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geeigneten Funkstandort

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  1. geeigneten Funkstandort

    Autor: /mecki78 08.11.19 - 11:52

    > Was den Kommunen am meisten Schwierigkeiten bereitet,
    > ist die Suche nach einem geeigneten Funkstandort

    Na das erklärt ja viele Probleme. Kein Wunder, dass die Netze teilweise so schlecht sind, wenn die Kommunen den Standort festlegen. IMHO ist der einzige, der einen brauchbaren Standort bestimmen kann der Netzbetreiber, denn es ist hier keineswegs so, dass es egal wäre, welche von 50 möglichen Standorten man am Ende wählt, da man je nach Standort eine andere Abdeckung und Ausleuchtung erhält und das auch massiv beeinflusst, ob es Versorgungslücken auf dem Weg zum nächsten Standort gibt bzw. es schränkt auch die Möglichkeiten zukünftiger Standorte ein. Aus meiner Sicht darf einen Gemeinde maximal aus einigen wenigen Standortvorschlägen wählen, die ihnen der Netzbetreiber unterbreitet, weil nur dann sind das auch halbwegs brauchbare Standorte.

    /Mecki

  2. Re: geeigneten Funkstandort

    Autor: SmilingStar 08.11.19 - 16:07

    /mecki78 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > Was den Kommunen am meisten Schwierigkeiten bereitet,
    > > ist die Suche nach einem geeigneten Funkstandort
    >
    > Na das erklärt ja viele Probleme. Kein Wunder, dass die Netze teilweise so
    > schlecht sind, wenn die Kommunen den Standort festlegen. IMHO ist der
    > einzige, der einen brauchbaren Standort bestimmen kann der Netzbetreiber,
    > denn es ist hier keineswegs so, dass es egal wäre, welche von 50 möglichen
    > Standorten man am Ende wählt, da man je nach Standort eine andere Abdeckung
    > und Ausleuchtung erhält und das auch massiv beeinflusst, ob es
    > Versorgungslücken auf dem Weg zum nächsten Standort gibt bzw. es schränkt
    > auch die Möglichkeiten zukünftiger Standorte ein. Aus meiner Sicht darf
    > einen Gemeinde maximal aus einigen wenigen Standortvorschlägen wählen, die
    > ihnen der Netzbetreiber unterbreitet, weil nur dann sind das auch halbwegs
    > brauchbare Standorte.

    Für die Netzbetreiber ist die Sache klar und einfach: Für eine bestmögliche Versorgung braucht es meist einen hohen, nicht verbauten und zentral liegenden Standort -Funkwellen gehen halt nicht höfflich um die Ecke.
    In Gemeinden sind das historisch bedingt meistens die Dächer von zentrale stehenden Rathäusern und Kirchen.
    Da zucken dann aber viele Gemeinden, weil sie zwar eine gute Mobilfunkanbindung wollen, aber keine hässliche Antenne auf den Dächern oder gar Türme.

    Golem hatte im März 2019 einen Artikel zu dem Wahnsinn:
    https://www.golem.de/news/ludwigsburg-landrat-liess-mobilfunkmast-fuer-prominenten-abbauen-1903-139802.html

    Zitat aus dem Artikel: "In einem Stadtteil von Waiblingen wollte man zwar Mobilfunkversorgung, der Mast sollte aber möglichst mehrere Kilometer weit entfernt stehen. Er habe damals argumentiert, dass der Mast dann mindestens 60 Meter hoch sein müsste. Darauf schlug ein funktechnisch unkundiges Gemeinderatsmitglied vor, ihn angesichts dieser Dimensionen wenigstens unten in den alten Steinbruch zu stellen, damit er vom Ort aus nicht so deutlich zu sehen sei."

  3. Re: geeigneten Funkstandort

    Autor: tg-- 08.11.19 - 17:34

    /mecki78 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > Was den Kommunen am meisten Schwierigkeiten bereitet,
    > > ist die Suche nach einem geeigneten Funkstandort
    >
    > Na das erklärt ja viele Probleme. Kein Wunder, dass die Netze teilweise so
    > schlecht sind, wenn die Kommunen den Standort festlegen. IMHO ist der
    > einzige, der einen brauchbaren Standort bestimmen kann der Netzbetreiber,
    > denn es ist hier keineswegs so, dass es egal wäre, welche von 50 möglichen
    > Standorten man am Ende wählt, da man je nach Standort eine andere Abdeckung
    > und Ausleuchtung erhält und das auch massiv beeinflusst, ob es
    > Versorgungslücken auf dem Weg zum nächsten Standort gibt bzw. es schränkt
    > auch die Möglichkeiten zukünftiger Standorte ein. Aus meiner Sicht darf
    > einen Gemeinde maximal aus einigen wenigen Standortvorschlägen wählen, die
    > ihnen der Netzbetreiber unterbreitet, weil nur dann sind das auch halbwegs
    > brauchbare Standorte.

