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Lächerlicher "Kommentar"

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  1. Lächerlicher "Kommentar"

    Autor: heinz0r2k10 17.09.10 - 21:06

    Dieser Kommentar ist schon beinahe eine Frechheit.
    Angefangen mit dem unfassbar lächerlichen Uganda-Vergleich...
    Uganda hat eine Bevölkerungsdichte von 137 Personen pro Quadratkilometer (Quelle Wikipedia).
    Bei einer Ausstellungsfläche von 0,027 Quadratkilometer (27000 m^2)und 15800 Besuchern an 2 Tagen (äußerst pessimistisch gerechnet also 7900 pro Tag) gibt das eine Besucherdichte von ~292592 Personen pro Quadratkilometer. Das ist eine Dichte die um mehr als das 2000-fache höher ist.
    Dazu kommt, dass in Uganda deutlich unter 100% der Bevölkerung ein Mobiltelefon besitzt, im Gegensatz zu Deutschland wo es rechnerisch immer näher an die 200% geht. Auf einer entsprechenden Messe werden die 200% wie im Artikel erwähnt sogar noch überschritten, da oft 2 Telefone + zusätzliche Mobilgeräte mit Mobilfunkversorgung mitgeführt werden.
    Wir sind nun also bei dem mehr als 4000-fachen an Mobilfunknutzern pro Quadratkilometer (immer noch extrem pessimistisch gerechnet).

    Kommen wir also zum nächsten Punkt. Auf einer Messe läuft Mobilfunk meist über eine Zentrale Inhouseversorgung mittels eines größeren Repeatersystems die von allen Anbietern genutzt wird.
    Hier können nur bestimmte Kapazitäten eingespeist werden. Zudem sind die Frequenzen und damit Kanäle (GSM) bzw. Spreizcodes (UMTS) sehr begrenzt was vor allem bei einer größeren Inhouseversorgung in einer größeren Stadt problematisch ist.
    Dass in einem solchen Szenario vor allem bei Anbietern mit mehr Kunden die tendenziell auch noch mehr Bandbreite für sich Beanspruchen (hier echte Bandbreite, nicht BWL-deutsche "Traffic-Bandbreite") eher an die Kapazitäten stoßen können bzw. werden liegt für jeden Techniker auf der Hand.

    Dass hier so viel die Rede von Apple-Endgeräten ist will ich Golem diesmal nicht einmal übel nehmen bzw. nicht auf die ansonsten typische Apple-Quote schieben, da diese im Vergleich doch recht aktiv funken und das auch ohne explizites Zutun des Anwenders, was die Situation zusätzlich anheizt, da bei den ersten Fehlschlägen weit mehr Anfragen gesendet werden. Wer mit TCP vertraut ist kennt das Phänomen.

    Dann ist da der nächste Punkt, "andere deutlich größere Veranstaltungen".
    Nicht nur Vodafone unternimmt beim Oktoberfest besondere Bemühungen, jeder Anbieter tut das.
    Hier existiert allerdings kein Inhouse-Szenario, so dass die Umliegenden Kapazitäten und Kanäle wesentlich besser eingebunden werden können ohne dass es zu Störeinflüssen kommt. Zudem ist die Besucherdichte prinzipbedingt geringer, da es sich um ein großes Außenareal mit einigen Freiflächen handelt.
    Zuletzt haben die Leute am Oktoberfest schlicht und ergreifend "besseres" zu tun als mit ihren Mobilgeräten herum zu spielen, so dass die Kapazitäten wesentlich weniger ausgelastet sind.

    So bleibt mir abschließend nur Eines zu sagen, ganz im Sinne des Titels dieser Kolumne: Wenn man keine Ahnung hat...

    P.S. Dieser Seitenhieb muss noch sein: Wer hätte nicht gedacht, dass dieser Kommentar von einem BWLer verfasst wurde...

  2. Re: Lächerlicher "Kommentar"

    Autor: traffic to control 18.09.10 - 01:28

    Dann müsste es allen Anbietern gleich gehen.
    Dann würden ALLE Frequenzen für alle Anbieter gleich! genutzt.

