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  5. › LTE: Andrang bei Aktion "Wir jagen…

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  1. links ..

    Autor: senf.dazu 08.11.19 - 10:06

    https://www.nordbayern.de/region/hoechstadt/zwist-um-funkmast-bei-klebheim-1.9329718

    eine Zierde für jedes r=150m Dörfchen. Statement: "Wir gehen mit auf dem Stande der Technik". Die sollen sich mal nicht so haben - mit ihrer Autobahn in 300m Entfernung. Da hat man mit Gästezimmern eh keine Problem mehr.

    Ist 40m(-60) für Mobilfunk eigentlich die übliche Mastgröße ?



    4 mal bearbeitet, zuletzt am 08.11.19 10:20 durch senf.dazu.

  2. Re: links ..

    Autor: rocketfoxx 08.11.19 - 10:25

    Ich bin dafür, dass diese Orte dann auch einfach konsequent beim Breitband- und Mobilfunkausbau ignoriert werden.

    Dieses Sankt-Florian-Prinzip ist der Grund, weswegen hier nichts voran geht.

    Ist okay, wenn ihr keinen Mast wollt. Dann bekommt ihr halt auch kein Internet.
    Wer A sagt, muss auch B sagen.

  3. Re: links ..

    Autor: fanreisender 08.11.19 - 10:43

    rocketfoxx schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Dieses Sankt-Florian-Prinzip ist der Grund, weswegen hier nichts voran
    > geht.
    >

    Wobei es ja noch nicht einmal um das St.-Florian-Prinzip geht. Na gut, vielleicht in
    Sachen Optik. Ansonsten leisten wir uns lustigerweise eine aus dem Vakuum gezogene Massenhysterie. Schon interessant, was man durch permanente Wiederholung falscher Tatsachen so anrichten kann, nicht nur in einem größeren Land westlich des Atlantiks.

  4. Re: links ..

    Autor: /mecki78 08.11.19 - 12:35

    senf.dazu schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > www.nordbayern.de

    Und? Es hat noch kein Mensch durch das betrachten so eines Funkmastes Augenkrebs bekommen. Da stehen ganz andere Bausünden in unseren Landschaften über die man sich aufregen könnte, so einen Mast halte ich für komplett unproblematisch. Der stört dich nur, weil du ihn nicht gewöhnt bist, aber wenn deine Kinder mit so einem Mast aufwachsen, dann stört sie das Null, im Gegenteil, die würde es eher stören, wenn er plötzlich verschwindet.

    Kannst ja beantragen ein paar Äste dran zu kleben:
    https://www.memon.eu/blog/getarnte-mobil-funkmasten/

    > Ist 40m(-60) für Mobilfunk eigentlich die übliche Mastgröße ?

    Wenn du eine vernünftige Abdeckung willst, dann ja, denn Masten sind keine Rundumstrahler die Kugelförmig abstrahlen. Sie sind Richtstrahler, die keulenförmig abstrahlen.


    Je weniger schräg die Hauptstrahlrichtung zum Boden neigt, desto größer ist das versorgte Gebiet insgesamt (die rote Linie wäre oben viel länger als unten, die passt nur nicht mehr ins Bild), allerdings desto weiter entfernt vom Mast fängt das versorgte Gebiet überhaupt erst an (wer denkt direkt unter einem Mast hat man super Empfang, der irrt; hier verdankt man dem Empfang hauptsächlich Reflexionen). Will ich ein großes Gebiet versorgen, das bereits kurz nach dem Mast beginnt, dann geht das nur, wenn der Mast entsprechend hoch ist, weil auch durch die Höhe vergrößert sich das versorgte Gebiet.

    Auch muss der Mast je nach Gebiet eine Gewisse Höhe aufweisen, da er über Unebenheiten in der Landschaft "drüber hinweg" funken muss, ansonsten hättest du hinter jedem Hügel oder schon in einer winzigen Talsenke kein Signal mehr, weil durch den Boden hindurch gehen die Funkwellen nicht.



