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Strategie nicht verstanden

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  1. Re: Stimmt

    Autor: Trollversteher 01.11.16 - 12:51

    >Jepp. So ist es. Ich kann mich an einen Verriss eines der ersten etwas besseren Windows-CE-Smartphones erinnern, wo der Kommentator sinngemäß schrieb, dass Microsoft nicht verstanden hätte, wie der Kunde Handys bedienen wolle. Er spielte darauf an, dass der Touchscreen eine Sackgasse sei und die Geräte eben Hardware-Tasten benötigten.

    >So kann man sich täuschen.

    Damit bestätigst Du ja nur meine Aussage. Die Windows Phones damals waren auch nur mit Stift bedienbar, weil sie erstens ein resistives Touch-Display hatten und zweitens die Bedienelemente so winzig klein waren, dass man sie mit dem Finger auch gar nicht hätte bedienen können. Apple hat dann gezeigt, wie man's auch für 0815-Mainstream-Anwender bedienbar machen kann.

  2. Re: Massentauglich?

    Autor: Berner Rösti 01.11.16 - 12:52

    Fuchs schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Berner Rösti schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Was genau wurde denn verändert, damit es deiner Meinung nach nun endlich
    > > "massentauglich" sei?
    >
    > Akkutechnik und Bluetooth, das ab 4.0 langsam zu gebrauchen ist.

    Ich möchte dich bitten, ein klein wenig konkreter zu werden. Was genau ist denn bisher nicht "massentauglich" und "nicht zu gebrauchen" gewesen?

    Die "Earpods" halten gerade mal mickrige 5 Stunden durch. Das Stereo-Headset, das ich mir vor rund 10 Jahren gekauft habe, hatte eine Akkulaufzeit von 8 Stunden.

    Insofern kann ich nicht wirklich verstehen, wo da jetzt der Durchbruch zur Massentauglichkeit sein soll.

  3. Re: Stimmt

    Autor: Fuchs 01.11.16 - 12:55

    Ich meinte damit eher die Leute, die heute behaupten, dass Apple ja nur damals bestehende Telefone etwas verbessert hätten und diese Verbesserung offensichtlich gewesen sei. Ist es eben nur im Nachhinein.

    > Und die Kollegen aus der mobile Entwicklung damals haben keineswegs "nicht mit dem Erfolg gerechnet", sondern im Gegenteil prophezeit, dass das was ganz großes wird.

    Dann haben deine Kollegen zu der Zeit wesentlich mehr als ich gesehen :-)



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 01.11.16 12:56 durch Fuchs.

  4. Re: Stimmt

    Autor: Trollversteher 01.11.16 - 12:56

    >Apple "legt" die neuen Bluetooth-Pröppel auch nicht "bei", sondern verkauft sie teuer als Zubehör. Bisher hatten sie aber exakt null* Bluetooth-Headsets und -Kopfhörer im Angebot.

    Bevor sie Beats übernommen haben, waren sie ja auch kein Kopfhörer/Headset-Hersteller. Sie haben mit den beigelegten Stöpseln die "Pflicht" erfüllt, und es dem Benutzer überlassen sich für hochwertige Kopfhörer anderswo umzuschauen.
    Aber haben denn Samsung, HTC, LG & Co schon vorher alternative Bluetooth Headsets angeboten?

    >Die meisten Kunden dürften dem Zubehör, das direkt vom Hersteller stammt, mehr Vertrauen entgegen bringen, als fremdes Zubehör. Zumal häufig das Zubehör beim Kauf des Geräts ja auch direkt mit angeboten wird, z.T. auch als Paket.

    So ein Quatsch. Jeder, der ein wenig Wert auf Klangqualität und Robustheit legt, wirft die beiliegenden Ohrstöpsel weg und kauft sich ordentliche Markenkopfhörer bei einem Hersteller, der etwas davon versteht.

