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Bin ich der einzige, der das Urteil doof findet?

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  1. Bin ich der einzige, der das Urteil doof findet?

    Autor: Anonymer Nutzer 01.03.16 - 17:23

    Wir leben in einem Land, wo man sich seinen Vertragspartner aussuchen kann. Wenn man also bei O2 diesen Tarif gebucht hat, weiß man doch, was man da gebucht hat!?

    Wer keine Datenautomatik haben will, bucht einfach nicht diesen sondern einen anderen Tarif.

    Das Urteil ist ein weiterer Schritt in Richtung Entmündigung der Bürger. Wer nicht im Stande ist, die Vertragsbestandteile zu lesen, soll sich Hilfe holen aber nicht heulend zur Verbraucherzentrale rennen.

    Dazu kommt, das solche Urteile i.d.R. nichts bewirken. Die Anbieter vormulieren einzelne Wörter oder Passagen um, es ändert sich nichts aber das Urteil greift nichtmehr. Das ist auch mit einer der Gründe, wieso Fußnoten immer länger und komplizierter werden.

    Wer übrigens einen Tarif bucht, wo "nur" 500MB inkludiert sind, darf auch nicht meckern, wenn man nach 500MB nurnoch mit 64/16kb/s surft. Wer mehr braucht, soll einen entsprechenden Tarif bezahlen und nicht geizig das billigste abschließen weils dort das iPhone günstig gibt und dann rummeckern.
    Preislich ist Deutschland auch nicht wirklich teuer. Natürlich gibts günstigere Länder aber auch deutlich teurere. In anderen Ländern kann man teilweise garnicht wie hier einzelne Pakete buchen sondern muss direkt SMS, Telefonie und Daten kaufen und wenn die Daten aufgebraucht sind, hat man kein Internet mehr. Dann muss man erst in den Laden gehen (oder per SMS wenn noch Guthaben vorhanden ist) ein neues Paket buchen, wieder mit SMS, Telefon und Daten, auch wenn man keine SMS oder Telefonie braucht.

  2. Re: Bin ich der einzige, der das Urteil doof findet?

    Autor: ckerazor 01.03.16 - 17:25

    DAUVersteher schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wir leben in einem Land, wo man sich seinen Vertragspartner aussuchen kann.
    > Wenn man also bei O2 diesen Tarif gebucht hat, weiß man doch, was man da
    > gebucht hat!?
    >
    > Wer keine Datenautomatik haben will, bucht einfach nicht diesen sondern
    > einen anderen Tarif.
    >
    > Das Urteil ist ein weiterer Schritt in Richtung Entmündigung der Bürger.
    > Wer nicht im Stande ist, die Vertragsbestandteile zu lesen, soll sich Hilfe
    > holen aber nicht heulend zur Verbraucherzentrale rennen.
    >
    > Dazu kommt, das solche Urteile i.d.R. nichts bewirken. Die Anbieter
    > vormulieren einzelne Wörter oder Passagen um, es ändert sich nichts aber
    > das Urteil greift nichtmehr. Das ist auch mit einer der Gründe, wieso
    > Fußnoten immer länger und komplizierter werden.
    >
    > Wer übrigens einen Tarif bucht, wo "nur" 500MB inkludiert sind, darf auch
    > nicht meckern, wenn man nach 500MB nurnoch mit 64/16kb/s surft. Wer mehr
    > braucht, soll einen entsprechenden Tarif bezahlen und nicht geizig das
    > billigste abschließen weils dort das iPhone günstig gibt und dann
    > rummeckern.
    > Preislich ist Deutschland auch nicht wirklich teuer. Natürlich gibts
    > günstigere Länder aber auch deutlich teurere. In anderen Ländern kann man
    > teilweise garnicht wie hier einzelne Pakete buchen sondern muss direkt SMS,
    > Telefonie und Daten kaufen und wenn die Daten aufgebraucht sind, hat man
    > kein Internet mehr. Dann muss man erst in den Laden gehen (oder per SMS
    > wenn noch Guthaben vorhanden ist) ein neues Paket buchen, wieder mit SMS,
    > Telefon und Daten, auch wenn man keine SMS oder Telefonie braucht.