    Sowas würden echte Checker ja messen können.

    Mir gehen die nicht existenten !gemessenen! nicht behaupteten Verfügbarkeitskarten schwer auf den keks. evtl gibts da bald was vom freien-base-Projekt oder wie die heissen die gsm-chips selber programmieren wollten.

    Auch wird keiner gehindert, WLAN anzubieten und die traffic-s*ckendesten Handies (iphones, tabletts, pads,...) damit zu versorgen. 13 Router oder wie viel man für alle kanäle braucht, kosten nicht die welt. Und für 5 GHz nochmal dasselbe.
    Da kann man dann gerechtes routing nutzen und traffic-sch*eine natürlich ausbremsen, damit schmalbander (chat, termin-planung auf der Messe, icq, imap/pop-account-inbox) wie ein Motorrad auf der Autobahn schneller ans Ziel kommen.

    Echte Techniker begründen Probleme, haben aber natürlich Ideen, wie mans besser machen kann.

    Und nächstes Jahr hat jeder Messebesucher der Fachbesucher-Tage ein Ipad o.ä. in der Tasche um seine Bestellungen einzugeben und Termine auf der Messe zu planen oder Live-Bilder vom Diskussions-Panel oder PR-Konferenz-Saal zu sehen, und sich erst dort hin zu bewegen, wenn dort alle Gäste sitzen. Bei Interessanten Terminen muss man natürlich vorher dort sein. Das sind die meisten Panels aber nicht wirklich.
    Und das man live die PR-Konferenz zum Duke oder der neuen linksdrehenden Eisenbahnmodelle von Firma ... oder Dargena-Garten-Tools twittert, ist doch wohl klar.

    Kurzum: Das war nur der erste Strike. Die nächste Fachbesuchermesse mit deutschen Fachbesuchern mit Ipad3G/Iphone/AndroidPhone wird es zeigen.
    Die Zug-Kontrolleure haben m.W. Nokias mit Datentarif wenn nicht schon was neueres. Wenn die eine Gewerkschaftssitzung dort abhalten, gibts dieselben Begründungen über angebliche Minderheiten und das das ja noch nie passiert wäre.

    Daher eine Bitte an alle Blogger: Bei Messebesuchen bitte immer draufbashen das der Mobilfunkempfank schlecht war. Oder umgekehrt erwähnen, wie gut man DatenTarife oder Hallen-WLAN nutzen und Termine live per Internet auf der Messe klarmachen konnte und sich über Events ("jauch und harald schmidt palavern am Pro7-Stand" "bolly duster bei LRT-5 am GarState-GS:1-Stand" ... ) informieren konnte.

    Verfügbarkeit interessierte bisher nur eine Minderheit. Bald aber alle Rentner mit Ipad.

  3. Re: Lächerlicher "Kommentar"

    Autor: sam u. max 18.09.10 - 22:04

    Mal ehrlich, wen interessiert euer Pallaver?

  4. Re: Lächerlicher "Kommentar"

    Autor: LTE kommt zu langsam 18.09.10 - 23:17

    Wenn nächstes Jahr jeder ein Ipad oder Android-PAD auf dem Fachbesuchertag oder Fachmesse in der Tasche hat, um seine Daten damit einzugeben, also Arbeit damit zu machen, gibts das Problem noch viel mehr.

    Das war nur der Testlauf für die Überlastung mit halt besonders Handy-"Affinen" Messebesuchern. Nächstes Jahr ist sowas aber normal und nix besonderes mehr. Also gibts das HotSpot-Problem bald ständig und viel mehr als heute.

    Davon steht vielleicht im IMHO und den Blogs aber nicht. Logische Folgerungen sind nett für schlaue Leute.
    Bildungsprekateriat hingegen kann damit natürlich nichts anfangen und ist geistig damit überfordert. In Primitivo-Foren ist das deutlich zu erkennen.

    Bei Facebook sollen Diskussionen anständiger abgehen, weil die Leute wie auch im deutschen Usenet Klarnamen benutzen.

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