    >Bevor diverse Zubehör-Hersteller auf den Wagen aufgesprungen sind, waren es die Mobiltelefon-Hersteller selbst, die entsprechende Bluetooth-Produkte im Portfolio hatten und ihren Kunden damit direkt den Weg in die drahtlose Zukunft ermöglicht haben.

    Wer denn zB? Also an diese drahtlosen Mono Bluetooth-Headset-Ohrclips kann ich mich noch erinnern, aber wer hat wirklich gute Bluetooth Headsets für den qualitativ hochwertigen Musikgenuss im Programm gehabt?

  5. Re: Stimmt

    Autor: Trollversteher 01.11.16 - 12:58

    >Ich meinte damit eher die Leute, die heute behaupten, dass Apple ja nur damals bestehende Telefone etwas verbessert hätten und diese Verbesserung offensichtlich gewesen sei. Ist es eben nur im Nachhinein.

    Ah, OK, dann war das ein Missverständnis, Sorry dafür!

    > Und die Kollegen aus der mobile Entwicklung damals haben keineswegs "nicht mit dem Erfolg gerechnet", sondern im Gegenteil prophezeit, dass das was ganz großes wird.

    >Dann haben deine Kollegen zur der Zeit wesentlich mehr als ich gesehen :-)

    Naja, wir haben damals mobile games entwickelt, für alle damals weltweit halbwegs gängigen Geräte- bevor es Appstores und ordentliche gaming APIs gab, von GPUs mal ganz zu schweigen - da beschäftigt man sich intensiv mit der Materie und mit dem was machbar ist und was nicht, und da erschien das iPhone, spätestens mit der Einführung des Appstores, schon als Offenbarung.

  6. Re: Stimmt

    Autor: Berner Rösti 01.11.16 - 13:04

    Trollversteher schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Bevor sie Beats übernommen haben, waren sie ja auch kein
    > Kopfhörer/Headset-Hersteller. Sie haben mit den beigelegten Stöpseln die
    > "Pflicht" erfüllt, und es dem Benutzer überlassen sich für hochwertige
    > Kopfhörer anderswo umzuschauen.
    > Aber haben denn Samsung, HTC, LG & Co schon vorher alternative Bluetooth
    > Headsets angeboten?

    Ja.

    > >Die meisten Kunden dürften dem Zubehör, das direkt vom Hersteller stammt,
    > mehr Vertrauen entgegen bringen, als fremdes Zubehör. Zumal häufig das
    > Zubehör beim Kauf des Geräts ja auch direkt mit angeboten wird, z.T. auch
    > als Paket.
    >
    > So ein Quatsch. Jeder, der ein wenig Wert auf Klangqualität und Robustheit
    > legt, wirft die beiliegenden Ohrstöpsel weg und kauft sich ordentliche
    > Markenkopfhörer bei einem Hersteller, der etwas davon versteht.

    Na, dafür sieht man aber verdammt viel Leute mit den weißen Kabeldingern durch die Gegend rennen. ^-^

    Davon abgesehen widersprichst du mir ja nicht. Denn wer mit dem beigelegten Plastik nicht zufrieden ist, der greift zum (teureren) Zubehör.

    > >Bevor diverse Zubehör-Hersteller auf den Wagen aufgesprungen sind, waren
    > es die Mobiltelefon-Hersteller selbst, die entsprechende Bluetooth-Produkte
    > im Portfolio hatten und ihren Kunden damit direkt den Weg in die drahtlose
    > Zukunft ermöglicht haben.
    >
    > Wer denn zB? Also an diese drahtlosen Mono Bluetooth-Headset-Ohrclips kann
    > ich mich noch erinnern, aber wer hat wirklich gute Bluetooth Headsets für
    > den qualitativ hochwertigen Musikgenuss im Programm gehabt?

    Jeder der Großen (bis auf Apple). Nokia, Sony, usw. Teilweise auch in Kooperation mit irgendwelchen namhaften Herstellern.

