google Account ein kastriertes Handy.

    In wie fern? Was geht dann nicht?

  6. Re: Überwachung 2.0?

    Autor: LOLHEHE 06.01.10 - 15:31

    Trollversteher schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > www.spiegel.de
    >
    > >Alle anderen Navi-Anbieter haben also jahrelang geschlafen und Google kann
    > das einfach mal so nebenbei aufmischen?
    >
    > TomTom bezahlt brav Lizenzgebühren von 2,7 Mrd Dollar an seinen
    > Datenlieferanten - Google nutzt seine Größe und Marktmacht - und eine
    > "Nebenwirkung" von Google Streetview und macht sich mal eben selbst zum
    > eigenen Datenlieferanten - und hat schwupps ein weiteres kostenloses
    > Zuckerhäuschen für Benutzer Hänsel und Gretel im Programm, die ansonsten
    > 50-70€ dafür hätten bezahlen müssen...

    Das Problem ist hier doch was ganz anderes, nämlich dass Navis auf kurz oder lang obsolet werden durch den Vormarsch von Smartphones. Wenn ein Navihersteller diesen Trend nun verschlafen hat, dann ist das natürlich traurig für ihn und vor allem für seine Mitarbeiter. Aber das ist sicherlich nicht die Schuld der anderen.

    Im Grunde ist das auch kalter Kaffee, dann das gabs schon x-mal. Früher hatte z.B. jeder ein Faxgerät, heute schickt man einfach Emails. Aber wahrscheinlich ist Google auch Schuld daran, dass keine Faxgeräte mehr verkauft werden, schließlich haben sie ja das böse Gmail. =)

  7. Re: Überwachung 2.0?

    Autor: LOLHEHE 06.01.10 - 15:39

    Trollversteher schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Es macht Dich nicht ein ganz klein bisschen skeptisch, dass
    > da ein hochprofitäres Unternehmen kostenlos Qualität verschenkt? Ohne
    > Hintergedanke? Weil er Dich User so gerne mag?

    Ich habe nie geschrieben, dass ich sowas denke. Ich weiss genau, "womit" ich die Nutzung der Google Dienste "bezahle". Ich sehe das aber einfach nicht so paranoid wie Du. Ich bin mir der Tatsache bewusst, dass im Internet Daten erfasst und potentiell auch mißbraucht werden könnten. Ich suche meine Internetdienste mit Bedacht aus und überlege auch, welche Informationen ich ins Netz stelle und welche nicht. Im Gegensatz zu Dir stütze ich mich dabei aber auf Fakten und nicht auf irgendwelche paranoiden Wahnvorstellungen oder die Panikmache der nicht selten lobbygetriebenen Presse.

    Denn egal ob ich nun Google.de, Gmail, Google Maps und ein Android Handy nutze oder stattdessen Bing, MSN, Bing Maps und ein Windows Mobile Handy - irgendwo landen meine Daten am Ende immer!

  8. Re: Überwachung 2.0?

    Autor: Anonymer Nutzer 06.01.10 - 15:39

    Trollversteher schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > www.spiegel.de
    >
    > >Alle anderen Navi-Anbieter haben also jahrelang geschlafen und Google kann
    > das einfach mal so nebenbei aufmischen?
    >
    > TomTom bezahlt brav Lizenzgebühren von 2,7 Mrd Dollar an seinen
    > Datenlieferanten - Google nutzt seine Größe und Marktmacht - und eine
    > "Nebenwirkung" von Google Streetview und macht sich mal eben selbst zum
    > eigenen Datenlieferanten - und hat schwupps ein weiteres kostenloses
    > Zuckerhäuschen für Benutzer Hänsel und Gretel im Programm, die ansonsten
    > 50-70€ dafür hätten bezahlen müssen...

    Ähm, das ist doch ganz normales Vorgehen. Entweder man zahlt eben nen Haufen Geld an einen Kartenlieferanten oder man muss selbst kartographieren. Das ist natürlich auch mit erheblichem Aufwand an Zeit und Geld verbunden. Deswegen können die Kartenlieferanten ja auch so viel verlangen.
    Und es ist ja auch nicht so, dass jetzt alle plötzlich ein Smartphone zum navigieren benutzen. Das hat nämlich einen erheblichen Anschaffungspreis.

  9. Re: Überwachung 2.0?

    Autor: Anonymer Nutzer 06.01.10 - 15:43

    LOLHEHE schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das Problem ist hier doch was ganz anderes, nämlich dass Navis auf kurz
    > oder lang obsolet werden durch den Vormarsch von Smartphones.