    Was mobile Datentarife angeht ist Deutschland absolute Steinzeit. Da gibt es rein gar nichts schönzureden.

  3. Re: Bin ich der einzige, der das Urteil doof findet?

    Autor: Balthazar 01.03.16 - 17:32

    Das Hauptproblem ist, dass der Verbrauche automatisch in einen teureren Tarif wechselt, wenn die Datenautomatik 3 Monate in folge ausgelöst wird und das verbietet das Vertragsrecht, wenn eine Partei einfach die Vertragskonditionen ändert ohne die Zustimmung der anderen Partei.

  4. Re: Bin ich der einzige, der das Urteil doof findet?

    Autor: Anonymer Nutzer 01.03.16 - 17:38

    Aber das stand doch im Vertrag drin. Wenn ich mit meinem Vermieter eine Mietstaffelung vereinbare bzw. eine Wohnung beziehe wo eine Mietstaffelung vereinbart wird, kann ich auch nicht zum Gericht rennen und meckern, das das ja automatisch teurer wird und ich bitte bei jeder Mieterhöhung schriftlich zustimmen muss bzw. diese auch gerne ablehnen möchte.

  5. Re: Bin ich der einzige, der das Urteil doof findet?

    Autor: wonoscho 01.03.16 - 17:49

    Nö, der Einzige bist du sicher nicht. Die Manager von O2 die finden das Urteil bestimmt auch doof. Aber aus Kundensicht ist das Urteil OK. Man kann ja nach wie vor Datenvolumen nachbuchen, nur soll man auch mitkriegen, wann und wieviel nachgebucht wird, und was das kostet.

    Zumal bei den Preisen!
    Siehe:
    https://forum.golem.de/kommentare/handy/landgericht-muenchen-gericht-erklaert-datenautomatik-von-o2-fuer-unzulaessig/gut-so/99008,4420349,4420370,read.html#msg-4420370

    Wenn es stimmt, dass O2 für 20 MB tatsächlich 3,49 Euro verlangt, dann ist das in meinen Augen sowieso ganz üble Abzocke!

    Dann ist auch klar, wieso die das lieber "automatisch" machen, also still und heimlich, dass man nicht merkt, wieviel Kohle man da abdrücken soll.

    Man muss sich das mal vorstellen.
    Das sind umgerechnet 174,50 Euro für 1GB!
    Die spinnen doch!

    Einmal nicht aufgepasst und auf ein HD Video geklickt,
    und wusch! Schon ist man möglicherweise 50 Euro los, und wenn das Video etwas länger ist, dann können es ganz "automatisch" auch schnell mal ein paar hundert Euro werden.



    4 mal bearbeitet, zuletzt am 01.03.16 18:00 durch wonoscho.

  6. Re: Bin ich der einzige, der das Urteil doof findet?

    Autor: ckerazor 01.03.16 - 17:58

    wonoscho schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Nö, der Einzige bist du sicher nicht. Die Manager von O2 die finden das
    > Urteil bestimmt auch doof. Aber aus Kundensicht ist das Urteil OK. Man kann
    > ja nach wie vor Datenvolumen nachbuchen, nur soll man auch mitkriegen, wann
    > und wieviel nachgebucht wird, und was das kostet.
    >
    > Zumal bei den Preisen!
    > Siehe:
    > forum.golem.de#msg-4420370
    >
    > Wenn es stimmt, dass O2 für 20 MB tatsächlich 3,49 Euro verlangt, dann ist
    > das in meinen Augen sowieso ganz üble Abzocke!
    >
    > Dann ist auch klar, wieso die das lieber "automatisch" machen, also still
    > und heimlich, dass man nicht merkt, wieviel Kohle man da abdrücken soll.
    >
    > Man muss sich das mal vorstellen.
    > Das sind umgerechnet 174,50 Euro für 1GB!
    > Die spinnen doch!
    >
    > Einmal nicht aufgepasst und auf ein HD Video geklickt,
    > und wusch! Schon ist man möglicherweise 50 Euro los, und wenn das Video
    > etwas länger ist, dann sogar noch viel mehr.