    Zudem gibt es ja auch Bluetooth-Module, an die du deinen eigenen Kopfhörer anschließen kannst. Kombiniert mit einem Kopfhörer mit kurzem Anschlusskabel war das übrigens damals die beste Möglichkeit.

    Davon abgesehen ist "wirklich gut" relativ. Der Großteil der Menschen hat diesen Anspruch (leider) nicht.

  7. Re: Massentauglich?

    Autor: Fuchs 01.11.16 - 13:06

    Berner Rösti schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Insofern kann ich nicht wirklich verstehen, wo da jetzt der Durchbruch zur
    > Massentauglichkeit sein soll.

    Die Fortschritte bei den Akkus waren die letzten Jahre enorm, wir können heute Akkus bauen, die in In-Ears Platz haben und 6h Musik abspielen. Dafür brauchte es aber auch einen effizienteren Standard zur Datenübertragung (BT 4.0).

    2016 kam dann alles zusammen und wir sahen Anfangs Jahr die erste Welle an Drahtlosen In-Ears, die allerdings noch kleinere Kinderkrankheiten hatte. Diesen Herbst/Winter kommt jetzt die zweite Welle, die die letzten Unebenheiten hoffentlich ausbügelt.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 01.11.16 13:07 durch Fuchs.

  8. Re: Massentauglich?

    Autor: Berner Rösti 01.11.16 - 13:16

    Fuchs schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Berner Rösti schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Insofern kann ich nicht wirklich verstehen, wo da jetzt der Durchbruch
    > zur
    > > Massentauglichkeit sein soll.
    >
    > Die Fortschritte bei den Akkus waren die letzten Jahre enorm, wir können
    > heute Akkus bauen, die in In-Ears Platz haben und 6h Musik abspielen.

    Du glaubst also, dass die "Masse" nur auf diese einzelnen, nicht miteinander verbundenen In-Ears gewartet hat?

    Alle anderen Bauformen vom klassischen Kopfhörer mit Kopfbügel bis zu diesen Nacken-Dingern sind daher nicht "massentauglich"?

    > Dafür brauchte es aber auch einen effizienteren Standard zur
    > Datenübertragung (BT 4.0).

    Du darfst mich gerne korrigieren, aber wenn ich mich nicht täusche, funktioniert die Musikübertragung im Bluetooth Classic Protokoll im Profil A2DP.

    Bluetooth Low Energy ist zur Übertragung von kurzen Datenpaketen, wie z.B. von Fitness-Sensoren gedacht.

    > 2016 kam dann alles zusammen und wir sahen Anfangs Jahr die erste Welle an
    > Drahtlosen In-Ears, die allerdings noch kleinere Kinderkrankheiten hatte.
    > Diesen Herbst/Winter kommt jetzt die zweite Welle, die die letzten
    > Unebenheiten hoffentlich ausbügelt.

    Ja, mag sein. Aber mir fehlt der Nachweis, dass dieses die einzigen "massentauglichen" mobilen Kopfhörer seien.

  9. Re: Massentauglich?

    Autor: Fuchs 01.11.16 - 13:28

    Berner Rösti schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Alle anderen Bauformen vom klassischen Kopfhörer mit Kopfbügel bis zu
    > diesen Nacken-Dingern sind daher nicht "massentauglich"?

    Für Sportler und Hip Hopper sind diese zwei Kopfhörertypen sicher auch in Zukunft noch geeignet. Die Masse verwendet meines Erachtens In-Ears, ja.

    > Du darfst mich gerne korrigieren, aber wenn ich mich nicht täusche,
    > funktioniert die Musikübertragung im Bluetooth Classic Protokoll im Profil
    > A2DP.

    Kann sein. So genau weiss ich es nicht. Aus Nutzersicht war Bluetooth für mich immer ein Sack voll Schmerzen und erst seit relativ kurzem die meiste Zeit zuverlässig. Irgendwas scheinen sie verbessert zu haben.

