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Wer schaltet so etwas freiwillig ein?
Autor: Prof.Dau 07.05.21 - 15:41
Mir fallen da nur:
Entwickler ein, zum testen,
oder Leute, die das ausversehen eingeschaltet haben. -
Re: Wer schaltet so etwas freiwillig ein?
Autor: BBQ_QBB 07.05.21 - 15:44
Die Einstellung ist doch von Haus aus aktiviert?
Mann muss es Manuell ändern das die Apps keinen Zugriff haben. -
Re: Wer schaltet so etwas freiwillig ein?
Autor: ClausWARE 07.05.21 - 15:45
Und Leute die bewusst einen App-Entwickler unterstützen wollen, das ist wie ein bewusstes Ausschalten von Adblock & Co auf bestimmten Seiten.
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Re: Wer schaltet so etwas freiwillig ein?
Autor: ClausWARE 07.05.21 - 15:48
Da ist nichts automatisch aktiv, wenn die App-Anbieter dazu gezwungen sind, dich erst zu fragen wie Du es gerne hättest. Der Aufwand zwischen ablehnen und zustimmen ist identisch.
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Re: Wer schaltet so etwas freiwillig ein?
Autor: lala1 07.05.21 - 15:59
Man schaltet Adblock auf bestimmten Seiten ab? Also ich nicht.
Wenn dann nutze ich Ad-Nauseum ... das klickt im Hintergrund wahllos Werbung aber zeigt sie nicht an.
Aber den Werbeblocker abschalten ist doch so wie ohne FFP2 Maske auf die Corona Intensivstation gehen.
By the way .. nur weil Werbung angezeigt wird unterstützt man keine Entwickler. Die muss auch geklickt werden. -
Re: Wer schaltet so etwas freiwillig ein?
Autor: OMGle 07.05.21 - 16:23
BBQ_QBB schrieb:
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> Die Einstellung ist doch von Haus aus aktiviert?
> Mann muss es Manuell ändern das die Apps keinen Zugriff haben.
Nö, im Gegenteil. Sogar die Möglichkeit, um Erlaubnis zu fragen, ob die App dich tracken darf, isz deaktiviert.
Benutzer müssen zuerst in den Einstellungen den Schalter aktivieren, damit Apps überhaupt fragen dürfen, und erst dann können Benutzer das Tracking erlauben odet ablehnen. -
Re: Wer schaltet so etwas freiwillig ein?
Autor: Yash 07.05.21 - 16:42
lala1 schrieb:
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> Aber den Werbeblocker abschalten ist doch so wie ohne FFP2 Maske auf die
> Corona Intensivstation gehen.
Gratuliere, du hast es geschafft, den dümmsten und zynischsten Vergleich zu bringen, den ich seit langer Zeit gelesen habe.
Und zur Frage:
Leute die wissen, dass das Angebot nur aufrecht erhalten werden kann, wenn es sich über zielgerichtete Werbung finanziert. -
Re: Wer schaltet so etwas freiwillig ein?
Autor: ikhaya 07.05.21 - 16:58
Oder direkt dafür bezahlt was auch eine absolut legitime Variante ist.
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Re: Wer schaltet so etwas freiwillig ein?
Autor: berritorre 07.05.21 - 17:36
Das ist eine legitime Variante, aber ich kann dir versichern, dass man davon nicht leben kann. Und der Aufwand für die paar Hanseln die das wirklich machen ist auch nicht zu verachten.
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Re: Wer schaltet so etwas freiwillig ein?
Autor: smarty79 07.05.21 - 21:18
Man könnte ja einfach mal Online-Werbung jedweder Art verbieten, wenn ja eh nur offensichtlich unmündige Bürger Tracking akzeptieren. Wäre spannend zu sehen, was dann noch übrig bleibt…
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Re: Wer schaltet so etwas freiwillig ein?
Autor: Hyde Mr 08.05.21 - 08:50
OMGle schrieb:
… ob die App dich tracken darf, isz deaktiviert.
…
Genau so ist es richtig.
Bei einem Gerät was ich (erheblich über den Materialwert) bezahlt habe, erwarte ich das es für mich arbeitet und selbstredend die Voreinstellung maximal in meinem möglichem Interesse gegeben sind. -
Re: Wer schaltet so etwas freiwillig ein?
Autor: smarty79 08.05.21 - 09:17
Wie gesagt: Verbietet Tracking und das Internet in seiner Form ist tot!
Ich glaube, Ihr kennt die Zeiten gar nicht mehr, als Werbung im Internet nicht personalisiert war und das maximal kostenlose 10MB Speicher bei web.de und die Prügelpause waren. -
Re: Wer schaltet so etwas freiwillig ein?
Autor: BiGfReAk 08.05.21 - 12:00
Werbung wird zwar verteufelt, aber ohne Werbung können sich viele Seiten und Anwendungen gar nicht mehr finanzieren
Außerdem sehe ich lieber Werbung die meinen Interessen entspricht als irgendeinen Müll angezeigt zu bekommen
Die Werbung wird ja trotzdem angezeigt, egal ob man zustimmt oder ablehnt -
Re: Wer schaltet so etwas freiwillig ein?
Autor: LH 08.05.21 - 12:26
smarty79 schrieb:
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> Wie gesagt: Verbietet Tracking und das Internet in seiner Form ist tot!