    In Städten ist die Zelldichte sehr hoch, daher reicht es hier den Mast einfach auf ein Hausdach zu bauen, das ist hoch genug. Hier z.B. Stuttgart:


    Aber auf dem Land ist die Zelldichte niedrig. Hier muss oft ein einziger Mast mehr Gebiet versorgen, als oben im Kartenausschnitt gezeigt wird und das geht nur, wenn er ein gewisse Höhe hat.

    /Mecki

  5. Re: links ..

    Autor: senf.dazu 08.11.19 - 12:58

    Naja - aber vielfach gibt's in Gemeinden Bauvorschriften die nicht nur die Höhe von Gebäuden sondern auch mal die Farbe und Form von Hausdächern betreffen - um das "ortsübliche Bild" nicht zu stören. Da hat man bei dem abgebildeten Mast eher den Eindruck das die sich an nix halten - nicht mal den guten Geschmack, und nicht mal versuchsweise. Man könnte man ja auch mal einen Designer ranlassen und ein paar Abstandsregeln (10*H oder so was) definieren so daß man die Dinger notfalls auch ganz gut mit ein paar Bäumchen im eigenen Garten kaschieren kann.

    Andererseits werden die Mobilfunkzellen auch eher kleiner als größer - da fragt man sich schon ob solche Monstermasten künftig noch mit Mobilfunk zu tun haben. Man könnte ja zur Versorgung von kleinen Orten z.B. auch Glasfaseranbindung mit Dachantennen verwenden ..

    Vielleicht haben diese Masten ja auch eher damit zu tun das man unten am Mast (20m?) die Mobilfunkantennen aufhängt damit die nicht in die übernächste Zelle strahlen (zwecks Wiederverwendung der Frequenzbänder) und darüber hängen dann die Richtantennen die die irgendwann eh erforderliche Glasfaseranbindung der Basisstation noch ein paar Jahre vermeiden. Vielleicht fehlt dem Netz der Telekom ja auch gerade an der Stelle ne Richtfunkbrücke. Auch TV kann man gut per Glasfaser oder Satellit ..

    Alternativstandorte waren ja wohl auch im Gespräch. Da müssen eben irgendwann die Gerichte ran wenn sich die Esel (auf beiden Seiten) nicht so einigen können und wollen. Und dann dauerts eben.



    6 mal bearbeitet, zuletzt am 08.11.19 13:04 durch senf.dazu.

  6. Re: links ..

    Autor: Olliar 08.11.19 - 13:42

    senf.dazu schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Naja - aber vielfach gibt's in Gemeinden Bauvorschriften die nicht nur die
    > Höhe von Gebäuden sondern auch mal die Farbe und Form von Hausdächern
    > betreffen - um das "ortsübliche Bild" nicht zu stören. Da hat man bei dem
    > abgebildeten Mast eher den Eindruck das die sich an nix halten - nicht mal
    > den guten Geschmack, und nicht mal versuchsweise. Man könnte man ja auch
    > mal einen Designer ranlassen und ein paar Abstandsregeln (10*H oder so was)
    > definieren so daß man die Dinger notfalls auch ganz gut mit ein paar
    > Bäumchen im eigenen Garten kaschieren kann.


    Es gibt tatsächlich Antennen die regelrecht per Mimikri getarnt werden können
    und so z.B. an den Turm einer gotischen Kirche passen, weil sie wie eine backsteinere Verzierung aussehen.

  7. Re: links ..

    Autor: /mecki78 08.11.19 - 19:21

    senf.dazu schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Naja - aber vielfach gibt's in Gemeinden Bauvorschriften die nicht nur die
    > Höhe von Gebäuden sondern auch mal die Farbe und Form von Hausdächern
    > betreffen - um das "ortsübliche Bild" nicht zu stören.

    Diese hat aber die Gemeinde selber aufgestellt und diese sind nicht unveränderbar. Tatsächlich kann die Gemeinde diese jederzeit abändern, ersatzlos streichen oder eine Ausnahme genehmigen, die Bürger in der Gemeinde muss sie dazu nicht fragen.