    > Ja, mag sein. Aber mir fehlt der Nachweis, dass dieses die einzigen
    > "massentauglichen" mobilen Kopfhörer seien.

    S.o. Ich habe leider keine Statistik dazu gefunden, ist nur mein Empfinden. Du kannst das anders sehen. Ist OK.

  10. Re: Stimmt

    Autor: Trollversteher 01.11.16 - 13:52

    >Ja.

    Hast Du nen Link parat? Ich kenne, wie gesagt, wirklich nur noch diese Mono-Headsets, die man sich ans Ohr geklemmt hat...

    >Na, dafür sieht man aber verdammt viel Leute mit den weißen Kabeldingern durch die Gegend rennen. ^-^

    Weil die meisten Leute heutzutage Musik nur noch als "beliebiges Gedudel im Hintergrund" konsumieren und wenig Wert auf Klangqualität legen - solange die Bässe einigermaßen "wumms" machen, und die Dinger laut genug sind um die Umgebungsgeräusche zu überdecken ist die Welt in Ordnung...

    >Davon abgesehen widersprichst du mir ja nicht. Denn wer mit dem beigelegten Plastik nicht zufrieden ist, der greift zum (teureren) Zubehör.

    Eben. Aber warum muss das von einem Smartphone/Computerhersteller sein, der selbst weder Erfahrung noch einen Ruf auf dem Gebiet hat? Da greife ich doch lieber zu Sennheiser, Shure, Sony, AKG & Co (ich weiß, ich hab jetzt wieder mindestens zehn total unverzichtbare Namen vergessen, aber das sollte keine vollständige Aufzählung sein ;-)) als zu Apple, LG oder Samsung.

    >Jeder der Großen (bis auf Apple). Nokia, Sony, usw. Teilweise auch in Kooperation mit irgendwelchen namhaften Herstellern.

    OK - wie gesagt, von Nokia kannte ich nur die mono-Dinger - und dass Sony, die im Hifi-Bereich ihren Namen geprägt und den Walkman erfunden haben natürlich auch Headsets im Angebot hat, war mir natürlich klar.

    >Davon abgesehen ist "wirklich gut" relativ. Der Großteil der Menschen hat diesen Anspruch (leider) nicht.

    Das bestreite ich auch nicht!

  11. Re: Stimmt

    Autor: F4yt 01.11.16 - 13:56

    Nun ja, das mit dem "Verbessern" sah' ich ja nun zur Vorstellung des iPhones so. Von Rückschaufehler kann nun keine Rede sein, da es nicht um irgendwelche Vorhersagen ging.

    Was hat sich, abgesehen vom Bedienkonzept, sonst getan?

    Finger ersetzt den Stift, damit einhergehend eine andere UI-Philosophie. Wobei es nun auch damals schon vereinzelt Anwendungen gab, deren Oberfläche auf die auf Bedienung mit dem Finger ausgelegt wurde.

    Anwendungen werden nicht mehr irgendwo heruntergeladen oder direkt beim Hersteller erworben sondern über eine zentrale Plattform.

    Das dieser Weg sich als der Erfolgreichere erwiesen hat, als die physikalisch gestützte Eingabe mit (zusätzlicher) Tastatur und Stift, ist ein ganz anderes Thema.

    Die Konsolidierung verschiedener Technologien (GPS und anderes Zeug ins Telefon) ist nun auch nichts bahnbrechend Neues.

  12. Re: Stimmt

    Autor: Fuchs 01.11.16 - 14:01

    F4yt schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die Konsolidierung verschiedener Technologien (GPS und anderes Zeug ins
    > Telefon) ist nun auch nichts bahnbrechend Neues.

    ...und solche rückwirkende Urteile über die Vergangenheit nennt man eben Hindsight Bias :-)

    Konzepte wie "Finger ersetzt Sift" und "Zentrale Plattform zum herunterladen von Software" waren eben nicht ganz so offensichtlich wie heute.



