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Schon wieder unseriöse Berichterstattung
Autor: Jan86 07.06.23 - 20:34
Das ist jetzt schon die zweite unseriöse Berichterstattung zu diesem Thema und ich stelle mir die Frage, ob es sich bewusst um eine Falschdarstellung handelt oder der Artikel einfach sehr schlecht recherchiert wurde.
Die Gemeinde hat den Bau des Funkmasten an dieser Stelle zweimal 2021 mit der Begründung abgelehnt, weil 70 Meter entfernt ein Reiterhof steht. Dabei ging es dem Bürgermeister und der Gemeinde nie um die Ponys, sondern um den Reiterhof als sensiblen Bereich, weil dort täglich Kinder reiten. In der Regel ist es üblich, Funkmasten nicht in die direkte Nähe von Kindergarten, Kindertagesstätten, Schulen und ähnliche Einrichtungen zu bauen, wenn Alternativen bestehen. Von Missbildungen von Ponys war nie die Rede und bei mir entsteht der Eindruck, dass der Autor den Bürgermeister, die Gemeinde und die Bürgerinitiative bewusst als Idioten darstellt, um die Leserzahlen zu erhöhen.
Die Alternative wäre, dass er auch beim Verfassen des zweiten Artikels weder die Artikel der Tagesschau, des NDR, der Lüneburger Zeitung noch der Lünepost gelesen hat, die alle seriös berichtet haben. Bei dem Protest ging es nie um 5G. Das Dorf ist zu 90% mit 5G versorgt und dort stehen bereits 3 Funkmasten, die niemanden gestört haben. Es ging darum, bei dutzenden freien Äckern in Deutsch Evern einen alternativen Standort vorzuschlagen, der nicht mitten im Wohngebiet liegt, die Immobilienpreise drückt und das Landschaftsbild versemmelt.
Lest die anderen Artikel oder fragt die Gemeinde, bevor ihr hier schlechten Recherchen und Clickbait-Artikeln auf den Leim geht. -
Re: Schon wieder unseriöse Berichterstattung
Autor: Comicbuchverkäufer 07.06.23 - 20:48
Aber warum?
Sind Funkmasten an "Kindergarten, Kindertagesstätten, Schulen und ähnliche Einrichtungen" gefährlicher als anderswo? -
Re: Schon wieder unseriöse Berichterstattung
Autor: Jan86 07.06.23 - 21:25
Gute Frage. Ich bin kein Physiker, deshalb kann ich das nicht beantworten.
Aber unserer Gemeinde liegt der Bauplan vor und dort wurde vom Bauherren angekreuzt, dass keine Einrichtung für Kinder in der Nähe läge. Dem hat die Gemeinde an der Stelle widersprochen, weil der Reiterhof direkt schräg gegenüberliegt. -
Re: Schon wieder unseriöse Berichterstattung
Autor: Rypsteri 07.06.23 - 22:28
Comicbuchverkäufer schrieb:
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> Aber warum?
> Sind Funkmasten an "Kindergarten, Kindertagesstätten, Schulen und ähnliche
> Einrichtungen" gefährlicher als anderswo?
Nein, aber sicherlich gibt es Leute die ängstlich sind und deshalb ihre Kinder lieber in einen Kindergarten stecken neben dem kein Mast steht.
Jan86 schrieb:
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> Aber unserer Gemeinde liegt der Bauplan vor und dort wurde vom Bauherren angekreuzt,
> dass keine Einrichtung für Kinder in der Nähe läge. Dem hat die Gemeinde an der Stelle
> widersprochen, weil der Reiterhof direkt schräg gegenüberliegt.
Die Frage ist doch ob ein Reiterhof als Einrichtung für Kinder zählt oder ob in diese Kategorie nur Kindergärten, Schulen und ähnliches fallen. Damit wär der Antrag formal völlig richtig mit dem Kreuz bei keine Einrichtung für Kinder. -
Re: Schon wieder unseriöse Berichterstattung
Autor: Nutzer-name 07.06.23 - 22:54
Jan86 schrieb:
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> Die Gemeinde hat den Bau des Funkmasten an dieser Stelle zweimal 2021 mit
> der Begründung abgelehnt, weil 70 Meter entfernt ein Reiterhof steht. Dabei
> ging es dem Bürgermeister und der Gemeinde nie um die Ponys, sondern um den
> Reiterhof als sensiblen Bereich, weil dort täglich Kinder reiten. In der
> Regel ist es üblich, Funkmasten nicht in die direkte Nähe von Kindergarten,
> Kindertagesstätten, Schulen und ähnliche Einrichtungen zu bauen, wenn
> Alternativen bestehen.