    Ich halte derartige Beschränkungen grundsätzlich für Unfug, weil dass ein Ort so aussieht, wie er aussieht, hat sich fast immer zufällig ergeben, denn früher gab es solche Bestimmung dort in der Regel nicht. Und diesen Zustand jetzt gewaltsam so einfrieren zu wollen, obwohl sich die Bauweise von Gebäuden und der Geschmack der Menschen seit damals grundlegend geändert hat, ist einfach nur unsinniges Festhalten an der Vergangenheit, ohne dass dabei irgend ein sinnvoller Mehrwert erkennbar wäre. Wer glauben diese Menschen zu sein, dass sie bestimmen können, wie ein Ortschaft auszusehen hat? Aus meiner Sicht darf das nur einer bestimmen: Die Menschen, die dort leben, denn das ist deren Ortschaft. Und wenn die gerne rosa Häuser mit glitzernden Feenstaub auf den Dächern haben wollen, hat IMHO niemand das Recht ihnen das grundsätzlich zu verbieten.

    Und wenn man mal durch das ländliche Deutschland fährt, dann sieht man überall immer wieder mal riesige Richtfunk- und Rundfunkmasten aus der Zeit vor dem Mobilfunk, teilweise extra hübsch wie ein Bahnschranke in rot-weiß:


    Und ja, da ist auch schon der nächste Funkmast im Hintergrund klein erkennbar. Manchmal ist es gleich ein ganzer "Wald":



    Teilweise mit schön dicken Betonfuß:


    Oder gleich mal einen ganz fetten Betonturm in die Landschaft gestellt, wie auf diversen Bergkämmen in Deutschland zu finden ist:


    Und ja, in dem Bild brennt es unten am Turm; da ist ein Dixi-Klo komplett niedergebrannt.

    Diese Teile stehen seit 30 Jahren, 50 Jahren oder sogar noch länger schon in unserer Landschaft und die stören niemanden, obwohl dort täglich Menschen drauf schauen müssen. Dagegen sind Mobilfunkmasten winzig und unscheinbar. Und der Witz ist, das man viele diese Masten heute eigentlich gar nicht mehr bräuchte; Tatsächlich sind manche von denen seit Jahren außer Betrieb, aber niemand will für deren Abriss zahlen, gewartet werden müssen sie trotzdem.

    > Andererseits werden die Mobilfunkzellen auch eher kleiner als größer

    Nicht grundsätzlich.

    In Städten werden sie kleiner, weil die max. Anzahl der Nutzer pro Zelle ist beschränkt und hier stoßen Zellen immer wieder an diese Obergrenze, weil die Zahl der Mobilgeräte stetig zunimmt. Dann müssen sie in kleinere Zellen aufgeteilt werden, denn sonst könnten sich am Ende Nutzer erst gar nicht dort in das Netz einbuchen. Allerdings wird 5G dieses Probleme entschärfen, da es viel mehr Nutzer pro Zelle unterstützt als 4G.

    Auch stimmt es nicht, dass 5G kleine Zellen braucht. Eine 5G Zelle kann grundsätzlich mal genauso groß wie ein LTE Zelle sein und das ist schon ziemlich groß. Allerdings brauchen große 5G Zellen niedrige Frequenzen. Die vor kurzen versteigerten 5G Frequenzen sind viel zu hoch, die sind nur für kleine, lokal begrenzte Zellen geeignet, z.B. in dicht besiedelten Wohn- und Industriegebieten oder dort wo große Menschenmassen anzutreffen sind (Uni Campus, Fußballstadium, etc.). Das hat aber nichts mit 5G zu tun, das wäre auch der Fall, wenn du 4G auf der Frequenz laufen lassen würdest.

    Um das breite Land zu versorgen, wollen die Anbieter auch künftig auf sehr große Zellen setzen und hierfür wollen sie die Frequenzen nutzen, die früher für analoges Fernsehen verwendet wurden und die dank DVB-T/T2 jetzt aber frei geworden sind (Digitale Dividende I und II). Diese Frequenzen sind sogar niedriger als die von GSM/Edge (G2), sprich, mit denen lassen sich problemlos große Zellen bauen. Diese Zellen werden Anfangs wohl mit 4G in Betrieb genommen und später kommt dann 5G dazu; entweder auf unterschiedlichen Frequenzen, oder wenn man Frequenzen sparen muss, dann im Mischbetrieb, weil auch das ist möglich (ähnlich wie auch 802.11n und 802.11g Geräte zeitgleich im gleichen WLAN sein können - allerdings reduziert sich durch den Mischbetrieb die maximal nutzbare 5G Bandbreite, die aber auch dann noch deutlich über 4G liegt. 4G hingegen stört der Mischbetrieb nur minimal).