    3 mal bearbeitet, zuletzt am 01.11.16 14:02 durch Fuchs.

  13. Re: Stimmt

    Autor: Trollversteher 01.11.16 - 14:20

    Nunja, vor den AppStores war es für kleine Entwickler völlig unmöglich, mobile Apps zu entwickeln, weil die großen Portale nur mit größeren Entwicklerstudios gearbeitet haben, und selbst die durften sich durch alle möglichen Vorschriften und Nötigungen demütigen lassen, gegen die Apples Appstore-Vorschriften wie der feuchte Traum eines Vollblutanarchos wirken - (Bei uns kommt ihr nur rein, wenn ihr diese drei "Vodafone" (oder O2 oder T-mobile...)-Banner ins Spiel einbaut. Oder ihr müsst UI und Farbschema unseren Logofarben anpassen. Und und und...) - von den mageren MArgen gar nicht zu sprechen.
    Das hat schon sehr viel mehr geändert, als nur der Ort, an dem wir unsere Apps beziehen.

    Und neben der Fingerbedienung hat sich auch das "Feel" geändert - Echtzeit-Reaktion statt klicken-warten. Flüssiges Scrolling statt klicken-warten. Das iPhone hatte den ersten Browser, mit dem man *wirklich* mobil im Web browsen konnte, ohne das Gefühl zu haben mit 2t Betonklötzen am Bein durch den Atlantik zu schwimmen.

    Und das war eben nicht *nur* reine Hardware-Performance, sondern ist eben einem durchdachten Gesamtkonzept zu verdanken, bei dem eines ins andere greift.

  14. Re: Massentauglich?

    Autor: Berner Rösti 01.11.16 - 14:39

    Fuchs schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Für Sportler und Hip Hopper sind diese zwei Kopfhörertypen sicher auch in
    > Zukunft noch geeignet. Die Masse verwendet meines Erachtens In-Ears, ja.

    Die Masse verwendet seit Jahrzehnten Kopfhörer und hatte damit bisher auch keinerlei Probleme. Es ist doch wirklich nicht so, dass alle nur darauf gewartet haben, dass man keine Kabel oder Bügel mehr hat.

    Diese komplett kabellosen In-Ears haben eine Handvoll Nachteile:

    Weil die gesamte Technik doppelt vorhanden sein muss, sind sie:
    - größer
    - schwerer
    - teurer

    Darüber hinaus kann man die Dinger sehr viel leichter verlieren.

    Eine Fernbedienung zu integrieren, ist kaum möglich, und sie lassen sich nicht aufladen, während man sie benutzt.

    Ganz ehrlich: Als schon die ersten Modelle dieser Art vorgestellt wurden, habe ich mich allen Ernstes gefragt, was für eine Schnapsidee das doch sei. Sich diese fetten Klumpen ins Ohr zu popeln, ständig in der Angst leben zu müssen, dass man sie verliert: Wer außer irgendwelcher Hipster will sowas?

    > Kann sein. So genau weiss ich es nicht. Aus Nutzersicht war Bluetooth für
    > mich immer ein Sack voll Schmerzen und erst seit relativ kurzem die meiste
    > Zeit zuverlässig. Irgendwas scheinen sie verbessert zu haben.

    Das kann ich leider nicht einmal im Ansatz nachvollziehen. Ich benutze Bluetooth praktisch seit der ersten Stunde. Das einzige, was immer ein bisschen fummelig war, ist die erste Koppelung. Da gab es in der Tat immer wieder mal Module, bei denen man das mehrmals probieren musste.

    Mein erstes Stereo-Headset von Nokia funktionierte "rock solid". Ich schalte es ein, es verbindet sich ohne jedes weitere Zutun mit dem Handy, ich drücke auf Play, läuft. Ohne jede Übertreibung: Es funktionierte einfach perfekt vom ersten bis zum letzten Tag. Die Akkulaufzeit hat bei mir perfekt für eine Woche für den Weg zur Arbeit und zurück gereicht.