Denkt doch einer an die Kinder! Also wenn ich den Text z.B. hier lese, dann entsteht bei mir eindeutig der Eindruck, dass die Kinder hier lediglich vorgeschoben werden.
https://www.openpetition.de/petition/online/stoppt-den-funkmastenbau-im-wohngebiet-deutsch-evern-am-lueneburger-naturschutzgebiet
>Von Missbildungen von Ponys war nie die Rede
Nicht? Also der Punkt 2 der Petition zielt schon sehr eindeutig in die Richtung.
> Die Alternative wäre, dass er auch beim Verfassen des zweiten Artikels
> weder die Artikel der Tagesschau, des NDR, der Lüneburger Zeitung noch der
> Lünepost gelesen hat, die alle seriös berichtet haben.
>Bei dem Protest ging
> es nie um 5G. Das Dorf ist zu 90% mit 5G versorgt und dort stehen bereits 3
> Funkmasten, die niemanden gestört haben.
Das ist doch glatt gelogen. Man hat schon gegen vorherige Bauvorhaben geklagt.
https://oberverwaltungsgericht.niedersachsen.de/aktuelles/presseinformationen/-79510.html
> Es ging darum, bei dutzenden
> freien Äckern in Deutsch Evern einen alternativen Standort vorzuschlagen,
Warum schlagen die denn selbst nichts vor? Baut nicht hier, sondern wo anders (wo wir euch genauso das Leben schwer machen), ist kein tragbarer Vorschlag.
> der nicht mitten im Wohngebiet liegt, die Immobilienpreise drückt
Das könnte der wahre Grund für den Aufstand sein. Kinder, Ponys usw. sind wohl alles nur vorgeschobene Ausreden.
> Lest die anderen Artikel oder fragt die Gemeinde, bevor ihr hier schlechten
> Recherchen und Clickbait-Artikeln auf den Leim geht. -
Re: Schon wieder unseriöse Berichterstattung
Autor: Nightdive 07.06.23 - 23:24
Jan86 schrieb:
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> Das ist jetzt schon die zweite unseriöse Berichterstattung zu diesem Thema
> und ich stelle mir die Frage, ob es sich bewusst um eine Falschdarstellung
> handelt oder der Artikel einfach sehr schlecht recherchiert wurde.
Ich glaube eher das sie schwurblern und deren Argumenten aufgesessen sind.
>In der Regel ist es üblich, Funkmasten nicht in die direkte Nähe von Kindergarten,
> Kindertagesstätten, Schulen und ähnliche Einrichtungen zu bauen, wenn
> Alternativen bestehen.
Wer sagt das und vor allem warum sollte derjenige das sagen ?
Wissenschaftlich geht keine Gefährdung aus solange die wenigen Meter Sicherheitsabstand auf Grund thermischen Gründen + Faktor x (übertrieben sicher) eingehalten werden.
Also gibt es keinen Grund Funkmasten nicht neben Kindergärten,. Schulen etc zu bauen. und erst recht nicht neben eine blöden Ponyhof.
> Die Alternative wäre, dass er auch beim Verfassen des zweiten Artikels
> weder die Artikel der Tagesschau, des NDR, der Lüneburger Zeitung noch der
> Lünepost gelesen hat, die alle seriös berichtet haben. Bei dem Protest ging
> es nie um 5G. Das Dorf ist zu 90% mit 5G versorgt und dort stehen bereits 3
> Funkmasten, die niemanden gestört haben. Es ging darum, bei dutzenden
> freien Äckern in Deutsch Evern einen alternativen Standort vorzuschlagen,
> der nicht mitten im Wohngebiet liegt, die Immobilienpreise drückt und das
> Landschaftsbild versemmelt.
>
> Lest die anderen Artikel oder fragt die Gemeinde, bevor ihr hier schlechten
> Recherchen und Clickbait-Artikeln auf den Leim geht. -
Re: Schon wieder unseriöse Berichterstattung
Autor: Jan86 07.06.23 - 23:41
Nightdive schrieb:
> Wer sagt das und vor allem warum sollte derjenige das sagen ?
> Wissenschaftlich geht keine Gefährdung aus solange die wenigen Meter
> Sicherheitsabstand auf Grund thermischen Gründen + Faktor x (übertrieben
> sicher) eingehalten werden.
> Also gibt es keinen Grund Funkmasten nicht neben Kindergärten,. Schulen etc
> zu bauen. und erst recht nicht neben eine blöden Ponyhof.
>
Ich weiß nicht, warum der Absatz mit der Nähe zur Kindereinrichtung explizit in der Bauakte steht, diese Frage kann Ihnen ein Gutachter für Funkmastenbau sicher sofort beantworten. Und ob der Reiterhof als Kindereinrichtung ähnlich wie eine Kita zählt, kann Ihnen wahrscheinlich ein Jurist beantworten. Ich kann Ihnen nur sagen, dass die Nähe zum Reiterhof und der Verweis auf alternative Standorte beide in der Begründung standen, warum die Gemeinde 2021 den Funkmasten nicht an dieser Stelle bauen lassen wollte. Der Rest ist Geschichte.