    > Man könnte ja zur Versorgung von kleinen Orten z.B. auch
    > Glasfaseranbindung mit Dachantennen verwenden ..

    Das wird sowieso gemacht. Aber immer nur Ortschaften versorgen hieße, wann immer du eine Ortschaft verlässt, sitzt du im Funkloch, bist du die nächste Ortschaft erreichst. Genau das ist ja der Denkfehler der Mobilfunkanbieter, wenn sie immer von "versorgten Haushalten" statt "versorgter Fläche" sprechen. Ich brauche keine gute Mobilfunkanbindung bei mir daheim oder in der Arbeit. An beiden Standorten habe ich eine sehr gute Internetanbindung, alle meine Geräte sind per WLAN online und telefonieren kann ich über VoIP oder Festnetz. Eine gute Anbindung brauche ich, wenn ich nicht daheim oder in der Arbeit bin.

    Daher wird man immer erst einmal versuchen mit niedrigen Frequenzen möglichst viel Fläche mit mindestens 4G, später 4G + 5G abzudecken und dann schauen, wo es Ballungszentren mit vielen Nutzern gibt, um dann dort gezielt ein paar kleinere Zellen zu bauen, die dann ruhig mit höheren Frequenzen arbeiten können (und somit der großen Zelle nicht in die Quere kommen). Diese kleinen Zellen sind aber optional und sollen nur Empfang und Datendurchsatz verbessern, die Grundversorgung wird durch die große Zelle gestellt und die braucht einen hohen Mast.

    /Mecki

  8. Re: links ..

    Autor: senf.dazu 09.11.19 - 11:44

    Mehr Datenrate bedeuted auch mittelfristig höhere Frequenzen. Nach 5G kommt 6G. Du beschreibst selber das viele von den richtigen Monstermasten inzwischen kaum noch genutzt werden. Warum den gleichen Fehler wieder machen ?

    Man könnte auch niedrige Antennen in die Orte stellen und hohe in die Pampa wo's niemanden stört. Natürlich braucht's dann Glasfaser als Zuleitung - aber das braucht's eher über Kurz als über Lang eh. Und Telekom sagt ja das sie den größeren Teil bereits mit Glasfaser angebunden hat. Die Mitbewerber hinken da wohl noch etwas.

  9. Re: links ..

    Autor: bombinho 09.11.19 - 13:44

    Da wuerde ich glatt gelegentliches Reisen ins Ausland empfehlen, dann kommt einem die Idee von Funkmasten in Baumform (angepasst an den lokalen Baumbestand) gar nicht mehr so abwegig vor, denn anderswo geht das auch, und sogar fuer ganze Flaechen.

    Davon abgesehen werden dort dann auch Doerfer z.B. von hochgelegenen Gebaueden via unauffaellig platziertem Segment versorgt, bzw. ist man sehr viel flexibler bei der Aufstellung in Anbetracht der Architektur und baulicher Vorschriften. Da kann man Dutzende Kilometer in bester 4G Abdeckung zuruecklegen, ohne einen einzigen dieser wirklich nicht sonderlich aesthetischen Standard-Masten zu sehen. Gilt dort eine andere Physik? Oder aber sind die einfach generell nicht nur flexibler sondern auch schon deutlich besser versorgt? Wer da wohl Zusammenhaenge vermuten wuerde?

  10. Re: links ..

    Autor: LinuxMcBook 09.11.19 - 18:48

    senf.dazu schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Naja - aber vielfach gibt's in Gemeinden Bauvorschriften die nicht nur die
    > Höhe von Gebäuden sondern auch mal die Farbe und Form von Hausdächern
    > betreffen - um das "ortsübliche Bild" nicht zu stören.

    Ortsüblich war es aber auch, dass es vor 20 Jahren gar kein Internet gab. Wer A sagt muss auch B sagen können. Entweder will man etwas verändern oder nicht.