    Wohl eher über lang als kurz:
    Smartphone 400 € - Navi 100 €

    Und um bei Google zu bleiben: Beim Smartphone hat man erhebliche Folgekosten für eine Internetflat, über der die Kartendaten geladen werden. Auslandsreisen kann man auch noch total vergessen.

  10. Re: Überwachung 2.0?

    Autor: Trollversteher 06.01.10 - 15:47

    >Das Problem ist hier doch was ganz anderes, nämlich dass Navis auf kurz oder lang obsolet werden durch den Vormarsch von Smartphones. Wenn ein Navihersteller diesen Trend nun verschlafen hat, dann ist das natürlich traurig für ihn und vor allem für seine Mitarbeiter. Aber das ist sicherlich nicht die Schuld der anderen.

    Aber so ist es doch auch gar nicht - die Navihersteller haben ja den Smartphone-trend nicht verschlafen - für beinahe jedes Smartphone gibt es die Softwareversion von TomTom oder Navigon zu kaufen. Das Problem ist, das Google dies nun kostenlos anbieten will.
    Wenn nun ein extrem finanzstarker chinesischer Autohersteller auf dem deutschen Markt Autos der Golfklasse verschenken würde, könnte man VW & Co dann vorwerfen, sie hätten einen Trend verschlafen?

    >Im Grunde ist das auch kalter Kaffee, dann das gabs schon x-mal. Früher hatte z.B. jeder ein Faxgerät, heute schickt man einfach Emails. Aber wahrscheinlich ist Google auch Schuld daran, dass keine Faxgeräte mehr verkauft werden, schließlich haben sie ja das böse Gmail. =)

    Sorry, ich geb jetzt auf. Ich finde es erschreckend, dass ein halbwegs zur Erzeugung von Gedanken fähiger Mensch in einem Giganten wie Google, der in einigen Feldern schon eine Monopolstellung hat und sie in weitern anstrebt, und zudem auch noch mit DER Machtressource des 21. Jahrhundert handelt, nämlich Informationen, keine Gefahr sehen möchte.
    Ich weiß nicht woran es liegt, Dekadenz? Konsumgeilheit? nachlassende Qualität der Bildung? Oder vielleicht war es schon immer so, dass die kritischen Stimmen einzelner von der blinden und willigen Masse einfach übertönt wurde...

  11. Re: Überwachung 2.0?

    Autor: Trollversteher 06.01.10 - 15:52

    >Im Gegensatz zu Dir stütze ich mich dabei aber auf Fakten und nicht auf irgendwelche paranoiden Wahnvorstellungen oder die Panikmache der nicht selten lobbygetriebenen Presse.

    Vielleicht solltest Du Dich einfach mal auf den menschlichen Sachverstand, die Logik und die Erfahrung aus der Geschichte stützen, statt dich von Marketing und bunten Goodies blenden zu lassen...

    >Denn egal ob ich nun Google.de, Gmail, Google Maps und ein Android Handy nutze oder stattdessen Bing, MSN, Bing Maps und ein Windows Mobile Handy - irgendwo landen meine Daten am Ende immer!

    Eben - daher sollte man möglichst anstreben, alles verteilt bei verschiedenen Anbietern zu lagern - übrigens, gäbe es Google nicht, würde Microsoft wohl deren Stellung einnehmen, was keinen Deut besser wäre (daher zieht Dein "MSN ...WinMo... nicht).

    Das Problem ist aber, das Google mit seiner genialen Strategie dafür sorgt, dass alle freiwillig (wie Du ja auch) zu ihrem Service greifen - auf den ersten Blick fragt man sich ja auch: Warum denn nicht? Es ist gut und es ist umsonst. Aber wenn es eines Tages die einzige Alternative ist, wird es übel. (mal im Ernst, wer nutzt schon BING, und das ist schliesslich vom mächtigsten Konzern neben Google auf den MArkt gebracht worden...).

  12. Re: Überwachung 2.0?

    Autor: LOLHEHE 06.01.10 - 15:58

    Trollversteher schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > daher sollte man möglichst anstreben, alles verteilt bei
    > verschiedenen Anbietern zu lagern - übrigens, gäbe es Google nicht, würde
    > Microsoft wohl deren Stellung einnehmen, was keinen Deut besser wäre (daher
    > zieht Dein "MSN ...WinMo... nicht).

    Und woher nimmst Du die Gewissheit, dass der Drittanbieter übermorgen nicht von einem Großen (Google, Microsoft, Yahoo, ...) geschluckt wird?