PS: Danke für den Hinweis auf die frühere Klage, das wusste ich nicht! -
Re: Schon wieder unseriöse Berichterstattung
Autor: 6502 07.06.23 - 23:52
Kann es sein, daß dieser Funkmast deshalb an dieser Stelle (Ecke Tiergartenstr. / Fuchsberg - richtig?) errichtet werden soll, weil.....
a) dort schon ein Gebäude steht und man deshalb nur noch einen Mast aufs Dach setzen muß - während man auf einem der freien Felder einen großen Turm/Mast neu errichten müsste?
b) dort schon Stromversorgung liegt
c) dort schon Glasfaser liegt
d) dort eine Straße vorbei führt, auf der Service-Techniker zur Wartung anfahren können
e) genau DORT ein Gebäude zur Miete des Dachs verfügbar war - während auf den Feldern kein Bauer Land abgeben oder verpachten wollte?
f) dieser Standort vlt. viel besser zur Versorgung der Bahnlinie ist, weil man näher dran ist als auf dem Feld - und so mit geringerer Sendeleistung arbeiten kann?
g) oder dieser Standort in einem Verbund mit anderen Standorten zur Bahnversorgung derart platziert ist, daß mit ihm genau eine bestehende Lücke ganz abgedeckt wird .... und es bei Platzierung weiter außerhalb noch zusätzliche neue Sender geben müsste?
Die Kinder sind für mich KEIN Argument...... spätestens wenn die auf der weiterführenden Schule sind, "glüht" das Smartphone bei den meisten am Ohr oder in der Hand.
Und auch schon vorher kommen die durch Eltern mit den Dingern in Kontakt - auch auf dem Ponyhof.... oder glaubst du, die Eltern lassen ihr 1.000 EUR iPhone schöne zuhause, wenn die kleine Gör für 200 EUR im Monat reiten geht....? -
Re: Schon wieder unseriöse Berichterstattung
Autor: 6502 07.06.23 - 23:54
Ich vermute, solche Standorte (neben KiGa, Schule etc.) werden aufgrund des in DE / in der EU gelebten "Vorsichtsprinzips" ausgespart.....
.... aber wenn ich technische Artikel zum Mobilfunk richtig in Erinnerung habe, müssten solche Einrichtungen eigentlich am wenigsten Strahlung abbekommen, wenn die Sendeanlage direkt auf ihnen steht.... -
Re: Schon wieder unseriöse Berichterstattung
Autor: the_second 07.06.23 - 23:57
> Nein, aber sicherlich gibt es Leute die ängstlich sind und deshalb ihre Kinder lieber in einen Kindergarten stecken neben dem kein Mast steht.
...und wir sollten als Gesellschaft dringend aufhören, solchen Gefühlskaspern immer alles recht machen zu wollen. Wenn "mein Gefühl" genauso wichtig ist wie "deine Messung", dann können wir hier auch alles zusperren und wieder mit der Keule in die Höhle ziehen. -
Re: Schon wieder unseriöse Berichterstattung
Autor: Matze0815 08.06.23 - 02:30
Jan86 schrieb:
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> Das ist jetzt schon die zweite unseriöse Berichterstattung zu diesem Thema
> und ich stelle mir die Frage, ob es sich bewusst um eine Falschdarstellung
> handelt oder der Artikel einfach sehr schlecht recherchiert wurde.
Ihr Kommentar scheint auch nicht vollkommen unabhängig und seriös zu sein:
> Es ging darum, bei dutzenden freien Äckern in Deutsch Evern einen alternativen Standort vorzuschlagen
Sie unterschlagen, dass (wie auch in den von Ihnen als seriös genannten Artikel z.b. beim NDR genannt) die Telekom 6 (sechs!) Jahre nach einem entsprechenden Standort gesucht hat.
Ja es mag viele Äcker geben, aber vielleicht wollen ja auch manche Bauern Ihr Land nicht verkaufen oder es gibt andere Gründe, warum nicht jeder Acker geeinigt es (die Telekom benötigt z.b. rund um die Uhr Zugang zum Objekt inkl Zufahrtsstraße, Strom und Glasfaseranschluss).
Wenn Sie 6 Jahre Arbeit der Telekom nicht erwähnen, dann finde ich das ziemlich unseriös. -
Re: Schon wieder unseriöse Berichterstattung
Autor: southy 08.06.23 - 07:15
Was soll der Quatsch:
NATÜRLICH ist ein ponyhof keine „Einrichtung für Kinder“ im Sinne dieser Diskussion vergleichbar wie ein Kindergarten oder Schule:
In diesen sind die Kinder jeweils bis zu 8h pro Tag vor Ort.