  11. Re: links ..

    Autor: LinuxMcBook 09.11.19 - 18:51

    senf.dazu schrieb:
    > Man könnte auch niedrige Antennen in die Orte stellen und hohe in die Pampa
    > wo's niemanden stört. Natürlich braucht's dann Glasfaser als Zuleitung -

    Das wären das aber doppelte Betriebs- und mindestens doppelte Investitionskosten, denn in der Pampa wird ganz sicher kein Glasfaser liegen.

    Das ganze ist ja eine Mischkalkulation der Telekom. Man braucht den Mast, weil viele Kunden darauf angewiesen sind auf der viel genutzten Autobahn Netz zu haben.
    Dahingegen wohnen im Dorf nur wenig Nutzer, die im Endeffekt nicht ins Gewicht fallen (sorry).

    Und ich glaube nicht, dass die Gemeinde als Alternative für den hohen Mast einfach die kompletten Kosten eines kleinen Mastes selbst tragen würde?

  12. Re: links ..

    Autor: moffthemoff 09.11.19 - 22:51

    alles radio engineers/planer hier bei golem neuerdings... und/oder funk theoretiker die sonst nix zu tun haben..
    wirklich speziell geworden

  13. Re: links ..

    Autor: moffthemoff 09.11.19 - 22:53

    senf.dazu schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Ist 40m(-60) für Mobilfunk eigentlich die übliche Mastgröße ?

    ja 40-60m sind standard mast größen, sagt aber noch lange nichts über ausbreitung und erreichbarkeit ihres smartphones zu nächsten diesen empfangs/sendeinheiten

