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Der Mast steht doch schon am Ortsrand und nicht mitten im Wohngebiet!
Autor: trundleone 07.06.23 - 19:19
Irgendwo müssen solche Masten ja stehen.
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Re: Der Mast steht doch schon am Ortsrand und nicht mitten im Wohngebiet!
Autor: root666 07.06.23 - 19:29
trundleone schrieb:
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> Irgendwo müssen solche Masten ja stehen.
Du kennst doch die Mentalität "Wasch mir den Pelz aber mach mich nicht nass". Jeder will gutes Netz, keiner will so einen Mast in der Nähe. -
Re: Der Mast steht doch schon am Ortsrand und nicht mitten im Wohngebiet!
Autor: hauptberuflich_Zyniker 07.06.23 - 20:08
root666 schrieb:
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> trundleone schrieb:
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> > Irgendwo müssen solche Masten ja stehen.
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> Du kennst doch die Mentalität "Wasch mir den Pelz aber mach mich nicht
> nass". Jeder will gutes Netz, keiner will so einen Mast in der Nähe.
Wobei es durchaus Mittel und Wege gibt, diese Masten ästhetisch ansprechender zu gestalten bzw zu verstecken.
Hilft natürlich nicht gegen die Strahlungs-Aluhutträger... -
Re: Der Mast steht doch schon am Ortsrand und nicht mitten im Wohngebiet!
Autor: Jan86 07.06.23 - 20:36
Sieht auf der Karte so aus, ja. Dort ist aber gerade erst ein Wohngebiet gebaut worden und das nächste mit über 100 Wohneinheiten ist direkt auf dem gleichen Acker in Planung. Wir haben in Deutsch Evern wirklich genügend freie Flurflächen, die in der Nähe der Gleise stehen und nicht 50 Meter vom nächsten Haus entfernt stehen.
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Re: Der Mast steht doch schon am Ortsrand und nicht mitten im Wohngebiet!
Autor: trundleone 07.06.23 - 21:26
Der Bereich um den Mast bleibt weiterhin frei. Eine Wohngebiet entsteht erst in rund 200 Meter Entfernung. So jedenfalls dem Flächennutzungsplan zu entnehmen.
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Re: Der Mast steht doch schon am Ortsrand und nicht mitten im Wohngebiet!
Autor: Jan86 07.06.23 - 21:58
Der Bereich 35 Meter um den Turm muss frei bleiben. Die nächsten direkten Nachbarn sind vielleicht 50, höchstens 60 Meter entfernt. Der Reithof 70 Meter. Der Fuchsberg mit den ganzen Mehrfamilienhäusern liegt keine 120 Meter entfernt. Das gesamte Wohngebiet und die Landschaft sind extrem flach. Die freuen sich jetzt alle über einen 40 Meter hohen Funkmasten hinter ihrem Garten.
Versteh mich nicht falsch. In Hamburg würde sich niemand aufregen, weil irgendwo müssen die Masten ja stehen und der Netzausbau ist wichtig. Aber bei dem Funkmast geht es lediglich darum, das Bahnnetz auszubauen (das Dorf ist schon durch drei weitere Masten mit 5G versorgt). Und andere Standorte in 200-300 Meter Entfernung hätte es bei so vielen Feldern reichlich gegeben.
1 mal bearbeitet, zuletzt am 07.06.23 22:08 durch Jan86. -
Re: Der Mast steht doch schon am Ortsrand und nicht mitten im Wohngebiet!
Autor: TommyH 07.06.23 - 22:21
Jan86 schrieb:
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> Der Bereich 35 Meter um den Turm muss frei bleiben. Die nächsten direkten
> Nachbarn sind vielleicht 50, höchstens 60 Meter entfernt. Der Reithof 70
> Meter. Der Fuchsberg mit den ganzen Mehrfamilienhäusern ist liegt keine 120
> Meter entfernt. Das gesamte Wohngebiet und die Landschaft sind extrem
> flach. Die freuen sich jetzt alle über einen 40 Meter hohen Funkmasten
> hinter ihrem Garten.