    Das Gefummel mit der Koppelung hat Nokia damals dann sehr pragmatisch gelöst: NFC. Man hält das Modul ans (entsperrte) Handy, schon wird es vollautomatisch gekoppelt. Funktioniert perfekt – bis heute.

    > > Ja, mag sein. Aber mir fehlt der Nachweis, dass dieses die einzigen
    > > "massentauglichen" mobilen Kopfhörer seien.
    >
    > S.o. Ich habe leider keine Statistik dazu gefunden, ist nur mein Empfinden.
    > Du kannst das anders sehen. Ist OK.

    Naja, überleg mal: Wenn die Verbindung zwischen den beiden Ohrhörern so schlimm sei, wieso benutzen die Menschen dann trotzdem Kopf- und Ohrhörer?

    Diese komplett kabellosen Dinger sind ein Gimmick, aber ich bezweifle, dass das den Massenmarkt erobert. Dafür sind die Nachteile einfach zu groß, und zwar allen voran das naheliegendste: Man verliert sie sehr viel leichter.

  15. Re: Stimmt

    Autor: Berner Rösti 01.11.16 - 14:52

    Trollversteher schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > >Ja.
    >
    > Hast Du nen Link parat? Ich kenne, wie gesagt, wirklich nur noch diese
    > Mono-Headsets, die man sich ans Ohr geklemmt hat...

    Blättere da mal durch:
    http://www.sonymobile.com/de/products/accessories/

    Oder hier was "historisches":
    http://www.phonearena.com/reviews/Nokia-BH-500-Review_id1865

    Und hier noch eine hübsche Bildergalerie dazu:
    https://www.google.de/search?q=nokia+bluetooth+stereo+headset&espv=2&biw=1549&bih=984&source=lnms&tbm=isch&sa=X

    Ehrlich: Praktisch jeder Handy-Hersteller hatte irgendwas in der Art im Zubehör-Angebot, selbst wenn es nur was umgelabeltes war.

    > >Na, dafür sieht man aber verdammt viel Leute mit den weißen Kabeldingern
    > durch die Gegend rennen. ^-^
    >
    > Weil die meisten Leute heutzutage Musik nur noch als "beliebiges Gedudel im
    > Hintergrund" konsumieren und wenig Wert auf Klangqualität legen - solange
    > die Bässe einigermaßen "wumms" machen, und die Dinger laut genug sind um
    > die Umgebungsgeräusche zu überdecken ist die Welt in Ordnung...

    Ja, damit bestätigst du doch genau das, was ich schrieb. Sie kaufen sich dann das Original-Zubehör "ihres" Handyherstellers, statt zu Bowers & Wilkins zu gehen. ;)

    > Eben. Aber warum muss das von einem Smartphone/Computerhersteller sein, der
    > selbst weder Erfahrung noch einen Ruf auf dem Gebiet hat?

    Siehe oben: Weil es den Leuten egal ist bzw. sie es nicht besser wissen.

    > Da greife ich
    > doch lieber zu Sennheiser, Shure, Sony, AKG & Co (ich weiß, ich hab jetzt
    > wieder mindestens zehn total unverzichtbare Namen vergessen, aber das
    > sollte keine vollständige Aufzählung sein ;-)) als zu Apple, LG oder
    > Samsung.

    Keiner (bis auf Sony) von denen hatte damals Bluetooth-Produkte im Angebot.

    Nebenbei: Ich hatte damals an meinem Nokia BH-500 einen Sennheiser-In-Ear angeklemmt. Funktionierte super.

    > >Jeder der Großen (bis auf Apple). Nokia, Sony, usw. Teilweise auch in
    > Kooperation mit irgendwelchen namhaften Herstellern.
    >
    > OK - wie gesagt, von Nokia kannte ich nur die mono-Dinger - und dass Sony,
    > die im Hifi-Bereich ihren Namen geprägt und den Walkman erfunden haben
    > natürlich auch Headsets im Angebot hat, war mir natürlich klar.