  14. Re: links ..

    Autor: moffthemoff 09.11.19 - 22:56

    wall of text... irgendwelche konkreten beispiele bei denen große funktürme außer betrieb sind ihrer meinung nach? ja damals wurde noch viel ukw und tv von dort gesendet... und nun? was denken sie? polizei etc, dab, bisschen ukw? ja nein? dieses halbwissen ist nun wirklich traurig.
    /mecki78 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > senf.dazu schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Naja - aber vielfach gibt's in Gemeinden Bauvorschriften die nicht nur
    > die
    > > Höhe von Gebäuden sondern auch mal die Farbe und Form von Hausdächern
    > > betreffen - um das "ortsübliche Bild" nicht zu stören.
    >
    > Diese hat aber die Gemeinde selber aufgestellt und diese sind nicht
    > unveränderbar. Tatsächlich kann die Gemeinde diese jederzeit abändern,
    > ersatzlos streichen oder eine Ausnahme genehmigen, die Bürger in der
    > Gemeinde muss sie dazu nicht fragen.
    >
    > Ich halte derartige Beschränkungen grundsätzlich für Unfug, weil dass ein
    > Ort so aussieht, wie er aussieht, hat sich fast immer zufällig ergeben,
    > denn früher gab es solche Bestimmung dort in der Regel nicht. Und diesen
    > Zustand jetzt gewaltsam so einfrieren zu wollen, obwohl sich die Bauweise
    > von Gebäuden und der Geschmack der Menschen seit damals grundlegend
    > geändert hat, ist einfach nur unsinniges Festhalten an der Vergangenheit,
    > ohne dass dabei irgend ein sinnvoller Mehrwert erkennbar wäre. Wer glauben
    > diese Menschen zu sein, dass sie bestimmen können, wie ein Ortschaft
    > auszusehen hat? Aus meiner Sicht darf das nur einer bestimmen: Die
    > Menschen, die dort leben, denn das ist deren Ortschaft. Und wenn die gerne
    > rosa Häuser mit glitzernden Feenstaub auf den Dächern haben wollen, hat
    > IMHO niemand das Recht ihnen das grundsätzlich zu verbieten.
    >
    > Und wenn man mal durch das ländliche Deutschland fährt, dann sieht man
    > überall immer wieder mal riesige Richtfunk- und Rundfunkmasten aus der Zeit
    > vor dem Mobilfunk, teilweise extra hübsch wie ein Bahnschranke in
    > rot-weiß:
    >
    > www.umweltaktuell.de
    > Und ja, da ist auch schon der nächste Funkmast im Hintergrund klein
    > erkennbar. Manchmal ist es gleich ein ganzer "Wald":
    >
    > i.postimg.cc
    >
    > Teilweise mit schön dicken Betonfuß:
    >
    > nk.es-heftche.de
    > Oder gleich mal einen ganz fetten Betonturm in die Landschaft gestellt,
    > wie auf diversen Bergkämmen in Deutschland zu finden ist:
    >
    > i.postimg.cc
    > Und ja, in dem Bild brennt es unten am Turm; da ist ein Dixi-Klo komplett
    > niedergebrannt.
    >
    > Diese Teile stehen seit 30 Jahren, 50 Jahren oder sogar noch länger schon
    > in unserer Landschaft und die stören niemanden, obwohl dort täglich
    > Menschen drauf schauen müssen. Dagegen sind Mobilfunkmasten winzig und
    > unscheinbar. Und der Witz ist, das man viele diese Masten heute eigentlich
    > gar nicht mehr bräuchte; Tatsächlich sind manche von denen seit Jahren
    > außer Betrieb, aber niemand will für deren Abriss zahlen, gewartet werden
    > müssen sie trotzdem.
    >
    > > Andererseits werden die Mobilfunkzellen auch eher kleiner als größer
    >
    > Nicht grundsätzlich.
    >
    > In Städten werden sie kleiner, weil die max. Anzahl der Nutzer pro Zelle
    > ist beschränkt und hier stoßen Zellen immer wieder an diese Obergrenze,
    > weil die Zahl der Mobilgeräte stetig zunimmt. Dann müssen sie in kleinere
    > Zellen aufgeteilt werden, denn sonst könnten sich am Ende Nutzer erst gar
    > nicht dort in das Netz einbuchen. Allerdings wird 5G dieses Probleme
    > entschärfen, da es viel mehr Nutzer pro Zelle unterstützt als 4G.
    >
    > Auch stimmt es nicht, dass 5G kleine Zellen braucht. Eine 5G Zelle kann
    > grundsätzlich mal genauso groß wie ein LTE Zelle sein und das ist schon
    > ziemlich groß. Allerdings brauchen große 5G Zellen niedrige Frequenzen. Die
    > vor kurzen versteigerten 5G Frequenzen sind viel zu hoch, die sind nur für
    > kleine, lokal begrenzte Zellen geeignet, z.B. in dicht besiedelten Wohn-
    > und Industriegebieten oder dort wo große Menschenmassen anzutreffen sind
    > (Uni Campus, Fußballstadium, etc.). Das hat aber nichts mit 5G zu tun, das
    > wäre auch der Fall, wenn du 4G auf der Frequenz laufen lassen würdest.
    >
    > Um das breite Land zu versorgen, wollen die Anbieter auch künftig auf sehr
    > große Zellen setzen und hierfür wollen sie die Frequenzen nutzen, die
    > früher für analoges Fernsehen verwendet wurden und die dank DVB-T/T2 jetzt
    > aber frei geworden sind (Digitale Dividende I und II). Diese Frequenzen
    > sind sogar niedriger als die von GSM/Edge (G2), sprich, mit denen lassen
    > sich problemlos große Zellen bauen. Diese Zellen werden Anfangs wohl mit 4G
    > in Betrieb genommen und später kommt dann 5G dazu; entweder auf
    > unterschiedlichen Frequenzen, oder wenn man Frequenzen sparen muss, dann im
    > Mischbetrieb, weil auch das ist möglich (ähnlich wie auch 802.11n und
    > 802.11g Geräte zeitgleich im gleichen WLAN sein können - allerdings
    > reduziert sich durch den Mischbetrieb die maximal nutzbare 5G Bandbreite,
    > die aber auch dann noch deutlich über 4G liegt. 4G hingegen stört der
    > Mischbetrieb nur minimal).
    >
    > > Man könnte ja zur Versorgung von kleinen Orten z.B. auch
    > > Glasfaseranbindung mit Dachantennen verwenden ..
    >
    > Das wird sowieso gemacht. Aber immer nur Ortschaften versorgen hieße, wann
    > immer du eine Ortschaft verlässt, sitzt du im Funkloch, bist du die nächste
    > Ortschaft erreichst. Genau das ist ja der Denkfehler der Mobilfunkanbieter,
    > wenn sie immer von "versorgten Haushalten" statt "versorgter Fläche"
    > sprechen. Ich brauche keine gute Mobilfunkanbindung bei mir daheim oder in
    > der Arbeit. An beiden Standorten habe ich eine sehr gute Internetanbindung,
    > alle meine Geräte sind per WLAN online und telefonieren kann ich über VoIP
    > oder Festnetz. Eine gute Anbindung brauche ich, wenn ich nicht daheim oder
    > in der Arbeit bin.
    >
    > Daher wird man immer erst einmal versuchen mit niedrigen Frequenzen
    > möglichst viel Fläche mit mindestens 4G, später 4G + 5G abzudecken und dann
    > schauen, wo es Ballungszentren mit vielen Nutzern gibt, um dann dort
    > gezielt ein paar kleinere Zellen zu bauen, die dann ruhig mit höheren
    > Frequenzen arbeiten können (und somit der großen Zelle nicht in die Quere
    > kommen). Diese kleinen Zellen sind aber optional und sollen nur Empfang und
    > Datendurchsatz verbessern, die Grundversorgung wird durch die große Zelle
    > gestellt und die braucht einen hohen Mast.