    25 MB sind es. Allerdings ändert das nichts daran, dass wir hier preislich im Land der Fantasie unterwegs sind. In Finnland gibt es unlimited LTE für gut 40¤ im Monat, in Österreich und Frankreich schauts auch sehr schön aus.

    Aber nun gut. Wenns nach den Anbietern ginge, hätten wir heute immer noch keine Flatrates fürs Internet. Minutenpreise wären für die Bilanzen halt echt hübscher ;)

  7. Re: Bin ich der einzige, der das Urteil doof findet?

    Autor: User_x 01.03.16 - 18:02

    staffelmieten sind akzeptabel, soweit man diese individuell mit dem mieter erstellt. auch werden diese grundsätzlich nicht mit privatpersonen vereinbart.

    bei o2 gibt es auch keinen tarif welcher die automatik nicht beinhalten würde. daher kann man schon darüber sprechen, das hier etwas im kleingedruckten untergeschoben wird.

    ich hab ähnliches bei unity media gehabt. 3 lizenzen von irgendeiner billig antivirensoftware zum vertragsbeginn. diese war aber die ersten 3 monate kostenlos und wurde vom supporter sofort auf gekündigt gesetzt.

    ähnlich agieren auch bestimmte unseriöse telefonmarketer. die rufen irgendwo an und lassen sich fernmündlich ein zeitungs- oder lotto abo durch einlullen abkaufen. willste was dagegen machen, haben die dich auf band...

  8. Re: Bin ich der einzige, der das Urteil doof findet?

    Autor: Anonymer Nutzer 01.03.16 - 18:04

    wonoscho schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Zumal bei den Preisen!
    > Siehe:
    > forum.golem.de#msg-4420370
    >
    > Wenn es stimmt, dass O2 für 20 MB tatsächlich 3,49 Euro verlangt, dann ist
    > das in meinen Augen sowieso ganz üble Abzocke!
    Ohne zu wissen was für ein Vertrag das ist, ist eine Disskusion nicht möglich. Viele Leute haben noch Altverträge weil sie zu faul zum umstellen sind oder sonstwas. Auch gibts heute noch Verträge die Hauptsächlich zum telefonieren gedacht sind (z.B. Autotelefon), da sind die Daten schweineteuer, aber dann surft man damit halt auch nicht.
    Mein Opa hat einen Tarif, wo ihn jedes KB Daten einige Euro kostet, wenn er surfen würde. Das Handy liegt aber nur im Auto fürn Notfall. Telefonieren und SMS sind ebenso schweineteuer aber dafür zahlt er monatlich auch nur 51Cent (99 Pfennig). Er braucht das aber auch nur um im Falle eines Unfalls ggf. Hilfe rufen zu können. Aktuelle Prepaidtarife wären da teurer und vor allem deutlich aufwendiger da regelmäßig Guthaben gebucht werden müsste, was nicht vertelefoniert werden würde.

    Allerdings hat doch jeder die Möglichkeit, einen solchen Tarif abzuschließen oder eben auch nicht.

  9. Re: Bin ich der einzige, der das Urteil doof findet?

    Autor: User_x 01.03.16 - 18:06

    ckerazor schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > wonoscho schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > Aber nun gut. Wenns nach den Anbietern ginge, hätten wir heute immer noch
    > keine Flatrates fürs Internet. Minutenpreise wären für die Bilanzen halt
    > echt hübscher ;)

    nicht unbedingt, dann würde es fragen geben, wie man die kunden länger telefonieren lassen könnte.

