Abo
  1. Foren
  2. Kommentare
  3. Handy
  4. Alle Kommentare zum Artikel
  5. › iPhone am Steuer: Apple will an…

Freiwilliges "Nicht stören" noch sinnloser als Bluetooth-Sprecheinrichtungen?

Anzeige
  1. Thema

Neues Thema Ansicht wechseln


  1. Freiwilliges "Nicht stören" noch sinnloser als Bluetooth-Sprecheinrichtungen?

    Autor: Kondratieff 22.08.17 - 10:48

    Ich kann keine Repräsentativität ausweisen, aber als Motorradfahrer kann ich sehr gut in andere Fahrzeuge reinschauen und was ich da tagtäglich erlebe, finde ich persönlich heftig.

    Überall sehe ich moderne Fahrzeuge mit Infotainment-Systemen, in Mercedes- und Audimodellen sehen diese auch noch aus wie nachträglich angebrachte Tablets. Und selbst mit diesen Systemen sehe ich ständig Autofahrer mit Handy am Ohr am Steuer.

    Oder noch besser: Achtet mal auf die Köpfe von Autofahrern im Stop-and-Go-Verkehr, wie sie immer wieder für ein paar Sekunden nach unten und dann wieder nach oben zur Straße wandern, weil sie unterwegs Whatsapp-Nachrichten lesen oder gar schreiben müssen.

    Ich behaupte: Wer die eingebauten (und weder günstigen noch sicherheitstechnisch unumstrittenen) Infotainmentsysteme der Automobile nicht per Bluetooth mit dem Smartphone koppelt, sondern lieber während der Fahrt auf dem Gerät tippt oder es sich mit der Hand ans Ohr klemmt, wird sicherlich nicht freiwillig das Telefon im Auto deaktivieren.

  2. Re: Freiwilliges "Nicht stören" noch sinnloser als Bluetooth-Sprecheinrichtungen?

    Autor: Somian 22.08.17 - 15:42

    Das verbinden von BT Geräten ist für Normalnutzer immer noch zu kompliziert. Es sollte so sein, dass sich die Geräte beim Einsteigen automatisch mit dem Fahrzeug verbinden. Momentan muss man sich minutenlang durch Menüs hangeln die in jedem Auto anders aufgebaut sind.

  3. Re: Freiwilliges "Nicht stören" noch sinnloser als Bluetooth-Sprecheinrichtungen?

    Autor: Kondratieff 22.08.17 - 15:51

    Somian schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das verbinden von BT Geräten ist für Normalnutzer immer noch zu
    > kompliziert. Es sollte so sein, dass sich die Geräte beim Einsteigen
    > automatisch mit dem Fahrzeug verbinden. Momentan muss man sich minutenlang
    > durch Menüs hangeln die in jedem Auto anders aufgebaut sind.

    Wie stellst du dir das vor? Jeder der in das Auto einsteigt - egal ob als Fahrer oder nicht, wird mit dem Infotainment-System des Fahrzeugs verbunden? Woher weiß das Auto, welches Smartphone vom Fahrer ist?

    Zudem müsste natürlich Bluetooth auf dem Smartphone an sein.

    Davon abgesehen - wurde das Telefon einmal gekoppelt, gelingt die erneute Verbindung beim Einschalten des Infotainment-Systems auch ganz automatisch (sofern Bluetooth auf dem Smartphone aktiviert ist).

  4. Re: Freiwilliges "Nicht stören" noch sinnloser als Bluetooth-Sprecheinrichtungen?

    Autor: plutoniumsulfat 22.08.17 - 16:28

    Diese ganzen Systeme bringen doch nur das Handydisplay auf ein größeres Display, was fest verbaut ist. Toll, in Deutschland erlaubt, lenkt aber genauso ab.

  5. Re: Freiwilliges "Nicht stören" noch sinnloser als Bluetooth-Sprecheinrichtungen?

    Autor: Kondratieff 22.08.17 - 16:50

    plutoniumsulfat schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Diese ganzen Systeme bringen doch nur das Handydisplay auf ein größeres
    > Display, was fest verbaut ist. Toll, in Deutschland erlaubt, lenkt aber
    > genauso ab.

    Ich denke auch, dass ein Infotainmentsystem, genauso wie alte Din-Schacht-Radios oder auch die Lüftersteuerung ablenken können.