  15. Re: links ..

    Autor: senf.dazu 10.11.19 - 08:46

    Oder eben auch C - die Kompromißlösung. Wer die nicht will nimmt dann die langwierige Lösung D die sich das Gericht ausdenkt.

  16. Re: links ..

    Autor: senf.dazu 10.11.19 - 08:56

    LinuxMcBook schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > senf.dazu schrieb:
    > > Man könnte auch niedrige Antennen in die Orte stellen und hohe in die
    > Pampa
    > > wo's niemanden stört. Natürlich braucht's dann Glasfaser als Zuleitung -
    >
    > Das wären das aber doppelte Betriebs- und mindestens doppelte
    > Investitionskosten, denn in der Pampa wird ganz sicher kein Glasfaser
    > liegen.
    >
    > Das ganze ist ja eine Mischkalkulation der Telekom. Man braucht den Mast,
    > weil viele Kunden darauf angewiesen sind auf der viel genutzten Autobahn
    > Netz zu haben.
    > Dahingegen wohnen im Dorf nur wenig Nutzer, die im Endeffekt nicht ins
    > Gewicht fallen (sorry).
    >
    > Und ich glaube nicht, dass die Gemeinde als Alternative für den hohen Mast
    > einfach die kompletten Kosten eines kleinen Mastes selbst tragen würde

    Ich glaube nicht das die Kosten für den kleinen "Mast" ne Rolle spielen. Die für die Glasfaseranbindung des Ortes schon eher. Und die wird inzischen gefördert wenn's ein Dorf das keine Rolle spielt ist. Und den blöden Spruch entschuldige ich nicht.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 10.11.19 08:57 durch senf.dazu.

  17. Re: links ..

    Autor: bombinho 10.11.19 - 12:03

    senf.dazu schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Oder eben auch C - die Kompromißlösung. Wer die nicht will nimmt dann die
    > langwierige Lösung D die sich das Gericht ausdenkt.

    Wobei ziemlich offensichtlich trotzdem die Gerichtsloesung trotz Verzoegerung und Kosten vor einem beiderseitig akzeptierten Kompromiss bevorzugt wird, da das national immer noch billiger zu sein scheint, als tatsaechlich intelligente Loesungen zu implementieren.

    Oder aber eben ist doch nicht die Regel sondern nur die absolute und damit unvermeidliche Ausnahme und nicht, wie gerne daergestellt, der tatsaechliche Grund fuer die Verschleppung.
    Dafuer spricht auch, dass man immer Einzelbeispiele anfuehrt und nicht Statistiken, wieviele Masten wo via Klage verzoegert/verhindert wurden.

  18. Re: links ..

    Autor: bombinho 10.11.19 - 12:07

    LinuxMcBook schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das wären das aber doppelte Betriebs- und mindestens doppelte
    > Investitionskosten, denn in der Pampa wird ganz sicher kein Glasfaser
    > liegen.