    Es ist nicht so, dass die Gemeinde willkürlich Standorte festlegt und die Netzbetreiber dann dort bauen.
    Tatsächlich läuft es im Regelfall umgekehrt: der Netzbetreiber tritt an die Gemeinden mit einem Wunschgebiet für einen neuen Standort heran (das nennt sich Suchkreis).
    In diesem Gebiet 1-2 Hektar oder weniger kann die Gemeinde dann Grundstücke anbieten.

    Das ist natürlich nicht immer der ideale Standort, aber im Regelfall gut genug - wenn ein Standort gefunden werden kann.

  4. Re: geeigneten Funkstandort

    Autor: bombinho 09.11.19 - 13:14

    /mecki78 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > IMHO ist der
    > einzige, der einen brauchbaren Standort bestimmen kann der Netzbetreiber,
    > denn es ist hier keineswegs so, dass es egal wäre, welche von 50 möglichen
    > Standorten man am Ende wählt, da man je nach Standort eine andere Abdeckung
    > und Ausleuchtung erhält und das auch massiv beeinflusst, ob es
    > Versorgungslücken auf dem Weg zum nächsten Standort gibt bzw. es schränkt
    > auch die Möglichkeiten zukünftiger Standorte ein.

    Das ist so pauschal wie falsch. Wenn du dir mal die ueblichen Konstruktionen anschaust, wirst du feststellen, dass ueblicherweise 3 Segmente im Einsatz waren, zukuenftig auch gerne deutlich mehr. Es handelt sich nicht um Rundstrahler. Die einzelnen Segmente sind sowohl mechanisch ausrichtbar, als auch in der Sendeleistung variabel.

    Insofern ein Ersatzstandort nicht so platziert ist, dass der ueberwiegende Teil des abzudeckenden Gebiets verschattet ist, dann spielt die Wahl des Standorts nur eine untergeordnete Rolle und auch nur bis 4G. Bei 5G ist die Antennenstruktur erheblich flexibler und Segmente koennen sogar raeumlich komplett getrennt, via Glasfaser angebunden, aufgestellt werden.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 09.11.19 13:16 durch bombinho.

  5. Re: geeigneten Funkstandort

    Autor: /mecki78 10.11.19 - 17:45

    bombinho schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wenn du dir mal die ueblichen
    > Konstruktionen anschaust, wirst du feststellen, dass ueblicherweise 3
    > Segmente im Einsatz waren, zukuenftig auch gerne deutlich mehr. Es handelt
    > sich nicht um Rundstrahler. Die einzelnen Segmente sind sowohl mechanisch
    > ausrichtbar, als auch in der Sendeleistung variabel.

    Das alles hat nichts mit dem zu tun, was ich geschrieben habe.

    Im Gegenteil, gerade weil es keine Rundstrahler sind, ist der Standort sehr wichtig, weil sonst hast du am Ende zwei Keulen, die sich überschneiden und dabei aber ein Teilgebiet gar nicht versorgt wird und da es sich nicht finanziell lohnt nur für dieses Gebiet einen Mast aufzustellen, wird es dann nie versorgt und das nur aufgrund einer Standortfehlplanung, denn bei richtigen Standorten hätten beide Keulen alles abgedeckt.

    Und auch wenn die Sendeleistung variable ist, hört das Signal nicht einfach an eine Grenze auf wie Wasser an an einer Staumauer; du musst bei Überschneidungen unterschiedliche Frequenzen nutzen (sonst klappt auch das Umbuchen der Zellen nicht sauber) und die Anzahl der Frequenzen ist beschränkt und wenn du falsch planst, dann treffen entsteht oft irgendwo die Situation, dass jetzt ein Gebiet noch versorgt werden muss und alle Frequenzen, die dafür in Frage kämen aber bereits durch die angrenzende Zellen genutzt werden. Dann müssen alle oder einige Zellen künstlich gedehnt werden, wodurch das Gebiet dann eher schlecht als recht versorgt wird und für alle bisherigen Nutzer der Zelle fällt der Datendurchsatz. Bei richtiger Planung hingegen folgen die Zellen einem Frequenzraster, das eben genau dieses Situation von vornherein ausschließt.