Das ist ein Gejammer - ich wohne im Landkreis Peine, hier steht auf einem ehemaligen Industrielände am Ortsrand (was direkt an den Ort angrenzt) ein 60 Meter Mast von O2, auf dem sich seit ein Paar Jahren auch Vodafone eingemietet hat... Die Räumlichkeiten auf dem Industrielände wurden schon lange aufgegeben bzw. sind jetzt Wohnungen und Reihenhäuser... Der Mast steht etwa 10 Meter von der Terrasse weg... Die da stört sich keiner dran und hier im Ort und angrenzenden Wohngebiet sind alle froh, denn hier im Ort hat man von dem beiden Anbietern im Ganzen Ort bis in die Keller sehr guten empfang... Ganz anders die Telekom, die quasi gar nicht verfügbar ist, weil sie nur einen Sender am anderen Ende des Orts in geringer Höhe (16m) auf dem Dach einer ehemaligen Schule hat und da ein paar Straßen weiter schon nichts mehr ankommt... Nicht zuletzt, weil direkt gegenüber auf der anderen Straßenseite vor dem Sender ein Wohnblock steht der genauso hoch ist - wobei die im obersten Stockwerk genau auf der Höhe sind und das bei denen wiederum genau reinsenden müsste... Ihr seid also wirklich nicht arm dran und der Nabel der Welt... -
Re: Der Mast steht doch schon am Ortsrand und nicht mitten im Wohngebiet!
Autor: Nutzer-name 07.06.23 - 23:00
Jan86 schrieb:
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> Versteh mich nicht falsch. In Hamburg würde sich niemand aufregen, weil
> irgendwo müssen die Masten ja stehen und der Netzausbau ist wichtig. Aber
> bei dem Funkmast geht es lediglich darum, das Bahnnetz auszubauen (das Dorf
> ist schon durch drei weitere Masten mit 5G versorgt). Und andere Standorte
> in 200-300 Meter Entfernung hätte es bei so vielen Feldern reichlich
> gegeben.
Was soll man denn hier sagen? Egoismus pur!
In Hamburg ist das also gar kein Problem und irgendwo müssen die ja stehen.
Aber bei euch bitte nur so viele, wie genau für das Dorf benötigt werden.
Ganz egal ob die jemals durch die paar Anwohner überhaupt kostendeckend "bezahlt" werden.
Eigentlich müsste die Telekom vollständig alle Masten abbauen und auch die Versorgung via Kabel einstellen. -
Re: Der Mast steht doch schon am Ortsrand und nicht mitten im Wohngebiet!
Autor: Jan86 07.06.23 - 23:30
Nein, da hast du mich missverstanden oder ich ab mich falsch ausgedrückt - Sorry.
Natürlich müssen die Masten irgendwo stehen. Es kann nur über mögliche Standorte gesprochen werden, wenn ich überhaupt eine Auswahl habe. Das hat nichts mit Egoismus zu tun, Netzausbau ist wichtig. Und wenn ich in einer Metropole lebe, dann stehen die Funkmasten sowieso faktisch überall, da gibt es keine Freiflächen. Es hat sich ja auch keiner über die letzten 3 Masten aufgeregt. Ob die auf den Häuserdächern in Hamburg überhaupt auffallen, ist eine andere Frage.
Deutsch Evern ist landschaftlich betrachtet aber nicht Hamburg. Hier fällt der 40 Meter hohe Mast inmitten von maximal 10 Meter hohen Häusern direkt ins Auge und das tut einfach nicht Not. Die Gemeinde hat zweimal 2021 den Funkmast an dieser speziellen Stelle abgelehnt, weil das ganze Dorf von Ackerflächen umgeben ist und es genügend Freiflächen gibt, die buchstäblich niemanden stören. Der Mast darf hier in einem 200-300 Meter Abstand zur Bahn fast überall gebaut werden. Die Gemeinde versteht nur nicht, warum er ausgerechnet dort gebaut wird, wenn genügend Alternativen bestünden. Deshalb die Gespräche mit der Telekom, aber der Mast nicht ein paar Meter weiter weggestellt werden kann.
Du bekommst dein 5G im Zug also in jedem Fall. Ich glaube, keiner außerhalb von Deutsch Evern muss sich ernsthaft drüber aufregen, dass die Bürger den Mast hier gerne auf ein Nachbarfeld schieben würden. Und ich glaube, es würde auch keiner darüber sprechen, wenn anders als in den anderen Presseartikeln hier nicht Ponys als angebliche 5G-Kritik verkauft worden wären. -
Re: Der Mast steht doch schon am Ortsrand und nicht mitten im Wohngebiet!
Autor: southy 08.06.23 - 09:00
Jan86 schrieb:
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> Hier fällt
> der 40 Meter hohe Mast inmitten von maximal 10 Meter hohen Häusern direkt
> ins Auge
Also ein Mast auf 0m hohen Feldern, incl Betriebsgebäude und Straße dahin, würde ja wohl noch mehr ins Auge fallen. Sowohl hoch wie breit.