    Naja, sprechen wir uns einfach 2030 nochmal. Dann sehn wir ja, ob Dein Endzeitszenario wahr geworden ist. Bis dahin immer schön weiter Science Fiction und Verschwörungsfilme gucken. =)

  13. Re: Überwachung 2.0?

    Autor: Storm 06.01.10 - 16:05

    LOLHEHE schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > @Storm:
    >
    > Jeder Anbieter von Internetdiensten sammelt Daten. Jeder dieser Anbieter
    > könnte diese Daten heute oder übermorgen mißbrauchen. Google ist bloß
    > zufällig einer der größten Anbieter. Möchte man verhindern, dass solche
    > Daten erfasst werden, bleibt nur eine Möglichkeit übrig: keine
    > Internetdienste nutzen.
    >
    > Wenn Du das alles glaubst, was Du da schreibst: was machst Du dann
    > überhaupt noch hier? Glaubst Du, Deine Daten sind sicher, solange Du nur
    > keine Google Dienste nutzt? Denkst Du, alle anderen Anbieter sind gut nur
    > Google ist böse?
    >
    > Woher bist Du Dir so sicher, dass Golem nicht übermorgen Deinem AG erzählt,
    > dass Du heute während der Arbeitszeit hier gelesen und kommentiert hast?
    >
    > Ich habe persönlich für mehr bedenken bei dem kleinen Webshop von nebenan
    > als bei den großen Anbietern wie Google und Co. Deshalb bestelle ich z.B.
    > nur bei Amazon, auch wenn man viele Sachen woanders sicher billiger kriegen
    > würde.

    Den Internetanbieter kannst Du jederzeit wechseln. Dank Analytics und GoogleApps ist Google im Vorteil, dass es egal ist, ob Du von der Arbeit, Zuhause oder vom handy aus rumsurfst. Sie wissenn wer Du bist.

    Weiterhin hast Du einiges,w as ich geschrieben habe wohl auch nicht verstanden. Andere sind nicht besser. Aber ich muss nicht kapitulieren und sagen "ach, ich arme Sau kann es nichts machen, implantiere mir doch bitte gleich einen GoogleChip ins Hirn". Man kann sich sehr wohl dagegen wehren.
    Beispiel: Anstelle iGoogle benutze ich Netvibes. Letzteres ist deutlich besser als iGoogle. Als mailer benutze ich eine eigene Appliaktion auf einem eigenen Server, die in Netvibes eingebunden ist. Als Kalender und für Adressdaten nehme ich wiederum ebenfalls einen jeweils anderen Anbieter. Alles gestreut. Alle Daten liegen bei verschiedenen, unabhängigen Unternehmen.

    Das Du bedenken bei dem kleinen Webshop hast ist genau der Fehler. Umgekehrt ist es nämlich der Fall. Der kleien Webshop hat gar keine technischen Möglichkeiten für fundierte analysen. Die können kaum fundiert ihre eigenen Webstats checken. Aber einem Unternehmen wie Google steht eine mächtige Kapitalkraft gegenüber und die müssen sich auch vor Datenschützern nicht fürchten, da sie eine mächtige Rechtsabteilung haben und global operieren. Notfalls sammeln sie ihre Daten irgendwann im Erdorbit.

    Bedenke einfach nur eines, Du selber hinterlässt im Internet eine Datenspur und Du selber gibst Deine Daten größtenteils selber raus. Indem Du Geburtsdaten, Beziehungstatus, Berufsposition, etc. irgendwo einträgst.

    Und Google hat noch eine ganz andere Möglichkeit. Dank Monopolisierung könnten sie irgendwann auch auf die Idee kommen, dass auf einmal ab 1.6.12 alle Dienste etwas kosten. Wie viele werden wohl bezahlen, wenn sie alle Daten schön irgendwie eingetragen haben und es sehr mühsam wäre diese irgendwohin, teilweise manuell, portieren zu müssen. Sofern es überhaupt noch eine Alternative gibt, die überlebt hat. Aber diesen Schritt braucht Google eigentlich nie tun, da sie ihr Geld von den Unternehmen bekommen.

  14. Re: Überwachung 2.0?

    Autor: LOLHEHE 06.01.10 - 16:13

    Storm schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Den Internetanbieter kannst Du jederzeit wechseln. Dank Analytics und
    > GoogleApps ist Google im Vorteil, dass es egal ist, ob Du von der Arbeit,
    > Zuhause oder vom handy aus rumsurfst. Sie wissenn wer Du bist.