Zum Reiten dürfte ein Kind wohl 1-2x die Woche für vllt. 3h gehen.
Wenn man das Kriterium von „4h täglich“ auf „2x die Woche“ absenkt, müsste man neben Reiterhöfen auch noch Dutzende andere Sorten von Objekten ausweiten - zb Sportverein, Schwimmbad, irgend eine Musikschule in irgend einem Hinterzimmer einer Wohnung, Kirchengemeinde mit Jugendgruppen oder konfi-Unterricht, und natürlich jedes Gebäude in dem potentiell ein Kind leben könnte.
Nicht nur wäre dann 3/4 des Landes raus, sondern ein Gang durch die Straßen der Republik zeigt dass das nicht so ist.
Ein Reiterhof ist als landwirtschaftlicher Betrieb mit großen freien Flächen im Vergleich zu einem Wohngebiet sogar BESONDERS GUT geeignet im Sinne der Diskussion.
Ergo:
Die Beschwerdeführer sind ideologisch verbohrte Spinner.
Das hier als Argument einer rationalen Diskussion zu verwenden ist schon viel zu weit in die schwurbel-Ecke gegangen. -
Re: Schon wieder unseriöse Berichterstattung
Autor: Jan86 08.06.23 - 08:35
Matze0815 schrieb:
--------------------------------------------------------------------------------
> Sie unterschlagen, dass (wie auch in den von Ihnen als seriös genannten
> Artikel z.b. beim NDR genannt) die Telekom 6 (sechs!) Jahre nach einem
> entsprechenden Standort gesucht hat.
...
> Wenn Sie 6 Jahre Arbeit der Telekom nicht erwähnen, dann finde ich das
> ziemlich unseriös.
Mein Beitrag kritisiert die Berichterstattung eines Artikels, der offensichtlich schlecht recherchiert ist, weil nicht einmal der Grund des Bürgerprotestes korrekt beschrieben worden ist. Mal im Ernst: Die Gemeinde und die Bürger bitten die Telekom darum, noch einmal zu schauen, ob ein geplanter Funkmast nicht vielleicht auf ein anderes Feld im Dorf gesetzt werden kann, wo er genauso gut funktioniert. Es geht und ging auch nie gegen 5G, gegen Funkmasten oder um Fehlbildungen von Ponys. Es dreht sich alles um die Frage, ob ein anderes Feld auch okay gewesen wäre.
Warum stört die dieser spezielle Standort? Manche,
- weil sie ihre Immobilienpreise in Gefahr sehen
- andere weil sie rechtlich einen Fehler vermuten (Stichwort Bauakte Kindereinrichtung)
- sicher auch ein paar, weil sie gesundheitliche Bedenken haben
- wahrscheinlich die meisten, weil diese Funkmasten einfach nicht schön in der Landschaft aussehen
- vermutlich alle, weil sie sich fragen, warum der Mast ans Wohngebiet gesetzt wird, wenn vielleicht andere Standorte hätten gefunden werden können.
Das kann man jetzt sinnvoll oder blödsinnig finden. Das eine Argument erscheint einem Menschen logisch, das andere einem anderen unlogisch. Sind ja nicht alles Ingenieure, Mediziner, Juristen oder Baurechtler in ihrem Berufsleben.
Und es ist auch nicht die erste Gemeinde, die gegen einen Funkmastenbau an einem bestimmten Ort protestiert. Das tun jedes Jahr etliche Städte und Dörfer in Deutschland, das hat fast keinen Nachrichtenwert mehr. Der Aufhänger für die meisten Presseartikel war entweder, dass der Funkmast direkt ins Wohngebiet soll oder, dass die Politiker und die Bürger nicht informiert worden sind. Kein Mensch hat übrigens in irgendeinem Interview oder Artikel der Telekom je einen Vorwurf gemacht. Der Vorwurf ging allein an den Landkreis, weil der den Bau einfach genehmigt hat, ohne einen alternativen Standort vorzuschlagen und ohne die Gemeinde darüber zu informieren, dass der Mast tatsächlich gebaut wird.
Warum regen sich jetzt hier überregional Menschen über die Proteste auf?
Weil im Gegensatz zu allen seriösen Presseartikeln die beiden Golemartikel die sachlichen Gründe und die juristischen Vorgänge einfach weggelassen und auf die Aussage "Die sind gegen 5G und haben Angst vor missgebildeten Ponys" verkürzt worden sind.