  10. Re: Bin ich der einzige, der das Urteil doof findet?

    Autor: wonoscho 01.03.16 - 18:12

    Bei knappen Gütern ist es fair, wenn nach Verbrauch abgerechnet wird, und die Kapazität in den Mobilfunknetzen ist nun mal nicht unendlich.
    Also wäre nach meiner Meinung eine Abrechnung nach verbrauchtem Volumen die beste Lösung.

    Um mal eine Zahl in den Raum zu stellen:
    Die Mobilfunk Provider könnten meinetwegen z.B. 5 Euro pro verbrauchtem GB verlangen.

  11. Re: Bin ich der einzige, der das Urteil doof findet?

    Autor: Anonymer Nutzer 01.03.16 - 18:13

    ckerazor schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > 25 MB sind es. Allerdings ändert das nichts daran, dass wir hier preislich
    > im Land der Fantasie unterwegs sind. In Finnland gibt es unlimited LTE für
    > gut 40¤ im Monat, in Österreich und Frankreich schauts auch sehr schön aus.
    Naja, in Finnland wurde das Handynetz massiv subventioniert und was dort für UMTS/LTE-Frequenzen bezahlt werden muss, weiß ich gerade nicht.
    Zu Österreich kann ich nichts sagen aber in Frankreich ist das Netz grottenschlecht im Gegensatz zu uns (was die Lizenzen dort kosten kann ich ebenfalls nicht sagen).

    Ohne die Lizenzkosten die die Anbieter bezahlen mussten ist kein Vergleich möglich und die waren in Deutschland extrem hoch. Auf die schnelle habe ich auf Heise den Betrag von 5.000.000.000¤ gefunden, welchen alle Anbieter zusammen bezahlt haben für die letzte Versteigerung. Das sind alleine ja schon 62.5¤ pro Person. Dazu kommen noch andere ersteigerte Lizenzen.

    Einfach verschiedene Länder in einen Topf zu werfen ist einfach nicht möglich.

    Ähnlich wie beim Sprit kann man das nicht vergleichen. Nur weil Deutschland etwa 6 mal soviel für einen Liter Sprit bezahlt wie Kuweit, ist Deutschland kein "fantasieland" in dem Bereich. Der Rohsprit kostet alle erstmal das gleiche.

    Frequenzauktion: http://www.heise.de/netze/meldung/Breitbandausbau-Frequenzauktion-endet-bei-5-Milliarden-Euro-2717588.html
    Benzinpreise: http://de.globalpetrolprices.com/gasoline_prices/

  12. Re: Bin ich der einzige, der das Urteil doof findet?

    Autor: Anonymer Nutzer 01.03.16 - 18:17

    wonoscho schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Bei knappen Gütern ist es fair, wenn nach Verbrauch abgerechnet wird, und
    > die Kapazität in den Mobilfunknetzen ist nun mal nicht unendlich.
    > Also wäre nach meiner Meinung eine Abrechnung nach verbrauchtem Volumen die
    > beste Lösung.
    >
    > Um mal eine Zahl in den Raum zu stellen:
    > Die Mobilfunk Provider könnten meinetwegen z.B. 5 Euro pro verbrauchtem GB
    > verlangen.
    Solche Tarife gibts ja aber die Tarife will ja kaum jemand, die wollen alle lieber nur 500MB bezahlen und dann meckern, wieso es nach einigen Tagen so langsam ist. Ich selber habe einen Tarif mit 5GB für 16¤ im Monat (ohne inkludiertes Telefonie oder SMS-Volumen, das kostet jeweils 10cent pro Minute/SMS, nach den 5GB wirds gedrosselt). Da ich kaum telefoniere und kaum SMS schreibe ist dieser Tarif für mich besser.

