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"wann es Zeit ist, ins Bett zu gehen"

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  1. Re: "wann es Zeit ist, ins Bett zu gehen"

    Autor: Trollversteher 13.09.16 - 16:02

    >Ja, und gleichzeitig kommen diese Leute mit zig anderen Sachen nicht klar, wären nicht einmal beschäftigungsfähig, wenn sie körperlich fit wären.

    Und genau wie die erste Pauschalisierung ist auch diese falsch, weil wieder binär gedacht. Es schliesst sich ja nicht gegenseitig aus, sowohl mit moderner Technik umgehen zu können, als auch praktische Dinge zu erlernen, die einem das Überleben ohne die vielen kleinen Helferlein ermöglicht...

    > Die Maya sind in erster Linie von den Spaniern ausgerottet worden,

    >Der Kollaps der Maya-Hochkultur fand lange vor der Ankunft der Spanier statt. Die hatten die Inka und Azteken auf dem Gewissen, aber als sie ankamen, waren die meisten großen Städte de facto aufgegeben. Eine Situation nicht unähnlich der in Europa nach der Auflösung des römischen Reiches, nach der es eine Zersplitterung und einen erheblichen Kulturbruch gab.

    Ändert ja nichts an der Argumentation: Auch wenn die Kultur als gesamtes den Bach runterging, konnten Individuen mit praktischen Überlebensfertigkeiten besser überleben als solche, die sich vollkommen von den zvilisatorischen Vorzügen abhängig gemacht haben.

    >Um im Urlaub langfristig zu überleben muss man das lange trainiert haben.

    Du meintest vermutlich Urwald ;-)

    >Und bei der aktuellen Bevölkerungsdichte in Westeuropa wären die Wälder binnen Monaten leergefuttert, selbst wenn die meisten Menschen darin verhungert.

    Dann schlägt man sich eben in weniger besiedelete Gebiete durch - aber auch dazu muss man ohne Google wissen, wo es solche Gebiete gibt. Und auch ohne ein jahrelang ausgebildeter Survival-Profi zu sein, kann man sich in einer kleineren Überlebensgemeinschaft mit allerlei möglichem praktischen Wissen nützlich machen - als Smartphone-Junkie, der zwar weiß, wie und wo man die seltesten Pokemons findet, aber keinerlei praktisches Wissen für das Überleben in einer "Low-Tech" Umgebung mitbringt, ist man dann nur ein lästiger Klotz am Bein...

    >Meinst Du mit Feuerstein den echten Feuerstein? Den findest Du nicht überall, in einigen Gegenden ist er so selten, dass Du ohne konkrete Geologiekenntisse keine Lager finden wirst. Wo kriegst Du also auf Deiner Flucht Feuerstein her?

    Naja, der ist in Deutschland schon recht weit verbreitet, wenn nicht, gibt es immer noch die Methode mit Seil und Stock, etc. Aber wie gesagt, das war ja eh nur ein Beispiel von vielen.

    >Man kann nicht aus „nichts“ etwas zusammenbauen. Insbesondere im Urwald. Es hat schon seinen Grund, warum die Leute da auf Substinenziveau leben.

    Im Urwald ist aber nicht "nichts" - ich bin zwar nicht im Urwald, aber in direkter Näher eines großen Waldgebietes aufgewachsen, und wir haben als Kinder schon, nur mit einem Taschenmesser ausgerüstet, alles mögliche aus allem was man im Wald so findet gebaut - bis hin zu Wasserdichten Hütten in denen ein erwachsener Mensch locker Platz findet. Und es geht nicht darum, dort wie Adam und Eva im Paradies zu leben, sondern um halbwegs zu überleben.

    >Ja und? Und was machst Du dann mit dem Feuerstein? Kannst es ja den Einwohnern von Aleppo erzählen, dass sie nur in den Urwald gehen müssen.

    Wenn Du ein wenig handwerkliche Kenntnisse hast, kannst Du den Leuten beim Wiederaufbau oder dem errichten von Notunterkünften helfen (bzw. für Deine eigene Unterkunft sorgen). Wenn Du grundlegende Ahnung von Erste Hilfe hast, kannst Du Wunden versorgen. Wenn Du weisst, wie man an Wasser rankommt, und dass man es in solchen Zeiten besser abkocht bevor man es trinkt, ist das auch sehr praktisch. Wenn Du eine ungefähre Ahnung von der Gegend hast, ohne dafür auf Google-Maps oder einen Navi schauen zu müssen, ist das ebenfalls sehr hilfreich. Wenn Du weisst wie man Fallen für Kleintiere oder eine Angel baut - auch gut - etc. etc.

    >Ja, weil die anderen in einer Bande zu 5 sind, bewaffnet sind und auch kein Problem haben werden, Dich zu erschießen. Da kannst Du Krav Magag gelernt haben wie Du willst.

