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Und wo ist das Problem?

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  1. Und wo ist das Problem?

    Autor: McWiesel 06.06.17 - 19:24

    Bei allem Hass auf die Provider .. aber das halt in absoluten Einsteiger-Tarifen nicht alle Leistungen drin sind, ist doch wohl absolut nachvollziehbar.

    Genauso wie in einem 9¤-Tarif vielleicht die Festnetz-Flat fehlt, fehlt halt in einem anderen das kostenlose EU-Roaming. Wer eben alles zusammen haben möchten, zahlt eben 20 oder 30¤ für ein Vertrag. Jedenfalls besser als wenn jeder 30¤ zahlen müsste, obwohl er Roaming niemals nutzt, nur um die Leute querzufinanzieren, die in irgendnem britischen Überseegebiet über ne teure Sat-Verbindung Netflix schauen müssen.

    Solang das Ziel erreicht ist, dass mich nicht in Italien die Restaurant-Suche mehr 10¤ für ein angefangen MByte kostet (so wie es in vielen Tarifen immer noch ist), ist alles okay. Denn das war purer Wucher. Dass aber Leistung auch irgendwo am Ende Geld kosten muss, ist im Umkehrschluss nachvollziehbar. Es muss eben nur im Rahmen bleiben und da mussten die Provider eben eine auf die Nase kriegen um das zu lernen.

  2. Re: Und wo ist das Problem?

    Autor: Ford Prefect 06.06.17 - 19:37

    Ich glaube du hast es nicht ganz verstanden. Der Kern der EU-Regelung ist, dass bei den Providern selbst keine hohen Roaming-Gebühren für "teure Sat-Verbindungen in irgendnem britischen Überseegebiet" anfallen.

    Extragebühr verlangen, für etwas, das eigentlich gar nicht mehr kostet, kann man durchaus als unfaires Geschäftsmodell verstehen. Hier sind es dann die "Doofen", die in die Gebührenfalle gelockt werden, und somit den billigen Tarif für die anderen mitfinanzieren. Also genau das, was du anprangerst, nur eben andersrum.

    Das Beispiel mit dem Vodafone Callya Special ist dagegen gut nachvollziehbar. Kostenlose Gespräche im eigenen Netz sind auch für Vodafone kostenlos, während die Gespräche aus dem EU-Ausland heraus geführt wiederum ähnlich viel kosten wie ein Gespräch zu einem anderen Anbieter.

  3. Re: Und wo ist das Problem?

    Autor: Hatuja 06.06.17 - 19:51

    Das Problem ist, dass die Provider grad den großen Hebel zum Aushebeln ansetzten.

    Früher oder später werden alle Provider es machen, wie jetzt schon viele Billig-Anbieter:
    Die bestehenden Tarife, die Roaming beinhalten, werden massiv teurer. Willst du deinen jetzigen Preis behalten, musst du in einen Deutschland-Only-Tarif wechseln! Bist du dann tatsächlich mal ins Ausland, musst du für die Zeit teure Roaming-Pakete buchen!

    Bedeutet im Endeffekt:
    Diejenigen, die kein Roaming nutzen, bezahlen weiterhin das gleiche. Können ihr Telefon im Ausland aber komplett nicht mehr nutzen.
    Alle anderen zahlen massiv drauf!

  4. Re: Und wo ist das Problem?

    Autor: McWiesel 06.06.17 - 21:14

    > Extragebühr verlangen, für etwas, das eigentlich gar nicht mehr kostet,

    Und das ist eben genau der Gedankenfehler. Sicher kostet es nichts wenn Du ein Telefongespräch führst. Genauso wie Schwarzfahren erstmal nichts kostet, weil der Zug ja eh fährt.

    Aber es muss halt die Instandhaltung und Aufbau der Infrastruktur und alles was dazu gehört bezahlt werden. Und um das zu bezahlen, muss irgendwas dann dem Kunden auch in Rechnung gestellt werden können, auch wenn es keine realen Kosten erzeugt wie meinetwegen das Einkaufen von Lebensmitteln. Die Alternative wäre eine Art GEZ: Teures Geld zwangsweise bezahlen für Dienste, die wir oft gar nicht nutzen.

    Ja, die Provider haben mit dem Roaming die letzten Jahre massiv abgezockt und wohl damit so manches Börsen-Abenteuer in den USA & Co finanziert. Aber schlussendlich muss der Provider auch mit irgendetwas Geld verdienen und es war schon immer normal, dass Ferngespräche (in welcher Form auch immer) teurer waren als das Ortsgespräch. Unabhängig davon, ob die Vermittlung des Gespräches nun technisch aufwendiger ist oder nicht. Aber ein Ferngespräch ist eben eine Art "Premium"-Dienst, den der eine eben mit teuren Minutenpreisen bezahlt oder der andere mit einer erhöhten Grundgebühr, je nach Nutzungsprofil.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 06.06.17 21:15 durch McWiesel.

  5. Re: Und wo ist das Problem?

    Autor: McWiesel 06.06.17 - 21:22

    Aber auch hier können sie den Bogen überspannen. Dafür gibt es ja auch eine Art Wettbewerb, der sowas eigentlich verhindern sollte. Genauso wie base seinerzeit die allgemein Handyflat erzwungen und die "30 Cent pro Minute" vom Markt verdrängt hat.