  13. Re: Bin ich der einzige, der das Urteil doof findet?

    Autor: wonoscho 01.03.16 - 18:25

    Deine Postings erwecken den Eindruck, dass du immer das gesamte kleingedruckte liest, und Verträge nur dann abschließt, wenn du jede Fußnote in allen ihren juristischen, technischen und wirtschaftlichen Konsequenzen vollständig verstanden hast.

    Wenn das bei dir so ist, ... sei's drum.
    Bei Normalbürgern, wie z.B. auch ich einer bin, ist das jedenfalls nicht so.
    Normalbürger wie ich, wir schließen auch schon mal Kauf- und andere alltägliche Verträge, ohne erst einen halben Tag über dem Kleingedruckten gebrütet zu haben.
    Also sollten solche Verträge so gestaltet sein, dass sie keine unfairen Fußangeln enthalten. Und eine derart extrem hochpreisige "Nachbuchautomatik" die halte ich durchaus für eine unfaire Fußangel.

  14. Re: Bin ich der einzige, der das Urteil doof findet?

    Autor: Keridalspidialose 01.03.16 - 18:27

    Ob du der einzige bist der keine Kontrolle über seine Kosten haben möchte?
    Man kann nicht ausschließen dass es noch andere gibt.

    Aber generell ist Kostenkontrolle im Sinne des Verbrauchers. So wie das Urteil.

    ___________________________________________________________



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 01.03.16 18:27 durch Keridalspidialose.

  15. Re: Bin ich der einzige, der das Urteil doof findet?

    Autor: wonoscho 01.03.16 - 18:30

    Nö, es geht nur darum, dass die Nachbuchoptionen einigermaßen fair sein sollten.
    Bei Congstar z.B. bekomme ich eine SMS, wenn mein Datenvolumen zur Neige hgeht, und wenn ich will, dann kann ich 300 MB für 4,90 Euro nachbuchen.

  16. Re: Bin ich der einzige, der das Urteil doof findet?

    Autor: ckerazor 01.03.16 - 18:36

    wonoscho schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Bei knappen Gütern ist es fair, wenn nach Verbrauch abgerechnet wird, und
    > die Kapazität in den Mobilfunknetzen ist nun mal nicht unendlich.
    > Also wäre nach meiner Meinung eine Abrechnung nach verbrauchtem Volumen die
    > beste Lösung.
    >
    > Um mal eine Zahl in den Raum zu stellen:
    > Die Mobilfunk Provider könnten meinetwegen z.B. 5 Euro pro verbrauchtem GB
    > verlangen.

    Wir sind aktuell bei ca. 15¤ für 5GB, also bei 3 Euro pro Gigabyte. IMHO wäre maximal 1¤ pro Gigabyte akzeptabel. Die Sache mit dem knappen Gut stimmt im LTE Zeitalter eh nicht mehr wirklich. An den Hotspots gibt es viele Mini und Microzellen und jede Zelle hat ihre paar hundert Mbit Kapazität. Sehe da kein Problem, das verteilt sich gut genug.

  17. Re: Bin ich der einzige, der das Urteil doof findet?

    Autor: Anonymer Nutzer 01.03.16 - 18:37

    Nein, alles lese ich mir nicht durch, nur die relevanten Stellen, damit ich weiß, was ich da abschließe.

    Bei den Verträgen steht offen dabei, dass diese eine "Datenautomatik" haben. Wenn ich also nicht weiß, was eine Datenautomatik ist, gucke ich im entsprechenden Punkt nach und sehe, was das ist. Als ich "Datenautomatik" das erste mal gelesen hatte bei einem Vertrag wusste ich auchnicht, was die damit genau meinen und habe den entsprechenden Abschnitt in der Fußnote gelesen und beschlossen: "Nein, das is nix für mich!". Wenn ich nach einem Handyvertrag gucke, gucke ich aber z.B. immer, auf wieviel KB ich begrentzt werde, bevor ich ihn in die engere Wahl nehme bzw. abschließe. Auch gucke ich mir die Taktung der Tarife an. Das kostet mich pro Tarif etwa 5 Minuten um alle für mich wichtigen Infos zu bekommen. Wer natürlich nur 2 Sekunden pro Tarif investiert ist selber Schuld.
    Aber um eigene Dummheit auszugleichen sollten einfach keine Gerichte benötigt werden. Man fliegt dann einmal auf die Fresse und ist dann schlauer und ließt beim 2. mal etwas genauer.