Man kann von solchen Gemeindeprotesten halten, was man möchte, aber eine seriöse Berichterstattung, die die Akteure nicht zu Unrecht als Aluhutträger an den Pranger stellt, um die Klickzahlen zu erhöhen, ist ja wohl das Mindeste.
PS: Ich unterschlage die "6 Jahre Standortsuche" nicht, das ist für mich die typische Aussage eines Pressesprechers, der die Diskussion abbrechen will.
Googlen Sie mal "Katasterkarten online". Da finden Sie als Bürger freizugänglich innerhalb einer Minute alle Grundstücke und Äcker Ihres Wohnortes auf einen Blick. Die Telekom verwendet Karten, bei denen sie auf einen Blick gleich noch die Infrastruktur der Region (wo verlaufen Leitungen, welche Feldwege sind befestigt, wo verläuft die Bahnlinie) sehen und die Besitzer der Flurstücke für ihre Anfragen einsehen können. Das sind in Deutsch Evern vielleicht eine Handvoll Bauern, denen die vielen Äcker gehören. Ich bezweifle, dass man für die Standortsuche 6 Jahre benötigt. Die Telekom baut gerade knapp 1.000 Standorte in wenigen Jahren aus - setzen sie das bitte einmal ins Verhältnis. -
Re: Schon wieder unseriöse Berichterstattung
Autor: Nutzer-name 08.06.23 - 10:04
Jan86 schrieb:
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> Mein Beitrag kritisiert die Berichterstattung eines Artikels, der
> offensichtlich schlecht recherchiert ist, weil nicht einmal der Grund des
> Bürgerprotestes korrekt beschrieben worden ist.
Was genau ist denn der Grund deiner Meinung nach? Und komme jetzt bitte nicht schon wieder mit den Kindern. Es wird selbst in der Petition vom Ponyhof und gesundheitlichen Risiken für die Tiere gefaselt.
>Mal im Ernst: Die Gemeinde
> und die Bürger bitten die Telekom darum, noch einmal zu schauen, ob ein
> geplanter Funkmast nicht vielleicht auf ein anderes Feld im Dorf gesetzt
> werden kann, wo er genauso gut funktioniert. Es geht und ging auch nie
> gegen 5G, gegen Funkmasten oder um Fehlbildungen von Ponys. Es dreht sich
> alles um die Frage, ob ein anderes Feld auch okay gewesen wäre.
Nein, wäre nicht okay. Hat die Telekom doch bereits gesagt. Meinst du, dass man nach 6 Jahre lang suchen würde und dann ganz plötzlich nach der Bitte doch eine andere Stelle finden kann?
>
> Warum stört die dieser spezielle Standort? Manche,
> - weil sie ihre Immobilienpreise in Gefahr sehen
> - andere weil sie rechtlich einen Fehler vermuten (Stichwort Bauakte
> Kindereinrichtung)
> - sicher auch ein paar, weil sie gesundheitliche Bedenken haben
> - wahrscheinlich die meisten, weil diese Funkmasten einfach nicht schön in
> der Landschaft aussehen
> - vermutlich alle, weil sie sich fragen, warum der Mast ans Wohngebiet
> gesetzt wird, wenn vielleicht andere Standorte hätten gefunden werden
> können.
Wie ich schon schrieb. Egoismus pur! Versorgt uns bitte mit dem Netz, aber nur so, dass es uns auf keinste Weise stört und wehe die Antenne wäre eher durch die anderen nutzbar.
> Das kann man jetzt sinnvoll oder blödsinnig finden. Das eine Argument
> erscheint einem Menschen logisch, das andere einem anderen unlogisch. Sind
> ja nicht alles Ingenieure, Mediziner, Juristen oder Baurechtler in ihrem
> Berufsleben.
Tja, was sagt man dazu. Das Leben ist kein Ponyhof :-)
> Warum regen sich jetzt hier überregional Menschen über die Proteste auf?
> Weil im Gegensatz zu allen seriösen Presseartikeln die beiden Golemartikel
> die sachlichen Gründe und die juristischen Vorgänge einfach weggelassen und
> auf die Aussage "Die sind gegen 5G und haben Angst vor missgebildeten
> Ponys" verkürzt worden sind.
Je mehr ich von deinen Ausführungen lese umso schlechteres Bild entsteht bei mir von den Bewohnern des Dorfes.
Wenn schon du, als IT-affiner Mensch (was hättest du hier sonst zu suchen) es nicht verstehst, dass es eure eigene Argumentation ist, die das ganze lächerlich macht, was soll man dann von den anderen Dorfbewohnern erwarten?
> Man kann von solchen Gemeindeprotesten halten, was man möchte, aber eine
> seriöse Berichterstattung, die die Akteure nicht zu Unrecht als
> Aluhutträger an den Pranger stellt, um die Klickzahlen zu erhöhen, ist ja
> wohl das Mindeste.