    Allerdings gehe ich gleichzeitig davon aus, und dabei stütze ich mich auf Erkenntnisse der Arbeitsergonomie und verwandte Fächer, dass der Mensch im Alltag über die visuelle Wahrnehmungsmodalität die meisten Informationen empfängt und verarbeitet [1]. Ist der Verkehr noch im peripheren Blickfeld (Infotainment, HUD), so wird der Autofahrer schneller auf drohende Gefahrensituationen reagieren können, als wenn der Fahrer nach unten - auf den Schoß, wo das Smartphone liegt - schaut. Das größere Display hilft dann auch dabei, bestimmte Aufgaben schneller zu erledigen, als wenn man das auf dem Schoß liegende Smartphonedisplay ablesen muss. Zudem kommt hinzu, dass ein Mensch, der telefoniert oder tippt, in der Regel nur eine Hand am Steuer hat, während ein Infotainment-System häufig über das Lenkrad bedient werden kann - z.B. zur Sprachsteuerung des Smartphones).

    Aus genannten Gründen ist die Nutzung des Infotainmentsystems inklusive Freisprecheinrichtung, meiner Meinung nach, immer noch der direkten Smartphonenutzung vorzuziehen.

    [1] Gerke, W. (2015). Technische Assistenzsysteme. Vom Industrieroboter zum Roboterassistenten. Berlin/München/Boston: Walter de Gruyter GmbH.

  6. Re: Freiwilliges "Nicht stören" noch sinnloser als Bluetooth-Sprecheinrichtungen?

    Autor: Truster 22.08.17 - 17:21

    edit: Falscher Faden



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 22.08.17 17:29 durch Truster.

  7. Re: Freiwilliges "Nicht stören" noch sinnloser als Bluetooth-Sprecheinrichtungen?

    Autor: berritorre 22.08.17 - 18:03

    Das ist nur einmal notwendig. Wenn dein Mobiltelefon mal mit dem Auto vernünftig konfiguriert ist, dann verbindet es sich im Normalfall automatisch. Das würde aber heissen, man müsste sich mal 5-10 Minuten damit ordentlich beschäftigen, wenn man das Auto kauft. Danach läuft das ohne Probleme.

  8. flugmodus?

    Autor: Rulf 22.08.17 - 19:07

    aber da apple wohl kein patent drauf...

  9. Re: Freiwilliges "Nicht stören" noch sinnloser als Bluetooth-Sprecheinrichtungen?

    Autor: plutoniumsulfat 22.08.17 - 21:04

    Kondratieff schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > plutoniumsulfat schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Diese ganzen Systeme bringen doch nur das Handydisplay auf ein größeres
    > > Display, was fest verbaut ist. Toll, in Deutschland erlaubt, lenkt aber
    > > genauso ab.
    >
    > Ich denke auch, dass ein Infotainmentsystem, genauso wie alte
    > Din-Schacht-Radios oder auch die Lüftersteuerung ablenken können.
    >
    > Allerdings gehe ich gleichzeitig davon aus, und dabei stütze ich mich auf
    > Erkenntnisse der Arbeitsergonomie und verwandte Fächer, dass der Mensch im
    > Alltag über die visuelle Wahrnehmungsmodalität die meisten Informationen
    > empfängt und verarbeitet [1]. Ist der Verkehr noch im peripheren Blickfeld
    > (Infotainment, HUD), so wird der Autofahrer schneller auf drohende
    > Gefahrensituationen reagieren können, als wenn der Fahrer nach unten - auf
    > den Schoß, wo das Smartphone liegt - schaut. Das größere Display hilft dann
    > auch dabei, bestimmte Aufgaben schneller zu erledigen, als wenn man das auf
    > dem Schoß liegende Smartphonedisplay ablesen muss. Zudem kommt hinzu, dass
    > ein Mensch, der telefoniert oder tippt, in der Regel nur eine Hand am
    > Steuer hat, während ein Infotainment-System häufig über das Lenkrad bedient
    > werden kann - z.B. zur Sprachsteuerung des Smartphones).
    >
    > Aus genannten Gründen ist die Nutzung des Infotainmentsystems inklusive
    > Freisprecheinrichtung, meiner Meinung nach, immer noch der direkten
    > Smartphonenutzung vorzuziehen.
    >
    > [1] Gerke, W. (2015). Technische Assistenzsysteme. Vom Industrieroboter zum
    > Roboterassistenten. Berlin/München/Boston: Walter de Gruyter GmbH.

    Die Ablenkung ist doch schon das System an sich. Klar, wenn ich das per HUD in der Windschutzscheibe habe, kann ich noch auf Gefahren reagieren, aber viel zu spät, weil die Aufmerksamkeit nicht nach draußen geht. Das ablenkende beim Telefonieren ist doch nicht das halten des Handys, sondern das Telefonat an sich. Da ändert auch eine Freisprechanlage wenig.