    Natürlich gibts unbelehrbare Leute wie eine Kollegin, welche eine Abmahnung bekommen hat weil sie während der Arbeitszeit auf Facebook surfte ... nach der 4. Abmahnung (da war der AG schon sehr entgegenkommend) wurde ihr dann fristlos gekündigt und sie rannte zum Arbeitsgericht ... zum Glück war die Verhandlung kurz! (Die Kündigung war rechtens.)

  18. Re: Bin ich der einzige, der das Urteil doof findet?

    Autor: Anonymer Nutzer 01.03.16 - 18:38

    Ich bin für Kostenkontrolle. Aber wieso schließt man einen Vertrag ab, wo man keine Kostenkontrolle hat? Bzw. man schließt doch bewusst einen solchen Vertrag ab und weiß doch eigentlich, "Okay, der Vertrag kostet mich zwischen X¤ und Y¤.".

  19. Re: Bin ich der einzige, der das Urteil doof findet?

    Autor: Anonymer Nutzer 01.03.16 - 18:43

    wonoscho schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Nö, es geht nur darum, dass die Nachbuchoptionen einigermaßen fair sein
    > sollten.
    Ich zitiere mich mal selber aus folgendem Beitrag:
    https://forum.golem.de/kommentare/handy/landgericht-muenchen-gericht-erklaert-datenautomatik-von-o2-fuer-unzulaessig/bin-ich-der-einzige-der-das-urteil-doof-findet/99008,4420492,4420532,read.html#msg-4420532

    "Mein Opa hat einen Tarif, wo ihn jedes KB Daten einige Euro kostet, wenn er surfen würde. Das Handy liegt aber nur im Auto fürn Notfall. Telefonieren und SMS sind ebenso schweineteuer aber dafür zahlt er monatlich auch nur 51Cent (99 Pfennig)."
    Die Leute haben doch genau diesen einen Vertrag abgeschlossen mit xMB inklusivvolumen und Datenautomatik welche einen evtl. in einen höheren Tarif stuft.
    > Bei Congstar z.B. bekomme ich eine SMS, wenn mein Datenvolumen zur Neige
    > hgeht, und wenn ich will, dann kann ich 300 MB für 4,90 Euro nachbuchen.
    Keine Ahnung ob der Tarif von oben verlinkten "User_x" selber geändert wurde oder der Anbieter ihn umgestellt hat aber er bezahlt nun auch "nurnoch" 3.99¤ für 200MB (auch die letzte SMS lesen). Wiealt der Tarif vorher war, müsste er uns mal sagen aber auch da gilt, er hat ihn abgeschlossen und sollte wissen, was er da abschließt.

  20. Re: Bin ich der einzige, der das Urteil doof findet?

    Autor: Arkarit 01.03.16 - 18:54

    DAUVersteher schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > .. In anderen Ländern kann man
    > teilweise garnicht wie hier einzelne Pakete buchen sondern muss direkt SMS,
    > Telefonie und Daten kaufen und wenn die Daten aufgebraucht sind, hat man
    > kein Internet mehr. Dann muss man erst in den Laden gehen (oder per SMS
    > wenn noch Guthaben vorhanden ist) ein neues Paket buchen, wieder mit SMS,
    > Telefon und Daten, auch wenn man keine SMS oder Telefonie braucht.

    Tja, so sieht es halt in Ländern aus, wo es nicht so doofe Urteile gibt.

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