    /Mecki

  6. Re: geeigneten Funkstandort

    Autor: /mecki78 10.11.19 - 17:51

    tg-- schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das ist natürlich nicht immer der ideale Standort,

    Erzähl das dann den Leuten, die deswegen nur einen Strich haben und wo die Verbindung immer komplett abreißt, nur weil man den Mast ungünstig aufgestellt hat, weil die Gemeinde meint, dass sonst der Mast die Landschaft verschandelt. Jetzt ist der Mast nicht zu sehen, aber bringt halt auch 20% der Menschen gar nichts, die im "versorgten Gebiet" leben. Für manche Menschen mag der exakte Standort keine Rolle spielen, weil sie so oder so in der gut versorgten Zone leben, egal wo der Mast konkret steht, aber es geht hier um die Menschen, die am Rand dieser Gebiet leben oder in beschatteten Bereichen und die gerade mal so noch ein Signal bekommen. Das Problem ist, man hätte auch diesen Menschen guten Empfang geben können (2 Striche und das stabil), durch einen leicht anderen Standort, ohne negative Auswirkung für die anderen 80%, so aber haben sie Pech gehabt, weil einen zweiten Mast wird niemand für diese 20% aufstellen, war ja schon schwer, teure und langwierig genug den einen zu bekommen.

    /Mecki

  7. Re: geeigneten Funkstandort

    Autor: /mecki78 10.11.19 - 18:17

    SmilingStar schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Funkwellen gehen halt nicht höflich um die Ecke.

    Eigentlich doch. Zum einen können sie durch Reflexionen um eine Ecke geleitet werden, zum anderen gibt es einen Effekt, der "Beugung" genannt wird und an Kanten auftritt:


    Aber um diese Effekte zum Vorteil auszunutzen, ist der Standort eben erst recht wichtig. Beim falschen Standort kann ich nicht nur nicht von diesem Effekt profitieren, sondern er kann sich sogar negativ auswirken, weil er die Funkwellen dorthin leitet, wo ich sie eigentlich gar nicht haben will.

    > Da zucken dann aber viele Gemeinden, weil sie zwar eine gute
    > Mobilfunkanbindung wollen, aber keine hässliche Antenne auf den Dächern
    > oder gar Türme.

    Wer hat denn bestimmt, dass das hässlich ist? Es ist nur ungewohnt. Das ist so wie sich heute viele über die Windräder aufregen. In den Niederlanden, die ja schon Windräder wie verrückt aufgestellt haben, als ich noch zur Schule ging, war das genauso. Mittlerweile ist viel Wasser den Rhein runter geflossen und die niederländischen Babies von damals sind heute schon fast Erwachsen und die stört das Null, im Gegenteil, denen würde was am Landschaftsbild fehlen, wären die Räder morgen einfach weg, weil sie mit diesem Bild aufgewachsen sind. Unsere Kinder werden sich in 16 Jahren auch nicht mehr über Windräder aufregen oder Mobilfunkmasten. Terrestrische Fernsehantennen regen doch auch keinen heute mehr auf, weil wir alle mit diesen Antennen auf Dächern aufgewachsen sind, dabei sind diese gerade am verschwinden. Wie kann man sich über eine Mobilfunkantenne im Viertel aufregen, zeitgleich aber so etwas tolerieren:


    Eine Mobilfunkantenne wäre auch nicht viel größer und vor allem, es wäre nur eine.

    /Mecki

  8. Re: geeigneten Funkstandort

    Autor: bombinho 10.11.19 - 21:34

    /mecki78 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Im Gegenteil, gerade weil es keine Rundstrahler sind, ist der Standort sehr
    > wichtig, weil sonst hast du am Ende zwei Keulen, die sich überschneiden und
    > dabei aber ein Teilgebiet gar nicht versorgt wird und da es sich nicht
    > finanziell lohnt nur für dieses Gebiet einen Mast aufzustellen, wird es
    > dann nie versorgt und das nur aufgrund einer Standortfehlplanung, denn bei
    > richtigen Standorten hätten beide Keulen alles abgedeckt.

    Ahja, interessante These, du hast eine ungefaehre Ahnung, wie die Schnittflaeche der Keule aussieht? Du weisst, dass die Keulen sich ohnehin ueberlappen und dass das bei 5G sogar absolut notwendig und Bestandteil des Standards ist?
    Hmm, hier wuerde ich doch empfehlen, mal ein paar Blaetter Papier zu nehmen, ein paar Schnittflaechen zu konstruieren (6er/12er Teilung waeren interessante Stichworte, wenn du nicht weisst, wie) und diese von verschiedenen simulierten Standorten mal zu platzieren.