    Evtl. habe ich nützliches Wissen für diese Bande anzubieten. Vielleicht habe ich auch gelernt, wie man unentdeckt bleibt, und wie man ihr Verhalten durch Beobachtung aus der Ferne abschätzen kann. Vielleicht habe ich auch selbst ein eWaffe dabei - ist alles kein Argument dafür, keine "Außertechnischen" Fähigkeiten zu entwickeln.

    >Ja, und es bleibt mehr Zeit für den Erwerb solcher Fähigkeiten, wenn man sich nicht mit Kleinigkeiten beschäftigt, die ein Computer oder eine Maschine für einen machen kann.

    He, ich bin weder ein Eremit, noch technikfeindlich eingestellt (das hatte ich eingehend schon deutlich betont). Ich hab ja nie behauptet, Computer oder Maschinen wären generell etwas schlechtes, ich sagte nur: Man muss aufpassen, dass man sich nicht vollends von ihnen abhängig macht, und andere wichtige Fertigkeiten dabei verlernt/sie sich gar nicht erst aneiget.

    >Zumal kein Mensch greinend rumstehen wird wenn er mal nicht vom seinem Computer daran erinnert wird, dass er eine Stunde früher schlafen gehen sollte.

    Auch darauf bin ich weiter oben schon eingegangen, und habe dazu im Grunde exakt das gleiche wie Du gesagt - manchmal ist es schon hilfreich, die ganze Diskussion zu lesen ;-)



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 13.09.16 16:16 durch Trollversteher.

  2. Re: "wann es Zeit ist, ins Bett zu gehen"

    Autor: Trollversteher 13.09.16 - 16:08

    >nein. tut mir leid. ich sehe diese grenze nicht. die einzige grenze die ich sehe sind menschen die sich erst mal umgewöhnen müssen.

    Dann schau lieber mal genauer hin. Alleine die Verlagerung sämtlichen Wissens in die Hände von Google oder meinetwegen nach Wikipedia - was man früher im Kopf hatte, hat man heute in der Suchmaschine. Existiert diese nicht mehr, ist das Wissen verloren.

    >kleine anekdote am rande: als kind (bin jetzt 33) hab ich mal ne doku gesehen. das waren die anfänge des internets und es wurde jemand gezeigt der internetsüchtig ist. warum? weil er vor der arbeit seine mails gecheckt hat und manchmal sogar noch mit jemandem ge-chatet hat!!! die leute kannten das halt nicht. war für sie assozial. spul jetzt mal 25 jahre vor zu heute...

    Das ist eindeutig "vor der Grenze" - das ist das, was Du beschreibst: Die Angst vor einer neuen Technologie und die Umgewöhnung an den täglichen Umgang damit.

    >also gehe ich ein bewusstes risiko ein: jawohl, ich verlasse mich darauf das wir in meiner lebenszeit nicht wie die syrer enden.

    >sogesehen ist es eine wette. ich nutzte 100% meiner zeit für fähigkeiten die ich im hier und jetzt und in der wahrscheinlichsten zukunft nutze werden können.

    Und ich teile es eben auf, beruflich bilde ich mich ständig in neuen Technologien weiter, privat gehe ich mittlerweile lieber in den Hobbykeller und baue Sachen. Aus einfachen Materialien. Oder gehe wandern und schaue mir an was die Natur so zu bieten hat bzw. lasse mir von meiner kräuterkundigen Freundin erklären, welches Kraut man wofür verwenden kann.

    >du hingegen nutzt einen gewissen teil dieser 100% (spielt keine rolle ob 3% oder 30%) um fähigkeiten zu lernen die man vor x jahren gebraucht hat oder die man auch heute noch in absoluten sonderfällen nutzen kann.

    Die kann man eigentlich ständig nutzen, wenn man nicht den ganzen Tag vor der Kiste hockt.

    >jedem das seine.

    Also ich bin der letzte, der anderen irgendwelche Vorschriften macht - ich finde nur die Entwicklung, dass wir uns in beinahe allen Bereichen des Lebens von technischen "Krücken", und vor allem Konzernen wie Google, Apple oder facebook abhängig machen bedenklich, und äussere mich dazu...

  3. Re: "wann es Zeit ist, ins Bett zu gehen"

    Autor: Trollversteher 13.09.16 - 16:11

    >Ich sehe hier vor allem noch das Thema Beeinflussung.

    Richtig. Das kommt noch dazu. Immer mehr Menschen nutzen zB mittlerweile ausschliesslich facebook als Nachrichtenportal, man liest also nicht nur keine Zeitung mehr, man schaut auch schon nicht mehr bei SPON, Golem & Co direkt 'rein, sondern schaut täglich, was der facebook Algorithmus meint, was für uns interessant und wichtig sein könnte. Das gibt facebook eine unheimliche Macht - auch wenn der "informierte Nerd" sich von facebook & Co fernhält - wenn die Merheit der Wählerschaft sich darüber informiert, betrifft es Dich genau seo...

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