  10. Re: Freiwilliges "Nicht stören" noch sinnloser als Bluetooth-Sprecheinrichtungen?

    Autor: Golressy 23.08.17 - 00:47

    Somian schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das verbinden von BT Geräten ist für Normalnutzer immer noch zu
    > kompliziert. Es sollte so sein, dass sich die Geräte beim Einsteigen
    > automatisch mit dem Fahrzeug verbinden. Momentan muss man sich minutenlang
    > durch Menüs hangeln die in jedem Auto anders aufgebaut sind.

    Kann das nicht bestätigen. Mein Smartphone verbindet sich automatisch und es fängt an die Musik weiter wiederzugeben, die zuletzt gespielt wurde.

    Für was anderes nutze ich aber BT nicht. Telefonieren während der Fahrt gibt es bei mir nicht.


    Zu Apples schuld: Apple ist meinen Augen nur schuld, wenn des Connect nicht richtig funktioniert und der Nutzer deshalb das Smartphone bedienen muss. Für mehr aber nicht.

  11. Re: Freiwilliges "Nicht stören" noch sinnloser als Bluetooth-Sprecheinrichtungen?

    Autor: Kondratieff 23.08.17 - 08:43

    Wenn du dir doch die Mühe machst, meinen Text zu zitieren, dann solltest du ihn auch lesen ;-)

    plutoniumsulfat schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die Ablenkung ist doch schon das System an sich.

    Einleitend habe ich das hier geschrieben:
    "Ich denke auch, dass ein Infotainmentsystem, genauso wie alte Din-Schacht-Radios oder auch die Lüftersteuerung ablenken können."


    > Klar, wenn ich das per HUD
    > in der Windschutzscheibe habe, kann ich noch auf Gefahren reagieren, aber
    > viel zu spät, weil die Aufmerksamkeit nicht nach draußen geht.

    Ja, auch das ist gemeinhin unter Ablenkung zu verstehen: das spätere Reagieren eben aufgrund der Ablenkung.

    > Das ablenkende beim Telefonieren ist doch nicht das halten des Handys, sondern
    > das Telefonat an sich. Da ändert auch eine Freisprechanlage wenig.

    Mein Text argumentiert ja eben, (1) dass es nicht nur die Ablenkung gibt, sondern auch das fehlende Erkennen von Gefahren, wenn die Straße überhaupt nicht mehr im Blickfeld ist. Das ist natürlich nicht der Fall, wenn das Handy am Kopf ist und der Blick auf die Straße gerichtet ist. Aber ich argumentiere auch (2), dass man tendenziell in der Gefahrensituation nur eingeschränkt(er) das Fahrzeug beherrscht, weil der Fahrer nur eine Hand am Steuer hat und womöglich (das ist jetzt reine Spekulation) eher das teure Smartphone festhält/wegsteckt, als das Lenkrad mit zwei Händen zu greifen.

    Ferner argumentiere ich, in Kombination mit (1), dass das Fahrzeugdisplay nicht nur eher die periphere Beobachtung der Straße ermöglicht, als ein auf dem Schoß liegendes Smartphone (versteckte Textkommunikation aufgrund möglicher Polizei!?), sondern dass das Display auch größer ist und bestimmte Vorgänge möglicherweise aufgrund der besseren Les-/Bedienbarkeit verkürzt (was in meiner Argumentation wiederum für mehr aber natürlich nicht für absolute Sicherheit sorgt).



    Das heißt: Ich gebe dir teilweise recht.

    Der Rest meines Textes argumentiert, dass es nicht nur die Ablenkung gibt, sondern auch

  12. Re: flugmodus?

    Autor: Kondratieff 23.08.17 - 09:00

    Rulf schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > aber da apple wohl kein patent drauf...

    Ich verstehe diesen Post nicht.

    Ich argumentiere, dass eine freiwillige Funktion, die (Mobilfunk-)Dienste auf dem Smartphone deaktiviert, nichts bringt , da einige Autofahrer auch sonst die vorhandenen Möglichkeiten, für etwas mehr Sicherheit zu sorgen, nicht nutzen. Ich habe Infotainment genannt, als naheliegende Art, den Blick Richtung Straße zu halten, beide Hände am Lenkrad zu lassen und trotzdem einen Anruf tätigen zu können.