    Siehe oben. Dann muss das an dir einfach vorbei gegangen sein – vermutlich, weil du dich dafür damals nicht nennenswert interessiert hattest. Macht ja nix.

  16. Re: Stimmt

    Autor: F4yt 01.11.16 - 14:53

    Fuchs schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > F4yt schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Die Konsolidierung verschiedener Technologien (GPS und anderes Zeug ins
    > > Telefon) ist nun auch nichts bahnbrechend Neues.
    >
    > ...und solche rückwirkende Urteile über die Vergangenheit nennt man eben
    > Hindsight Bias :-)
    >

    Wenn es eine solche Konsolidierung zu diesem Zeitpunkt noch nie gegeben hätte, würde ich dir zustimmen. Nur hatte zu dem Zeitpunkt die Verwandlung des Handys zum Multimediagerät (MP3, Video, mehr oder weniger rudimentäre Browser (kein WAP)) bereits eingesetzt. Modelle mit GPS oder der Möglichkeit zur Anbindung an eines gab es ja nun auch schon.

    > Konzepte wie "Finger ersetzt Sift" und "Zentrale Plattform zum
    > herunterladen von Software" waren eben nicht ganz so offensichtlich wie
    > heute.

    Hier ging es mir eher um eine Aufzählung der Veränderung seitdem und weniger um deren Offensichtlichkeit. Habe meinen MDA und meinen DS zu der Zeit dauernd mit dem Finger bedient, wo es nur ging.

  17. Re: Massentauglich?

    Autor: Fuchs 01.11.16 - 14:56

    Berner Rösti schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Naja, überleg mal: Wenn die Verbindung zwischen den beiden Ohrhörern so
    > schlimm sei, wieso benutzen die Menschen dann trotzdem Kopf- und Ohrhörer?

    Gewisse (meist jüngere) Subkulturen, die eher Basslastige Musik hören werden auch in Zukunft (drahtlose) Kopfhörer mit Ohrbügel benutzen. Den normalen Büro-Angestellten ü30 sehe ich nicht unbedingt damit in der Bahn.

    > Diese komplett kabellosen Dinger sind ein Gimmick, aber ich bezweifle, dass
    > das den Massenmarkt erobert.

    Werden wir sehen. Ich gehe davon aus, dass die heutigen kabelgebunden In-Ears mittelfristig durch drahtlose ersetzt werden. Anfang Jahr haben solche Geräte noch über 300 Euro gekostet, mittlerweile haben sich die Preise halbiert. Nächstes Jahr werden noch günstigere Geräte im Handel sein.

  18. Re: Stimmt

    Autor: Trollversteher 01.11.16 - 15:01

    >Keiner (bis auf Sony) von denen hatte damals Bluetooth-Produkte im Angebot.

    Wie weit geht denn "damals" zurück? Sennheiser hatte zB schon vor sieben Jahren (2009) ein Bluetooth-Headset im Angebot.

    >Siehe oben. Dann muss das an dir einfach vorbei gegangen sein – vermutlich, weil du dich dafür damals nicht nennenswert interessiert hattest. Macht ja nix.

    Ja, das wird wohl so gewesen sein, ich hab mich (von Sony aus genannten Gründen mal abgesehen) tatsächlich nie sonderlich für das Kopfhörer-Angebot der Handy/Smartphonehersteller interessiert.