    Nanu, "garantiert"? Bist du nicht Einer derjenigen, die immer behaupten, dass die VDSL (FTTC) Anschluesse der Telekom flaechendeckend verfuegbar waeren? Ohne Glasfaser ist ja FTTC schwerlich realisierbar. Und ploetzlich liegt "in der Pampa" doch keine Glasfaser, und zwar "garantiert"?

    Wie waren noch einmal die aktuellen Anschlusszahlen fuer FTTC bei der Telekom?



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 10.11.19 12:08 durch bombinho.

  19. Re: links ..

    Autor: LinuxMcBook 10.11.19 - 22:27

    bombinho schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > LinuxMcBook schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Das wären das aber doppelte Betriebs- und mindestens doppelte
    > > Investitionskosten, denn in der Pampa wird ganz sicher kein Glasfaser
    > > liegen.
    >
    > Nanu, "garantiert"? Bist du nicht Einer derjenigen, die immer behaupten,
    > dass die VDSL (FTTC) Anschluesse der Telekom flaechendeckend verfuegbar
    > waeren? Ohne Glasfaser ist ja FTTC schwerlich realisierbar. Und ploetzlich
    > liegt "in der Pampa" doch keine Glasfaser, und zwar "garantiert"?

    Mit "Pampa" meinte ich in diesem Fall eher den - oben schon genannten - Steinbruch 3km hinterm Dorf. Das Dorf selbst hat heutzutage vermutlich schon irgendwo Glasfaser liegen.
    Deswegen will die Telekom den ja auch dort hinstellen (und weil er dort mehr Menschen erreicht), als irgendwo, wo ihn niemand mehr sieht.

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Fritzbox mit Docsis 3.1 in der Praxis
Hurra, wir haben Gigabit!

Die Fritzbox 6591 Cable für den Einsatz in Gigabit-Kabelnetzen ist seit Mai im Handel erhältlich. Wir haben getestet, wie schnell Vodafone mit Docsis 3.1 tatsächlich Daten überträgt und ob sich der Umstieg auf einen schnellen Router lohnt.
Ein Praxistest von Friedhelm Greis

  1. Nodesplits Vodafone bietet 500 MBit/s für 20 Millionen Haushalte
  2. Sercomm Kabelmodem für bis zu 2,5 GBit/s vorgestellt
  3. Kabelnetz Die Marke Unitymedia wird verschwinden

Red Dead Redemption 2 für PC angespielt: Schusswechsel mit Startschwierigkeiten
Red Dead Redemption 2 für PC angespielt
Schusswechsel mit Startschwierigkeiten

Die PC-Version von Red Dead Redemption 2 bietet schönere Grafik als die Konsolenfassung - aber nach der Installation dauert es ganz schön lange bis zum ersten Feuergefecht in den Weiten des Wilden Westens.

  1. Rockstar Games Red Dead Redemption 2 belegt 150 GByte auf PC-Festplatte
  2. Rockstar Games Red Dead Redemption 2 erscheint für Windows-PC und Stadia
  3. Rockstar Games Red Dead Online wird zum Rollenspiel

  1. Datenschmuggel: US-Gericht schränkt Durchsuchungen elektronischer Geräte ein
    Datenschmuggel
    US-Gericht schränkt Durchsuchungen elektronischer Geräte ein

    US-Grenzbeamte dürfen nicht mehr so einfach die Smartphones und Laptops von Einreisenden untersuchen. Es muss ein begründeter Verdacht auf Datenschmuggel vorliegen.

  2. 19H2-Update: Microsoft veröffentlicht Windows 10 v1909
    19H2-Update
    Microsoft veröffentlicht Windows 10 v1909

    Das November-Update ist da: Bei Microsoft steht Windows 10 v1909 zum Download bereit. Laut Hersteller handelt es sich um ein Feature Update, die Installation geht schnell und die Neuerungen sind überschaubar.

  3. Sparvorwahlen: Tele2 feiert Rettung von Call-by-Call
    Sparvorwahlen
    Tele2 feiert Rettung von Call-by-Call

    Verbände und die Deutsche Telekom haben sich auf die freiwillige Weiterführung von Call-by-Call und Pre-Selection verständigt. Es gibt immer noch Nutzer dieser Sparvorwahlen.


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