Es reicht bereits eure Petition zu lesen um sich ein entsprechendes Aluhutträger-Bild von euch zu bilden.
> PS: Ich unterschlage die "6 Jahre Standortsuche" nicht, das ist für mich
> die typische Aussage eines Pressesprechers, der die Diskussion abbrechen
> will.
Tust du. Genauso wie du mehrfach, selbst nach einem Hinweis unterschlägst, dass bereits gegen die anderen Mäste in eurem Dorf geklagt wurde. Viel mehr sogar, du behauptest die würden niemanden stören.
> Googlen Sie mal "Katasterkarten online". Da finden Sie als Bürger
> freizugänglich innerhalb einer Minute alle Grundstücke und Äcker Ihres
> Wohnortes auf einen Blick. Die Telekom verwendet Karten, bei denen sie auf
> einen Blick gleich noch die Infrastruktur der Region (wo verlaufen
> Leitungen, welche Feldwege sind befestigt, wo verläuft die Bahnlinie) sehen
> und die Besitzer der Flurstücke für ihre Anfragen einsehen können. Das sind
> in Deutsch Evern vielleicht eine Handvoll Bauern, denen die vielen Äcker
> gehören. Ich bezweifle, dass man für die Standortsuche 6 Jahre benötigt.
Zu der Standortsuche gehört nicht nur eine Nadel irgendwo zu platzieren und zu sagen hier bauen wir, sondern auch rechtliche Aspekte zu prüfen bzw. Voranfragen etc. zu starten. Das dauert dann entsprechend. Vor allem wenn der Bauer Monate lang nicht reagiert und dann einfach mit einem "Nö" antwortet.
> Die Telekom baut gerade knapp 1.000 Standorte in wenigen Jahren aus -
> setzen sie das bitte einmal ins Verhältnis.
Du meinst nach deiner Rechnung müsste die Telekom 6000 Jahre dafür benötigen? -
Re: Schon wieder unseriöse Berichterstattung
Autor: 6502 08.06.23 - 11:31
Jan86 schrieb:
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> Bürgerprotestes korrekt beschrieben worden ist. Mal im Ernst: Die Gemeinde
> und die Bürger bitten die Telekom darum, noch einmal zu schauen, ob ein
> geplanter Funkmast nicht vielleicht auf ein anderes Feld im Dorf gesetzt
> werden kann, wo er genauso gut funktioniert. Es geht und ging auch nie
Ich habe bereits hier gestern Abend:
https://forum.golem.de/kommentare/handy/landkreis-lueneburg-telekom-pausiert-sendemastbau-nach-protesten-zeitweise/schon-wieder-unserioese-berichterstattung/162481,6550309,6550405,read.html#msg-6550405
aufgeführt, WARUM die Telekom nicht unbedingt einfach so igrne ein Feld statt dessen nehmen kann.
Zwar alles Vermutungen /Theorien (denn ich kenne genauso wenig wie vermutlich du die genau "Aktenlage") .... aber doch vorstellbar.
Leider gehst du darauf nicht ein, obwohl mein Beitrag (23:52) als Antwort auf einen Beitrag von dir (und somit solltest du davon mitbekommen haben...Benachrichtigungsfunktion) VOR DEM Beitrag von "Matze081" (2:30) erstellt wurde - auf den du jetzt antwortest.
Darf ich daraus schließen, daß du dann meinem Beitrag von 23:52 zustimmst - oder fallen dir da einfach keine (sachlichen) gegen-Argumente ein?
Deine deine Antwort für "Matze081", auf die ich jetzt antworte, hattest du schon vor 3 Stunden um 8:35 geschrieben - also kann es nicht sein, daß du nur noch nicht fertig mit dem "Tippen" bist, weil du deine Antworten nicht nach FIFO schreibst....
Klar, natürlich kann es auch sein, daß du es übersehen / vergessen hast....
.... oder daß du danach keine Zeit mehr hattest, weil Frühstück mit der Familie, Gottesdienst mit anschließender Prozession (ist ja Fronleichnam - wobei, im Norden leben ja vorwiegend die evangelischen Heiden, richtig - also kein Fronleichnamsfest? (Späßle gemacht - ich bin konfessionslos))....
.... und daß die Antwort auf meine Einwände vielleicht doch noch nach dem Mittagsessen kommt.
;-) -
Re: Schon wieder unseriöse Berichterstattung
Autor: 6502 08.06.23 - 11:35
So ist es.
Und da Reiten eher eine teure Angelegenheit ist, vermute ich daß Mami und/oder Papi, die ihre Kleinen mit dem SUV auf den Ponyhof gefahren haben, nicht auf ihr 1.000 EUR iPhone zum Zeitvertreib verzichten wollen, während ihr Schatz da auf dem Rücken der Pferde die Welt genießt.....