    Wer hat denn damals bei 10¤ pro Megabyte wirklich Roaming genutzt? Das war grundsätzlich abgeschaltet und man ist eben ins Internet-Café, hat im Hotel das Festnetztelefon genutzt oder sich zur Not vor Ort ne SIM gekauft. Jeder, der mal im Urlaub ne Handyrechnung von 500¤ gemacht hatte, ist das wohl nur einmal passiert. Danach war er geheilt. Sprich, der Provider hat nie mehr was dran verdient.

    Und ich hoffe, dass die Provider mittlerweile intelligent genug sind, dass sie zumindest in der EU faire Beträge fürs Roaming verlangen, sodass man als Kunde auch im Ausland das Internet nutzt und die Handyrechnung maximal 10¤ höher ist.

  6. Re: Und wo ist das Problem?

    Autor: eXXogene 07.06.17 - 00:14

    Hatuja schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Früher oder später werden alle Provider es machen, wie jetzt schon viele
    > Billig-Anbieter:
    > Die bestehenden Tarife, die Roaming beinhalten, werden massiv teurer.
    > Willst du deinen jetzigen Preis behalten, musst du in einen
    > Deutschland-Only-Tarif wechseln! Bist du dann tatsächlich mal ins Ausland,
    > musst du für die Zeit teure Roaming-Pakete buchen!


    Ich habe vor ein paar Tagen von 1 und 1 eine Mail erhalten das ich mit meinem billig Tarif demnächst keine Roaming Gebühren mehr zahlen werde.

    Und nun?

  7. Re: Und wo ist das Problem?

    Autor: Ford Prefect 07.06.17 - 00:23

    Sorry, aber das ist jetzt nur noch Geschwafel, das an der wirtschaftlichen Realität vorbei geht.

    Fakt ist, dass Höchstsätze für die Leitungsgebühren festgeschrieben wurden. Vergleichbare Leitungsgebühren verlangen die Anbieter auch in Deutschland untereinander. Es ist also wirtschaftlich betrachtet in Zukunft nicht mehr zu rechtfertigen, für EU-Gespräche mehr Geld als für Gespräche innerhalb Deutschlands zu verlangen.

    Ferngespräche sind schon seit Jahrzehnten nicht mehr teurer als Ortsgespräche und waren eine lange Zeit durch die Möglichkeit des Call-by-call sogar günstiger als Ortsgespräche bei der Telekom.

    Irgendwann haben sich nunmal auch die Backbones abbezahlt. Weshalb der allergrößte Kostenfaktor eines Rechenzentrums auch die Stromrechnung ist, während einem Datenvolumen dort hinterhergeworfen wird, genauso wie praktisch jeder Festznetzanschluss eine Festnetzflatrate hat. Was heute noch Geld kostet, ist das Mobilfunknetz und das wird beansprucht, egal wohin oder von wo ich telefoniere.

    Wieso soll ich als Kunde weiterhin eine Leitung nach Spanien bezahlen, die schon längst ihre Investitionskosten wieder hereingeholt hat?



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 07.06.17 00:25 durch Ford Prefect.

  8. Re: Und wo ist das Problem?

    Autor: Analysator 07.06.17 - 12:55

    Wieso sollte einer der "global Player" Geld ausgeben um das schwedische Hinterland auszubauen, wenn der Kunde im schwedischen Hinterland dann eine polnische Karte kauft?

    Man muss das alles schon irgendwie umlegen können.

  9. Re: Und wo ist das Problem?

    Autor: Paule 08.06.17 - 09:54

    Ford Prefect schrieb:
    ----------------------------------------
    > Ich glaube du hast es nicht ganz verstanden.
    > Der Kern der EU-Regelung ist, dass bei den
    > Providern selbst keine hohen Roaming-Gebühren
    > für "teure Sat-Verbindungen in irgendnem
    > britischen Überseegebiet" anfallen.

    Stimmt nur bedingt.

    In dem konkreten Fall ist mit dem Brexit dann eh alles offen was Kosten angeht :-)

    Ansonsten gibt für die EU zwar zwischen den Providern eine Deckelung der Kosten pro Minute bzw. pro MByte, aber eine Roaming-Flatrate gibt es für die Provider nicht. Die Roamingkosten pro MByte liegen meist noch deutlich über dem was im eigenen Netz abgerechnet wird.

    Somit kann ein unbegrenztes Roaming für Provider leicht teurer werden als die Einnahmen die er mit dem Tarif hat. Deswegen werden bei einigen Providern vor allem bei den günstigeren Tarifen Einschränkungen bei der Auslandsnutzung gemacht.

  10. Re: Und wo ist das Problem?

    Autor: Nof 08.06.17 - 13:46

    Warum das wohl extra ausgeschlossen wurde!!!

  11. Re: Und wo ist das Problem?

    Autor: Workoft 08.06.17 - 17:18

    Analysator schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wieso sollte einer der "global Player" Geld ausgeben um das schwedische
    > Hinterland auszubauen, wenn der Kunde im schwedischen Hinterland dann eine
    > polnische Karte kauft?
    >
    > Man muss das alles schon irgendwie umlegen können.

    1. wird Dauerroaming durch diverse Maßnahmen erschwert
    2. Baut ohne staatliche Förderung niemand das Hinterland aus weil es sich nicht lohnt.

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