Sterben wird nur der Teil, welcher sich auf das Verkaufen der Kundendaten stützt. Das aber ist kein großer Verlust, und nicht mit dem Internet als solches gleichzusetzen.
Das Internet braucht kein Werbetracking.
> Ich glaube, Ihr kennt die Zeiten gar nicht mehr, als Werbung im Internet
> nicht personalisiert war und das maximal kostenlose 10MB Speicher bei
> web.de und die Prügelpause waren.
Natürlich gab es in der Vergangenheit weniger freien Speicher, das dürfte keiner Erklärung bedürfen. Zudem gab es damals oftmals keine üblichen Premiumdienste, die eine Querfinanzierung ermöglicht haben.
Der tot der personalisierten Werbung wird für alle nur von Vorteil sein. Natürlich wird es mehr Bezahlangebote geben, aber gleichzeitig müssen sich Anbieter eben auch mehr anstrengen, wenn ein Dienste von Kunden bezahlt wird.
Es ist eben besser der Kunde zu sein, als das Produkt. -
Re: Wer schaltet so etwas freiwillig ein?
Autor: LH 08.05.21 - 12:33
berritorre schrieb:
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> Das ist eine legitime Variante
Korrekt.
> aber ich kann dir versichern, dass man davon nicht leben kann
> Und der Aufwand für die paar Hanseln die das
> wirklich machen ist auch nicht zu verachten.
Das Problem für viele Angebote ist nicht der Kaufwille der Nutzer, vielmehr ist es das eigentlich fragwürdige Geschäftsmodell vieler Konkurrenten, welche mit Tracking und Datenverkauf Geld verdienen.
Wenn ein Kunde endlich wieder Kunde ist, und nicht das Produkt, das verkauft wird, wäre die Situation allgemein viel besser.
So wenig ich Apple in vielen Punkten schätze, so sehr haben sie hier doch recht. Und aus gutem Grund sind mehr iOS Apps Bezahlanwendungen im Vergleich zu Android, wo eine Werbefirma das OS liefert...
Wenn der Wert von personalisierter Werbung ohne Tracking sinkt, dann wird es auch wieder wichtiger für alle Anbieter, bessere Geschäftsmodelle zu finden. Am Ende kann das dafür sorgen, dass Bezahlanwendungen interessanter und akzeptierter werden. -
Re: Wer schaltet so etwas freiwillig ein?
Autor: LH 08.05.21 - 12:36
BiGfReAk schrieb:
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> Werbung wird zwar verteufelt, aber ohne Werbung können sich viele Seiten
> und Anwendungen gar nicht mehr finanzieren
Dann ist hier Geschäftsmodell schlecht und sie sterben auf Dauer zu recht.
Oftmals scheitert es eben auch an den Anbieter. Aus gutem Grund ist z.B. Spotify erfolgreich: Es bündelt die Musik und ermöglicht es, mit einem Abo alles zu hören. Aber bei Webseiten will jeder sein eigenes Süppchen kochen (auch golem...). Das geht dann eben nicht, und daran sind dann auch nicht die Kunden schuld.
Oder nehmen wir Seiten wie Der Spiegel: Da gibt es dutzende Bezahlartikel auf der Startseite, aber schon der Teaser zeigt, dass dahinter kaum etwas interessantes zu finden ist. Das war dann auch oft in den Foren zu lesen, bis diese bei Bezahlartikel auch nur noch von zahlenden Kunden gelesen werden können. Das Problem zu verstecken hilft natürlich nicht. Bessere Inhalte würden helfen, aber den Weg will man wohl nicht gehen ;)
> Außerdem sehe ich lieber Werbung die meinen Interessen entspricht als
> irgendeinen Müll angezeigt zu bekommen
> Die Werbung wird ja trotzdem angezeigt, egal ob man zustimmt oder ablehnt
Persönlich würde ich kein System nutzen, dass mir Werbung aufzwingt. Ich sehe auch keine Werbung, nirgendwo. Jedes meiner Systeme hat Adblocker.
1 mal bearbeitet, zuletzt am 08.05.21 12:37 durch LH. -
Re: Wer schaltet so etwas freiwillig ein?
Autor: 1e3ste4 08.05.21 - 14:01
Hyde Mr schrieb:
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> Bei einem Gerät was ich (erheblich über den Materialwert) bezahlt habe
Der Satz geht ja auch gut los. Die Arbeit, dass das Gerät so ist, wie es ist, ist für dich also wertlos?
Verlangst du beim Bäcker auch, dass das Brötchen so viel kosten soll wie die genutzten Getreidesamen? -
Re: Wer schaltet so etwas freiwillig ein?
Autor: Atzu 08.05.21 - 20:26
berritorre schrieb:
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> Das ist eine legitime Variante, aber ich kann dir versichern, dass man
> davon nicht leben kann.
Wenn man davon nicht leben kann dann hat man auch kein Produkt oder Business. -
Re: Wer schaltet so etwas freiwillig ein?
Autor: angrest 10.05.21 - 10:01
Und genau das ist ein Irrglaube: die Daten werden ja nun leider nicht nur zur Personaliesierung der Werbung genutzt, sondern über undurchsichtige Kanäle weiterverschachert - bis sie dann zum Beispiel bei der TSA oder anderen amerikanischen Behörden landen.
Dazu gab's letztens mal einen guten Artikel hier auf golem.