    > Und auch wenn die Sendeleistung variable ist, ... Bei
    > richtiger Planung hingegen folgen die Zellen einem Frequenzraster, das eben
    > genau dieses Situation von vornherein ausschließt.

    Du hast hier quasi gerade erklaert, dass ein Butterbrot ein Brot mit Butter drauf ist.
    Welche Alternativen fielen dir denn ein und inwiefern wuerde ein veraenderter Standort aus einem Butterbrot etwas anderes als ein Brot mit Butter drauf oder Funkzellen anders organisiert machen?

    Ahja, uebrigens sind die Feldstaerken innerhalb der Keule und damit das nutzbare Gebiet durchaus von der Sendestaerke abhaengig und zuguterletzt ist es immer das Endgeraet, welches die Ausdehnung bestimmt und nahezu nie der Funkturm.

  9. Re: geeigneten Funkstandort

    Autor: bombinho 10.11.19 - 21:37

    /mecki78 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Erzähl das dann den Leuten, die deswegen nur einen Strich haben und wo die
    > Verbindung immer komplett abreißt, nur weil man den Mast ungünstig
    > aufgestellt hat, weil die Gemeinde meint, dass sonst der Mast die
    > Landschaft verschandelt.

    Du ignorierst weiterhin gekonnt den Fakt, dass es in anderen Laendern hervorragend funktioniert, auch in der Flaeche.

  10. Re: geeigneten Funkstandort

    Autor: bombinho 10.11.19 - 21:42

    /mecki78 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Eigentlich doch. Zum einen können sie durch Reflexionen um eine Ecke
    > geleitet werden, zum anderen gibt es einen Effekt, der "Beugung" genannt
    > wird und an Kanten auftritt:

    Von Relevanz sind aber nur Signale mit ausreichender Feldstaerke, alles Andere wird ignoriert. Stell den Turm auf der anderen Seite auf und das Ergebnis ist das Gleiche, nur anders herum. Ueberlappungen sind mit Abschirmungen und Sendeleistungsanpassungen seit langer Zeit problemlos handhabbar und ohnehin notwendig und unvermeidbar.

    Ein altes Bild eines heutzutage ohnehin nicht mehr exisitierenden Antennewaldes fuer mittlerweile anderweitig genutzte Frequenzen ist ja nun wirklich extrem relevant. Nu relevant fuer was genau noch einmal?

  11. Re: geeigneten Funkstandort

    Autor: /mecki78 11.11.19 - 12:28

    bombinho schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ueberlappungen sind mit
    > Abschirmungen und Sendeleistungsanpassungen seit langer Zeit problemlos
    > handhabbar und ohnehin notwendig und unvermeidbar.

    Überlappungen funktionieren nur dann ohne deutliche Nachteile, wenn man unterschiedliche Frequenzen verwendet (was bedeutet, dass da letztlich gar kein echte Überlappung stattfindet), weil ansonsten ist in der Zone der Überlappung das Mobilfunknetz furchtbar, da jeder der mit Mast A verbunden ist sämtliche Funkwellen von Mast B als Störsignal wahrnimmt und umgekehrt und da die Masten sich nicht gegenseitig sehen, wissen sie ja nicht, wann der andere Mast gerade sendet, also senden sie beide die ganze Zeit ohne Pause, d.h. du hast permanent ein Störsignal auf der gleichen Frequenzen in gleicher Intensität wie dein Nutzsignal. Damit bricht deine LTE Datenrate komplett ein, selbst eine stabile Telefonverbindung wird zur Glückssache.

    Oder die Masten werden extern synchronisiert, aber dann halbiert sich die Nutzbare Datenrate für alle Nutzer in beiden Zellen (und zwar 50% von dem, was sie bisher haben und das war ja oft schon weit von der möglichen Datenrate entfernt). Oder aber die Masten können sich direkt "sehen" (was du aber oben schon ausgeschlossen hattest), dann synchronisieren sich die Masten automatisch, aber dann hast du letztlich nur eine sehr große Zelle geschaffen (genauso gut hättest du dann nur einen Mast bauen und den höher machen können), in der die Datenrate aufgrund der zu erwartenden Kollisionen selbst mit nur ganz wenigen Nutzer bereits weit unter den Möglichkeiten bleiben wird, weil je größer die Zelle, desto wahrscheinlicher treten Kollisionen mit Datenverlust auf. Allerdings je mehr Nutzer, desto wahrscheinlicher treten Kollisionen mit Datenverlust auf und hier hast du beides, denn in einer größeren Zelle hast du natürlich durchschnittlich auch mehr Nutzer.