  19. Re: Stimmt

    Autor: F4yt 01.11.16 - 15:04

    Trollversteher schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Nunja, vor den AppStores war es für kleine Entwickler völlig unmöglich,
    > mobile Apps zu entwickeln, weil die großen Portale nur mit größeren
    > Entwicklerstudios gearbeitet haben, und selbst die durften sich durch alle
    > möglichen Vorschriften und Nötigungen demütigen lassen, gegen die Apples
    > Appstore-Vorschriften wie der feuchte Traum eines Vollblutanarchos wirken -
    > (Bei uns kommt ihr nur rein, wenn ihr diese drei "Vodafone" (oder O2 oder
    > T-mobile...)-Banner ins Spiel einbaut. Oder ihr müsst UI und Farbschema
    > unseren Logofarben anpassen. Und und und...) - von den mageren MArgen gar
    > nicht zu sprechen.
    > Das hat schon sehr viel mehr geändert, als nur der Ort, an dem wir unsere
    > Apps beziehen.
    >

    Hingegen konnte man dort sein Zeug über die eigene Webseite anbieten. Für den Anwender ist der AppStore eine Erleichterung, da er nicht das Netz nach Programmen durchwühlen muss. Aber vollkommen grundlegend betrachtet ist es tatsächlich lediglich eine Verschiebung des Bezugspunkts von Anwendungen. Gerade für den Endbenutzer.

    > Und neben der Fingerbedienung hat sich auch das "Feel" geändert -
    > Echtzeit-Reaktion statt klicken-warten. Flüssiges Scrolling statt
    > klicken-warten. Das iPhone hatte den ersten Browser, mit dem man *wirklich*
    > mobil im Web browsen konnte, ohne das Gefühl zu haben mit 2t Betonklötzen
    > am Bein durch den Atlantik zu schwimmen.
    >

    Das war tatsächlich stark unterschiedlich. Mit Opera auf dem MDA (über USB, mit Prepaid war nicht viel surfen) war es wie surfen am Rechner, der Bildschirm war halt scheiße klein und Flash ging nicht.

    > Und das war eben nicht *nur* reine Hardware-Performance, sondern ist eben
    > einem durchdachten Gesamtkonzept zu verdanken, bei dem eines ins andere
    > greift.

    Wofür Apple ja nun bekannt ist. Nicht erst seit dem iPod und dessen enge Verbindung mit iTunes. Um reine Hardware-Performance ging es an der Stelle eben auch nicht.

  20. Re: Stimmt

    Autor: Fuchs 01.11.16 - 15:05

    F4yt schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wenn es eine solche Konsolidierung zu diesem Zeitpunkt noch nie gegeben
    > hätte, würde ich dir zustimmen.

    Hat es auch nicht. Es gab ein paar krude Ansätze und das wars. Apple hat in der heute legendären Keynote der Öffentlichkeit gezeigt, wie ein modernes Smartphone auszusehen hat. Niemand, ausser ein paar Nostalgiker und Geschichtsverdreher, redet heute noch von den grusligen Prä-iPhone-"Smartphones".

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      Winziger Windows-PC passt in die Handfläche

      Der iLife MP8 Micro ist ein Beispiel dafür, wie klein Komplettsysteme mit Windows 10 mittlerweile sein können, ohne zu viele Anschlüsse aufzugeben. Der Mini-PC nutzt eine Gemini-Lake-CPU von Intel und sollte für einfache Office-Arbeiten ausreichen.

    2. Datenethik: Regierungskommission bringt Verbot von Algorithmen ins Spiel
      Datenethik
      Regierungskommission bringt Verbot von Algorithmen ins Spiel

      Eine Regierungskommission macht Vorschläge für eine umfassende Regulierung von Algorithmen. Sie fordert unter anderem eine Kontrollinstanz, Algorithmus-Beauftragte in Unternehmen und sogar das Verbot von Algorithmen mit "unvertretbarem Schädigungspotenzial".

    3. Google: Chrome 78 bringt Experimente und bessere Tab-Übersicht
      Google
      Chrome 78 bringt Experimente und bessere Tab-Übersicht

      Die aktuelle Version 78 des Chrome-Browsers von Google erleichtert die Tab-Übersicht. Außerdem enthält die Version experimentelle APIs etwa für den Dateisystemzugriff, testet DoH und bietet einen forcierten Dark-Mode.


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