Und wenn der kleine Schatz zum Hof oder nach Hause gefahren wird, wird das Smartphone, welches da irgendwo im faradayschen Käfig Auto mit aller Kraft gegen das Metallgehäuse funkt, garantiert auch nicht abgeschaltet....
Aber Hauptsache, an der Reitbahn steht kein böser Funkmast.... ;-) -
Re: Schon wieder unseriöse Berichterstattung
Autor: Jan86 08.06.23 - 12:24
6502 schrieb:
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> Darf ich daraus schließen, daß du dann meinem Beitrag von 23:52 zustimmst -
> oder fallen dir da einfach keine (sachlichen) gegen-Argumente ein?
>
Ich finde deinen Beitrag schlüssig und absolut plausibel, deshalb habe ich dir nicht widersprochen. Und wenn die Standortsuche der Telekom ergibt, dass nur dieser Standort aus den beispielsweise von dir skizzierten Gründen sinnvoll ist, dann ist das vollkommen in Ordnung. Das meine ich ernst. Wo kommen wir denn da hin, dass der Netzausbau nicht voranschreitet, weil sich immer irgendwo irgendwer gestört fühlt.
Die Kritik, mit der ich diesen Beitrag begonnen habe, war die unseriöse Berichterstattung, bei der die sachlichen Argumente unter den Tisch fallen und die Aluhut-Schiene in den Vordergrund gestellt wird, damit sich so richtig schön alle aufregen und die Klickzahlen in die Höhe schießen. Das hat keine andere Zeitung getan und das hat für mich nichts mit gutem Journalismus zu tun. Ich kenn hier persönlich kaum jemanden im Dorf, den die Strahlen beunruhigen. In Lüneburg oder Hamburg stehen überall Funkmasten und hier im Dorf ja auch schon mehrere. In der Petition bringen die Menschen alle möglichen Argumente vor, die gar nichts mit Gesundheitsrisiken zu tun haben. Einfach zu sagen "Hey, da sind ein paar Leute dabei, die grundsätzlich gegen Strahlung sind" ist für mich kein Argument, gleich mal mit der Keule hunderte Menschen, die gar nicht wegen solcher Bedenken unterschrieben haben, zu verunglimpfen. Ich hoffe, das könnt ihr verstehen.
PS: Nix da Fronleichnam, bin nicht religiös :-)
1 mal bearbeitet, zuletzt am 08.06.23 12:32 durch Jan86. -
Re: Schon wieder unseriöse Berichterstattung
Autor: 6502 08.06.23 - 13:12
Ich bin wohl auch deiner Meinung:
Wenn es mehrere gleichwertige Standorte gibt (aus technisch-funktionaler Sicht, ökologischer Sicht und aus betriebswirtschaftlicher Sicht), dann wäre es für die Akzeptanz besser, man würde genau DEN Standort auswählen, für den bei den Anwohnern die größte Akzeptanz besteht.
Ob das der Fall ist (diese Gleichwertigkeit) kann man anhand der im Internet verfügbaren Informationen (Golem, Petition, ...) vermutlich nicht seriös beurteilen.
Man kann aber "vermuten" - und ich vermute einfach mal, daß es in diesem Fall so war, daß die Telekom a) keinen Platz auf dem Feld von einem der Bauern bekommen hat .... und/oder b) es einfach wesentlich weniger Kosten waren, dir für den geplanten Standort an bereits vorhandenen Straßen, Gebäuden und Versorgungsleitungen den Ausschlag gaben.
Letzten Endes müsste die Telekom ihre internen Daten dazu veröffentlichen - was sie aber sicherlich nicht machen will.
Die gleiche Problematik sehe ich übrigens bei Windkraftanlagen oder Stromtrassen:
Da gäbe es sicherlich auch viele Standorte, die mehr Akzeptanz finden würden - aber die sind
a) entweder teurer zu erschließen
b) oder für den Investor nicht verfügbar
Der "Investor" hat womöglich ein Grundstück gekauft, im Besitz oder kann es pachten - aber der Standort 1 km weiter weg gehört jemand anderes - der nicht verkauft / verpachtet ... oder mehr Geld will.
Insofern verständlich: wenn ich als potentieller Investor ein Grundstück nahe einer Ortschaft hätte, welches zur Errichtung eine WKA zulässig wäre ... und ich das sehr günstig oder kostenlos bekommen / geerbt hätte .... und dort in eine WKA investieren wollte .....
.... dann will ich das Grundstück nicht brach liegen lassen - und statt dessen noch mehr Geld ausgeben, um 1, 2 oder 3 km weiter extra ein zusätzliches Grundstück erwerben zu müssen.