    Da aber die Frequenzen limitiert sind und manche Frequenzen für bestimmte Einsatzgebiete reserviert wurden (z.B. um Mikrozellen innerhalb von Makrozellen bauen zu können, denn auch hier dürfen sich die Frequenzen dann nicht überschneiden, wenn du volle Geschwindigkeit haben willst), ist es extrem wichtig die Maststandorte so zu wählen, dass man ein Frequenzverteilungsschema einhalten kann, weil nur so gewährleistet ist, dass man eine gleichmäßige Netzabdeckung bei etwa gleichbleibender Qualität über ganz Deutschland erreichen kann. Verkackst du bei der Frequenzverteilung, werden dich am Ende noch so viele Masten nicht davor retten, ein beschissenes Mobilfunknetz zu haben, das immer schlechter als das Konkurrenz sein wird.

    Und dann darfst du nie vergessen, dass auch wenn Masten keine Rundstrahler sind, Handies sind grundsätzlich erst einmal Rundstrahler, die nur elektronisch versuchen können eine leicht stärke Abstrahlung in Richtung Mast zu forcieren (Beamforming), was aber nur sehr begrenzt möglich ist und in der Praxis viel weniger bringt als die meisten Leute denken und noch dazu durch jede Bewegung und Drehung des Handies temporär zur Nichte gemacht wird. Mobilgeräte müssten viel mehr Antennen haben und dazu statisch an einem Ort in einer Ausrichtung verweilen, wenn das effektiv funktionieren soll. In der Praxis bringt der Effekt so wenig, dass gerade mal 20-30% mehr Leistung in Richtung Mast abgestrahlt wird als in alle übrigen Richtungen. D.h. auch wenn das Mobiltelefon Mast A erreichen will, wird es die Nutzer von Mast B stören, wenn beide die gleiche Frequenz nutzen und sich ihre abgedeckten Gebiete überschneiden. Auch aus diesem Grund macht es Sinn, hier unterschiedliche Frequenzen zu wählen.

    Zuletzt übersiehst du, dass wenn Leute seit über 10 Jahren betteln, endlich einen Mobilfunkmast zu bekommen und jetzt endlich einer kommt, garantiert keine weitere in den nächsten 10 Jahren dort aufgestellt werden wird. Du hast also jetzt ein Chance es richtig zu machen und für eine gute Abdeckung zu sorgen oder du verkackst das und lebst dann aber Jahrzehnte mit den Folgen, denn der nächste Mast wird garantiert nicht schneller kommen als dieser jetzt kam, eher sogar noch langsamer.

    > Ein altes Bild eines heutzutage ohnehin nicht mehr exisitierenden
    > Antennewaldes

    Dieser Wald existiert genauso wenn ich heute bei mir aus dem Fenster schaue über die Dächer der Stadt. Die Frequenzen werden nicht anderweitig genutzt, die werden immer noch für Fernsehen und Radio genutzt (UKW und DVB-T2); es werden nur weniger Frequenzen gebraucht, weswegen im oberen Bereich ein paar frei geworden sind. Außerdem bestätigst du ja nur meinen Punkt: Die Anzahl der Antennen nimmt gerade massiv ab und nicht zu. Im Schnitt weichen 50 VHF/UHF Antennen einer Mobilfunkantenne auf den Hausdächern. Also wie unsinnig ist es, sich über eine neue Antenne aufzuregen, wenn man sich über die 50 Antennen davor nie aufgeregt hatte? Und rein optisch finde ich die alten VHF Antennen viel hässlicher als jede Mobilfunkantenne.

    /Mecki

  12. Re: geeigneten Funkstandort

    Autor: chefin 12.11.19 - 07:28

    bombinho schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > /mecki78 schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Erzähl das dann den Leuten, die deswegen nur einen Strich haben und wo
    > die
    > > Verbindung immer komplett abreißt, nur weil man den Mast ungünstig
    > > aufgestellt hat, weil die Gemeinde meint, dass sonst der Mast die
    > > Landschaft verschandelt.
    >
    > Du ignorierst weiterhin gekonnt den Fakt, dass es in anderen Laendern
    > hervorragend funktioniert, auch in der Flaeche.


    Genau, den dort haben Bürger kein Mitspracherecht. Der Mast wird genau dort gestellt, wo er funktechnisch optimal passt. Und da braucht auch keiner zu kommen und sagen, das sieht scheisse aus. Das Interessiert dort keinen. So ist es natürlich einfach für die Mobilfunkfirmen.

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