    Natürlich gibt es noch die Möglichkeiten, die bisher von Apple implementierten Funktionen Nicht Stören und Flugmodus zu nutzen. Aber denkst du wirklich, dass man telefonierenden bzw. Nachrichten lesenden/verfassenden Autofahrern nur auf diese Funktionen aufmerksam machen müsste, um für erhöhte Sicherheit zu sorgen? Wie stellst du dir die Reaktion vor: "Oh, hätte ich nur vorher gewusst, dass es den Flugmodus gibt, hätte ich niemals während der Fahrt eine WhatsApp-Nachricht verfasst!"

  13. Re: Freiwilliges "Nicht stören" noch sinnloser als Bluetooth-Sprecheinrichtungen?

    Autor: plutoniumsulfat 23.08.17 - 13:37

    Klar hab ich ihn gelesen ;)

    Ich halte nur ein HUD oder Ähnliches für suboptimal, weil das Problem damit zwar etwas entschärft wird, durch die Ablenkung das Unfallrisiko dennoch viel höher als komplett ohne eine solche Nutzung ist. Von daher halte ich das für den falschen Weg.

Neues Thema Ansicht wechseln


Um zu kommentieren, loggen Sie sich bitte ein oder registrieren Sie sich. Zum Login

Anzeige
Stellenmarkt
  1. über Hays AG, Hamburg
  2. ESG Elektroniksystem- und Logistik-GmbH, München
  3. OPERATIONAL SERVICES GMBH & CO. KG, Frankfurt
  4. SEW-EURODRIVE GmbH & Co KG, Bruchsal

Golem pur
  • Golem.de ohne Werbung nutzen

Anzeige
Spiele-Angebote
  1. + Prämie (u. a. Far Cry 5, Elex, Assassins Creed Origins) für 62€
  2. 10,99€
  3. 15,99€


Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Fire TV (2017) im Test: Das Streaminggerät, das kaum einer braucht
Fire TV (2017) im Test
Das Streaminggerät, das kaum einer braucht
  1. Neuer Fire TV Amazons Streaming-Gerät bietet HDR für 80 Euro
  2. Streaming Update für Fire TV bringt Lupenfunktion
  3. Streaming Amazon will Fire TV und Echo Dot vereinen

Universal Paperclips: Mit ein paar Sexdezillionen Büroklammern die Welt erobern
Universal Paperclips
Mit ein paar Sexdezillionen Büroklammern die Welt erobern
  1. Disney Marvel Heroes wird geschlossen
  2. Starcraft 2 Blizzard lästert über Pay-to-Win in Star Wars Battlefront 2
  3. Free to Play World of Tanks bringt pro Nutzer und Monat 3,30 Dollar ein

Smartphoneversicherungen im Überblick: Teuer und meistens überflüssig
Smartphoneversicherungen im Überblick
Teuer und meistens überflüssig
  1. Winphone 5.0 Trekstor will es nochmal mit Windows 10 Mobile versuchen
  2. Librem 5 Das freie Linux-Smartphone ist finanziert
  3. Aquaris-V- und U2-Reihe BQ stellt neue Smartphones ab 180 Euro vor

  1. Rigiet: Smartphone-Gimbal soll Kameras für wenig Geld stabilisieren
    Rigiet
    Smartphone-Gimbal soll Kameras für wenig Geld stabilisieren

    Rigiet hat einen Stabilisator für Smartphones entwickelt, der das Gerät auch bei Bewegungen automatisch ruhig hält. So sollen verwackelte Handyvideos vermieden werden.

  2. Tele Columbus: 1 GBit würden "gegenwärtig nur die Nerds buchen"
    Tele Columbus
    1 GBit würden "gegenwärtig nur die Nerds buchen"

    Auch wenn sie die Telekom wegen ihres Vectoringausbaus kritisieren, lassen sich die Kabelnetzbetreiber bewusst Zeit beim Ausbau von Gigabitnetzen. Sehr hohe Datenraten wolle heute noch kaum einer, betonte ein großer Betreiber.

  3. Systemkamera: Leica CL verbindet Retro-Design mit neuester Technik
    Systemkamera
    Leica CL verbindet Retro-Design mit neuester Technik

    Leica entwickelt sein APS-C-System weiter und hat nun die CL vorgestellt, die sich vor allem durch einen höher auflösenden Sensor, einen schnelleren Autofokus und ein etwas verändertes Aussehen von der TL unterscheidet und an klassische Leicas erinnert.


  1. 07:38

  2. 20:00

  3. 18:28

  4. 18:19

  5. 17:51

  6. 16:55

  7. 16:06

  8. 15:51