    Bei den meisten DSL Anbietern hast Du 24 Monate Laufzeit. Also nix mit "mal eben" wechseln. Google Dienste kann ich von hier auf jetzt "kündigen", indem ich einfach zu einem alternativen Anbieter wechsel.

    Alle Google Dienste (inkl. Google Analytics) können Dich technisch lediglich anhand eines Cookies identifieren bzw. wiedererkennen. Es ist mehr als einfach, diese zu blockieren.

    > Der kleien Webshop hat gar keine
    > technischen Möglichkeiten für fundierte analysen. Die können kaum fundiert
    > ihre eigenen Webstats checken.

    Der Kleine Webshop hat aber meine echten Daten (Adresse, Kontodaten). Die lassen sich auf dem Schwarzmarkt zu Geld machen. Und damit lässt sich auch echter Schaden anrichten.

    Google hingegen weiss, dass ich Dienstag um 17:30 nach Laufschuhen gesucht habe. "Gefährlich" =)

  15. Re: Überwachung 2.0?

    Autor: oni 06.01.10 - 16:30

    Gelöscht, LOLHEHE hat es treffend kurz beschrieben.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 06.01.10 16:30 durch oni.

  16. Re: Überwachung 2.0?

    Autor: oni 06.01.10 - 16:41

    Trollversteher schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Ich weiß nicht woran es liegt, Dekadenz? Konsumgeilheit? nachlassende
    > Qualität der Bildung? Oder vielleicht war es schon immer so, dass die
    > kritischen Stimmen einzelner von der blinden und willigen Masse einfach
    > übertönt wurde...

    Ich mutmaße einfach mal Bequemlichkeit. Der Mensch ist eben von Natur aus bequem. Wie alles, das irgendwie "im Fluss" ist, immer primär den Weg des geringsten Widerstandes nimmt. Und wenn die Google-Dienste gut funktionieren und bequem handzuhaben sind, dann siegt eben bei den meisten die Bequemlichkeit. Das ist ja auch ein Grund dafür, dass Apple im Bereich der Smartphones (relativ) erfolgreich ist.

  17. Re: Überwachung 2.0?

    Autor: Trollversteher 06.01.10 - 17:04

    >Und woher nimmst Du die Gewissheit, dass der Drittanbieter übermorgen nicht von einem Großen (Google, Microsoft, Yahoo, ...) geschluckt wird?

    Dann wechsle ich, und begrüße nicht schwäznchenwedelnd das neue Herrchen... ;)

    >Naja, sprechen wir uns einfach 2030 nochmal. Dann sehn wir ja, ob Dein Endzeitszenario wahr geworden ist. Bis dahin immer schön weiter Science Fiction und Verschwörungsfilme gucken. =)

    Ich hoffe es wird nicht wahr. Aber statt Science-Fiction und Verschwörungsfilme brauche ich nicht, da reicht eine durchschnittliche politische soziologische und geschlichtliche Bildung gepaart mit gesundem Menschenverstand aus.
    Habe gestern noch ein interessantes Interview mit einem amerikanischen Geschichtsprofessor gehört, in dem er beklagt, daß heutzutage an den höheren Schulen keine klassische Bildung mehr vermittelt wird, weil er befürchtet, dass dem Bürger von heute die Werkzeuge fehlen um gesellschaftliche Entwicklungen und Mechanismen zu analysieren und zu erkennen sowie das die Fähigkeit ein wenig hinter die bunten Kulissen zu schauen verloren geht. Was gerade im informationsüberflutetendem 21. Jahrhundert wertvolle Fähigkeiten wären - die Diskussion hier veranschaulicht sehr schön, was er damit meinte...

  18. Re: Überwachung 2.0?

    Autor: Trollversteher 06.01.10 - 17:09

    >Ich mutmaße einfach mal Bequemlichkeit. Der Mensch ist eben von Natur aus bequem. Wie alles, das irgendwie "im Fluss" ist, immer primär den Weg des geringsten Widerstandes nimmt. Und wenn die Google-Dienste gut funktionieren und bequem handzuhaben sind, dann siegt eben bei den meisten die Bequemlichkeit. Das ist ja auch ein Grund dafür, dass Apple im Bereich der Smartphones (relativ) erfolgreich ist.