Es ist also nicht die bloße "Zahl der aufgrund Windlast und rechtlicher Rahmen geeigneten Flächen" - es ist auch die Zahl der Flächen, die davon für Investoren verfügbar sind.
Und nochmal etwas gleiches - Hausbau.
Der Unwillen von Gemeinden (mit ganz vielen freien Flächen / Wiesen / Äckern um sie rum), neues Bauland ausweisen zu wollen (was manchmal auch vom Bundesland geregelt wird, meine ich mich zu erinnern).
Es wird dann immer darauf verwiesen, daß es noch so viele Baulücken in der Gemeinde gäbe.....
.... aber:
Erstens wollen junge Bauherrn mit Kindern im KiGa-/Grundschulalter nicht unbedingt in Altbaugebiete, wo fast nur ältere Menschen mit bereits ausgezogenen Kindern wohnen ..... (und das zurecht - ich erlebe es bei uns, was es bedeutet, in so einem Gebiet als Zugezogener ein Haus gekauft zu haben - während im Neubaugebiet die Kinder und Erwachsenen viel leichter Anschluss finden, weil man sich tagtäglich auf der gleichen Straße trifft)) .... und sie wollen auch nicht unbedingt die Baulücke im 800-Seelen Ortsteil der Gemeinde mit 14.000 Einwohnern, in dem es noch nicht mal einen Bäcker gibt....
... und zweitens: die Besitzer der Grundstücke müssen auch verkaufen wollen.
Wir waren damals (2010), vor unserem Hauskauf, in einem der beiden Haupt-Ortsteile rumgezogen ... und haben neben vielen freien Bauplätzen geklingelt und den Besitzer ausfindig gemacht.
fast alle wollten nicht verkaufen.
Am meisten genannten Gründe:
- das Grundstück bekommen mal unsere Kinder / Enkel
- warum sollte ich verkaufen? was soll ich dann mit dem Geld machen, auf der Bank bekomme ich sowieso nur wenig Zinsen dafür...
Einer der Besitzer hatte sogar die Idee, daß das Enkelkind, welches im über 400 km entfernten München bei seinen Eltern seit dem KiGa-Alter aufwuchs (!) später wieder mal seine Eltern dort verlassen würde und zurück in die landwirtschaftlich geprägte Region bei uns hier ziehen würde! -
Re: Schon wieder unseriöse Berichterstattung
Autor: MCCornholio 08.06.23 - 13:30
Jan86 schrieb:
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> Das ist jetzt schon die zweite unseriöse Berichterstattung zu diesem Thema
> und ich stelle mir die Frage, ob es sich bewusst um eine Falschdarstellung
> handelt oder der Artikel einfach sehr schlecht recherchiert wurde.
>
> Die Gemeinde hat den Bau des Funkmasten an dieser Stelle zweimal 2021 mit
> der Begründung abgelehnt, weil 70 Meter entfernt ein Reiterhof steht. Dabei
> ging es dem Bürgermeister und der Gemeinde nie um die Ponys, sondern um den
> Reiterhof als sensiblen Bereich, weil dort täglich Kinder reiten. In der
> Regel ist es üblich, Funkmasten nicht in die direkte Nähe von Kindergarten,
> Kindertagesstätten, Schulen und ähnliche Einrichtungen zu bauen, wenn
> Alternativen bestehen. Von Missbildungen von Ponys war nie die Rede und bei
> mir entsteht der Eindruck, dass der Autor den Bürgermeister, die Gemeinde
> und die Bürgerinitiative bewusst als Idioten darstellt, um die Leserzahlen
> zu erhöhen.
>
> Die Alternative wäre, dass er auch beim Verfassen des zweiten Artikels
> weder die Artikel der Tagesschau, des NDR, der Lüneburger Zeitung noch der
> Lünepost gelesen hat, die alle seriös berichtet haben. Bei dem Protest ging
> es nie um 5G. Das Dorf ist zu 90% mit 5G versorgt und dort stehen bereits 3
> Funkmasten, die niemanden gestört haben. Es ging darum, bei dutzenden
> freien Äckern in Deutsch Evern einen alternativen Standort vorzuschlagen,
> der nicht mitten im Wohngebiet liegt, die Immobilienpreise drückt und das
> Landschaftsbild versemmelt.
>
> Lest die anderen Artikel oder fragt die Gemeinde, bevor ihr hier schlechten
> Recherchen und Clickbait-Artikeln auf den Leim geht.
Weißt Du was verantwortungsvolle Eltern tun die Angst vor etwaiger Strahlung bei ihren Kindern haben?
1. Das Kind hat kein Smartphone
2. WLAN im Haus gibt es nicht
Beides trifft bei keinem dieser Schwurbler zu.