> und das tut einfach nicht Not. Die Gemeinde hat zweimal 2021 den
> Funkmast an dieser speziellen Stelle abgelehnt, weil das ganze Dorf von
> Ackerflächen umgeben ist und es genügend Freiflächen gibt, die buchstäblich
> niemanden stören. Der Mast darf hier in einem 200-300 Meter Abstand zur
> Bahn fast überall gebaut werden. Die Gemeinde versteht nur nicht, warum er
> ausgerechnet dort gebaut wird, wenn genügend Alternativen bestünden.
> Deshalb die Gespräche mit der Telekom, aber der Mast nicht ein paar Meter
> weiter weggestellt werden kann.
>
Also da habt Ihr doch Eure Antwort:
" Die Gemeinde versteht nur nicht, warum er ausgerechnet dort gebaut wird, wenn genügend Alternativen bestünden."
Die Gemeinde versteht es nicht.
Die Telekom hat selbstverständlich eine Planung durchgeführt und dafür die relevanten Aspekte geprüft.
Dann hat sich jemand beschwert und die Sache wurde nochmal geprüft.
Ergebnis:
DIES ist der beste Standort.
Aus Gründen die die Telekom der Gemeinde nicht genannt hat, weswegen die Gemeine "es nicht versteht".
Dass "Alternativen bestehen" ist nicht eine TATSACHE, sondern eine BEHAUPTUNG der Gemeinde. Bzw. genauer: Natürlich gibt es Alternativen, es gibt immer Alternativen, die Frage ist halt wie groß der Unterschied ist und wieso die Telekom diese tragen sollte.
Mögliche potentielle Gründe / Unterschiede wären etwa:
- kein Glasfaser an der Stelle mitten auf dem Feld
- kein Strom an der Stelle mitten auf dem Feld
- Gebäude für Technik noch nicht vorhanden -> höhere Kosten
- Zugänglichkeit (Straße) für Bau und Wartung nicht vorhanden
- Erheblich größerer Flächenverbrauch / Preis (Straße, Gebäude, Leitungen)
- Wellen-Ausbreitung
Bis auf das Letzte sind das Aspekte die sich letztlich auf den Preis beziehen.
Und wieso sollte die Telekom auf eigene Kosten einen Mast woanders bauen als optimal, nur weil ein paar Hanseln dagegen sind?
Wie wäre es wenn die Gemeinde die Mehrkosten ausrechnet und der Telekom anbietet, diese selbst zu tragen?
Wieso sollte die Allgemeinheit dafür bezahlen dass ein paar Einwohner Infrastruktur teurer als nötig bekommen? Was kommt dann als nächstes: der nächste will die Stromleitung verlegt haben, der dritte das Wasserrohr und der vierte die neue Straße, weil sie an der Terrasse vorbei läuft?
Das summiert so ziemlich auf, was falsch läuft in diesem Land. -
Re: Der Mast steht doch schon am Ortsrand und nicht mitten im Wohngebiet!
Autor: WasntMe 08.06.23 - 11:34
trundleone schrieb:
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> Irgendwo müssen solche Masten ja stehen.
NIMBY, was anderes ist es nicht. -
Re: Der Mast steht doch schon am Ortsrand und nicht mitten im Wohngebiet!
Autor: 6502 08.06.23 - 11:39
Und dazu kommt noch: die Felder gehören ja nicht der Telekom oder der Gemeinde oder niemanden .... sondern vermutlich ... einem Bauern.
Der muss dann auch verkaufen / verpachten wollen. Und zwar für den Mast und den Zufahrtsweg und die Verlegung von Strom/GF dort hin.
Ich kann mir vorstellen, daß es im Gegensatz zu Infrastruktur wie Bahngleisen / Straßen / Wasser /S Stromversorgung von Gemeinden hier keine "Duldungs"-Vorschriften oder -Zwänge gibt.
Man also den Bauern nicht dazu zwingen kann. -
Re: Der Mast steht doch schon am Ortsrand und nicht mitten im Wohngebiet!
Autor: MCCornholio 08.06.23 - 13:26
200m von Häusern weg ist in Wahrheit gar kein Kriterium.
In mittelgroßen Städen stehen Sendemasten mitten in der Innenstadt auf Hausdächern.