    Ja, dazu kommt die Bequemlichkeit, hin und wieder mal die Dinge kritisch zu hinterfragen. Natürlich ist auch Apple damit erfolgreich - ich habe hier ja nie die Qualität von googles Produkten kritisiert. Wie gesagt, würde Apple anstreben Google aus dem Web zu verdrängen (was natürlich bei den derzeitigen Verhältnissen albern wäre), könntest Du gerne in allen meinen Google-Kritischen Beiträgen hier das Wort "Google" durch "Apple" ersetzen...

  19. Re: Überwachung 2.0?

    Autor: LOLHEHE 06.01.10 - 18:24

    Trollversteher schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > >Ich mutmaße einfach mal Bequemlichkeit. Der Mensch ist eben von Natur aus
    > bequem. Wie alles, das irgendwie "im Fluss" ist, immer primär den Weg des
    > geringsten Widerstandes nimmt. Und wenn die Google-Dienste gut
    > funktionieren und bequem handzuhaben sind, dann siegt eben bei den meisten
    > die Bequemlichkeit. Das ist ja auch ein Grund dafür, dass Apple im Bereich
    > der Smartphones (relativ) erfolgreich ist.
    >
    > Ja, dazu kommt die Bequemlichkeit, hin und wieder mal die Dinge kritisch zu
    > hinterfragen. Natürlich ist auch Apple damit erfolgreich - ich habe hier ja
    > nie die Qualität von googles Produkten kritisiert. Wie gesagt, würde Apple
    > anstreben Google aus dem Web zu verdrängen (was natürlich bei den
    > derzeitigen Verhältnissen albern wäre), könntest Du gerne in allen meinen
    > Google-Kritischen Beiträgen hier das Wort "Google" durch "Apple"
    > ersetzen...

    Du stellst Google unter Generalverdacht, nur weil Google groß ist. Deine Argumente stützen sich nicht auf Fakten sondern auf Was-Wäre-Wenn Szenarien. Ich gebe Dir insofern Recht, dass man den Datenschutz bei Google (und allen anderen Internetdienstleistern) mit Adleraugen beobachten muss. Solange aber nichts konkretes vorgefallen ist, wähle ich für mich die qualitativ besten Internetdienste aus. Und wenn dieser Dienst dann zufällig von Google ist, dann ändert da auch Dein paranoides Prädigen über das Jahr 2030 nix dran. =)

  20. Re: Überwachung 2.0?

    Autor: Trollversteher 06.01.10 - 19:18

    >Du stellst Google unter Generalverdacht, nur weil Google groß ist. Deine Argumente stützen sich nicht auf Fakten sondern auf Was-Wäre-Wenn Szenarien.

    Meine Argumente stützen sich auf Erfahrungen aus der Vergangenheit: Zuviel Macht konzentriert auf einen Punkt hat bisher IMMER automatisch zu Misbrauch geführt, und ich wüßte keinen Grund warum sich das nach jahrtausenden aufgezeichneter Menschheitsgeschichte plötzlich geändert haben sollte. Und daher sollte man meiner Meinung nach vielleicht mal versuchen das Übel zu vermeiden, bevor es zu spät ist - statt nach Homer Simpson Art nach der ersten Schmerzerfahrung den Kopf immer wieder erneut gegen die Wand zu hämmern und "Au" zu schreien.

    >Ich gebe Dir insofern Recht, dass man den Datenschutz bei Google (und allen anderen Internetdienstleistern) mit Adleraugen beobachten muss. Solange aber nichts konkretes vorgefallen ist, wähle ich für mich die qualitativ besten Internetdienste aus.

    Und meine Meinung ist, das Google die kritische Größe längst erreicht hat. Die Google Gründer mögen ja sympathische Kerlchen mit fast schon hippiesque anmutenden Idealen sein, aber wenn die sich mal in ihr Privatleben zurückziehen um ihre verdienten Millarden zu geniessen wird die nachfolgende Management-Generation ein ziemlich mächtiges Imperium erben und niemand weiß was dann für ein Wind wehen wird. Meiner Meinung nach sollte niemand, weder Regierung noch Management eines Konzerns eine solche Macht in die Händen bekommen - daher lieber von vornherein klein halten als hinterher den Schaden ausbaden zu müssen.

    >Und wenn dieser Dienst dann zufällig von Google ist, dann ändert da auch Dein paranoides Prädigen über das Jahr 2030 nix dran. =)

    Naja, ich denke wir haben nun unsere Argumente ausgetauscht und keiner wird den Anderen von seiner Meinung überzeugen. Ich hoffe wirklich, dass Du Recht behalten wirst und sich meine Befürchtungen als Paranoia herausstellen werden - aber glauben tu ich nicht daran. In diesem Sinne einen schönen Abend noch ;)

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